Wie wars in Schöningen?

  • Schöningen ist eine Stadt in Niedersachsen mit etwas mehr als 11.000 Einwohnern und liegt im Landkreis Helmstedt unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Dazu gehört Schöningen zum südöstlichen Teil vom Naturpark Elm-Lappwald, das den größten Buchenwald von Norddeutschland beherbergt.

    Wenn man mit dem Auto von der A2 kommt und bei Königslutter runterfährt, fährt man durch den "Elm" und kommt direkt am Elmstadion direkt vor der Stadt raus. Einen Bahnhof gibt es nicht, man kann aber ab Bahnhof Schöppenstedt mit dem Bus die letzten ca. 13 km zur Ortschaft fahren. Da mir die Umsteigezeiten bei der Bahn-App aber teilweise zu kurz waren und ich nicht um 8h sehr zeitig losfahren wollte, gings dann die knapp 280 km Entferung von Hamm aus mit Wagen. So konnte ich nach dem Spiel noch zu einem weiteren Spiel fahren, was ansonsten nicht gelungen wäre.

    Ach so, bis Dezember 2007 gab es sogar einen Bahnhof im Ort, doch danach wurden alle Strecken stillgelegt.

    Da ich um 13h angereist war, parkte ich direkt am Elmstadion und bin ca. 8 Minuten Fussmarsch an der "Fachwerkstraße" entlang in die Innenstadt zum Schloss gegangen, das 1350 errichtet wurde. Die Innenstadt grenzt direkt daran, allerdings wurde die Zeit dann doch knapper und es ging zurück zum Elmstadion.

    Der FC Schöningen wurde 1908 gegründet, 2011 fusionierte man mit SV Hoiersdorf/Twieflingen zum jetzigen Verein. Damals spielte man noch in der Kreisliga Helmstedt, doch mit den Jahren gelangen einige Aufstiege und 2022 konnte man die OL erreichen. Finanziell ist man gut aufgestellt, so das man mit Christian Bennbenek einen erfahrenen Trainer an der Seitenlinie stehen hat (u.a. Babelsberg, Havelse, Aachen, Ried und davor BFC Dynamo). Im Sturm ist u.a. auch Christian Beck tätig

    Das Elmstadion fasst 5.000 Zuschauer und verfügt über eine Laufbahn um den Platz. Flutlicht ist ebenfalls vorhanden. Zäune oder Abtrennungen gibt es nicht. Eine Gerade hat mehrere Traversen und es gibt ca. 200 Sitzplätze. Von "oben" hat man einen guten Überblick und man kann das Kraftwerk Buschhaus erkennen, zudem geht der Blick weit nach Sachsen-Anhalt hinein. Da der Wind aus Nordosten kam, wurde es mit der Zeit auch richtig schattig.

    Der Eintritt betrug 9 Euro, ermässigt 8. Rekordbesuch waren 507 Zuschauer am 6. Spieltag gg. Braunschweig II, sonst pendelt die Zahl zwischen 200 und 300.

    Jetzt der Kritikpunkt, die Verpflegung. Die Buden waren oben hinter den Zuschauern. Es gab einen Stand mit Getränken (Bier, Cola, Wasser etc. und Kaffee), Kuchen oder anderes Gebäck gab es nicht. Kaffee 2 Euro, das Wolters-Bier 3,5€ (glaub 0,3l). Beim anderen Stand gab es Bratswurst, sowie Krakauer, die aber zur Pause ausverkauft waren. Pommes oder eine Currysauce gab es nicht.

    Alles sehr ausbaufähig, da merkt man, das der Verein (noch) nicht so gewachsen ist. Nehme sowas persönlich, für mich ein Unding. Das Atlas als Gast auch immer gut Zuschauer mitbringt, sollte doch selbst in Schöningen schon angekommen sein

    das Schloß

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    am Platz

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    kurz vorm Platz. An den Fahnen erkennt man, woher der Wind kam

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    die Hauptseite

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    die Verpflegungsstände

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Blick Richtung Kraftwerk

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    die Gebäude am Platz. Vereinsheim soll es auch geben, aber wie man da reinkam, oder ob es überhaupt offen war, keine Ahnung

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    HZ-Rundgang

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

  • Dat Eckhäusken wo "Elmstadion" drauf steht, ist ja ganz nett.

    Kraftwerk im Panorama hat man auch nicht so oft, wobei mir Kirchtürme im Panorama deutlich mehr zusagen. Aber für seine Umgebung kann man ja selten was. :smile:

    Danke für den ausführlichen Bericht Asa

    :positiv2:

  • Im Mietshaus, wo meine Mutter lebt, wohnt tatsächlich eine Mieterin, die gebürtig aus Schöningen stammt.

    Netter Platz allemal, obwohl ich noch lieber Sportplätze ohne Tartanbahn besucht habe, da man immer etwas weit weg vom Spielgeschehen dabei ist.

    Plätze mit Kraftwerken sind selten geworden,die Anlage von Glückauf Möllen war an einem Kohlekraftwerk,aber das Kraftwerk existiert nicht mehr.

    Der SV Dingen (Ortsteil von Cartrop-Rauxel) hat auf einem Ascheplatz gespielt,wo im Hintergrund ebenfalls ein Kohlekraftwerk zu sehen ist-aber ich meine,das der Verein in einer Fusion aufgegangen ist und der Fusionsverein spielt auf einem anderen Platz.

    Da wäre aber noch die BSA Forellstraße in Herne,wo die Jugendmannschaften von Westfalia Herne spielen-die Anlage müßte noch im Spielbetrieb sein.

    ich kannte wen
    der litt akut
    an Fußballwahn
    und Fußballwut
    (Joachim Ringelnatz)

  • Bleibt noch das Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich, wo man "schön" auf die Müllverbrennungsanlage der Stadtwerke Düsseldorf schaut. :smile:

    Unweit von Schöningen wäre noch die Platzanlage des TSV Offleben zu nennen, die direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze liegt. Dort wird aber kaum gespielt sagte man mir beim "spotten", da man in einer SG mit Büddenstedt ist und die Heimspiele dort ausgetragen werden.

  • Ich weiss nicht, ob es noch steht: das AKW Esenshamm. Vom Platz des TVE (knapp 2km Luftlinie entfernt) hat man eine sehr gute Sicht auf dieses Objekt gehabt.

    Foto

    :jaaa: Zwei die nichts wissen, wissen auch nicht mehr als einer, der auch nichts weiß :jaaa:

  • Ich war am Samstag in Schöningen.

    Update zum obigen Bericht:

    Eintritt 10 Euro.

    Es gibt jetzt zwei Bierbuden, die trotz der vielversprechenden Wolters-Werbebanden Veltins ausgeschenkt haben. 4 Euro für 0,4l. Keine nennenswerten Schlangen trotz angeblich 725 Zuschauern. Es gab verschiedene Würste und Pommes, habe ich mangels Hunger nicht weiter beachtet.

    Die regelmäßigeren Busverbindungen gibt es ab dem Bahnhof Helmstedt an dem auch ICs halten. Über die An- und Abreise mit der Bahn könnte ich einen Roman schreiben, lasse ich an dieser Stelle und erwarte die Post vom Servicecenter Fahrgastrechte.

    doepuli Der Kühlturm des AKW steht noch.

    Ach ja, der Gästeblock muss wohl bis zum nächsten Heimspiel fertig sein. Am Samstag war keiner nötig und sie haben da wohl noch Arbeit vor sich.

  • cmkwh

    Ausführliche Berichte bzw. Romane zu Abenteuern mit der Bahn, gerne in unten verlinkten Thread posten.

    Da ist schon die eine oder andere Odyssee mit der Bahn verewigt, und alle fühlen mit.

    Ich fand es in Schöningen irgendwie ungemütlich ohne das wirklich beschreiben zu können, und auch den Ort an sich nicht sonderlich einladend.

    Das ehemalige Zonenrandgebiet war mir dort irgendwie noch zu lebendig worauf der ganze Ort auf mich unlebendig wirkte.

    Aber das ist nur meine subjektive Empfindung.


    linienzieher
    13. Dezember 2009 um 23:17
  • Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals ein dortiges AKW erwähnt zu haben. Denn m. W. gab es dort j keines. Nur ein Kohlekraftwerk gab es dort. Ich habe wohl einmal das AKW Unterweser im Zusammenhang mit dem TV Esensham vor ca. 10 Jahren gebracht.

    :jaaa: Zwei die nichts wissen, wissen auch nicht mehr als einer, der auch nichts weiß :jaaa:

  • Tut mir leid, ein Missverständnis. Hatte aufgrund Deines obigen Beitrags dieses Esenshamm (?) bei Schöningen verortet.