SSV Reutlingen +++News+++News

  • In der GEA Online Ausgabe :

    "Reaktionen auf Rauswurf von Trainer Reitter beim SSV Reutlingen"

    blickte man auf die Entlassung von Reitter, dort hiess als auch Kritik am Vorstand aufkam.

    "Der Club selbst schob unerwünschten Statements direkt mal einen Riegel vor,
    indem die Kommentarfunktion auf Facebook unter der Mitteilung eingeschränkt
    wurde".

    Was soll man dazu noch Sagen !?

    Nun hat auf jeden Fall auch der GEA gemerkt dass im Verein einiges nicht stimmt. Was den Verantwortlichen wahrscheinlich nicht gefallen wird.

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Nun hat auf jeden Fall auch der GEA gemerkt dass im Verein einiges nicht stimmt. Was den Verantwortlichen wahrscheinlich nicht gefallen wird.

    Ja, ging überraschend schnell. Bisher war ja immer alles geil, aber jetzt wird plötzlich sehr deutlich gegen die Bosse ausgeteilt. Gefällt mir. :rauf:

    Auch wenn ich dem zugrundeliegenden Ansinnen, man hätte Reitter noch mindestens bis zur Winterpause weiter rumkrebsen lassen sollen ausdrücklich nicht zustimme. Aber wenn das der Anlass ist, damit endlich mal das Werken und Wirken unserer Vorstandschaft kritisch beleuchtet wird, soll es mir recht sein.

    Ist ja auch ein Witz, wie ein Grießer seit Jahren so tun kann, als habe er mit alldem gar nix zu tun. Er sucht den Trainer aus und stellt den Kader zusammen, aber wenn's beschissen läuft, ist er immer fein raus? Das hat einfach keine Logik, und es ist schön, wenn das endlich auch bei der schreibenden Zunft ankommt.

  • Im Prinzip war die Saisonvorschau des GEA auch mehr als lächerlich. Egal wieviel Vereinsbrille man aufhat, aber dieser Truppe das vordere Drittel zu attestieren ist so dermaßen absurd, dass man eigentlich nur laut auflachen kann….wenn es nicht so traurig wäre. Aber gut, dass nun wenigstens mal hinterfragt wird. Gerne auch mal sämtliche Funktionäre (auch die inoffiziellen) hinterfragen….auch wenn man sich selbst gerne in den Himmel lobt und ein Außenstehender nicht autorisiert ist, diese „Arbeit“ zu hinterfragen, wäre es dennoch hilfreich, wenn das mal getan werden würde.

    Das sportliche Abschneiden der letzten 2-3 Jahre ist die schlechteste Bilanz in der 119-jährigen Vereinsgeschichte. Quasi-Abstieg in die 6. Liga gab es noch nie. Checken die das überhaupt?

  • Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es nach der Entlassung von Philipp Reitter wirklich besser wird. Der GEA-Artikel lässt ja definitiv den Schluss zu dass die Spieler mit Reitters Arbeit durchaus zufrieden waren (was auch mein persönlicher Eindruck war, als ich mich nach dem Spiel in Gmünd mit ein paar von ihnen unterhalten habe) und es eher an der Mannschaft lag dass dessen Vorgaben des öfteren nicht erfüllt wurden.

    Den Zeitpunkt der Trennung finde ich auch ziemlich unglücklich. Entweder man hätte sich schon zum Saisonende von Reitter trennen sollen, wenn man seitens der Vereinsleitung von seiner Arbeit nicht mehr überzeugt war. Nach dem Beinahe-Abstieg wäre dies auch zu vermitteln gewesen und man hätte Zeit genug gehabt, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Oder man hätte ihm zumindest so lange die Chance geben sollen, weiter zu machen, bis die Verletzten wieder einsatzfähig sind. Wenn dann immer noch keine besseren Ergebnisse erzielt worden wären, hätte man dies eher dem Trainer vorwerfen können als aktuell, wo zumindest ich beim Spiel in Gmünd den Eindruck hatte dass die Mannschaft in der aktuellen Besetzung, vor allem- und das trotz drei erzielten Toren - was die Offensive betrifft, nicht besser ist als sie in der Tabelle tatsächlich steht. Und deshalb habe ich mich seinerzeit bei der Normannia-Niederlage gegen den SSV auch ziemlich über unser eigenes Team geärgert. Mit einigermaßener Normalform hätten wir dieses Spiel mit Sicherheit nicht verloren.

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

    Einmal editiert, zuletzt von Bredi (11. Oktober 2024 um 13:26)

  • Im Prinzip war die Saisonvorschau des GEA auch mehr als lächerlich. Egal wieviel Vereinsbrille man aufhat, aber dieser Truppe das vordere Drittel zu attestieren ist so dermaßen absurd, dass man eigentlich nur laut auflachen kann….wenn es nicht so traurig wäre.

    Das habe ich mir in der Tat auch gedacht. Eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld wäre, wenn die Mannschaft komplett wäre, realistisch. Aber erstes Drittel? Das ist ein klassischer Fall von Selbstüberschätzung.

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Oder man hätte ihm zumindest so lange die Chance geben sollen, weiter zu machen, bis die Verletzten wieder einsatzfähig sind. Wenn dann immer noch keine besseren Ergebnisse erzielt worden wären, hätte man dies eher dem Trainer vorwerfen können als aktuell, wo zumindest ich beim Spiel in Gmünd den Eindruck hatte dass die Mannschaft in der aktuellen Besetzung, vor allem- und das trotz drei erzielten Toren - was die Offensive betrifft, nicht besser ist als sie in der Tabelle tatsächlich steht.

    Das unterstellt natürlich implizit, dass man Reitters Arbeit aufgrund der aktuellen Personalsituation gar nicht beurteilen könne. Dem würde ich widersprechen. Reitter hatte in 28 Oberligaspielen die Verantwortung und hat dabei kümmerliche 29 Punkte eingefahren. Das ist ein in meinen Augen durchaus angemessener Zeitraum, um das Wirken eins Trainers zu beurteilen und unterm Strich ist das einfach bei Weitem nicht gut genug. Letzte Saison ist man eigentlich abgestiegen (das GP die Aufstiegsrunde gerockt hat, kann man wirklich nicht Reitter anrechnen). Diese Saison hat er das Saisonziel Platz 1-6 ausdrücklich mitgetragen und davon ist man nun wirklich meilenweit entfernt. Dazu kommt eine Spielweise, die ich tatsächlich noch grauenhafter finde, als das Harakiri-Gebolze bei Stingel (das war wenigstens auf eine gewisse stumpfe Weise unterhaltsam). Ich gebe dir aber mit dem unglücklichen Zeitpunt insofern recht, dass der richtige Zeitpunkt das Ende der Vorsaison gewesen wäre.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Mannschaft nicht mal einen Übungsleiter braucht, der sie mal ein bisschen härter anpackt. Wohlfühloase Kreuzeiche, wo man ohne jeglichen Druck vor sich hinwurschtelt hat man jetzt eigentlich lange genug erfolglos probiert. Setzt natürlich voraus, dass der Trainer dafür die volle Rückendeckung der Chefetage hätte... Ich habe es ja im anderen Thread schon geschrieben: Derart unverblümte Worte, wie sie Euer Trainer Blaskic nach der Niederlage gegen uns gefunden hat, wären beim SSV völlig undenkbar. Diese völlig ambitionslose Grundhaltung muss dem Verein und der Mannschaft einfach mal gnadenlos ausgetrieben werden. Inwiefern das allerdings in der aktuellen Konstellation realistisch ist... Schwierig...


    Im Prinzip war die Saisonvorschau des GEA auch mehr als lächerlich. Egal wieviel Vereinsbrille man aufhat, aber dieser Truppe das vordere Drittel zu attestieren ist so dermaßen absurd, dass man eigentlich nur laut auflachen kann….

    Die Vorschau in der Saison davor war fast noch besser. Hätte ich eigentlich aufheben sollen. Ich erinnere mich noch, dass Stingel von seinen Trainerkollegen ja mittlerweile beneidet würde, weil er auf jeder Position zahlreiche Optionen gehobener Qualität zur Verfügung hätte (lol) und das Mirhan Inan ein absoluter Steal ist, der locker zweistellig treffen wird (am Ende waren es drei Saisontore). Comedy pur.

    Das zugrundeliegende Problem ist natürlich: Man geht immer vom "best case" aus. Man muss ja nur an das unsägliche Gehype um Moritz Kuhn denken. Der Startransfer mit dem kaputten Knie, der Mitte Oktober immer noch keine Sekunde auf dem Platz stand. Ja, sowas aber auch!

    Es wird bei diesen ganzen Beurteilungen und Prognosen immer vorausgesetzt, dass alle Neuen einschlagen wie eine Bombe und die vermeintlich beste Elf die Saison dann mehr oder weniger durchspielt. Aber so funktioniert das halt nicht. Nicht im Leben, nicht im Fußball und schon gar nicht beim SSV.

    Und da schließt sich dann auch wieder der Kreis Bredi : Wenn man Reitter im Amt lassen will bis alle Verletzten wieder dabei sind, dann kann man ihm gleich einen Vertrag auf Lebenszeit geben. Denn wenn die aktuell Verletzten wieder zurückkehren, werden dafür andere Spieler verletzt sein, usw, usf...

    Wir haben beim SSV seit Jahren die Situation, dass permanent wichtige Spieler ausfallen. Wenn man in der Lage ist, mehr als 5 Minuten in die Zukunft zu denken, dann muss man das bei der Kaderplanung einrechnen. Dass das nicht nur immer noch nicht passiert, sondern sogar noch so getan wird, als hätte man einfach immer nur völlig unvorhersehbares "Pech", ist im Grunde das größte Armutszeugnis überhaupt. Aber natürlich kalkuliert, weil man so nie die eigene Arbeit hinterfragen muss, sondern immer das Verletzungs"pech" als prima Ausrede vorschieben kann, warum es nicht läuft.

  • Nun bin ich gespannt ob es heute in Backnang besser läuft. Vermute aber mal dass das eine eher zähe Angelegenheit wird, weil die TSG ein ziemlich kampfstarker Gegner ist der zudem defensiv zumeist ziemlich gut organisiert ist.

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Ein verschlüsselter Artikel. Aber Werbung für den SSV ist das natürlich nicht.

    Reutlingen: Jugendtrainer soll rund 15.000 Euro seiner Spieler veruntreut haben
    Ein ehemaliger Fußball-Jugendtrainer des SSV Reutlingen soll in mehreren Fällen Geld zweckentfremdet und veruntreut haben. Der Verein hat ihn deshalb angezeigt.
    www.swp.de

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Hmmm….keine Ahnung wie ich das einordnen soll. Kommt doch sehr überraschend für mich. Zum Einen hätte ich den Verantwortlichen nicht zugetraut, überhaupt jemanden außerhalb ihrer Blase zu kennen. Und zum Anderen frage ich mich, wie so jemand finanzierbar sein soll?

    Ansonsten kann ich zu Alexander Strehmel und seiner Kompetenz gar nix sagen. Kenne ihn noch als Spieler, aber seine Trainerlaufbahn ging an mir vorbei.

  • Genau, die Braunschweiger und Wolfsburger Medien berichten dass der Wechsel zum SSV bereits feststeht, Strehmel bestätigt das in dem Artikel auch und redet über seine Verbundenheit zur Region.

    Strehmel hatte Vorsfelde im Oktober 2022 übernommen und dort die Mannschaft am Ende mit 97 Punkten und +106 Toren aus 34 Spielen von der Landesliga (6. Liga) in die Oberliga gecoacht. Die Mannschaft war qualitativ damals schon deutlich besser als der Rest der Liga, dennoch war das schon beeindruckend, wie dominant die damals gespielt haben, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive konnte da niemand mithalten. Letzte Saison wurde man 8., diese Saison steht man nach 12 Spielen auf einem Abstiegsplatz, allerdings in direktem Kontakt zum Tabellenmittelfeld.

  • Hmmm….keine Ahnung wie ich das einordnen soll. Kommt doch sehr überraschend für mich. Zum Einen hätte ich den Verantwortlichen nicht zugetraut, überhaupt jemanden außerhalb ihrer Blase zu kennen. Und zum Anderen frage ich mich, wie so jemand finanzierbar sein soll?

    Ansonsten kann ich zu Alexander Strehmel und seiner Kompetenz gar nix sagen. Kenne ihn noch als Spieler, aber seine Trainerlaufbahn ging an mir vorbei.

    Vorsfelde zahlt sicherlich ganz gut, aber ist jetzt auch (trotz der Nähe zu VW) kein besonders reicher Verein würde ich schätzen - ich weiß aber auch nicht, wie die Finanzen beim SSV aussehen. Denke aber, dass er sicherlich auf bisschen was verzichten würde, in dem Artikel wird schon deutlich, wie gern er zurück in die Region wollte.

  • Genau, die Braunschweiger und Wolfsburger Medien berichten dass der Wechsel zum SSV bereits feststeht, Strehmel bestätigt das in dem Artikel auch und redet über seine Verbundenheit zur Region.

    Strehmel hatte Vorsfelde im Oktober 2022 übernommen und dort die Mannschaft am Ende mit 97 Punkten und +106 Toren aus 34 Spielen von der Landesliga (6. Liga) in die Oberliga gecoacht. Die Mannschaft war qualitativ damals schon deutlich besser als der Rest der Liga, dennoch war das schon beeindruckend, wie dominant die damals gespielt haben, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive konnte da niemand mithalten. Letzte Saison wurde man 8., diese Saison steht man nach 12 Spielen auf einem Abstiegsplatz, allerdings in direktem Kontakt zum Tabellenmittelfeld.

    Vielen Dank für die Einordnung. Hört sich ja ganz solide an.

    Habe ihn auch als sympathischen Typ in Erinnerung und seine Beweggründe für eine „Heimkehr“ in den Süden sind natürlich nachvollziehbar. Finanziell ist das natürlich schwer einzuordnen. Es gibt grundsätzlich ja reiche Vereine, finanziell stark aufgestellte, solide, dann Kategorie „knapp bei Kasse“ und noch so Insolvenzweltmeister wie Ulm. Der SSV Reutlingen hat eine eigene Kategorie. Perspektivloser Pleitegeier oder so ähnlich.

  • Finde ich erstmal interessant. Geht mir wie der_commander , ich kenne ihn noch als Spieler, seine Trainerlaufbahn ist bisher an mir vorbeigegangen.

    Hat schon Einiges im Fußball erlebt (Meister mitm VfB, BuLi mit Haching, Trainer in den USA), vielleicht kann er diesen Erfahrungsschatz ja auch abseits des Platzes gewinnbringend einbringen und intern die ein oder andere Entwicklung in die richtige Richtung anstoßen. Aber erstmal zählt natürlich, dass er die Mannschaft wieder in die Spur bekommt (was nicht leicht werden wird). Ist auf jeden Fall der in meinen Augen dringend benötigte harte Cut ohne Altlasten. Das seh ich erstmal positiv. Schau mer mal...