22. Spieltag: VfR Mannheim - SV Langensteinbach

  • Klare Rollenverteilung

    Der Spitzenreiter VfR Mannheim empfängt am Samstag (15:00 Uhr) den SV Langensteinbach

    mk) Die Serie hält an. Selbst der Tabellenzweite FC Zuzenhausen vermochte es am vergangenen Samstag nicht, dem VfR Mannheim die erste Saisonniederlag zuzufügen. Somit bleiben die Blau-Weiß-Roten auch nach Verlustpunkten weiterhin Tabellenführer der Verbandsliga Nordbaden. Auf das hart erkämpfte 1:1 (1:1) Unentschieden im Kraichgau folgt am kommenden Samstag (15:00 Uhr) ein Heimspiel gegen den SV Langensteinbach im Rhein-Neckar-Stadion.

    Mit 9 Zählern aus 19 Begegnungen belegt der kommende Gegner aktuell den 16. und somit vorletzten Tabellenplatz. In Karlsbad drückt vor allem im Defensivverhalten der Schuh. Die bisher 65 kassierten Gegentreffer sind Ausdruck einer instabilen Abwehr und könnten am Saisonende ausschlaggebend für einen möglichen Abstieg sein. Offensiv ist der SVL mit 29 Treffern zwar durchaus in der Lage dagegenzuhalten und häufiger einzunetzen als Teams wie Mosbach oder Gommersdorf. Doch der Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt mittlerweile 9 Punkte und kann mit einem Schnitt von 3,4 Gegentreffern pro Partie nur schwer egalisiert werden.

    Aus Perspektive des VfR dürfte es sehr wichtig sein, Dominic Riedel, spielender Co-Trainer und Top-Torschütze seiner Mannschaft, im Auge zu behalten. Der ehemalige Oberligaakteur entpuppte sich mit bisher 12 markierten Treffern auch in dieser Saison zum Dreh und Angelpunkt des Langensteinbacher Angriffsspiels.

    Bezüglich des kommenden Samstags ist die Erwartungshaltung beim VfR eindeutig: Alles andere als ein Heimsieg käme einer Enttäuschung gleich und wäre mit einem unerwarteten Dämpfer im Aufstiegskampf verbunden. Nichtsdestotrotz ist sich die Glatt-Elf bewusst, dass nur mit maximaler Professionalität eine Verbandsligabegegnung siegreich gestaltet werden kann. Das Hinrundenspiel in Langensteinbach ging zwar mit 3:1 (1:0) gewonnen, war gegen einen kämpferisch starken Kontrahenten jedoch mit hohem Aufwand verbunden. Eine gute Viertelstunde vor Beendigung der Partie stand es noch 1:1 Unentschieden. Grundsätzlich erwies sich Langensteinbach in den jüngeren Auseinandersetzungen als schwer zu bespielender Gegner. Vergangene Saison trotzen die Karlsbader dem VfR vor heimischem Publikum ein 1:1 (1:1) Unentschieden ab und schlitterten bei der 2:3 (0:2) Niederlage in Mannheim nur haarscharf an einer Überraschung vorbei.

    Ob sich Langensteinbach schlussendlich als unerwarteter Stolperstein erweisen kann, liegt primär in den Händen des VfR. Falls die Glatt-Elf an den bisherigen Saisonleistungen anknüpft, sollte der SVL nach Bruchsal und Spielberg nicht als dritte Mannschaft etwas zählbares aus der Quadratestadt mitnehmen

    Einmal editiert, zuletzt von Schwalbe (9. März 2023 um 19:00)

  • Deutliche Angelegenheit

    Rasenspieler bezwingen SV Langensteinbach mit 9:1 (4:0)

    (mk) Manchmal sagen Zahlen mehr als tausend Worte: Mit 9:1 (4:0) besiegte der VfR Mannheim den SV Langensteinbach am 21. Spieltag der Verbandsliga Nordbaden und festigte aufgrund des Kantersieges die Tabellenführung dieser Spielklasse.

    Von der ersten Sekunde an zeichnete sich auf dem grünen Naturrasenplatz ein klares Bild ab. Der VfR dominierte das Geschehen und verlagerte das Spiel in die Hälfte der Gäste. Bereits nach vier Minuten gingen die Mannheimer in Front. Resultierend aus einem scharf getretenen Richard Weil Freistoß beförderte Langensteinbachs Innenverteidigung den Ball per Kopf ins eigene Tor. Die rasche Führung sorgte für Erleichterung bei den Fans und beflügelte die blau-weiß-roten Akteure auf dem Feld. Der VfR hielt den Druck auch in den kommenden Minuten aufrecht und erarbeitete sich eine Vielzahl solider Torgelegenheiten. Langensteinbach hoffte wiederum auf Mannheimer Fehler im Spielaufbau, um diese durch effizientes Konterspiel zu bestrafen. Summa summarum war das 2:0 in der einseitig geführten Begegnung nur eine Frage der Zeit. Als Ayhan Sabah zum Solo ansetzte, auf der rechten Seite mehrere Gegenspieler stehen ließ und mit einem scharfen Horizontalpass Fabian Czaker bediente, netzte der robuste Mittelstürmer problemlos aus kurzer Distanz ein und schraubte die Führung in die Höhe (17.).

    Was den VfR an diesem kalten Märznachmittag im besonderen Maße auszeichnete, war das konsequente Auftreten. Die Glatt-Elf gönnte sich trotz des beruhigenden Spielstandes keine Verschnaufpause, sondern ging 90 Minuten fokussiert zu Werke und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Nachdem Fabian Czaker im gegnerischen Strafraum regelwidrig von den Beinen geholt wurde, verwandelte der wieder genesene Nicolas Jüllich den fälligen Strafstoß zum 3:0 (34.). Den Schlusspunkt des ersten Durchganges markierte Innenverteidiger Christian Kuhn, der einen Eckstoß per Kopf im gegnerischen Kasten unterbrachte (39.).

    In den zweiten 45 Minuten setzte sich der Spielfilm aus der ersten Halbzeit nahtlos fort. Es dauerte keine fünf Minuten, bis Egson Gashi mit einem steilen Vertikalpass bedient worden ist. Der Winterneuzugang zeigte sich im eins-gegen-eins Duell kaltschnäuzig und düpierte Langensteinbachs Keeper Calvin Fuchs mit einem feinen Lupfer (50.). Der VfR schaltete auch nach dem 5:0 keinen Gang nach unten, sondern hielt das hohe Tempo aufrecht. Langensteinbachs Kräfte schwanden mit zunehmender Spieldauer. Dies hatte zur Folge, dass der nimmermüde wirkende VfR vor allem in der Schlussphase nochmals den Turbo zünden konnte.

    Eine gute Viertelstunde vor Abpfiff schob der eingewechselte Malik Mikona eine mustergültige Flanke des umtriebigen Furkan Ceviks aus kurzer Distanz problemlos zum 6:0 ein (74.). Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer Dominic Riedels (77.) fiel in die Kategorie Ergebniskosmetik. Wuchtig feuerte Langensteinbachs Goalgetter das Leder aus spitzem Winkel in das Mannheimer Gehäuse, doch auf das Spielgeschehen wirkte sich Riedels Tor nicht mehr aus. Keine zwei Minuten später trug sich auf VfR-Seite Robin Szarka mit einem ansehnlichen Schlenzer von der linken Strafraumkante ebenfalls in die Torschützenliste ein (77.). Mohamed Amin Kouraji erhöhte nach einer Richard Weil Rückgabe auf 8:1 (82.), ehe Maurizio Vella das Leder aus halblinker Position gewaltvoll in das Gästetor zirkelte und für den 9:1 Endstand sorgte (85.).

    Zusammenfassend lassen sich aus der Begegnungen unter anderem zwei Rückschlüsse ziehen. Erstens: Der VfR Mannheim sitzt nicht auf dem hohen Ross. Das Team rund um Kapitän Marco Raimondo-Metzger versteht es, auch gegen unterlegene Kontrahenten 90 Minuten disziplinierten Fußball zu spielen und die hohe spielerische Klasse konsequent zur Geltung kommen zu lassen. Zweitens: Das Offensivspiel der Mannheimer bleibt schwer ausrechenbar. Die Tatsache, dass es gegen Langensteinbach acht verschiedene blau-weiß-rote Torschützen zu vermelden gab, ist Ausdruck hoher Variabilität im Angriff. Dank der zwei eben aufgezählten Punkte konnte der VfR den ersten Tabellenplatz festigen und darf nun mit einem sehr guten Gefühl die anstehenden Trainingseinheiten angehen. Am kommenden Wochenende muss der VfR in der Verbandsliga aufgrund des Spielplans pausieren und testet stattdessen den rheinland-pfälzischen Oberligisten TuS Mechtersheim. Weitere Information folgen in den nächsten Tagen.

    VfR Mannheim:
    Lawall- Szarka, Kuhn, Raimondo-Metzger, Weil, Jüllich (60. Kougang), Cevik, Sabah (66. Gerber), Vella, Gashi (60. Kouraji), Czaker (71. Mikona)

    SV Langensteinbach:
    Fuchs- Rusinovici, L. Evis, Riedel, Koffler (61. Bediako), K. Evis, Cali, Rayling (66. Krasniqi), Amella, Köktas, Beqiri (34. Lemos)

    Tore:
    1:0 Eigentor (4.)
    2:0 Czaker (17.)
    3:0 Jüllich (34.) FE
    4:0 Kuhn (39.)
    5:0 Gashi (49.)
    6:0 Mikona (74.)
    6:1 Riedel (77.)
    7:1 Szarka (78.)
    8:1 Kouraji(82.)
    9:1 Vella (85.)

    Schiedsrichter: Vincent Becker (Pforzheim)
    Zuschauer: 150