FSV Budissa Bautzen- FCO Neugersdorf 4:0 (0:0)

  • Soll noch nicht erfüllt
    Von Jürgen Schwarz


    Als magische Zahl für den Klassenerhalt galt vor der Oberliga-Saison die 40-Punkte-Grenze. Sie war auch das Ziel von Thomas Hentschel, dem Trainer von Aufsteiger Budissa Bautzen. Wahrscheinlich aber reichen in dieser Saison weniger Zähler, um den Verbleib in Liga vier zu sichern, denn es steigen maximal drei Vereine ab. Und das nur, wenn Erfurt und Chemnitz aus der Regionalliga absteigen. Sollte es „nur“ einen Verein aus dem nordostdeutschen Bereich treffen, so müssen die beiden Tabellen-14. der Nord- und Süd-Staffel in zwei Relegationsspielen den einen Oberliga-Absteiger ermitteln. In der Süd-Staffel steht derzeit der SV 1919 Grimma auf Platz 14, mit 18 Zählern. Budissa Bautzen hat 32 Punkte auf dem Konto. Bereits diese Punktzahl wird wohl zum Klassenerhalt reichen.


    Für den Trainer ist diese „Rechnerei“ trotzdem kein Thema: „Wir haben noch neun Spiele vor uns, da wollen wir natürlich unser Konto weiter aufstocken und versuchen, unsere gute Platzierung zu verteidigen.“ Da Hentschels Mannschaft über die Osterfeiertage kein Nachholspiel bestreiten musste, gab der Trainer ein paar Tage frei, schließlich stehen noch englische Wochen auf dem Programm. So fand Budissas Coach in den letzten Tagen Zeit, die ersten zwei Drittel des „Bautzener Oberligaabenteuers“ Revue passieren zu lassen. Insgesamt setzte Hentschel bisher 23 Spieler ein, von denen Steffen Kellig, Frank Rietschel, Thomas Pannach und Miroslav Sentivan bei allen 21 Oberligapartien dabei waren. Der erfahrene Abwehrchef Rietschel bestritt sogar die kompletten 1 890 Spielminuten, also ohne Aus- und Einwechslung. Bester unter Budissas zehn Torschützen ist Kellig mit zwölf Treffern, gefolgt von Tino Wecker (5/jetzt SV Bannewitz) und Kapitän Dirk Rettig (4). Der aktuelle Zuschauerschnitt liegt bei 966 Zahlenden/Heimspiel. Der Rekordbesuch wurde beim Spiel gegen Sachsen Leipzig (2 450), die Minuskulisse gegen die Cottbuser Reserve (280) registriert. Auch morgen Abend erwarten die Verantwortlichen viel Zuspruch auf der „Müllerwiese“. Ab 19 Uhr ist Schlusslicht FC Oberlausitz Neugersdorf zum Nachholspiel zu Gast.


    Knapper Hinspiel-Erfolg


    Im Hinspiel hatte Budissa mit 3:2 gewonnen. Nach einer 2:0-Führung schaffte der FCO den Ausgleich, ehe Ronny Henkert in letzter Minute den glücklichen Sieg für Bautzen perfekt machte. Einen ähnlichen Drahtseilakt wollen die Hentschel-Kicker diesmal vermeiden. Sicher ist, dass die Partie viel schwieriger wird, als es die Papierform aussagt. Der Grund: In Neugersdorf wurde kürzlich der Übungsleiter gewechselt und mit dem 32-jährigen Dirk Havel kam „frischer Wind“ in die FCO-Reihen. Havels Trainer-Debüt war ein Paukenschlag: In Auerbach gewannen die Neugersdorfer mit 4:2, „ein 7:2 hätte die Chancenanteile besser zur Geltung gebracht“, so Havel später. Danach spielte der FCO zu Hause gegen den FV Dresden-Nord (0:0) und den Halleschen FC (0:2) sowie in Eilenburg (0:0).


    Thomas Hentschel muss beim „Nachholer“ weiterhin auf Stürmer Jens Schaumkessel (Knieverletzung) und wohl auch auf Andreas Zichner verzichten. Zichner zog sich im letzten Spiel gegen Germania Halberstadt (1:1) einen Nasenbeinbruch zu, kann aber eventuell mit einer Spezialmaske spielen.


    Quelle: http://www.sz-online.de

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  • Am Mittwochabend kommt es auf der Müllerwiese zum Nachholespiel unserer Budissen und dem FC Oberlausitz Neugersdorf. Vom Papier her eine klare Angelegenheit für unsere Mannschaft, doch sei hier nur an das Hinspiel erinnert, welches unsere Elf nach 2:0-Führung fast noch aus der Hand gegeben hätte. Erst der Treffer von Ronny Henkert in der Schlußminute zum 3:2 brachte uns den Sieg. Der Tabellenletzte hat nichts mehr zu verlieren und kann unbeschwert aufspielen. Der Trainerwechsel des FC hat einen leichten Aufschwung gebracht. Nach dem fast sensationellen Sieg in Auerbach (4:2) konnte man auch im Heimspiel gegen Dresden-Nord (0:0) punkten. Das Nachholespiel gegen den HFC (0:2) ging zwar verloren, doch am vergangenen Samstag holte Neugersdorf in Eilenburg beim 0:0 erneut einen Punkt. Also den Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Wenn unsere Mannschaft von Beginn an so aufspielt wie in der Partie gegen Halberstadt , dann steht einem Sieg eigentlich nichts im Wege. Stürmer Jens Schaumkessel wird weiter fehlen, hinter dem Einsatz von Andreas Zichner, der sich gegen Halberstadt einen Nasenbeinbruch zuzog, steht ein Fragezeichen. In so einem Spiel kann man sich aber auch eine gute Ausgangsposition für die nächsten Spiele sichern. Am Wochenende beim HFC wird es ganz sicher wieder sehr schwer zu punkten, da kämen die drei Punkte, die man gegen Neugersdorf holen möchte, gerade richtig. Mit der Unterstützung der Budissen-Fans sollte ein Sieg klar möglich sein. Eigentlich kann nur die Unterschätzung des Gegners einen Erfolg gefährden. Trainer Thomas Hentschel wird dem aber sicher entgegen wirken. (cw)


    Quelle: http://www.budissa-bautzen.de

  • Budissa mit zu hohem Sieg


    Mit einem glatten 4:0 hat Budissa Bautzen den FC Oberlausitz in die Schranken gewiesen.


    Das Ergebnis täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg, denn die Neugersdorfer waren in der ersten Häfte fast gleichwertig. Erst als Rettig kurz nach dem Wechsel die Führung gelang und Kellig (70.) nachlegte, waren die Messen gesungen. Nun musste der FCO öffnen und es ergaben sich Räume.


    Die nutzten die Hausherren konsequent aus. Kurz vor Schluss erhöhte Kohlschütter nach Eingabe von Glaubitz. Den Endstand stellte Henkert her, der FCO-Keeper Soukup umkurvte und einschob.


    Quelle: http://www.mdr.de

  • Wie vorausgesehen wurde das Spiel gegen das Schlußlicht kein Spaziergang, auch wenn am Ende das Resultat eine eindeutige Sache wurde. Unsere Budissen taten sich in der ersten Halbzeit mehr als schwer. Budissa wollte zwar das Spiel an sich ziehen, doch der FCO ließ kaum etwas zu. Mehrere Schußversuche in Folge, konnte der Gastgeber in der 13. Minute nicht nutzen. Die Gäste ihrerseits versuchten es mit einem Hinterhaltsschuß der über das Tor strich (17.). Steffen Kellig kam ebenfalls in eine gute Schußposition, doch er zögert zu lange. Als dann der Abschluß folgt, wird der Schuß geblockt (21.). Das Spiel der Budissen kann nicht überzeugen und Neugersdorf setzt immer wieder nach. Robert Koch scheitert mit einem Freistoß an Stefan Schier (28.). Lukas Helcelet's Schuß muß Neugersdorfs Schlußmann Michal Soukap prallen lassen, und der Nachschuß von Steffen Kellig geht daneben (41.). So blieb es bis zum Pausenpfiff beim 0:0.
    Das Flutlicht in der zweiten Hälfte sollte unseren Spielern nun den Weg zum Tor erleuchten, und es schien tatsächlich zu wirken. Nach einer 20 Meter Freistoßeingabe von Rico Glaubitz köpft Dirk Rettig auf das Tor. Der Torhüter kann nur prallen lassen und schon ist Dirk Rettig wieder da und staubt zum 1:0 ab (47.). Eine Führung, die Sicherheit geben sollte, doch noch war nichts entschieden. Die Gäste sind nun um den Ausgleich bemüht, aber zu harmlos. Als Andre Kohlschütter scharf auf das Tor schiesst muß der Keeper wiederrum prallen lassen. Budissas Top-Torjäger Steffen Kellig ist zur Stelle und verwandelt sicher zum 2:0 (70.). Das war der Untergang der Neugersdorfer. Sie müssen nun ihre Abwehr öffnen, wenn sie noch etwas retten wollen. Das nutzen die Budissen mit sehenswerten schnellen Kontern. Doch auch wenn nicht alle Konter von Erfolg gekrönt sind, so kann die Mannschaft im Endspurt noch zwei Treffer erzielen. Nach schöner Vorarbeit von Rico Glaubitz erzielt Andre Kohlschütter das 3:0 (87.). Der Edel-Joker Ronny Henkert, eben erst eingewechselt, lässt seinen Torinstinkt aufblitzen und erzielt den Endstand zum 4:0 (89.). Die erhofften drei Punkte konnte Budissa damit auf sein Konto buchen.
    Nun geht es am Sonntag zum schweren Auswärtsspiel nach Halle. Wir gelten dort als Aussenseiter. Doch vielleicht können unsere Jungs auch dort punkten. Aber das ist keine Pflicht, wir wollen ja nicht unverschämt sein. (cw)


    Quelle: http://www.budissa-bautzen.de

  • Kapitän Dirk Rettig gibt das Signal zur Torejagd


    Der 1. FC Magdeburg feiert gegen den VFC Plauen einen Kantersieg, während der FC Oberlausitz Neugersdorf in Bautzen gegen Budissa klar verliert.
    Das „Gipfeltreffen“ der Fußball-Oberliga Süd fand gestern Abend einen unerwartet deutlichen Sieger. Der 1.FC Magdeburg feierte vor knapp 5000 Zuschauern gegen den VFC Plauen einen 5:0- Kantersieg und holte sich die Tabellenführung von den Vogtländern zurück. Viel ruhiger ging dagegen die erste Halbzeit im Derby zwischen Budissa Bautzen und dem FC Oberlausitz über die Bühne. Die Neugersdorfer verengten geschickt die Räume, den Gastgebern fiel nichts ein. Erst nach 41 Minuten verzeichnete Budissa eine gute Gelegenheit durch Steffen Kellig.
    Unter gütiger Mithilfe der Gäste gingen die Hausherren kurz nach Wiederanpfiff in Führung. Kapitän Dirk Rettig traf aus Nahdistanz (47.). Für Budissa war dieser Treffer das Signal. Einwechsler Kohlschütter scheiterte zwar noch an FCO-Keeper Soukop, aber im Nachsetzen markierte Kellig (70.) sein 13. Saisontor – das war die Spielentscheidung. Andrè Kohlschütter und Ronny Henkert erhöhten in den drei Schlussminuten sogar noch auf 4:0. (cw/js)


    Quelle: SZ vom 20.04.2006

  • Neugersdorf bestimmt eine Halbzeit lang das Spiel und bricht dann ein


    Das Lausitzderby begann eigentlich so, wie es alle erwartet hatten – mit einer druckvollen Anfangsphase des Gastgebers. Aber als die ersten Schüsse ihr Ziel knapp verfehlt hatten übernahmen zum Erstaunen der rund 850 Zuschauer die Gäste das Kommando auf dem Platz, zuallererst mit einer starken Abwehrleistung. Die Budissen wirkten immer verunsicherter, beklagten viele unnötige Ballverluste schon im Mittelfeld. In der Offensive blieben die Neugersdorfer allerdings auch vieles schuldig, kamen zwar vor der Pause zu vier Ecken (Eckenverhältnis bis dahin 0:4), die aber allesamt nichts einbrachten. Die größten Chancen hatten Thomas Küttner, der nach einem Doppelpass mit Gierich über das Tor schoss (14.) und Koch, der im Anschluss an einen Freistoß im Nachschuss nicht traf (25.). Auf der anderen Seite strahlte vor allem Helcelet Torgefahr aus, der nach einer halben Stunde zweimal das Tor knapp verfehlte und in der 40. Minute genauso wie wenig später Kellig im letzten Moment von der Abwehr geblockt werden konnte.


    Wie erhitzt die Gemüter in diesem Derby waren, zeigte ein Kopfballduell zwischen Koch und dem Budissen-Libero Rietschel, für das Koch mit Gelb bestraft wurde, aber in dessen Folge fast alle Spieler ein aufgeregtes Rudel bildeten.


    Die zweite Halbzeit begann mit einem Schock für den FCO: Einen 30-Meter-Freistoß von Glaubitz verlängerte Rettich mit dem Kopf in das Tor. Da stimmte die Zuordnung in der FCO-Abwehr nicht. Ab da bestimmte Bautzen eindeutig die Partie und machte weiter Druck, während die Gäste viel zu harmlos blieben. Helcelet vergab zunächst die Chance zur Vorentscheidung, als er allein vor Soukop über das FCO-Tor schoss. Wenig später machte es Kellig besser, der einen Abpraller nach einem Kohlschütter-Schuss verwandelte. Überhaupt hatte Budissen-Trainer Hentschel ein „goldenes Händchen“: In den Schlussminuten schraubten die eingewechselten Kohlschütter und Henkert (nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Fröhlich) das Ergebnis noch in ungeahnte und dem Spielverlauf wohl nicht gerecht werdende Höhen.


    FCO: Soukup, Horinec, Fröhlich (84. Schirmer), Uhlig, Göschick, Patocka, Thomas, Gierich, T. Küttner (67. Seifert) ,Koch , M. Küttner


    Tore: 1:0 Rettig (47. ), 2:0 Kellig (70.), 3:0 Kohlschütter (87.), 4:0 Henkert (89.)


    Von Frank Thümmler
    Quelle: http://www.sz-online.de

  • Budissa Bautzen: 4:0-Sieg im Oberlausitzderby


    Der FSV Budissa Bautzen hat am Mittwochabend das Nachholspiel gegen den FC Oberlausitz klar mit 4:0 gewonnen. Beide Teams starteten zunächst verhalten in die Partie. Nach einer leichten Druckphase der Gastgeber, zogen sich die Bautzener zurück und agierten äußerst passiv. Die Neugersdorfer konnten trotz zahlreicher guter Chancen nicht den Führungstreffer erzielen. So versuchten es die Gäste mit einem Hinterhaltsschuss, der über das Tor strich (17.) und Robert Koch scheiterte mit einem Freistoß an Stefan Schier. Kurz vor der Pause wartete Budissa noch einmal mit einer Möglichkeit auf (41.), als Kellig den Abpraller von Helcelet nicht verwerten konnte. Nicht zu vergessen jedoch, dass die Gäste in der ersten Hälfte den Bautzenern gleichwertig waren, sich allerdings zurückzogen, um aus einer sicheren Abwehr heraus Konter zu starten.


    Durch einen Abstauber von Kapitän Dirk Rettig aus etwa fünf Metern nach einem Freistoß von Rico Glaubitz drehte sich das Spiel (47.). Die Neugersdorfer fanden nicht mehr ins Spielgeschehen zurück und mussten in der 70. Spielminute das nächste Gegentor durch Steffen Kellig hinnehmen. Er traf im Nachschuss, nachdem Soukup im Gäste-Tor glänzend reagiert hatte. Der FC Oberlausitz warf in Folge alles nach vorn. Andre Kohlschütter (87.) und Ronny Henkert (89.) nutzen letztlich ihre Kontermöglichkeitenkurz vor dem Schlusspfiff.


    Am Sonntag, den 23. April steht für die erste Mannschaft die Partie gegen den Halleschen FC um 13.30 Uhr im Kurt-Wabbel-Stadion an.


    Trainerstimmen zum Spiel
    Havel (FC Oberlausitz): "Wer in diesem Match das erste Tor schießt, dreht das Spiel. Wir haben einmal nicht aufgepasst: Das war unser Fehler. Dennoch ist der Sieg in dieser Höhe für Budissa nicht verdient. Jetzt müssen wir aus den nächsten zwei Spielen sechs Punkte holen."


    Hentschel (Budissa Bautzen): "Dass es ein hartes Spiel werden würde, wussten wir von vornherein. Das wurde es auch, denn es war ein schlechter Kick. Am Ende zählt das Ergebnis, wenn auch nicht unbedingt verdient in dieser Höhe."



    FSV Budissa Bautzen: Schier - Kaltofen - Rettig - Zichner - Runt (46. Golbs) - Helcelet (68. Kohlschütter) - Rietschel - Glaubitz - Sentivan - Pannach-Kellig (86. Henkert)



    FC Oberlausitz: Soukup - Fröhlich (85. Schirmer) - Patocka - Thomas - Koch - Gierich - Uhlig - T. Küttner (67. Seifert) - Göschick - Horinec - M. Küttner


    Zuschauer: 850
    Tore: 1:0 (47.) Rettig, 2:0 (70.) Kellig, 3:0 (87.) Kohlschütter, 4:0 (89.) Henkert


    Quelle: http://www.nordostfussball.de

  • Hentschel korrigiert Ziel


    Budissa Bautzen hat 35 Punkte auf dem Konto und kann die Gastspiele in Halle und Völpke optimistisch angehen.
    Thomas Hentschel hatte es geahnt: „ Es wird schwer, die Neugersdorfer haben wieder Selbstvertrauen und stehen in der Defensive sehr gut.“ Bei Halbzeit des Derbys am Mittwochabend sah sich Budissas Trainer bestätigt. Allerdings hatten seine Schützlinge selbst so gut wie nichts unternommen, um die Abwehr des FC Oberlausitz überhaupt unter Druck zu setzen.
    Ohne Tore ging es im Nachholespiel vor 850 Zuschauern in die Halbzeit, aber wie umgewandelt kam Budissa wieder aus der Kabine. „Immer wenn wir eine Spielpause haben, verlieren wir den Rhythmus“, so Hentschel. „Wir haben katastrophal begonnen, waren ängstlich wie ein Reh.“ Den Knackpunkt der Begegnung sah Hentschel in einem bösen Foul vom Neugersdorfer Robert Koch an Bautzens Abwehrchef Frank Rietschel. „Der Koch hat ihm den Ellenbogen beziehungsweise die Schulter ins Gesicht gerammt“, so Hentschel. „Ab dem Moment sind wir aufgewacht, haben uns gesteigert und wesentlich konstruktiver gespielt.“ Zur Pause nahm der Trainer trotzdem Pavel Runt aus der Mannschaft, „nicht weil er der Schwächste war, sondern weil ich ein Zeichen setzen wollte“, so Hentschel. Der Schachzug gelang: Dirk Rettig, Steffen Kellig (13. Saisontor), Andrè Kohlschütter sowie Ronny Henkert – drei Minuten nach seiner Einwechslung – schossen noch ein deutliches 4:0 heraus und sorgten für entsprechende Derby-Feierlichkeiten auf den Zuschauerrängen.


    Am Sonntag wartet der HFC


    Am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr ist Budissa beim Tabellenvierten, dem halleschen FC zu Gast. Die Saalestädter haben 41 Zähler auf dem Konto. Dort will auch Budissa hin. „Wir haben die Messlatte höher gelegt, 42 Punkte sind jetzt unser Ziel“, sagt Hentschel. „Ein Zähler in Halle wäre optimal.“ Vier Punkte aus den nächsten beiden Spielen sollen es also werden, denn die folgende Nachholepartie in Völpke (26.April) wollen die Budissen unbedingt gewinnen. Schließlich nehmen die Spieler extra Urlaub und fahren auch mit Wut im Bauch zum Neuling. Warum, das wird nach dem Halle-Gastspiel ein Thema sein.


    Jürgen Schwarz
    Quelle: SZ vom 21.04.2006

  • NOFV-Oberliga Süd


    Nachholespiel 21. Spieltag: FSV Budissa Bautzen – FC Oberlausitz Neugersdorf 4:0 (0:0)


    Mittwoch, 17.04.2006 - 19.00 Uhr


    Tore: 1:0 Rettig (47. Minute), 2:0 Kellig (70.), 3:0 Kohlschütter (87.), 4:0 Henkert(89.)


    FSV Budissa Bautzen
    Schier - Kaltofen, Rietschel, Rettig, Zichner - Pannach, Sentivan, Glaubitz, Runt (46. Golbs) - Helcelet (68. Kohlschütter), Kellig (86. Henkert)


    FC Oberlausitz Neugersdorf
    Soukop - Horinek, Uhlig, Fröhlich (84. Schirmer), Göschick - T. Küttner (68. Seifert), Thomas, Patocka, Gierich - Koch, M. Küttner


    Zuschauer: 850 SR: Harald Sather (Grimma) SRA: Andreas Heinrich, Uwe Schönborn

    Spielbericht:
    FCO-Trainer Dirk Havel stellte am Ende des von beiden Seiten verbissen geführten Oberlausitz-Derbys fest: "Wer in diesem Match das erste Tor schießt, dreht das Spiel.". Nach dem Spielverlauf der ersten Halbzeit hätten das die Neugersdorfer sein müssen. Da wurden, nachdem die Anfangsoffensive der Bautzener überstanden war, aus einer starken Abwehr vielversprechende Angriffe gestartet. Ein Doppelpass zwischen Gierich und Thomas erreichte T. Küttner, der übers Tor schoss (14.). Innerhalb von neun Minuten mussten die Budissen dann viermal zur Ecke klären. Gierichs Flanke köpfte Rietschel ins Toraus (15.), Thomas' Eingabe brachte Ecke Nr. 2 (20.), dem Eckstoß von Gierich folgte die nächste Ecke ebenso wie nach Horineks Heber von der rechten Seite (24.). Nachschüsse von Koch wurden abgeblockt (20., 25.). Weitere gute Schusspositionen hatten die Neugersdorfer durch etliche Freistöße. Aber sowohl Uhlig (4.) als auch Fröhlich (41.) schossen in die Wolken oder es wurde zu ungenau gezielt (Fröhlich - 25./Thomas - 28.). Bautzen zeigte sich durch viele Abseitspositionen genervt und fand durch konsequente Manndeckung der FCO-Spieler kaum eigene Anspielpunkte. Erst in der 40. Minute kamen die Gastgeber über Helcelet und Kellig zu zwei dicken Chancen. Den ersten Schuss blockte die FCO-Abwehr ab, beim zweiten war Soukop mit Fußreflex dran. Im Gegenzug wurde auch M. Küttners Flanke von Bautzens Keeper abgefangen (42.). Dass es auf dem Spielfeld auch ansonsten sehr erhitzt zuging, zeigte sich nach einem Kopfballduell zwischen Koch (gelbe Karte) und Rietschel, als alle Spieler zum "Tatort" eilten und aufgeregt diskutierten. SR Sather war daran durch seine Entscheidungen nicht ganz unschuldig.
    Nach der torlosen ersten Hälfte begann die zweite gleich mit einem Bautzener Paukenschlag, der das Spiel dann auch drehte. Ein gefühlvoller Freistoß von Glaubitz erreichte Rettig, der (mit Hilfe der Hand?) ins Tor zum 1:0 verlängerte (47.). Neugersdorfs Freistöße und Flanken dagegen wurden genau auf den (Tor-)Mann geschossen (55.+56.) oder meterweit am Tor vorbeigejagt (58.). Wie schon im bisherigen Spielverlauf zeigte sich immer deutlicher, dass im FCO-Angriff ein Spieler mit Durchsetzungsvermögen fehlte. Das sah man dagegen immer häufiger bei den Budissen. Helcelet jagte das Leder übers Tor (54.), Thomas klärte gegen Sentivan in höchster Not zur Ecke (63.) und Kellig zirkelte den von Soukop prächtig abgewehrten Kohlschütter-Schuss zum 2:0 in die Maschen (70.). Der FC Oberlausitz hatte nur noch wenige harmlose Angriffe zu bieten. Als Fröhlich verletzungsbedingt ausscheiden musste (84.), stimmte plötzlich die Mannzuordnung überhaupt nicht mehr und die so bravourös gestartete Abwehr brach völlig zusammen. Kohlschütter und der gerade eingewechselte Henkert konnten dadurch in den Schlussminuten mit ihren Treffern zum 3:0 (87.) und 4:0 (89.) sogar noch für ein Neugersdorfer Debakel sorgen.

    Erich Scherbarth/Michael Schubert
    Quelle: http://www.ofc-neugersdorf.de