Denzlinger trotzen der VfR-Offensive
VfR übernimmt die Tabellenführung
(tb) Enttäuschung machte sich breit im Rhein-Neckar-Stadion nach der Nullnummer des VfR gegen den schon fast abgeschlagenen Tabellenletzten FC Denzlingen.
Im 1. Durchgang dominierten die Rasenspieler mit gefühlten 80 Prozent Ballbesitz. Denzlingen agierte mit einer dicht gestaffelten Abwehr und machte dem VfR das Leben schwer. In Minute 14 kam der VfR zu seiner ersten klaren Torchance. Torwart Jund parierte Shaban Veselajs Schuss. Der Nachschuss von Alexandru Paraschiv ging über das Tor. Paraschiv beförderte in der 30. Minute einen Freistoß weit über das Denzlinger Gehäuse (30.). Es fehlte einfach die Präzision in den Aktionen der Rasenspieler. Kurz vor der Pause strich ein weiterer Schuss von Shaban Veselaj am Tor vorbei – ebenso der Versuch von Jannik Marx in der Nachspielzeit. Denzlingen pulverisierte die bis dahin überschaubaren VfR-Torchancen mit Glück und Geschick. Offensivaktionen des FCD fanden bis dahin nicht statt.
Nach dem Seitenwechsel drückte der VfR auf die Tube. Umut Sentürk schoss in der 47. Minute drüber und scheiterte zwei Minuten danach an Denzlingens Torwart Jund, der nun zu allem Überfluss noch begann, über sich hinauszuwachsen. In Minute 57 faustete er einen gefährlichen Schuss von Kevin Krüger aus der Gefahrenzone. In der 68. Minute kam der FCD zu seiner ersten großen Torchance. Der kurz zuvor eingewechselte Sandro Rautenberg tauchte plötzlich allein vor VfR-Torwart David Nreca-Bisinger auf, der aber Rautenbergs Abschluss bravourös entschärfte.
Der VfR erhöhte nun das Tempo und berannte mit Vehemenz das Denzlinger Tor. Die Mannschaft kämpfte leidenschaftlich um den Sieg und erspielte sich eine Torchance nach der anderen. Sentürk (70.), Veselaj (73. und 75.) scheiterten. Auch Vincent Hofer hatte bei mehreren Gelegenheiten kein Glück, kam kurz vor Schluss sogar elfmeterverdächtig zu Fall. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm. Denzlingen kam in der 85. Minute nach einem Freistoß zum Kopfball, der jedoch über das Tor strich. Hofers Versuch in der 87. Minute wurde von Torwart Jund entschärft. Dann machte der Schiedsrichter mit seinem Schlusspfiff den überraschenden Punktgewinn der Gäste perfekt.
FCD-Trainer Marco Dufner bescheinigte dem VfR nach der Partie, die besseren Torchancen gehabt zu haben und zeigte sich zufrieden mit dem Kampfgeist seiner Mannschaft, die sich das Unentschieden verdient habe. Er verwies darauf, dass seine Mannschaft in einer ganzen Reihe von Spielen unglückliche Punktverluste hinnehmen musste und hofft auf eine erfolgreichere Saisonfortsetzung nach der Winterpause.
VfR-Trainer Marcel Abele deutete zunächst an, von der Spielweise seiner Mannschaft enttäuscht zu sein. Das Spiel sei eine zähe Angelegenheit gewesen. Das Passspiel des VfR sei unsauber gewesen. In den Eins-zu-Eins-Duellen habe man oft das Nachsehen gehabt. Inzwischen kam aber die Kunde von der überraschenden Niederlage des bisherigen Tabellenführers VfR Aalen, die dem VfR Mannheim trotz des Punktverlustes die Tabellenführung der Oberliga bescherte. Abele legte daraufhin lieber den Fokus auf die bisherige Saisonleistung seiner Mannschaft, vor der er absolut den Hut ziehe.
Am Rande der Partie wurde bekannt, dass die Austragung des Aalener Nachholspiels in Denzlingen am kommenden Wochenende aufgrund der Platzverhältnisse unwahrscheinlich ist. Sollte die Partie erst im Neuen Jahr stattfinden, würde der VfR die Winterpause auf Platz 1 der Oberliga verbringen.
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Mißbach (75. C. Becker), Kuhn, Sentürk – Krüger (75. Wemhoener), Marx – Paraschiv, Esswein – Okwubor (61, Thum) Veselaj (78. Hofer)
Aufstellung FC Denzlingen:
Jund – Amrhein, Cernenchi, Garcia-Stein, Butov (55. Vanci; 83. Disch)), Boye, Gehring, Weizel (71. Zimmermann), Schultis, Eggert (46. Riggenmann), Ebel (63. Rautenberg)
Tore:
Fehlanzeige
Zuschauer:
347
Schiedsrichter:
Janik Wieland, TSG Waldenburg
Beiträge von Schwalbe
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Moral bewiesen
Trotz schwieriger Bedingungen und Rückstand starten die Rasenspieler bei der TSG Backnang mit einem 4:2 (2:2)-Erfolg in die Rückrunde
(mk) Einfach war die Aufgabe für den VfR Mannheim bei der TSG Backnang nicht. Wie erwartet fand das Auswärtsspiel an der Murr auf einem ungewohnten Kunstrasenplatz statt. Für die technisch versierten Quadratestädter stellte die kleine, vereiste und schwer zu bespielende Fläche eine beachtliche Herausforderung dar. „Wir mussten unser Spiel ein wenig anpassen“, erklärte VfR-Trainer Marcel Abele im Anschluss an die Partie. „Normalerweise spielen wir mit vielen flachen Pässen über das Zentrum, doch das war aufgrund der zahlreichen ‚Flipperbälle‘ nur schwer möglich.“ Unterm Strich konnten die Blau-Weiß-Roten trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes gut gelaunt die Heimreise antreten. Der 4:2 (2:2)-Auswärtssieg markierte den in dieser Saison bereits achten „Dreier“ auf fremdem Territorium. „Ich muss vor der Moral dieser Mannschaft den Hut ziehen“, lobte Abele vor allem den Kampfgeist und die Einstellung seines Teams.
Gleich zu Beginn des Spiels passten sich die Mannheimer den ungewohnten Rahmenbedingungen an und diktierten das Geschehen. Rasch mündeten die kurpfälzischen Offensivbemühungen in vielversprechende Torchancen; beispielsweise hämmerte Shaban Veselaj in der Anfangsphase das Leder gegen das Aluminium. Nach einer guten Viertelstunde war es schließlich so weit: Resultierend aus einem hohen Ballgewinn legte Alexander Esswein für Alexandru Paraschiv quer, der souverän zur bereits in der Luft liegenden Führung einschob (16.).
Vielleicht stellten sich Teile des mitgereisten Anhangs bereits auf einen entspannten Fußballnachmittag im winterlichen Schwabenland ein, doch wenige Zeigerumdrehungen später kippte die Partie. Bereits fünf Minuten nach Paraschivs erstem Treffer verwertete Backnangs Flavio Santoro einen Foulelfmeter zum Ausgleich (21.). Kurze Zeit später rutschte VfR-Innenverteidiger Alexander Mißbach weg und ermöglichte Fabijan Domic das 1:2 (25.). Nun stand der VfR vor einer kniffligen Situation: Auf der einen Seite rannten die Rasenspieler plötzlich einem Rückstand hinterher, auf der anderen Seite konnten sie auf dem holprigen Geläuf ihre spielerische Klasse nur schwer entfalten. Diese Begegnung, so viel stand fest, musste auch über den Kampf gewonnen werden.
Der Tabellenzweite nahm die Herausforderung an und stellte durch Paraschiv noch vor der Pause den Ausgleichstreffer her (43.). In dieser Aktion entpuppte sich Backnangs Klärungsversuch einer Mannheimer Flanke als Bumerang. Paraschiv konnte das Leder aus gut 16 Metern mit einem wuchtigen Volleyschuss in den Maschen versenken und noch vor dem Pausentee das 2:2 erzielen.
Nach Wiederanpfiff blieb der VfR am Drücker und hatte durch Esswein die Großchance auf das 3:2. Der ehemalige Bundesligaspieler wurde von Lennart Thum bedient, sein Abschluss zischte jedoch knapp am langen Pfosten vorbei. Eine gute Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit ließ der Teamkapitän jedoch seine gesamte spielerische Klasse aufblitzen und überwand den Keeper mit einem sehenswerten Schlenzer zum 3:2 (74.). Den Schlusspunkt setzte Paraschiv, der nach einem Querpass aus kurzer Distanz zum 4:2 (86.) vollendete und sich für seinen Hattrick feiern lassen durfte. „Der Jubel war danach natürlich grenzenlos“, berichtete Abele über die Emotionen nach Abpfiff. „Wir haben bereits die Hinrunde mit 41 Punkten abgeschlossen und konnten nun zum Rückrundenauftakt wieder einen Dreier einfahren. Das ist sensationell“, freute sich der VfR-Coach über den gelungenen Auftakt in die zweite Saisonhälfte.
Aufstellung TSG Backnang:
Brauns – Glaser (76. Birzer), Pöhler (88. Suckut), Santoro, Domic, Parharidis, Asare (76. Benkeser), Tichy (29. Gashi), Gleißner (89. Häußermann), Hornek, Müller.
Aufstellung VfR Mannheim:
Nreca-Bisinger – C. Becker (90. Okwubor), Mißbach, Kuhn, Akoto, Sentürk, Marx, Krüger, Paraschiv (88. Wemhoener), Esswein (87. Hofer), Veselaj (71. Thum).
Tore:
0:1 Paraschiv (16.) 1:1 Santoro (21., Foulelfmeter) 2:1 Domic (25.) 2:2 Paraschiv (43.) 2:3 Esswein (74.) 2:4 Paraschiv (86.)
Schiedsrichter: John Bender
Zuschauer: 100 -
VfR unterstreicht seine Meisterschaftsambitionen
7:1-Sieg in Oberachern
(tb) Mit einer auswärts selten gesehen Glanzleistung wies der VfR Mannheim die bisher im oberen Tabellendrittel rangierenden Gastgeber vom SV Oberachern in die Schranken und nahm ihnen in jeder Spielphase die Hoffnung auf einen Punktgewinn.
Von Beginn an übernahm der VfR die Initiative, presste früh durch konsequentes Anlaufen und ließ dem SVO bei eigenem Ballbesitz kaum Luft zum Atmen. In der 12. Minute eröffnete Alexandru Paraschiv den Torreigen mit einem direkt verwandelten Freistoß in den Torwinkel. Die nächste Riesenchance hatte Shaban Veselaj in der 18. Minute, der sich – zuvor gefoult – durchsetzte und Torwart Kai-Robin Knöller zu einer Glanzparade zwang. In der 24. Minute baute der VfR seinen Vorsprung aus. Umut Sentürk wurde auf der linken Angriffsseite angespielt und setzte Shaban Veselaj in der Mitte in Szene, der das Leder geschickt annahm und nach einer gekonnten Drehung ins kurze Eck vollstreckte. Oberachern versuchte verzweifelt, ins Spiel zu kommen, wurde jedoch permanent beim Spielaufbau gestört. In der 32. Minute kamen die Gastgeber nach einem Eckstoß zum Kopfball vor dem VfR-Gehäuse, der jedoch geblockt wurde. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff landete ein zu kurz abgewehrter Ball beim heranstürmenden Jannik Marx, der aus dem Hintergrund kommend mit einem knallharten Schuss zum 0:3 abschloss.
Die Hoffnung der Gastgeber, das Spiel evtl. noch zu drehen, verflog bereits in der 47. Minute. als sich der bereits verwarnte Mus Gjurai zu einer Notbremse gegen den aufs Tor zu stürmenden Alexandru Paraschiv veranlasst sah und dafür zu Recht Gelb/Rot kassierte. Erneut war es 5 Minuten danach Alexandru Paraschiv, der aus aussichtsreicher Position am Tor vorbeischoss. Kurz darauf strich ein Schuss von Shaban Veselaj knapp am Tor vorbei. Der SVO versuchte trotz Unterzahl, dagegen zu halten und schaffte in der 61. Minute den Anschlusstreffer. Eine lange Hereingabe von links wurde offenbar vom VfR unterschätzt und landete auf dem Fuß von SVO-Torjäger Marin Stefotic, der zum 1:3 verkürzte.
Wer jetzt eine Generaloffensive der Platzherren erhofft hatte, wurde jedoch enttäuscht, denn der VfR ließ Ball und Gegner weiterlaufen und nutze die eigene Überzahl gnadenlos aus. Der eingewechselte Isaac Okwubor köpfte nach einer Flanke von Christoph Becker am Tor vorbei und scheiterte kurz darauf an SVO-Torwart Knöller. Mit einer sehenswerten Einzelleistung auf der linken Angriffsseite machte es Okwubor in Minute 68 jedoch besser und bediente Shaban Veselaj in der Mitte, der keine Mühe hatte, zum 1:4 zu vollstrecken.
Der VfR brachte nun frische Spieler und zeigte sich weiter torhungrig gegen sichtlich resignierende Platzherren. In der 75. Minute vollstreckte Alexander Esswein nach guter Vorarbeit der eingewechselten Vincent Hofer und Lennart Thum. Sechs Minuten danach netzte Vincent Hofer mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck ein. Lennart Thum, der in Minute 88 noch am Torwart gescheitert war, traf kurz vor Schluss nach einer Flanke von rechts zum Endstand. Weitere Einschüsse des VfR waren in der Schlussphase möglich, konnten jedoch vom Oberachener Torwart und seinen Vorderleuten verhindert werden.
Aufstellung SV Oberachern:
Knöller – Fritz (57. Recht), Sheron, Zwick, Stefotic (76. Burkart), Güzelcoban (57. Borie), Mörmann (53. Bauer), Gueddin (79. Barnick), Huber, Gjuraj, Weiß
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Mißbach, Kuhn, Sentürk (64. C. Becker) – Krüger, Marx (72. Hofer) – Paraschiv (72. Wemhoener), Esswein, Pander (62. Okwubor), Veselaj (71. Thum)
Tore:
0:1 Paraschiv (12.)
0:2 Veselaj (24.)
0:3 Marx (42.)
1:3 Stefotic (61.)
1:4 Veselaj (68.)
1:5 Esswein (75.)
1:6 Hofer (81.)
1:7 Thum (86.)
Zuschauer:
475
Schiedsrichter:
Christian Eiletz (SV Nollingen) -
Verdienter Heimsieg gegen Pforzheim
Trotz eines Traumtor-Gegentreffers lässt sich der VfR nicht beirren und schlägt den 1. CfR Pforzheim souverän mit 4:1 (2:1)
(mk) Freudestrahlend und bestens gelaunt gingen Spieler und Trainer des VfR Mannheim nach dem 4:1 (2:1)-Erfolg gegen den 1. CfR Pforzheim vom Platz. Der Sieg gegen die Mittelbadener liest sich nicht nur komfortabel, sondern war auch Ausdruck einer fokussierten Mannschaftsleistung.
Der VfR dominierte von Beginn an die Begegnung. Basierend auf dem vielen Ballbesitz und dem aggressiven Gegenpressing erarbeiteten sich die Blau-Weiß-Roten nach 16 Minuten einen ersten nennenswerten Abschluss. Pasqual Panders Abschluss segelte nur knapp über die Latte. Fünf Zeigerumdrehungen später fand der Mittelstürmer sein Glück aus der Distanz. Panders präziser Flachschuss aus ca. 20 Metern schlug im rechten Eck ein und markierte die sich bereits anbahnende Mannheimer Führung (21.).
Kaum hatte sich die Freude über das 1:0 beim blau-weiß-roten Anhang gelegt, folgte jedoch ein unerwarteter Nackenschlag. Pforzheims Mittelstürmer Dominik Salz bekam einen zweiten Ball zu fassen und stellte auf technisch anspruchsvolle Weise das 1:1 her. Seine Volleyabnahme im Rückwärtsgang (!) schlug direkt im Winkel ein. Der Ausgleich deutete sich nicht im geringsten an und fiel dementsprechend aus dem Nichts (23.). „Das war aber einfach gut gemacht“, zollte VfR-Coach Marcel Abele dem sechsten Saisontreffer des Pforzheimer Mittelstürmers seinen Respekt.
Der Tabellenzweite ließ sich vom unerwarteten Gegentreffer jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Nach wie vor waren die blau-weiß-roten Rasenspieler die tonangebende Mannschaft. Sowohl im Spiel mit dem Ball als auch im Spiel gegen den Ball legten die Quadratestädter eine überzeugende Vorstellung an den Tag. Dementsprechend ließ der abermalige Mannheimer Führungstreffer nicht lange auf sich warten. Erneut stand Pander im Mittelpunkt des Geschehens. Dieses Mal fungierte er aber nicht als eiskalter Vollstrecker, sondern als gefühlvoller Assistgeber. Torschütze Kevin Krüger nahm seinen perfekt platzierten Vertikalpass gekonnt auf und schob den Ball souverän an Pforzheims Keeper Sven Altmann vorbei ins lange Eck (34.). Beinahe hätte Krüger kurze Zeit später seinen starken Auftritt mit einem Doppelpack gekrönt, allerdings fehlte seinem Abschluss aus kurzer Distanz die Präzision (43.). Dem VfR war anzumerken, dass er noch vor der Pause das 3:1 erzielen wollte. Da allerdings auch Tim Seiferts Abschluss nicht im gegnerischen Gehäuse einschlug, blieb es “nur” beim 2:1 (45. + 2). Anlass zur Kritik gab es nach den ersten 45 Minuten jedoch wenig. VfR-Coach Marcel Abele sprach seiner Mannschaft fast schon ein uneingeschränktes Lob aus. „Ich habe eine top erste Halbzeit gesehen“, resümierte er nach Abpfiff. „Wir waren sehr griffig und hatten gute Ballstafetten.“ Lediglich die Chancenverwertung monierte der Chefcoach ein wenig. Gerne hätte er bereits zur Pause mit zwei Toren geführt. Nach Wiederanpfiff musste Abele allerdings nicht lange auf den nächsten Treffer warten. Shaban Veselaj vollendete einen ansehnlichen Angriff über die linke Angriffsseite zum 3:1 (50.).
Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken änderte sich etwas die Statik im Spiel. Der VfR strahlte zwar weiterhin ein hohes Maß an Sicherheit aus, nahm das gegnerische Tor allerdings nicht mehr unter Dauerbeschuss. Folgerichtig verlagerte Pforzheim die Partie nun öfters in die Mannheimer Hälfte, ohne dabei die ganz großen Torchancen zu kreieren. Lediglich Luis Miksic hätte der Begegnung nochmals Spannung einhauchen können, doch Mannheims Schlussmann David Nreca-Bisinger blieb im Eins-Gegen-Eins-Duell der Sieger (70.). Abele merkte an: „Nach dem 3:1 mussten wir phasenweise etwas mehr verteidigen. Aber auch das haben die Jungs super gemacht.“ Den Schlusspunkt eines insgesamt sehr starken VfR-Auftritts setzte Raphael Akoto. Der Flügelspieler bekam einen horizontalen Flachpass mustergültig aufgelegt und schob souverän zum 4:1-Endstand ein.
„Das war ein verdienter Sieg mit einer herausragenden ersten Halbzeit und einem ordentlichen Kampf im zweiten Durchgang“, fasste ein fast schon rundum zufriedener Marcel Abele zusammen. Auf dieser Leistung gilt es nun weiter aufzubauen. Kommenden Samstag (14.30 Uhr) sind die Blau-Weiß-Roten auswärts beim SV Oberachern gefordert. Bleiben die Rasenspieler zum sechsten Mal in Serie ungeschlagen? Abeles Ziel ist zumindest klar: „Wir möchten bis zur Winterpause noch das Maximum abrufen und alle möglichen Punkte einfahren.“
VfR Mannheim:
Nreca-Bisinger, Akoto (86. Becker), Kuhn, Mißbach, Mende, Marx, Krüger, Seifert (72. Sentürk), Esswein (87. Hofer), Pander (74. Paraschiv), Veselaj (66. Thum)
1. CfR Pforzheim:
Altmann, Portella, Osmicic, Durmus (81. Vegelin), Gudzevic, Salz, Bahm, Ulusoy (46. Causevic), Koroll, Marrone (46. Schick), Miksic.
Tore:
1:0 Pander (21.) 1:1 Salz (23.) 2:1 Krüger (34.) 3:1 Veselaj (50.) 4:1 Akoto (85.)
Zuschauer: 346
Schiedsrichter: Timo Bugglin -
Frühe Torflut sichert Auswärtserfolg
4:1-Sieg des VfR bei Türkspor Neckarsulm
(tb) Mit einem selten erlebten Blitzstart legte der VfR Mannheim die Grundlage für den Auswärtssieg beim Aufsteiger Türkspor Neckarsulm.
Gleich mit dem ersten Angriff nahm der VfR das Tor der Gastgeber in Dauerbeschuss. Die ersten beiden Versuche von Pasqual Pander und Shaban Veselaj konnten noch abgewehrt werden. Dann landete der Ball bei Kevin Krüger. Der nahm Maß und versenkte das Leder per Schrägschuss im Neckarsulmer Tor. Drei Minuten später erkämpfte sich Alexander Esswein das Leder und brachte es an die Strafraumgrenze. Dort lauerte Shaben Veselaj, der nach einem weiteren Doppelpass frei zum Schuss kam und überlegt ins lange Toreck vollstreckte. In der 9. Minute wehrte die Neckarsulmer Abwehr einen Schuss von Kevin Krüger zu kurz ab. Der Ball landete bei Sven Mende, der das Leder mit einem strammen Schuss unter der Torlatte beförderte.
Die 3:0-Führung in der Anfangsphase ließ ein Schützenfest erwarten, doch Türkspor sendete unmittelbar ein Lebenszeichen. In der 11. Minute sah Ex-Profi Pascal Sohm den Gästetorhüter David Nreca-Bisinger weit vor seinem Kasten stehen und beförderte den Ball aus ca. 30 Metern per Bogenlampe ins VfR-Tor. Der Treffer gab den Gastgebern sichtlich Auftrieb, denn sie gelangten von Minute zu Minute zu mehr Spielanteilen. In Minute 25 tankten sie sich auf der rechten Seite durch. In der Mitte verfehlte ein Stürmer das VfR-Tor nur knapp. Sieben Minuten später tauchte ein Türkspor-Spieler i Strafraum auf, doch Shaban Veselaj konnte ihn kurz vor dem Torschuss in letzter Minute vom Ball trennen.
Dem VfR gelang es nun, das Spiel etwas zu beruhige. Die Mannschaft stand sicher in der Abwehr und kam selbst zu Konterchencen. In der 37. Minute kam es zu einer Doppelchance, doch Pasqual Pander und Jannik Marx wurden beim Einschussversuch geblockt. Zwei Minuten danach verpasste Pander eine Hereingabe nur knapp.
Nach dem Seitenwechsel kämpfte Türkspor um den Anschlusstreffer und verlagerte das Spielgeschehen zunehmend in die VfR-Hälfte. In der 49. Minute strich ein Kopfball über das VfR-Tor. Sieben Minuten später wurde eine Flanke von links in der Mitte nur knapp verpasst. Drei Minuten danach rutschte ein Kopfball dem Schützen vor dem Tor von der Stirn. Auch in der 67. und 71. Minute kam es zu mehr brenzligen Situationen vor dem VfR-Kasten, als den Rasenspielern lieb sein konnte.
Türkspor spielte mit dem Mut der Verzweiflung nach vorne, war aber vor dem Tor insgesamt gesehen zu harmlos. Der VfR kam erst ab der 79. Minute wieder in Tornähe und schlug eine Minute danach zu. Der eingewechselte Lennart Thum wurde auf der linken Angriffsseite schön freigespielt und Ließ Torwart Rombach mit einem platzierten Schuss keine Chance. Beide Seiten hatten danach noch je eine Torchance. Christoph Becker nahm von der Strafraumgrenze aus Maß, zielte aber vorbei und ein Weitschuss der Gastgeber landete knapp über dem Torwinkel ins Aus. An dem Gästesieg gab es zu diesem Zeitpunkt schon keinen Zweifel mehr.
Aufstellung Türkspor Neckarsulm:
Rombach – Avdic, Marmein, Hellmann, Erdem, Sohm, Lettieri (74. Eichinger), Dietrich, Neupert, Divkovic (46. di Biccari), Alabas
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Mißbach, Kuhn – Krüger (81. Wemhoener), Mende – Marx, Esswein (60. Paraschiv), Seifert (84. Hofer) – Pander (72. C. Becker), Veselaj (76. Thum)
Tore:
0:1 Krüger (1.)
0:2 Veselaj (4.)
0:3 Mende (9.)
1:3 Sohm (11.)
1:4 Thum (80.)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: John Bender, TSV Gomaringen -
Abnutzungskampf ohne Sieger
Die Rasenspieler erarbeiten sich gegen starke Villinger einen Punkt, verpassen aber den sechsten Heimsieg in Serie.
(mk) Der vergangene Freitagabend sorgte beim VfR Mannheim für gemischte Gefühle. Einerseits brach nach dem torlosen Remis gegen den FC 08 Villingen kein tosender Applaus aus, andererseits gingen die Köpfe aber auch nicht nach unten. Gerne hätten die Blau-Weiß-Roten vor über 680 Zuschauern zwar den sechsten Heimsieg in Serie gefeiert, doch nach Abpfiff waren sich VfR-Trainer Marcel Abele und sein Kollege Steffen Breinlinger einig, dass die Punkteteilung durchaus leistungsgerecht war.
Auf dem Feld offenbarte sich bereits in den ersten Minuten ein offener Schlagabtausch. Villingen präsentierte sich keinesfalls wie ein Oberligist aus dem Tabellenmittelfeld. Defensiv standen die Schwarzwälder kompakt, offensiv ließen sie den Ball ordentlich laufen. Abele, der bereits vor der Partie Villingen als ein Top-Fünf-Team bezeichnete, fühlte sich bestätigt. Nach knapp zehn Minuten verbuchte der Gast eine erste hundertprozentige Torchance. Villingen schaltete schnell um und kombinierte sich über die linke Seite in Richtung Mannheimer Sechzehner. Der im Strafraum völlig blank stehende Fabio Pfeifhofer kam nach einer Flanke aus kurzer Distanz per Kopf zum Abschluss (9.). Da Villingens Mittelstürmer im Abschluss jedoch die Präzision fehlte, segelte der Ball über das Gehäuse von David Nreca-Bisinger.
In den folgenden Minuten gab es im Rhein-Neckar-Stadion hüben wie drüben wenig Torchancen zu vermelden. Auf Seiten des VfR schlichen sich regelmäßig Unsauberkeiten im Spielaufbau ein. Das griffige Zweikampfverhalten der Villinger erschwerte das Herausspielen klarer Torchancen zusätzlich. Zudem kreierte der Tabellenzweite wenig Gefahr aus den vielen Standardsituationen. Somit verlagerte der VfR das Geschehen zwar gelegentlich in die gegnerische Hälfte, doch die zündende Idee blieb aus. In der ersten Halbzeit prüfte lediglich Alexandru Paraschiv nach einem Steckpass von Alexander Esswein Villingens Keeper Andrea Hoxha aus spitzem Winkel (29.). Mehr Chancen gab es nicht zu vermelden. Eine Minute nach Paraschivs Gelegenheit waren die Quadratestädter sogar im Glück: Ein Distanzschuss Villingens landete am Pfosten (30.). Abele merkte an: „Wir hatten keinen geordneten Spielaufbau, wie ich ihn mir vorstelle. Daher war die Begegnung auch von vielen Zweikämpfen geprägt.“ Die gesamte Partie, so der VfR-Coach, ähnelte einem Abnutzungskampf.
Auch in den zweiten 45 Minuten blieben Torchancen Mangelware. Optisch war der VfR überlegen, doch die ganz große Gefahr erzeugte er nicht. Jannik Marx versuchte es nach einer knappen Stunde mit einem Volleyschuss aus der Distanz, sein Abschluss war jedoch zu zentral (58.). Gegen Ende der Partie erhöhte der VfR nochmals den Druck. Nun schienen Standards das probate Mittel zu sein. Zunächst hämmerte Sven Mende das Leder nach einer Ecke über das Gehäuse (81.), ehe der eingewechselte Shaban Veselaj die vielleicht beste Möglichkeit auf den Siegtreffer hatte. Der Mittelstürmer kam ebenfalls nach einer Ecke per Kopf zum Abschluss, setzte den Ball allerdings einen Ticken zu hoch an (86.). Zwei Minuten später prüfte Veselaj den gegnerischen Keeper Hoxha nochmals mit einem Abschluss von der rechten Strafraumkante, doch das Glück war ihm nicht hold (88.). Kurz vor dem Abpfiff wurde Villingens Georgios Pintidis von Schiedsrichter Felix Stephan für ein grobes Foulspiel mit der Roten Karte vom Platz gestellt. Dem VfR blieb allerdings keine Zeit mehr, um aus diesem numerischen Vorteil Kapital zu schlagen. Es blieb beim 0:0. „Die Jungs haben auf jeden Fall alles reingeworfen. Diesbezüglich kann ich ihnen keine Vorwürfe machen. Rein fußballerisch können sie es allerdings besser“, zog Abele ein gemischtes Fazit.
VfR Mannheim:
Nreca-Bisinger, Akoto, Kuhn, Mißbach, Sentürk (77. Okwubor), Marx, Paraschiv (46. Veselaj), Seifert, Mende, Esswein, Pander.
FC 08 Villingen:
Hoxha, Krieger, Busam, Pintidis, Derflinger, Tadic, Pfeifhofer (81. Müller), Sökler, Albrecht (72. Y. Spät), Liserra, Rinaldi.
Schiedsrichter: Felix Stephan
Zuschauer: 687 -
VfR erobert die Kreuzeiche
Goldenes Tor per Foulelfmeter
(tb) Der VfR Mannheim hat die knifflige Aufgabe beim SSV Reutlingen gelöst und bleibt dem Spitzenreiter VfR Aalen auf den Fersen.
Kurz nach Spielbeginn hatte der VfR die größte Torchance der 1. Halbzeit. Nach einer gekonnten Hereingabe kam Jannik Marx aus kurzer Distanz zum Schuss, der allerdings von Torwart Hozlinger entschärft wurde. In der 16. Minute blieb Volkan Rona unbedrängt mit den Stollen im Rasen hängen und fiel auf seine Schulter. Nach einer längeren Behandlungspause war klar, dass er nicht mehr weitermachen konnte. Für ihn kam Kevin Krüger und fügte sich nahtlos in das Mannschaftsgefüge ein.
Weitere Großchancen blieben im 1. Durchgang Mangelware. Reutlingen hielt gut mit und erspielte sich Feldvorteile, ohne die aufmerksame VfR-Abwehr in ernsthafte Bedrängnis bringen zu können. Der VfR lauerte auf Konterchancen, ließ aber beim letzten Pass in die Spitze die Präzision vermissen. So ging das Spiel torlos in die Pause.
Inzwischen war auch der vom VfR gecharterte Fan-Bus eingetroffen, dessen Besatzung vor dem verrauchten Stuttgarter Engelbergtunnel auf eine harte Geduldsprobe gestellt worden war. Ob es die nun zu vernehmende lautstarke Fan-Unterstützung war oder die Halbzeitansprache von Trainer Marcel Abele, sei erst einmal dahingestellt. Jedenfalls kamen die Rasenspieler hoch motiviert aus der Kabine, nahmen die Zweikämpfe an und verlagerten das Spielgeschehen zunehmend in Richtung SSV-Tor.
Das Spiel nahm jetzt richtig Fahrt auf, denn auch Reutlingen wurde gefährlicher. In Minute 54 boxte VfR-Schlussmann David Nreca-Bisinger einen Markopoulos-Lupfer gerade noch über die Torlatte. Zwei Minuten danach sah er sich bei einem Reutlinger Fernschuss erneut zu einer Glanzparade gezwungen. Kurz darauf war er mit dem Spielglück im Bunde, als ein Reutlinger Stürmer aus kurzer Distanz zum Schuss kam, diesen jedoch ins Tor-Aus verzog. Reutlingen war in dieser Spielphase richtig am Drücker.
Der VfR antwortete. In der 61. Minute zappelte das Leder nach einem Schuss von Pasqual Pander plötzlich im SSV-Tor, jedoch hatte der Schiedsrichter bereits wegen einer Abseitsstellung abgepfiffen. Zwei MInuten danach konnte sich auch Torwart Hozlinger bei einem Schuss von Alexander Esswein auszeichnen. In der 65. Minute brachte Trainer Abele Alexandru Paraschiv, der in in den letzten vier Spielen verletzt gefehlt hatte und dem die Spielfreude nach seiner Einwechslung sichtlich aus allen Poren drang. Der Druck des VfR wurde immer stärker. In der 62. Minute dribbelte sich VfR-Torjäger Pasqual Pander in den Strafraum und wurde gelegt. Der Pfiff des Schiedsrichters erfolgte unmittelbar. Das war ein Fall für Kapitän Alexander Esswein, der den fälligen Elfmeter platziert zum Tor des Tages im SSV-Tor versenkte.
Reutlingen antwortete mit einem 4-fachen Spielerwechsel und erspielte sich noch einige Chancen. So strich in Minute 79 ein strammer Schuss über die VfR-Torlatte und kurz vor Ende der regulären Spielzeit krönte Torwart David Nreca-Bisinger seine heutige Leistung mit einer weiteren Glanzparade. Dazwischen nahm der VfR geschickt Zeit von der Uhr, ließ nichts mehr zu und durfte beim Schlusspfiff den ersten Sieg im Kreuzeiche-Stadion seit 10 Jahren bejubeln.
Aufstellung SSV Reutlingen:
Hozlinger – Hageloch (77. Reichardt), Puseljic, Toth, Gangloff (76. M. Kuhn), Markopoulos, Vochatzer (77. Wally), Schaal (65. Majewski), Plattenhardt, Ruzicka (77. Schmalz), Vogler Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Mißbach, Sentürk (78. Okwubor) – Marx, Rona (16. Krüger) – Esswein, Seifert (65. Paraschiv) – Thum (56. Veselaj), Pander (79. C. Becker) Tor:
0:1 Esswein (73. Foulelfmeter) Schiedsrichter:
Maurice Rummel, TSV Frommern-Dürrwangen -
Mich wundert, dass der SGV Freiberg bei fast 100 km Entfernung das Aalener Stadion überhaupt in Betracht zieht.
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Blitzstart ebnet Weg zum klaren Heimsieg
VfR Mannheim lässt dem Aufsteiger aus Singen beim souveränen 4:0 keine Chance
(mk) Keine 72 Stunden nach dem Einzug ins Halbfinale des bfv-Pokals war der VfR Mannheim wieder in der Liga gegen den Türkischen SV Singen gefordert. Cheftrainer Marcel Abele nutzte die Breite seines Kaders und rotierte im Vergleich zur Partie in Eppelheim ordentlich durch. Insgesamt nahm der VfR-Coach fünf Änderungen vor. Abeles Rotation sollte sich lohnen: Nach 90 äußerst einseitigen Minuten setzte sich der VfR souverän und hochverdient mit 4:0 (3:0) gegen den südbadischen Aufsteiger durch.
Bereits nach wenigen Sekunden schlug es im Gehäuse der Gäste ein. Lennart Thum marschierte unaufhaltsam Richtung Singener Tor, fasste sich kurz vor der Strafraumgrenze ein Herz und bescherte mit einem trockenen Abschluss die frühe Mannheimer Führung (1.). „Gegen solch einen frühen Treffer wehrt sich kein Trainer der Welt“, freute sich auch VfR-Coach Marcel Abele über das rasche 1:0. Mit dem Vorsprung im Rücken versprühte der VfR in den folgenden Minuten ein hohes Maß an Souveränität. Der Tabellenzweite ließ Ball und Gegner geschickt laufen. Das 2:0 schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Nach gut 20 Minuten zog Volkan Rona von der rechten Seite in den Strafraum und konnte nur regelwidrig vom Ball getrennt werden. Schiedsrichterin Selina Menzel pfiff und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Alexander Esswein eiskalt mit einem wuchtigen Schuss in den linken Winkel (22.).
An der Statik des Spiels änderte auch der zweite VfR-Treffer nichts. Die 334 Zuschauer sahen dominant agierende Quadratestädter, die dem Kontrahenten keinen Raum zur Entfaltung ließen. Aggressives Mannheimer Gegenpressing ermöglichte frühe Ballgewinne und eröffnete gleichzeitig die Chance auf weitere Treffer. Als Singen sechs Minuten vor dem Pausenpfiff einen zaghaften Angriffsversuch startete, eroberte Rona in der eigenen Hälfte den Ball und leitete somit den nächsten Treffer ein. Thum legte quer für Pasqual Pander, der den Konter problemlos zu seinem achten Saisontreffer vollenden konnte (39.). Zur Pause durfte der blau-weiß-rote Anhang mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein. Der Türkische SV hatte nicht den Hauch einer Chance. „Spätestens mit dem 3:0 war allen klar, dass diese Partie entschieden ist“, zweifelte auch Marcel Abele nicht mehr an dem fünften Heimsieg in Serie.
Trotz des deutlichen Zwischenstandes bestand der VfR-Coach während seiner Halbzeitansprache darauf, die Begegnung „seriös zu Ende zu spielen und auf weitere Tore zu gehen“. Offensichtlich weckte aber auch Singens Coach Ali Günes sein Team ein wenig auf. Zu Beginn des zweiten Durchgangs wirkte der Gast von der deutsch-schweizerischen Grenze etwas druckvoller, ohne dabei VfR-Keeper David Nreca-Bisinger ernsthaft zu prüfen. Insgesamt blieben die Rasenspieler aber tonangebend und stellten durch Pasqual Pander den 4:0-Endstand her (70.). Der blau-weiß-rote Mittelstürmer wurde mit einem präzisen Vertikalpass bedient und vollendete mit einem sauberen Abschluss ins lange Eck. Sein Doppelpack gegen Singen spülte Pander übrigens an die Spitze der aktuellen Torschützenliste der Oberliga Baden-Württemberg. Neun Tore hat zu diesem Zeitpunkt noch kein anderer Akteur in dieser Spielklasse markiert.
Auch nach dem 4:0 hätte die Partie noch deutlicher ausgehen können. Der eingewechselte Shaban Veselaj versuchte zweimal sein Glück an der Strafraumgrenze, doch die Abschlüsse waren einen Ticken zu zentral (72., 90.). So blieb es bei einem unterm Strich hochverdienten und ungefährdeten 4:0-Heimerfolg. „Wir hatten eine gute Schärfe in unserem Spiel und ließen keine Torchance des Gegners zu. Uns ist es gelungen, bereits in der gegnerischen Hälfte die Bälle durch Gegenpressing zurückzugewinnen. Das ist Fußball, wie ich ihn mir vorstelle“, lobte Abele den Auftritt seiner Mannschaft. Ein wenig mehr Zug zum Tor wäre zwar wünschenswert gewesen, doch das sei laut dem VfR-Coach „Meckern auf hohem Niveau“.
VfR Mannheim:
Aufstellung: Nreca-Bisinger, Sentürk (65. Seifert), Kuhn, Mißbach, Akoto (72. Okwubor), Rona (72. C. Becker), Marx (68. Wemhoener), Mende, Esswein (65. Veselaj), Thum, Pander.
Türk. SV Singen:
Aufstellung: Barjasic, Compagnucci Almeida, Serpa (45. Zidan), Malaj (45. Emminger), Zimmermann, Niedermann, Mboob (60. V. Bak), Karacan, Altindag (82. Hamdushi), Yilmaz (68. Hasan), Hoxha.
Tore:
1:0 Thum (1.)
2:0 Esswein (22., Strafstoß)
3:0 Pander (39.)
4:0 Pander (70.)
Zuschauer: 334
Schiedsrichterin: Selina Menzel, Karlsruhe -
VfR zieht ins Halbfinale ein
Rasenspieler gewinnen beim Landesligisten ASV Eppelheim verdient mit 5:1 und stehen erstmals seit elf Jahren wieder in der Vorschlussrunde des bfv-Pokals.
Am Ende war es der erwartet souveräne Sieg. Der VfR Mannheim setzte sich beim Landesligisten ASV Eppelheim standesgemäß mit 5:1 (3:1) durch und freute sich nach dem Abpfiff über den Einzug in die nächste Runde. Zum ersten Mal seit elf Jahren stehen die Blau-Weiß-Roten wieder im Halbfinale des Landespokals.
Zu Beginn der Partie forderte der Gastgeber dem VfR einiges ab. Die Eppelheimer warfen sich aufopferungsvoll in die Zweikämpfe und feierten jede geblockte Flanke wie einen eigenen Treffer. Kampflos geschlagen geben wollte sich der krasse Außenseiter keinesfalls. Zudem versuchte der Landesligist, Umschaltmomente zu generieren. Nach knapp zehn Minuten ergab sich für Eppelheim tatsächlich eine Kontergelegenheit: Darian Marek scheiterte aus spitzem Winkel allerdings am Außenpfosten (7.).
Der VfR ließ sich von Eppelheims unübersehbarem Kampfgeist jedoch nicht beirren. Je länger die Partie andauerte, desto sicherer agierten die Rasenspieler. Kontinuierlich nahm der Druck auf das Gehäuse der Gastgeber zu, der Führungstreffer schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. In der 25. Minute war es schließlich so weit: Tim Seifert umkurvte auf dem linken Flügel mehrere Gegenspieler und krönte sein starkes Solo mit einer flachen Hereingabe ins Zentrum. Diese verwertete Shaban Veselaj zum 1:0. Nur zwei Minuten später erhöhte Leo Wemhoener auf 2:0. Ausgangspunkt des Treffers waren erneut die starken Eins-gegen-eins-Qualitäten Seiferts. Wemhoener versenkte Seiferts finales Zuspiel aus circa 15 Metern im kurzen Eck (27.).
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen. Unter den 475 Zuschauern setzte wahrscheinlich niemand mehr einen Pfifferling auf ein Mannheimer Pokalaus. Der VfR kontrollierte das Geschehen und ließ wenig anbrennen, doch kurz vor der Pause bekam Eppelheim noch einen Freistoß zugesprochen. Dieser wurde in Richtung des langen Pfostens geschlagen, und das darauffolgende Kopfballduell entschieden die Eppelheimer für sich. Im Zentrum stand Ulis Tahiraj goldrichtig und vollendete die Kopfballverlängerung zum 1:2-Anschlusstreffer (42.). Doch der VfR versetzte dem Gegner noch vor der Pause den nächsten Nackenschlag. Eppelheims stark aufspielender Torhüter Steven Baumann ließ einen Abschluss nach vorne abprallen und ermöglichte es Veselaj, trocken zum 3:1 abzustauben (45.+2). In der zweiten Halbzeit ließen Seifert (51.) und Veselaj (55.) rasch die verbleibenden Eppelheimer Träume endgültig platzen. Der VfR kreierte weitere hochkarätige Chancen und hätte das Ergebnis noch höher gestalten können. Am Ende blieb es aber bei einem souveränen 5:1-Erfolg und dem damit verbundenen Einzug ins Halbfinale.
„Ich habe den Jungs bereits vor dem Spiel gesagt, dass es vollkommen egal ist, wer uns gegenübersteht. Mir war es wichtig, dass Eppelheim uns bezüglich der Emotionalität und Zweikampfschärfe nicht überlegen ist“, erklärte Cheftrainer Marcel Abele nach der Partie. Mit dem Endresultat zeigte sich der Coach erwartungsgemäß einverstanden. „Mir war es auch sehr wichtig, dass die Begegnung seriös zu Ende gespielt wird“, berichtete Abele, der sich allerdings eine noch bessere Chancenverwertung gewünscht hätte. „Am Ende gewinnen wir aber mit 5:1 und stehen im Halbfinale. Damit bin ich auf jeden Fall einverstanden“, schloss der Chefcoach seine Ausführungen zufrieden ab.
Aufstellung ASV Eppelheim:
Baumann, Eisele, von Geiso (56. Cabrera), Marek, Geißelmann (53. Gaisbauer), Jammerthal (63. Münster), Neumann (56. Hartmann), Kümmerling, Hildebrandt, Ziemski (73. Pignotti), Tahiraj.
Aufstellung VfR Mannheim:
Pedretti, Akoto, Kuhn, Krüger (66. Thum), Veselaj, Esswein (58. Hofer), Marx (46. Mende), Wemhoener, Sentürk (46. Mißbach), Rona (58. Okwubor), Seifert.
Tore:
0:1 Veselaj (25.)
0:2 Wemhoener (27.)
1:2 Tahiraj (42.)
1:3 Veselaj (45.+2)
1:4 Seifert (51.)
1:5 Veselaj (55.)
Zuschauer: 475
Schiedsrichter: Raphael Kastner -
Kalte Dusche für den VfR
KSC II gelingt das Siegtor in letzter Minute
(tb) Der VfR Mannheim hat das Auswärtsspiel beim Karlsruher SC II mit 1:2 verloren. Da Verfolger VfR Aalen seine Partie in Singen gewann, hat er nun wieder die Tabellenführung übernommen.
Die Platzherren starteten stürmisch in die Begegnung und erzielten bereits in der 3. Minute die Führung. Nach einem Eckball von links stieg Jakob Distelzweig in der Mitte am höchsten und ließ VfR-Torwart David Nreca-Bisinger mit einem schulmäßigen Kopfball keine Chance. Die Antwort des VfR ließ nicht lange auf sich warten. Pasqual Pander wurde auf der linken Außenbahn auf die Reise geschickt und erzielte mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck den Ausgleich.
In der wilden Anfangsphase reihte sich hüben wie drüben eine Torchance an die andere. In der 8. und 9. Minute visierte Alexander Esswein gleich zweimal den Karlsruher Kasten an, und scheiterte jeweils nur knapp. Kurz darauf visierte der KSC das VfR-Tor an, jedoch konnte die VfR-Abwehr gerade noch klären. Lennart Thum (13.) Kevin Krüger (17.) und erneut Esswein (19.) verfehlten entweder das Tor oder wurden in höchster Not noch gestoppt.
Ab der 20. Minute war der VfR sichtlich bemüht, das Spiel zu beruhigen, ließ den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren und übernahm die Spielkontrolle. Der KSC zog sich zurück, machte die Räume eng und beschränkte sich auf die Abwehrarbeit.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck und drängten auf den Siegtreffer. Thum hatte ihn auf dem Fuß, scheiterte Jedoch an KSC-Torwart Aki Koch (47.) Umut Sentürks Freistoß Richtung kurzes Toreck konnte Koch gerade noch parieren (51.). Ein weiterer Freistoß zischte knapp am Tor vorbei (63.) Der VfR war jetzt drückend überlegen. Ein Ball nach dem anderen wurde zumeist hoch in die Mitte gespielt, jedoch konnte die robuste KSC-Abwehr um Kapitän Marlon Dinger alles abräumen.
Nach etwa 70 Minuten gelang es dem KSC, das Spiel offener zu gestalten und seinerseits einige Angriffe auf das Gästetor zu fahren. In der 71. Minute kam ein KSC-Stürmer nach einer verunglückten Rückgabe von Raphael Akoto zum Schuss, jedoch konnte Torwart Nreca-Bisinger den Einschlag gerade noch verhindern und so die bis dahin größte KSC-Chance vereiteln.
VfR-Trainer Marcel Abele hatte bis dahin weitere Offensivkräfte eingewechselt, um das Siegtor zu erzwingen. Jannik Marx´ strammer Distanzschuss war schon auf dem Weg ins Gehäuse (77.), jedoch fuhr ein Karlsruher Abwehrbein noch dazwischen.
Nachdem fast die gesamte Partie das Schussglück fehlte, kam in der 89. Minute für den VfR noch Pech dazu. Nach einer Flanke konnte die VfR-Abwehr den Ball im Strafraum nicht abschließend klären. Der Karlsruher Bicki nahm Maß und versenkte das Leder zum Lucky Punch für seine Mannschaft im VfR-Tor.
Aufstellung Karlsruher SC II:
Koch – Dinger, Dettling (64. Schunck), Engel (64. Bicki), Recktenwald, Wäschenbach, Dühring (85. Hampp), Arbai, Distelzweig (68. Geigle), Sonn, Manai (68. Zengin)
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Mißbach, Sentürk (68. Marx) – Rona (84. Okwubor), Mende (68. Seifert), Krüger (75. Hofer) – Esswein, Thum (81. Veselaj), Pander
Tore:
1:0 Distelzweig (3.)
1:1 Pander (4.)
2:1 Bicki (89.)
Schiedsrichter:
Lukas Lindenmeier, SV Waltersweier
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VfR siegt knapp, aber verdient
2:1 gegen den FSV Hollenbach
(tb) In einer spannenden Partie auf gutem Oberliganiveau setzte sich der VfR Mannheim durch und behielt die Punkte bei sich.
Die Rasenspieler legten los wie die Feuerwehr und gingen bereits in der 4. Minute in Führung. Volkan Rona wurde auf der rechten Angriffsseite auf die Reise geschickt, hatte viel Raum vor sich und schloss mit einem strammen Schuss ins lange Toreck ab. Der VfR blieb am Drücker und baute die Führung in der 13. Minute aus. Nach einem Eckball von Alexander Esswein stieg Raphael Akoto vor dem Hollenbacher Tor am höchsten und ließ Torwart Purtscher mit seinem platzierten Kopfball keine Abwehrchance.
Der VfR agierte weiter spielfreudig und berannte das Gästetor mit viel Tempo. Pasqual Panders Schuss in der 20. Minute strich nur knapp am langen Torpfosten vorbei. Wenige Minuten danach verhinderte der FSV einen weiteren Einschlag, als Panders Konter im letzten Moment gestoppt wurde. Kurz darauf wurde Lennart Thums Schuss gerade noch geblockt.
Hollenbach konnte sich nun etwas befreien und kam in der 32. Minute zu seiner ersten Torchance. Nach einem gewonnenen Zweikampf auf der rechten Angriffsseite erreichte eine präzise Flanke einen am langen Pfosten lauernden Angreifer. Dessen Schuss konnte Torwart David Nreca-Bisinger zur Ecke blocken. Umut Sentürk hielt kurz vor dem Pausenpfiff aus aussichtsreicher Position drauf, allerdings war Torwart Putscher auf dem Posten.
Im 2. Durchgang gelang es dem TSV, die Partie etwas offener zu gestalten und startete einige Offensivaktionen, ohne aber die aufmerksame VfR-Abwehr zunächst in ernsthafte Bedrängnis bringen zu können. Der VfR zog sich etwas zurück und lauerte auf Konter. In der 69. Minute verfehlte ein Schuss Alexander Essweins das FSV-Tor nur knapp. Sechs Minuten danach passierte es aber dann doch. Nach einer präzisen Hereingabe von halblinks erzielte der Hollenbacher Niklas Dörr per Kopf den Anschlusstreffer.
Der FSV drängte nun auf den Ausgleich und berannte das VfR-Tor, ohne aber zu klaren Chancen zu kommen. Die Abwehr der Rasenspieler geriet unter Druck, aber sie fiel nicht. Esswein hätte bei einem Konter in der 86. Minute alles klar machen können, allerdings verhinderte Torwart Purtscher per Glanzparade die Entscheidung. In der vierminütigen Nachspielzeit hielt der VfR den Ball geschickt in den eigenen Reihen und konnte nach dem Abpfiff den knappen, aber verdienten Sieg bejubeln.
Nach der Partie zeigte sich Hollenbachs Trainer Reinhard Schenker stolz auf die Leistung seiner Mannschaft, die sich trotz der anzuerkennenden Qualität ihres Gegners in der Lage zeigte, das Spiel bis in die Nachspielzeit hinein offen zu halten.
VfR-Coach Marcel Abele bemängelte die mangelnde Effizienz beim Torabschluss seiner Mannschaft, die aufgrund der zahlreichen Chancen viel früher den Deckel hätte drauf machen müssen, freute sich aber über die drei errungenen Punkte.
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Mißbach, Kuhn, Sentürk – Marx, Mende – Esswein, Rona (72. Seifert) – Pander (84. Okwubor), Thum (75. Krüger) Aufstellung FSV Hollenbach:
Purtscher – Engelmann, J. Limbach (65. Breuninger), Scherer, Specht, Gesell (82. Hofmann), Schiek, Henning (71. Music), Omerovic, Dörr, Knapp
Tore:
1:0 Rona (4.)
2:0 Akoto (13.)
2:1 Dörr (75.)
Schiedsrichter:
Jonas Becker, SV Langensteinbach
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VfR in Essingen Chef im Ring
6:0-Kantersieg in der Ostalb
(tb) Im ersten Spiel nach der unglücklichen Niederlage in Aalen trumpfte der VfR bei der bisherigen Überraschungsmannschaft TSV Essingen auf und wies den Gegner klar in die Schranken.
Der VfR Mannheim präsentierte sich von Beginn an konzentriert mit einer starken Defensive und ersten Annährungsversuchen zum gegnerischen Tor. In der 11. Minute hatten die Rasenspieler nach einer verunglückten Rückgabe die 1. Torchance. Torwart Weisheit konnte den Ball nicht festmachen, doch Esswein und Thum kamen einen Schritt zu spät. Der TSV kam in Minute 20 zum ersten Torschuss, der Torwart David Nreca-Bisinger jedoch nicht vor ernsthafte Probleme stellte. Essingen versuchte, Nadelstiche zu setzen, ließ aber die nötige Konsequenz in der Offensive vermissen und konnte den VfR darum kaum in Verlegenheit bringen. Auf der anderen Seite häuften sich die Torchancen des VfR. In Minute 36 strich ein Fernschuss von Marx knapp am Torpfosten dabei. Fünf Minuten danach verfehlte Alexander Esswein aus zentraler Position bei der bis dahin klarsten Torchance das Essinger Gehäuse nur knapp. Kurz darauf war es dann soweit. Nach einer präzisen Flanke von Rafael Akoto fiel der Ball dem Essinger Pfänder auf den Fuß und sprang von da ins lange Tor-Eck. In der Nachspielzeit prüfte Akoto nach einer Flanke von Pasqual Pander den Essinger Schlussmann per Kopfball. Dem gelang es zwar, das Leder an den Pfosten zu lenken, bei Christian Kuhns Nachschuss war er jedoch machtlos.
Mit der komfortablen Führung im Rücken blies der VfR nach dem Seitenwechsel gleich wieder zur Attacke. Torwart Weisheit konnte einen Freistoß Kevin Krügers von rechts nicht entscheidend entschärfen. Der Ball landete auf dem Fuß Pasqual Panders, der nicht lange fackelte und das 0:3 erzielte.
Dem FSV gelang nun kaum noch etwas, Jegliche Zuversicht war offenbar geschwunden und die Abwehr blieb anfällig. Die weiteren Tore für den VfR fielen wie reife Früchte: 0:4 durch Lennart Thum, von Pander gekonnt in Szene gesetzt. 0:5 durch Pander, nachdem er selbst perfekt bedient wurde. In Minute 75 besorgte Thum mit seinem zweiten Tor das Endergebnis.
Zu vermerken wäre noch die Einwechslung Christoph Beckers in der 79. Minute. Nach einer langen verletzungsbedingten Leidenszeit konnte er erstmals seit Anfang Dezember 2024 wieder in der Oberliga auflaufen.
Aufstellung TSV Essingen:
Weisheit – Ruther, Etemi, Funk (46. Leuze), Pfänder, Wiedmann (66. Abele), Koci (54. Biebl), Neunhoeffer (78. König), Hoxha (54. Dudda), Schellhorn, Kilic
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto (79. C. Becker), Kuhn, Mißbach (68. Wemhoener) – Krüger, Mende (63. Rona), Marx, Seifert – Pander (72. Sentürk), Thum, Esswein (69. Okwubor)
Tore:
0:1 Pfänder (39. Eigentor)
0:2 Kuhn (45.+2)
0:3 Pander (48.)
0:4 Thum (60.)
0:5 Pander (71.)
0:6 Thum (76.)
Schiedsrichter:
Lauritz-Philipe Hafner, VfL Nagold
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VfR Mannheim unterliegt im Spitzenspiel
VfR Aalen übernimmt die Tabellenführung
(tb) Jetzt hat es auch den VfR Mannheim erwischt. Im 8. Saisonspiel kassierten die Mannheimer beim härtesten Verfolger die erste Saisonniederlage und gaben die Tabellenführung erst einmal ab.
In einem Spiel mit nur wenigen klaren Torchancen dominierten die beiden Abwehrreihen. Über weite Strecken der 1. Halbzeit plätscherte die Partie ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin, weil sich die Kontrahenten überwiegend im Mittelfeld bekämpften. Die Gastgeber hatten zwar einige Halbchancen, die Mannheim aber mühelos bereinigen konnte.
In der 34. Minute ging Aalen auf kuriose Weise in Führung. Eine Hereingabe im Mannheimer Strafraum schien bereits bereinigt zu sein, jedoch bekam Torwart David Nreca-Bisinger den Ball nicht richtig zu fassen. Im folgenden Strafraumgetümmel schaltete Aalens Maksimovic am schnellsten und beförderte das Leder über die Torlinie – ein Tor praktisch aus dem Nichts. Mannheim, bis dahin offensiv seltsam uninspiriert, hätte prompt ausgleichen können, jedoch zischte ein Schuss von Jannik Marx knapp am Torpfosten vorbei ins Aus (36.). In Minute 42 parierte Aalens Schlussmann Otto einen Schuss von Alexander Esswein. Lennart Thum kam einen Schritt zu spät, um den Abpraller verwerten zu können.
Nach dem Seitenwechsel ging der VfR etwas agiler zu Werke und gewann an Dominanz, ohne jedoch für größere Gefahr für das Aalener Tor sorgen zu können. Der eingewechselte Enes Tubluk sorgte zunächst für etwas frischen Wind, blieb jedoch nach einem Zweikampf liegen und musste den Platz wieder verlassen. Die kampfstarken Aalener blieben hochkonzentriert und beschränkten sich überwiegend darauf, ihren Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. In Minute 87 hatten sie sogar die Chance, ihre Führung auszubauen, jedoch landete ein Schuss am Torpfosten. Mannheim mühte sich bis zum Schluss um den Ausgleich, kam jedoch nicht mehr gefährlich vor das Tor der Platzherren. So endete das Spiel der beiden Spitzenmannschaften mit dem knappen Heimsieg der Platzherren. Wie so oft sind es die Kleinigkeiten, die solche Spitzenspiele entscheiden.
Der VfR agierte insgesamt zwar auf Augenhöhe, muss aber einsehen, dass er nur in Top-Form gegen Mannschaften von der Qualität des VfR Aalen bestehen kann.
Aufstellung VfR Aalen:
Otto – Hannam (81. Schaupp), Campagna, Maksimovic (86. Wächter), Kahriman, Kindsvater (76. Ohurtsov), Geyer, Odabas, Melo, Kienle (55. Antlitz), Meien (67. Prodanovic)
Aufstellung VfR Mannheim:
Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Mißbach, Sentürk (82. Hofer) – Krüger (70. Okwubor), Marx – Paraschiv, Esswein – Thum (43. Tubluk, 66. Seifert), Pander
Tor:
1:0 Maksimovic (34.)
Schiedsrichter:
Marvin Monninger, SV Bonlanden
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Comeback-Qualitäten bewiesen
Esswein & Joker Pander drehen die Partie zum Sieg
Was für eine blau-weiß-rote Woche: Mittwochs feierte der VfR Mannheim noch einen Last-Minute-Sieg beim 1. FC Normannia Gmünd, drei Tage später drehte man vor 578 Zuschauern einen 0:1-Rückstand und bezwang den 1. Göppinger SV mit 2:1 (0:1). Folgerichtig war die Stimmung nach dem sechsten Ligasieg in Serie ausgelassen. Cheftrainer Marcel Abele versprach sogar zwei trainingsfreie Tage.
Dass die Rasenspieler nach 90 Minuten solch einen imposanten Erfolg feiern dürfen, zeichnete sich zu Beginn der Partie nicht ab. Wenige Zeigerumdrehungen nach Anpfiff gab es bereits die kalte Dusche. Denis Lübke zog aus knapp 20 Metern ab und wuchtete den Ball zur frühen Gästeführung in das Tor (3.).
Der VfR ließ sich von dem frühen Rückstand aber nicht beeindrucken: Bereits gegen Backnang und im bfv-Pokal gegen Pforzheim egalisierten die Quadratestädter eine gegnerische Führung. Dementsprechend ruhig wirkte auch Trainer Abele an der Seitenlinie. Auf dem Feld keimte Nervosität ebenfalls nicht auf. „Die Jungs sind bei sich geblieben und haben ruhig weitergespielt“, lobte Abele die Reaktion seiner Mannschaft. Der VfR verlagerte das Spielgeschehen vermehrt in die gegnerische Hälfte, musste sich aber gegen resolut und geschickt verteidigende Göppinger durchsetzen. Des Weiteren wollte der finale Pass nicht ankommen. Beispiel: Nach 20 Minuten schlug Enes Tubluk einen scharf getretenen Freistoß an den langen Pfosten. Innenverteidiger Christian Kuhn verfehlte die Hereingabe nur um Haaresbreite. Kurze Zeit später hatte Alexander Esswein den Ausgleich auf dem Schlappen. Der ehemalige Bundesligaprofi wurde lang angespielt, zog ins Zentrum, ließ zwei Gegenspieler stehen und zwang Göppingens Keeper Enrico Alejandro Piu zu einer Parade (24.). Blau-weiß-rote Überlegenheit war jedoch nicht mit Göppinger Lethargie verbunden. Die Schwaben setzten in den ersten 45 Minuten immer wieder kleine Nadelstiche und kamen somit auch zu dem einen oder anderen Abschluss. Doch David Nreca-Bisinger hielt sein Gehäuse sauber. Abele merkte an: „Wir waren schon dominant. Aber natürlich besteht immer die Gefahr, in einen Konter reinzulaufen. Daher ist eine gute Restverteidigung sehr wichtig.“ Mit einem 0:1-Rückstand ging es schließlich in die Kabinen. Die Frage aller Fragen in der Halbzeit lautete: Kann der VfR diese Begegnung noch drehen?
Bereits kurz nach Wiederanpfiff spürten die zahlreichen Besucher im Rhein-Neckar-Stadion, dass der VfR nochmals einen Gang hoch schaltete. Der Druck auf das gegnerische Gehäuse nahm zu. Göppingen schaffte es nicht, die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen und die Aktionen final zu bereinigen. Somit konnte Esswein nach einer verunglückten schwäbischen Rettungstat den Ball von der Strafraumkante mit einer Direktabnahme unhaltbar ins untere linke Toreck versenken (51.). Der Ausgleich war hergestellt.
Das Momentum schien nun auf Seiten des VfR zu sein, doch das Spiel hätte auch eine ganz andere Wendung nehmen können. Nach einer knappen Stunde bekam Göppingen aus zentraler Position einen Freistoß zugesprochen. Der Standard zerschellte zunächst an der Mauer, aber die Situation war noch nicht bereinigt. Zweimal bekam Göppingen den Abpraller zu fassen, doch beide Male ließen sie diesen Hochkaräter liegen (59.). Als Umut Sentürk den zweiten Nachschuss mit einer astreinen Grätsche von der Linie kratzte, wurde die Rettungstat ausgiebig gefeiert.
Je länger die Partie dauerte, desto dominanter wurde der VfR. Spuren schien die englische Woche bei den Rasenspielern nicht hinterlassen zu haben. Esswein und Co. spulten ein imposantes Pensum ab und zwangen den 1. GSV zu Fehlern im Spielaufbau. Nach knapp 80 Minuten fing Esswein einen missglückten Göppinger Pass ab und leitete diesen zum eingewechselten Pasqual Pander weiter. Pander zog ins Zentrum, schloss an der Strafraumkante ab und netzte zum 2:1 ein (79.). Mit der Führung im Rücken strahlte der VfR ein noch höheres Maß an Sicherheit und Selbstvertrauen aus.
Dementsprechend blieb eine Göppinger Schlussoffensive aus. Stattdessen gewann der ebenfalls eingewechselte Volkan Rona einen Zweikampf tief in der gegnerischen Hälfte und hätte beinahe das 3:1 markiert, doch der Abschluss aus sehr spitzem Winkel ging am langen Eck vorbei (86.). „Am Ende war das ein souveräner Sieg, weil wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren“, war Abele sowohl mit Leistung als auch Ergebnis des Tabellenführers zufrieden. Jetzt ist erst einmal zwei Tage Erholung angesagt, ehe sich der Fokus auf das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten VfR Aalen richtet.
Aufstellung VfR Mannheim:
Nreca-Bisinger, Sentürk (77. Seifert), Mißbach, Kuhn, Akoto, Marx, Krüger, Tubluk (68. Rona), Paraschiv (83. Mende), Esswein (90.+3 Okwubor), Hofer (46. Pander)
Aufstellung 1. Göppinger SV:
Piu – Frölich, Piljek (57. Idehen), Steinbrenner, Schmidts, Ziesche (72. Lekaj), Lübke (79. Wöhrle), Freiwald (90. Ubuike), Baroudi (57. Galinec), Milisic, Dicklhuber
Tore:
0:1 Lübke (3.), 1:1 Esswein (51.), 2:1 Pander (79.)
Zuschauer: 578
Schiedsrichter: Tobias Bartschat
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Den verdienten Sieg erzwungen
Christian Kuhns Last-Minute-Treffer bringt dem VfR die Tabellenführung
(tb) Eine über weite Strecken überlegen geführte Partie drohte dem VfR in der Schlussphase aus der Hand zu gleiten. Die Mannschaft bewies jedoch Siegeswillen und belohnte sich mit einem „Lucky Punch“ in der Schlussminute der Nachspielzeit.
VfR-Trainer Marcel Abele sah sich zu einigen Umstellungen gegenüber den letzten Begegnungen veranlasst. Sven Mende feierte so sein Start-Elf-Debut, Jannik Marx verbleib dafür zunächst auf der Bank. Enes Tubluk startete für den erkrankten Pasqual Pander und Shaban Veselaj für den gesperrten Lennart Thum.
Der VfR nahm von Beginn an das Zepter in die Hand und drängte die Gastgeber in die eigene Hälfte. In der 5. Minute erzitterte das Normannia-Gebälk, als Shaban Veselaj aus der Drehung zum Schuss kam. Sechs Minuten später gingen die Gäste in Führung, als Enes Tubluk eine Flanke von Umut Sentürk verwertete und Normannia-Torhüter Yannick Ellermann dabei keine Abwehrchance bot.
Der VfR blieb am Drücker und ließ Ball und Gegner laufen. In der 20. Minute verpasste Alexandru Paraschiv eine Hereingabe von Shaban Veselaj nur knapp. Kurz darauf kam die Normannia erstmals in Tornähe und setzte einen Distanzschuss ab, jedoch war VfR-Torwart David Nreca-Bisinger auf dem Posten. Die Rasenspieler zeigten sich bis dahin hellwach, spritzig und ballsicher in den Zweikämpfen. Das zweite Tor für den VfR schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Tubluk zwang den Normannia-Torwart zu einer Fußabwehr (36.).
Die Gastgeber konnten sich danach etwas befreien und trugen ihrerseits den einen oder anderen Angriff nach vorne. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es brenzlig im VfR-Strafraum. Nreca-Bisinger musste abtauchen, um einen gefährlichen Freistoß von Filipovic zu entschärfen und stellte anschließend seine Extraklasse unter Beweis, als er auch noch den Nachschuss parierte.
Kurz nach Wiederanpfiff hielt Alexander Esswein einfach mal drauf. Torwart Ellermann parierte jedoch ohne Probleme. Vier Minuten später tauchte sogar Abwehrspieler Raphael Akoto vor dem Normannia-Tor auf, brachte aber das Leder nicht an Ellermann vorbei.
Der VfR betrieb mal wieder Chancenwucher. Es gelang einfach nicht, die Führung auszubauen. In Minute 60 schien sich die Waage aber endgültig in Richtung der Rasenspieler zu neigen. Normannia-Abwehrmann konnte den Durchbruch von Shaban Veselaj nur noch per Notbremse verhindern und musste den Platz nach der fälligen Roten Karte verlassen.
Der VfR zog nun sein Angriffsspiel mehr in die Breite, um die Überzahl zu nutzen, was auch zunächst gelang. In Minute 66 kitzelte ein Freistoß von Alexander Aschauer die Latte. Drei Minuten danach setzte Tubluk den eingewechselten Vincent Hofer in Szene, dessen Schuss aber knapp am Tor vorbeistrich.
Eine Viertelstunde war noch zu spielen, als das VfR-Spiel nach einigen Auswechslungen überraschend in Unordnung geriet. Normannia suchte seine Chance und konnte nun mehr Spielanteile verbuchen. Kritische Situationen vor dem VfR-Tor häuften sich und in der 82. Minute fiel der im VfR-Lager befürchtete Ausgleich, als die VfR-Abwehr den Ball nicht aus dem Strafraum herausbrachte und der kurz zuvor eingewechselte Levin Kurbjuweit den Ball über die Linie drückte.
Normannia roch Morgenluft und hätte in der 88. Minute den Spielverlauf endgültig auf den Kopf stellen können, jedoch strich Kelectis Kopfball über die Torlatte.
In der üppigen Nachspielzeit berannte der VfR mit dem Mut der Verzweiflung das Tor der Gastgeber. In Minute 90+3 vollstreckte Vincent Hofer, allerdings wurde der Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Schließlich wurde für die Rasenspieler doch noch alles gut. Esswein verlagerte das Spiel geschickt auf die linke Angriffsseite zu dem eingewechselten Leo Wemhoener. Seine Flanke konnte nicht weit genug abgewehrt werden. Das nutzte der aus dem Hintergrund kommende Christian Kuhn, nahm von der Strafraumgrenze aus Maß und vollstreckte. Der geradezu ekstatische Jubel im VfR-Lager dokumentierte den mit dem Siegtreffer verbundenen Druckabfall in einem Spiel, das der VfR einfach nicht hätte aus der Hand geben dürfen.
In den kommenden Spielen gegen die Top-Mannschaften der Liga wird sich nun zeigen, ob der VfR in der Lage ist, seiner aktuellen Tabellenposition auf Dauer gerecht zu werden.
Aufstellung 1. FC Normannia Gmünd:
Ellermann – Staiger, Grupp (34. Hofmeister), Aschauer (90. Milojkovic), Filipovic, Rössler, Molinari (72. Kurbjuweit), Avigliano, F. Kianpour, Wilhelm, Rapp (46. Kelecti)
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Mißbach, Kuhn – Krüger (86. Wemhoener), Mende – Tubluk (76. Rona), Paraschiv (72. Marx), Sentürk (81. Seifert) – Esswein, Veselaj (62. Hofer)
Tore:
0:1 Tubluk (11.)
1:1 Kurbjuweit (82.)
1:2 Kuhn (90.+7)
besondere Vorkommnisse
60. Rote Karte für Nils Staiger (Normannia)
Schiedsrichter:
Timon Ulrich (SV Sülzbach)
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Souveräner Heimsieg
VfR schlägt Bietigheim-Bissingen klar mit 3:0
Nach 90 einseitigen Minuten durften die Spieler des VfR Mannheim ihre Arme wieder in die Höhe reißen. Souverän bezwangen die Blau-Weiß-Roten den FSV 08 Bietigheim-Bissingen vor mehr als 300 Zuschauern mit 3:0 (1:0). Aufgrund des vierten Sieges in Serie festigten die Rasenspieler auch den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Baden-Württemberg. Dementsprechend zufrieden war auch VfR-Coach Marcel Abele nach Abpfiff. „Das war für mich ein verdienter und dominanter Sieg. Glückwunsch an die Jungs“, so der VfR-Trainer.
Der VfR gab von Beginn an den Takt vor und schnürte Bissingen in der eigenen Hälfte ein. Bereits nach fünf Minuten ging erstmals ein Raunen durch das Stadion. Kevin Krüger prüfte Bissingens Schlussmann Sven Burkhardt mit einem wuchtigen Distanzschuss. Burkhardt machte sich lang und parierte prächtig. Es sollte nicht die letzte starke Parade des 42-jährigen Schlussmanns an diesem Nachmittag bleiben. Kontinuierlich erhöhten die Rasenspieler den Druck auf das gegnerische Gehäuse. Chancen, bereits in der Anfangsphase den Führungstreffer zu markieren, waren vorhanden: Essweins Abschluss aus gut 16 Metern konnte noch zur Ecke geklärt werden (8.), während Lennart Thum nach einem Vertikalpass von Alexandru Paraschiv in Burkhardt seinen Meister fand (18.). Im Stadion machte bereits das Wort „Chancenwucher“ die Runde. Abele merkte ebenfalls an, dass an der Effizienz noch gearbeitet werden muss. „Wir haben wieder zu viele Hochkaräter liegen gelassen“, stellte er fest.
In Anbetracht des Spielverlaufs schien der Mannheimer Führungstreffer dennoch nur eine Frage der Zeit zu sein. Der VfR hatte mehr Ballbesitz und kombinierte sich permanent in Richtung des gegnerischen Strafraums. Bissingen konnte sich kaum noch befreien. Nach einer knappen halben Stunde profitierte Alexandru Paraschiv von einem verunglückten Bissinger Befreiungsschlag und vollendete im gegnerischen Sechzehner zur überfälligen Führung (27.).
Nach dem 1:0 blieb der VfR weiterhin agil und drängte auf das zweite Tor. Krüger versuchte sein Glück erneut aus der Distanz, aber der Abschluss segelte über das Gehäuse (32.). Die beste Gelegenheit auf das 2:0 hatte allerdings Lennart Thum. Bissingens Verteidigung verschätzte sich bei einer Hereingabe von Pasqual Pander und ermöglichte dem blau-weiß-roten Mittelstürmer somit eine Großchance. Doch erneut war bei Burkhardt Endstation. Der Gästekeeper reagierte prächtig und klärte zu einer Ecke (45.+1).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Gäste ihre beste Phase der Partie. Der eingewechselte Max Stumm zog aus gut 16 Metern ab und verbuchte den ersten nennenswerten Abschluss Bissingens. Die Schwaben fanden nun etwas besser ins Spiel und hatten nach einer knappen Stunde die Gelegenheit, den Ausgleich herzustellen, doch VfR-Keeper David Nreca-Bisinger klärte einen Schuss aus kurzer Distanz zur Ecke (57.). Nervosität keimte beim blau-weiß-roten Anhang auf, als Thum nach einer Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler des Feldes verwiesen wurde (64.). Es waren noch mehr als 25 Minuten regulär zu spielen und der nun in Unterzahl agierende VfR führte trotz eines überwältigenden Chancenplus nur mit 1:0. Sollte noch einmal das große Zittern starten? Die Antwort lautete: Nein. Bissingen konnte aus der numerischen Überzahl kein Kapital schlagen. Stattdessen bekam Pasqual Pander sechs Minuten nach dem Platzverweis einen langen Ball serviert, lief daraufhin frei auf das gegnerische Gehäuse zu und vollendete mit einem präzisen Abschluss ins lange Eck zum 2:0 (70.). „Es war sehr wichtig, dass wir das zweite Tor nachlegen und darüber hinaus sauber verteidigen. Das ist uns gelungen“, erläuterte Abele zufrieden.
Bissingens Widerstand war nun gebrochen. Der VfR behielt die Kontrolle und erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:0. Vincent Hofer verwertete eine Hereingabe von Tim Seifert zum Endstand (90.). Somit ist es den Rasenspielern trotz ausbaufähiger Chancenverwertung geglückt, drei Treffer zu erzielen. „Natürlich ist das auch Jammern auf hohem Niveau“, sieht Abele hier ein kleines Luxusproblem. „Wir haben eine Vielzahl an Torchancen herausgespielt und insgesamt drei verwertet. Das ist gar nicht so schlecht. Ich glaube aber trotzdem, dass wir den Deckel früher draufmachen können“, so der VfR-Coach. Übrigens blieb der VfR gegen Bissingen im vierten Ligaspiel in Serie ohne Gegentor.
Kommenden Mittwoch (18 Uhr) steht bereits das nächste Ligaspiel an. Die Rasenspieler sind beim 1. FC Normannia Gmünd gefordert. Nun steht vor allem die Regeneration im Fokus.
Aufstellung VfR Mannheim:
Nreca-Bisinger, Sentürk (86. Seifert), Kuhn, Mißbach, Akoto, Marx, Krüger (88. Hofer), Paraschiv (61. Tubluk), Esswein (77. Mende), Pander (84. Veselaj), Thum
Aufstellung FSV 08 Bietigheim-Bissingen:
Burkhardt, Fitze (76. Sirianni), S. Keklik, Götz, Uslu (46. Tenger), Yalcin (65. Di Stefano), Albrecht, Lorch (82. Mouhssine), Scheele (46. Stumm), J. Keklik, Dautaj
Tore:
1:0 Paraschiv (27.), 2:0 Pander (70.), 3:0 Hofer (90.)
Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Thum (VfR Mannheim, 64.)
Zuschauer: 305
Schiedsrichter: Julian Gumz
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Die Serie hält
Rasenspieler auch in Nöttingen nicht zu schlagen
(mk) Die Erfolgsserie des VfR Mannheim geht weiter: Dank eines 2:0 (2:0)-Erfolgs beim FC Nöttingen feierten die Blau-Weiß-Roten am Freitagabend wettbewerbsübergreifend ihren vierten Sieg hintereinander. In der Oberliga sind die Rasenspieler sogar seit mehr als 300 Minuten ohne Gegentor. Diese Zahlen zeigen: Aktuell läuft es beim VfR richtig rund.
Der Grundstein für den Auswärtssieg wurde bereits in der turbulenten Anfangsphase gelegt. Sowohl Nöttingen als auch der VfR waren gewillt, das Spiel aktiv zu gestalten und Offensivakzente zu setzen. Dementsprechend gab es bereits nach 180 Sekunden auf beiden Seiten jeweils einen vielversprechenden Abschluss. Nach vier Minuten glückte es den Mannheimern, die weit aufgerückte gegnerische Defensive mit einem Vertikalpass auszuhebeln. Lennart Thum umkurvte seinen einzigen Gegenspieler und schlenzte den Ball aus ca. 15 Metern ins Tor (4.).
Nöttingen zeigte sich von dem frühen Rückstand unbeeindruckt. Die Mittelbadener drängten auf den Ausgleich und zwangen VfR-Keeper David Nreca-Bisinger zu einer ersten starken Rettungstat. Nreca-Bisinger entschärfte einen gegnerischen Kopfball aus kurzer Distanz und hielt somit den blau-weiß-roten Vorsprung fest (11.). Auf der anderen Seite hätte Umut Sentürk beinahe vorzeitig auf 2:0 erhöht. Der pfeilschnelle Außenverteidiger bekam nach einem Freistoß den zweiten Ball zu fassen und hämmerte das Leder haarscharf am gegnerischen Tor vorbei (13.). In der Nöttinger Kleiner Arena bekamen die Zuschauer für ihr Geld auf jeden Fall hochattraktiven Oberligafußball mit etlichen Torgelegenheiten geboten. Während Nöttingen seine Chancen jedoch nicht verwertete, konnte der VfR nach 16 Minuten zum zweiten Mal einnetzen. Nöttingens Keeper Thilo Marksteiner sprintete zwar rechtzeitig aus dem Kasten, um den Steilpass zu Alexander Esswein vorzeitig zu unterbinden, doch der ehemalige Bundesligaprofi Esswein schaffte es, den von Marksteiner geklärten Ball auf fast schon artistische Weise in die Maschen zu zirkeln und auf 2:0 zu erhöhen (16.).
Nöttingens Widerstand war trotz des frühen Zwei-Tore-Rückstands allerdings noch nicht gebrochen. Der FCN kombinierte sich in den folgenden Minuten des Öfteren ansehnlich in Richtung VfR-Gehäuse und verbuchte auch Abschlüsse, die Nreca-Bisinger allerdings problemlos entschärfte. Auf der anderen Seite eröffneten sich für den brandgefährlichen VfR nach Balleroberungen Räume, die er gegen weit aufrückende Nöttinger zu nutzen versuchte. Esswein bekam nach einer halben Stunde einen langen Ball serviert, scheiterte im Eins-gegen-Eins-Duell an Marksteiner und ließ die Vorentscheidung liegen (30.). Bis zum Pausenpfiff blieb es ereignisreich. Nreca-Bisinger durfte sich erneut als reaktionsschneller Schlussmann auszeichnen und entschärfte einen weiteren gegnerischen Kopfball von Salvatore Catanzano (38.). Kurz darauf scheiterte auch David Zenner nach einer Ecke per Kopf (40.). Mit der 2:0-Führung im Rücken ging es schließlich in die Kabinen.
Im zweiten Durchgang deutete sich zunächst eine Fortsetzung des Spielfilms an. Pasqual Pander eröffnete die zweiten 45 Minuten mit einem vielversprechenden Abschluss, der jedoch knapp über das Tor ging (46.). Auf Nöttinger Seite bekam Catanzano eine Diagonalflanke zu fassen, die er aus kurzer Distanz ans Außennetz köpfte (53.). Mit voranschreitender Spieldauer zementierte sich das Resultat allerdings zunehmend. Der VfR verteidigte geschickt, indem er klug die Räume verschob und griffig in den Zweikämpfen agierte. Somit konnten die Nöttinger Angriffsbemühungen bereits im Keim erstickt werden. Des Weiteren verteidigten die Mannheimer sämtliche Standards der Gastgeber souverän. Gleichzeitig profitierte der VfR einmal mehr von dem weit aufrückenden Gegner. Es eröffneten sich Räume zum Kontern. Alexandru Paraschiv hatte die große Chance, auf 3:0 zu erhöhen, doch Marksteiner blieb im Eins-gegen-Eins der Sieger (72.). In der Schlussphase war beim mitgereisten VfR-Anhang Fingernägelkauen nicht angesagt. Da der Gastgeber keine größeren Chancen mehr für sich verbuchen konnte, blieb es beim 2:0-Auswärtssieg für den VfR.
Aufgrund dieses Erfolgs blieb der VfR zumindest für eine Nacht Spitzenreiter der Oberliga Baden-Württemberg. Samstag in einer Woche (15:30 Uhr) steht das nächste Ligaspiel an. Der VfR empfängt vor heimischem Publikum den FSV Bietigheim-Bissingen.
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VfR klettert in der Tabelle
Heimsieg gegen den FV Ravensburg
(tb) Der VfR Mannheim hat seine Heimaufgabe gegen den FV Ravensburg souverän gelöst und damit Tuchfühlung zur Tabellenspitze gewahrt.
Nach dem kräfteraubenden Pokalspiel drei Tage zuvor setzte VfR-Trainer Marcel Abele seine Ankündigung „Wir brauchen frische Beine“ in die Tat um und veränderte seine Startaufstellung gleich auf fünf Positionen. Das Risiko dieser Maßnahme war begrenzt, denn man wusste im VfR-Lager, dass damit keinesfalls ein Qualitätsverlust einhergehen würde.
Der VfR legte mit viel Vorwärtsdrang los und ging bereits in der 2. Minute in Führung. Pasqual Pander kam auf halbrechts im Strafraum zum Schuss und vollstreckte ins lange Eck zur frühen Führung. Die Rasenspieler zeigten sich weiter spielfreudig und hielten den Druck aufrecht. In Minute 16 erreichte eine Rechtsflanke VfR-Abwehrspieler Christian Kuhn, der am langen Pfosten keine Mühe hatte, die Führung im Fallen per Kopf auszubauen. Der VfR spielte munter weiter und zeigte, dass er auch bei Standardsituationen gefährlich sein kann. Nach einem Eckball von Alexandru Paraschiv war erneut Christian Kuhn zur Stelle und erzielte in der 28. Minute das 3:0. So mancher Kritiker, der in den Spielen zuvor mangelnde Effizienz im Torabschluss bemängelt hatte, musste in dieser Partie Fortschritte erkennen.
Trotz des hohen Rückstands gab sich Ravensburg nicht auf und kam nun öfter gefährlich vor das VfR-Tor. In einigen aussichtsreichen Situationen strich das Leder knapper am Ziel vorbei, als es der VfR-Abwehr recht sein konnte. Im zweiten Durchgang hatte der VfR das Tempo etwas herausgenommen und hatte in einigen Situationen das Glück auf seiner Seite, dass das Leder nicht im eigenen Tor einschlug. Allerdings zeigte sich auch Torwart Luca Pedretti auf dem Posten und entschärfte die ein oder andere knifflige Situation
So blieb es bei der hohen Führung und in Minute 77 war es Alexandru Paraschiv, der nach einer Hereingabe von Shaban Veselaj seinen Gegenspieler in der Mitte austanzte und das Endergebnis von 4:0 sicherstellte.
Aufstellung VfR:
Pedretti – Akoto, Mißbach, Kuhn, Sentürk (78. Seifert) – Makanda – Paraschiv (80. Wemhoener), Esswein (59. Mende) – Tubluk. Hofer (66. Veselaj), Pander (71. Okwubor)
Aufstellung FV Ravensburg:
Castelluci – Gorgol (27. Bachmann), Gabriele, Geiselhart,, Altmann (72. Reinelt), Schäch (64. Lauenroth), S. Schwarz (76. Heilig), Daler, Jann, Bleise, Kenniche (46. Wistuba)
Tore:
1:0 Pander (2.)
2:0 Kuhn (16.)
3:0 Kuhn (28.)
4:0 Paraschiv (77.)
Schiedsrichter:
Jürgen Schätzle (FC Schönwald)
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Pokalthriller im Rhein-Neckar-Stadion
VfR zieht nach Elfmeterschießen ins Viertelfinale ein
(tb) In einer packenden Begegnung hat sich der VfR Mannheim gegen den Oberliga-Spitzenreiter 1. CfR Pforzheim im Elfmeterschießen durchgesetzt. Vincent Hofer war es, der den entscheidenden Strafstoß verwandelte und alle, die es mit dem VfR halten, in einen Begeisterungstaumel versetzte.
Pforzheim präsentierte sich von Beginn an hellwach und setzte bereits nach zehn Minuten die erste Duftmarke, als ein Kopfball des Oldtimers Dominik Salz knapp über das VfR-Gehäuse strich. Der VfR hielt dagegen, war jedoch im Spielaufbau zunächst zu gemächlich, um die gut organisierten Gäste in Bedrängnis zu bringen. Folgerichtig ging Pforzheim bereits in Minute 17 in Führung. Nach einem gewonnenen Zweikampf auf der rechten Abwehrseite kam Noah Lulic zum Schuss und beförderte das Leder an Torwart David Nreca-Bisinger vorbei zur Gästeführung ins lange Eck. Mannheim war offensichtlich zunächst noch auf der Suche nach einem geeigneten Rezept, kam aber in der 29. Minute zum Ausgleich, als Lennart Thum aus dem Gewühl heraus den Ball ins kurze Toreck beförderte.
Der VfR kam jetzt besser ins Spiel und hatte kurz vor dem Pausenpfiff die Chance, in Führung zu gehen, doch Umut Sentürks Schuss aus kurzer Distanz flog knapp über die Torlatte.
Der VfR kam erheblich verbessert aus der Pause. In der 47. Minute verpasste Pasqual Pander eine Flanke von Alexander Esswein nur knapp. Drei Minuten später gingen die Rasenspieler in Führung. Eine lange Flanke von rechts nahm Lennart Thum an und legte für Volkan Rona auf, der dem gegnerischen Torwart keine Chance ließ. Die Freude der Rasenspieler währte aber nicht lange. In Minute 56 überließ die VfR-Abwehr den Pforzheimern auf der rechten Abwehrseite zu viel Raum. Es folgte eine präzise Flanke auf den Kopf des 37-jährigen Dominik Salz, der keine Mühe hatte, seine immer noch vorhandenen Torjägerqualitäten unter Beweis zu stellen.
Die Gastgeber ließen den Kopf nicht hängen, machten weiterhin ordentlich Dampf und erarbeiteten sich weitere Torchancen (Thum 73. und Esswein 75.). Pforzheim musste sich zwangsläufig zurückziehen, lauerte aber auf Konter. So wurde es in der 61., 65. und 76. Minute richtig gefährlich, jedoch hielt die VfR-Abwehr stand.
Die Zuschauer sahen jetzt einen offenen Schlagabtausch. In Minute 86 erstarb ihnen der Torschrei auf den Lippen, als das Pforzheimer Gebälk durch einen VfR-Kopfball erzitterte.
Schließlich ging es in die Verlängerung. Die Rasenspieler waren jetzt eindeutig Chef im Ring und dominierten die Partie, weil sie in der Lage waren, das Tempo weiter zu erhöhen und die Kräfte des CfR sichtlich nachließen. Turbulente Szenen spielten sich vor dem Pforzheimer Tor ab. Der Ball wollte jedoch die Pforzheimer Torlinie nicht mehr überschreiten, auch weil der Gästetorhüter Sven Altmann in dieser Phase mit einigen Glanzparaden über sich hinauszuwachsen schien.
So musste schlussendlich das Elfmeterschießen entscheiden. Alle fünf Torschützen der Kontrahenten trafen. Dann gewann VfR-Torwart Nreca-Bisinger das Psycho-Duell gegen den Pforzheimer Kontrahenten und gab Vincent Hofer damit die Chance, den Deckel drauf zu machen.
Unmittelbar nach diesem Achtelfinalkrimi war zu hören, dass die Viertelfinalauslosung bereits am kommenen Freitag über die Bühne gehen soll.
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Mißbach, Sentürk (119. Veselaj) – Rona (75. Okwubor), Marx, Krüger, Esswein – Thum (97. Hofer), Pander (90. Tubluk)
Aufstellung 1. CfR Pforzheim:
Altmann – Portella, Osmicic, Gudzevic, Salz, Schick (64. Durmus), Lulic (118. Allkolari), Schwaiger (70. Raouafi), Bahm, Koroll (102. Causevic), Bilac (21. Egle)
Tore:
0:1 Lulic (17.)
1:1 Thum (29.)
2:1 Rona (50.)
2:2 Salz (56.)
Elfmeterschießen:
2:3 Gudzevic
3:3 Esswein
3:4 Egle
4:4 Tubluk
4:5 Portella
5:5 Veselaj
5:6 Allkolari
6:6 Okwubor
6:7 Durmus
7:7 Mißbach
8:7 Hofer
Schiedsrichter:
Dominik Genthner, FC Dossenheim