Beiträge von linienzieher


    Interessant, ich hab mal in der Nähe vom Fortuna-Sportplatz gewohnt. Damals waren die aber nur einer von vielen kleinen Amateurklubs und noch lange nicht die Nummer 2 in Regensburg. Die kleine Mini-Tribüne mit drei Sitzreihen haben sie auch erst kürzlich gebaut.

    Nach dem Abriss des Jahnstadions fällt mir nur ein einziges nettes Stadion in der Stadt ein und das ist der Sportpark am Kaulbachweg, wo die zweite Mannschaft vom SSV Jahn spielt.

    Rein aus Regionalliga-Sicht wäre es natürlich auch ein Traum, wenn Freiburg II hoch und Kaiserslautern runter kommen würde, dazu noch ein paar nette kleine Aufsteiger aus den Oberligen... aber der Käse ist ja in jeder Hinsicht noch lange nicht gegessen.

    Genau so behindert. Ob das die Fans wollten.. :lol:


    Naja, ich als ein Fan finde es in Zukunft deutlich besser. Doppelt so viele Spät-Spiele am Sonntag sind zwar durchaus ärgerlich, aber Montagsspiele sind für mich komplett indiskutabel.

    Der Spieltag muss am Wochenende beendet sein. Wer montags zum Wochenstart die Zeitung liest, darf keine verzerrte Tabelle vorfinden. Wer dann ins Büro geht und mit den Kollegen den Spieltag durchdiskutiert, will über einen abgeschlossenen Spieltag reden. Die Entscheidungen müssen gefallen sein.

    Für mich ist dieser Wechsel von Sonntag auf Montag der Punkt in der Woche, wo etwas Altes aufhört und etwas Neues beginnt. Ich komme mit Montagsspielen mental einfach nicht zurecht. :pardon:

    Wenn man so felsenfest und nachdrücklich betont, dass man nie wieder Trainer sein wird und seine Karriere beendet, dann verliert man schon ziemlich an Glaubwürdigkeit, wenn man nach nur einem Jahr so einen Job anfängt.

    Ich war 2x in meinem Leben in Würzburg und an beiden Tagen sind Würzburger Vereine aufgestiegen.

    2010 gab es ein tolles 9:0 des Würzburger FV gegen Mitterteich, die Konkurrenz patzte unerwartet und hinterher gabs Freibier für gerade mal 431 Zuschauer, die an dem Tag gar nicht mit dem Aufstieg in die Bayernliga gerechnet hatten.

    Zwei Jahre später das erwähnte Finalspiel gegen Aichach, das die Kickers denkbar knapp für sich entschieden. Die Kickers hatten damals eine tolle Choreo und eine vergleichsweise ordentliche Fanszene, aber da war die Euphorie nicht ganz so groß und auch nicht mehr als 1.100 Zuschauer vor Ort, während im Parallelspiel beim WFV über 3.000 waren, weil man dort das spannendere Duell vermutete, das dann aber verloren ging.


    Stadtallendorf ist weg, Alzenau und Schott haben es extrem schwer, bei der Konkurrenz dürfte es wahrscheinlich nicht reichen.


    Aber Großaspach, Walldorf und Hoffenheim II sind eigentlich zu stark um abzusteigen. Vor allem Hoffenheim hat nur eines der letzten fünf Spiele verloren und ist im Aufwärtstrend. Würde mich nicht wundern, wenn sich mindestens zwei aus dem Trio retten, vielleicht sogar alle drei.


    Im Moment wäre die Besetzung ja ein Traum, aber es ist extrem wacklig. Pirmasens, Kassel, Gießen und Aalen rotieren permanent auf den Positionen um die Abstiegszone herum. Kann das gut gehen?


    Kassel heute mit einem verschossenen Foulelfmeter in der 45. Minute. Ist der drin, gehen wir mit einer Führung in die Pause. Bis dahin war es ein Spiel auf Augenhöhe. Danach rutscht ein Kasseler weg, Koblenz trifft zum 1:0. Der KSV macht auf und fängt sich noch zwei Dinger. Also das 3:0 hört sich deutlich an, hätte aber durchaus auch anders ausgehen können. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der KSV immer wieder gegen die direkte Konkurrenz patzt, das hat schon System und könnte den Gegnern genau die Punkte bescheren, die sie brauchen, um am Ende knapp vor dem KSV zu stehen.

    Unsere Bilanz gegen die anderen 21 Mannschaften sieht so aus: Gegen die Top 7 der Tabelle wurde bisher ein Punkteschnitt von 1,375 erzielt. Gegen die mittleren 7 ein Schnitt von 1,125 und gegen die letzten 7 ein Schnitt von 1,2.

    Es gab in dieser Saison keinerlei Serien. Niemals wurde in mehr als 2 Spielen am Stück die selbe Punktausbeute erzielt.


    Das heißt: Der KSV ist alles andere als konstant, kann in der Liga aber mithalten. Jedes Spiel ist eine völlige Überraschung, der Gegner scheint keine Rolle zu spielen. Demzufolge war der gestrige Abend nichts, was mich erschüttert hat, nach dem vorherigen Sieg war es sogar tendenziell eher zu erwarten.


    Das Spiel selbst war in der 1. Halbzeit zerfahren und ein echtes 0:0, in der 2. Halbzeit nur der KSV am Drücker und Schott mit der einzigen Chance zum Siegtreffer.

    Ähnlich unverständlich wie die Entlassung von Friedhelm Funkel einst bei Fortuna Düsseldorf. Ohne Not und eher mit der Gefahr, Unruhe reinzubringen. Erstaunlich, wie Verantwortlichen in solchen Situationen der klare Blick und die emotionale Intelligenz fehlen - während von Außen jeder sieht, dass es unschlau ist, einen Aufstiegstrainer mal eben so zu feuern. Wäre absolut kein Wunder, wenn das jetzt mit dem Abstieg bestraft wird.

    Es gibt doch dieses Gesetz: Wenn man die Bayern schlägt, gewinnt man nicht am darauffolgenden Spieltag. Die Sportschau hatte da mal eine beeindruckende Statistik, es gelingt wirklich so gut wie keinem. Von daher war klar, dass Gladbach gestern noch einen fängt, Kölner Keller hin oder her. Auch mit der Kieler Niederlage konnte man sich heute gut was dazu verdienen, wenn man das Du-gewinnst-nicht-am-nächsten-Spieltag-Gesetz kennt.