Beiträge von Vexillum

    Ich glaube, in den 1970ern waren Alb und Zollern in einer Bezirksliga zusammen

    Bin mir nicht ganz sicher kann aber auch sein, am Anfang waren Zollern und Schwarzwald in einer BZL

    In der Ecke kenne ich mich nicht so gut aus, und es ist durchaus möglich, dass die beiden auch mal zusammen waren. Bei Alb und Zollern bin ich mir aber sicher. Die Bezirke wurden ja, nachdem die beiden Verbände zum WFV verschmolzen, neu zusammengestellt, und da gab es auch mal Übergangsphasen.

    Episode aus dem Paderborner Fußball: Nach dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan setzte sich die afghanische Nationalmannschaft, die zu einem Freundschaftsspiel in die zentralasiatischen Sowjetrepubliken delegiert war, geschlossen in den Westen ab. Da sie jedoch weiterhin Fußball spielen wollten, jedoch als ein Team, fanden sie am Ende eine Heimat beim 1. FC Paderborn, wo sie als dessen 3. Mannschaft in der Kreisliga an den Start gingen. Bekannt wurden sie durch zahlreiche Freundschaftsspiele in Deutschland. Auch der 1. FC Normannia Gmünd empfing 1982 den "1. FC Paderborn III" zum Vergleichskampf und siegte mit 5:0. (Verschiedentlich wird - auch von den ehemaligen Kickern - TuS Schloß Neuhaus als Heimat der Afghanen angegeben. Aber vermutlich will man sich mit der damaligen Zweitligazugehörigkeit von Neuhaus irgendwie schmücken. Zeitgenössische Berichte und auch die erhaltenen Fotodokumente, wo die Afghanen in der blau-weißen Spielkleidung des 1. FCP auflaufen, sprechen eine andere Sprache)

    Ich glaube, Herthas Amateure machten dass damals auch durch, als die "alte Dame" durch den Lizenzentzug in der Oberliga gelandet war. Die gingen dann in der Oberliga-Reserverunde an den Start und wurden nach dem Aufstieg der 1. Mannschaft in die 2. Bundesliga wieder in die Oberliga versetzt.

    Ach, wenn ein 1899 gegründeter Turnverein, in dem erst seit den 1950ern kontinuierlich Fußball gespielt wird und dessen "Fußballabteilung" in Wirklichkeit die GmbH eines Mäzens ist, in der Bundesliga mitmachen darf - dann sei doch dem " Turn- und Sportverein München von 1860 e. V." seine echte Tradition und seine eine Meisterschaft gegönnt.

    Passt schon. Es war auf die weiß-blaue Wackerin bezogen, die ansonsten immer das Kotzen kriegt, wenn irgendwo ein TV oder TSV am Start ist, hier aber leuchtende Augen bekommt. Also sehr schizophren eben.

    Die 1. Mannschaft der Ulmer war offiziell nie in der Verbandsliga. Es war eine Mogelpackung. Die Erste wurde aus der Oberliga zurückgezogen und belegte dort kampflos den letzten Platz, derweil die 2. Mannschaft im Spielbetrieb blieb und Meister der Verbandsliga wurde, aufstieg und den Oberligaplatz der Ersten übernahm und fortan als solche weiterspielen konnte.

    Ich packe es mal heir rein, um keinen neuen Faden aufzuwickeln. Und thematisch passt es ja ganz gut.


    Ich hatte mir mal eine statistische Spielerei erlaubt, die Meisterschaftserfolge nach (heutigen) Landesverbänden in einem Punktsystem festzulegen, wie es der englische Autor Guy Oliver in den 1990er Jahren in seinen Bücher tat. Also "Gold - Silber -Bronze" (G/S/B) mit 5 Punkten für die Meisterschaft, 3 Punkte für die Vizemeisterschaft und einen Punkt für Platz 3 (oder beide Halbfinalisten). Da es sich rein auf die DFB-Ära beschränkt, kommen Nordost-Verbände abzüglich Berlin naturgemäß zu kurz. Von den heutigen Landesverbänden fehlen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Von ehemaligen zu Deutschland gehörenden Gebieten haben es Danzig, Westpreußen, Posen, Ostbrandenburg und Elsaß-Lothringen nicht in die Liste geschafft.


    Der bayerische Landesverband bleibt da natürlich, nicht zuletzt durch den FC Bayern aber auch Nürnbergs goldenen Zwanzigern wohl uneinholbar in der "Ewigen Tabelle). Zum Tabellenzweiten Westfalen beträgt der Abstand 138 Punkte (im Klartext: Schalke, Dortmund und ein dritter westfälischer Verein müssten über 15 Jahre in Folge Platz 1 bis 3 belegen). Dahinter folgen Hamburg, Berlin, Nieder- und Mittelrhein als schon "ferner liefen".

    Das letzte Mal, das ein bayerischer (oder besser: DER bayerische) Vertreter nicht unter den ersten drei Platzierten war, war 2007.


    "Ewige Tabelle" seit der ersten Meisterschaft 1903:

    1. Bayern ........................ 288 Punkte

    2. Westfalen ....................150

    3. Hamburg .................... 76

    4. Berlin .......................... 70

    5. Niederrhein ............... 69

    6. Mittelrhein .................. 64

    7. Sachsen ....................... 51

    8. Bremen ....................... 49

    9. Württemberg .............. 45

    10. Baden ........................ 35

    10. Südwest ..................... 35

    12. Hessen ....................... 27

    13. Niedersachsen .......... 24

    14. Schleswig-Holstein ... 16

    15. Österreich .................. 12

    16. Saarland ................... 6

    16. Südbaden ................. 6

    18. Schlesien ................... 3

    18. Tschechien ................ 3

    20. Ostpreußen ............. 1

    20. Pommern ................. 1

    20. Rheinland ................ 1

    20. Sachsen-Anhalt ....... 1

    20. Thüringen ................ 1


    Berücksichtigt man nur die Nachkriegszeit ab 1945, sieht es so aus:

    1. Bayern ........................ 212 Punkte

    2. Westfalen ................... 109

    3. Mittelrhein .................. 64

    4. Niederrhein ................ 50

    5. Bremen ....................... 49

    6. Hamburg .................... 47

    7. Württemberg ............. 38

    8. Südwest ...................... 35

    9. Hessen ......................... 20

    10. Niedersachsen ......... 19

    11. Baden ........................ 11

    12. Berlin ......................... 8

    13. Sachsen ..................... 5

    14. Saarland .................... 3

    15. Rheinland ................. 1

    16. Südbaden .................. 1

    Ohne Erfolge hier neben Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern noch Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen.


    Im Vergleich der Bundesliga-Ära seit 1963 - man könnte es fast schon Bayernliga nennen

    1. Bayern ........................ 193 Punkte

    2. Westfalen ................... 77

    3. Mittelrhein ................. 50

    4. Bremen ...................... 46

    5. Niederrhein ............... 43

    6. Hamburg ................... 32

    7. Württemberg ............ 24

    8. Südwest .................... 15

    9. Niedersachsen ......... 14

    10. Berlin ...................... 7

    11. Hessen .................... 5

    11. Sachsen .................. 5

    13. Baden ..................... 1

    13. Südbaden ............... 1

    Zu den fehlenden Verbänden kommen hier das Rheinland und das Saarland hinzu.


    Um die deutsche Einheit stärker zu bewerten, hier die Darstellung seit der Bundesliga-Saison 1991/92

    1. Bayern ........................ 110 Punkte

    2. Westfalen ................... 66

    3. Bremen ....................... 22

    4. Mittelrhein .................. 20

    5. Württemberg ............. 14

    6. Südwest ..................... 8

    6. Niedersachsen .......... 8

    8. Sachsen ...................... 5

    9. Hamburg ..................... 2

    9. Hessen ........................ 2

    10. Niederrhein .............. 1

    10. Berlin ......................... 1

    10. Baden ....................... 1

    10. Südbaden .................. 1


    Bilanz der letzten 10 Jahre (2011-2020)

    1. Bayern ........................ 44 Punkte

    2. Westfalen ................... 31

    3. Mittelrhein .................. 5

    3. Sachsen ...................... 5

    5. Niedersachsen .......... 3

    6. Niederrhein ............... 1

    6. Baden ......................... 1


    Bilanz der letzten 5 Jahre (2016-2020)

    1. Bayern ........................ 25 Punkte

    2. Westfalen ................... 13

    3. Sachsen ...................... 5

    4. Mittelrhein ................. 1

    4. Baden ......................... 1

    Yannik Jaeschke (TSV Havelse) will mit ein paar Kollegen den Transfermarkt im Amateurfußball digitalisieren.


    Vereine suchen, Kontakte knüpfen, Fußball spielen: So könnte man das Motto beschreiben. »Es soll ein bisschen funktionieren, wie man es bei Social Media kennt«, sagt Jaeschke. »Beispielsweise wie Facebook nur auf Fußball gemünzt.«

    Die Idee ist recht einfach. Fußballer legen sich ein Profil an, laden Bilder und Videos hoch, listen ihre Stärken und bisherigen Clubs auf. Vereine können gezielt nach Spielern auf bestimmten Positionen und mit bestimmten Fähigkeiten suchen. Das Angebot richtet sich an Fußballer von der Kreisklasse bis zur vierten Liga. Die Basisvariante ist kostenlos, eine Premium-Version gibt es ab 3,95 Euro monatlich.

    Das ist echt für die Tonne. Nichts gegen notwendige Verbesserungen, wenn beispielsweise die mobile Ansicht optimiert werden muss. Aber was da herauskam scheide ich für gewöhnlich nach durchzechter Nacht wieder aus.