Elversberg beurlaubt Trainer Karsten Neitzel

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    • Elversberg beurlaubt Trainer Karsten Neitzel

      Der SV Elversberg hat sich von Trainer Karsten Neitzel getrennt.

      saarbruecker-zeitung.de/sport/…en-hut-nehmen_aid-7879703
      "In einer Gesellschaft in der Respekt, Ehrlichkeit, Rücksicht, Vertrauen, und vor allem Anstand immer mehr in den Hintergrund geraten, sollte man bei allem Streben nach Erfolg, nicht die Menschlichkeit vergessen. Erst recht auf dem Sportplatz, erst recht wenn Kinder zuschauen.
      - Du erntest, was du säst. -"

      Pavlos Osipidis vom 1. Göppinger SV nach seiner Fairplay-Aktion gegen den SV Sandhausen II
    • Wo der Seitz ist, gibt es Streit, Misserfolg und den Vorwurf des "ruppigen Umgangs" - zieht sich durch seine Karriere. ;)
      Den Trainerwechsel verstehe ich nicht so ganz. Der Efolg bleibt aus, das Ziel 3.Liga weit entfernt. Aber wa soll da jetzt ein Trainerwechsel bringen? Hat man Angst noch abzusteigen? Wärs nicht besser die verkorkste Saison in Ruhe zu Ende zu spielen und sinnvolle Planungen für nächste Saison zu machen?
      Es scheint mir aber ein Grundproblem vorzuliegen: Der Dorfverein hatte sich teure Spieler geleistet, kann er auch dank eines Sponsors, scheint aber die klare Linie und das Konzept verloren zu haben. Statt bergauf oder zumindest solide vorne drin in der Liga krieselst jetzt gewaltig.
      Ich dachte immer, dort wird - auch wenns ein "hochgepuschter Dorfverein" ist - zielstrebig und solide gearbeitet. Was wird der "Boss" machen? Es wäre nicht der erste Verein dieser Art, wo der Geldgeber doch die Lust verliert und der Laden kracht. Oder ist das eher einer der Sorte "mein Heimatverein, zu dem stehe ich durch dick und dünn"?
    • Manfred schrieb:

      Oder ist das eher einer der Sorte "mein Heimatverein, zu dem stehe ich durch dick und dünn"?
      Das würde ich so unterschreiben.
      Erste Wahl war trotzdem wohl immer die Neunkircher Borussia, da spielten aber andere Dinge eine größere Rolle.
      Schlußendlich wurde es nix und die SVE kickt immerhin RL, das die letzten Jahre als Spitzenteam und die Borussia dümpelt in unteren Gefilden vor sich hin.

      Was die SVE aber ganz sicher nicht sein wird, ist ein Verein, der vom Sponsor im Regen stehen gelassen wird.

      Ich persönlich denke, die werden in den folgenden Spielzeiten wieder ordentlich angreifen.
      Aber mein Denken heißt nicht Wissen.
      Der Respekt vor der Vereinsführung der SVE ist in meiner Region mehr als ordentlich!
    • Das bestätigt meinen Eindruck. Dort wird seit vielen Jahren zielstrebig gearbeitet. Es ist ja nichts verwerfliches, als erfolgreicher Unternehmer auch den Heimatverein zu unterstützen. Im Gegenteil, wenns gut gemacht wird und nicht nur dem ego dient.
      Erfolgreiche "Dorfvereine" mit örtlichem Mäzen rufen nur bei manchen "Traditionalisten" Beißreflexe aus. ;)
      Zum Thema örtlicher Mäzen und Dorfverein:
      Helmut Hack als Geschäftsführer (nicht Eigentümer) der Martin Bauer Group machte aus einer kleinen Teefabrik einen der Branchenriesen und führte mit Firmengeld und dazu gewonnenen Sponsoren den TSV Vestenbergsgreuth in die Regionalliga und zum legendären Pokalsieg über den FC Bayern. Als Hack irgendwann beim 1.FC Nürnberg anklopfte, ob die nicht (s)ein großes fränkisches Unternehmen als Sponsor haben wollen, blitzte er dort ab. Nach dem Motto "wir sind der glorreiche ruhmvolle Glubb, was will das Landei aus dem Steigerwald". Außerdem seriöser Geschäftsmann, das passt doch nicht zu einem Schuldenmacher- und mit (nicht vorhandenem) Geld um sich werfenden Verein.
      Als Hack später erkannte, er hat mit seinem TSV das Ende der Fahnenstange erreicht (2.Liga wäre nicht machbar) und es wird immer schwieriger, den Verein längerfristig oben zu halten, klopfte er beim "Dornröschen" in Fürth an. Dort wusste man, mit einem maroden Unsummen an Unterhalt verschlingendem Stadion, veralteten Strukturen, keinem Trainingsgelände (die Jugend trainierte und spielte verstreut auf städtischen Anlagen) und ohne Großsponsor kanns auf Dauer nicht mehr lange gehen.
      Der Rest ist bekannt: Hack gab seinen TSV auf, der Form halber trat die Fußballabteilung der SpVgg bei und es gab als "Zuckerle fürs Ego" den Namenszusatz "Greuther", wurde Präse der SpVgg, führte den Verein solide und durchdacht in den Profifußball zurück, immer mit regionalem Sponsorenpool und keine Abhängigkeit von einem Alleinsponsor (auch wenn die Martin Bauer Group vorallem in den Anfangsjahren und bis heute einer der größeren Sponsoren war und ist). Etabliert und finanziell liquide bis heute, auch wenns diese Saison sportlich ruckelt und wegen der explodierenden Gehälter und Ablösen im Profifußball immer schwieriger wird.
      Sportliches Glück kann man nicht erzwingen, es sei denn man hat Geld wie Heu a la "Onkel Diddi" oder Brausekonzern, aber mit seriösem Geldgeber im Rücken kann auch ein kleinerer Verein mit solidem und zielgerichteten arbeiten seinen Weg gehen.