[08/09] News zum SV Waldhof

  • Spieler beenden Streik und erhalten die offenen Gehälter / Dietmar Hopps Darlehen damit allerdings aufgebraucht
    SV Waldhof: Der Ball rollt wieder

    Von unserem Mitarbeiter Roland Bode

    Mannheim. Das atmosphärische Gesamtbild glich einer perfekten Inszenierung. Genau in dem Moment, als sich gestern Vormittag erster Sonnenschein den Weg durch den tristen Morgenhimmel bahnte, gab es wieder Licht und Hoffnung für die Regionalliga-Kicker des SV Waldhof. Um 10.24 Uhr war der zweitägige Spielerstreik beendet. Da öffnete sich die Kabinentür. Angeführt von Kapitän Christof Babatz ging es daran, die Vorbereitung auf Teil zwei der Saison fortzusetzen.

    Diese hatten die Blau-Schwarzen am Dienstag unterbrochen. Offene Gehälter aus den Monaten Dezember und Januar sowie fehlende 20 Prozent vom November waren der Anlass. "Alle Bezüge können im Laufe des Tages überwiesen werden", war nicht nur Geschäftsführer Andreas Laib die Erleichterung sichtlich ins Gesicht geschrieben, nachdem Mäzen Dietmar Hopp die auf einem Treuhänderkonto noch verblieben 220 000 Euro aus seinem Darlehen im Dezember sofort freigegeben hatte.

    Präsidiumsmitglied Gerhard Schall stellte indes klar: "Streik und Gespräch mit Dietmar Hopp stehen in keinerlei Zusammenhang." Am Vorabend hatte es telefonischen Kontakt gegeben, um die Gesamtsituation zu erörtern. Schall: "Wir hatten uns terminlich so vereinbart. In Sachen Sanierung haben wir dann erste Ergebnisse vorgelegt. Dies war entscheidend, dass Herr Hopp die 220 000 Euro sofort freigegeben hat. Nicht der Druck der Spieler. Den Kurzstreik haken wir ab, ohne es überzubewerten. Auf uns warten andere wichtige Baustellen. Die Mannschaft hat selbst erklärt, dass sie das Ausmaß der Schlagzeilen nicht gewollt hat". Dass sämtliche Zahlungen getätigt werden können, erklärt Laib auch damit, "dass in den letzten Tagen einige fällige Beträge von Sponsoren eingegangen sind."

    Allerdings ist das 500 000-Euro-Darlehen, das Hopp vergangenes Jahr gegeben hat, nun aufgebraucht. Wie geht es weiter? "Wir bleiben in Kontakt, müssen aber sehr viel arbeiten", sagte Schall. In Bezug auf ein darüber hinaus gehendes Engagement meinte Dietmar Hopp zu dieser Zeitung: "Da gilt es abzuwarten, bis der Nebel sich lichtet."

    Eine Absage erteilte Schall dem am Vortag geäußerten Wunsch der Spieler, Ex-Berater Rüdiger Lamm an den Alsenweg zurückzuholen: "Menschlich sind wir hervorragend klargekommen. Seine professionellen Marketingqualitäten sind uns bekannt. In das Gesamtkonzept passt er aber nicht mehr."

    In der kommenden Woche will sich der Verein in einer Pressekonferenz zu Details der begonnenen Sanierung äußern. Inhalte sollen unter anderem der Stand der laufenden Wirtschaftsprüfung und die künftigen Spielerbezüge sein. Zwar hatten laut Präsidiumskollege Rainer Spagerer alle Akteure bisher mündlich ihren künftigen Verzicht von 20 Prozent erklärt. Unklar bleibt, ob die vertragsrechtlich nötigen Unterschriften inzwischen komplett erfolgt sind: "Der Form wegen sind wir es unseren Sponsoren in dieser Situation schuldig, sie zuerst zu informieren", erklärt Schall. Am Montag soll dies beim monatlichen Treffen des Business-Clubs geschehen. Was die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft betrifft, ist inzwischen klar, dass die Präsidiumsmannschaft aus der Zeit von Ex-Präsident Hans Regelein hiervon nicht betroffen ist.

    Quelle: Mannheimer Morgen - 06. Februar 2009

  • Offener Brief des Sanierungsausschusses an die Mitglieder, Anhänger, Gönner und Sponsoren des SVW

    Liebe Waldhöfer,

    unser Verein muss derzeit leider sehr harte Zeiten durchstehen. Vieles mag für Außenstehende sehr unübersichtlich und teilweise nicht sofort nachvollziehbar sein, aber leider mussten einige Schritte getan werden, die sich so keiner von uns gewünscht hat, die aber notwendig waren um unserem Verein eine Zukunft zu sichern, was aber noch harter Arbeit bedarf.

    Wie ist die aktuelle Situation?

    Nach dem Rücktritt der beiden Präsidiumsmitglieder Dr. Mario Nöll und Volker Kürner beriefen die verbliebenen Präsidiumsmitglieder Rainer Spagerer und Gerhard Schall einen Sanierungsausschuss, dem außer ihnen noch der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Wolfgang Bielmeier, der Vorsitzende des Clubs der Ehrenmitglieder und Goldnadelträger, Herr Hans-Jürgen Pohl und unser alter und neuer Geschäftsführer Herr Andreas Laib angehören. Dieser Sanierungsausschuss analysierte zunächst schonungslos die aktuelle Finanzsituation, um zu wirklich realistischen Zahlen zu kommen.

    Der Etatplan 2008/2009 wies danach mit Stand 13.01.2009 eine Unterdeckung in Höhe von ca. 1,1 Mio € aus, der keine geplanten Einnahmen entgegenstanden. Die Hauptausgaben liegen im Bereich der Personalausgaben der 1.Mannschaft.

    Inzwischen konnte diese Deckungslücke durch intensive Bemühungen des Sanierungssauschusses auf ca. 735.000 € reduziert werden.

    Haupteinsparungsposten sind dabei die mit der Mannschaft vereinbarte Gehaltsreduzierung, die Abgabe der Spieler Kai Herdling und Yasar Acik, die Reduzierung der Spielbetriebskosten und Verzichtserklärungen von Gläubigern.

    Nachdem wir dieses Zwischenergebnis Herrn Dietmar Hopp mitteilen konnten, wurden von ihm die restlichen Mittel aus seinem Sanierungsdarlehen freigegeben, wodurch wir die Auszahlung der ausstehenden Gehälter vornehmen konnten. Es wurde dabei vereinbart, dass man weiterhin in Kontakt bleibt.

    Damit ist aber die restliche Saison bis zum 30.06.2009 immer noch nicht gesichert. Deshalb müssen weitere Sanierungsschritte eingeleitet werden, um die Deckungslücke noch weiter zu reduzieren. Daran wird hart gearbeitet.

    Ein ganz wichtiger Punkt ist natürlich auch die Erhöhung der Einnahmen.

    Mögliche Ansatzpunkte:

    • Stabilisierung und -trotz oder gerade wegen der aktuellen Situation-
    • Erweiterung der Zahl der Businessclubmitglieder
    • Abschluss eines längerfristigen Pachtvertrages über das Stadion und kurzfristig eine dauerhafte Erhöhung des Betriebskostenzuschusses seitens der Stadt
    • Erhöhung der Mitgliedsbeiträge oder einmalige Umlage von 50 €, die dann für ein Mitglied entfällt, wenn es mindestens ein neues Mitglied wirbt.
    • Durchführung von Freundschaftsspielen mit attraktiven Gegner
    • Spendenaktionen wie die von „Pro-Waldhof“ und des CEG unter dem Motto „Rettet den Waldhof“, die jetzt schon zusammen 25.000 € erbracht haben

    Zukunftsstrategie

    Es muss in Zukunft verhindert werden, dass dieser Verein im nächsten Jahrzehnt wieder dieselben Fehler der Vergangenheit macht, denselben Problemen wie in den letzten 15 Jahren gegenübersteht und immer wieder um das Überleben kämpfen muss.

    Es ist deshalb ein Paradigmenwechsel notwendig. Es muss Schluss sein mit den Versuchen durch Hau-Ruck-Verfahren und mit hoch risikoreichen Kraftakten sportlichen Erfolg zu erzwingen. Dieses Gebaren ist die Ursache für die schlechte Finanzlage der letzten Jahre und die Insolvenz im Jahre 2003. Es muss verhindert werden, dass die Anhänger unseres Vereins alle paar Monate um die Existenz ihres Clubs bangen müssen!

    Über allen künftigen Saisonplanungen muss die Prämisse stehen, dass nur das ausgegeben, was auch sicher eingenommen wird. Finanzunterdeckungen im hohen sechsstelligen oder gar siebenstelligen Bereich müssen der Vergangenheit angehören. Um dieses seriöse Wirtschaften zu ermöglichen, muss in Zukunft mit realistischen Zuschauerschnitten, einer realistischen Anzahl von Business Club Mitgliedern und realistischen Sponsoring- und Marketingeinnahmen gerechnet werden. Auf der anderen Seite muss natürlich die Ausgabesituation derselben konservativen Betrachtungsweise unterworfen werden. Deshalb wird beim Lizenzantrag für die nächste Runde von einem halbierten Etat ausgegangen.

    Dem Umfeld des SV Waldhof Mannheim 07 muss klar sein, dass im sportlichen Bereich keine Wunderdinge zu erwarten sind und der kurzfristige sportliche Erfolg nicht planbar ist.

    Natürlich müssen wir weiterhin an den Aufstieg in dieser Saison, solange es rechnerisch möglich ist, glauben und dafür kämpfen. Aber grundsätzlich muss hier in Zukunft langfristig gedacht werden und dafür müssen wir zurück zu den Wurzeln des Erfolges der 80er Jahre: Zur erfolgreichen Jugendarbeit!

    Wir haben vor zwei Jahren das Glück gehabt, dass uns von Herrn Dietmar Hopp die Zusage für ein modernes Jugendförderzentrum gegeben wurde und damit begonnen werden konnte, die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Ein Verein wie der SV Waldhof Mannheim 07 kann nur wieder mit seiner 1. Mannschaft erfolgreich sein, wenn er vorher wieder mit seiner Jugendarbeit erfolgreich ist. Unsere sportlichen Leiter im Jugendförderzentrum Stephan Groß und Mike Schüssler haben diese Aufgabe mit großer Energie und schon großem Erfolg angepackt. Schon jetzt rücken die ersten hoffnungsvollen Talente in die 1. Mannschaft auf.

    Der Erfolg unserer Jugendarbeit hängt untrennbar mit der gelungenen Kooperation mit „Anpfiff ins Leben“ zusammen. Ohne die finanzielle Hilfe dieses von Dietmar Hopp finanzierten Vereins ist der SV Waldhof Mannheim 07 niemals fähig die jetzigen Standards zu halten und weiter auszubauen. Deswegen ist der SV Waldhof Mannheim 07 auf die weitere partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit „Anpfiff ins Leben“ angewiesen. Diese konnte zwischenzeitlich auf der Grundlage der im letzten Sommer abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung mit „Anpfiff ins Leben“ für die nächsten sechs Jahre gesichert werden.

    In diesem Zusammenhang muss auch noch dankend erwähnt werden, dass die Dietmar-Hopp-Stiftung die endgültige Fertigstellung des Gebäudes durch eine Zusatzspende ermöglicht hat, so dass mit der Inbetriebnahme des Gebäudes spätestens bis Anfang März zu rechnen ist.

    Wenn alle Waldhöfer zusammenstehen und anpacken, werden wir es schaffen!

    Quelle: SV Waldhof Mannheim - 9. Februar 2009

  • Günter Sebert ist neuer sportlicher Leiter beim Regionalligisten Waldhof Mannheim, für den er bereits als Spieler und Trainer unter Vertrag stand. Sebert arbeitet ehrenamtlich für die von der Insolvenz bedrohten Mannheimer.

    Quelle:Transfermarkt

  • Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass er den Chuck absägen will. Damit käme nur Unruhe auf und weitere Kosten auf uns zu. Nee, also wenn das passiert, ohne sportliche Gründe, dann, dann....nee, das kann nicht sein

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    :schal10:

    nur der SVW

  • Zitat


    Mannheim: "Ich habe keinen Vertrag"

    Sebert spart an allen Ecken

    Günter Sebert bestritt 453 Spiele für Waldhof und war auch schon Cheftrainer in Mannheim. Nun ist er neuer Sportlicher Leiter. Im kicker-Interview berichtet der 60-Jährige über die Gesamtsituation und die Aussichten bei dem finanziell stark angeschlagenen Regionalligisten.

    ...weiter?

    Quelle:Kicker-Sportmagazin

  • Mannheim: Randale bei Waldhof-Spiel - Geld für verletzte Polizisten

    Mannheim. Ein gutes halbes Jahr nach den heftigen Ausschreitungen beim Fußballspiel des Regionalligisten Waldhof Mannheim erhalten verletzte Polizisten eine Entschädigung. An diesem Donnerstag werden insgesamt 5500 Euro an zehn Beamte überreicht, teilte die Gewerkschaft der Polizei heute mit. Das Geld stammt von der Markus-Paul-Stiftung in Mannheim. Diese war vor zehn Jahren ins Leben gerufen worden, nachdem der Beamte und Familienvater Markus Paul im Dienst getötet worden war. Die Stiftung unterstützt Opfer von jugendlichen Gewalttätern sowie im Dienst geschädigte Polizisten. Die zehn Beamten, die nun Geld erhalten, waren am 15. August 2008 nach dem Spiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem TSV 1860 München II (1:4) verletzt worden. Die Täter konnten nicht ermittelt werden. (dpa)

  • Die Regionalligisten TSV 1860 München und SV Waldhof Mannheim sind vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Geldstrafen in Höhe von 7000 und 1500 Euro belegt worden. In beiden Fällen liegt unsportliches Verhalten vor. Bei den Münchnern wurde außerdem ein nicht ausreichender Ordnungsdienst moniert. In der 10. Minute des Spiels zwischen dem TSV 1860 München II undd em SV Waldhof Mannheim am 20. Dezember in München waren u.a. im Waldhof-Fanblock ein bengalisches Feuer oder Leuchtspurmunition gezündet worden, unmittelbar danach im Fanblock der Münchner ein Knallkörper.

    Quelle: Bild.de

  • Bei uns auch? Gar nix mitbekommen, muß ja ein "riesiges" Teil gewesen sein...

    Frag mich eh, wie der DFB die Geschehnisse in und um die Stadien jemals in den Griff bekommen will, ohne daß der normale Fan die Faxen dick hat von den ganzen Auflagen, Kontrollen, Verboten, Schikanen und Generalverdächtigungen. :rolleyes:

  • Das ist keine Sache des DFB, das müssten eigentlich die Vereine auf die Reihe kriegen. Da gibt es Fan-Beauftragte und sicher überwiegend Fans, die wegen dem Sport zu den Spielen gehen. Vielleicht sollten die den schwarzen Schafen, sind ja meist auch so gekleidet, besser auf die Finger sehen und intern mal aufräumen.
    Würde viel Ärger und Geld sparen, sowohl den Steuerzahler wie auch den Schatzmeister.

  • Zitat

    Original von Ratschläger
    Das ist keine Sache des DFB, das müssten eigentlich die Vereine auf die Reihe kriegen. Da gibt es Fan-Beauftragte und sicher überwiegend Fans, die wegen dem Sport zu den Spielen gehen. Vielleicht sollten die den schwarzen Schafen, sind ja meist auch so gekleidet, besser auf die Finger sehen und intern mal aufräumen.
    ...


    Wenn das so einfach wäre, gäbe es diese Probleme nicht mehr. Wie ein Fan-Beauftragter da Großes bewirken soll, ist mir auch ein Rätsel.

    Versuche doch einfach nur mal, einen Feuerzeug-Wurf zu verhindern.

  • Es sollte doch möglich sein den Werfer auszumachen, stehen ja genug Zeugen drum herum. Da muss eben intern ein Säuberungsprozess folgen, wenn man den Kollegen schon nicht verpfeifen will.
    Zivilcourage nennt man das, sich in der Menge zu verstecken ist dagegen feige.

  • Zitat

    Original von Ratschläger
    Es sollte doch möglich sein den Werfer auszumachen, stehen ja genug Zeugen drum herum. Da muss eben intern ein Säuberungsprozess folgen, wenn man den Kollegen schon nicht verpfeifen will.
    Zivilcourage nennt man das, sich in der Menge zu verstecken ist dagegen feige.

    bei uns wurden in der vergangenheit schon einige aus dem stadion geprügelt die flaschen oä. aufs spielfeld richtung torwart geschmissen haben... außerdem wurden auch rechte gruppen von den eigenen fans aus dem stadion gewiesen!

    also bitte erstmal informieren bevor man große töne spuckt... man kann nicht jeden pups verhindern!

    Wunder Waldhof II
    Wen woll´n wir feiern unser leben lang? den SV Waldhof schließt euch an!

  • Zitat

    Original von Ratschläger
    Das ist keine Sache des DFB, das müssten eigentlich die Vereine auf die Reihe kriegen. Da gibt es Fan-Beauftragte und sicher überwiegend Fans, die wegen dem Sport zu den Spielen gehen. Vielleicht sollten die den schwarzen Schafen, sind ja meist auch so gekleidet, besser auf die Finger sehen und intern mal aufräumen.
    Würde viel Ärger und Geld sparen, sowohl den Steuerzahler wie auch den Schatzmeister.

    So eine Scheiße hab ich selten gelesen.
    Leg mal Deine Vorurteile ab und erkundige Dich besser bevor du irgendwelchen Käse von Dir gibst.

    Ich will einmal sterben wie mein Großvater, friedlich schlafend und nicht schreiend wie sein Beifahrer :urlaub:

  • Wohl auf die Klugscheißerschule gegangen, Herr Ratschläger. Zusammen mit Lui Hartmann? Oder versteckt sich hinter Ratschläger eben dieser, nur inkognito?

    DER SV WALDHOF WIRD UNS ALLE ÜBERLEBEN !!!