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    • Starzman: »Geld ist ein schlechter Ratgeber«

      Das Projekt "Zeitung macht Schule" vom Reutlinger General-Anzeiger interviewte vergangene Woche SSV-Trainer Peter Starzmann über seine Tätigkeit beim SSV. Autoren waren Tayfun Uysal, Enes Akici und Nadim Faour von der Eichendorff-Realschule. Auf Nachfrage beim GEA bekamen wir das Interview zur Verfügung gestellt.

      [Tayfun Uysal, Enes Akici und Nadim Faour] - ZmS: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Trainer zu werden?

      Peter Starzmann: Mein Kindheitstraum war, Sportlehrer zu werden. Ich habe Sport und Englisch an der Uni Tübingen studiert und wollte Englisch und Sportlehrer in einem Gymnasium werden. Als ich mit meinem Studium fertig geworden war, gab es so viele Lehrer, dass ich mich rechtzeitig um ein anderen Job bemüht habe und das war die Assistenten-Stelle beim SSV. So bin ich in das Trainergeschäft reingeschlittert.

      Wann haben Sie mit ihrer Trainer-Karriere angefangen?

      Starzmann: Das war in der Saison 1991/92 beim SSV Reutlingen.

      Welche Fähigkeiten muss ein Trainer sonst noch mitbringen, außer Fußballspielen beizubringen?

      Starzmann: Fachkompetenz, Persönlichkeit und die Fähigkeit, mit Menschen umgehen zu können. In einem Mannschaftskader gibt es sehr unterschiedliche Charaktere: Spieler, die leichter zu führen sind, aber auch solche, die eine harte Hand brauchen. Wesentlich für den Erfolg ist es, alle so zusammenzufügen, dass sie komplett für eine gemeinsame Sache einstehen. Ein Trainer muss aber auch selbst ein guter Fußballer sein, damit er im Training auch mal etwas demonstrieren kann. Vor allem in schwierigen Phasen, die in jeder Runde vorkommen, muss er Stärke demonstrieren. Eine Mannschaft braucht dann eine souveräne Führung.

      Was motiviert Sie, den SSV zu trainieren, obwohl oft nicht mal Gehälter gezahlt werden?

      Starzmann: Das sind zum einen die wunderbaren Trainingsbedingungen, das tolle Stadion, der enorme Zuschauer-Zuspruch und die Begeisterungsfähigkeit unserer Fans. Außerdem habe ich eine Mannschaft, die alles für den Erfolg gibt. Was zudem motiviert, sind die Ziele, die ich anderswo nicht erreichen kann. Man kann seinen eigenen Werdegang nicht nur an Geld fest machen, sondern muss auch Opfer bringen, um sich selber voran zu bringen, das habe ich auch der Mannschaft erklärt. Letztendlich spielen wir alle auch für unsere Zukunft. Jedem von uns ist klar, welche Euphorie mit einem Aufstieg in Reutlingen möglich ist. Da kommt dann ganz automatisch die Perspektive auf, wieder irgendwann die 2. Liga anzupeilen. Spätestens dann brauchen wir uns nicht mehr übers Geld zu unterhalten. Ich habe eins im Leben gelernt: Geld als alleinige Motivation ist ein schlechter Ratgeber.

      Wenn es nicht mit dem Aufstieg klappen sollte, trainieren Sie dann weiter?

      Starzmann: In den letzten 18 Monaten sind mir der Verein und die beteiligten Menschen ans Herz gewachsen. Es ist im Leben immer so, dass man vor allem in schwierigen Zeiten neue Freunde gewinnt. So ist das auch bei mir. Ich bin der Meinung, dass wir immer noch erst am Anfang einer neuen glanzvollen SSV-Ära stehen. Diese Zeit möchte ich hier als Trainer miterleben.

      Sind Sie momentan zufrieden mit der Leistung des SSV? Wo gibt es Schwachstellen?

      Starzmann: Es gibt immer etwas zu verbessern. Momentan gibt es aber nicht viel zu kritisieren. Wir haben ja eine phantastische Serie mit siebzehn Spielen ohne Niederlage hingelegt, mit gerade mal acht Gegentoren. Wo wir uns sicherlich noch verbessern müssen, ist beim konsequenten Ausnützen der Torchancen.

      Gab es Zeiten, in denen Sie dachten: »Jetzt reicht's! Ich höre auf«?

      Starzmann: Das gab's in der letzten Saison, da war die Situation viel dramatischer, für mich und meine Familie. Aber das ist vergessen. Man hat jetzt den Aufstieg vor Augen, und ich werde versuchen, das Schiff dorthin führen, wo es hin gehört: in die Regionalliga.

      Was war Ihr größter Erfolg mit einem Team? Und was das schlimmste Erlebnis?

      Starzmann: In jeder Saison gibt es bestimmte Highlights, die einem Trainer immer in Erinnerung bleiben. Oft sind es gar nicht Aufstiege und Pokalsiege. Lassen Sie mich ein Beispiel nennen, das beide Fragen vereint: Wir sind mit dem SV Bonlanden WFV-Pokalsieger geworden und haben uns dadurch für den DFB-Pokal qualifiziert. Als Gegner kam der Bundesligist VFL Bochum mit Klaus Toppmöller als Trainer. Eine Woche lang haben wir Tag und Nacht gearbeitet, um das Bonlandner »Sportplätzle« mit Steh-Tribüne und Überdachungen für dieses Spiel vorzubereiten. Schließlich kamen über 4 000 Zuschauer. Wir mussten ohne Sturm spielen, da beide etatmäßige Angreifer im Urlaub waren. Nach 78 Minuten stand es plötzlich 2:0 für uns, und für wenige Minuten unglaubliche Minuten hatten wir den Traum der Sensation. Wir haben dann ganz unglücklich mit 2:4 nach Verlängerung verloren. In der nächsten Runde wären wir auf Schalke 04 getroffen.

      Welche Bedeutung haben die Fans für Sie?

      Starzmann: Die Fans haben eine sehr große Bedeutung für mich. Wenn ich beispielsweise die Haupttribüne bitte, uns zu unterstützen, und wenn dann 4 000 Zuschauer aufstehen und klatschen, da bekomme ich sogar jetzt eine Gänsehaut, wenn ich nur davon spreche. Und den Spielern geht das genauso.

      Was denken Sie, wer Weltmeister wird?

      Starzmann: Ich glaube, dass Deutschland eine super WM spielen wird. Den Heimvorteil darf man nie unterschätzen. Mittlerweile haben wir ja super Fußball-Arenen, die zum Hexenkessel werden können. Eines ist jedoch sicher: Wir sind alle bereits jetzt schon Weltmeister, weil wir diese WM bei uns im Land erleben dürfen.

      Wenn Sie drei Freikarten bekommen würden, für welche Spiele würden Sie sich entscheiden?

      Starzmann: Natürlich für das Finale, ein Zwischenspiel, bei dem Brasilien dabei ist und ein Zwischenspiel, bei dem Deutschland spielt.

      ssv-news.de
      gea.de
    • Pünktlich zum Trainingsauftakt im neuen Jahr führte ssv-news ein ausführliches Interview mit dem SSV-Abwehrspieler Michael Urban.

      [Markus Burger / Daniel Hipp] -

      Fragen zur Person Michael Urban:

      ssv-news: Wann hast du mit dem Fußball spielen angefangen?
      Michael Urban: Das war im Jahre 1989 und zwar beim SV 03 Tübingen

      Wie bist du überhaupt zum Fußball gekommen?
      Urban: Mein Vater und mein Opa haben mich immer mit auf den Sportplatz des SV 03 Tübingen mitgenommen . Andreas Urban, mein Cousin spielte dort im Tor. Und wie es so ist wenn man auf dem Sportplatz ist, nimmt man sich den Ball und bolzt los.

      Wie kam es zu dem Wechsel nach Reutlingen?
      Urban: Meinen Wechsel hatte Wolfgang Rapp (Jugend-Koordinator des SSV, A.d.R) ins Laufen gebracht. Ich spielte beim SV 03 Tübingen und dann bekam ich einen Anruf von Herrn Rapp. Ehrlich gesagt hab ich mich immer gegen einen Wechsel nach Reutlingen gewehrt. Aber ich wollte dann was neues im Fußball erleben und mir war klar wenn ich noch was erreichen möchte, dann muss ich diesen Wechsel machen.

      Warst du als Kind/Jugendlicher schon im Kreuzeichestadion?
      Urban: Ja ich war schon zu Zeiten von Thomas Winter im Stadion. Bei den Pokalspielen gegen Bochum und Berlin stand ich im Block 3 und hab mitgefiebert. Außerdem war ich einmal Balljunge beim Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart. Das witzige daran ist, dass mein heutiger Mannschaftskamerad Tobias Iseli in diesem Spiel für den VfB eingewechselt wurde.

      Gab es andere Optionen als den Wechsel zum SSV?
      Urban: Nein.

      Was war dein größter Erfolg in deiner Jugendzeit?
      Urban: In Tübingen war ich immer sehr erfolgreich. In der D-Jugend wurden wir 3. bei den württembergischen Hallenmeisterschaften. Aber mein größten Erfolg hab ich mit der A-Jugend des SSV erlebt. Wir wurden 2001/2002 Meister der Toto-Lotto Junioren Oberliga und stiegen somit in die höchste Spielklasse dieser Alterstufe auf (ohne Niederlage).

      Wie hast du den Sturz des SSV in die Oberliga aufgenommen/miterlebt?
      Urban: Ich war eigentlich mittendrin. Zuerst kam der sportliche Abstieg aus der 2. Bundesliga und dann der Lizenzentzug für die Regionalliga. Es war natürlich sehr schmerzlich wie für jeden, dem der Verein etwas bedeutet. Aber ich schaue in die Zukunft und möchte in die Regionalliga.

      Was machst du in deiner Freizeit (außer Fußball)?
      Urban:Ich bin viel im Internet unterwegs. Pflege dort meine Internetseite und schaue mich um. Wenn Zeit und vor allem Kraft übrig bleibt, dann unternehme ich was mit meinen Freunden.

      Was sind deine persönlichen und beruflichen Zukunftspläne?
      Urban: Erstmal mit dem SSV aufsteigen...und dann mal schauen!!!

      Mit wem aus dem aktuellen Team verstehst du dich am besten bzw. unternimmst auch ggf. einmal etwas?
      Urban: Ehrlich gesagt versteh ich mich mit allen aus der Mannschaft gut. Unser Trainer hat die Charakteren sehr gut ausgewählt. Mit Chris Gmünder und Robert Michnia unternehme ich ab und zu etwas. Das liegt aber auch daran, dass sie in Reutlingen wohnen. Aber unsere mannschaftliche Geschlossenheit ist prima.


      Fragen zur sportlichen Laufbahn:

      Bist du mit dem bisherigen Abschneiden des SSV zufrieden?
      Urban: Ja natürlich bin ich zufrieden. Wir stehen momentan an erster Stelle, mit einem Spiel mehr als der Heidenheimer SB. Die Vorrunde kann Hoffnung auf eine starke Rückrunde machen. Aber dort dürfen uns nicht mehr so viele Unentschieden passieren, wie in den letzten 5 Spielen.

      Was muss deiner Meinung nach noch verbessert werden, um auch gegen die Topmannschaften siegreich zu sein?
      Urban: Wir haben vieles richtig gemacht. Diese Saison stehen wir kompakter, was sich in der Zahl der Gegentore widerspiegelt. Es ist ganz einfach was noch verbessert werden muss: Wir müssen mehr Tore schießen!!!

      Warum konnten die letzten Spiele nicht mehr so erfolgreich gestaltet werden? (4 Unentschieden und 1 Sieg in den letzten 5 Partien)
      Urban: Das ist eine schwierige Frage. Aber wir haben einfach nicht die erforderliche Leistung gebracht um diese Spiele zu gewinnen.

      Wie sah der Trainingsplan für die Winterpause aus?
      Urban: Wir haben von unseren Trainern Peter Starzmann und Otmar Rösch einen Trainingsplan bekommen. Dieser Plan begann am 27.Dezember. Es standen Ausdauerläufe, Kräftigung und Fitnesstraining auf dem Programm.

      Dein persönliches Ziel für die Rückrunde?
      Urban: Das ist ja ganz klar. Ich möchte aufsteigen!!! Des weiteren will ich das wir die beste Abwehr der Liga behalten und ich möchte meine eigene Leistung noch steigern.

      Wie bist du mit der Unterstützung der Fans zufrieden?
      Urban: Also was die Szene E uns bietet ist einfach grandios. Bei jedem Heimspiel wird lautstark supportet und unsere Auswärtsspiele werden immer zu Heimspielen gemacht. Vielen Dank!!!

      Inwiefern hatte die Verpflichtung vom Co-Trainer Otmar Rösch Einfluss auf das Training bzw. die Mannschaft?
      Urban: Die Verpflichtung nimmt unserem Trainer Peter Starzmann einige Last von den Schultern. Er kann die Traineraufgaben im Training verteilen und hat zudem noch weitere zwei Augen, die das Training verfolgen.

      Was war der schönste Moment in der Hinrunde?
      Urban: Der Sieg bei Waldhof Mannheim und der kleine Tanz nach dem Spiel mit den Fans.

      Was war das traurigste Erlebnis in der Hinrunde?
      Urban: Das Spiel gegen den SSV Ulm. Wir hatten das Spiel im Griff und haben wie aus dem Nichts den Sieg verschenkt. Dieses Spiel war sehr bitter.

      Der Mitaufstiegskonkurrent SSV Ulm hat sich in der Winterpause verstärkt. Meinst du Reutlingen muss auch noch neue Spieler verpflichten?
      Urban: Das kann ich nicht beurteilen. Diese Frage würde ich an Peter Starzmann weiter reichen.

      Wer ist härtester Konkurrent um den Aufstieg und warum?
      Urban: Es gibt mehrere Konkurrenten. Der Heidenheimer SB, der SSV Ulm, der SV Sandhausen und der SC Freiburg II sind unsere Konkurrenten. Alle 4 sind harte Konkurrenten. Da würde ich keine Unterschiede machen.

      Wer ist (neben dir) der Spaßvogel im Team?
      Urban: Keine Ahnung. Ich bin doch kein Spaßvogel (lacht)

      Wie ist dein Verhältnis zu den Fans? (auch in Bezug auf dein „Zaunklettern“)
      Urban: Ich denke, ich habe ein sehr gutes Verhältnis mit den Fans. Das „Zaunklettern“ macht mir einfach Spaß und so denke ich kann ich den Fans zeigen, dass wir Spieler euch sehr schätzen!!!


      allgemeine Fan-Fragen:

      Welche Mannschaft ist für dich die Überraschung dieser Saison?
      Urban: Ganz klar der Heidenheimer SB. Aber man muss auch sagen, dass Sie eine richtig gute Mannschaft haben.

      Hättest du früher einmal gedacht, mal mit deinem fußballerischen Können so weit zu kommen?
      Urban: Nein gedacht nicht. Nur gehofft wie jeder kleine Junge.

      Ist Trainer Peter Starzmann in der Kabine mal so richtig ausgerastet?
      Urban: Naja, richtig ausgerastet würde ich nicht sagen. Er wurde nur ein wenig lauter. Beim Heimspiel gegen Heidenheim und beim Heimspiel gegen Linx.

      Bei welchem Verein außer den SSV würdest du gerne spielen?
      Urban: Beim FC St. Pauli und natürlich wie jeder Deutsche beim FC Bayern München.

      Glaubst du dass es einen 2-, 3- oder sogar 4-Kampf um die Meisterschaft gibt?
      Urban: Ja den wird es auf jeden Fall geben. Man darf sich in der Rückrunde keinerlei Schwächen erlauben.

      Wie viele Punkte braucht der Meister deiner Meinung nach?
      Urban: Mehr als in den vergangenen Jahren auf jeden Fall. Zwischen 70-80!!!

      Gibt es irgendwelche Aktionen von den Spielern für die Fans im Falle eines Aufstieges?
      Urban: Oh das ist noch so lange hin. Das werden wir dann sehen, wenn es soweit ist!!!


      Wir bedanken und uns recht herzlich, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast und wünschen dir und der gesamten Mannschaft eine erfolgreiche Rückrunde.
      Zum Schluss noch einige Worte an die SSV-Fans:
      Urban: Liebe SSV-Fans, ich hoffe ihr werdet uns weiter so toll unterstützen wie im Jahr 2005 und uns helfen für unser gemeinsames Ziel, den Aufstieg.
      Der SSV Reutlingen gehört in eine andere Liga!!!
    • In Reutlingen geht es wieder bergauf - Starzmann ist stolz auf die Defensive

      Neunter in der Saison 2003/ 04, Dritter in der vergangenen Runde, derzeit Erster – beim vor zweieinhalb Jahren aus der zweiten Liga wegen der nicht erteilten Regionalliga-Lizenz bis in die Oberliga abgestürzten SSV Reutlingen zeigt die Kurve im baden-württembergischen Oberhaus nach oben. "Wir haben unsere Zielvorgabe zu 100 Prozent erfüllt", zieht Trainer Peter Starzmann Bilanz. In punkto Qualität der Einzelspieler gebe es in der Oberliga besser besetzte Teams, glaubt Starzmann.

      Seiner Truppe, die bis auf den Abgang von Giuseppe Greco nach Freiberg unverändert bleibt, bescheinigt der 43-jährige Fußball-Lehrer, der früher beim VfB Stuttgart und SV Bonlanden tätig war, "eine unheimliche Teamfähigkeit, taktische Disziplin und körperliche Robustheit". Positiv überrascht ist Starzmann von der "überragenden Stabilisierung im Abwehrbereich". Lediglich acht Gegentore in 19 Spielen sind eine stolze Bilanz. Schwächen gibt es dagegen bei der Chancenverwertung.

      (Quelle: Kicker.de)
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Niederlage im Testspiel gegen die Kickers

      Nach der Spielabsage in Ulm konnten die SSVler am Samstag ein weiteres Testspiel absolvieren. Dabei unterlagen die Kreuzeichekicker dem Regionalligisten Stuttgarter Kickers knapp mit 0:1.

      [Alexander Thomys] - In der ersten Halbzeit hatten die Stuttgarter Kickers um den ehemaligen Reutlinger Bashirou Gambo zunächst mehr vom Spiel, die Reutlinger Abwehr um Kapitän Marco Langner musste zahlreiche Angriffe der Stuttgarter abwehren. Doch auch die Nullfünfer erspielten sich gute Chancen, so schoss Christian Haas nach einer schönen Kombination über Andi Rill und Sphejtim Arifi am leeren Tor vorbei. Wenige Minuten später scheiterte Haas per Kopf am starken Torhüter der Kickers. Die insgesamt 150 Zuschauer sahen eine chancenreiche erste Halbzeit - trotzdem blieb es zur Pause torlos.

      In der zweiten Halbzeit konnten die Reutlinger zunächst die Initiative ergreifen und erhöhten nun den Druck auf die Abwehr der Kickers. Bei sehenswerten Kombinationen erspielten sich die Nullfünfer zahlreiche gute Gelegenheiten, allerdings lies die Chancenauswertung zu wünschen übrig. Arifi, Markus Schneider und Marijo Marinovic vergaben beste Torgelegenheiten. In der zweiten Halbzeit wechselte SSV-Trainer Peter Starzmann mehrfach und gab dabei auch drei Spielern aus der A-Jugend die Gelegenheit sich für die Oberligaelf zu empfehlen. Yannik Buchwald, Ersah Öztürk und Dominic Maroh konnten ihr Können zeigen. "Ich bin froh, dass sich aus der A-Jugend nun auch nachhaltig Spieler für die Oberligamannschaft empfehlen können", sagte Trainer Peter Starzmann nach dem Spiel. Die Jugendarbeit beim SSV sei für ihn besonders wichtig, "es sollten immer einige Plätze auf der Bank mit A-Jugendspielern besetzt sein".

      In den Schlussminuten kamen die Stuttgarter Kickers wieder besser ins Spiel. Zunächst hatte SSV-Keeper Fabian Knöpfler Glück, als ein Freistoß der Stuttgarter an die Latte knallte, in der Schlussminute gelang Mario Braun dann aber doch noch der etwas unverdiente Siegtreffer für den Regionalligisten. So endete das Testspiel mit einer knappen Niederlage für das SSV-Team.

      Quelle: ssv-news.de
    • Niederlage im letzten Testspiel

      SINSHEIM. In einem sehr kurzfristig angesetzten Vorbereitungsspiel unterlagen die Reutlinger Oberliga-Fußballer dem Regionalligisten TSG Hoffenheim mit 1:2 (1:0). Auf dem Rasen-Platz in Sinsheim brachte Markus Schneider die Nullfünfer in Führung (15.). In der Folge verzeichnete der SSV zwei Pfostenschüsse. Nach der Pause wechselte Trainer Peter Starzmann den Kader komplett, brachte auch erstmals nach seiner Verletzung Ewald Beskid. Sandro Cescutti traf zum 1:1 (60.), ehe Selim Teber den Sieg des Teams von Lorenz-Günther Köstner herstellte (86.). »Das war eine Abrundung der guten Vorbereitung«, kommentierte Starzmann das letzte Testspiel.

      Quelle: Reutlinger Nachrichten
    • INTERVIEW Der Offensivspieler des SSV Reutlingen über Verstärkungen der Konkurrenz, die Tor-Flaute vor der Winterpause und die neuen Freiheiten in der Offensive

      Andreas Rill: Wir schaffen's auch so

      REUTLINGEN. In der Vorwoche fiel die Partie der Reutlinger Oberliga-Fußballer in Ulm der Witterung zum Opfer. Jetzt ist die Hoffnung groß, dass am Samstag (15 Uhr) an der Kreuzeiche gegen den SGV Freiberg die Rückkehr in den Punktspielbetrieb möglich ist. »Die Vorbereitung war lange genug«, unterstreicht Andreas Rill, der sich in den letzten Testspielen in ansprechender Form präsentierte. Der Offensivspieler fordert im Gespräch mit GEA-Redakteur Frank Pleyer, dass »alle aus der Mannschaft Tore schießen müssen. Es kann nicht sein, dass alles an Christian Haas hängt«.

      GEA: Vor sechs Wochen begann die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte. Ihr sollt es kaum noch erwarten können, zu spielen, wie man hört.

      Andreas Rill: Stimmt. Die Vorbereitung war lange genug. Wir hätten gerne vergangene Woche in Ulm gespielt, denn alles war auf dieses Spiel ausgelegt. Aber die Absage war schon besser als auf Eis zu rutschen.

      Mit Heidenheim und Ulm haben zwei der Spitzen-Teams, die dem SSV im Nacken sitzen, neue Spieler an Land gezogen. Ist es ein Nachteil, dass sich Euer Kader nicht geändert hat?

      Rill: Das ist nicht so schlimm, denn unsere Mannschaft hat in der Vorbereitung gezeigt, dass sie gut genug ist. Wenn in ein funktionierendes Team neue Leute hinzukommen, muss das nicht immer positiv sein. Es kann auch negative Auswirkungen haben. Bekommen bisherige Stammspieler Neuzugänge vor die Nase gesetzt, werden sie nicht gerade begeistert darüber sein. Ich bin überzeugt, dass wir's auch so schaffen.

      Die Mannschaft hat signalisiert, dass sie alles dafür tun will, damit der SSV aufsteigt. Notfalls könnte auch auf Gehalt verzichtet werden, um dem Verein zu helfen.

      Rill: Wenn es im Bereich des Möglichen ist, wäre das nicht ausgeschlossen. Denn man wird als Spieler hier nicht reich. Es kann nicht erwartet werden, dass einer, der für eine Familie sorgen muss, dann noch großzügig ist. Das müsste man von Fall zu Fall entscheiden.

      Zurück zum Sportlichen. In den letzten Begegnungen vor der Winterpause hatte der SSV eine Tor-Flaute. Wie bekommt man das Problem in den Griff?

      Rill: Im Training klappt's ganz gut. Auch in den letzten Testspielen war's nicht schlecht. Wir spielen jetzt auch ein etwas anderes System. Letztlich müssen alle aus der Mannschaft Tore schießen. Es kann nicht sein, dass alles an Christian Haas hängt und man ständig von ihm Treffer erwartet. Da müssen wir ein wenig variabler werden.

      Der Name Andreas Rill stand in der vergangenen Saison für Torjäger-Qualitäten. In dieser Runde lief's bislang nicht nach Wunsch.

      Rill: Die Vorrunde war noch nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Hinzu kam die sechswöchige Sperre nach dem Platzverweis in Nöttingen. Bei mir lief's bisher aber in der Rückrunde immer besser. Außerdem darf ich jetzt auch weiter vorne spielen und habe alle Freiheiten in der Offensive.

      Wie viele Zuschauer sind gegen Freiberg zu erwarten?

      Rill: Über 2 000 wäre schön. (GEA)

      gea.de