[Reformen] Sammelthread Ligareformen (inkl. DFB-Taskforce)

  • Der außerordentliche DFB-Bundestag ist vorbei, eine Regionalligareform nicht in Sicht und für Liga 3 wird vom DFB eine Taskforce eingerichtet. Da sich die thematisch die Reformthreads zu Regionalligen, DFB-Bundestag und der 3. Liga überschneiden, eröffne ich mit dem nachfolgenden Beitrag von Manfred einen neuen Sammelthread zum Thema Reformen und schließe zur besseren Übersichtlichkeit die Threads zur Zweigleisigigkeit in Liga 3, zu etwaigen Regionalligazuschnitten und zum außerordnetlichen DFB-Bundestag.


    Klutsch

    Boardteam


    Und ich denke, da die langjährige Diskussion um die RL mit einem Kompromiss beendet wurde und für die nächsten Jahre eine Regelung beschlossen ist, man wird nach Corona 3.Liga und RL evaluieren, die sportliche und wirtschaftliche Situation im Auge haben und dann eine gemeinsame Reform für beide Ebenen angehen. Oder aber zum Schluss kommen, es passt so. Man hat in der "Landschaft" der Regionalliga als Schnittstelle zwischen Profis und "Edelamateuren" eben unterschiedliche Erwartungen und Ziele. Das macht es so schwer.

    ...
  • Nehmen wir mal wieder die Debatte in diesem neue Thread auf. Wo nun der Saisonabschluss weitgehend fix ist, stelle ich einmal zusammen, was eigentlich in Sachen Ligazusammensetzung (Stand heute) passieren würde, wenn statt der drei RL Nord, Nordost und Bayern die RL Nord (neu) und RL Südost gebildet werden würden. Dafür habe ich nur einmal die potenziellen Absteiger für den Nordosten im folgenden jahr angerechnet, aber auch Lok Leipzig als Regionalligist 2020/21 eingestuft, da sie dies ja ohne Aufstieg gegen Verl erst einmal noch sind. Alle drei genannten RL, die ja ähnliche Mannschaftszahlen widerspiegeln habe ich daher mit 12 Regionalligisten berücksichtigt, wobei ich im Nordosten für beide Bereiche die besten 6 gegriffen habe. Dadurch ist die BSG Chemie statt Viktoria 89 dabei.


    RL Nord

    VSG Altglienicke

    FC Energie Cottbus

    FSV Union Fürstenwalde

    Hertha BSC II

    Berliner FC Dynamo

    Berliner AK 07

    VfL Wolfburg II

    SC Weiche Flensburg 08

    SV Drochtersen/Assel

    SV Werder Bremen II

    FC Eintracht Norderstedt

    Kieler SV Holstein II

    BSV Schwarz-Weiß Rehden

    VfB 1897 Oldenburg

    TSV Havelse 1912

    Lüneburger SK Hansa

    FC St. Pauli 1910 II

    Hannoverscher SV 1896 II


    RL Südost

    FSV Zwickau

    FC Carl Zeiss Jena

    1. FC Lokomotive Leipzig

    VfB Auerbach

    Zipsendorfer FC Meuselwitz

    BSG Chemie Leipzig

    1. FC Schweinfurt 05

    1. FC Nürnberg VfL II

    SpVgg Oberfranken Bayreuth

    SV Victoria 01 Aschaffenburg

    VfB Eichstätt

    SpVgg Greuther Fürth II

    TSV Buchbach

    TSV Aubstadt 1921

    FC 07 Augsburg II

    SV Wacker Burghausen

    FV Illertissen 1921

    TSV 1896 Rain


    Erkenntnisse:

    - Der Schwerpunkt der Freistaaten-RL läge im nördlichen Franken so auf Höhe Schweinfurt-Bayreuth und damit dicht an Nordost. Die dramtatische Südverlagerung ist also ein Hirngespinst und die Wege für Sachsen und Thüringen genauso angenehm oder unangenehm wie für Burghausen oder Rain.


    - Die neue RL Nord hätte wie zu erwarten war neben Berliner Klubs auch nur aus seinem erweiterten Speckgürtel Fürstenwalde und Cottbus dabei. Genau wie zu erwarten war sind damit eben auch keine echten Derbys verloren. Im Grunde würde wohl einzig Cottbus sich das als Vorposten etwas angeklebt fühlen - genauso wie Kassel traditioell im Süden bzw. nun Südwesten. Also auch absolut kein Ausreißer gegenüber anderen Ligen, zumal der Anspruch von Cottbus auf Dauer ohnehin nicht RL sein kann. Höchstens die ganz harte Ostalgiefraktion dürfte wieder damit antanzen, dass man aber nicht gegen den BFC Dynamo spielt. Aber das wäre auch wirklich die einzige Einschränkung, die für diese Hardcoreossi ein Wehrmutstropfen wäre


    - Angesichts fehlender großer Namen im Süden wäre eben wie zu erwarten war, Vereine wie Lok, Zwickau oder Jena eher ständige Aufstiegsanwärter sein als Burghausen, Illertissen oder Rosenheim. Fazit: Die Nordostklubs im der Südostliga würden eher häufiger als seltener Aufsteiger stellen, während in der Nordstaffel die Berliner Vereine auch eher nicht die Nichtambitionierten wären, zumal sie in einer Liga vereint auch wirtschaftlich nicht darben müssen.


    - Auswärtsfahrttechnisch ist es doch das schönste Geschenk für die Norddeutschen 4 mal im Jahr in die Hauptstadt zu dürfen bzw. (Fürstenwalde, Cottbus) eigentlich sogar 6 x. Da ist vom Freizeitwert außer Fußball weit mehr drin als sonstwo.


    Im Ergebnis kann man sogar erwarten, dass der Nordosten im Schnitt eher mehr als 0,666 Aufsteiger stellen dürfte als weniger als 0,666 wie jetzt. Die große Lücke zwischen Berlin und den Schwerpunkten in Thüringen/Sachsen reißt auch keine Lücke oder führt zu Derbyverlusten. Das sähe wohl alles in anderen Saisons auch nicht viel anders aus. Die Freistaatenlösung bleibt im Grunde der Königsweg, wenn 22/5 nicht realisierbar ist und genau damit kann man auch nicht rechnen, denn der "Horror" für die da oben ist ja stets ein erweiterter Abstieg und nichts anderes!

  • Im Grund ist das eine logische Zusammenfassung, aber ich glaube, wir haben alle daraufhin gearbeitet 1000 Threadseiten zu erreichen :heulen2:


    Kurz vorm 11. Jahrestag der Threaderstellung...das is hart :(


    Fast wären die 1000 voll geworden :)

    Ihr könnt ja die Ansicht ändern, sodass nur 10 Beiträge pro Seite sichtbar sind. Bei mir ist die 1000 schon lange überschritten und aktuell sind es 1844 Seiten. :smile:

  • Optimieren könnte man das noch mit einer Regionalliga Nordwest mit VfB Oldenburg und Werder Bremen II. Dafür könnten dann HSV II und Viktoria 89 nachrücken. :smile:

  • Es besteht kein Zweifel daran, dass die RL Nordost und RL Südost im Freistaaten Modell eine massive sportliche Aufwertung wären. Auch wurde aufgezeigt, dass die Oberligen im Nordosten angepasst werden könnten.

    Die Vereine sind aber aktuell nicht an einer solchen Lösung interessiert.

  • Aus meiner Sicht, ist es zwingend notwendig, die 3. Liga zweigleisig zu spielen, wenn alle RL-Meister direkt aufsteigen sollen.


    Variante 1:


    3. Liga West (3 Absteiger)

    - Regionalliga NRW (1 Aufsteiger)

    - Regionalliga HES/RLP/SAL (1 Aufsteiger)

    - Regionalliga BAW (1 Aufsteiger)


    3. Liga Ost (3 Absteiger)

    - Regionalliga Nord (1 Aufsteiger)

    - Regionalliga Nordost (1 Aufsteiger)

    - Regionalliga Bayern (1 Aufsteiger)



    Variante 2


    3. Liga Nord (2-3 Absteiger)

    - Regionalliga Nord (1 Aufsteiger)

    - Regionalliga Nordost (1 Aufsteiger)

    - Regionalliga NRW (1 Aufsteiger)


    3. Liga Süd (3-4 Absteiger)

    - Regionalliga Bayern (1 Aufsteiger)

    - Regionalliga HES/RLP/SAL (1 Aufsteiger)

    - Regionalliga BAW (1 Aufsteiger)


    Bemerkungen zu Variante 2

    - Vereine aus Thüringen uns Sachsen kommen grundsätzlich in die 3. Liga Süd

    - Wenn der Meister aus Nordost nicht aus Sachsen oder Thüringen kommt

    * je 3 Absteiger aus beiden 3. Ligen

    * Einordnung des Nordost-Meisters in 3. Liga Nord

    - Wenn der Meister aus Nordost aus Sachsen oder Thüringen kommt

    * 2 Absteiger aus 3. Liga Nord

    * 4 Absteiger aus 3. Liga Süd

    * Einordnung des Nordost-Meisters in 3. Liga Süd.

    Somit wäre das Ungleichgewicht zwischen Nord und Süd ausgeglichen und die Nordost-RL kann mit Direktaufsteiger bestehen bleiben.

    Weiterhin wäre vor der Saison der 3. Liga klar, dass der Viertletzte der Südstaffel nicht zum Klassenerhalt reichen könnte.

    Für Rechtschreib- und Grammatikfehler lesen Sie den Duden oder schlagen sie meinen ehemaligen Deutschlehrer.

  • Die Zahl der Absteiger müsste aber auch noch davon abhängig sein, wer aus der 2. Liga absteigt und wer sich in der Relegation zur 2. Liga durchsetzt.


    Ich denke der Modus wäre unfair gegenüber Vereinen aus Sachsen und Thüringen, da sie in die Liga mit einem Absteiger mehr einsortiert werden.

  • Wäre erstens ja nur der Fall, wenn dann wieder einer aus Sachsen oder Thüringen aufsteigt.

    Zweitens wäre es bestimmt das geringere Übel dafür dass die RL NOFV bestehen bleibt und einen festen Aufstiegsplatz bekommt.


    Die Absteiger der 2. Buli könnte man eventuell durch einen einjährigen Überhang kompensieren.


    Hätte aber noch eine Variante 2a.

    - Ligenzuschnitt wie Variante 2

    - fließende Grenze in Liga 3 (7 Absteiger)

    * je 3 feste Absteiger

    * Playdown der Viertletzten

    - Regionalligen Nord, Nordost und NRW 4 Aufsteiger

    * Direktaufstieg der Meister

    * Playoff: (Sieger 2. Nord - 2. Nordost) gegen 2. NRW

    - Regionalligen BAY, BAW und HES/RLP/SAL 3 Aufsteiger

    * Direktaufstieg der Meister

    Für Rechtschreib- und Grammatikfehler lesen Sie den Duden oder schlagen sie meinen ehemaligen Deutschlehrer.

  • Das ist schon seit langem meine favorisierte Variante.


    Bei der Zuteilung der 3. Liga könnte man sich noch überlegen, ob der NOFV nur alle 2 Jahre die Südstaffel auffüllt und in den anderen Jahren der Westen. Oder immer jeder zur Hälfte. Bei ungerader Zahl kommt es darauf an, was geografisch günstiger ist.

  • Die Unebenheiten könnte man eigentlich auch leichter lösen. Der Nordostzweite hätte dabei zwar keine Chance mehr auf den Aufstieg, dafür wäre er aber um zwei Landesverbände entlastet und könnte so auch seine überdimensionierten beiden Oberligastaffeln abschaffen und seine Landesverbände endlich zu Oberligen mit Direktaufsteigern aufwerten. Thüringen wäre fest Süd zugeordnet, womit auch keine kuriose Pendelei zwischen beiden Ligen nötig wäre, allerdings verbliebe Sachsen dabei bei Nord. Alle Zahlen sind noch aus der vorletzten Saison - hatte ich bislang nicht angepasst.

  • Falls wirklich eine zweigleisige 3.Liga kommt, was ich mir nach dem außerordentlichen DFB-Bundestag nicht mehr so recht vorstellen kann, dann würde ich die Variante 2 bevorzugen und die Regionalligen Thüringen und Sachsen im Nordosten belassen. Dann hätten wir 6 Regionalligen und jeweils der Meister kann aufsteigen. Die 3. Liga Nord hätte dann zwar paar mehr zugehörige Mannschaften als die 3. Liga Süd aber dafür könnte man alle bestehenden Regionalligen so belassen wie sie sind, von der unproblematischen Aufteilung der Regionalliga Südwest mal abgesehen.

  • Ich hab mal die Staffeleinteilung für Variante 2a der 3. Liga vorgenommen, wenn jetzt Schluss wäre.


    Qualifiziert:

    Platz 17 + 18 der 2. Liga = 2 Vereine

    Platz 3 - 16 der 3. Liga = 14 Vereine

    Aufteilung der eigentlichen Absteiger der Liga 3 + Regionalliganachrücke

    - Nord: 0 "Absteiger" + 3 Nachrücker = 3 Vereine

    - Nordost: 2 "Absteiger" + 1 Nachrücker = 3 Vereine

    - West: 1 "Absteiger" + 4 Nachrücker = 5 Vereine

    - Südwest: 1 "Absteiger" + 5 Nachrücker = 6 Vereine

    - Bayern: 0 "Absteiger" + 3 Nachrücker = 3 Vereine


    Aufteilung nach streng geographischen Gesichtspunkten:


    Staffel Nord

    Dynamo Dresden

    Eintracht Braunschweig

    SV Meppen

    Hansa Rostock

    KFC Uerdingen 05

    Chemnitzer FC

    1. FC Magdeburg

    Hallescher FC

    Preußen Münster

    FC Carl Zeiss Jena

    SV Rödinghausen

    SC Verl

    Rot-Weiss Essen

    Rot-Weiß Oberhausen

    VfB Lübeck

    VfL Wolfsburg II

    SC Weiche Flensburg 08

    1. FC Lokomotive Leipzig


    Staffel Süd

    SV Wehen Wiesbaden

    TSV 1860 München

    SV Waldhof Mannheim

    FC Bayern München II

    Würzburger Kickers

    FC Ingolstadt 04

    1. FC Kaiserslautern

    FC Viktoria Köln

    FSV Zwickau

    SG Sonnenhof Großaspach

    Türkgücü München

    1. FC Schweinfurt 05

    1. FC Nürnberg II

    1. FC Saarbrücken

    SV Elversberg

    TSV Steinbach Haiger

    FC 08 Homburg

    FC-Astoria Walldorf

    Für Rechtschreib- und Grammatikfehler lesen Sie den Duden oder schlagen sie meinen ehemaligen Deutschlehrer.

  • Bei der Staffeleinteilung würde man wohl Köln und Chemnitz tauschen.


    Zuschauertechnisch wäre das natürlich sowohl für Zwickau als auch für Chemnitz ziemlicher Mist.

  • Das ist schon ein fair Aufteilung, wenn man noch eine kleine Änderung einbaut. Nach dieser Rechnung haben West und Süd/West zusammen 11 Mannschaften und die andern 9 Mannschaften. Da muss wohl noch ein Platz verschoben werden. :-)

  • Das ist schon ein fair Aufteilung, wenn man noch eine kleine Änderung einbaut. Nach dieser Rechnung haben West und Süd/West zusammen 11 Mannschaften und die andern 9 Mannschaften. Da muss wohl noch ein Platz verschoben werden. :-)

    Ich würde nur Platz 19+20 der 3.Liga auf die Kontingente anrechnen und 5 Plätze an SW vergeben, 4 an W und je 3 an BY, N und NO.

  • Ich finde mittlerweile den meisten Gefallen an Variante 2a.

    Das ist schon ein fair Aufteilung, wenn man noch eine kleine Änderung einbaut. Nach dieser Rechnung haben West und Süd/West zusammen 11 Mannschaften und die andern 9 Mannschaften. Da muss wohl noch ein Platz verschoben werden. :-)

    Ich würde nur Platz 19+20 der 3.Liga auf die Kontingente anrechnen und 5 Plätze an SW vergeben, 4 an W und je 3 an BY, N und NO.

    so könnte es man natürlich auch lösen. Klingt sogar besser. :positiv2:


    Würde dann wohl so aussehen:


    Staffel Nord

    Eintracht Braunschweig

    SV Meppen

    Hansa Rostock

    KFC Uerdingen 05

    FC Viktoria Köln

    Chemnitzer FC

    1. FC Magdeburg

    Hallescher FC

    Preußen Münster

    SV Rödinghausen

    SC Verl

    Rot-Weiss Essen

    Rot-Weiß Oberhausen

    VfB Lübeck

    VfL Wolfsburg II

    SC Weiche Flensburg 08

    1. FC Lokomotive Leipzig

    VSG Altglienicke


    Staffel Süd

    Dynamo Dresden

    SV Wehen Wiesbaden

    TSV 1860 München

    SV Waldhof Mannheim

    FC Bayern München II

    Würzburger Kickers

    FC Ingolstadt 04

    1. FC Kaiserslautern

    FSV Zwickau

    SG Sonnenhof Großaspach

    FC Carl Zeiss Jena

    Türkgücü München

    1. FC Schweinfurt 05

    1. FC Nürnberg II

    1. FC Saarbrücken

    SV Elversberg

    TSV Steinbach Haiger

    FC 08 Homburg


    Ich habe den letzten Sachsen-Verein (Leipzig) wegen der Nähe zu Halle im Norden belassen und dafür Jena aus Thüringen in den Süden verschoben.

    Für Rechtschreib- und Grammatikfehler lesen Sie den Duden oder schlagen sie meinen ehemaligen Deutschlehrer.

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