Beiträge von Gans Hatz

    Super Kulisse

    Ein tolle Zuschauerzahl, die offenbar die Erwartungen noch übertraf. Bedenkt man, dass zwischen den Orten immerhin 50 Kilometer liegen, ist das mehr als beachtlich - erst recht angesichts vielfach beobachteter, nachlassender Resonanz andernorts, wo zumeist die Pandemie als alleinige Erklärung herhalten muss. Dieses Beispiel zeigt, dass das Interesse durchaus vorhanden ist.

    Meisterschaft für die Bayern wahrscheinlich erledigt

    Vilzing. Aubstadt. Schlechter: Bayern München. Hmm. Verstehe ich falsch oder der Rekordmeister? Wahnsinn. Ein Verein, Weltklasse will er sein, trimmt seine zweite Mannschaft nicht auf 3.-Liga-Niveau? Fehlt's am Geld? Knowhow? Fehlte nichts davon, was dann?

    Niederlagen zuvor

    Ist soweit. Gegen Balingen verloren, gegen Fulda. 2 Punkte aus 8 Spielen. Ich will Jens Rose nichts Böses (ich kenne ihn ja nicht einmal), dem Verein keineswegs: aber die Naivität erschreckt. Und sie beunruhigt mich, der ich ein Faible für Traditonsklubs habe. Weshalb nehmen sich solche nicht ein Beispiel an funktionierenden Gebilden?

    Auf dem Vereinsgelände des FC Holzhausen wird das Achtelfinale des württembergischen Verbandspokals ausgelost

    Grundsätzlich begrüße ich es, dass der Verband die Pokalauslosung auch mal außerhalb von Stuttgart (zumeist ja WFV-Geschäftsstelle oder zuletzt bei der Bahn) macht.


    Dass es ausgerechnet Holzhausen sein muss, erschließt sich mir nicht. Der Verein, zwar in die Oberliga aufgestiegen, betreibt keine nennenswerte Nachwuchsarbeit und hat seinen Kader - bis auf eine Ausnahme, meine ich - ausnahmslos mit extern ausgebildeten Spielern bestückt.


    Wenn der Verband schon mit einem Klub kooperiert, dann vielleicht mit einem, der die Kernkompetenz trifft: Im vom WFV organisierten Spielbetrieb für rund 11.000 Mannschaften (Quelle WFV-Homepage) ist der Großteil der Jugend zuzuschreiben.


    Holzhausen konterkariert mit seiner Arbeit einen Hauptzweck des WFV, den der Verband wie folgt umschreibt: "... Zweck des WFV ist... der körperlichen Ertüchtigung der Vereinsmitglieder, insbesondere der Jugendlichen zu dienen."

    Wer redet denn von den Kickers/Großaspach und was interessiert uns Holzhausen, wenn die Ergebnisse bei uns nicht stimmen?

    War nur die Frage nach dem Anspruch. Ihr seid Zehnter und ich sehe um die vier Mannschaften vor Euch, die gut und gerne hinter Euch stehen könnten. Insofern halte ich nach 6 Spielen eine Trainerdiskussion nicht für zielführend.

    Nach dem Spiel heute gegen Balingen (1:2) habe ich mir den ursprünglichen Live-Co-Kommentator Jens Rose gegönnt. Dessen Mannschaft spielte gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg und hat, zunächst in Homburg, dann gegen Fulda, die nächsten Partien vor der Brust. Sein einziges Augenmerk galt dem Spiel gegen den OFC am 24.09., das, wohlgemerkt, für Kassel, für die Region Außergewöhnliches darstellt oder darstellen mag. Gleichwohl: Ein Sieg dort und Niederlagen zuvor, machten das Duell nahezu bedeutungslos für den KSV, aus sportlicher Sicht betrachtet. Was in aller Welt reitet so einen Mann, dass er die Spiele heute und bis dahin ins Nirgendwo verwischt - was möchte er dem KSV und seinen zahlreichen Fans damit kund tun? Wäre er, der Verein, das Team nicht besser beraten, die Situation anzunehmen und Spiele wie gegen den OFC als Bonus und nicht als "Spiel der Spiele, das es nur einmal im Jahr gibt" (O-Ton) zu proklamieren? Sind Funktionäre wie er nicht die eigentlich Ursächlichen, die Traditionsvereine gegen die Wand fahren? Vielleicht wisst Ihr mehr?

    Trainerdiskussion?

    Per que? Wollte man um den Aufstieg mitspielen - also glaubte man, in etwa gleich stark zu sein etwa wie die Kickers, Großaspach? Oder ärgert man sich eher, weil Holzhausen nun aufdreht, was angesichts deren Klasse nun auch nicht wirklich verwundert...?

    Zwischen der Landesliga und der RL liegen zwei Ligen, oder? Hat Balingen mit einer erweiterten Stammelf gespielt? 2-Tore-Rückstand trotz Drehung, ja schon etwas überraschend.

    Durchaus. Schönreden kann man so ein Spiel nicht. Angesichts der individuellen Klasse der TSG, die ja eher von der Kompaktheit kommt, ist jede "Schonung" ein hohes Risiko.

    Die Kickers hatten in den Oberliga- Jahren einen Etat zwischen 1 und 1,3 Millionen

    Diese Summe wird sich auf die Personalkosten der 1. Mannschaft beziehen? Und verbrannt: Ja. Ziel war der Aufstieg. Erreicht wurde: nichts. Die laufende Runde ist außen vor.


    Es geht nicht um Erbsenzählerei. Aber: wer investiert, postuliert, korrigiert muss mit der Konfrontation der Betriebswirtschaft und Verhältnismäßigkeit leben können.

    Ach Offenbach...

    Der OFC ist der größte aller Vereine in der RL Südwest. Dass er seine Fans mit Antifußball und Missmanagement bestraft, ist schlichtweg ein Frevel. Hätte man einen Manager aus den vermeintlichen Niederungen derselben Klasse geholt - es stünden neun Punkte zu Buche.

    aber irgendwie...lustig

    Bisweilen. Ja. Aber schwäbisch kalkuliert: da wurden für Nichtaufstiege 10 Millionen verbrannt in den zurückliegenden vier Jahren. Davon abgezogen ist der Etat für einen Ligaerhalt - für mehr reichte es nicht. Nun muss man liefern und tut es nicht.

    0:4 Auftaktpleite gegen Laupheim

    Deren Heimpleite gegen Heimenkirch sollte für Albstadt ein Fingerzeig sein: da geht `was! Nun liegt es am FC 07 selbst. Wenn der Fokus endlich auf sich und nicht auf andere (Pokal, Urlaub, Corona...) gerichtet wird, ist der Aufstieg drin.

    Wenn man über dieses Thema vereinsübergreifend mit Schiedsrichtern, Trainern, Spielern, Funktionären und Zuschauern spricht, besteht übereinstimmende Meinung, dass Korrekturbedarf definitiv notwendig ist.

    Ich kann mich nicht entsinnen, dass der FC 07 Albstadt jemals einen vereinsübergreifenden Vorstoß in diese Richtung unternommen hat - stattdessen wärmt man das Thema Jahr für Jahr auf. Bei genauerer Betrachtung dürfte es sich eher um internen Unmut handeln. Jeder Verein hat bezüglich der Urlaubszeit dieselben Voraussetzungen und Möglichkeiten. Wer sich dem Thema seriös annimmt, reagiert entsprechend oder formuliert zumindest seine Ziele so, dass sie mit eigenen Mitteln erreicht werden können - und nicht nach dem ersten Spieltag schon Dritte, in diesem Fall der Verband, Schuld daran tragen, dass z. B. in Laupheim weniger Spieler urlauben als in Albstadt.

    Den OFC würde ich dennoch nicht abschreiben. Wenn die mal in Fahrt kommen, sind sie schwer zu stoppen. Das Potenzial dazu haben sie.

    Die OFC-Vorwürfe Richtung Worms sind hoffentlich der ersten Enttäuschung geschuldet.
    Offenbach entfachte meiner Meinung nach erst in der Schlussviertelstunde mehr Druck und kreierte dann auch Chancen. Die Wormatia hatte sich gut eingestellt auf den Gegner und profitierte von einem rudimentären OFC-Pressing. Gleichwohl: Als der OFC letztmals Meister wurde, hatte man - ich hoffe, ich irre mich nicht - auch das erste Spiel vergeigt (in Pirmasens?).
    Was weniger zuversichtlich stimmt: Habe am Wochenende nun zwei Spiele vor Ort gesehen, nämlich Frankfurt gegen Balingen und eben Worms gegen Offenbach. Ein klarer Niveau-Unterschied war nicht festzustellen. In jedem Fall klasse sind die OFC-Fans, die in Worms einmal mehr gegängelt wurden: Die Fanbusse gefühlt 3 Kilometer weg vom Stadion, dazu strenge Kontrollen und nur Alkfreies. Das ist völlig unverhältnismäßig und schadtet letztlich dem Fußball an seiner empfindlichsten Stelle: der Basis. Die Offenbacher ertrugen alles mit Geduld und waren zahlenmäßig sehr stark vertreten.

    Vielleicht kann Gans Hatz etwas über die TSG erzählen.

    Gerne. Die TSG hat ihren Kader weitgehend zusammenhalten können, was angesichts der Rahmenbedingungen schon mehr als bemerkenswert ist. Das erste Saisonspiel in Frankfurt hat trotz der Niederlage gezeigt, dass man dazu in der Lage ist, mitzuhalten. Mit einer starken Balance schafft es Trainer Martin Braun, die Spannung hoch zu halten, ohne dabei zu übersteuern. Nie zuvor waren die Vorzeichen für den erneuten Ligaverbleib so gut. Die nunmehr fünfte Saison in der 4. Liga zeigt, dass es auch anders geht, als bei der Konkurrenz. Während Ligakonkurrent Ulm offiziell und bestätigt davon spricht, man könne mit Offenbach wirtschaftlich nicht mithalten, da pro Spieler allenfalls die Hälfte der beim OFC kolportierten 15.000 Euro/Akteur/Monat möglich seien, kommt die TSG mit einem Zehntel der Ulmer Beträge aus - im selben Bundesland, in derselben Liga, mit letztlich denselben Endresultaten in den letzten Jahren - nämlich dem Verbleib in der Klasse. Diesen Erfolg zu wiederholen ist ein großer Ansporn, den sich viele ehrenamtliche Mitgestalter im Verein auf die Fahnen schreiben.