1. FC Normannia Gmünd -TSG Balingen

  • Am Samstag freue ich mich sehr auf das Gastspiel der TSG Balingen in Gmünd. Es soll auf Rasen gespielt werden, weshalb die Mannschaft diese Woche auch auf dem Rasen im Berufsschulzentrum trainiert. Hier meine Vorschau für das Stadionblatt.

    Zum heutigen Heimspiel empfängt die Normannia die TSG Balingen. Die TSG Balingen wurde bereits im Jahre 1848 gegründet. Die Fußballer der TSG wurden in der Saison 1994/1995 Meister der Landesliga Württemberg Staffel 4 und gehörten bis zur Saison 2007/2008 ununterbrochen der Verbandsliga Württemberg an. In der Saison 2004/2005 wurde die TSG Vizemeister der Verbandsliga, scheiterte aber in der Aufstiegs-Relegation am FC Emmendingen. Ein Jahr später gelang erneut die Vizemeisterschaft in der Verbandsliga, doch auch im zweiten Anlauf musste man einem südbadischen Vertreter, nämlich dem Beinahe-Namensvetter Bahlinger SC aus dem Kaiserstuhl, den Vortritt lassen. Nach Platz 5 in der Saison 2006/2007 gelang dann in der Saison 2007/2008 endlich die Verbandsliga-Meisterschaft und der lang ersehnte Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Dort wurde die TSG gleich im Premierenjahr Dritter, was allerdings lange Zeit die beste Platzierung blieb. In der Saison 2017/2018 konnten die Balinger dann aber die Oberliga-Meisterschaft feiern und es folgten sechs Jahre Regionalliga, auf die man bei der TSG zu Recht richtig stolz sein konnte. Denn anders als bei den meisten Ligakonkurrenten wurde in Balingen der Amateurfußball auch in der vierthöchsten deutschen Spielklasse beibehalten. Im Herbst 2020 fand eine Abspaltung vom Hauptverein statt und man fungiert seither unter der Bezeichnung „TSG Balingen Fußball e.V.“. In der vergangenen Runde mussten die Balinger dann allerdings als Tabellensiebzehnter den Abstieg aus der Regionalliga hinnehmen, nachdem man ein Jahr zuvor mit Tabellenplatz sechs noch die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte erzielen konnte.Demgegenüber stieg die Balinger U 23 als Meister der Landesliga Staffel 4 in die Verbandsliga auf.

    Nach dem Abstieg in die Oberliga fand bei der TSG ein riesiger Umbruch im Kader statt, wobei Trainer Murat Isik im Amt blieb und auch für die kommende Runde bereits seinen Vertrag verlängert hat. Und dieser Umbruch funktionierte hervorragend, denn bis zur 1:4-Niederlage gegen den VfR Aalen am 19.10.2024 blieb das Team von der Zollernalb ungeschlagen. Zwar wurde danach in Hollenbach mit 0:2 verloren und das Spitzenspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach war eine eindeutige Angelegenheit und endete mit einer 1:6-Niederlage für die TSG, doch man hat trotzdem bisher alle Erwartungen bei weitem übertroffen und auch der Punktspielstart ins neue Jahr verlief mit einem 2:0-Heimerfolg gegen den starken FC Nöttingen absolut erfolgreich. Beeindruckend ist auch die Tatsache, dass die TSG in 21 Spielen bereits 53 Treffer erzielt hat und trotz der beiden deutlichen Niederlagen gegen den VfR Aalen und die SG Sonnenhof Großaspach erst 25 Gegentore kassiert hat. Die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt also und der Balinger „Heavy Metal-Fußball“, den Trainer Murat Isik propagiert, stellte schon in dieser Saison schon viele Ligakonkurrenten vor große Probleme. Und so geht das Team von der Zollernalb heute auch als Favorit in die Begegnung. Chancenlos ist die Normannia aber dennoch keineswegs, was auch das Hinspiel bewiesen hat, in dem die Mannschaft von Zlatko Blaskic erst in der Nachspielzeit den entscheidenden Gegentreffer zum 1:2 hinnehmen musste. Die Voraussetzungen für ein gutklassiges und spannendes Oberligaspiel sind also definitiv gegeben.

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Ich bin so alt, ich kann mich noch an die Verbandsliga-Duelle gegen die TSG erinnern. Damals hatte ein Balinger Zuschauer eine Handsirene im Normannia-Stadion dabei, mit der er die Tore seines Teams feierte. Bei der Premiere endete die Partie 1:1. Irgendwo habe ich auch noch die Eintrittskarte liegen."

    Als Ergänzung zur Geschichte (falls Du gestattest): 1911 gründete sich in der TG 1848 eine Fußballabteilung, die sich 1919 als FC 1919 Balingen selbständig machte, 1921 wieder der TG beitrat und 1923 im Rahmen der "reinlichen Scheidung" als VfR Balingen wieder eigenständig wurde. 1933 wieder mit der TG vereint, welche dann 1945 durchbdie französische Besatzung verboten wurde und in dem im November 1945 als Allsportverein TSG Balingen aufging.

    Seit September 2020 ist die ehemalige Fußballabteilung als TSG Balingen Fußball e. V. eigenständig unterwegs.

  • Die TSG Balingen wurde gestern in Gmünd ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann verdient mit 2:0. Dabei hielt die Normannia in der ersten Halbzeit richtig gut dagegen und hätte durchaus kurz vor der Pause einen Foulelfmeter bekommen können. Nach dem Seitenwechsel dominierten die Balinger das Geschehen dann eindeutig, versäumten es aber, das zweite Tor frühzeitig nachzulegen. Und so führte erst ein unglücklicher Eigentor in der 90. Minute zur endgültigen Entscheidung. Kurz danach hatte die Normannia noch eine Chance zum 1:2, doch dies hätte auch keine Wende mehr gebracht.

    Die TSG hat auf jeden Fall bewiesen dass sie zu Recht auf Platz 2 steht. Und bei der Normannia ist man sich im klaren darüber, dass man die Punkte gegen andere Mannschaften holen muss. Deshalb hat man die gestrige Niederlage auch mit Fassung getragen.


    TSG Balingen: „Wir haben unser Wunschergebnis eingefahren“
    In der Oberliga gewinnt Balingen in beim 1. FC Normannia Gmünd und bleibt in der Erfolgsspur
    www.fupa.net

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Intensives Spiel, beide Seiten dürfen nicht zu Unrecht auf einen Elfer in der jeweiligen Situation pochen - letztlich dieser Punkt pari.

    Ein offensichtlich gutes Miteinander aller Beteiligten auf und neben dem Platz, so mag man den leistungsorientierten Amateurfußball. Bei all dem, was sich auf der Welt seither geändert hat, erinnert das Spiel gestern an jedes einzelne der vielen Duelle zwischen Normannia und der TSG in den zurückliegenden Jahrzehnten.

    Toll, wie sich die beiden Trainer auf der Pressekonferenz äußerten: Subjektiv zwar, dafür sind sie da, aber jedes Wort getragen von Empathie. Ach, wäre nur jede Woche Gmünd - mit Zlati, Clausi, Bredi...

    Hic Rhodus, hic salta

  • Intensives Spiel, beide Seiten dürfen nicht zu Unrecht auf einen Elfer in der jeweiligen Situation pochen - letztlich dieser Punkt pari.

    Ein offensichtlich gutes Miteinander aller Beteiligten auf und neben dem Platz, so mag man den leistungsorientierten Amateurfußball. Bei all dem, was sich auf der Welt seither geändert hat, erinnert das Spiel gestern an jedes einzelne der vielen Duelle zwischen Normannia und der TSG in den zurückliegenden Jahrzehnten.

    Toll, wie sich die beiden Trainer auf der Pressekonferenz äußerten: Subjektiv zwar, dafür sind sie da, aber jedes Wort getragen von Empathie. Ach, wäre nur jede Woche Gmünd - mit Zlati, Clausi, Bredi...

    Ja, da war gestern wirklich der Amateurfußball der Gewinner des Tages. Stark fand ich auch dass Murat Isik die Normannia dafür gelobt hat, dass die Balinger schon am Dienstag darüber informiert wurden, dass die Partie auf Rasen ausgetragen wird. Und dieser befand sich auch in einem einwandfreien Zustand.

    Etwas verwunderlich fand ich nur, dass die Schiris ihr Essen nach dem Spiel in die Schiedsrichterkabine haben bringen lassen und dieses nicht im Vereinsheim zu sich genommen haben. Das hatten wir bisher in Gmünd noch nicht.

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Schiris

    Bei den Dreien, hauptsächlich beim Leitenden, drängte sich der Eindruck auf, sie wollten möglichst alles recht machen - das konnte kaum gutgehen. Mitunter sind gerade die Unparteiischen mit Bauchgefühl (so sie denn aus dem Sport stammen) besser beraten, als mit dem Regelbuch. Da schickte man Auswechselspieler hin und her, um die Leibchenfarbe zu wechseln, ließ Trainingstore 30 Meter weit vom Spielfeldrand tragen, achtete auf jeglichen Muckser neben dem Platz und verlor damit früh die Akzeptanz bei beiden Bänken und den Zuschauern. Dass es solche Referees schwer haben, ist schlüssig. Ihr Verhalten wird fremdgesteuert sein, besser wird es durch das postwettkämpfliche Entziehen aus der Öffentlichkeit nicht.

    Hic Rhodus, hic salta

  • Sei es wie es ist. :) Hauptsache es ging zwischen den beiden Teams harmonisch zu.

    Es war auf jeden Fall schön dass Ihr mal wider in Gmünd wart.

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  • Sei es wie es ist. :) Hauptsache es ging zwischen den beiden Teams harmonisch zu.

    Naja ganz so harmonisch war es nicht zwischen den beiden Teams. Kurz vor der Halbzeit beim Gang in die Kabine hat nicht mehr viel gefehlt. Es gab schon einige Unstimmigkeiten während des Spiels.

  • Sei es wie es ist. :) Hauptsache es ging zwischen den beiden Teams harmonisch zu.

    Naja ganz so harmonisch war es nicht zwischen den beiden Teams. Kurz vor der Halbzeit beim Gang in die Kabine hat nicht mehr viel gefehlt. Es gab schon einige Unstimmigkeiten während des Spiels.

    Da war eben die Aufregung wegen des nicht gegebenen Elfmeters. Da gingen die Meinungen wirklich sehr weit auseinander. Auch bei den Zuschauern.

    Aber alles halb so wild. Und der Schiedsrichter war auch nicht an der Niederlage der Normannia schuld.

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Die TSG Balingen wurde gestern in Gmünd ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann verdient mit 2:0.

    Sehe ich anders, empfand das Spiel in Summe sehr ausgeglichen. Finde die Normannia hat ein richtig gutes Spiel gemacht und hatte sich ein Unentschieden verdient. Bis zum Elfmeter war die Normannia klar besser und hat das Spiel gemacht, auch zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. So oft musste sich Yannik Ellermann gar nicht auszeichnen, kam ja nur selten was auf Tor.

  • Die TSG Balingen wurde gestern in Gmünd ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann verdient mit 2:0.

    Sehe ich anders, empfand das Spiel in Summe sehr ausgeglichen. Finde die Normannia hat ein richtig gutes Spiel gemacht und hatte sich ein Unentschieden verdient. Bis zum Elfmeter war die Normannia klar besser und hat das Spiel gemacht, auch zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. So oft musste sich Yannik Ellermann gar nicht auszeichnen, kam ja nur selten was auf Tor.

    Da bin ich nun überascht. Und auch Zlatko Blaskic sprach in der Pk von einem verdienten Balinger Sieg.

    Fußball ist kein Wunschkonzert. Kein Fußball ist es aber noch viel weniger.

  • Naja ganz so harmonisch war es nicht zwischen den beiden Teams. Kurz vor der Halbzeit beim Gang in die Kabine hat nicht mehr viel gefehlt. Es gab schon einige Unstimmigkeiten während des Spiels.

    Da war eben die Aufregung wegen des nicht gegebenen Elfmeters. Da gingen die Meinungen wirklich sehr weit auseinander. Auch bei den Zuschauern.

    Aber alles halb so wild. Und der Schiedsrichter war auch nicht an der Niederlage der Normannia schuld.

    Ich hatte mit dem Schiedsrichter kein Problem und er war sicher nicht schuld. :smile:

  • Sehe ich anders, empfand das Spiel in Summe sehr ausgeglichen. Finde die Normannia hat ein richtig gutes Spiel gemacht und hatte sich ein Unentschieden verdient. Bis zum Elfmeter war die Normannia klar besser und hat das Spiel gemacht, auch zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. So oft musste sich Yannik Ellermann gar nicht auszeichnen, kam ja nur selten was auf Tor.

    Da bin ich nun überascht. Und auch Zlatko Blaskic sprach in der Pk von einem verdienten Balinger Sieg.

    Habe hier kein Problem anderer Meinung zu sein. Selbst beim Thema "verdient" gibt es Unterschiede. Der VfR Aalen hat im Dezember auch verdient in Gmünd gewonnen, aber das war aus meiner Sicht eine ganz andere Nummer. Behaupte ohne den Elfer hätte es gestern wohl keinen Sieger gegeben.