[DFB] Rainer Koch Vizepräsident Amateure

  • Ein neuer Präsident mit eigenen Ideen möchte vielleicht gern die Reform selbst mitgestalten. Wenn alles vorher entschieden ist, kann man sich ausrechnen, was für Leute dann noch übrig bleiben.

  • Wie ich ihn interpretiere, will er doch die Struktur vor deren Bildung mitgestalten. Insofern ist es doch perfekt, dass er diesen Prozess zum eigentlich Programm erhebt und danach ggf. aus eben dieser Verlässlichkeit agieren könnte. ich hätte selber nicht anders agiert und finde das so geradezu perfekt.

  • Ein neuer Präsident mit eigenen Ideen möchte vielleicht gern die Reform selbst mitgestalten. Wenn alles vorher entschieden ist, kann man sich ausrechnen, was für Leute dann noch übrig bleiben.

    Präsident oder Grüßaugust, das ist eine der Fragen

  • Der "nette" Herr Koch aus Bayern, bzw. sein Verhalten zur Durchsetzung eigener Interessen, wird Thema der Ethikkommission:


    Zitat

    DFB-Vizepräsident Koch
    "Ich sorge dafür, dass du dieses Amt nicht ausführen wirst"
    Finanzielle Konsequenzen oder gleich Amtsverlust: Wenn es um die Durchsetzung seiner Interessen geht, drohte DFB-Vizepräsident Rainer Koch nach SPIEGEL-Informationen in der Vergangenheit mehrmals seinen Gegnern.
    ...

    Quelle: spiegel.de, ganzer Artikel

  • Immerhin scheint er auch den eigenen Landesverband nicht mehr uneingeschränkt hinter sich haben:

    Zwei langjährige Funktionäre des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) stützen Anschuldigungen gegen Koch, die der ehemalige Vorsitzende des DFB-Jugendausschusses, Christian Pothe, bei der Ethikkommission des Verbands angezeigt hat. Koch soll mit massiven Drohungen dafür gesorgt haben, dass ein ihm genehmer Kandidat 2016 in den DFB-Jugendausschuss gewählt wurde.

  • Der Koch ist seit Jahrzehnten Teil des DFB-Machtapparats. Warum sollte der anders als die anderen DFB-Langzeitfunktionäre sein? Es bleibt zu hoffen, dass es dem neuen DFB-Präsidenten gelingt, diese Strukturen aus Klüngelei und Filz aufzubrechen. Auch wenn die diesbezügliche Hoffnung nicht allzu groß ist.

  • Der Koch ist seit Jahrzehnten Teil des DFB-Machtapparats. Warum sollte der anders als die anderen DFB-Langzeitfunktionäre sein? Es bleibt zu hoffen, dass es dem neuen DFB-Präsidenten gelingt, diese Strukturen aus Klüngelei und Filz aufzubrechen. Auch wenn die diesbezügliche Hoffnung nicht allzu groß ist.

    Will der neue DFB-Präsident das denn? Schließlich ist er doch von Koch & Co. "ausgesucht" worden.

  • Will der neue DFB-Präsident das denn? Schließlich ist er doch von Koch & Co. "ausgesucht" worden.


    Ein Blick auf die Mitglieder der Findungskommission (u.a. die Langzeitfunktionäre Rainer Koch und Ronny Zimmermann) und ihre von Vereinen stark kritisierte, völlig intransparente Arbeit, lässt (wie in zahlreichen Medien spekuliert) tatsächlich einen schwachen Präsidenten von Gnaden der Lebenszeitfunktionäre vermuten.
    Ich habe diesbezüglich allerdings die leise Hoffnung, dass sich Keller nicht völlig vereinnahmen lässt. Zumal er im Vorfeld von der Initiierung einer neuer Organisations- und Umgangskultur im DFB sprach. Außerdem hat Keller als einer von nur 4 Delegierten seinerzeit gegen die Wahl von Grindel zum DFB-Präsi gestimmt. Rainer Koch gönnt sich ja demnächst einen hoch bezahlten UEFA-Posten. Bleibt zu hoffen, dass er dann mehr dort und weniger im DFB rumwerkelt.
    Übrigens interessant, dass der letzte DFB-Bundestag (noch auf Betreiben von Grindel) extra von Oktober auf September vorverlegt wurde, damit auch Günter Distelrath (Chef vom Norddeutschen und Niedersächsischen Fußballverband und ehemals enger Grindel-Vertrauter) gewählt werden konnte. Der hat nur wenige Tage nach dem DFB-Bundestag die Altergrenze (70 Jahre) erreicht und wäre dann nicht mehr wählbar gewesen. Für diese Frechheit bzw. eher Vetternwirtschaft kassierte Distelrath sogar (für DFB-Verhältnisse sensationelle) 33 Enthaltungen bei seiner Wahl.

  • Und ich denke, da die langjährige Diskussion um die RL mit einem Kompromiss beendet wurde und für die nächsten Jahre eine Regelung beschlossen ist, man wird nach Corona 3.Liga und RL evaluieren, die sportliche und wirtschaftliche Situation im Auge haben und dann eine gemeinsame Reform für beide Ebenen angehen. Oder aber zum Schluss kommen, es passt so. Man hat in der "Landschaft" der Regionalliga als Schnittstelle zwischen Profis und "Edelamateuren" eben unterschiedliche Erwartungen und Ziele. Das macht es so schwer.
    Der DFB Bundestag hat jedenfalls mit seinem doch überraschend klaren Ergebnis gezeigt, es bekommt nicht immer der Recht, der am lautesten schreit bzw. über "befreundete" Medien trommelt.
    Beide Seiten, sowohl DFB als auch "renitente" Drittligisten, haben in der Diskussion aber nicht immer die Spielregeln der Fairness und Transparenz eingehalten. Das gibt schon sehr zu denken.