20.Spieltag 2017/18: SV Seligenporten - FC Memmingen 0:0

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    • 20.Spieltag 2017/18: SV Seligenporten - FC Memmingen 0:0

      Seligenporten zum Dritten
      Memmingen (ass). Bereits zum dritten Mal in dieser Saison tritt der FC Memmingen gegen den SV Seligenporten an. Nach dem Regionalliga-Hinspiel und dem Pokal-Achtelfinale geht es am Samstag (14 Uhr) im vorletzten Auswärtsspiel vor der Pause zu einem so genannten Sechs-Punkte-Spiel ins „Kloster“, weil sich Begegnung mit direkten Konkurrenten in der Tabelle eben doppelt auswirken.

      Die Lage: Mit 16 Punkten verharrt der FC Memmingen weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz, einem direkten Abstiegsrang. Seligenporten rangiert mit vier Punkten mehr auf dem Konto davor auf dem ersten Relegationsplatz. Bei einem Unentschieden verändert sich an dieser Konstellation nichts. Beim einem FCM-Sieg würde sich der Abstand verkürzen und die Hoffnung vergrößern, bei einer Niederlage würde der Rückstand fatal anwachsen Bei Seligenporten ging zuletzt eine Serie von sechs ungeschlagenen Begegnungen in Folge mit einer 0:3 Niederlage in Bayreuth zu Ende.

      Der Gegner: Abstiegskampf ist für die „Klosterer“ nichts Neues. In fünf Regionalliga-Jahren stand viermal das Ringen bis zum Schluss im Vordergrund, mal mit – mal ohne Happy-End. Im vergangenen Jahr führte Trainer Roger Prinzen, der auch schon die Profis des 1. FC Nürnberg interimsweise betreut hat, den SVS über die Relegation zum Klassenerhalt. Nach einer Negativserie zu Saisonbeginn mit fünf Pleiten in Folge wurde personell nachgebessert, was sich ergebnismäßig zwar auszahlte. Es waren aber zu viele Unentschieden darunter, um aus dem Keller herauszukommen. Beachtlich sind aber die Punktteilungen mit den Spitzenteams aus Schweinfurt, des FC Augsburg II und FC Bayern München II.

      Das FCM-Personal: In die Verteidigung kehrt der zuletzt Gelb-gesperrte Fabian Lutz zurück. Daniel Zweckbronner, der gegen Illertissen kurzfristig passen musste, ist immer noch angeschlagen. Für Marco Schad ist das Fußballjahr mit einem Außenbandanriss ganz beendet. Er kann erst wieder nach der Winterpause ins Training einsteigen.

      Die bisherigen Vergleiche: Eine dritte Niederlage hintereinander will Seligenporten gegen Memmingen unbedingt vermeiden. In einem „Harakiri-Heimspiel“ behielt der FCM am dritten Spieltag mit 4:2 die Regionalliga-Zähler. Vor einem Monat wurde mit einem 2:1 Auswärtserfolg der Einzug ins bayerische Pokal-Achtelfinale geschafft.
      Hinter den Kulissen: Am kommenden Dienstag (20 Uhr, Stadiongaststätte) hält der Fußballclub seine Mitgliederversammlung ab. Das bisherigen Präsidium um Armin Buchmann stellt sich zur Wiederwahl. Gespannt dürften die FCM-Mitglieder auf die Berichte zur finanziellen und sportlichen Perspektive des Allgäuer Traditionsvereins sein.

      Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

      Tor: Gruber – Abwehr: Boyer, Schmeiser, Anzenhofer, Lutz – Mittelfeld: Kircicek, Heger, Rietzler, Buchmann – Angriff: Salemovic, Krogler

      Auswechselspieler: Maier, Schröder, Rochelt, Hayse, Zeche (Tor)

      Schiedsrichter:Markus Huber (Wurmannsquick); Assistenten: Wagner, Hochrinner.

      PM FC Memmingen
    • SV Seligenporten – FC Memmingen 0:0
      Nicht Fisch, nicht Fleisch waren Spiel und Ergebnis beim 0:0 des FC Memmingen im Regionalliga-Auswärtsspiel beim SV Seligenporten. Ein Sieg hätte den Tabellenvorletzten auf den direkt davor platzierten Gegner und einen Relegationsrang bis auf einen Punkt herangebracht. Eine Niederlage hätte freilich fatale Folgen gehabt und den Rückstand fast aussichtslos anwachsen lassen. Mit dem Minimalziel blieb die Tabellensituation zumindest erst einmal so, wie sie war, bringt aber auch keine der beiden Seiten voran.
      Furkan Kircicek hatte für die Memminger die Großchance in der Nachspielzeit den „Lucky Punch“ zu setzen. Bei der besten Gelegenheit des gesamten Partie flankte Stefan Heger, SVS-Torhüter Patrick Bogner unterlief den Ball, sodass Kircicek völlig unbedrängt am langen Pfosten stand, aber am Tor vorbeiköpfte. „Die Partie ist ein Spiegelbild für die bisherige Saison. Wir wollten gewinnen und haben bis vor das Tor ganz gut kombiniert. Wir können aber keine Bude schießen. Um zu gewinnen musst du aber ein Tor machen“, fehlte für FCM-Trainer Bernd Kunze einmal mehr ein Vollstrecker. Die letzten drei Begegnungen blieb seine Mannschaft torlos.

      Die 90 Minuten im Kloster waren recht ereignisarm, was für das Kellerduell vielleicht auch nicht anders zu erwarten war. Defensive war vor der Minikulisse von 191 Zuschauern Trumpf, keiner wollte einen spielentscheidenden Fehler machen und so war der Spielfluss über weite Strecken gehemmt. Auch für Seligenportens Trainer Roger Prinzen war das Niveau an einem ungemütlichen Nachmittag überschaubar: „"Torchancen war heute Mangelware. Wir haben gut dagegengehalten. Im Spiel nach vorne hat der Schwung gefehlt. Memmingen stand sehr stabil in der Abwehr“. Die wenigen Höhepunkte sind schnell aufgezählt. Die einzig aufgebotene SVS-Sturmspitze Raffael Kobrowski kam bei einer Flanke (20. Minute) einen Schritt zu spät, sodass Sebastian Schmeiser klären konnte. Bei Memmingen zog Heger einmal an, aber die Vorlage konnte Fabian Krogler nur leicht touchieren, so dass der Ball am Pfosten vorbeiging. Die zweite Halbzeit verlief noch magerer – bis auf die angesprochene Großchance von Kircick.

      Der FC Memmingen tritt vor der Winterpause noch einmal zuhause und einmal auswärts an. Ob am kommenden Samstag (14 Uhr) der seit Ende Juli andauernde „Heimfluch“ gegen den FC Ingolstadt II beendet werden kann? Der Tabellenzweite und ernsthafte Verfolger von Spitzenreiter TSV 1860 München kommt mit der Empfehlung an diesem Spieltag die SpVgg Oberfranken Bayreuth mit 6:0 abgefieselt zu haben.

      SV Seligenporten: Bogner – Neuerer, Woleman, Kramer, Herzel – Dittrich - Olschewski, Katidis, Seitz – Kobrowski

      FC Memmingen: Gruber - Boyer (87. Buchmann), Schmeiser, Anzenhofer, Lutz - Krogler (80. Maier), Heger, Rietzler, Kircicek - Salemovic, Cekic (60. Hayse)

      Tore: Fehlanzeige. - Schiedsrichter: M. Huber (Wurmannsquick)

      Gelbe Karten: Olschewski, Seitz, Dittrich, Neuerer / Cekic, Anzenhofer.

      Zuschauer: 191

      PM FC Memmingen