In Viernheim ist das Team gefragt
Kein Alibi vorhanden
Viernheim. Der Misserfolg des einen, ist die Chance des anderen: Nach der Trennung von Reiner Hollich hat beim Fußball-Verbandsligisten TSV Amicitia Viernheim, zumindest für die nächsten zwei Ligaspiele, Steffen Usler bei der Mannschaftsaufstellung das alleinige Sagen. Für den bisherigen Assistenten von Hollich wartet am Sonntag die erste Bewährungsprobe, wenn der Fusionsklub in seinem abschließenden Vorrundenspiel auswärts auf den aktuellen Tabellenneunten FV Lauda trifft.
"Vielleicht werde ich etwas neues machen, aber was, genau, das wird man sehen", sagte Usler unmittelbar nach der Freistellung von Reiner Hollich. Der Interimstrainer betont: "Natürlich ist das sehr traurig, Reiner Hollich hat immer alles gegeben, hat sich Tag und Nacht Gedanken gemacht, wie es besser werden könnte. Es waren ja Ansätze da. Als Beispiel nenne ich da nur die Partie gegen Neckarelz, als wir beim 3:3 in der ersten Halbzeit noch 3:0 geführt und super gespielt haben. Leider konnte die Mannschaft aber dann im nächsten Spiel wieder nicht überzeugen." Usler spricht das aus, was fast alle an der Spitze des Klubs denken: "Die Mannschaft hat mit ihrer Leistung eben einen großen Anteil daran, dass der Trainer nicht mehr hier ist. Nun sind die Spieler gefordert. Man kann es nicht mehr auf andere schieben."
Quelle: Mannheimer Morgen 28. November 2008