News um den SGV Freiberg

  • Das Ende der Neun-Siege-Serie fällt mit dem Zeitpunkt zusammen, als der Verein einen Lizenzierungsantrag für die Dritte Liga ankündigte.

    "Das war bodenlos": Herbstmeister Freiberg im Extremmodus
    Nach acht sieglosen Spielen in Serie spricht SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku Klartext. Derweil gibt es in Sachen Spielort der kommenden Saison neue Überlegungen…
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    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)

  • Naja, wie hier im Thread schon mehrmals geschrieben wurde, interessiert sich für den Verein in der Stadt selbst, ja so gut wie niemand. Von daher nicht verwunderlich, wenn die dauerhaft umziehen wollen bzw. werden. Da stellt sich aber auch die Frage, wieso das in Freiberg so ist, wie es nunmal ist...

  • Na ja, der Verein scheint sich ja auch nicht für Freiberg zu interessieren. Man wundert sich das sich der Verein das gefallen lässt. Da fragt man sich, wie man früher ohne Interesse und ohne Geld Oberliga gewuppt hat? Die haben doch früher so eine gute Jugendarbeit gehabt. Wo sind die Menschen geblieben?

  • Na ja, der Verein scheint sich ja auch nicht für Freiberg zu interessieren. Man wundert sich das sich der Verein das gefallen lässt. Da fragt man sich, wie man früher ohne Interesse und ohne Geld Oberliga gewuppt hat? Die haben doch früher so eine gute Jugendarbeit gehabt. Wo sind die Menschen geblieben?

    Es wurde ja hier schon mehrfach von den Württemberg-Experten erwähnt:

    Der SGV Freiberg war viele Jahre ein solider Oberligist, dessen Zuschauerschnitt meist zwischen 300-400 lag, also für Oberligaverhältnisse vollkommen in Ordnung. In einigen Jahren lag der Schnitt sogar über 500, was aber sicherlich an der Attraktivität und Reisefreudigkeit der Gastklubs lag (Stuttgarter Kickers, Waldhof Mannheim, SSV Ulm).
    Besonders positiv war - wie Maulwurf auch schreibt - die Jugendarbeit.
    Heutzutage reicht diese allerdings nicht aus, um Jugendliche ins Stadion zu locken. Gibt hierfür in BaWü und bundesweit leider genügend Beispiele.

    In Württemberg kommt erschwerend hinzu, dass es mit dem VfB Stuttgart einen der ganz großen deutschen Fußballklubs gibt, was sich in Erfolgen und der riesigen Anzahl an Fans bemerkbar macht. Etwas salopp formuliert: Der VfB grast dort alles ab, was nicht selbst (im letzten Jahrtausend) mal im Profifußball war und somit eine eigene Fanszene etablieren konnte (Reutlingen, Ulm, St. Kickers, Heidenheim, Aalen).
    Für Freiberg bedeutet das, dass es unglaublich schwierig ist, hier etwas auf die Beine zu stellen.

    Nun kommt aber noch ein großes Freiberger Problem hinzu, dass meiner Einschätzung aus der Ferne nach hausgemacht ist. Der Verein bzw. sein Präsident hat ein miserables Verhältnis zur Stadt und mit seinem Auftreten die Umgebung - also umliegenden Vereine - vergrault. Darin liegt meiner Meinung einer der Hauptgründe für die in der Regionalliga nicht wirklich gestiegenen Zuschauerzahlen und die regelmäßige Diskussion um den Spielort.

  • Bei Reutlingen kommt aber auch noch dazu, dass sie mit dem VfB eine Freundschaft haben (Szene E). Inwiefern das auf alle Reutlinger zutrifft weiß ich nicht.

    Reutlingen profitiert sicherlich davon, allerdings haben die schon auch noch viele, deren Hauptverein der SSV ist. Kurz gesagt: Die bräuchten die Freundschaft nicht für ihre Zuschauerzahlen, stattdessen muss dringend der Erfolg zurückkommen. Selbiges gilt für deren Freundschaft zu St. Gallen.

  • Hinzu kommt, dass Freiberg eben auch kein Traditionsverein ist, wurden erst 1973 gegründet und Freiberg ist ja keine gewachsene Stadt, sondern ein Zusammenschluss zweier früheren selbständigen Gemeinden. Da konnte sich also auch kein Stadtverein entwickeln.

    Der Traditionsverein vom Landkreis Ludwigsburg war eben die SpVgg 07 Ludwigsburg bis zur Auflösung 2019. Die Neugründung 07 Ludwigsburg kommt nicht mehr aus der Kreisliga B raus. Man hätte von Anfang darauf setzen sollen, dass man die SpVgg 07 wieder nach oben bringt. Früher auch aus dem Landkreis Ludwigsburg erfolgreich war ja die TSF Ditzingen. Auch die hätten mehr Potential als Retortenklub Freiberg. Im bebachbarten Bissingen, beim FSV 08 sind die Zuschauerzahlen für Oberligaverhältnisse auch nicht sonderlich hoch.

    Hinzu kommt, dass wie beschrieben in der Region bzw. in ganz Württemberg eben der VfB die große Nummer ist und quasi überall eine menge Fans hat. Die Nummer 2 sind da in der Region eindeutig die Stuttgarter Kickers. Und natürlich gibt es auch eine Menge FC Bayern-Fans in Württemberg- Dazu noch das teilweise arrogante Auftreten der Freiberger mit damals für Oberligaverhältnisse sehr teuren Eintrittspreisen, so kann man natürlich keine Fans gewinnen. Die Freiberger hätten von Anfang an Akzeptieren sollen das die Oberliga die natürliche Grenze ist für so einen Verein und nicht noch weiter nach oben streben. Die sollen sich jetzt mit der Regionalliga zufrieden geben und gut ist, bevor das Kartenhaus zusammenbricht und der Verein irgendwann von unten wieder anfängt, weil ohne Sponsor oder Mäzen kommt so ein Verein niemals aus, und wenn der mal keine Lust mehr hat...

    Man stelle sich vor in der 3. Liga läuft das Spiel Freiberg vs Havelse, das gibt einen Minusrekord für die 3. Liga ohne Beteiligung von zweiten Mannschaften, da kommen max. 500 Zuschauer. Dann doch lieber die SG Sonnenhof Großaspach aus der Region in die 3. Liga, da sie auch ein Stadion haben.

  • Naja Sonnenhof Großaspach ist nicht wirklich viel besser als Freiberg...

    Pest und Cholera eben...

    Ich will schon das ein Traditionsverein mit Fans hochgeht, aber wenn die Wahl am Ende zwischen Freiberg und Großaspach ist - sind ja momentan auch die ersten beiden Plätze - dann würde ich mich für Großaspach entscheiden.

    Das kleinere Übel.

    Signaturen sind überbewertet!

  • Ist ja in Ordnung, für mich ist es nur deshalb zweifelhaft, weil sie keine Infrastruktur für die 3. Liga haben. Das hat Großaspach und deshalb haben sie es auch verdient, wenn sie aufsteigen. Aber vielleicht kommt es noch ganz anders, die Saison ist noch lang und im Winter können sich die Kader noch verändern. Die Liga ist so eng das selbst Mannschaften noch aufsteigen können die jetzt vermeintlich nicht damit rechnen können.

  • Wer soll denn da eine Serie hinlegen, um Freiberg, Ponnyhof oder Mainz II noch abzufangen? Der FSV Frankfurt hat beide Spiele gegen Freiberg verloren, immerhin bei Mainz II gewonnen und nur eins der beiden Spiele gegen Ponnyhof gewonnen. Vorteil für die ist es immerhin, dass sie jetzt 2026 nur noch Mainz II zu Hause haben, aber sonst geben die auch viel zu viele Punkte bei anderen Spielen ab. Sandhausen hat zwar nach dem katasrophalen Saisonstart wieder Blickkontákt nach oben, verliert aber auch zu viele Punkte, genauso wie Homburg... Steinbach und Walldorf braucht man nicht drüber reden, weil die sind genauso Projekte wie Freiberg und Ponnyhof... OT: Aber hey, der Südwesten ist ja sooo toll und braucht sooo viele Vereine in einer neuen Regionalliga... Damit immer und immer wieder eine Zweite oder Konstrukte aufsteigen können.... :lol:

  • Der Südwesten hat ja auch tolle Vereine in der Regionalliga wie Kickers Offenbach, die Stuttgarter Kickers, Hessen Kassel, Eintracht Trier, FC Homburg, FSV Frankfurt, SV Sandhausen und noch dazu einige in der Oberligen wie der VfR Aalen, SSV Reutlingen 05, TuS Koblenz, Wormatia Worms...

    Ist halt nur die Frage warum diese Vereine nicht die Rückkehr schaffen.

    Aber klar ist am sinnvollsten wieder zurück zur alten Regionalliga Süd (BaWü, Bayern, Hessen) und ein vierer Modell wie von 1994/95 - 1999/00 als zukünftige Regionalliga, dann würde man auch auf 4 Ligen kommen.

  • Der Südwesten hat ja auch tolle Vereine in der Regionalliga wie Kickers Offenbach, die Stuttgarter Kickers, Hessen Kassel, Eintracht Trier, FC Homburg, FSV Frankfurt, SV Sandhausen und noch dazu einige in der Oberligen wie der VfR Aalen, SSV Reutlingen 05, TuS Koblenz, Wormatia Worms...

    Ist halt nur die Frage warum diese Vereine nicht die Rückkehr schaffen.

    Aber klar ist am sinnvollsten wieder zurück zur alten Regionalliga Süd (BaWü, Bayern, Hessen) und ein vierer Modell wie von 1994/95 - 1999/00 als zukünftige Regionalliga, dann würde man auch auf 4 Ligen kommen.

    Stimme ich zu. Aber dann fängt doch mindestens einer wieder an zu mosern, dass der Südwesten benachteiligt wird, weil ja sooo viele Vereine mehr Plätze haben müssen usw. usf.

  • Der Südwesten hat ja auch tolle Vereine in der Regionalliga wie Kickers Offenbach, die Stuttgarter Kickers, Hessen Kassel, Eintracht Trier, FC Homburg, FSV Frankfurt, SV Sandhausen und noch dazu einige in der Oberligen wie der VfR Aalen, SSV Reutlingen 05, TuS Koblenz, Wormatia Worms...

    Ist halt nur die Frage warum diese Vereine nicht die Rückkehr schaffen.

    Aber klar ist am sinnvollsten wieder zurück zur alten Regionalliga Süd (BaWü, Bayern, Hessen) und ein vierer Modell wie von 1994/95 - 1999/00 als zukünftige Regionalliga, dann würde man auch auf 4 Ligen kommen.

    Stimme ich zu. Aber dann fängt doch mindestens einer wieder an zu mosern, dass der Südwesten benachteiligt wird, weil ja sooo viele Vereine mehr Plätze haben müssen usw. usf.

    Ja, aber ist das nicht völlig egal? Denn irgendeiner mosert sowieso immer. Eine Lösung, mit der 100 Prozent aller Betroffenen und Beteiligten zufrieden wären, wird niemand finden, denn sonst hätte es diese nach dem jahrelangen Gemecker über den Status Quo längst gegeben.

    Einmal editiert, zuletzt von juergen56 (12. Dezember 2025 um 16:40)

  • Freiberg holt Gerstung als Sportdirektor zurück.

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    Der SGV Freiberg besetzt den vakanten Posten des Sportdirektors neu. Dieter Gerstung kehrt nach über einem Jahr zurück ins Wasen-Stadion.
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    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)

  • Mittelfeldspieler Minos Gouras vom FC Homburg nach Freiberg. 17 Zweitliga-Spiele. 82 Drittliga-Spiele (14 Tore, 11 Vorlagen). 66 RL-Spiele (15 Tore, 16 Vorlagen). 48 Oberliga-Spiele (7 Tore, 3 Vorlagen).

    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)

  • IV Florian Ballas nach Freiberg. 189 Zweitliga-Spiele (7 Tore). 41 Drittliga-Spiele (2 Tore). 57 RL-Spiele (2 Tore).

    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)