VfR Mannheim Pflichtspiele 2025/26

  • Nullnummer in Hollenbach

    Leistungsgerechtes Unentschieden

    (tb) Im bereits dritten Spiel hintereinander musste sich der VfR Mannheim mit einem Unentschieden begnügen. Abwehrstarke Hollenbacher hielten den VfR auf Distanz und verdienten sich einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

    Auf schwierigem Geläuf starteten die Rasenspieler dominant und berannten das FSV-Tor. Bereits in der 5. Minute kam Enes Tubluk zum Abschluss, jedoch strich der Ball über das Tor. Fünf Minuten danach visierte Alexander Esswein den gegnerischen Kasten aus zentraler Position an. Auch sein Schuss strich knapp über die Querlatte. In Minute 12 strich Pasqual Panders Versuch von rechts am langen Pfosten vorbei. Hollenbach suchte sein Glück mit langen Bällen in die Spitze, schaffte es nach etwa 20 Minuten, das Spiel offener zu gestalten und bedrängte mit großem Kampfgeist die VfR-Abwehr. In der 36. Minute hatte der FSV eine Riesenchance, als ein Kopfball gerade noch vor dem Überschreiten der Torlinie abgewehrt werden konnte. Der VfR antwortete umgehend, doch Christoph Beckers Schuss landete in den Armen des Torwarts.

    Nach dem Seitenwechsel zog sich Hollenbach zurück und der VfR gewann mehr und mehr die Oberhand. Einen Freistoß von links verpasste Pasqual Pander per Kopf nur knapp (56.). Bei den Rasenspielern fehlte jetzt zunehmend die Präzision beim Spiel in die Spitze. So war die gut postierte FSV-Abwehr nicht zu knacken. Einzig der gut aufgelegte Enes Tubluk suchte immer wieder das Eins gegen Eins und zwang in der 66. Minute Torwart Purtscher zu einer Glanzparade. Zwei Minuten danach fehlte bei einem weiteren Schuss Tubluks erneut die Präzision, so dass der Ball im Toraus landete.

    Trotz der Bemühungen beider Mannschaften verflachte das Spiel jetzt zusehends und entwickelte sich zu einem Abnutzungskampf. Zeitweise mussten die zahlreich erschienenen Zuschauer ein planloses Gebolze auf beiden Seiten ertragen. In Minute 79 lag aber der Lucky Punch für die Platzherren in der Luft, als nach einer Hereingabe von rechts ein Hollenbacher Spieler am langen Pfosten zum Kopfball kam, den aber knapp über das Lattenkreuz setzte. Glück für den VfR in dieser Situation. Alle weiteren Versuche, noch irgendwie zum Torerfolg zu kommen, fruchteten nicht, so dass es nach dem Abpfiff des Schiedsrichters bei der Punkteteilung blieb.

    Aufstellung FSV Hollenbach:
    Purtscher – Engelmann, Schülke, J. Limbach, Faßbinder (73. Breuninger), F. Limbach, Scherer, Specht (73. Gesell), Schiek, Dörr (90. Music), Knapp (81. Omerovic)

    Aufstellung VfR:
    Nreca-Bisinger – Mißbach, Becker, Kuhn – Mende (79. Krüger), Marx, Stellwagen – Tubluk (88. Okwubor), Esswein (81. Veselaj) – Pander (65. Kadner) Thum

    Tore:
    Fehlanzeige

    Schiedsrichter:
    Maurice-Alexander Bollheimer (24), SV Langensteinbach

  • Umkämpftes Nachholspiel ohne Sieger

    VfR spielt 1:1 in Ravensburg

    (tb) Dank einer klaren Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit erreichte der VfR beim FV Ravensburg sein Minimalziel.

    Die Rasenspieler waren zunächst bemüht, die Spielkontrolle zu erlangen, sahen sich aber zunehmend laufstarken Kontrahenten gegenüber, die sich giftig in den Zweikämpfen zeigten und den Spielfluß des VfR immer wieder unterbrachen. Die Gäste kamen erstmals nach acht Minuten in Tornähe, jedoch blieb der Freistoß von Christian Kuhn in der vom FVR aufgebauten Mauer hängen. Fünf Minuten danach geriet der VfR in Rückstand. Nach einem mißglückten Hackentrick des VfR im Mittelkreis konterten die Platzherren gedankenschnell und brachten ihren Goalgetter Daniele Gabriele auf halblinks in Position, der VfR-Torwart David Nreca-Bisinger freistehend mit einem trockenen Schuss keine Chance ließ.

    Die Führung gab dem FV Ravensburg, der immer wieder von ungenauen Zuspielen der Rasenspieler profitierte, sichtlich Auftrieb. In Minute 33 hätte der FVR seine Führung erhöhen können, jedoch schoss ein Stürmer aus aussichtsreicher Position knapp am Tor vorbei. 3 Minuten danach sahen sich drei VfR-Abwehrspieler vier Angreifern gegenüber. Der Ball zappelte dann auch im Netz. Glücklicherweise versagte der gut leitende Schiedsrichter dem Treffer wegen Abseits die Anerkennung. Die VfR-Offensive kam bis dahin kaum in Schussposition. Einzig Alexandru Paraschiv hätte in der 22. Minute treffen können, jedoch flog sein Fallrückzieher knapp über die Querlatte. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte Alexander Esswein einen Freistoß in die Abwehrmauer des FVR.

    Trainer Marcel Abele konnte mit dem Spielverlauf der ersten Hälfte nicht zufrieden sein. In der Halbzeitansprache hatte er offensichtlich die richtigen Worte gefunden, denn die Rasenspieler kamen wie verwandelt aus der Kabine. Plötzlich lief der Ball besser durch die eigenen Reihen und die Attitüde einer Spitzenmannschaft wurde spürbar. Eine gelungene Ballstaffette landete in der 50. Minute bei Alexander Esswein, der aus zentraler Position an der Strafraumgrenze mit einem platzierten Flachschuss den Ausgleich erzielte.

    Der FVR hatte nun bange Minuten zu überstehen, lauerte aber weiter auf Konter. In Minute 55 lief VfR-Torwart Nreca-Bisinger weit aus seinem Tor heraus, um einen Steilpass abzufangen, Der ballführende Ravensburger Stürmer bemerkte das und visierte das leere VfR-Tor an. Glück für den VfR, dass der Ball am langen Pfosten vorbei ins Toraus trudelte (55.).

    Das Spiel nahm nun richtig Fahrt auf. Der VfR drückte die Gastgeber in die eigene Hälfte, musste aber hinten wachsam bleiben, um die gefährlichen Konter des FVR zu unterbinden. In Minute 57 brachte Ravensburg einen gefährlichen Eckstoß vor das VfR-Tor. Der daraus folgende Kopfball flog knapp über die Querlatte. Zwei Minuten danach prüfte Enes Tubluk Torwart Castellucci mit einem strammen Freistoß. Kurz darauf gelang auch dem VfR ein ähnlicher Eckstoß. Raphael Akoto stand bereit, jedoch rutschte ihm das Leder von der Stirn (63.).

    Der VfR drückte weiter auf den Sieg. Ein Alleingang von Alexander Esswein durch die gegnerische Hälfte konnte im letzten Moment noch gestoppt werden (86.) In der Endphase dieser inzwischen packenden Begegnung fieberte das Publikum hörbar mit, feuerte Offensivaktionen der eigenen Mannschaft an und ließ bei geglückten VfR-Aktionen dem Entsetzen freien Lauf. Letztendlich blieb es beim Unentschieden. Einen Verlierer hatte dieses Spiel auch nicht verdient.

    Aufstellung FV Ravensburg:
    Castellucci – Musch (75. S. Schwarz), Bachmann, Gabriele (77. Kukic), Altmann, Wolff, P. Schwarz (68. Spitzlberger), Daler, Wistuba, Bleise, Kenniche (90.+1 Fäßler)

    Aufstellung VfR:
    Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Mißbach, Stellwagen (85. Mende) – Krüger (46. Kadner), Marx, C. Becker (46. Tubluk) – Paraschiv (65. Seifert), Esswein – Thum (67. Veselaj)

    Tore:
    1:0 Gabriele (14.)
    1:1 Esswein (50.)

    Schiedsrichter:
    Timon Ulrich, Sülzbach

  • Pander und Thum treffen zum VfR-Sieg

    2:0 gegen den Karlsruher SC II

    (tb) Nach mehreren Unentschieden hat der VfR Mannheim im Heimspiel gegen den Aufsteiger Karlsruher SC II den erhofften Sieg errungen. Trotz numerischer Unterzahl ab der 31. Minute blieben die Rasenspieler cool und festigten mit diesem Erfolg Platz 2 in der Oberligatabelle.

    Der VfR bemühte sich anfangs um die Spielkontrolle, konnte sie aber im 1. Durchgang nicht so recht erringen, weil die zweikampfstarken Karlsruher unsauber gespielte Pässe immer wieder abfangen konnten und der VfR bei einer ganzen Reihe von Zweikämpfen den Kürzeren zog. Pasqual Pander hatte in der 21. Minute die erste Gelegenheit, scheiterte aber an Torwart Koch. Drei Minuten danach zischte ein strammer Freistoß des KSC knapp am VfR-Tor vorbei. Wenige Minuten danach antizipierte Marvin Kadner eine schöne Hereingabe von Alexander Esswein gut, brachte aber das Leder nicht an Torwart Koch vorbei.

    In Minute 31 sah Luca Stellwagen nach einem Foul die Rote Karte und die Rasenspieler mussten ab diesem Zeitpunkt mit einem Mann weniger weiterspielen. Der KSC verspürte jetzt Morgenluft, erarbeitete sich Feldvorteile und drückte den VfR in die eigene Hälfte. In der 37. Minute zog KSC-Torjäger Bicki aus kurzer Distanz ab, jedoch war VfR-Schlussmann David Nreca-Bisinger auf dem Posten.

    Der KSC dominierte die Partie in dieser Phase, konnte aber die VfR-Abwehr nicht überwinden, weil die Entschlossenheit beim Torschuss fehlte. Die klareren Chancen hatten sogar die dezimierten Rasenspieler durch einen Seitfallzieher von Alexander Esswein nach gutem Zuspiel von Pander (38.) sowie Pander selbst, der gleich zweimal vor dem Tor in Schussposition kam, aber jeweils vergab (43. und 45.) In der Halbzeitpause überwogen beim VfR-Anhang sorgenvolle Gesichter.

    Im 2. Durchgang setzte sich die Feldüberlegenheit des KSC fort, jedoch nahm die VfR-Abwehr den Kampf an und verhinderte klare Torgelegenheiten routiniert. In Minute 49 strich nach einem Eckstoß ein KSC-Kopfball knapp über das Tor. Eine ganze Reihe von Flanken wurde in der Folge vor das VfR-Tor gebracht, jedoch fehlte den jungen KSC-Stürmern die Treffsicherheit. Entlastungsangriffe der dezimierten Rasenspieler begannen vielversprechend, jedoch fehlte in einigen Situationen einfach die Anspielstation.

    In der 72. Minute gelang dem VfR aber ein Geniestreich. Pasqual Pander wurde mit einem langen Zuspiel auf die Reise geschickt, setzte sich im Laufduell mit Abwehr-As Marlon Dinger durch und vollstreckte mit einem Schuss ins lange Eck zur VfR-Führung. Der KSC antwortete mit wütenden Angriffen. Die VfR-Abwehr blieb allerdings Herr der Lage und verteidigte aufopferungsvoll. In der 89. Minute lag aber der Ausgleich in der Luft, als ein Karlsruher nach einem Flachpass kurz vor dem Tor zum Schuss kam, aber geblockt wurde. Da hatte der VfR Glück.

    In der Nachspielzeit ersehnte der VfR-Anhang bereits den Schlusspfiff, als der eingewechselte Lennart Thum per Einwurf angespielt wurde, die Abwehrspieler um sich herum austanzte und den Ball gekonnt unter die Torlatte beförderte. 2:0 – das war die Entscheidung.

    Durch diesen Sieg und die Niederlagen der unmittelbaren Verfolger aus Essingen und Nöttingen festigte der VfR Platz 2 und darf nun etwas entspannter in die Schlussphase der Saison gehen.

    Aufstellung VfR:
    Nreca-Bisinger – Akoto, Mißbach, Kuhn, Stellwagen – Mende, Marx (78. Krüger) – Esswein (85. Paraschiv), Tubluk (73. C. Becker) – Kadner, Pander (82. Thum)

    Aufstellung Karlsruher SC II:
    Koch – Dinger (81. Zügel), Engel, Wäschenbach (76. Sihlaroglu), Kritzer, Behr (71. Schunck), Dühring, Arbai (61. Recktenwald), Bicki (61. Sür), Scholl, Manai

    Tore:
    1:0 Pander (72.)
    2:0 Thum (90.+2)

    besondere Vorkommnisse:
    Luca Stellwagen (VfR) – Rote Karte (31.)

    Schiedsrichter:
    Raphael Kastner, Spfr. Dobel

  • VfR mit voller Punktausbeute

    Munterer Schlagabtausch beim 4:1-Sieg in Singen

    (tb) Der VfR Mannheim hat die Auswärtsaufgabe beim Türkischen SV Singen souverän gelöst und befindet sich weiter auf Relegationskurs zum Aufstieg in die Regionalliga.

    Der TSV Singen begann stürmisch und kam bereits in der 3. Minute zum ersten Torschuss, der aber VfR-Schlussmann David Nreca-Bisinger vor keine Probleme stellte. Der VfR tastete sich nach und nach ins Spiel hinein und zeigte sich in der 12. Minute nach einem Ballverlust des TSV hellwach. Umgehend landete das Leder in der Spitze bei Enes Tubluk, der den freistehenden Tim Seifert bediente, dessen präziser Schuss zur VfR-Führung einschlug.

    Unmittelbar nach dem Wiederanstoß kam Alexander Esswein in Ballbesitz, Dieser erkannte die weit vorgeschobene Position des TSV-Torhüters, hielt aus ca. 35 Metern einfach mal drauf und verfehlte das TSV-Gehäuse nur knapp. Kurz darauf kombinierten sich die Singener ansehnlich vor das Gästetor. Mokhtar Boulachab passte nach innen und VfR-Innenverteidiger Umut Sentürk lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor zum Ausgleich. Nur drei Minuten später stellte der VfR den alten Abstand wieder her. Pasqual Pander wurde auf Höhe der Mittellinie auf die Reise geschickt, setzte sich durch und vollstreckte mit einem trockenen Schuss zur erneuten VfR-Führung.

    Bis zum Halbzeitpfiff entwickelte sich ein munteres Hin und Her mit vielen Torszenen auf beiden Seiten. Unmittelbar nach dem 1:2 traf der VfR den Torpfosten (20.), Tubluk schoss von der Strafraumgrenze aus am Tor vorbei (30.), Pasqual Pander traf nach Tubluk-Zuspiel die Latte (36.) und prüfte TSV-Torhüter Barjasic per Kopfball (40.). Aber auch die Gastgeber spielten nach vorne und kamen zu Gelegenheiten in den Minuten 33, 35 und 37, als deren Abschlüsse das VfR-Tor teils knapp verfehlten.

    Der TSV startete in den 2. Durchgang mit viel Vorwärtsdrang, kam jedoch gegen die gut verteidigende VfR-Abwehr kaum zu guten Einschussmöglichkeiten. In Minute 66 schlug der VfR dann erneut zu. Lennart Thum bediente den an der Strafraumgrenze lauernden Kevin Krüger, der den Ball mit einem Präzisionsschuss zum 1:3 im Singener Tor unterbrachte.

    Der TSV ließ jetzt in seinen Bemühungen nach und der VfR ließ Ball und Gegner laufen. In der 83. Minute sorgte Singens Karacan unfreiwillig für den Endstand, als ihm ein Flachpass des eingewechselten Shaban Veselaj an den Fuß und von dort ins eigene Gehäuse zum zweiten Eigentor des Tages sprang. In der Nachspielzeit hatte Leo Wemhoener noch eine gute Möglichkeit, ließ aber den Ball von der Stirn rutschen. Kurz vor Spielende grätschte Singens Gianluca Serpa von hinten in die Beine des aufs Tor zustürmenden Umut Sentürk und sah dafür vom gut leitenden Schiedsrichter Fronmüller die Rote Karte. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.

    Aufstellung Türkischer SV Singen:
    Barjasic – Almeida, Serpa, Hamdushi, Emminger, Karacan (85. Ileri), Boulachab (75. Dumitru), Zidan (63. Zimmermann), Koyuncuoglu, Coulibaly (57. Öztürk), Güzeldal

    Aufstellung VfR:
    Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Sentürk – Marx, Mende, Seifert (46. Krüger), - Tubluk (58. Rona), Esswein (79. Wemhoener) – Pander (75. Okwubor), Thum (81. Veselaj)

    Tore:
    0:1 Seifert (12.)
    1:1 Sentürk (15. Eigentor)
    1:2 Pander (17.)
    1:3 Krüger (66.)
    1:4 Karacan (84. Eigentor)

    besondere Vorkommnisse:
    Rote Karte für Süleyman Karacan (90. + 3)

    Schiedsrichter:
    Pirmin Phil Fronmüller, TSV Gussenstadt

  • Zweite Heimniederlage der Saison

    VfR Mannheim verliert gegen SSV Reutlingen mit 1:3 (0:0)

    (mk) Am Ende herrschte beim VfR Mannheim Enttäuschung. Gegen den SSV Reutlingen verpassten die Blau-Weiß-Roten trotz einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung den dritten Sieg in Serie und unterlagen letztendlich mit 1:3 (0:0). Nach dem Abpfiff sorgte allerdings nicht nur das Ergebnis für Unzufriedenheit. Auch spielerisch konnten die Quadratestädter wenig überzeugen, wie Cheftrainer Marcel Abele unumwunden zugab. „Ich habe keine gute Leistung von uns gesehen“, hielt der Coach enttäuscht fest.

    In der ersten Halbzeit sahen die knapp 500 Zuschauer eine torchancenarme Begegnung. Der VfR schaffte es zu selten, die straff organisierte Reutlinger Abwehr zu überspielen und sich aussichtsreiche Gelegenheiten zu erarbeiten. Auf der anderen Seite taten sich jedoch auch die zweikampfstarken Reutlinger schwer, in der Offensive eigene Akzente zu setzen. Zwar gab es hüben wie drüben den einen oder anderen Torschuss zu notieren, allerdings fehlte es an zwingenden Strafraumaktionen. Beide Mannschaften überzeugten phasenweise mit ansehnlichem Kombinationsfußball, Kapital konnte daraus aber nicht geschlagen werden. Aufseiten des VfR hatte Lennart Thum nach knapp 25 Minuten die erste gute Mannheimer Chance der Partie. Der blau-weiß-rote Mittelstürmer nahm einen präzisen Steckpass zwar gekonnt an, setzte den Abschluss aber aus spitzem Winkel neben den langen Pfosten (24.). Aufseiten der Gäste hätte wenig später eine Balleroberung in der eigenen Hälfte beinahe zu einem gefährlichen Konter geführt. Aufgrund des aufmerksamen Mannheimer Rückzugsverhaltens zwang die VfR-Defensive den SSV-Stürmer Marcel Sökler jedoch zu einem harmlosen Abschluss aus gut 16 Metern (28.). Kurz vor dem Pausenpfiff kratzte ein Reutlinger Verteidiger nochmals Alexander Mißbachs Kopfball nach einer Ecke von der Linie (45.). „Das war eine energielose erste Halbzeit“, fasste Abele das Geschehen vor dem Pausenpfiff zusammen. Der VfR-Coach vermisste vor allem die erforderliche Durchschlagskraft in der Offensive.

    Nach Wiederanpfiff bekamen die Zuschauer zunächst stark verbesserte Rasenspieler präsentiert. Plötzlich schien der VfR die Begegnung in die gewünschten Bahnen zu lenken. Früh konnte die Abele-Elf erste Früchte für den hohen Aufwand ernten. Pasqual Pander setzte sich auf dem rechten Flügel durch und schlug eine wuchtige Flanke ins Strafraumzentrum. Umut Sentürk antizipierte am schnellsten, hielt seinen Schlappen hin und brachte den VfR in Front (52.). Mit der Führung im Rücken agierten die Blau-Weiß-Roten zunächst forsch. Der Tabellenzweite versprühte nun ein gewisses Maß an Dominanz und drängte auf den zweiten Treffer. Trotz spielerischer Vorteile verpassten die Quadratestädter allerdings das 2:0. Speziell in den Umschaltmomenten boten sich Möglichkeiten, die Führung auszubauen, doch der VfR ließ die notwendige Effizienz vermissen. „Wir liefen einige Male frei auf die letzte Kette zu, waren schlussendlich jedoch zu unsauber“, vermisste Abele die finale Konsequenz im Konterspiel.

    Das Mannheimer Unglück nahm 20 Minuten vor Abpfiff seinen Lauf. Reutlingens Ausgleich kündigte sich zu diesem Zeitpunkt nicht an. Doch eine Flanke über den rechten Flügel sorgte für Unruhe im blau-weiß-roten Sechzehner. Yannick Toth stocherte das Leder irgendwie in den Kasten und ließ sich von seinen Kollegen und dem lautstarken SSV-Anhang feiern (72.). Fünf Minuten später stieg die Laune bei den Gästefans nochmals deutlich an. Einwechselspieler Maxim Schmalz zog unbedrängt in den Strafraum, ließ seine passiv agierenden Gegenspieler stehen und vollendete das Solo mit einem gefühlvollen Abschluss ins lange Eck (77.). VfR-Keeper David Nreca-Bisinger hatte keinerlei Abwehrchance. In den verbleibenden Spielminuten mobilisierten die Quadratestädter nochmals alle Kräfte, um sich zumindest einen Punkt zu sichern, doch Reutlingens kompakt stehende Defensive ließ keine weiteren VfR-Chancen zu. Kurz vor Abpfiff führte ein Mannheimer Ballverlust im eigenen Strafraum zum dritten Reutlinger Treffer. Marcel Sökler musste den präzisen Flachpass seines Kollegen nur noch hinter die Linie drücken. „Wir kriegen viel zu einfache Gegentore“, monierte Abele auch die Art und Weise, wie die drei Gegentreffer fielen. „Am Ende“, so der Coach, „verlieren wir ein Spiel, in dem wir einfach nicht gut waren. Daher ist die Niederlage gar nicht mal unverdient.“ Am nächsten Samstag (14 Uhr) möchten die Blau-Weiß-Roten beim FC 08 Villingen die letzten Restzweifel bezüglich der Sicherung des zweiten Tabellenplatzes beiseiteschieben. Zeit zum Trübsalblasen haben die Rasenspieler ohnehin keine. Die heißen Spiele stehen erst noch an.

    Aufstellung VfR Mannheim:
    Nreca-Bisinger – Sentürk (75. Seifert), Kuhn, Mißbach, Akoto (82. Kadner), Marx, Krüger, Mende (46. Paraschiv), Esswein, Pander (73. Okwubor), Thum (67. Berko)

    Aufstellung SSV Reutlingen 1905:
    Binanzer – Hageloch, Toth, L. Kuhn, M. Kuhn (64. Schmalz), Schaal (73. Gorgoglione), Pepic (46. Maurer), Vogler, Riedinger (79. Puseljic), Sökler (90. Sauerborn), Asare

    Tore:
    1:0 Sentürk (52.)
    1:1 Toth (72.)
    1:2 Schmalz (77.)
    1:3 Sökler (89.)

    Schiedsrichter: Niklas Pfau

    Zuschauer: 493

  • Relegationsplatz de facto gesichert

    VfR Mannheim erkämpft sich ein Remis beim FC 08 Villingen

    (mk) Dank einer späten Aufholjagd und dem damit verbundenen 3:3 (1:1)-Unentschieden beim FC 08 Villingen fuhr der VfR Mannheim den höchstwahrscheinlich finalen Punkt zur Sicherung des Aufstiegsrelegationsplatzes ein. Drei Spieltage vor Schluss verfügen die Blau-Weiß-Roten über einen Neun-Punkte-Vorsprung auf den Drittplatzierten FC Nöttingen und weisen darüber hinaus ein wesentlich besseres Torverhältnis auf. „Ich glaube, wir können jetzt den Haken an die Relegation machen. Daher war der Punkt in Villingen nochmals wichtig“, gibt sich auch VfR-Cheftrainer Marcel Abele optimistisch.

    Die 334 Zuschauer sahen in der ehemaligen Reichsstadt ein ebenso zerfahrenes wie intensives Fußballspiel. In den ersten 20 Minuten taten sich die Quadratestädter schwer. Zwar konnten die Blau-Weiß-Roten teilweise hohe Ballgewinne für sich verbuchen, allerdings fehlte im Spielaufbau die notwendige Präzision. Gleichzeitig boten diagonale Verlagerungen den Villingern stets die Möglichkeit, ihrerseits für Gefahr zu sorgen. In der 19. Minute bescherte Gian-Luca Feißt den Gastgebern mit einer kurios abgefälschten Bogenlampe die Führung. Abele sah sich dazu veranlasst, taktische Änderungen vorzunehmen. „Wir mussten etwas an der Statik ändern und haben daher früh gewechselt“, erklärt der Coach.

    Diese Maßnahme trug rasch Früchte. Gegen Mitte der ersten Halbzeit bestimmten die Quadratestädter zunehmend das Spielgeschehen und glichen schließlich durch Pasqual Pander aus (29.). „Ab diesem Zeitpunkt hatten wir vermehrt die Kontrolle“, hält Abele fest.

    Auch nach Wiederanpfiff blieb der VfR am Drücker. Zwar mussten feldüberlegene Rasenspieler stets auf schnelle Umschaltmomente der Gastgeber achten, gleichzeitig erarbeitete sich der VfR einige Chancen. In der Villinger MS-Technologiearena lag eigentlich die Mannheimer Führung in der Luft, doch in einer turbulenten Schlussviertelstunde ging zunächst der FCV durch einen Doppelschlag von Gian-Luca Feißt mit 1:3 (77., 79.) in Front. „Diese Gegentreffer kassierten wir fast aus dem Nichts“, merkt Abele an und gesteht: „Wir mussten uns schon ein wenig schütteln.“

    Da die Blau-Weiß-Roten jedoch keineswegs mit einer Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten wollten, mobilisierten sie in den letzten Minuten nochmals sämtliche Kräfte. Kevin Krüger verkürzte auf 2:3 (88.) und leitete somit eine packende Schlussphase ein. Die Mannheimer drückten nun auf den Ausgleich, während Villingen auf sich bietende Kontergelegenheiten spekulierte. Kurz vor Abpfiff landete der Ball schließlich vor den Füßen des eingewechselten Lennart Thum, der das Spielgerät zum vielumjubelten Ausgleich im Tor unterbrachte. Auch wenn das 3:3 erst zum spätestmöglichen Zeitpunkt fiel, sprach Abele von einem gerechten Punktgewinn im Südschwarzwald. „Wir haben gute Moral bewiesen und das Glück ein Stück weit erzwungen. Daher nehmen wir auch einen verdienten Punkt mit“, so der Cheftrainer.

    Bereits am Mittwoch (19 Uhr) sind die Blau-Weiß-Roten wieder auswärts gefordert. Dieses Mal reisen die Mannheimer nach Pforzheim.

    Aufstellung VfR Mannheim:
    Nreca-Bisinger – Stellwagen, Mißbach, Kuhn, Akoto (23. Krüger), Marx, Sentürk (84. Thum), Paraschiv, Pander, Veselaj (58. Berko), Kadner (84. Seifert)

    Aufstellung FC 08 Villingen:
    Hoxha – Haller (71. Hug), Krieger, Busam, Pintidis (71. Tadic), Derflinger (71. Y. Spät), Glück, Müller, Albrecht (71. J. Spät), Liserra, Feißt

    Tore:
    • 1:0 Feißt (19.)
    • 1:1 Pander (29.)
    • 2:1 Feißt (77.)
    • 3:1 Feißt (79.)
    • 3:2 Krüger (88.)
    • 3:3 Thum (90.+4)

    Schiedsrichter: Nico Nemtinow
    Zuschauer: 334

  • Ohne Punkte aus Pforzheim

    2:1-Heimsieg der Goldstädter

    (tb) Der VfR Mannheim hat das vorgezogene Punktspiel des vorletzten Spieltages beim 1. CfR Pforzheim verloren. Ausschlaggebend war eine Leistungssteigerung der Platzherren im 2. Durchgang.

    Offenkundig aus Gründen der Belastungssteuerung verzichtete VfR-Trainer Marcel Abele in der Startaufstellung auf einige Stammspieler, die zu Hause Blessuren auskurierten bzw. zunächst auf der Bank Platz nahmen.

    Trotzdem hielt der VfR die Partie in der 1. Halbzeit offen und störte durch offensives Pressing den Spielaufbau der Gastgeber, die erstmalig in der 17. Minute zu einer Torchance kamen, als der mittig postierte Lulic eine Flanke von rechts knapp verpasste. In der 26. Minute ging der VfR in Führung, als Raphael Akoto einen perfekt hereingegebenen Eckball per Kopf im Tor unterbrachte. Zwei Minuten danach schoss Durmus am VfR-Tor vorbei. In MInute 39 konnte Pforzheims Torhüter Altmann einen strammen Fernschuss von Sven Mende nur nach vorne abwehren und hatte dabei Glück, dass dort kein Gegner bereitstand, diesen „zweiten Ball“ zu verwerten. Kurz darauf ging Luca Stellwagen rechts durch und bediente den freistehenden Lennart Thum, der im letzten Moment noch am Einschuss gehindert werden konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff rollte ein missglückter Rückpass auf das leere VfR-Tor zu, doch der zu diesem Zeitpunkt weit vor dem Tor postierte VfR-Torwart Luca Pederetti konnte den Ball noch kurz vor dem Überschreiten der Torlinie zum Eckball klären. Eine Minute danach setzte Gudzevic eine Flanke von Schwaiger am Tor vorbei. Bis dahin erlebten die Zuschauer eine lebhafte Partie bei einer etwas schmeichelhaften Führung des VfR.

    Der 1. CfR Pforzheim kam gut aus der Kabine und setzte die Gäste sofort unter Druck. In der 47. Minute konnte Luca Pedretti einen Torschuss nur nach vorne vor die Füße von Tim Schwaiger abwehren, der keine Mühe hatte, den Ball im Tor zum Ausgleich unterzubringen. Der CfR bekam dadurch offensichtlich Oberwasser und erhöhte den Druck noch mehr. Die VfR-Abwehr wehrte sich nach Kräften und konnte weitere Gegentore durch Schwaiger (60.) oder Salz (63.) zunächst vermeiden. Entlastungsangriffe waren Mangelware und in der 72. Minute erzielte Durmus sträflich an der Strafraumgrenze freistehend den Siegtreffer für die Platzherren. Der VfR hatte nun nichts mehr entgegen zu setzen und so ging der 1. CfR Pforzheim aufgrund seiner Dominanz in der 2. Halbzeit als verdienter Sieger vom Platz.

    Aufstellung 1. CfR Pforzheim:
    Altmann – Sagert, Durmus (83. Osmicic), Gudzevic, Lulic (61. Salz), Schwaiger, Bahm (90.+2 Egle), Hauser, Koroll (90.+3 Causevic), Raouafi, Vegelin (67. Miksic)

    Aufstellung VfR:
    Pedretti – Akoto, Mißbach, Sentürk (73. C. Becker), Stellwagen – Mende (78. Pander), Wemhoener (69. Marx), - Seifert, Veselaj – Kadner (58. Krüger), Thum (58. Berko)

    Tore:
    0:1 Akoto (25.)
    1:1 Schwaiger (47.)
    2:1 Durmus (72.)

    Schiedsrichter:
    Selina Menzel, FC 21 Karlsruhe

  • Generalprobe vor dem Pokalfinale geglückt

    VfR siegt gegen Türkspor Neckarsulm 4:0

    (tb) Nach einer Ergebnisflaute in den letzten Spielen ist der VfR Mannheim rechtzeitig vor der entscheidenden Saisonphase wieder in die Spur gekommen. Dank einer überzeugenden Mannschaftsleistung hat er den Aufsteiger Türkspor Neckarsulm sicher in die Schranken gewiesen.

    Von Beginn an zeigte der VfR Torhunger und spielte konsequent nach vorne. Bereits in der 2. Minute verfehlte Erich Berko am langen Pfosten eine Hereingabe von Pasqual Pander um Haaresbreite. Bereits eine Minute danach köpfte Berko eine Flanke von Alexandru Paraschiv knapp neben das Tor. In Minute 10 strich ein Kopfball von Jannik Marz am Tordreieck vorbei. Bei einem Gegenangriff der Gäste war VfR-Schlussmann David Nreca-Bisinger rechtzeitig zur Stelle.

    In der 17. Minute ging der VfR in Führung. Nach einem Eckball von Alexander Esswein stieg der aufgerückte Innenverteidiger Christian Kuhn am höchsten und besorgte per Kopf die 1:0-Führung der Gastgeber.

    Die abstiegsbedrohten Neckarsulmer gaben sich aber noch nicht geschlagen und bekamen in der 21. Minute die Ausgleichschance, als einer ihrer Stürmer nach einem Eckball zum Kopfstoß kam, dessen Einschlag der VfR-Torwart aber mit einer Glanzparade verhinderte. Die Gäste zeigten sich im Mittelfeld durchaus passsicher, kamen aber selten in die gefährlichen Zonen, In der 40. Minute hätte es brenzlig für den VfR werden können, aber ein günstig postierter Stürmer kam per Kopf nicht an den Ball.

    Im 2. Durchgang blieben die Gäste weiter offensiv, hatten aber in der 52. Minute das Nachsehen. Ein Tempogegenstoß des VfR landete bei Alexander Esswein in der Spitze. Der spielte den Torwart aus und vollstreckte souverän. Der Treffer gab den Rasenspielern Selbstvertrauen und ihrem Kombinationsspiel Sicherheit. Die Mannschaft blieb in der Abwehr konsequent und trug ihre Angriffe schnell und präzise nach vorne.

    Neckarsulm gab sich aber noch nicht geschlagen und hatte in der 83. Minute die große Chance noch einmal heranzukommen. Torwart und Abwehrspieler des VfR hatten in Strafraumnähe den Ball vertändelt. Der einschussbereite Gästestürmer wurde im Strafraum gelegt und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. VfR-Torwart David Nreca-Bisinger ahnte jedoch die Ecke und parierte den fälligen Strafstoß. Und er hielt seinen Kasten weiter sauber. Mit drei aufeinander folgenden Glanzparaden brachte er Türkspor in der eine Minute darauffolgenden Strafraumszene regelrecht zur Verzweiflung.

    In der Schlussphase der Partie stürmte der VfR wie entfesselt. In der 86. Minute landete eine Querpassstafette beim freistehenden Christoph Becker, der auf 3:0 erhöhte. Kurz darauf hatten Pasqual Pander (87.) und Alexander Esswein, der den Pfosten traf, weitere Tormöglichkeiten. Den Endstand von 4:0 herzustellen, war schließlich Robin Becker vorbehalten, der nach langer Verletzungspause in seinem 1. Saisonspiel kurz vor Spielschluss eingewechselt worden war und den letzten Eckball der Begegnung per Kopf im Neckarsulmer Tor versenkte.

    VfR-Trainer Marcel Abele lobte die Mannschaft für ihr konsequentes Spiel und versprach, dass die Mannschaft im am kommenden Samstag anstehenden Pokalfinale gegen den SV Waldhof alles in die Waagschale werfen wird, um dem Favoriten Paroli zu bieten.

    Aufstellung VfR:
    Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Sentürk (89. Kadner), Stellwagen (80. C. Becker) – Krüger, Marx – Paraschiv (68. Thum), Esswein (90. R. Becker) – Pander, Berko (59. Seifert)

    Aufstellung Türkspor Neckarsulm:
    Rombach – Marmein, Hellmann, di Biccari, Sohm (79. Bilgin), Dietrich, Trianni (62. Lettieri), Grupp, Alabas, Brockman (59. Kilic), Giles Sanchez

    Tore:
    1:0 Kuhn (17.)
    2:0 Esswein (52.)
    3:0 Christoph Becker (86.)
    4:0 Robin Becker (90.+1)

    besondere Vorkommnisse:
    Nreca-Bisinger hält Foulelfmeter (83.)

    Schiedsrichter:
    Maurice-Alexander Bollheimer, SV Langensteinbach

  • Mutmacher für die nächsten Aufgaben

    VfR Mannheim hielt bei der 0:3 (0:1)-Niederlage im Pokalfinale gegen den SV Waldhof Mannheim über weite Strecken sehr gut dagegen.

    (mk) Mit aufrechtem Gang marschierten die Spieler des VfR Mannheim nach der 0:3 (0:1)-Niederlage im Finale des bfv-Rothaus-Pokals zu der sehr gut gefüllten Westtribüne im Carl-Benz-Stadion. Die Reaktion des blau-weiß-roten Anhangs fiel positiv aus. Warmer und anerkennender Applaus goutierte den couragierten Auftritt der Mannschaft gegen den Drittligisten SV Waldhof Mannheim. Auch wenn der große Traum von der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals platzte, so durften die Rasenspieler trotzdem Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben in der Aufstiegsrelegation tanken. Leistungstechnisch konnte der Oberligist durchaus die eine oder andere Duftmarke setzen.

    Vor knapp 17.000 Zuschauern starteten die Blau-Weiß-Roten forsch und provozierten den SVW früh zu einem Ballverlust. Umut Sentürks Abschluss aus knapp 20 Metern segelte zwar über die Latte, ließ aber auf einen spannenden Fußballvormittag hoffen (2.). „Wir kamen sehr gut in das Spiel rein und haben gezeigt, dass wir hier etwas holen wollen“, lobte der VfR-Coach den verheißungsvollen Auftakt seiner Mannschaft.

    Der favorisierte SVW fand nach den unruhigen Auftaktsekunden jedoch sehr schnell in die Partie. Luc Holtz‘ Mannschaft wirkte ballsicher, agierte griffig in den Zweikämpfen und kombinierte sich des Öfteren in den blau-weiß-roten Sechzehner. Folgerichtig entstanden erste blau-schwarze Torgelegenheiten. Nach zehn Minuten musste David Nreca-Bisinger zunächst einen Abschluss Samuel Abifades aus verheißungsvoller Position entschärfen, ehe Terrence Boyd die anschließende Ecke haarscharf am langen Pfosten vorbeiköpfte (10.). Der ehemalige US-amerikanische Nationalspieler erwies sich auch in den darauffolgenden Minuten als Dreh- und Angelpunkt des Waldhöfer Spiels. Boyd setzte nicht nur seinen Körper geschickt ein, sondern verteilte auch die Bälle klug. Nach knapp 20 Minuten musste der VfR ebenfalls mit den hohen Abschlussqualitäten des Mittelstürmers bittere Erfahrungen machen. Humorlos hämmerte der im Strafraum ungedeckte Boyd nach einer Körperdrehung den Ball in die Maschen und brachte somit den Favoriten in Front (19.). Die Führung des SVW kündigte sich zu diesem Zeitpunkt bereits an. Der VfR verteidigte zwar mit maximaler Leidenschaft, nichtsdestotrotz fand die Partie aufgrund des blau-schwarzen Pressings über weite Strecken in der blau-weiß-roten Hälfte statt. „Es war sehr schwer, diese Wucht zu verteidigen“, merkte Abele an. Ein Kaliber wie den SV Waldhof Mannheim ist seine Mannschaft in der Oberliga nicht gewohnt. „Wir mussten sehr viel investieren, passen einmal nicht auf und dann schweißt Terrence Boyd den Ball mit links in den Winkel rein“, verwies er ebenfalls auf die hohe individuelle Klasse der Waldhof-Spieler.

    Nach dem 0:1 verflachte die Partie ein wenig. Der SVW kontrollierte das Geschehen, ohne Nreca-Bisingers Gehäuse unter Dauerbeschuss zu nehmen. Gelegentlich schaffte es der Favorit jedoch, sich in den VfR-Strafraum zu kombinieren und den blau-weiß-roten Schlussmann zu prüfen. Sowohl Abifade (26., 41.) als auch Diego Michel (38.) hätten für Waldhof erhöhen können, doch in ihren Abschlüssen fehlten sowohl Wucht als auch Präzision. Darüber hinaus fungierte Nreca-Bisinger als sicherer Rückhalt.

    Gegen Ende der ersten Halbzeit konnte sich der VfR seinerseits gelegentlich in Richtung Waldhöfer Tor vorarbeiten. Kurz vor dem Pausenpfiff verbuchte der Oberligist zwei aufeinanderfolgende Ecken sowie einen Einwurf aus aussichtsreicher Position für sich. Auch wenn der Waldhof bis zu diesem Zeitpunkt einen seriösen Auftritt hinlegte, so war der VfR keineswegs chancenlos unterlegen. Häufig fehlte der finale Pass, um hochkarätige Großchancen zu kreieren. Dementsprechend herrschte beim VfR-Anhang Zuversicht bezüglich der zweiten 45 Minuten. „Wir haben uns in der Halbzeit Mut zugesprochen“, erklärte Abele. Das Ziel: Geradlinigeren Fußball zu spielen und häufiger in den Sechzehner des SVW einzudringen.

    Dieses Vorhaben glückte. Nach Wiederanpfiff schafften es die Blau-Weiß-Roten, sich durch längere Ballbesitzphasen in Richtung Waldhöfer Tor vorzuarbeiten. Sowohl über den rechten als auch über den linken Flügel kreierte der Oberligist Gefahrenmomente und ließ die Abwehr des Favoriten auf Hochtouren arbeiten. Wie bereits gegen Ende der ersten Halbzeit fehlte jedoch auch im zweiten Durchgang der finale Pass. Als Paradebeispiel lässt sich eine scharfe Hereingabe Kevin Krügers anführen, die Waldhofs Verteidigung gerade noch so zur Ecke klären konnte (53.). Den 17.000 Zuschauern offenbarte sich nun aber ein offener Schlagabtausch mit spielfreudigen Rasenspielern, denen schlicht und ergreifend der berühmte letzte Tick zum Glück fehlte. Da entweder der finale Pass nicht ankam oder irgendein Waldhöfer Fuß den blau-weiß-roten Abschluss blockte, fiel der Ausgleich nicht.

    Mitten in einer starken blau-weiß-roten Phase folgte der Nackenschlag für den Oberligisten. Louvis Bierschenk verwertete eine Rückgabe seines Teamkollegen und hämmerte den Ball in die Maschen zum vorentscheidenden 0:2 (70.). 20 Minuten vor Ende einen Zwei-Tore-Rückstand gegen einen zwei Ligen höher spielenden Kontrahenten bei brütender Hitze aufzuholen, glich einer unrealistischen Mammutaufgabe. Der VfR gab sich dennoch nicht geschlagen und agierte weiterhin als ebenbürtiger Gegner. Anstelle des Ehrentreffers fiel nach einem Konter jedoch das 0:3 für den SVW. Julian Rieckmann scheiterte im Eins-gegen-Eins zunächst an Nreca-Bisinger, erzielte im Nachsetzen jedoch den dritten Waldhöfer Treffer des Tages. „Alles in allem war es ein verdienter Sieg“, erkannte Abele die Leistung des SV Waldhof an.

    Aufstellung VfR Mannheim:
    Nreca-Bisinger – Stellwagen (87. Kadner), Akoto, Kuhn, Sentürk, Marx, Krüger (81. Veselaj), Paraschiv (69. Seifert), Esswein, Pander (88. C. Becker), Berko (74. Thum)

    Aufstellung SV Waldhof Mannheim:
    Nijhuis – Klünter, Sietan (74. Sechelmann), Ogbemudia, Ba (87. Yigit) – Thalhammer, Bierschenk – Michel (81. Muteba N’Tumba), Thill (58. Ferati), Abifade (74. Rieckmann) – Boyd

    Tore:
    0:1 Boyd (19.) 0:2 Bierschenk (70.) 0:3 Rieckmann (85.)

    Schiedsrichter: Niklas Diehm

    Zuschauer: 16.951

  • Gelungene Generalprobe

    VfR Mannheim schlägt Oberachern und tankt Selbstvertrauen

    (mk) Fünf Tage vor dem ersten Aufstiegsspiel gegen den FC Eddersheim sammelte der VfR Mannheim nochmals Selbstvertrauen und bezwang den SV Oberachern vor heimischem Publikum mit 4:2 (1:1). Im Rhein-Neckar-Stadion herrschte über die gesamten 90 Minuten eine gelöste Atmosphäre. Der Begegnung mit dem starken Kontrahenten aus dem Schwarzwald wohnte aufgrund der anstehenden Aufgaben nicht mehr die ganz große Brisanz inne. Für den VfR standen zwei Ziele im Vordergrund. Erstens: Die Blau-Weiß-Roten wollten sich mit einem Sieg in die Aufstiegsspiele verabschieden. Zweitens: Kein Spieler sollte sich einen Platzverweis oder eine Verletzung zuziehen. Beide Vorhaben gingen auf.

    In den ersten zehn Minuten hatte der SVO mehr von der Partie und verbuchte auch den einen oder anderen Abschluss. Nach einer guten Viertelstunde bekam Lennart Thum jedoch einen präzisen Steckpass aus dem Mittelfeld zu fassen, blieb im Eins-gegen-Eins mit dem gegnerischen Keeper eiskalt und schob ins lange Eck zum 1:0 ein (17.). Mit der Führung im Rücken entwickelte der VfR Dominanz und hätte auf 2:0 erhöhen können. Die beste Gelegenheit auf den zweiten Mannheimer Treffer hatte Alexander Esswein. Thum tankte sich über die rechte Seite durch und legte mit einem horizontalen Flachpass für den Teamkapitän auf. Dieser scheiterte aus kurzer Distanz am reaktionsschnellen Gästekeeper Redl. Wenige Zeigerumdrehungen später versuchte Esswein nochmals sein Glück von der linken Strafraumkante. Der VfR war nun ganz klar am Drücker.
    Nach ca. 30 Minuten verflachte die unterhaltsame Partie jedoch ein wenig. Turbulent wurde es allerdings noch einmal kurz vor der Pause. Schiedsrichter Marvin Maier zeigte nach einer Zweikampfsituation im Mannheimer Strafraum auf den Punkt und entschied auf Strafstoß. Marin Stefotic schob flach ins rechte Eck ein und glich praktisch mit dem Pausenpfiff aus. Der Ausgleichstreffer tat Oberachern sichtlich gut. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff – viele Zuschauer hatten ihre Plätze noch gar nicht wieder eingenommen – folgte für den VfR die nächste kalte Dusche. Luca Fritz stellte die Gästeführung her und drehte die Partie komplett.

    Doch die Blau-Weiß-Roten gerieten aufgrund des Rückstands keineswegs in Schockstarre. Ganz im Gegenteil. Keine 180 Sekunden nach dem 1:2 besorgte Christoph Becker nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung den Mannheimer Ausgleich via Kopfball (49.). Der VfR war nun am Zug und ging vier Minuten nach dem 2:2 plötzlich wieder in Front. Erich Berko leitete eine Hereingabe auf den ebenfalls eingewechselten Tim Seifert weiter, der aus spitzem Winkel ins lange Eck einschob und das 3:2 markierte (53.). Den finalen Treffer des Tages erzielte schließlich Lennart Thum. Der blau-weiß-rote Mittelstürmer vollendete eine Flanke zum 4:2 und schnürte einen Doppelpack (67.). Drei Treffer in weniger als 20 Minuten sollten Auftrieb für die kommenden Aufgaben gegen Eddersheim und in Pirmasens geben.

    In den darauffolgenden Minuten gab es hüben wie drüben weitere vielversprechende Abschlüsse. Beide Mannschaften ließen die Zügel jedoch etwas schleifen. Weder der VfR noch die Gäste suchten in dieser Phase der Partie die intensiven Zweikampfduelle. „In beiden Richtungen war das Defensivverhalten eher luftig“, merkte VfR-Coach Marcel Abele an. Während sich Oberachern gedanklich möglicherweise bereits auf die Sommerpause freute, genoss für die Rasenspieler ein verletzungsfreies Spielende oberste Priorität. Somit entwickelte sich ein lockerer Sommerkick, der auch ohne die ganz große Intensität einen hohen Unterhaltungswert hatte. „Wir gingen auf jeden Fall mit einem sehr guten Gefühl raus“, betonte Abele. Seine Mannschaft habe nochmals Selbstvertrauen tanken können. Die Oberligasaison 2025/2026 schloss der VfR nun mit 69 Zählern sowie einem Neun-Punkte-Vorsprung auf den Tabellendritten FC Nöttingen ab. Abele spricht in diesem Kontext von einer Top-Ausbeute. „Respekt, was die Jungs geleistet haben“, lobte er die Saison seiner Mannschaft und fuhr fort: „Jetzt wollen wir auch das ganz große Ziel noch schaffen.“

    Aufstellung VfR Mannheim:
    Nreca-Bisinger, Akoto, Kuhn, Sentürk (73. Kadner), Stellwagen (50. Seifert), Rona (46. C. Becker), Marx (77. Mende), Krüger, Esswein, Berko (67. Tubluk), Thum

    Aufstellung SV Oberachern:
    Redl, Fritz (63. Güzelcoban), Sheron, Stefotic, Mörmann (63. Hauser), Gueddin (63. Burkart), Huber (90. Ludwig), Gjuraj, Weiß (78. Ibrahim), Borie, Scherer

    Tore:
    1:0 Thum (17.) 1:1 Stefotic (45.) 1:2 Fritz (46.) 2:2 C. Becker (49.) 3:2 Seifert (53.) 4:2 Thum (67.)

    Schiedsrichter: Marvin Maier

    Zuschauer: 257

  • Ein Jahr Arbeit für diesen Moment

    VfR Mannheim brennt auf den Auftakt zu den Aufstiegsspielen

    (mk) An Fronleichnam (14 Uhr) ist es so weit: Der VfR Mannheim empfängt den Vizemeister der Hessenliga, FC Eddersheim, zum ersten Aufstiegsspiel in die Regionalliga Südwest im heimischen Rhein-Neckar-Stadion. Alle relevanten Informationen zur Partie sind im Folgenden zusammengefasst:

    Der Gegner Mit 64 Punkten aus 34 Partien belegte der FC Eddersheim den zweiten Platz der Hessenliga. Somit fuhren die Hattersheimer fünf Punkte weniger als der VfR Mannheim ein. Auch das Torverhältnis spricht in dem mit maximaler Vorsicht zu genießenden Quervergleich für die Quadratestädter. Während Eddersheim eine Differenz von +25 aufweist, beträgt diese bei den Rasenspielern +47. Des Weiteren tat sich der FCE in der Rückrunde ohne seine beiden Topspieler Dominik Wüst und Halil Ibrahim Yilmaz, der zuvor 23 Treffer in 15 Partien erzielte, etwas schwerer. Der Wegfall dieses Duos korrelierte mit einer schwächeren Punkteausbeute. Zuletzt konnte Eddersheim nur eine der vergangenen sechs Ligapartien gewinnen. Die Generalprobe vor den Aufstiegsspielen endete in einer 3:5 (2:3)-Niederlage gegen die U21 des SV Darmstadt 98. Trotz des Wegfalls des Duos Wüst und Yilmaz stellt Eddersheim nach wie vor eine hochklassig bestückte Mannschaft mit einigen Routiniers, die bereits höherklassig gespielt haben. Deutschlands ehemaliger U20-Nationalspieler Patrick Schorr absolvierte für den VfR Aalen sowie den FC Carl Zeiss Jena beispielsweise insgesamt 101 Einsätze in der Dritten Liga.

    Stimmen zum Spiel Sämtliche Vergleiche zwischen den beiden Mannschaften sind spätestens am Donnerstag um 14 Uhr Makulatur. Sobald Schiedsrichter Jan-Vincent Ritter die Partie eröffnen wird, werden zwei bis in die Haarspitzen motivierte Teams um den letzten verbleibenden Platz in der Regionalliga-Südwest-Saison 2026/2027 wetteifern. VfR-Cheftrainer Marcel Abele betont, dass die Spannung in der Mannschaft vor dem ersten von zwei Aufstiegsspielen sehr hoch ist. „Wir haben ein ganzes Jahr auf diese finale Phase hingearbeitet. Und nun sind wir genau in dieser drin“, berichtet Abele, der das Team am Montagabend bei einem kollektiven Mannschaftsessen nochmals einschwor. „Man spürt bei den Spielern jetzt auch eine gewisse Anspannung. Die Jungs sind auf jeden Fall alle richtig heiß“, merkt der Cheftrainer an.
    Den Kontrahenten hat der VfR in zahlreichen Videoanalysen studiert und sich darüber hinaus auch einen Eindruck vor Ort verschafft. Abeles Einschätzungen zu Eddersheim sind von großem Respekt geprägt. Der Tenor: Eddersheim ist eine echte Hausnummer, die erst einmal bezwungen werden muss. Abele lobt vor allem die spielerischen Fähigkeiten, aber auch die athletischen Qualitäten des Gegners. „Das ist wirklich eine sehr, sehr gute Mannschaft“, hält er fest und fährt fort: „Nicht umsonst ist Eddersheim Vizemeister geworden. Sie haben in der Saison vieles richtig gemacht.“

    Da der VfR jedoch nicht aus reinem Vergnügen an den Aufstiegsspielen teilnimmt, sondern das klare Ziel Regionalliga vor Augen hat, möchte er am Donnerstag die Begegnung positiv gestalten. „Wir sind bereit, den Kampf um das letzte Regionalligaticket anzunehmen“, gibt sich Abele zuversichtlich. Neben dem erhofften sportlichen Erfolg würden sich die Blau-Weiß-Roten ebenfalls über eine stattliche Kulisse im Rhein-Neckar-Stadion freuen. „Es würde uns helfen, wenn viele Leute im Stadion sind und ordentlich Lärm machen“, hofft Abele auf einige Zuschauer. Bei dem anspruchsvollen Gegner kann die Unterstützung von den Rängen durchaus von hohem Wert sein.

    Personalsituation Nach wie vor sind keine verletzungsbedingten Ausfälle zu beklagen. Des Weiteren ist kein Akteur gesperrt.

    Ticketsituation Weiterhin besteht die Möglichkeit, Tickets über den Onlineshop zu erwerben. Um lange Wartezeiten an der Tageskasse zu vermeiden, empfiehlt der Verein, von dem Onlineangebot Gebrauch zu machen.

    Hier der Link zum Onlineshop: https://indiv.themisweb.de/0665/fListeMan…dstructure=0665

    Quelle: VfR Mannheim

  • 09.06.2026
    Vorschau Aufstiegsspiele (dritte Partie)

    VfR Mannheim mit Vorteil zum "Aufstiegsfinale" in Pirmasens

    Die Entscheidung in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest steht unmittelbar bevor. Der FK 03 Pirmasens und der VfR Mannheim bestreiten am Mittwoch, 10. Juni, ab 19 Uhr das dritte und abschließende Duell. Dabei kann - inklusive des nun spielfreien FC Eddersheim - jeder der drei Teilnehmer noch auf den Aufstieg hoffen.

    Die mit Abstand komfortabelste Situation hat dabei der VfR Mannheim. Der Vizemeister der Oberliga Baden-Württemberg darf sich nach seinem Auftakterfolg gegen den FC Eddersheim (4:1) nun in Pirmasens eine Niederlage mit bis zu zwei Treffern Unterschied erlauben und würde dennoch aufsteigen. Der FK 03 Pirmasens, Tabellenzweiter der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, benötigt dagegen in seinem Heimspiel nun voraussichtlich einen Erfolg mit vier Toren Unterschied, um den Aufstieg aus eigener Kraft perfekt zu machen.

    Kurios würde es bei einem Pirmasenser Sieg mit drei Toren Differenz werden. Dann nämlich sind verschiedene Szenarien möglich. Bei einem 3:0 des FKP gegen Mannheim würde der Hessenliga-Vertreter FC Eddersheim wegen der im Vergleich zu beiden Konkurrenten mehr erzielten Tore in der nächsten Saison in der vierthöchsten Spielklasse an den Start gehen. Bei einem 5:2, 6:3 oder noch torreicherem Pirmasenser Erfolgen, hätte dagegen der FKP gegenüber Eddersheim wegen der mehr erzielten Treffer und gegenüber Mannheim wegen des dann gewonnenen direkten Vergleichs das bessere Ende für sich.

    Sonderfall: Sollte der FK 03 Pirmasens das dritte und abschließende Aufstiegsspiel ebenfalls 4:1 gewinnen, so dass alle Teams exakt punkt- und torgleich wären, dann würde erstmals in der Geschichte ein Losverfahren über den Aufstieg in die Regionalliga Südwest entscheiden.

    Die Regionalliga Südwest zeigt zusammen mit ihrem Partner LEAGUES alle Spiele live. Die Einnahmen, welche durch das Pay-per-view-Angebot generiert werden, gehen zum Großteil an die direkt beteiligten Vereine. Somit können die User mit dem Kauf eines Live-Stream-Tickets direkt ihren Verein unterstützen!

    Alle Highlights der Regionalliga Südwest gibt es kostenlos auf dem Youtube-Kanal der Regionalliga Südwest und auf OneFootball.

    FK 03 Pirmasens - VfR Mannheim
    Am Mittwoch (ab 19 Uhr) haben der FK Pirmasens und der VfR Mannheim den letzten Startplatz für die Regionalliga Südwest in der kommenden Saison 2026/2027 jeweils in der eigenen Hand. Die beiden Klubs stehen sich im dritten und abschließenden Aufstiegsspiel gegenüber. Der FKP muss dabei den Nachteil der 1:4-Niederlage beim FC Eddersheim aufholen, also im besten Fall mit mindestens vier Toren Unterschieden gewinnen. Dann wäre die Rückkehr in die 4. Liga perfekt. "Wir werden uns noch einmal sammeln und wieder aufstehen. Wir haben schon oft genug bewiesen, dass wir das können", glaubt Trainer Daniel Paulus noch an die Chance. "Wir wollen uns auf jeden Fall mit einem Heimsieg ordentlich aus der Saison verabschieden. Und wer weiß, was am Ende dabei herauskommt? Im Fußball ist alles möglich und daran müssen wir glauben."

    Der VfR Mannheim wiederum konnte sich in seiner ersten Partie gegen den FC Eddersheim (4:1) einen klaren Vorteil verschaffen. So würde dem Vizemeister der Oberliga Baden-Württemberg bereits ein Unentschieden oder auch eine Niederlage mit bis zu zwei Toren Differenz zum erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga Südwest reichen. "Es ist noch Keiner im Feier-Modus", hält Trainer Marcel Abele den Fokus hoch. "Wir haben die erste Hürde genommen und uns das Endspiel in Pirmasens verschafft. Wir werden noch einmal alles raushauen. Wir sind nur zufrieden, wenn wir am Ende auch aufsteigen."

    Text: MSPW

    Quelle: Regionalliga Südwest