Beiträge von Vexillum

    Und noch was konnte ich raus finden: Die ersten Relegationsspiele im damaligen Bezirk Kocher/Rems zwischen KL A und Bezirksliga gabs tatsächlich schon in der Saison 1997/1998. Und zwischen KL B und KL A muss es sogar noch früher gewesen sein.

    Tatsächlich nur eine Saison vorher.

    Im Gmünder Raum:

    1. Juni 1997 in Hohenstadt: Stella Italia gg. TSGV Waldstetten (4:6 n.E.)

    7. Juni 1997 in Iggingen: TV Heuchlingen gg. TSGV Waldstetten 1:0

    15. Juni 1997 in Schwäbisch Gmünd: Anadolu Türkspor Gmünd gg. TV Heuchlingen 4:2

    Der Torschütze des FCN II hieß Soner Nergiz, nicht Nevgiz. Der ist heute auch noch im Gmünder Fußballgeschehen vertreten und immerhin schon im achten Trainerjahr beim FC Durlangen.

    Historischer Schreibfehler. Der taucht tatsächlich so in der Mannschaftsaufstellung und der Torschützenliste auf :)


    Als kleine Ergänzung noch zum FSV Bombenschuß. Der wurde sogar bereits 1955 gegründet, wie der SV Rehnenhof. 1956 wurde er nur ins Vereinsregister eingetragen.

    Ein Relegationsspiel war es mit Sicherheit nicht, denn das wüsste ich, weil es 1999/2000 einen Zweikampf um die Bezirksliga-Meisterschaft zwischen der Normannia und dem TSB gab, den die Normannia für sich entschieden hat. Und der TSB hat als Zweiter damals definitiv keine Relegation gespielt. Wer damals im Pokalendspiel war, weiss ich allerdings nicht.

    1999/2000 siegte der TSB im Bargauer Endspiel gegen Normannia II mit2:1 (2x Zaksek für den TSB, Soner Nevgiz für FCN II). Im Halbfinale gab es Empörung, da Normannia II auf Normannia I hätte treffen sollen, Normannia I aber zugunsten der eigenen Zweiten verzichtete, nachdem Normannia bereits als Aufsteiger in die Landesliga feststand und dadurch ja automatisch für den WFV-Pokal qualifiziert war.


    Es gab 2000 tatsächlich eine Relegationsrunde in die Bezirksliga. In Röhlingen siegte Göggingen gegen Bopfingen mit 3:2 n.V. (diese hatten jedoch zuvor schon gegen Hohenmemmingen spielen müssen), ehe Göggingen am 18. Juni in Essingen gegen den Bezirksliga-13. Königsbronn antrat und dort mit 0:5 verlor. Nur die Relegation der Bezirksliga- und Landesligazweiten wurde etwas später eingeführt.


    Jedenfalls müsste der TSV Leinzell mit dem Gründungsdatum 1900 einer der ältesten Vereine hier in der Umgebung sein

    Das Gründungsjahr trifft auf die Turner zu. Fußball spielt man in Leinzell erst seit 1926, damals als eigenständiger Verein namens VfR.

    Diese ständige Diskutiererei über Landesgrenzen und "wo wer hingehört". Wir sind hier doch nicht mehr im 19. Jahrhundert oder im Flickenteppich des Heiligen Römischen Reiches! "Wessen Brot ich ess', dessen Liga ich spiel'"


    Sulzbach hat tatsächlich eine Vergangenheit im Bezirk "Ostwürttemberg". Man spielte dort früher in den untersten Spielklassen gegen Untergröningen und Konsorten. Auch Gaildorf war mal eine Zeitlang "Kocher-Remsler". Und warum sind sie es nicht mehr? Weil die Wege nach Bartholomä für Amateure reinen Blutes damals einfach ein Chaos waren. Auch Untergröningen stand kurz vor dem Absprung. Die Vereine wählten eben den Weg, der für sie der bessere ist. Und ich rede da nicht von einem sportlichen Vorteil, weil da einfachere Gegner wären, sondern eben überlebenstechnische Vorteile. Und ja, die Bezirksliga Rems-Murr sieht jetzt etwas isoliert aus, aber nur weil kein anderer Verein aus dieser Gegend den Sprung geschafft hat, ist nicht der einzige Club der Schuldige. Da hätte man auch gleich sagen können, West-Berlin liegt so abseits, das stört doch, die sollen in der DDR spielen....

    Und ich gebe zu, ich habe Kontakte zum TSV Sulzbach-Laufen, es sind tolle und engagierte Vereinsmenschen, und dass die da so hochmotiviert aus ihrer Randlage in der Liga mitspielen, ist großartig. Immerhin leben wir auch nicht mehr in den 1950er Jahren, wo solche Reisen ein Abenteuer waren.


    spielen dort meines Wissens nach die umliegenden Vereine alle im Bezirk Rems-Murr, wo sie eigentlich gar nicht hingehören.

    Siehe oben. Wer sagt, dass die da nicht hingehören?


    Zu Leonberg: das war früher ein eigener Landkreis, da sind eben die historischen Grenzen so gewachsen. Der FC Alfdorf fühlt sich als Club aus dem Rems-Murr-Kreis schließlich auch wohl, weiterhin gegen die Clubs aus seinem früheren Landkreis anzutreten. Das mag sich vielleicht mal ändern, ist aber im Augenblick so und jeder freut. Man sehe und staune: viele Menschen dort lesen immer noch die Gmünder Tageszeitungen und nehmen Anteil am Geschehen in Schwäbisch Gmünd, ehe sie sich für Schorndorf oder gar Waiblingen interessieren....


    Im als Hohenlohe bezeichneten Gebiet gibt es gar drei bayerische ... pardon ... fränkische Vereine von jenseits der Grenze. Oh mein Gott, wie furchtbar!


    Mein Vorschlag: statt immer von Fußballplatz zu Fußballplatz zu pilgern, um dort mit der Zoomfunktion der Kamera heimlich junge Frauen zu fotografieren - und dann auch noch ins Internet und Facebook zu stellen - könntest Du ja einem Verein als Ehrenamtlicher beitreten und mal die ganze Problematik an der Front erfahren. Dann kannst Du Dich auch als Funktionär in den WFV wählen lassen und engagiert über Grenzzuschnitte auslassen. Das wäre zumindest zielführender als zum gefühlt vierunddröflzigsten Mal über "die gehören da aber gar nicht hin" zu heulen. Das sind diese unsagbar nervtötenden Beiträge im Forum. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der weiß-blaue Zipfelklatscher der reinblägt, "TSV Sulzbach-Laufen ist aber kein Traditionsverein" oder "Iiiih, das ist ja ein Turnverein", dann ist der Tag gerettet....

    Eure Unterhaltung über Abstands- und Hygiene Vorschriften, Corona-Tests, Training mit oder ohne Kontakt, Laufeinheiten, "Couch-Sport", usw. wurde in den entsprechenden Bereich verschoben.


    Waldgirmes - Boardteam

    Könntest Du das bitte etwas größer schreiben? Ich habe meine Lesebrille nicht dabei.

    ... vor 16 Jahren: 15:20 Uhr. Vor Beginn des Duells Zweiter gegen Tabellenführer stellen die Bayern ihren "Neuzugang" vor. Bär "Bernie", das neue Maskottchen. Aus dem Lautsprecher scheppert die Bayern-Hymne, "FC Bayern Deutscher Meister, ja so war es und so ist es und so wird es immer sein". Es ist exakt 17:16 Uhr. Ailton weint vor Glück und aus ganz Deutschland treffen Glückwünsche ein: Mit einem 3:1-Erfolg beim FC Bayern München sichert sich der SV Werder Bremen am 32. Spieltag vorzeitig die Meisterschaft.


    ... vor 24 Jahren: Rücktritt vom Rücktritt. Einen Tag nach seinem Verzicht auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft ist Lothar Matthäus vom Rücktritt zurückgetreten und Berti Vogts massiv kritisiert, da der Kontakt zum Bundestrainer in den vergangenen Wochen abgerissen und er den Eindruck habe, nach 122 Länderspielen nicht mehr erwünscht zu sein.


    ... vor 33 Jahren: Rheinisches Derby vor 9.000 Zuschauer im Müngersdorfer Stadion zwischen Köln und Düsseldorf. Klaus Allofs erzielt in der 45. Minute den einzigen Treffer eines eher mäßigen Spieles. Das aufregendste Ereignis der ersten Halbzeit war bis dahin die Tatsache, daß Düsseldorf die falschen Trikots dabei hatte und es deswegen zu einer siebenminütigen Verspätung bis zum Anpfiff kam.


    ... vor 46 Jahren: Als erste Mannschaft aus der DDR gewinnt der 1. FC Magdeburg in Rotterdam mit einem 2:0 über AC Mailand den Europapokal der Pokalsieger. Es bleibt der einzige Titelgewinn für die DDR in den europäischen Clubwettbewerben.


    ... vor 44 Jahren: Im ersten UEFA-Cup-Endspiel im Düsseldorfer Rheinstadion wird Borussia Möchengladbach von Twente Enschede an der Nase herumgeführt und kommt ohne den verletzten Jupp Heynckes nur zu einem 0:0. Für den FC Twente hatte das Spiel ein unliebsames Vorspiel. Ein Gerichtsvollzieher aus Berlin wollte Twentes Torwart Volkmar Groß verhaften lassen, da der frühere Nationaltorhüter (1 A-Länderspiel) von seinen beiden geschiedenen Ehefrauen wegen unterlassener Unterhaltszahlungen auf Zahlung von 65.000 DM verklagt worden war. Da weder Groß noch die Klubleitung eine Summe in dieser Höhe zur Verfügung hatten, halfen die Gladbacher ihrem Finalgegner freundschaftlich aus. Sie streckten dem FC Twente einen Scheck über 30.000 DM vor, für dessen Deckung sich der Hotelier des Twente-Trainingsquartiers verbürgte und mit dem sich der Gerichtsvollzieher zufriedengab. Nach diesem Schock bedankten sich die Holländer ausdrücklich für die Hilfsbereitschaft des gastgebenden Klubs.


    ... vor 55 Jahren: Werder Bremen ist einen Spieltag vor Schluss vorzeitig Deutscher Meister, nachdem Verfolger Dortmund im Weserstadion mit 3:0 geschlagen wird und Titelverteidiger Köln im Müngersdorfer Stadion nur zu einem 0:0 gegen Nürnberg kommt. Nur theoretisch, bei einem Kölner Kantersieg in Dortmund bei einem gleichzeitigen Bremer Tordebakel in Nürnberg würde das Torverhältnis die Kölner wieder auf den Meisterthron hieven - daran glaubte niemand ernstlich. Werder hatte zu Saisonbeginn niemand auf der Rechnung gehabt. Die Hanseaten sind der 25. Verein, der sich Deutscher Meister nennen darf.


    ... vor 65 Jahren: Der SSV Reutlingen unterliegt in Koblenz der Wormatia Worms mit 1:2 und ist nun endgültig ausgeschieden. Der Süden wird erstmals bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft nur von seinem Meister, Kickers Offenbach, vertreten. Ein video gibt es hier: Fußball: Wormatia Worms - SSV Reutlingen in Koblenz


    ... vor 122 Jahren: in Turin findet die erste italienische Meisterschaft mit vier Teilnehmern statt. Halbfinale und Endspiel werden am gleichen Tag ausgetragen. Meister wird CFC Genua mit enem 2:1 n.V. über Internazionale Turin.

    ... vor 7 Jahren: im europäischen Handball wird bei strittigen Torszenen der Videobeweis auf Probe eingeführt, der erstmals beim Endrundenturnier im EHF-Pokal am 18. und 19. Mai zum Einsatz kommen soll.


    ... vor 12 Jahren: "Everybody is Kung-Fu fighting". Mit Glück und Härte holt Werder Bremen trotz zweier Platzverweise (Frank Baumann und Jurica Vranjes) beim Hamburger SV einen 1:0-Sieg. Dabei kann der SV Werder noch vom Glück reden, nicht nur mit 8 Spielern die Partie zu beenden. In der 42. Minute springt Werder-Torwart Tim Wiese in bester Kung-Fu-Manier außerhalb des Strafraums Hamburgs Ivica Olic an und trifft den Kroaten mit gestreckten Bein am Hals. Schiedsrichter Lutz Wagner würdigten diesen "Mordversuch" (Franz Beckenbauer) mit einer gelben Karte.


    ... vor 40 Jahren: Am Gladbacher Bökelberg gewinnt die Borussia das Hinspiel im UEFA-CUP-Finale gegen Eintracht Frankfurt mit 3:2. Nach einer Frankfurter 2:1-Führung ist es Christian Kulik, der zwei Minuten vor Spielende das 3:2 köpft und den Borussen-Anhang in kollektivem Freudentaumel ausbrechen läßt. Ach, Erinnerungen aus meiner Kindheit ...


    ... vor 43 Jahren: Ungewohnter Artikel in der Stadionzeitung der Münchener Bayern. Präsident Willy Neudecker richtet einen offenen Brief an seinen Star Franz Beckenbauer, der gerade im "Stern" eine Artikelserie veröffentlicht ("Jetzt rede ich"). Neudecker im Magazin zum Heimspiel gegen den KSC (5:0): "Sicher wollen wir in der Öffentlichkeit keinen Streit austragen, aber eine Sache aus Deinem ersten Artikel möchte ich richtigstellen. Du schreibst: 'Der Bayern-Präsident sagte Journalisten, wenn das mit den Affären so weitergeht, kann der Franz in Deutschland nirgends mehr einlaufen.' Das habe ich niemals gesagt. Ich habe wörtlich gesagt und dazu stehe ich: Wenn die Boulevardpresse mit ihrer Kampagne gegen Dich so fortfährt, hätte ich Verständnis dafür, wenn Du die Lust, bei uns Fußball zu spielen, verlierst." Neudecker ging auch auf die Verhandlungen mit Cosmos New York ein. "Ich habe den Herren gesagt, wenn sie Dich wegholen, nehmen sie mein und des Clubs Herzblut. Schließlich knallte ich meine Forderung von zwei Millionen Mark auf den Tisch, worauf von der Gegenseite prompt eine Million geboten wurde. Ich empfahl den Herren, sich dafür einen Beckenbauer malen zu lassen."


    ... vor 51 Jahren: Der ESV Ingolstadt gibt die Verpflichtung von Karl Mai, Mitglied der Weltmeistermannschaft von 1954, als Trainer für die kommende Saison bekannt. Bereits 1963/64 leitete er das Team. Mai hatte zuletzt den FC Wacker München höherklassig trainiert.


    ... vor 56 Jahren: der 1. FC Köln kommt bei seiner ersten Halbfinal-Probe in Valencia unter die Räder. Beim Messepokal-Titelverteidiger kassiert die Trupe von Trainer "Schorsch" Knöpfle eine 1:4-Niederlage und muss im Rückspiel mit drei Toren Unterschied gewinnen, um ein Entscheidungsspiel zu gewinnen. Kölns Ehrentreffer erzielte Hans Schäfer.


    ... vor 61 Jahren: 100.000 Zuschauer sehen in Glasgow eine 2:3-Niederlage der DFB-Elf gegen die schottische Nationalmannschaft.


    ... vor 70 Jahren: Großes Comeback des Altmeisters SpVgg Fürth. Vor 2 Jahren noch in die Landesliga abgestiegen, feiert der Wiederaufsteiger vorzeitig den Süddeutschen Meistertitel. Verfolger VfB Stuttgart ist nach einer Erfolgsserie von 15 Spielen mit 1:3 beim VfB Mühlburg gestolüert, derweil holt sich Fürth vor 35.000 Zuschauern ein 3:1 gegen 1860 München und sichert sich so den Meisterlorbeer.

    Heute vor 50 Jahren: im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der Schwarzwald-Bodensee-Liga gewinnt Neuling SV 03 Tübingen in Saulgau vor 6.500 Zuschauern mit 2:1 über den FC Wangen 05 und nimmt somit an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Süd teil. Eine gewaltige Menschenmenge säumte die Bahnstrecke, als der Sonderzug mit der Mannschaft und den Fans Richtung Saulgau abfuhr und winkten den Tübingern zu.


    "...und wir können sagen, wir sind dabeigewesen! ... der Sonderzug schon auf der Hinfahrt nach Saulgau ein Triumph-Zug voller Glückseliger. Daß wir überhaupt nicht verlieren könnten (denn klar: hier kickten nicht bloß die SV-Mannen, hier kickte ganz Tübingen mit), ...über 1000 SV-Fans machten mobil und füllten den Zug bis auf den letzten Platz ... mit maximal 500 Interessenten gerechnet hatte, mußte man schnell noch fünf weitere Wagen ranhängen und eine zweite Lok vorspannen, .... 240 Meter lang war unser Fußball-Zug, der längste Personenzug, der je den Tübinger Bahnhof verlassen hat -viel zu lang für den kleinen Saulgauer Bahnhof: da mußten wir beim
    Aussteigen ... über die Schwellen hoppeln. ... Schon bei der Durchfahrt Derendingens standen die Leute Spalier und drückten uns, dem Sieg Entgegenbrausenden die Daumen. In Dußlingen und Mössingen war es nicht
    viel anders. ..."


    In der Aufstiegsrunde traf man auf SV Göppingen, SV Waldkirch und FV 09 Weinheim, wurde aber nur Dritter, während die Göppinger in die Zweitklassigkeit aufrückten. Hinterher gaben die Tübinger zu, dass sie gar nicht aufsteigen sondern nur die Zuschauereinnahmen aus den Aufstiegsspielen mitnehmen wollten. Durch die Aufstiegsrunden und die Ungewissheit, ob man nächstes Jahr bei den Amateuren oder Vertragsspielern antreten würde, war der Transfermarkt ja praktisch bis auf die Resterampe abgeräumt, zudem blieb dann nur eine sehr kurze Erholungs- und Vorbereitungszeit. Ähnlich litten ja auch die Bundesligaaufsteiger. Mit ein Grund, warum die Aufsteiger aus Baden-Württemberg oft prompt wieder aus der Regionalliga abstiegen, so auch Göppingen oder in den Jahren zuvor Backnang oder Emmendingen.

    Spvgg Ludwigsburg - Brigade Schwarz Geld (Verein fusionierte mit dem MTV Ludwigsburg)

    Die Brigade Schwarz-Gelb (Nicht "Geld" ;) ) hat aber den neuen Verein "07 Ludwigsburg Fussball e.V" ins Leben gerufen, in erster Linie, um das "07" zu sichern (ich hätte ja SG 07 Ludwigsburg genommen, wobei SG sowohl als Schwarz-Gelb - den Vereinsfarben - als auch als Hinweis auf die alte Spielvereinigung gewählt werden könnte. Schwarz-Gelb 07 Ludwigsburg. Aber ich bin da außen vor)

    Ich muss da etwas ausholen. 1959/60 traf man sich in Nordbaden, genauer gesagt in der Sportschule Schöneck, um über eine gemeinsame 1. Amateurliga Baden-Württemberg zu verhandeln. Es gab verschiedene Denkmodelle von einer eingleisigen Liga bis hin zu einer Liga in drei Staffeln. Hintergrund war in erster Linie die Verkehrsproblematik im Winter (Stichworte als Beispiel: "Seegfrörnis des Bodensee" oder "Jahrhundertwinter 1962"). Die Nordbadener scherten bald aus, die hatten diese Probleme nicht in diesem Maße, und in Südbaden betraf im großen und ganzen nur die beiden Bezirke Schwarzwald und Bodensee, in Württemberg eben der größte Teil Südwürttembergs, Schwarzwald, Zollernalb, Oberschwaben. Für Württemberg kam hinzu, dass es wenige Erstamateurligisten im Süden gab, die unter hohen Reisekosten litten (Friedrichshafen). Die Stuttgarter Amateurligisten wiederum hatten kaum Einnahmen im Schatten von VfB und Kickers, und sowohl die hohen Reisekosten nach Oberschwaben als auch die geringen Zuschauerzahlen machten das Oberland nicht Attraktiv für die Hauptstädter. Man einigte sich also bei dieser Sitzung in Nordbaden darauf, dass man die württembergische Liga teilt, aber nur unter der Voraussetzung, dass Südbaden sich an der neuen Liga beteiligt, um eine sportlich schlagkräftige Staffel zu erhalten (Singen 04 und FC Villingen waren zum Beispiel eine Verstärkung, während aus Württemberg nur schwache Teams aus der 2. Amateurliga hochrückten wie FC Furtwangen oder TSV Meckenbeuren). Die beiden Ligen hießen dann auch "1. Amateurliga, Staffel 1 (Nordwürttemberg)" und "1. Amateurliga Württemberg, Staffel 2 (Schwarzwald-Bodensee)". Umgangssprachlich hat sich der Name "Schwarzwald-Bodensee-Liga" eingebürgert, die gerade im südlichen Baden-Württemberg heute noch einen fast schon legendären Status besitzt. Im Tübingen sagte mal eine Studentin zu mir, sie habe die Erfahrung gemacht, dass man "beim SV Tübingen nur in höchster Ehrfurcht von der Schwarzwald-Bodensee-Liga sprechen darf". Alles andere ist eine Art Sakrileg. Die vier Sieger (Nordbaden, Südbaden, Nordwürttemberg und Schwarzwald-Bodensee) spielten dann einen Aufsteiger in die Regionalliga aus. Um 1972 war man wieder nah dran, eine gemeinsame Amateurliga zu bilden. Aber wieder scheiterten die Gespräche. In der Zwischenzeit (zur Saison 1974/75) zog Südbaden seine Mannschaften aus der verbandsübergreifenden Schwarzwald-Bodensee-Liga zurück, um Teams wie Villingen wieder in die eigene Amateurliga zu integrieren. Hintergrund war u.a. die 2. Bundesliga und die Erwartung einer bundesweiten Regelung der Amateurligen. Seitdem hieß die Liga offiziell "1. Amateurliga Südwürttemberg", aber so richtig in der Umgangssprache durchgesetzt hat sich das nicht, zumindest in der Bodensee-Region (in Reutlingen/Tübingen hat man sich in der Presse an den offiziellen Titel gehalten). Man spielte nach wie vor vier Meister = ein Aufsteiger aus, aber für die kurze Zeit bis zur Bildung der Amateuroberliga Baden-Württemberg (1978) war das Teilnehmerfeld gerecht: zwei Badener, zwei Württemberger (heute können ja drei Badener und nur ein Württemberger in die Oberliga aufsteigen, wenn der Aufstiegsrundensieger aus Baden stammt).
    Der Staffelsieger Nordwürttembergs spielte gegen den besten Württemberger der Schwarzwald-Bodensee-Liga den damals noch angesehenen Titel des Württembergischen Meisters aus. Wenn im Süden ein Badener Meister wurde, so spielte man gegen den Nächstplatzierten. Reutlingen wurde 1974 als Tabellenzweiter württembergischer Meister. Nur in die Aufstiegsrunde ging der Meister, egal aus welchem Landesverband er stammte. Dies war einer der Hauptgründe, zu dem sich Südbaden bereit erklärte, an der Liga teilzunehmen.

    Man hatte 1960 die Amateurliga Württemberg in zwei Staffeln geteilt. Nordwürttemberg und Schwarzwald-Bodensee-Liga mit zwei südbadischen Bezirken, spöter nur noch Südwürttemberg. Die Linie richtete sich nach den Bezirken. Heute noch sichtbar in den Landesliga Staffeln 1 und 2 (Nord) und 3 und 4 (Süd)

    Da gibt es den FC Büsingen aus der Deutschen Exklave Büsingen am Hochrhein, Ein Ort ganz von der Schweiz umgeben. Der FC spielt als einziger deutscher Verein im Schweizer Verband. Das hat sogar mal die FIFA beschäftigt, welche den Verbandswechsel ins Ausland genehmigen musste. Es gibt m.W. keinen weiteren deutschen(Gesamt)ort als Exklave (nur Gebietsstücke) oder dortigen Verein in einem ausländischen Verband. Also ist Büsingen einsamer ewiger Tabellenführer :D

    Dafür haben wir im Gegenzug in den bayerischen Amateurklassen den SV Casino Kleinwalsertal. Die Österreicher sind mit einem Spielort auf 1.200 m Höhe die "Bolivianer Deutschlands" :)

    ... vor 14 Jahren: Nach dem Meistertor von Andreas Ottl, mit dem das 21 Jahre alte Eigengewächs die Lauterer Führung von Halil Altintop ausglich, und der Berliner Schützenhilfe gegen Hamburger SV (4:2), feiert der "FC Dauermeister"erstmals ein "Doppel-Double", ein Double in Folge.


    ... vor 20 Jahren: Pünktlich zum DFB-Pokalfinale (Bayern - Werder, 3:0) wird eine Modusänderung für die kommende Spielzeit verkündet. Nach der Devise "zurück zu den Wurzeln" wird der Modus angepasst. So müssen in der kommenden Saison 2000/01 jene Bundesligisten wieder von Beginn an im Pokal antreten, die international im Einsatz sind.


    ... vor 22 Jahren: Erstmals ahndet ein DFB-Gremium nachträglich das Verhalten eines Profis, der trotz Befragen des Schiedsrichters ein Vergehen geleugnet hat. Oliver Held vom FC Schalke 04 hatte in der 80. Minute beim 1:0-Sieg gegen den 1. FC Köln einen Schuß des Kölners Rene Tretschok in Torwart-Manier über die Latte gelenkt, aber darauf beharrt, mit dem Kopf das Leder wegbefördert zu haben. Das Sportgericht des DFB verurteilt den 25jährigen Mittelfeldspieler wegen unsportlichen Verhaltens" zu einer Sperre bis zum 19. Mai. Mit einem blauen Auge ist Ewald Lienen, Trainer von Hansa Rostock, davongekommen. Ohne mündliche Verhandlung wird der 44jährige für seine Betrugsvorwürfe an Schiedsrichter Dardenne aus Nettersheim nach dem Spiel bei Mönchengladbach (2:5) für das letzte Saisonspiel gegen den KSC auf die Tribüne verbannt. Er muß zudem 5.000 DM bezahlen. Lienen kam zugute, dass er sich bereits entschuldigt hatte.


    ... vor 25 Jahren: "Regionalliga? Otto, wir danken dir!" Nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart erhalten die Dynamo-Fans im heimischen Stadion die Schockmeldung: erstmals in der Bundesliga-Geschichte verweigert der DFB einem Erstligisten die Lizenz für das kommende Spieljahr. Die Wut der Dresdner Fans entlädt sich gegen ihren Präsidenten Rolf-Jürgen Otto. Der hatte aber bereits während dem Spiel das Stadion trotz zwischenzeitlicher 1:0-Führung verlassen. "Ich muss schnell weg hier. In zehn Minuten geht der Teufel los" ahnte er bereits treffend das folgende Chaos, als er vorab über Telefon die ernüchternde Nachricht aus Frankfurt erhielt. Neben Dynamo Dresden ist auch der 1. FC Saarbrücken von einer Lizenzverweigerung betroffen.


    ... vor 39 Jahren: Unangenehme Post für Harald Nickel. Der 27jährige Mittelstürmer, der 1979 für 1,1 Millionen DM von Braunschweig an den Bökelberg wechselte, erhält von Borussia Mönchengladbach die Kündigung. Nickel hatte zwar einen Dreijahresvertrag unterzeichnet, aber auf eine Kündigungsoption nach 2 Jahren bestanden. Diese - beidseitige - Option nahm nun Borussia in Anspruch. Zuvor hatte die Fohlenelf Nickel einen neuen Vertrag angeboten, doch der lag um ein Drittel unter den bisherigen Konditionen. Hintergrund für die Gladbacher Aktion: die Verpflichtung des 22jährigen Mittelstürmers Frank Mill, der für seinen Club Rot-Weiss Essen in dieser Saison 36 Tore erzielte.


    ... vor 42 Jahren: Dorita aus Argentinien sagt einen deutschen Auftaktsieg bei der WM in ihrem Land voraus. Durch Tore von Fischer, Abramczik und Dieter Müller wird die DFB-Elf Polen mit 3:2 bezwingen, lautet ihr Urteil. Dorita ist ein sehr teurer und bis zum Anschlag mit Fußballdaten gefütterter Computer. Die Partie am 1. Juni endet übrigens 0:0...


    ... vor 42 Jahren: im Ulmer Donaustadion verteidigt der SSV Reutlingen 05, Meister der 1. Amateurliga Südwürttemberg, erfolgreich seinen im Vorjahr errungenen Württembergischen Meistertitel gegen den SSV Ulm 1846, Meister der 1. Amateurliga Nordwürttemberg. Das siegbringende 1:0 erzielte Lühr in der 52. Minute. Innerhalb von eineinhalb Jahren trafen die beiden Meister zum fünften Male aufeinander, alle 5 Spiele gewannen die Kicker von der Achalm. Derweil fertigt der südwürttembergische Vizemeister FV Biberach seinen nordwürttembergischen Kollegen Göppinger SV mit 3:0 ab und vertritt so den WFV bei der Deutschen Amateurmeisterschaft.


    ... vor 63 Jahren: Der DFB schafft die "Drei-Mann und Härteklause" ab. Bisher durfte jeder Lizenz- oder Vertragsverein pro Jahr bis zu drei Spieler aus fremden Vereinen unter Vertrag nehmen oder durch Tod oder Sportinvalidität über die "Härteklausel" weitere Spieler verpflichten. Künftig dürfen Bundes- und Regionalligavereine bis zu 25 Spieler unter Vertrag haben und ihren Spielerkreis bis zu dieser Zahl selbst ergänzen. Um Amateurvereine zu schützen, dürfen jedoch nicht mehr als zwei Amateure oder Jugendliche aus anderen Vereinen unter Vertrag genommen werden. Neu geregelt wird auch die Ablösesummen für Vertragsspieler, die zu einem anderen Vertragsspielerverein wechseln. Bis zu einer Höhe von 25.000 DM darf die Ablöse nun zwischen den Vereinen frei ausgehandelt werden.


    ... vor 69 Jahren: Im ersten Spiel ihrer USA-Reise schlägt die Frankfurter Eintracht vor 19.500 Zuschauern im New Yorker Triborough Stadium (das heutige Downing Stadium) die deutsch-amerikanische Mannschaft der "All Stars" mit 5:2. Genau wie der HSV, der als erste deutsche Fußballmannschaft in den USA weilte, wurden die Hessen von den Deutsch-Amerikanern überschwenglich gefeiert.