[24.Spieltag 17/18] Eintracht Trier - FSV Jägersburg 4:1 (3:0)

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    • [24.Spieltag 17/18] Eintracht Trier - FSV Jägersburg 4:1 (3:0)

      Vor Jägersburg-Heimspiel: Abwehrkräfte besonders im Fokus
      Nach dem 3:0-Heimsieg im Derby gegen den FSV Salmrohr geht Eintracht Trier mit viel Rückenwind ins zweite Pflichtspiel 2018. Am Samstag empfangen die Moselstädter mit dem FSV Jägersburg allerdings einen ganz harten Brocken – der Tabellenfünfte zählte vor der Winterpause zu den formstärksten Teams der Liga. Derweil sorgt eine Erkältungswelle für Unruhe beim SVE.

      Vor dem Spitzenspiel gegen den Tabellenfünften FSV Jägersburg dreht sich bei Eintracht Trier alles um Abwehrkräfte. Damit ist einerseits die herausragende Defensivleistung gemeint, die die BlauSchwarz-Weißen in den letzten acht Partien in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar darboten. Nur ein einziges Gegentor kassierte die Abwehrreihe um die beiden erfahrenen Josef Cinar und Simon Maurer in dieser Zeit. Auch im Duell mit den formstarken Saarländern wird es wieder auf die Defensive ankommen. Eintracht-Coach Paulus mahnt seine Spieler deshalb vor allem zu viel Konzentration: „Jägersburg wird uns mehr fordern, als Salmrohr. Man hat im Hinspiel schon gesehen, dass sie ein sehr gutes Umschaltspiel haben. Sie werden auf Fehler von uns lauern und dann über Konter versuchen, uns gefährlich zu werden. Wir müssen den Druck hoch halten.“

      Die andere Bedeutung des Wortes „Abwehrkräfte“ bezieht sich auf das hoffentlich gute Immunsystem der Spieler des SVE. Neben den verletzten Bouzid und Noutsos hat sich auch Leoluca Diefenbach für das Duell mit dem Homburger-Vorort-Klub mit Mittelohrentzündung abgemeldet. Tim Garnier ist nach seinem Platzverweis gegen Salmrohr gesperrt, einige weitere Akteure klagten über leichtere Erkältungssymptome. Auch das Trainerteam hat es hart erwischt: Chefcoach Daniel Paulus klagt über einen heftigen Schnupfen, Co-Trainer Rudi Thömmes und Torwarttrainer Michael Weirich hat es noch härter getroffen – beide liegen krankheitsbedingt komplett flach. „Ich hoffe, dass da jetzt keiner mehr dazu kommt. Sollte noch jemand ausfallen, wird es personell langsam eng“, hofft Paulus deshalb im Hinblick auf das wichtige Spiel am Samstag.

      Aus sportlicher Sicht hätte der Übungsleiter vor allem einen Wunsch an seine Mannschaft: „Es wäre natürlich wichtig, dass wir in Führung gehen. Das gibt uns immer wieder Sicherheit, wie man auch gegen Salmrohr gesehen hat. Nach dem Tor waren wir enorm verbessert.“ Dass die Jägersburger ein ganz schwieriger Gegner sind, erlebte das Team aus der ältesten Stadt Deutschlands bereits im Hinspiel. Erst zwei späte Treffer von Athanasios Noutsos und Jan Brandscheid bescherten der Paulus-Elf dort einen hart umkämpften 3:2-Auswärtserfolg. Anstoß im Trierer Moselstadion ist am Samstag um 14 Uhr.

      PM Eintracht Trier
    • 4:1-Erfolg! – Eintracht gegen Jägersburg eiskalt
      Das Fußball-Jahr 2018, es lässt sich sehr gut an: nur eine Woche nach dem klaren 3:0-Derbyerfolg gegen den FSV Salmrohr setzte die Eintracht heute Nachmittag mit dem 4:1-Heimsieg gegen den Tabellenfünften aus Jägersburg das nächste Ausrufezeichen in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und hält damit den Druck auf den FK 03 Pirmasens weiter aufrecht.

      Ein eisiger Wind zog durch das weite Rund des Moselstadions, als Schiedsrichter Frederic Kaufmann die Partie anpfiff – keine optimalen Bedingungen für die Gesundheit zu Zeiten der um sich greifenden Grippewelle in Deutschland und mit ein Grund dafür, warum heute ungewohntes Personal auf der Trierer Trainerbank Platz nahm: Michael Fleck ersetzte die beiden erkrankten Co-Trainer Rudi Thömmes und Michael Weirich und unterstützte Cheftrainer Daniel Paulus während der anstehenden neunzig Minuten – das einstige Erfolgs-Duo der U19, es war wieder vereint.

      Dem Wetter angemessen dann auch der Start in die Partie: die Eintracht cool – und Jägersburg eiskalt erwischt. Die Blau-Schwarz-Weißen brannten ein zu Beginn ein echtes Feuerwerk ab: im Minutentakt kombinierte sich der SVE vor das Tor des FSV Jägersburg, welches vom Bruder des ehemaligen Eintrachtlers Dennis Gerlinger gehütet wurde. Waren Kinscher und Brandscheid zunächst im Rahmen einer Doppelchance gleich zu Beginn noch nicht erfolgreich, machte es nur kurze Zeit später Ömer Kahyaoglu mit einem herrlichen Solo durch die Abwehrreihen besser: das 1:0 (5.), direkt gefolgt vom 2:0 durch Dominik Kinscher (7.) – Traumstart für die Heimmannschaft, die auch in der Folge weiter Druck machte und die Führung sogar noch in der Frühphase hätte weiter ausbauen können, doch zwei Flanken von Jan Brandscheid aus aussichtsreicher Position fanden keinen Abnehmer.

      Die Gäste aus dem Saarland brauchten etwas, um sich von diesem Schock zu erholen. Das gefürchtete Umschaltspiel entwickelte sich nur marginal, wirkliche Torgefahr vor dem Kasten von Andrei Popescu entwickelte sich zunächst keine. Da auch die Eintracht einen Gang zurückschaltete, entwickelte sich nach der hektischen Anfangsphase ein klassisches Spiel rund um den Mittelkreis – eine Entwicklung, die Paulus gar nicht gefiel: die Zwischenrufe wurden häufiger, lauter und energischer. Ein Fehlpass des SVE leitete dann die größte Gelegenheit der Gäste ein: Jan Reiplinger brach durch, scheiterte aber an Andrei Popescu, der zur Ecke abwehren konnte (33.). Es wurde klar: spätestens jetzt war der FSV im Spiel, fand immer wieder die Schnittstellen im Defensivverbund – zu sorglos schienen die Abwehraktionen beim Blick auf die Anzeigetafel vor der Zurmaiener Straße. Doch mitten hinein in die immer stärker werdenden Offensivbemühungen der Gäste ein Konter: Fischer auf Brandscheid, der über Umwege zu Kevin Heinz zum 3:0 (39.) – ein Treffer, der Not tatund sich alles andere als andeutete.

      Gäste-Trainer Thorsten Lahm krempelte sein Team in der Pause um, brachte mit Steven Labisch einen neuen Mann für die rechte Defensivseite, über die in der ersten Hälfte eine Vielzahl der Offensivaktionen der Eintracht gestartet wurden, sowie mit Waldemar Schwab Verstärkung für das Mittelfeld – Personalwechsel, die schnell verpufften sollten: Alex Biedermann ergatterte einen Ball im Mittelfeld von Florian Hasemann, Kevin Heinz sieht den durchgestarteten Kinscher, der aus spitzem Winkel abzieht und Mirko Gerlinger einmal mehr überwinden kann – 4:0, gleichbedeutend mit dem Wegwischen sämtlicher Restzweifel am Ausgang der Partie (56.). Was folgte, war fast folgerichtig: Jägersburgs Wille war gebrochen, die Eintracht zog sich zurück, beschränkte sich auf das Nötigste in Form einiger Nadelstiche im Spiel nach vorne. Dennoch nochmals Aufregung kurz vor Schluss: der eingewechselte Sasso-Sant sah nach einer Tätlichkeit die rote Karte (85.), ehe Tom Koblenz noch der späte Anschlusstreffer gelang (89.). Die Siegesserie der Eintracht setzt sich also fort – am kommenden Freitag wartet dann mit dem FV Eppelborn die erste Auswärtsaufgabe des neuen Jahres auf die Paulus-Elf.

      Statistik:Tore: 1:0 Kahyaoglu (5.), 2:0 Kinscher (7.), 3:0 Heinz (39.), 4:0 Kinscher (56.), 4:1 Koblenz (89.).

      Eintracht Trier: Popescu – Heinz, Maurer, Cinar (ab 60. Dingels), Jakob (ab 72. Engeldinger) –Fischer, Mabouba – Kahyaoglu, Kinscher (ab 75. Sasso-Sant), Brandscheid – Biedermann.FSV Jägersburg: Gerlinger – Simon, Braun (ab 46. Labisch), Littau, Hasemann – Stumpf (ab 46.Schwab), Ehrmann, Koblenz, Kiefer, Reiplinger – Schäfer.

      Rote Karte: Sasso-Sant (85./Trier).

      Schiedsrichter: Frederic Kaufmann

      Zuschauer: 625

      PM Eintracht Trier

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