Neues vom modernen Fussball...

  • https://www.kicker.de/779990/a…uch_ohne_ultras_moeglich_


    Beim "Sonntags-Stammtisch" im BR-Fernsehen sagte Hoeneß: "Der Fußball gehört allen und es ist sehr wichtig, dass die Ultras begreifen, dass sie auch ein wichtiges Element sind, aber nicht alles alleine bestimmen dürfen." Der Ehrenpräsident der Bayern sei zwar "immer für Kooperation, aber auch die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne sie möglich ist".

  • Der Ehrenpräsident muss wissen, dass der Fußball auch ohne ihn möglich ist. Aber der Ehrenpräsident reagiert ohnehin immer sehr dünnhäutig auf jede Form der Kritik.

    "Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.." (Albert Einstein)

  • Da hat der Bratwurst-Uli sogar recht. Als alter "Normalo-Fan" geht mir die Rechthaberei und der Alleinvertretungsanspruch der Ultras mitunter auf den Senkel. Manches ist da sehr widersprüchlich und teilweise skurril.

    Aber was der moderne Fußball und vor allem die Hopp, RB und Co so treiben, finde ich auch sehr bedenklich. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte und die Diskussionsbereitschaft fehlt leider zu oft.

  • Da hat der Bratwurst-Uli sogar recht. Als alter "Normalo-Fan" geht mir die Rechthaberei und der Alleinvertretungsanspruch der Ultras mitunter auf den Senkel. Manches ist da sehr widersprüchlich und teilweise skurril.

    Aber was der moderne Fußball und vor allem die Hopp, RB und Co so treiben, finde ich auch sehr bedenklich. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte und die Diskussionsbereitschaft fehlt leider zu oft.

    Ich bin da hin- und hergerissen. Zum einen bin ich mit der Oldschool Fankultur in den 80ern aufgewachsen, aber auch maßgeblich Mitte der 90er daran beteiligt, die Ultrakultur nach Deutschland (Leverkusen) zu bringen, weil es mich auf den Touren durch Italien und Frankreich fasziniert hat. Uli H. war mir immer egal, aber nach seinem Spruch gegen Christoph Daum "Kriminelle haben im Fussball nichts verloren!" wegen dessen Koks Konsum und seiner eigenen Verurteilung mit Knastaufenthalt, dürfte eigentlich jedem klar sein, dass auch ein Uli H. mit ganz großer Gewißheit kein "Engel" ist und auch sehr schnell an die Decke geht. Kann mich da auch noch an eine Wutrede von ihm erinnern, wo er gegen die Ultras bzw. Allesfahrer und Fanszene vom FC Bayern wettert, weil diese gegen zu wenig Stehplätze und/oder zu hohe Eintrittskartenpreise protestiert haben im Schlauchboot...


    Auch wenn meine aktive Zeit seit 13 Jahren vorbei ist, so bin ich doch noch immer fasziniert von den Choreos, Pyroshows und teilweise aktustischen Support der Ultras. Dennoch finde ich, dass sich viele Ultras viel zu wichtig nehmen. Vor allem mit so sinnlosen Aktionen, wo diese mal wieder protestieren (wegen was auch immer...), streiken, boykottieren, etc. Am Sinnlosigkeit nicht zu überbieten sind aber so Aktionen (von Dortmund?) beim HSV, wo diese sich über die (natürlich) viel zu hohen Stehplatzkartenpreise aufregen, diese überteuerten Karten aber trotzdem kaufen und nicht ins Stadion gegangen sind.... :facepalm::lol: Dem HSV oder dem jeweiligen Verein ist es doch herzlich egal wer die Karten kauft und ob diese Leute dann ins Stadion gehen oder nicht. Die haben ihr Geschäft gemacht und lachen sich wohl über sowas kaputt... Ist ja auch völlig klar, wenn mir ein Preis nicht gefällt, kaufe ich es trotzdem und boykottiere. Hauptsache ein anderer (Erfolgsfan) bekommt die Karte nicht.... :lol: Was mir bei vielen Ultragruppen auch gewaltig auf den Zeiger geht ist die Politik, die sie ins Stadion bringen und für viele dieser "Ultras / Fans" die Politik wichtiger zu sein scheint, als die Unterstützung der Mannschaft. Gleiches gilt für irgendwelchen Dauergesang, unabhängig vom Spielstand. Absolutes Negativbeispiel 2014 bei BVB II vs. Chemnitzer FC erlebt: 200-300 BVB Ultras ziehen das gesamte Spiel über ihre Show durch, bei den Toren zum Sieg wurde mal kurz unterbrochen um zu jubeln und dann einfach weitergemacht... Wirkte auf mich wie eine CD/LP oder neudeutsch: mp4/mp3 die in Dauerschleife läuft, ohne wirkliches Interesse am Spiel. Hauptsache 90 Minten irgendeinen Müll gesungen.... :facepalm:Ähnlich nervend waren die Düsseldorfer 2014 beim Auswärtsspiel in Paderborn, was ich aufgrund meiner Karte aus nächster Nähe live erleben durfte... Da wurde die komplette erste Halbzeit ein und dasselbe Lied in Dauerschleife gesungen.... Und sowas gibts wohl noch bei etlichen anderen Vereinen....


    Nicht falsch verstehen! Wie erwähnt bin ich immer noch fasziniert, nur gibts da für mich (wohl mit zunehmenden Alter? :hmm:) einige Dinge, die mich persönlich einfach nerven... Aber insgesamt habe ich nichts gegen Ultras. Wieso auch? :smile:


    Fussball in den 2020er Jahren ist ohne Ultras möglich, ja. Aber dadurch dass sich die Ultrabewegung in den letzten 20-25 Jahren zu einem festen Teil der deutschen Fanszene entwickelt hat, würde doch schwer was fehlen finde ich. Allerdings gibts auch Vereine, zu denen passt die Ultrakultur einfach gar nicht: Kickers Offenbach, RW Essen (wie eigentlich alle größeren Ruhrpottvereine. Ja auch Dortmund und Schalke!), 1860 München, etc.


    Wie auch immer, Uli H. hat da einen Spruch rausgehauen, der für den modernen Fussball steht....

  • Ich bin ja der Meinung, dass Sympathie oder Antipathie gegenüber den Ultras viel mit der Zeit zu tun hat, in der man fußballfantechnisch sozialisiert wurde. Die 40er, 50er und 60er-Jahrgänge sind zu einer Zeit die ersten Male in ein Stadion gegangen, als es noch keine Ultras gab und der Support – sofern es ihn organisiert gab – sehr spielbezogen war. Fahnen wurden meines Wissens nach schon sehr früh beim Fußball etabliert, aber deren Einsatz war deutlich sparsamer als heute. Die 70er und vereinzelt auch 80er Jahrgänge kamen zu einer Zeit in die deutschen Stadien, als die Stimmung bei vielen Vereinen eher trist war und Jugendliche fast nur die Wahl zwischen Hooliganismus und „Normalos“ hatten (Entschuldigung für diesen Begriff, ich mag ihn eigentlich selbst nicht, aber glaube, dass jeder weiß, was gemeint ist). Aber organisierte Stimmung fand in den 90ern an vielen Standorten nicht (mehr) statt. Auf Reisen durch Italien oder Frankreich oder Spanien etc. entdeckten immer mehr, dass es eben auch noch etwas anderes gibt. Ähnlich wie in Leverkusen gründeten sich so Mitte und Ende der 90er bei vielen Vereinen Ultragruppierungen, die zum Ziel hatten, Farbe und Stimmung ins Stadion zu bringen.
    Die 90er und 2000er Jahrgänge sind diejenigen, welche die Ultras von klein auf kennen. Ich gehe sogar soweit, dass diese Jahrgänge bspw. den Dauersupport – auch Dauersingsang genannt – als Standard kennen. Hier gucken sich die kleineren Szenen meiner Meinung nach etwas bei den größeren ab, das auf ihre Fanszene nicht passt. Denn bei Frankfurt oder Dresden ist es kein Problem, wenn mal nicht alle mitsingen und nur ein kleiner Teil permanent gröhlt, da kommt immer Stimmung rüber. Wenn aber nur 50-100 Leute im Block stehen und davon dann nur die Hälfte mitsingt, klingt das sehr leise. Da lob ich mir dann die kurzen Schlachtrufe, bei denen aber alle mitziehen. Und selbst bei den großen Fanszenen klingt der Support dann häufig monoton und ich habe Zweifel, dass da was bei den Spielern auf dem Rasen ankommt. Unabhängig von der Frage nach dem Support, erweisen sich die Ultras aber bei vielen Vereinen als vorteilhaft. Denn gerade bei kleineren Vereinen in Liga 3-6 sind die Ultras ein ganz wichtiger Faktor, um Jugendliche ins Stadion zu locken bzw. für weitere Male zu begeistern. Gerade bei kleineren Vereinen gibt es dieses traditionelle "Fan werden" an der Hand vom Vater/Opa das erste Mal ins Stadion gehen und dann hängen bleiben immer weniger. Die Regel sieht doch eher so aus, dass irgendeiner tatsächlich mal vom Vater/Opa mitgenommen wurde, dieser dann in der Schule oder auf der Arbeit ein paar Kumpels erzählt, dass bei Verein X was los ist und die Kumpels zum nächsten Heimspiel mitnimmt. Wo stellen sich diese Grüppchen dann meistens hin? Richtig - in die Nähe des Stimmungsblocks - sprich zu den Ultras. Und meistens bleibt dann noch jemand der Kumpels hängen. An diesem Punkt zeigt sich oft, dass für viele junge Stadiongänger „Action“ ein wichtiger Grund darstellt. Und Action erlebt man eben eher im Umfeld der Ultras als auf den Sitzplätzen der Haupttribüne. Deswegen ist übrigens auch Pyro für viele Jugendliche so wichtig, weil sich damit geile Bilder erzeugen lassen, mit denen man Freunde und Klassenkameraden beeindrucken kann.



    Über die Entwicklung der Ultrabewegung kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Auch ich finde, dass mittlerweile vieles zu ernst genommen wird. Viele Ultragruppen pflegen ein sehr elitäres, organisiertes Auftreten, was auf Jugendliche aber natürlich auch wieder eine gewisse Faszination ausübt. Oft habe ich den Eindruck, dass sich auch kleinere Szenen zu sehr an den großen aus Frankfurt, Stuttgart oder Nürnberg orientieren, statt etwas Eigenes zu entwickeln, das auf ihre Stadt und ihr Umfeld passt. Hierzu würde ich auch das Fahnen schwenken zählen, wo man sich zu sehr an Nürnberg orientiert. Bei denen mag das geil aussehen, wenn aber bei einem Regionalligist drei Fahnen permanent geschwenkt werden, sieht das nicht geil aus, sondern stört einfach nur die anderen und führt im schlimmsten Fall sogar zu unnötigen Konflikten innerhalb der eigenen Fanszene.

    Fussball in den 2020er Jahren ist ohne Ultras möglich, ja. Aber dadurch dass sich die Ultrabewegung in den letzten 20-25 Jahren zu einem festen Teil der deutschen Fanszene entwickelt hat, würde doch schwer was fehlen finde ich. Allerdings gibts auch Vereine, zu denen passt die Ultrakultur einfach gar nicht: Kickers Offenbach, RW Essen (wie eigentlich alle größeren Ruhrpottvereine. Ja auch Dortmund und Schalke!), 1860 München, etc.

    Ich glaube schon, dass organisierte Ultragruppen auch zu diesen Vereinen passen, allerdings sind es die Art und Weise des Supports und die Stilmitte, die an die jeweilige Fanszene angepasst werden müssen. Dauersingsang und ständiges Fahnen schwenken passen zu diesen Vereinen nicht, da gebe ich Rizzo Recht.

  • Rizzo: Super Beitrag! Trifft ganz genau meine Einstellung zu diesem Thema.

    Der Support ist im Gegensatz zu den 80er und auch 90er leider wenig spiel- und situationsbezogen. Da wird wirklich oft ein Dauergesang durchgeführt, egal wie es steht und unabhängig davon, dass die eigene Mannschaft einen anderen spielbezogenen Support braucht.

    Das ist in Trier auch oft der Fall. Die Ultras machen dort für OL-Verhältnisse wirklich gut Alarm, aber das Liedgut passt dann nicht immer zum Spielverlauf.

    Ich kann mich da noch an unsere Zeiten erinnern, wo wir im Fanblock in kritischen und/oder wichtigen Situationen z.B. ein Eintracht, Eintracht oder heya,heya SVE so lautstark wie möglich intonierten, um die Mannschaft zu puschen, aber auch um das Stadion mitzuziehen.

  • Die Ultras sind eine Jugendkultur. Vielleicht sogar die größte in Deutschland. Sie haben nur das Problem, dass sie ihre Kultur nicht im Untergrund oder in einer Nische ausleben können oder im Widerspruch zur Gesellschaft, sondern im Rahmen eines milliardenschweren Business, das mit ihren Werten wie Treue, Loyalität etc.. nur wenig am Hut hat. Daraus ergeben sich zwangsläufig absurde Widersprüche.


    in den 90er Jahren, als der Fußball in Deutschland privatisiert und globalisiert wurde (Investoren, Abo-TV, Auslandsmärkte), waren die Ultras willkommen. Der deutsche Fußball hatte ja kaum Stars, da hat man mit der besten Stimmung und vollen Stadien Werbung gemacht. In dieser Zeit wurden die Ultras auch hofiert. Manchen ist das ein bißchen zu Kopf gestiegen, obwohl die Ultras eben nur zwei Blöcke hinterm Tor sind und eine Minderheit im Stadion. Manche haben auch nicht mitbekommen, dass sich der Fußball längst weiterentwickelt hat.


    Es gab vor Jahre mal einen bundesweiten Stimmungsboykott. Da wurde auch auf Schalke von den Ultras geschwiegen. Und der Rest des Stadions hat mürrisch geguckt. Wie wenn man zur Hochzeit eine Kapelle einlädt, die dann nicht spielen will. Da wurde klar, dass viele im Stadion die Ultras mittlerweile als "Stimmungs-Dienstleiser" sehen, die die entsprechende Geräuschkulisse bilden sollen. Ich glaube, die riesige Diskrepanz zwischen dem Selbstverständnis der Ultras und der Realität im Fußball-Business sorgt für Konflikte, die eigentlich nicht auflösbar sind.


    Im Amateurfußball finde ich Ultras albern. Gerade bei Gruppen von 20-30 Leuten macht es doch Spaß, spontan zu sein. Ich erinnere mich da an ein Spiel von TeBe in Babelsberg, als bei den links geltenden Babelsbergern jede Menge glatzköpfiges Ordnerpersonal rumlief und sie dafür von den TeBe-Fans spontan ordentlich veralbert wurden. Oder an ein Landesliga-Spiel bei Göttingen 05, als die Fans mangels Gästefans aus Peine zwischendurch Gesänge für die mit erfunden haben (irgendwas mit Kühen und Schweinen :lol:) Wenn bei solchen Spielen einfallslose Ultras-Dauergesänge wie in der Bundesliga erklingen, hat das für mich keinen Reiz.

  • Fussballromantiker

    Ich fand den alten Bieberer Berg und die Stimmung da einfach megagei! Vor allen Dingen bei den vielen Flutlichtspielen die Pyroshows waren der Hammer! Da hatte der OFC ja auch mit geworben. Kann mich da noch ein diverse Spiele erinnern, wo vor dem Stadion Bengalos verkauft worden sind und als ich mal mit Kollegen da war, mussten wir ablehnen: "Nee danke, wir haben unserer eignes Zeug dabei (auf den vollen Rucksack deutend...:lol:)... Das scheibe ich jetzt nicht als Levekusener, sondern objektiv. Kann mir eine richtige Ultraszene bei den Kickers einfach nicht vorstellen... :pardon:Aber wenn es die dort eines Tages geben sollte, auch gut... Aber vielleicht kann Waldgirmes ja was dazu aus seiner Sicht schreiben... Ähnliches empfinde ich für die Spiele an der alten Hafenstraße vom RWE oder auch den alten Tivoli von Alemannia Aachen... :pikiert2:


    matz

    Was mich in den 90ern u.a. fasziniert hat waren die kleinen Ultragruppen in Frankreich, wo die auch in der 1.Liga teilweise nur 20-30 oder paar Leute mehr im Fanblock stehen hatten, aber Party gemacht haben. Und bei Auswärtsspielen waren dann eben nur Ultras am Start, die ihr Ding durchgezogen haben... Aber so generell kann ich mich auch nicht so wirklich mit kleinen Gruppen bei Amateurvereinen in Deutschland anfreunden... Kommt halt immer drauf an, wie es subjektiv für die einzelnen Personen rüberkommt....


    SVE-Torsten

    Genau diese kurzen, lauten Schlachtrufe meinte ich. Bei Euch in Trier so wie du beschreibst und in Leverkusen eben (recht einfallsreich) "Bayer, Bayer,..." (immer wieder mal anders betont und mal lauter oder leiser... Jaja, Leverkusen ist generell leise... :bekloppt:), wo eben dann auch das gaze Stadion mitzieht. Ist ja teilweise auch heute noch so....


    Aber Eure 3 Posts geben auch meine Meinung wieder! :positiv2:

  • Es gab vor Jahre mal einen bundesweiten Stimmungsboykott. Da wurde auch auf Schalke von den Ultras geschwiegen. Und der Rest des Stadions hat mürrisch geguckt. Wie wenn man zur Hochzeit eine Kapelle einlädt, die dann nicht spielen will. Da wurde klar, dass viele im Stadion die Ultras mittlerweile als "Stimmungs-Dienstleiser" sehen, die die entsprechende Geräuschkulisse bilden sollen. Ich glaube, die riesige Diskrepanz zwischen dem Selbstverständnis der Ultras und der Realität im Fußball-Business sorgt für Konflikte, die eigentlich nicht auflösbar sind.

    Geht die Trennlinie bei Schalke und bei anderen Bundesligisten so stark zwischen Ultras auf der einen Seite und sämtliche anderen Stadiongänger auf der anderen Seite?

    Im Amateurfußball finde ich Ultras albern. Gerade bei Gruppen von 20-30 Leuten macht es doch Spaß, spontan zu sein. Ich erinnere mich da an ein Spiel von TeBe in Babelsberg, als bei den links geltenden Babelsbergern jede Menge glatzköpfiges Ordnerpersonal rumlief und sie dafür von den TeBe-Fans spontan ordentlich veralbert wurden. Oder an ein Landesliga-Spiel bei Göttingen 05, als die Fans mangels Gästefans aus Peine zwischendurch Gesänge für die mit erfunden haben (irgendwas mit Kühen und Schweinen :lol:) Wenn bei solchen Spielen einfallslose Ultras-Dauergesänge wie in der Bundesliga erklingen, hat das für mich keinen Reiz.

    Ich verstehe diesen Abschnitt nicht so ganz. Geht es darum, dass in Amateurligen Ultras albern sind oder dass in Amateurligen Dauersingsang albern ist?
    Falls du Ultras generell meinst, kann ich dir nur eigene Erfahrungen aus vielen Gesprächen schildern und da kommt bei vielen Jugendlichen heraus, dass die jeweilige Ultragruppe vor Ort für viele eben die erste Anlaufstelle ist, wenn man ins Stadion geht. Viele dieser Jugendlichen könnten ja auch einen eigenen Fanclub gründen oder sich einem Nicht-Ultra-Fanclub anschließen - tun sie aber oft nicht. In den meisten Fällen stellen sie sich zur bestehenden Ultragruppe.

  • Fussballromantiker

    Ich fand den alten Bieberer Berg und die Stimmung da einfach megagei! Vor allen Dingen bei den vielen Flutlichtspielen die Pyroshows waren der Hammer! Da hatte der OFC ja auch mit geworben. Kann mich da noch ein diverse Spiele erinnern, wo vor dem Stadion Bengalos verkauft worden sind und als ich mal mit Kollegen da war, mussten wir ablehnen: "Nee danke, wir haben unserer eignes Zeug dabei (auf den vollen Rucksack deutend...:lol:)... Das scheibe ich jetzt nicht als Levekusener, sondern objektiv. Kann mir eine richtige Ultraszene bei den Kickers einfach nicht vorstellen... :pardon:Aber wenn es die dort eines Tages geben sollte, auch gut... Aber vielleicht kann Waldgirmes ja was dazu aus seiner Sicht schreiben... Ähnliches empfinde ich für die Spiele an der alten Hafenstraße vom RWE oder auch den alten Tivoli von Alemannia Aachen... :pikiert2:

    Ich verstehe, was du meinst. Dennoch sind bei diesen Vereinen nicht Ultragruppen das Problem bzw. fehl am Platz, sondern die Art und Weise ihres Supports. Aber eine organisierte Gruppe, die Zaunfahnen malt, Choreografien vorbereitet und versucht, den Support zu koordinieren, geht auch dort. Ob es in Liga 4 und speziell bei diesen Vereinen einen Vorsänger braucht, steht wieder auf einem anderen Blatt Papier.

  • Da hier der OFC angesprochen worden ist: Es gibt doch nichts besseres wie wenn nach einer guten Aktion das komplette Stadion eskaliert und es ein brachialen und lauten Schlachtruf gibt. Es gibt für mich bis heute nichts geileres wie den "OFC-Roar" nach einer guten Aktion. Kein "xy allez, wir wolln euch siegen seeeehn" in Dauerschleife. Es muss an der Atmosphäre im Stadion erkennbar sein, dass gerade etwas passiert. Einfach das die Ränge wieder auf das Spiel reagieren und Einfluss nehmen. Dieses Gefühl geht in Offenbach auch mehr und mehr verloren, dies aber sicherlich nicht nur daher das jetzt mit dem Kollektiv eine Ultra-Gruppe da ist. Ist zwar nicht meine Welt, aber ich respektiere die Jungs, wir brauchen den Nachwuchs und dürfen nicht noch eine Fan-Generation verlieren. Die sind immer da, machen auch im Zusammenspiel mit der Szene Offenbach gute Aktionen außerhalb vom Spiel. Die Magie vom Berg ist ja immer noch siehe z.B. Beginn der letzten Saison, das waren von der Atmosphäre her gute Spiele. Aber das "Feeling Bieberer Berg" von früher gibt es nicht mehr.


    Bei den Erinnerungen an diese Zeit und das alte Stadion kommen einem die Tränen, beim Einlauf der Mannschaften brannte das ganze Stadion, auch auf der Orion und der Haupt und nicht nur auf der WKT. Nach dem Spiel haben deine ganzen Klamotten nach Rauch gestunken - Geil! Da hattest du schon Gänsehaut beim Hochlaufen der Bieberer Straße, spätestens bei den Stufen zum Block 2. Diese Zeit hat eine ganze Generation in Offfenbach geprägt. Bin froh das ich noch gewisse Teile von dieser Zeit erleben durfte.<3<3<3

    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)

  • Da hier der OFC angesprochen worden ist: Es gibt doch nichts besseres wie wenn nach einer guten Aktion das komplette Stadion eskaliert und es ein brachialen und lauten Schlachtruf gibt. Es gibt für mich bis heute nichts geileres wie den "OFC-Roar" nach einer guten Aktion. Kein "xy allez, wir wolln euch siegen seeeehn" in Dauerschleife. Es muss an der Atmosphäre im Stadion erkennbar sein, dass gerade etwas passiert. Einfach das die Ränge wieder auf das Spiel reagieren und Einfluss nehmen. Dieses Gefühl geht in Offenbach auch mehr und mehr verloren, dies aber sicherlich nicht nur daher das jetzt mit dem Kollektiv eine Ultra-Gruppe da ist. Ist zwar nicht meine Welt, aber ich respektiere die Jungs, wir brauchen den Nachwuchs und dürfen nicht noch eine Fan-Generation verlieren. Die sind immer da, machen auch im Zusammenspiel mit der Szene Offenbach gute Aktionen außerhalb vom Spiel. Die Magie vom Berg ist ja immer noch siehe z.B. Beginn der letzten Saison, das waren von der Atmosphäre her gute Spiele. Aber das "Feeling Bieberer Berg" von früher gibt es nicht mehr.


    Bei den Erinnerungen an diese Zeit und das alte Stadion kommen einem die Tränen, beim Einlauf der Mannschaften brannte das ganze Stadion, auch auf der Orion und der Haupt und nicht nur auf der WKT. Nach dem Spiel haben deine ganzen Klamotten nach Rauch gestunken - Geil! Da hattest du schon Gänsehaut beim Hochlaufen der Bieberer Straße, spätestens bei den Stufen zum Block 2. Diese Zeit hat eine ganze Generation in Offfenbach geprägt. Bin froh das ich noch gewisse Teile von dieser Zeit erleben durfte.<3<3<3

    :love:

  • Das spricht eindeutig für mich, daß ich gar nicht mitbekommen habe, daß der da 34 Stück... :lol::lol::lol:


    Und von diesem Ballon hab' ich bis heute auch noch nie gehört. :keineahnung2:


    Kann also nicht SO wichtig sein. :schon_gut:

    _________________________________________________________


    28.09.2008, 15.50 Uhr: Die Stunde Null.


    IGNORANZ - Meine Verachtung habt ihr nicht mehr verdient. :D

  • Der Chemiekonzern Ineos ist nicht nur im Radsport aktiv, sondern auch zu 100% Eigentümer vom FC Lau­sanne sowie von OGC Nizza und noch 2 weitere Vereine sollen folgen:

    Der Plastik-Klub

    Sou­verän ist der FC Lau­sanne-Sport in die Schweizer Super League auf­ge­stiegen. Dabei ist der Verein nur ein kleines Räd­chen in einer mil­li­ar­den­schweren Mar­ke­ting­ma­schi­nerie eines umstrit­tenen Che­mie­kon­zerns – dessen Vor­gehen stark an Red Bull erin­nert.

    ...

    Auch die Stra­tegie hinter den Inves­ti­tionen von meh­reren Hun­dert Mil­lionen Euro scheint nach dem Vor­bild des Ener­gy­drink-Riesen zu funk­tio­nieren. Denn Red Bull hat es geschafft, dass die Marke zwar stets prä­sent ist, dabei aber explizit nicht das Pro­dukt an sich im Vor­der­grund steht. So will auch Ineos erfolg­reich sein, denn ein Auf­po­lieren des eigenen Images hat der Che­mie­kon­zern drin­gend nötig.

    ...

  • In der Schweiz kann man wie in England Fußballvereine kaufen. Daher ist der Traditionsverein Lausanne in die Fänge eines "Investors" mit großspurigen Plänen geraten.

    Stimmt also beides.