Beiträge von Rems Murr

    Es steigen 5 Mannschaften ab. Solange mehr als 1/5 der Mannschaften aus BW/By kommen, wird im langfristigen Durchschnitt mehr als einer absteigen. Bis es tatsächlich irgendwann nur noch 12 Mannschaften werden würden, würde es wohl ein paar Jahrzehnte dauern. Wahrscheinlich gäbe es vorher sowieso die nächste Reform. Aber die Tendenz würde auf jeden Fall nach unten gehen.

    da hast du irgendeine mathematisch-statistische Gesetzmäßigkeit im Hinterkopf und die ökonomische Realität im Profifußball nicht vor Augen

    FC Bayern, VfB, Hoppenheim, Freiburg, Augsburg, Fürth, Nürnberg, Regensburg, Heidenheim, Würzburg, Karlsruhe, Sandhausen, Ingolstadt, FC Bayern₂, 1860, Haching, Waldhof. gut Türkgücü verschwindet vielleicht, aber wer von denen wird denn absehbar unter die dritte Ebene fallen? und dann kämen ja noch welche im Ausgleich hoch jedes Jahr einer

    Da hast du die ökonomische Realität im Status Quo vor Augen. Wenn sich Baden-Württemberg und Bayern aber einen Aufstiegsplatz teilen müssen, während halb so große Regionalverbände wie Nord, Nordost und Südwest ebenfalls feste Aufstiegsplätze bekommen, werden sich Investoren eher in den 3 kleinen Regionalverbänden umschauen als im Westen oder Süden.


    In der 3. Liga ist alles eng beieinander. Da kann jeder schnell mal weg sein. Vor allem, wenn 5 absteigen. Und das betrifft nicht nur Waldhof und Türkgücü. Ein Durchmarsch aus der 2. Liga in die Regionalliga kommt auch hin und wieder vor, siehe FSV Frankfurt, Alemania Aachen. Es kann auch mal direkt durchgehen wie bei 1860, die dadurch Paderborn vor dem Durchmarsch von der ersten Bundesliga in die Regionalliga bewahrt haben. Bei 5 Absteigern wäre auch Braunschweig durchmarschiert.


    Ich meine ja auch nicht, dass es in drei Jahren oder so nur 12 Mannschaften dabei sein werden. Aber ich würde mal davon ausgehen, dass es nach 10 Jahren eher so 14-15 wären.

    Die Tendenz wird langfristig eher Richtung 12 Vereine aus BW/By gehen.

    wie komst du denn auf die Prognose ?

    Es steigen 5 Mannschaften ab. Solange mehr als 1/5 der Mannschaften aus BW/By kommen, wird im langfristigen Durchschnitt mehr als einer absteigen. Bis es tatsächlich irgendwann nur noch 12 Mannschaften werden würden, würde es wohl ein paar Jahrzehnte dauern. Wahrscheinlich gäbe es vorher sowieso die nächste Reform. Aber die Tendenz würde auf jeden Fall nach unten gehen.

    Politik gehört hier nicht her.


    Wer ambitioniert ist, weiß ich nicht. Aber ich denke schon, dass die Stuttgarter Kickers, die ja bis 2016 noch 3. Liga gespielt haben, auch die Ambitionen haben wieder dahin zurück zu kommen. Früher waren sie ja sogar dauerhaft in der 2. Bundesliga. Ich denke eine eventuelle Regionalliga Baden-Württemberg wäre mit der Regionalliga Nordost auf Augenhöhe.

    Mannschaftszahlen reicht doch. Ambitionierte Vereine würden aber auch dafür sprechen. Wieso sollte die Anzahl der Bundesländer ein Kriterium sein?

    Bundesländer allein nicht, aber im Zusammenhang mit Einwohnern und Fläche schon. Wirkt mit auf die "Dichte".
    Welche Vereine in BW siehst Du als ambitioniert an?

    Baden-Württemberg ist 1952 aus drei Bundesländern entstanden. Was sollte es für einen Unterschied machen, wenn die nicht fusioniert hätten? Oder nehmen wir mal an die 6 Bundesländer im NOFV würden zu einem fusionieren. Was hätte das wohl für einen Einfluss auf den Fußball?


    Ich weiß jetzt nicht, ob Freiburg seine Zweite aufsteigen lassen würde. Stehen ja gerade auf Platz 1. Bei Hoffenheim II wüsste ich's auch nicht. Ansonsten denke ich, dass alle hoch gehen würden, wenn sie die Möglichkeit hätten. In der Oberliga Baden-Württemberg stehen noch unter anderem die Stuttgarter Kickers Schlange.

    Aber warum soll der Meister im Regionalverband Baden-Württemberg nicht direkt aufsteigen dürfen und der Meister im Nordosten schon?

    Was spricht dafür? Die Mannschaftszahlen und sonst nichts. Einwohner, ambitionierte Vereine, Fläche, Bundesländer,...?

    Mannschaftszahlen reicht doch. Ambitionierte Vereine würden aber auch dafür sprechen. Wieso sollte die Anzahl der Bundesländer ein Kriterium sein?

    Ich bin dafür, dass wir die Aufsteiger nach möglichst gleichen Kriterien verteilen. Und das funktioniert bei deiner Liga nicht.

    das gleiche Kriterium ist, dass der Aufsteiger die Regionalmeisterschaft errungen hat. de facto erringt er die Meisterschaft ja vor allem in ausgetragenen Begegnungen auf dem Platz gegen die ambitionierte Konkurrenz

    pragmatisch würde der Konkurrenzkampf im ambitionierten unteren Profibereich sowohl für die südwestlichen Vereine als auch die hessischen Vereine als auch die badenwürttembergischen Vereine in Stück leichter

    Aber warum soll der Meister im Regionalverband Baden-Württemberg nicht direkt aufsteigen dürfen und der Meister im Nordosten schon?

    Ich wollte damit nur ausdrücken, dass für die Einteilung der Regionalligen nicht immer nur die Regionalverbände herangezogen wurden.

    meiner Meinung nach ist es aber gut, wenn es so ist und wieder vollständig wird. sonst kommen im bezug auf die Fußballkultur ahistorische, traditionsverachtende, nicht in den Statuten verankerte Entitäten zustande wie sog. 'Bereiche' über irgendwelche willkürlichen Hälften, die gar keine Hälften sind, GbRs, zusammengezwungene 'Freistaaten' weil der Name irgendeine Gemeinsamkeit suggeriert :negativ:

    Gib mal Freistaatenmodell bei Google ein. :smile:

    Damit, dass Bayern fast genauso viele Mannschaften hat wie Nord und Nordost.

    ... und was für welche! Was da alles in die Regionalliga hochgezogen wurde, kann als Paradebeispiel dafür gelten, dass Mannschaftszahlen als Kriterium nichts taugt.

    Gerade das zeigt doch, dass Mannschaftszahlen sehr gut als Kriterium taugen. Im Westen kann man mit den hochgezogenen Mannschaften zufrieden sein.

    in allen Belangen, also ambitionierte Vereine, Mannschaftszahlen, Fläche, Einwohnerzahlen ist nur Nord deutlich kleiner. das wird sich sportlich regeln, weil der Nordmeister sowieso meistens zu schwach sein wird, um den Klassenerhalt zu schaffen

    Dann kriegt eben Nord keinen Festaufsteiger und muss sich gegen den zweiten der Süd-Aufstiegsrunde durchsetzen.

    Man könnte da ja einen Dreijahreszyklus machen, dass auch mal Südwest und Nordost dran sind.

    gehe ich von einem Regionalverband Baden-Württemberg aus.

    Rems Murr kannst du ja. deine Aufgabe liegt dann darin, sowohl für die Möglichkeit einer eingleisigen als auch zweigleisigen 3.Liga ein Modell mit diesem Rv darzustellen

    Eingleisig: Die Regionalverbände Baden-Württemberg und Südwest teilen sich eine Liga und bekommen einen festen Aufstiegsplatz. Der Regionalverband West bekommt als größter Regionalverband ebenfalls einen festen Aufstiegsplatz. Die Regionalverbände Nord, Nordost und Bayern ermitteln zwei weitere Aufsteiger.


    Zweigleisig mit festen Grenzen: West, Nord, Nordost werden der 3. Liga Nord zugeordnet, die anderen der 3. Liga Süd. Bei der Relegation zwischen 2. und 3. Liga spielt der 16. der 2. Liga zunächst gegen den 2. der 3. Liga Süd. Der Sieger tritt gegen den 2. der 3. Liga Nord an.


    Zweigleisig mit fließenden Grenzen: 6 Meister steigen auf. Zusätzlich gibt es eine Vizemeister Chance für den Vizemeister der Regionalliga West. Dazu treten zunächst die Viertletzten der 3. Liga gegeneinander an. Der Sieger ist gerettet. Der Verlierer spielt gegen den Vizemeister West um Verbleib/Aufstieg.

    Es geht ja auch nicht um den einen Aufsteiger, sondern darum, dass die Region in den höheren Ligen angemessen vertreten ist. Das wird nicht mehr der Fall sein, wenn jedes Jahr 5 Mannschaften absteigen, aber nur eine aus Baden-Württemberg/Bayern aufsteigen kann.

    die Region Süd * {* bedeutet im modifizierten Modell ohne Lv He} ist in den höheren Ligen, gemeint sind die Ligen oberhalb der Regionalebene angemessen vertreten.

    von 56 Mannschaften sind ihr statusquo 18 zuzuordnen, das ist nahezu ein Drittel also deutlich mehr als ein höhergewichtetes Fünftel.

    im Modell kann es bei 5 Absteigern theoretisch jeden Rv mit 5 Absteigern treffen; das regelt sich eben sportlich, wobei im Profifußball das sportliche Abschneiden stark wirtschaftlich beeinflusst ist. die Prognose geht hier ganz klar in die Richtung, dass Süd* {* im modifizierten Modell ohne Lv He} weiter überrepräsentiert bleibt in den höheren Ligen oberhalb der Regionalebene

    Die Tendenz wird langfristig eher Richtung 12 Vereine aus BW/By gehen.

    Der Regionalverband Baden-Württemberg möchte dann aber auch einen festen Aufstiegsplatz.

    wenn er gegründet ist, hat er einen berechtigten Anspruch. statusquo existiert kein Regionalverband Baden-Württemberg

    Und Status Quo gehört Hessen zum Süden. Wenn du hier ständig von einem Wechsel Hessens ausgeht, gehe ich von einem Regionalverband Baden-Württemberg aus.

    Bayern + BaWü haben zusammen jeweils knapp 30 % der Mannschaften, Einwohner und Fläche. Egal wie du das drehst, ein Aufstiegsplatz ist zu wenig.

    die Regionalliga besteht ja nicht nur aus dem einen Aufstiegsplatz. die Höhergewichtung kann durch mehr Startplätze erfolgen

    Es geht ja auch nicht um den einen Aufsteiger, sondern darum, dass die Region in den höheren Ligen angemessen vertreten ist. Das wird nicht mehr der Fall sein, wenn jedes Jahr 5 Mannschaften absteigen, aber nur eine aus Baden-Württemberg/Bayern aufsteigen kann.

    Aber warum sollten sich die beiden Bundesländer mit einem Aufstiegsplatz, der zudem aus einer Aufstiegsrunde resultiert, begnügen? Wäre ich Funktionär, würde ich das ablehnen.

    irgendjemand lehnt immer irgendwas ab.

    mein Verständnis des Verbandsfußballs besagt, dass nicht Bundesländer, sondern Regional-Verbände den Regional-Meister mit Direktaufstiegsrecht stellen sollen. wobei SFV und FRVS schon unbedingt einen Ausgleich brauchen

    Nein. Der SFV wird doppelt gewichtet. WDFV und FRVS brauchen einen Ausgleich.

    Ein Wechsel von Hessen in den Südwesten wird es auch nicht geben, sondern der RV Süd würde aufgelöst und die RV BW, Bayern gegründet, sowie Hessen dem RV Südwest beitreten.

    und der Wechsel ist was anderes als der Beitritt :keineahnung1:

    Ich formuliere es mal ein bisschen anders: Nur einen Wechsel von Hessen in den Südwesten wird es auch nicht geben. Wenn man an den Regionalverbänden etwas verändert, dann werden auch Regionalverbände Baden-Württemberg und Bayern gegründet (nach Auflösung des süddeutschen RV).