Rostocker Bürgerschaft rettet den F.C. Hansa

  • Damit spielt Hansa in der kommenden Saison 2012/13 in der 3. Liga:

    Zitat

    Millionenhilfe für Fußball-Verein
    FC Hansa ist gerettet
    Sie war die entscheidende Sitzung für den FC Hansa. Der Rostocker Fußballverein ist hoch verschuldet und braucht Geld. Die 53 Mitglieder der Bürgerschaft haben über ein Hilfspaket abgestimmt.

    Die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock hat am Mittwoch dem Hilfspaket für den hoch verschuldeten Zweitliga- Absteiger FC Hansa Rostock mit großer Mehrheit zugestimmt. Damit ist die Insolvenz des Vereins abgewendet, die auch den Zwangsabstieg in die Regionalliga - schlimmstenfalls sogar in die Oberliga - bedeutet hätte.
    Das Hilfspaket sieht einen Teilerlass der Steuerschulden in Höhe von 680 000 Euro, den Ankauf eines in Hansa-Besitz befindlichen Sportgeländes im Wert von 530 000 Euro und einen Zuschuss an den Verein in Höhe von 750 000 Euro vor.
    ...

    Quelle: nordkurier.de, ganzer Artikel

    ...und niemals vergessen

    EISERN UNION!

  • Ich kann nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

    Gibt es in diesem Land irgendein Möglichkeit, diese Stadt von dorthin fließenden Fördergeldern abzuschneiden?

  • Ich kann nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

    Gibt es in diesem Land irgendein Möglichkeit, diese Stadt von dorthin fließenden Fördergeldern abzuschneiden?

    Stimm ich dir voll zu :!:
    Ist dasselbe wie in Dresden, wo Dynamo auch nur Dank ständiger Finanzhilfen überlebt. Bei anderen Vereinen interessieren die Finanzprobleme kein Schwein und die Vereine müssen Insolvenz anmelden.

  • Letztenendes gibt es ja in Deutschland "dank" derartiger Entscheidungen gar keinen funktionierenden Wettbewerb mehr zwischen den Vereinen. Es darf nicht sein, dass Gelder der öffentlichen Hand in die Sanierung von heruntergewirtschafteten Fußballvereinen fließen.

    Und auch wenn ich ungern eine Wessi-Ossi-Diskussion lostreten möchte: Es ist eine Tatsache, dass der Solidaritätszuschlag Geld aus westdeutschen Kommunen in ostdeutsche Kommunen überführt. Und wenn dann die so begünstigten Kommunen derartige Entscheidungen treffen, dann ist das - vorsichtig formuliert - eine Unverschämtheit.

  • Letztenendes gibt es ja in Deutschland "dank" derartiger Entscheidungen gar keinen funktionierenden Wettbewerb mehr zwischen den Vereinen. Es darf nicht sein, dass Gelder der öffentlichen Hand in die Sanierung von heruntergewirtschafteten Fußballvereinen fließen.

    Und auch wenn ich ungern eine Wessi-Ossi-Diskussion lostreten möchte: Es ist eine Tatsache, dass der Solidaritätszuschlag Geld aus westdeutschen Kommunen in ostdeutsche Kommunen überführt. Und wenn dann die so begünstigten Kommunen derartige Entscheidungen treffen, dann ist das - vorsichtig formuliert - eine Unverschämtheit.

    Na das stimmt aber nicht :!: vielleicht verwechselst du da was mit dem Länderfinanzausgleich.
    1. Zahlt jeder einkommenssteuerpflichtige Bürger (Ost und West) dieses Geld und nicht die Kommune und 2. wird der geringste Betrag aus dem Soli für den sogenannten Aufbau in den Neuen Ländern verwendet, da der Soli nicht zweckgebunden ist. Die Gelder versickern in irgendwelche Kanäle X(

  • Wäre der WSV nun gerettet würde ich mich auch tierisch freuen.

    Natürlich ist es nicht richtig, dass Steuergelder in einen misswirtschaftenen Fußballverein fließen.

    Ist für mich sehr zweischneidig...

  • Zitat

    1. Zahlt jeder einkommenssteuerpflichtige Bürger (Ost und West) dieses Geld

    Ja, das habe ich aber auch nie bezweifelt. Aber da der Teil des Geldes, der in die Kommunen fließt, nur in ostdeutsche Kommunen fließt (und keineswegs in die bedürftigsten Kommunen unabhängig von der Himmelsrichtung), ist es eine Umverteilung von West nach Ost. Keine so drastische, wie das einige Polemiker im Westen darstellen wollen, aber eine Umverteilung.

    Ganz ehrlich: Für die Fußballfans mag ein Verein wichtig sein. Aber letztenendes gibt es Wichtigeres als Profifußball. Wenn es um öffentliche Gelder geht, erinnern sich zwar auf einmal auch alle an die eigenen Jugendarbeit, weil man mit Kindern so trefflich argumentieren kann, aber gute Jugendarbeit gibt es auch ohne millionenschwere Lizenzspielerabteilung.

    Die dritte Liga darf sich freuen. Ich bin mir sicher, die Rostocker Fans werden in einer Haltung aus Demut und Dankbarkeit auswärts sehr friedlich auftreten.

  • Letztenendes gibt es ja in Deutschland "dank" derartiger Entscheidungen gar keinen funktionierenden Wettbewerb mehr zwischen den Vereinen. Es darf nicht sein, dass Gelder der öffentlichen Hand in die Sanierung von heruntergewirtschafteten Fußballvereinen fließen.
    ...


    Das sehe ich auch so.


    Und auch wenn ich ungern eine Wessi-Ossi-Diskussion lostreten möchte: Es ist eine Tatsache, dass der Solidaritätszuschlag Geld aus westdeutschen Kommunen in ostdeutsche Kommunen überführt. Und wenn dann die so begünstigten Kommunen derartige Entscheidungen treffen, dann ist das - vorsichtig formuliert - eine Unverschämtheit.


    Dann erkläre mir mal aktuell Osnabrück oder letzte Saison Aachen, Bielefeld oder gar das Dauerthema Kaiserslautern. Und wie war das eigentlich bei S04 vor einigen Jahren?! Die Liste ist schier endlos. Wo du allerdings Recht hast, ist dass ein Teil der Ostkommunen die völlig heruntergekommenen, städtischen Stadien nach der Wende sanieren bzw. neu erbauen ließen (siehe Magdeburg, Halle, Dresden oder zukünftig Jena & Erfurt) um sie den heutigen (auch Sicherheits-) Anforderungen anzupassen. Nichts anderes passiert aber z.B. aktuell in Aalen, wo die Gemeinde ebenfalls Millionen in das Stadion investiert oder in Essen oder demnächst auch in Regensburg... Das hat mit Ost-West Gelaber überhaupt nichts zu tun.

    ...und niemals vergessen

    EISERN UNION!

    2 Mal editiert, zuletzt von Klutsch (10. Mai 2012 um 14:30)

  • Wenn man den Spielern mal statt einer Million "nur" (!!!) 200.000 in den Arsch schieben würde, bräuchte kein Verein irgendwelche Bürgschaften (Zahlen mehr als Maßstab angesetzt, nicht allein auf Rostock bezogen)...


  • Das sehe ich auch so.


    Dann erkläre mir mal aktuell Osnabrück oder letzte Saison Aachen, Bielefeld oder gar das Dauerthema Kaiserslautern. Und wie war das eigentlich bei S04 vor einigen Jahren?! Die Liste ist schier endlos. Wo du allerdings Recht hast, ist dass ein Teil der Ostkommunen die völlig heruntergekommenen, städtischen Stadien nach der Wende sanieren bzw. neu erbauen ließen (siehe Magdeburg, Halle, Dresden oder zukünftig Jena & Erfurt) um sie den heutigen (auch Sicherheits-) Anforderungen anzupassen. Nichts anderes passiert aber z.B. aktuell in Aalen, wo die Gemeinde ebenfalls Millionen in das Stadion investiert oder in Essen oder demnächst auch in Regensburg... Das hat mit Ost-West Gelaber überhaupt nichts zu tun.

    "ost-west" sehe ich auch so, aber wenn städte in stadien geld reinstecken, die ihnen gehören, z.b. regensburg ist das was anderes, als wenn kommerzielle fußballunternehmen gefördert werden

    #meistermüssenaufsteigen