Brinkumer SV unter Schock

  • Auch wenn das ganze schon unter Allgemeines behandelt wurde, es ist ja doch eine Vereinsmeldung:

    Zitat

    Brinkumer SV unter Schock
    Der Fußball-Bremen-Ligist erhält keine Zulassung - runter in die Landesliga?

    Der Brinkumer SV wird nach jetzigem Stand in der kommenden Saison nicht in der Fußball-Bremen-Liga antreten. Am vergangenen Montag erhielten die Verantwortlichen die Nachricht, dass die 1. Herren keine Zulassung für Bremens höchste Spielkasse erhält und in die Landesliga zurückgestuft wird. Das bestätigte Heinz Günter Schmidt, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses im Bremer Fußball-Verband.

    Der Verein hat nach Auffassung des Verbands gegen die Zulassungsbestimmungen verstoßen. Dort heißt es unter dem Paragraphen 6, Punkt 2a: „Vereine, die eine Herrenmannschaft zur Teilnahme am Pflichtspielbetrieb der Bremen-Liga melden, werden für diese Spielklasse nur zugelassen, wenn sie mit mindestens einer weiteren Herrenmannschaft und einer Juniorenmannschaft in einer der Altersklassen von den A- bis C-Junioren im gesamten abgelaufenen und neuen Spieljahr am Pflichtspielbetrieb teilgenommen haben. An die Stelle einer weiteren Herrenmannschaft kann eine weitere Juniorenmannschaft in den genannten Altersklassen treten.“ Zwar haben die Brinkumer mit den C-Junioren in der vergangenen Saison durchgängig am Spielbetrieb teilgenommen, die 2. Herren indes trat aus Personalmangel zu insgesamt drei Spielen nicht an.

    Diesen Umstand betrachtet der Spielausschuss als Verstoß, während Brinkums Verantwortliche dagegenhalten, dass doch ihr Altherren-Team die Saison sauber durchgespielt hätte. „Die Spielordnung unterscheidet aber zwischen Herren und Altherren“, erklärt Heinz Günter Schmidt. Team-Manager Frank Kunzendorf hingegen argumentiert, dass genau diese Unterscheidung nicht exakt formuliert ist. „Es ist alles sehr schwammig umschrieben“, sagt er. Brinkums Trainer Kristian Arambasic sieht es ähnlich und ergänzt, dass „andere Verbände diese Unterscheidung klarer formuliert“ hätten. Ferner monieren Brinkums Verantwortliche den Zeitpunkt dieses Entscheids. „Uns sagt der Verband am 20. Juli, dass wir in der kommenden Saison in der Bremen-Liga nicht antreten dürfen, zu einem Zeitpunkt, an dem wir schon längst die Planungen für die Saison abgeschlossen haben und uns mitten in der Vorbereitung befinden“, sagt Frank Kunzendorf.

    http://sportbuzzer.weser-kurier.de/bremen-liga/ar…schock/63758/92


    Bis wann muss das Ganze jetzt entschieden werden? :nein1:

    Für die Saisonplanung eines Vereins und alle Beteiligten - Spieler, Trainer, etc - ist das ganze eine Katastrophe. Und den Zeitpunkt dieses "Verbandsbeschlusses" finde ich auch unmöglich, da kann ich die Kritik der Brinkumer verstehen. Völlig unabhängig davon ob die Regel nun zutrifft oder nicht. Mitten in der Vorbereitung...

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • Es ist ja kein "Verbandsbeschluss", sprich da wurden keine Fakten vom Verband geschaffen. Sondern es ist bloß eine Feststellung des Verbandes, dass der Brinkumer SV seinerseits (die falschen) Fakten geschaffen hat. Der Brinkumer SV ist ergo auch nicht erst seit dem Mitteilungsdatum 20.07. nicht mehr für die Bremen-Liga spielberechtigt, sondern schon seit dem Saisonbeginn 01.07.

    Und grundsätzliches Prinzip jeder Spielordnung war und ist immer noch, dass die Vereine sich zu jeder Zeit selbst schlau machen müssen, ob sie die Regeln erfüllen oder was dafür noch zu tun ist. Der Verband hingegen hat da gar keine Pflichten, die Vereine auf irgendwas hinzuweisen. Das wäre allenfalls guter Service, aber einen Anspruch gibt es darauf nicht.

    Und wenn der Verband erst am 20.07. die Teilnehmer und den Spielplan festlegt, so ist das auch völlig rechtzeitig für alle Mannschaften, die sich regelkonform verhalten haben. Während für den Brinkumer SV wie für jeden anderen gilt: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht". Was anderes kann da imho nur gelten, wenn der Brinkumer SV vom Verband bei einer offiziellen Anfrage (also bitte jetzt nicht "einer von uns hatte einen vom Verband mal auf dem Sportplatz getroffen und den so beiläufig gefragt und der meinte dann...") eine Falschauskunft bezüglich der Alten Herren bekommen hat.

  • ...Und grundsätzliches Prinzip jeder Spielordnung war und ist immer noch, dass die Vereine sich zu jeder Zeit selbst schlau machen müssen, ob sie die Regeln erfüllen oder was dafür noch zu tun ist. Der Verband hingegen hat da gar keine Pflichten, die Vereine auf irgendwas hinzuweisen. Das wäre allenfalls guter Service, aber einen Anspruch gibt es darauf nicht.
    ...

    So wie es sich aber liest, ist es eine Auslegungssache die wohl gerichtlich geklärt werden wird, da jede Seite auf ihrer Meinung besteht. Dass die Bremer sich nicht schlau gemacht haben ist reine Spekulation.
    Außerdem kennt man ja die Verbände zu gut, wo der Eine HÜ und der Andere HOTT sagt.
    Wenn man schon bestimmte Voraussetzungen umgesetzt haben will, dann muss man dies auch explizit so festhalten und nicht solche WischiWaschi-Formulierungen reinschreiben.
    Es kann nicht sein, dass die Vereine ständig hinterfragen und offiziell Anfragen müssen, wie der Verband es nun meint.

  • Die Bremer behaupten ja, dass sie sich schlau gemacht hätten. Zumindest war das anfangs mal der Presse zu entnehmen. Nur machte die Schilderung auf mich den Eindruck, dass das so eine zwischen Tür und Angel Nummer war statt eine verbindliche Auskunft schwarz auf weiß. Wer sich auf sowas verlässt, ist doch selbst Schuld. Und rechtlich ist das eh unbeachtlich, solange da keiner vom Verband das a) bestätigt und b) erklärt, dass das eine verbindliche Auskunft war und c) derjenige nicht erkennbar zuständig war.

    Das natürlich alles voraussetzend, dass die Auffassung des Verbands korrekt ist. Dazu aber hatte ich ja schon im anderen Thread meine 2 Cent beigetragen, dass da vieles auch von der Tagesform des zuständigen Richters abhängen wird. Einfach weil es auf die Auslegung ankommen wird.

    Immerhin hat die Sache den Vorteil, dass es keinen Nachrücker gibt, der jetzt auch Ansprüche melden kann. Zumindest da ist die Spielordnung glasklar. Entweder Brinkum spielt mit oder der Platz bleibt frei.

  • Immerhin hat die Sache den Vorteil, dass es keinen Nachrücker gibt, der jetzt auch Ansprüche melden kann. Zumindest da ist die Spielordnung glasklar. Entweder Brinkum spielt mit oder der Platz bleibt frei.

    Ist das so?

    Der SC Borgfeld wurde vom BFV offiziell angefragt, ob sie den Platz von Brinkum übernehmen.

    Und im jetzt herausgegebenen (vorläufigen) Spielplan der Bremen-Liga erscheinen sie auch.

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  • Ach ja. Mein Fehler. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Die Sache ändert nichts an den sportlichen Absteigern, aber einen Nachrücker gibt es trotzdem. Von unten halt...

  • Ich sehe schon kommen, die Liga beginnt dann mit einem Team mehr. :P

    Die Brinkumer klagen sich durch alle Instanzen und Borgfeld muss am Ende ein Platz zugestanden werden, weil sie ja schon als Nachrücker eingeladen wurden. :augenroll:

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  • Zitat

    „Wir sind uns keines Fehlers bewusst“

    Der Brinkumer SV kämpft um die Bremen-Liga. Im Juli war dem Verein die Teilnahme an der höchsten Fußballliga versagt worden, weil er im vergangenen Jahr zu wenig Herrenmannschaften besessen haben soll. Diese Entscheidung wurde in der vergangenen Woche vom Sportgericht des Bremer Fußball-Verbandes bestätigt. Nun zieht der Verein vor das Verbandssportgericht. Über die Situation sprach Stefan Freye mit Brinkums Manager Frank Kunzendorf.

    Quelle: sportbuzzer.weser-kurier.de

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • Was lese ich da? Brinkum gehört ansich gar nicht zur Stadt Bremen, sondern turnt nur im Bremer Verband herum, weils da einfacher ist, Oberliga zu spielen? Die würden eigentlich in die Bezirksliga Weser-Ems in Niedersachsen gehören?

    Einmal editiert, zuletzt von lohmann (12. August 2015 um 05:45)

  • Stimmt. Brinkum gehört zu Stuhr, welches im Landkreis Diepholz liegt. An sich ist es ja nichts Ungewöhnliches, wenn ein Verein Grenzgänger ist. Das gibts ja z.B. auch in der Oberliga Hamburg oder der Ober- äähm ich meine Regionalliga Bayern.

    Let a smile be your companion (FEX - Subways Of Your Mind)

  • Stimmt. Brinkum gehört zu Stuhr, welches im Landkreis Diepholz liegt. An sich ist es ja nichts Ungewöhnliches, wenn ein Verein Grenzgänger ist. Das gibts ja z.B. auch in der Oberliga Hamburg oder der Ober- äähm ich meine Regionalliga Bayern.

    Genau. Wie z.B. Illertissen als bayerischer Verein in der OL BaWü gespielt bis der BFV seine Oberliga Regionalliga nannte.

  • Nur dass Illertissen sich damit ja lange Jahre selbst in die Hufe geschossen hat. Die Oberliga Baden-Württemberg ist ja selbst stärker als die Regionalliga Bayern. Aber ob die Brinkumer auch in der OL Niedersachsen eine Rolle spielen würden, das darf doch zumindest arg angezweifelt werden.

    Allerdings gibt diese Geographienachhilfe zumindest genug Anlass zur Spekulation, dass da irgendwelche Bremer Seilschaften am Werk sind, den vielleicht ungeliebten Konkurrenten um den Aufstiegsplatz loszuwerden. Denn solche geographisch begründeten Anfeindungen behauptet der oben verlinkte Artikel ja.

  • Nur dass Illertissen sich damit ja lange Jahre selbst in die Hufe geschossen hat. Die Oberliga Baden-Württemberg ist ja selbst stärker als die Regionalliga Bayern.


    Die Oberliga Baden-Württemberg würde ich auch als stärker einschätzen, aber das war den Illertissenern glaube ich auch bewußt. Sehr bewußt sogar. Deren Saisonziel besteht jetzt immer nur noch daraus, sich als bestes bayerisches Amateurteam für den DFB-Pokal zu qualifizieren, was bislang zweimal geklappt hat. Über den Württembergischen Pokal hätten die da wohl keine Chance.

  • Na dann hat der Verband hoffentlich vorher geprüft, dass man Borgfeld zu keiner Zeit irgendeine rechtlich als verbindliche einzustufende Zusage gemacht hat. Ganz abgesehen, dass ich das Urteil für falsch halte.