BFV leitet Verfahren gegen FC Pipinsried ein

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    • BFV leitet Verfahren gegen FC Pipinsried ein

      Amateurfußball Nordbayern schrieb:

      Die Abschlusstabelle der Regionalliga könnte nach Beendigung der Punktspiele und vor Beginn der Relegation nachträglich eine gravierende Änderung erfahren. Grund: Der Bayerische Fußballverband (BFV) ermittelt nach einer Anzeige des SV Seligenporten und des Verbandsanwalts gegen den FC Pipinsried.


      Der FC Pipinsried soll laut SVS und dem Verbandsanwalt, der ebenfalls Anzeige gegen den Klub aus dem Landkreis Dachau erstattet hat, reihenweise Spieler eingesetzt haben, die kein Mitglied beim FC Pipinsried seien und daher auch nicht in der Regionalliga Bayern spielberechtigt gewesen sein sollen. Das könnte dem 14. der Abschlusstabelle einen saftigen Punktabzug einbrocken. Das Verbandssportgericht (VSG) wird sich aufgrund der großen Tragweite des Verfahrens unverzüglich mit dem Fall befassen und hat schon für Mittwoch eine mündliche Verhandlung angesetzt.
      "Im Übrigen scheint es bei dem Spiel etwas eigenartig zugegangen zu sein, denn ein anderer Spieler, der sich während des Spiels eine Zigarette angezündet hatte, wurde vom Schiedsrichter gleichfalls vom Platz verwiesen." 1950 im WFV-Bezirk Kocher/Rems

      Spätzleskick - Fußball in Württemberg und Hohenzollern
    • Vermutlich schon, wobei ich die Frage interessanter fände, wie man die angesetzte Relegation damit ggf. ändert oder zum Zeitgewinn bei Ermittlungen ggf. vorerst aussetzt?
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • Was heißt da "kein Mitglied sind"? Dann hätten die keinen Spielerpaß bekommen. Also müsste Pipinsried die Mitgliedsanträge bzw. die Bestätigung der Mitgliedschaft vorlegen. Aber mal andersrum: warum sollte ein Verein das machen, das geht doch bei der Vertragsunterschrift quasi automatisch mit, oder kann man so blöd sein, es zu "vergessen"?
      Oder gehts eher um die Frage, ob die Vertragsverhältnisse Amateur / "Vertragsamateur" korrekt waren (Ablösen? Wechselfrist? etc.) Wurde da was gefälscht oder Passanträge bewusst falsch ausgefüllt? Dann allerdings hat die Geschichte wirklich große Tragweite und ggf. auch strafrechtliche und steuerrechtliche Aspekte.
      Sollte die Erstinstanz ein Urteil gegen Pippinsried fällen und die Tabelle anders aussehen, müsste man die Relegation nach der neuen Tabelle spielen und dann, weil man die anderen nicht benachteiligen darf, eben ggf. die Liga aufstocken. Denn bis es durch alle Instanzen geht, ist die Relegation längst gespielt und die Vereine haben "in Treu und Glauben" Spielerverträge gemacht, den Kader in den Urlaub geschickt, Sponsoren gewonnen oder nicht etc.
      Immerhin, der Verband handelt schnell. Nicht wie damals die Südwestler in der Affäre Montabaur/Pirmasens/Idar-Oberstein, als der Verband es "aussitzen" wollte und Pirmasens per staatlicher Justiz eine Entscheidung erzwang.
      Das Problem ist, solche Ermittlungen können, gerade wenn die Justiz mit reingeht, monatelang dauern und da läuft die Saison schon längst. Damals in Südwest hat sich der Verband zu einer salomonischen Lösung bequemt (Pirmasens und Idar-Oberstein durften beide aufsteigen und die Liga wurde aufgestockt) und im Nachhinein stellte sich auch raus, Pirmasens hatte tatsächlich recht.
      Sollte sich das bestätigen, wäre das ein dicker Hund und wird eine heftige Strafe gegen Pipinsried und die verantwortlichen Funktionäre mit sich ziehen.
    • Es kann sich ja eigentlich nur um eine Formalie handeln, die entweder im Nachhinein bereintigt oder (wenn es denn überhaupt zutrifft) mit einer geringen Strafe bedacht werden kann. Seligenporten dürfte das hinsichtlich ihres Abstiegs nichts nützen. Die Darstellung, das quasi wahllos irgendwelche Spieler eingesetzt wurden, stimmt ja nun nicht. Es spielte ein fixer Kader, der ja dem BFV auch bekannt war. Es spielten immer diesselbgen 15 oder 16 Spieler plus ein paar permanente Bankdrücker (mit denen die U23 Bedingungen erfüllt wurden). Wenn es da jetzt irgendwas zu bemängeln gibt, sollte man sich mal bei allen Vereinen nach den gleichen Kriterien umsehen.
    • Von Seligenporten könnte man das durchaus als "Griff nach dem Strohhalm" betrachten, und "Gschmäckle" bekommt die Sache, dass die sich erst jetzt melden, und andererseits heißt es ja vom Verband aus, "SV Seligenporten ist in der Pflicht, sämtliche Beweise offen zu legen und etwaige Zeugen kurzfristig zu benennen". Und dadurch kann das am Ende als Hornberger Schießen ausgehen, wenn hier nur irgendwelche Behauptungen aufgeworfen werden.

      Andererseits macht es aber auch stutzig, dass sich der Verbandsanwalt bemüssigt sieht, Anzeige zu erstatten. Nun denn, spätestens morgen früh wissen wir wohl mehr.
      "Im Übrigen scheint es bei dem Spiel etwas eigenartig zugegangen zu sein, denn ein anderer Spieler, der sich während des Spiels eine Zigarette angezündet hatte, wurde vom Schiedsrichter gleichfalls vom Platz verwiesen." 1950 im WFV-Bezirk Kocher/Rems

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    • Zugeroaster schrieb:

      Es kann sich ja eigentlich nur um eine Formalie handeln, die entweder im Nachhinein bereintigt oder (wenn es denn überhaupt zutrifft) mit einer geringen Strafe bedacht werden kann.
      na wenn keine Spielberechtigung bzw eine 'illegale' Spielberechtigung vorlag, ist das zwar auch eine Formalie aber keine Lappalie. Spiele mit solchen eingesetzten Spielern müssen eigentlich 0:X verloren gewertet werden
    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      Spiele mit solchen eingesetzten Spielern müssen eigentlich 0:X verloren gewertet werden
      Nach dem in Bayern gültigem Reglement 0:2. Und abhängig von der Anzahl der betroffenenen Spiele könnte der 8-Punkte-Vorsprung recht schnell aufgebraucht sein.
      "Im Übrigen scheint es bei dem Spiel etwas eigenartig zugegangen zu sein, denn ein anderer Spieler, der sich während des Spiels eine Zigarette angezündet hatte, wurde vom Schiedsrichter gleichfalls vom Platz verwiesen." 1950 im WFV-Bezirk Kocher/Rems

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    • Bayerischer Fußballverband schrieb:


      Verfahren gegen Pipinsried teilweise eingestellt

      Das Verbands-Sportgericht (VSG) des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat das Verfahren gegen Regionalligist FC Pipinsried hinsichtlich der für die Relegation relevanten Spiele eingestellt. Eine Bestrafung mit Wirkung für die neue Saison bleibt allerdings noch möglich. Nach Anhörung von Zeugen und Auswertung der vorgelegten Beweise sah das VSG unter Vorsitz von Oskar Riedmeyer in der fast siebenstündigen mündlichen Verhandlung am Mittwochabend keine Anhaltspunkte für den Einsatz von nicht spielberechtigten Spielern.

      Der SV Seligenporten und der Verbandsanwalt hatten beim BFV Anzeige gegen den FC Pipinsried erstattet und diese damit begründet, dass der Klub aus dem Landkreis Dachau gleich mehrfach Spieler eingesetzt habe, die kein Mitglied beim FC Pipinsried seien und daher auch in der Regionalliga Bayern nicht spielberechtigt gewesen sein sollen. Dieser Verdacht bestätigte sich nicht, weil das VSG davon ausgeht, dass bereits der wirksame Aufnahmeantrag den Passantrag zulässt, wenn die vom Verein nach der Satzung zu erfüllenden Aufnahmeschritte später erfolgen. Dies konnte hinsichtlich der in den Spielen eingesetzte Spielern festgestellt werden.

      Hinsichtlich des Spiels FC Pipinsried gegen VfR Garching vom 12. Mai 2018 konnte der Aufnahmeantrag des dort eingesetzten Spielers noch nicht geklärt werden. Der Ausgang dieses Spiels hat jedoch auf die Relegation keinen Einfluss, die Abschlusstabelle bleibt aus diesem Grund zunächst noch vorläufig.

      Die Relegation zur Regionalliga Bayern startet damit wie geplant am kommenden Freitag.


      "Im Übrigen scheint es bei dem Spiel etwas eigenartig zugegangen zu sein, denn ein anderer Spieler, der sich während des Spiels eine Zigarette angezündet hatte, wurde vom Schiedsrichter gleichfalls vom Platz verwiesen." 1950 im WFV-Bezirk Kocher/Rems

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    • Darf man das so verstehen, die Spieler waren doch Mitglied im Verein, auch wenn bestimmte Schritte erst nach dem Passantrag erfolgten? Wieviel Zeit hat ein Verein denn dafür? Klingt etwas merkwürdig.
      Scheint aber so zu sein, dass die Spielordnung formal beachtet wurde bzw. kein expliziter Verstoß begangen wurde.
    • Seligenporten sieht weiterhin Ungereimtheiten und erwägt eine Zivilklage. Der Belastungszeuge sei nicht angehört worden : Seligenporten erwägt Zivilklage Der BFV habe sich vom FC Pipinsried "vorführen lassen", schimpft Walter Eisl

      nordbayern.de schrieb:

      Laut Walter Eisl, Vorstandsvorsitzender des SV Seligenporten, gab es bei der Verhandlung im Allgemeinen und bei den Zeugenaussagen im Besonderen aus seiner Sicht ein paar Ungereimtheiten. So wundert sich Eisl beispielsweise, dass der FC Pipinsried die Aufnahmeanträge der betreffenden Spieler zwecks digitaler Speicherung eingescannt und dann vernichtet haben will — üblich im Vereinswesen ist es, die unterschriebenen Originale zumindest einige Jahre aufzuheben. Auch flossen in einigen Fällen nachweislich keine Mitgliedsbeiträge. Beim FC heißt es dazu, aktive Spieler würden von solchen Abgaben generell freigestellt – „in den uns gezeigten Aufnahmeanträgen war aber der ganz normale Jahresbeitrag angekreuzt“, sagt Walter Eisl.
      Eisls Vermutung: Im Falle eines Schuldspruches hätte die zurückliegende Regionalliga-Saison neu aufgerollt werden müssen, „und das wollte der BFV nicht, denn das hätte einen wahren Rattenschwanz nach sich gezogen“, ist Eisl überzeugt. Also habe man das „kleinere Übel gewählt“ und sich vom FC Pipinsried „vorführen lassen“, schimpft Walter Eisl.


      Hinsichtlich des Spiels FC Pipinsried gegen VfR Garching vom 12. Mai konnte der Aufnahmeantrag des dort eingesetzten Spielers noch nicht geklärt werden, die Abschlusstabelle bleibt zunächst vorläufig. Der Ausgang dieses Spiels habe jedoch auf die Relegation keinen Einfluss, betonte das Sportgericht. „Eine Bestrafung mit Wirkung für die neue Saison bleibt allerdings noch möglich“, heißt es. Eisl meint dazu, dass der SV Seligenporten einen von den Oberbayern eingesetzten Spieler als Zeugen benannt hätte, der im Gespräch vorab „Stein und Bein geschworen“ habe, niemals einen Mitgliedsantrag vorgelegt bekommen zu haben – und der dann gar nicht ge- beziehungsweise verhört wurde.
      "Im Übrigen scheint es bei dem Spiel etwas eigenartig zugegangen zu sein, denn ein anderer Spieler, der sich während des Spiels eine Zigarette angezündet hatte, wurde vom Schiedsrichter gleichfalls vom Platz verwiesen." 1950 im WFV-Bezirk Kocher/Rems

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    • Naja, jetzt gleitet alles ins Lächerliche ab. Sowohl von Pippinsried wie auch Seligenporten.
      Wo ist eigentlich das Problem,einen Mitgliedsantrag unterschreiben zu lassen, Spielerpass zu beantragen und zeitnahe die komplette Mitgliedschaft einzutragen (Mitgliederliste, Beitragsverfahren etc.) sowie den Mitgliedsantrag ordentlich zu archivieren?
      Ich selbst mache Kasse und Mitgliederverwaltung eines Kreisverbandes (nicht Fußball) und da gibts eine ganz einfache und praktische Software (die mit dem Landesverband vernetzt ist) . Und das Abheften von Belegen in einen Ordner ist ja auch kein Hexenwerk.
      Das Sportgericht hat die "einfache" Lösung gewählt. Wars wirklich nur "Schlamperei" aber gerade noch zulässig in Pipinsried oder wollte man gar nicht tiefer bohren? Sind die Seligenporter einfach nur schlechte Verlierer?
    • da gehts freilich auch um persönlich Feindschaften im Dachauer bzw Brucker Hinterland, der Bergmann der jetzt in die Pipinsried GmbH investiert hat, war (ist immer noch?) beim SC Oberweikertshofen, der tief verfeindet ist mit dem SC Fürstenfeldbruck bzw einem Teil, denn der SCF ist ja in sich selbst tief verfeindet, und der Belastungszeuge Spieler ist der Sohn vom Präsi vom SCF

      Bauernkomödienstadl :rofl:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wacker-Wiggerl ()