Beiträge von Schwalbe

    Spitzenspiel im Rhein-Neckar Stadion

    VfR empfängt am Samstag (15:30 Uhr) den VfB Eppingen vor eigenem Publikum

    (mk) Wenn am Samstag um 15:30 Uhr der VfR Mannheim den VfB Eppingen im heimischen Rhein-Neckar-Stadion empfängt, stehen sich der nach wie vor ungeschlagene Tabellendritte und der auswärtsstarke Tabellenvierte gegenüber.


    Eppingen hat bisher vor allem auf fremdem Territorium geglänzt. Mit den drei deutlichen Auswärtssiegen auf dem Waldhof (3:0), in Heddesheim (2:0) und beim FC Zuzenhausen (4:1) haben die Kraichgauer ligaweit für Aufsehen gesorgt und sich ein Stück weit den Ruf des ambitionierten Geheimfavoriten erarbeitet. Offensiv machte zuletzt vor allem der 21-jährige Julius Reinbold mit fünf Treffern aus acht Partien auf sich aufmerksam. Dies bedeutet jedoch nicht, dass im Eppinger Angriffsspiel eine One-Man-Show stattfindet. Akteure wie Kapitän Alexander Rudenko oder Jan-Hendric Hoyer (beide 3 Tore) unterstreichen zum Beispiel, dass die Mannschaft von Cheftrainer David Pfeiffer auch im Mittelfeld über torgefährliche Spieler verfügt und somit schwer auszurechnen ist. Auf der anderen Seite erwies sich die Defensive des Elsenzer Traditionsvereins für die Gegner zuletzt als schwer zu durchbrechende Einheit. Die Tatsache, dass in den bisher acht absolvierten Verbandsligapartien nur der ATSV Mutschelbach und der 1.FC Mühlhausen mehr als ein Tor gegen das stärkste Auswärtsteam der Liga erzielen konnte, zeigt, welch schwere Aufgabe den VfR an diesem Wochenende erwartet. Vor den Toren Heilbronns ist man sich der eigenen Klasse bewusst und mit einem Sieg in Mannheim würde das ambitionierte Saisonziel „vorne angreifen“ neue Nahrung erhalten.


    Doch der VfR kann ebenfalls mit breiter Brust in das Spitzenspiel starten. Nach zuletzt drei Siegen in Serie festigten die Quadratestädter nicht nur den dritten Tabellenrang, sondern reduzierten auch den Rückstand auf den Meisterschaftsfavoriten ATSV Mutschelbach auf zwei Zähler. Der Grund für den Mannheimer Aufwärtstrend dürfte in erster Linie vor allem in der stetigen spielerischen Weiterentwicklung der neuformierten Mannschaft liegen. Allen voran die Partien gegen Spielberg (1:1) und in Mühlhausen (3:1) haben gezeigt, dass die Quadratestädter an einem guten Tag einerseits mit den absoluten Top-Teams auf Augenhöhe agieren und andererseits Mannschaften aus der erweiterten Spitzengruppe souverän auf Distanz halten können. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass der VfR noch nicht bei 100% seines Leistungsvermögens ist und nach wie vor über auszuschöpfendes Potenzial verfügt.


    Den positiven Trend der letzten Wochen, gilt es am kommenden Samstag fortzusetzen. Eppingen wird zwar wesentlich mehr Widerstand leisten als die beiden Abstiegskandidaten aus Kirchfeld und Durlach-Aue, gleichzeitig geben die vergangenen Begegnungen genügend Anlass, optimistisch in die Partie zu starten.

    Gibt es den dritten Sieg in Serie?

    Rasenspieler sind am Sonntag (15:00 Uhr) bei der Spielvereinigung Durlach-Aue gefordert

    (mk) Die Partie zwischen dem VfR Mannheim und dem FC Heidelsheim am 02. März 2019 war auf dem ersten Blick keine für die Geschichtsbücher. Die Rasenspieler erledigten gegen den damaligen Abstiegskandidaten ihre Pflicht souverän, errangen vor heimischer Kulisse einen ungefährdeten 2:0 Erfolg und feierten den dritten „Dreier“ in Folge.


    Doch genau dieser dritte Sieg in Serie macht den damaligen Erfolg in Bezug auf die Begegnung am Sonntag (15:00 Uhr) bei der Spielvereinigung Durlach-Aue zu etwas besonderem. Denn zwischen dem 02. März 2019 und dem heutigen Tag ist es den Rasenspielern nicht mehr geglückt, drei Verbandsligapartien hintereinander für sich zu entscheiden.


    Die Chancen, dass es an diesem Wochenende mit dem dritten Sieg in Serie endlich mal wieder funktioniert, dürften ziemlich gut stehen. Die Schmitt-Elf präsentierte sich zuletzt von ihrer besseren Seite und besiegte auf fremdem Territorium den Tabellenvierten 1.FC Mühlhausen hochverdient mit 3:1. Aber auch die erste Halbzeit im vergangenen Heimspiel gegen den FV Fortuna Kirchfeld bot wenig Anlass zur Kritik, eine 5:0 Pausenführung gibt es schließlich nicht alle Tage zu bestaunen.


    Auf der anderen Seite hat die Partie in Langensteinbach, aber auch die zweite Halbzeit gegen Kirchfeld verdeutlicht, dass selbst gegen Abstiegskandidaten der Erfolg nur dann sichergestellt werden kann, wenn eine fokussierte Leistung abgeliefert wird.


    Die Spielvereinigung Durlach-Aue zählt zu eben diesen Abstiegskandidaten. Am Erlachseeweg startete man nicht perfekt in die neue Saison und musste vor allem in den ersten drei Partien mit deutlichen Niederlagen viel Lehrgeld zahlen. Doch die Entwicklung der Karlsruher zeigte in den vergangenen Begegnungen sukzessive nach oben. Zunächst zog man sich in Duellen mit den haushohen Favoriten aus Heddesheim und Mühlhausen achtsam aus der Affäre, schnupperte teilweise gar an etwas zählbarem, ehe im letzten Heimspiel gegen Kirrlach dem Team von Patrick Huckle der erste Saisonsieg glückte (2:0).


    Ob der VfR am kommenden Sonntag aus dem Oberwaldstadion drei Punkte entführen kann, dürfte in erster Linie dennoch von der eigenen Leistung abhängen. So bemerkenswert die Leistungssteigerung der Gastgeber auch sein mag, die Rollen sind vor dem Spiel klar verteilt. Um den eigenen Ambitionen gerecht werden zu können, ist aus Sicht der Quadratestädter ein weiterer Sieg erforderlich. Falls eine ähnlich starke Leistung wie beim letzten Auswärtsspiel in Mühlhausen an den Tag gelegt wird, dürften diesem Unterfangen auch nichts im Weg stehen.

    Klassenunterschied im ersten Durchgang sorgt für klare Verhältnisse


    Rasenspieler bezwingen den FV Fortuna Kirchfeld mit 5:2

    (mk) Der VfR Mannheim feierte am siebten Spieltag der Verbandsliga Nordbaden einen ungefährdeten 5:2 Erfolg gegen den FV Fortuna Kirchfeld und festigte aufgrund des zweiten Sieges in Serie den dritten Tabellenrang.


    Was die 160 Zuschauer im ersten Durchgang zu sehen bekamen, kann mit dem Wort Klassenunterschied gut zusammengefasst werden. Die Rasenspieler ließen den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen und sorgten mit bemerkenswertem Kombinationsfußball und einer resoluten Chancenverwertung rasch für klare Verhältnisse. Dennis Lodato eröffnete mit einem sehenswerten Schlenzer aus halblinker Position den Torreigen, der in den kommenden Minuten seine Fortsetzung erfahren sollte (5.). Kirchfeld ließ sich zwar zu keinem Zeitpunkt der Partie hängen, musste jedoch im ersten Durchgang dem hohen Tempo des VfR Tribut zollen. Bis auf einen harmlosen Freistoß aus aussichtsreicher Position, gab es keine nennenswerten Torchancen der Gäste zu notieren (19.).


    Die blau-weiß-rote Offensivmaschinerie kam gegen Mitte des ersten Durchganges richtig ins Rollen. Zunächst scheiterten Ali Ibrahmiaj und Eric Schaaf im nachsetzen noch knapp an Torhüter Sven Däggelmann(21.), doch wenige Zeigerumdrehungen später konnte auch dieser nichts mehr ausrichten. Der erneut schön herausgespielte Treffer ging zwar auf das Konto von Ali Ibrahimaj, allerdings hatte Benedikt Koep diesen geschickt eingeleitet und den sich im Zentrum freilaufenden Ibrahimaj exzellent bedient. Dieser schaute als gewohnt eiskalter Vollstrecker Däggelmann aus und verwertete souverän zum 2:0 (25.). Zwei Minuten später fiel bereits die Vorentscheidung. Eric Schaaf fand mit einem flachen Diagonalpass erneut Ali Ibrahimaj, der auf der linken Seiten seinen überforderten Gegenspielern davoneilte und abermals resolut vollendete (27.).


    Die Messe war zwar bereits gelesen, doch die Quadratestädter schalteten keinen Gang nach unten, sondern drängten auf weitere Treffer. Das 4:0 fiel eine Viertelstunde vor der Pause durch Blerton Muca. Ein großes Lob gebührte bei diesem Treffer aber auch Julio Cesar Yugar Koelle, der einen steilen Pass geschickt durchließ und dadurch den nordmazedonischen Angreifer aus aussichtsreicher Position den Abschluss erst ermöglichte (30.). Der VfR spielte sich mit dem dritten Treffer binnen fünf Minuten förmlich in einen Rausch. Kirchfeld konnte der spielerischen Klasse des VfR in dieser Phase der Begegnung nichts entgegensetzen und musste nach einer halben Stunde sogar mit einem Debakel rechnen. Den Schlusspunkt einer denkwürdigen ersten Halbzeit setzte Benedikt Koep. Der Modellathlet profitierte vom guten Auge Koelles und vollendete aus halbrechter Position zum 5:0 (42.).


    Im zweiten Durchgang änderte sich das Geschehen auf dem Platz ein wenig. Auf der einen Seite schlichen sich bei den Rasenspielern vermehrt Nachlässigkeiten im Spielaufbau ein, während auf der anderen Seite die Kirchfelder trotz des ernüchternden Zwischenstandes ihre Köpfe nicht hängen ließen. Anstatt sich desillusioniert dem eigenen Schicksal zu ergeben, spielte der Verein aus dem Norden Karlsruhes munter mit und nutzte kurz nach Wiederanpfiff eine Unachtsamkeit der VfR-Defensive zum Anschlusstreffer: Ein hoher Ball wurde von der Mannheimer Hintermannschaft falsch eingeschätzt und konnte mit dem Kopf nicht mehr geklärt werden. Der Profiteur des Ganzen war der Gästespieler Josip Saravanja, der frei vor Marcel Lentz zum 5:1 einschob (54.).


    Die Rasenspieler blieben zwar weiterhin tonangebend, scheiterten aber auch das eine oder andere Mal an Däggelmann im Kirchfelder Tor. Der Gästekeeper entschärfte unter anderem einen harten Ibrahimaj-Schuss aus 16 Metern (61.). Auch Blerton Mucas Seitfallzieher sollte nach der scharfen Hereingabe des 20-jährigen Debütanten Marco Wörl nicht von Erfolg gekrönt sein (73.). Selbiges gilt für einen flachen Distanzschuss Marcel Schwöbels, den Däggelmann ebenfalls stark parierte (81.). Kirchfeld wiederum nutzte kurz vor Spielschluss abermals in Person von Josip Saravanja eine Konterchance zum 5:2 und betrieb weiter Ergebniskosmetik. Dieses Tor war zwar ein Beweis für die lobenswerte Moral und Charakterstärke der engagierten Gäste, an dem deutlichen und verdienten VfR-Erfolg änderte der Treffer jedoch nichts mehr. Am Ende blieb es für die Rasenspieler bei dem dritten Sieg im vierten Heimspiel.


    Der VfR ist am kommenden Sonntag (15:00) bei der Spielvereinigung Durlach-Aue gefordert und wird in der Fächerstadt nach den beiden erfolgreichen Partien in Mühlhausen und gegen Kirchfeld sicherlich den dritten Sieg in Serie auf der Agenda haben.


    VfR Mannheim:

    Lentz- Kölmel (46. Wörl), Kuhn, Malanga, Schwöbel, Schaaf (65. Veskovac), Koelle, Lodato (78. N. Kovacevic), Ibrahimaj, Muca, Koep (65. Castro)


    FV Fortuna Kirchfeld:

    Däggelmann- Böhm, Wespthal, Holzinger (65. Diringer), Demirci (78. Kima Ngerma), Weisbrod, Roos, Reith, Jerkovic (46. Kunz) , Begovic (46. Saravanja), M. Kovacevic


    Tore:

    1:0 Lodato (5.)

    2:0 Ibrahimaj (25.)

    3:0 Ibrahimaj(27.)

    4:0 Muca (30.)

    5:0 Koep (42.)

    5:1 Saravanja (54.)

    5:2 Saravanja (86.)


    Schiedsrichter: Harris Kresser


    Zuschauer: 160

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    Klarer Favorit gegen Fortuna Kirchfeld


    Der VfR peilt am Samstag (15:30 Uhr) gegen den FV Fortuna Kirchfeld im Rhein-Neckar-Stadion den zweiten Sieg in Serie an.




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    Foto: Edmund Nohe


    (mk) Sichtliche Erleichterung machte sich bei den Rasenspielern nach dem hochverdienten 3:1 Auswärtssieg in Mühlhausen breit. Dank einer starken und geschlossenen Mannschaftsleistung konnte bei einem anspruchsvollen Kontrahenten endlich der erste „Dreier“ auf fremdem Territorium eingefahren werden. Somit bleibt der VfR neben dem Spitzenduo aus Mutschelbach und Spielberg weiterhin das einzige ungeschlagene Team dieser Verbandsligasaison.


    An dieser Performance gilt es nun, in den nächsten Partien anzuknüpfen. Bereits am Samstag (15:30 Uhr) sind die Blau-Weiß-Roten gegen den punktlosen Tabellenletzten FV Fortuna Kirchfeld vor heimischer Kulisse erneut gefordert. Die Fortunen aus dem nördlichsten Karlsruher Stadtteil Neureut kamen in den bisherigen sechs Partien schwer in die Gänge und mussten jedes Mal als Verlierer den Platz verlassen. In einigen Begegnungen schnupperte das Team des 39-jährigen Cheftrainers Rouven Lang zwar an einem Punktgewinn, schlussendlich sollte es bisher aber noch nicht zu diesem reichen. Besonders bitter war vor allem die erst in allerletzter Minute besiegelte 1:2 Niederlage beim FC Olympia Kirrlach. Doch auch beim 1:3 in Zuzenhausen und dem 1:2 in Heddesheim hielt der mittelbadische Landesligameister aus dem Jahr 2019 die Partie lange und teilweise sogar bis zum Schluss offen.


    Wenn die Mannheimer Rasenspieler eine Lehre aus ihren bisher absolvierten Begegnungen ziehen können, dann wohl jene, dass sie sich einerseits vor keinem Gegner zu verstecken brauchen, andererseits aber auch hellwach in jede Partie starten müssen. Die vergangenen zwei Partien unterstrichen dies eindrucksvoll und sorgten bei Spielern, Verantwortlichen und Anhang für eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Manchmal liegen zwischen den Prädikaten „unbefriedigend“ und „oberligatauglich“ gerade einmal drei Tage.


    So ernüchternd das enttäuschende 1:1 Unentschieden in Langensteinbach auch war, so beeindruckend war auch der bärenstarke Auftritt beim 3:1 Sieg in Mühlhausen. Dort trumpfte der VfR mit all den Tugenden auf, die eine Spitzenmannschaft der Verbandsliga auszeichnen: schnell vorgetragene Kombinationen und eine hohe Effektivität vor dem gegnerischen Gehäuse waren ebenso vorhanden wie eine zweikampfstarke und souverän agierende Defensive, es passte einfach in allen Mannschaftsteilen. Dieser Auftritt sollte Mut für die kommenden Herausforderungen gemacht haben und auch den notwendigen Auftrieb für Samstag geben. Am Ende, so die Erwartung, soll die blütenweiße Weste gegen Kirchfeld mit dem dritten Sieg im dritten direkten Aufeinandertreffen erhalten bleiben.

    Sprung auf Platz 3

    VfR lässt in Mühlhausen nichts anbrennen

    (tb) Dank einer hundertprozentigen Leistungssteigerung gegenüber dem enttäuschenden Remis in Langensteinbach fuhr der VfR Mannheim im Nachholspiel beim 1. FC Mühlhausen einen sicheren 3:1-Sieg ein. Damit machten die Rasenspieler einen Riesensatz in der Tabelle und befinden sich jetzt auf Tuchfühlung zu den beiden Spitzenplätzen.


    Der VfR legte einen Blitzstart hin. Vom Anstoß weg wurde Ali Ibrahimaj auf der rechten Angriffsseite bedient. Ibrahimaj fackelte nicht lang und setzte Benedikt Koep im Strafraum in Szene. Der tanzte den Mühlhausener Torwart aus und es stand 0:1. Der VfR zeigte sich hellwach, attackierte früh, gelangte dadurch immer wieder in Ballbesitz und startete überfallartige Angriffe. Bereits 3 Minuten nach dem Führungstor setzte Koep einen Kopfball knapp neben den Pfosten ins Aus. In der 18. Minute durfte der zahlreich vertretene VfR-Anhang erneut jubeln, als Ali Ibrahimaj im Strafraum zum Schuss kam und eiskalt vollstreckte. Die Fahne des Schiedsrichterassistenten zeigte jedoch ein Abseits an, das außer ihm keiner im Stadion gesehen hatte und verhinderte so den Ausbau der VfR-Führung.


    Die Gastgeber fanden zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Erst in der 28. Minute kamen sie zu ihrer ersten Chance, jedoch ging der Linksschuss über den VfR-Kasten.


    Der VfR zeigte sich weiter als Herr des Geschehens. In der 36. Minute beförderte Dennis Lodato von außerhalb des Strafraums einen Bombenschuss in Richtung Mühlhausener Tor, den Torwart Mutschall nur mit Mühe abklatschen konnte. Vier Minuten danach erzielte Benedikt Koep das längst überfällige 0:2. Im Gegenzug bekam die VfR-Abwehr den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum und der Mühlhausener Theres brachte mit seinem Anschlusstreffer die Gastgeber zurück ins Spiel.


    Den 2. Durchgang ging der VfR genauso an wie zuvor und zwang Torwart Mutschall sofort wieder zu einer Parade. 3 Minuten später zappelte das Leder erneut im Mühlhausener Netz, wurde aber erneut wegen angeblichem Abseits nicht gegeben. Der VfR hielt den Gegner weiter von seinem Tor fern, konnte jedoch in der 55. Minute von Glück reden, dass der Mühlhausener Torjäger Christopher Hellmann eine Hereingabe knapp verfehlte. Die Gastgeber versuchten jetzt mehr Druck zu machen und schafften es für ca. 10 Minuten, den VfR in die eigene Hälfte zu drängen. Im Abschluss erwiesen sie sich aber als harmlos. In der 67. Minute hielten die VfR-Anhänger den Atem an, als einem VfR-Spieler im Strafraum der Ball vom eigenen Fuß an die Hand prallte. Zum Glück zeigte sich der Schiedsrichter in dieser Szene regelkundig und winkte trotz heftiger Mühlhausener Proteste ab, gab also keinen Elfmeter.


    Die Rasenspieler übernahmen bald wieder das Kommando und ließen sich auch nicht beirren, als Mühlhausen zu einer härteren Gangart überging. Das brachte jedoch nichts ein außer mehreren Gelben Karten, durch deren Einsatz der Schiedsrichter die Partie wieder beruhigte. Diskussionen untereinander und mit dem Unparteiischen trugen auch nicht dazu bei, dass die Gastgeber ihre spielerische Linie wieder fanden.


    Trotzdem zitterte der VfR-Anhang um den wichtigen Sieg, denn es war ihm wohl bewusst, dass bei dem knappen Vorsprung ein einziger Aussetzer genügen würde, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen.


    In der Schlussminute wurde dem VfR zum dritten Mal in dieser Partie ein Tor wegen Abseits aberkannt. Kurz danach war es aber soweit. Der wenige Minuten zuvor eingewechselte Frank Mbarga zog von der Strafraumgrenze einfach mal ab. Der Ball schlug ein und der hochverdiente Sieg für den VfR war gerettet.


    Aufstellung 1. FC Mühlhausen:

    Mutschall – Wetzel, Müller (77. Rottmann), Stenzel, Kiermeier, Neuberger, Klevenz (77. Becker), Holderer (63. Stadler), Theres, Schaffer, Hellmann


    Aufstellung VfR:

    Lentz – Kuhn, Malanga, Veskovac (77. Castro) – Schwöbel, Schaaf – Lodato (66. Kovacevic), Koelle (72. Muca), Kölmel – Ibrahimaj (85. Mbarga), Koep


    Tore:

    0:1 Koep (1.)

    0:2 Koep (40.)

    1:2 Theres (42.)

    1:3 Mbarga (90.)


    Schiedsrichter:

    Philip Dickemann, TSV Reichenbach

    Wer erobert den dritten Rang?


    Rasenspieler sind am Mittwoch (19:00 Uhr) beim 1.FC Mühlhausen gefordert


    (mk) Viel Zeit zum Wunden lecken bleibt den blau-weiß-roten Rasenspielern nach dem 1:1 Unentschieden in Langensteinbach nicht. Bereits am morgigen Mittwochabend (19:00 Uhr) gibt es beim 1.FC Mühlhausen die Möglichkeit, die enttäuschende Performance des vergangenen Sonntags in Vergessenheit geraten zu lassen.


    Der anspruchsvolle Gegner aus dem Kraichgau errang in den vergangenen vier Partien zehn von zwölf möglichen Zählern und rehabilitierte sich durch diese positive Punkteausbeute endgültig von der in der Deutlichkeit ernüchternden 0:7 Auftaktpleite beim Titelaspiranten SV Spielberg. Vergangenes Wochenende trennte sich die Elf des 33-jähirgen Cheftrainers Steffen Kretz in einer ereignisreichen Begegnung beim derzeit stark aufspielenden VfB Eppingen 2:2 Unentschieden. Im Falle eines Sieges am Mittwochabend könnte das Team rund um Top-Torjäger Christopher Hellmann (3 Tore und 4 Assists in bisher 5 Spielen) auf den dritten Rang vorstoßen und sich vorerst zum Jäger Nummer eins des Spitzenduos aus Mutschelbach und Spielberg küren.


    Doch der VfR Mannheim wird gewillt sein, diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Rasenspieler hegen selbst höhere Ambitionen und könnten sich mit einem Sieg in Mühlhausen ebenfalls auf den dritten Rang vorschieben. In den drei Heimspielen gegen Neckarelz, Kirrlach und Spielberg unterstrichen die Quadratestädter mit temporeichem und kombinationsfreudigem Offensivfußball auch die Legitimation ihrer hochgesteckten Ziele. Beim lethargischen Auftritt in Langensteinbach ließen die Rasenspieler hingegen genau jenen Spielwitz vermissen, der sie in den vergangenen Partien auszeichnete. Der schmerzhafte Verlust zweier Zähler war dementsprechend leistungsgerecht und folgerichtig.


    Die Frage, die sich in Anbetracht der bedeutsamen Begegnung in Mühlhausen stellt, lautet, ob der VfR auch auf fremdem Territorium jene Leistung abrufen kann, mit der er vor heimischer Kulisse zuletzt überzeugte. Im Falle eines Sieges würde der Kontakt zu dem Tabellenersten und -zweiten aufrechterhalten bleiben und mit neuem Mut und Optimismus den anstehenden Wochen entgegengeblickt werden.

    VfR lässt Punkte liegen

    Glanzloses Remis in Langensteinbach

    (tb) Wer den VfR nach den letzten Spielen schon auf dem Weg in die Verbandsliga-Spitzengruppe sah, muss nach diesem enttäuschenden Auftritt der Rasenspieler ins Grübeln kommen. Nach einem über weite Strecken uninspirierten Auftritt reichte es nur zu einem Unentschieden beim bisher punktlosen SV Langensteinbach.


    Offensichtlich inspiriert durch knackige Rockrhythmen aus dem Stadionlautsprecher kurz vor dem Anpfiff suchte das Kellerkind aus Langensteinbach von Beginn an den Vorwärtsgang. Die VfR-Abwehr wurde gut beschäftigt, ließ aber zunächst nichts anbrennen. Beim ersten ernsthaften Gegenzug kam Ali Ibrahimaj im Strafraum der Hausherren zu Fall. Das Anspiel kam dabei vom Gegner, so dass die Abseits reklamierenden Platzherren zu Recht kein Gehör beim Unparteiischen fanden. Ali Ibrahimaj versenkte den fälligen Elfmeter in der 8. Minute gewohnt souverän zur Gästeführung.


    Was nun folgte, war alles andere als ein Fußball-Leckerbissen. Ungenaues Passspiel ließ beim VfR kaum Ballstafetten über mehr als 2-3 Stationen zu. Das Zweikampfverhalten ließ jegliche Konsequenz vermissen. Die Rasenspieler wirkten über weite Strecken hinweg wie gelähmt. Kaum ein Spieler erreichte nur annähernd seine Normalform. Hatte man den Gegner etwa unterschätzt?


    Langensteinbach präsentierte sich dagegen kampfstark und einsatzbereit. Nur wenige Spieler der Hausherren konnten ihren Gegners jedoch spielerisch Paroli bieten, so dass der VfR kaum Probleme hatte, den Gegner vom Tor fernzuhalten. Immer wieder nahm der VfR das Tempo aus dem Spiel und versuchte so, die Ausgleichsbemühungen der Gastgeber im Keim zu ersticken. Diese Taktik ging kurz vor dem Pausenpfiff aber nach hinten los, als der überragende Langensteinbacher Spielmacher Riedel in einen verunglückten Rückpass des VfR sprintete und seinen Sturmpartner Pavkovic bediente. Der umkurvte Torwart Lentz und erzielte den vom Anhang der Platzherren lautstark bejubelten Ausgleic.


    Im 2. Durchgang wurde es kaum besser im VfR-Spiel. Zwar kamen die Zuspiele etwas präziser als zuvor, allerdings wurde nach wie vor zu wenig Druck ausgeübt. Eklatant war die Ideenlosigkeit im Angriffsspiel. Es spricht Bände, dass der VfR erst in der 58. Minute seine erste klare Torchance hatte, als Koep eine Kölmel-Flanke in die Arme von Torwart Fuchs köpfte. Kurz zuvor war ein Schuss des Langensteinbacher Mittelstürmers Pavkovic aus ca. 25 Metern am VfR-Pfosten gelandet.


    Langensteinbach schaffte es immer wieder mit großem kämpferischen Einsatz die VfR-Spieler am Torschuss zu hindern. Der VfR fand kein Mittel, sich entscheidend durchzusetzen. Nach Ballgewinn suchten die Platzherren ihr Heil in schnellen Kontern, die gefährlich genug waren, um Torwart Lentz zur Aufbietung seines ganzen Könnens zu zwingen. So verhinderte er in der Schlussminute bravourös den Siegtreffer der Gastgeber, der des Guten allerdings etwas zu viel gewesen wäre.


    Trainer Schmitt bleibt nur wenig Zeit, diesen unbefriedigenden Auftritt mit seiner Mannschaft aufzuarbeiten. Bereits am Mittwoch fährt der VfR zum 1. FC Mühlhausen aus dem erweiterten Favoritenkreis der Verbandsliga. Will er dort bestehen, muss er in das Spiel mit Konsequenz und Siegeswillen hinein gehen. Sonst bleibt die Verbandsligaspitze in weiter Ferne.


    Aufstellung SV Langensteinbach:

    Fuchs – Haramustek, Stoitzner (36. Schmider), Pavkovic, Riedel, Leimann (80. Kuhn), Cali (85. Lüdcke), Stachura, Kraski, Reuer, Roth (57. Kröbel)


    Aufstellung VfR:

    Lentz – Kuhn, Malanga, Veskovac (58. Mbarga) – Kölmel, Schwöbel – Lodato, Castro (58. Koelle), Muca (87. Schneider Sanchez) – Ibrahimaj, Koep


    Tore:

    0:1 Ibrahimaj (8. Foulelfmeter)

    1:1 Pavkovic (45.)


    Schiedsrichter:

    Fatih Kerim Icli, FV Oberlauda

    Erster Auswärtsdreier in Langensteinbach?

    Rasenspieler sind am Sonntag (15:30 Uhr) beim punktlosen Tabellenvorletzten gefordert

    (mk) Der VfR Mannheim kann mit seiner derzeitigen Performance zufrieden sein: Die Leistungskurve zeigte in den vergangenen drei Partien stetig nach oben und spiegelte sich darüber hinaus auch in den Resultaten wider. Vor allem der offene Schlagabtausch am vergangenen Samstagabend im hochklassigen Duell gegen den Meisterschaftsfavoriten SV Spielberg unterstrich, welches Potenzial in der Mannschaft schlummert.


    Am kommenden Sonntag (15:30 Uhr) sind die Blau-Weiß-Roten beim punktlosen Tabellenvorletztem SV Langensteinbach gefordert. Der Sportverein aus dem einwohnerreichsten Ortsteil von Karlsbad musste zu Saisonbeginn ein anspruchsvolles Auftaktprogramm bewältigen und kam vor allem in den Begegnungen mit den wesentlich höher anzusiedelnden Gegnern aus Mutschelbach (0:4), Heddesheim (1:6) und Mühlhausen (1:5) ordentlich unter die Räder. Doch das Team des ehemaligen Spielberger Regionalligaspielers Marius Mößner musste in den vergangenen Wochen auch mit etlichen personellen Schwierigkeiten kämpfen und verfügt sicherlich über wesentlich mehr Potenzial, als es der aktuelle Blick auf die Tabelle vermuten lässt.


    Auf einen Mannheimer Selbstläufer sollte sich daher auch der mitreisende blau-weiß-rote Anhang nicht einstellen. Auswärtsspiele bei den sogenannten Kellerkindern der Liga verfügen in der Praxis nicht selten über Stolperfallen, die in theoretischen Abhandlungen vor der Begegnung nicht berücksichtigt werden. Sicherlich werden Langensteinbachs Spieler einen beherzten Kampf abliefern und versuchen, das zuletzt nicht gerade verwöhnte Publikum mit einer starken Leistung gegen den VfR auf die eigene Seite zu ziehen.


    Nichtsdestotrotz muss die Elf von Ralf Schmitt aber danach streben, beim mittelbadischen Landesligameister von 2020 den ersten Auswärtsdreier dieser Saison anzupeilen, um den Kontakt zu den beiden Spitzenteams aus Spielberg und Mutschelbach aufrechtzuhalten. Die Rasenspieler werden am Sonntag zurecht als klarer Favorit in die Partie starten und dürften im Falle einer konzentrierten Leistung auch mit der maximalen Punkteausbeute die Heimreise antreten können. Die Mannschaft geht nach den coronabedingten Turbulenzen im August einem geregelten Trainingsbetrieb nach und befindet sich dahingehend wieder im Rhythmus. Deshalb sind die Rahmenbedingungen nicht zu vergleichen mit jenen aus dem letzten Auswärtsspiel in Friedrichstal.

    Leistungsgerechtes Remis

    Der VfR Mannheim und der SV Spielberg trennen sich in einer hochklassigen Verbandsligapartie 1:1 Unentschieden

    Es war ein großer Kampf, den sich der VfR Mannheim und der SV Spielberg am Samstagabend unter den vier beleuchteten Flutlichtmasten im Rhein-Neckar-Stadion lieferten. Das Spitzenspiel des fünften Spieltages in der Verbandsliga Nordbaden wurde den bereits im Vorfeld hoch gesteckten Erwartungen mehr als nur gerecht. Packende Zweikampfduelle gab es ebenso zu bestaunen, wie mehrere Großchancen und sensationelle Paraden der beiden Torhüter. Die 220 Zuschauer kamen zumindest voll auf ihre Kosten.


    Die ersten guten Chancen der Partie gehörten den in blau-weiß-rot gekleideten Gastgebern. Zunächst prüfte Dennis Lodato von der linken Strafraumkante mit einem präzisen und scharf geschossenen Schuss den Spielberger Torhüter Matthias Moritz (7.). Wenig später entschärfte der Gästeschlussmann eine Großchance von Benedikt Koep, nachdem dieser im Strafraum frei zum Abschluss kam (11.). Nach gut 20 Minuten erzielten die druckvoll agierenden Rasenspieler das verdiente 1:0 durch Dennis Lodato, dessen gefühlvoller Abschluss außerhalb des Sechzehners Moritz im Spielberger Kasten wenig Chance ließ (21.).


    Doch die Freude über das hart erarbeitete 1:0 währte nicht lange. Der Meisterschaftsfavorit schüttelte sich kurz und markierte eine Zeigerumdrehung später postwendend den Ausgleich. Über die linke Seite kommend suchten und fanden die Gäste ihren Goalgetter Fabian Geckle. Dieser ließ sich nicht zwei Mal bitten und schob aus guter Schussposition ins lange Ecke zum 1:1 ein (22.).


    Nachdem der ehemalige Regionalligist den Rückstand wett machen konnte, beruhigte sich das Geschehen auf dem Platz ein wenig. Beide Mannschaften waren sichtlich bemüht, das eigene Spiel in ruhige Fahrwasser zu bringen und legten den Fokus folgerichtig erst einmal auf Stabilität. Bis zur nächsten Großchance sollte es noch eine gute Viertelstunde dauern, allerdings hatte diese es in sich. Claudio Ritter hämmerte mit einem glasharten und platzierten Volleyschuss aus ca. 20 Metern das Leder auf den Kasten von Marcel Lentz. Der VfR Keeper reagierte geistesgegenwärtig machte sich lang und verwehrte dem Spielberger Stürmer mit einer Glanztat seinen 5. Saisontreffer (38.). Doch auch die Rasenspieler hatten das 2:1, resultierend aus einem missratenen Rückpass, noch vor dem Pausenpfiff auf dem Fuß. Dieses Mal hinderte jedoch nicht der ebenfalls stark aufgelegte Spielberger Keeper Moritz Benedikt Koep am erneuten Führungstreffer seiner Mannschaft, sondern Innenverteidiger Patrik Seemann, der sich voller Elan in Koeps Schuss warf und nach der Rettungstat von seinen Kameraden gefeiert wurde als hätte er gerade selbst ein Tor erzielt (44.).


    Der zweite Durchgang startete ebenso verheißungsvoll wie der erste endete. Es war noch keine Minute vergangen, da prüften die schwungvoll aus der Kabine gekommenen Spielberger in Person von Clauio Ritter Marcel Lentz im Mannheimer Kasten. Der VfR-Keeper erwies sich aber auch in dieser Aktion als hellwach und klärte zu einer Ecke (46.).


    Es blieb bei einem hochspannenden Spiel mit vielen Torraumszenen auf beiden Seiten. Nicht nur die Gäste kamen zu ihren Chancen, auch die Rasenspieler setzten die Defensive des Gegners häufig unter Druck. Standards erwiesen sich hierbei als probates Mittel. Die Freistöße von Ali Ibrahimaj sorgten das eine oder andere Mal für höchste Alarmstufe im Strafraum der Karlsbader. So auch in der 58. Minute, als der Mannheimer Abwehrhüne Christian Kuhn eine solche Hereingabe nur um Haaresbreite verpasste.


    An einer Ruhephase war in dieser Begegnung nun nicht mehr zu denken. Fabian Geckle sorgte nach einer guten Stunde erneut für erhöhten Puls beim blau-weiß-roten Anhang. Der 25 jährige Goalgetter bekam den Ball nach einer flachen Hereingabe von Fabian Gondorf unter Kontrolle, drehte sich geschickt um die eigene Achse und setzte das Leder nur hauchdünn am linken Torpfosten vorbei (61). Doch wie es in einem offenen Schlagabtausch nun einmal so ist, hatte auch der VfR weiterhin gute Chancen. Dass Blerton Muca eine gefühlvolle Kölmel Hereingabe beispielsweise nicht zur Mannheimer Führung verwerten konnte, ist in erster Linie auf Matthias Moritz zurückzuführen, der mit einer starken Parade den nordmazedonischen Stürmer daran hinderte, aus kurzer Distanz die blau-weiß-rote Führung herzustellen (69.).


    Eric Schaaf erwies sich in dieser Partie einmal mehr als zentrale Stütze im Mannheimer Spiel. Schaaf leitete geschickt die Angriffe ein, verfügte stets über ein gutes Auge für den Nebenmann und probierte es auch das eine oder andere Mal aus der Distanz. Umso bitterer war die gelb-rote Karte, die er nach einem taktischen Foul in der 72. Minute hinnehmen musste. Doch interessanterweise änderte der Platzverweis wenig am Spielverlauf. Die Blau-Weiß-Roten gerieten nicht unter wütenden Spielberger Dauerbeschuss, sondern verbuchten zunächst eine Großchance für sich. Erneut war es ein Ibrahimaj-Freistoß, der für Gefahr sorgte. Seine flache Hereingabe bekam der einmal mehr bärenstark aufspielende John Malanga zu fassen, allerdings setzte dieser das Leder über den Kasten (76.). Für die größte Gästechance in Überzahl sorgte einmal mehr Fabian Geckle. Der pfeilschnelle Mittelstürmer wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt, setzte sich im Laufduell gegen Kuhn durch, konnte Marcel Lentz im Eins-Gegen-Eins Duell jedoch nicht bezwingen. Zuschauer und Stadionsprecher honorierten diese Glanztat von Lentz sehr, denn das war eine hundertprozentige Chance (79.).


    So blieb es schlussendlich bei einem leistungsgerechten 1:1 Unentschieden, das auch gut und gerne 3:3 hätte enden können. Beide Teams legten eine ansprechende Leistung an den Tag und unterstrichen mit ihrer Performance, dass sie zurecht zu den Top-Mannschaften dieser Spielklasse zählen. Für den VfR Mannheim geht es am kommenden Sonntag beim SV Langensteinbach (15:30 Uhr) weiter.


    VfR Mannheim: Lentz- Kölmel, Kuhn, Malanga, Schwöbel, Castro, Schaaf, Lodato, Ibrahimaj, Muca (82. Veskovac), Koep (89. Schneider Sanchez)


    SV Spielberg: Moritz, Weiß, Diringer, Seemann (57. Keck), F. Gondorf, Veith, M. Gondorf. Schuch, Ritter, Mohamed (85. Hoffmann), Geckle


    Tore: 1:0 Lodato (21.)

    ..........1:1 Geckle (22.)


    Schiedsrichter: Chris Lillig

    Bereit für das Topspiel gegen Spielberg

    Rasenspieler empfangen am Samstag (19:00 Uhr) den Tabellenzweiten im Rhein-Neckar-Stadion


    (mk) Nach dem souveränen 2:0 Erfolg gegen den FC Olympia Kirrlach am Dienstagabend macht sich beim VfR Mannheim Optimismus breit: Die kontinuierliche Leistungssteigerung seit dem enttäuschenden 1:1 Unentschieden in Friedrichstal ist nicht zu übersehen. Die beiden überzeugenden Heimsiege gegen Neckarelz und Kirrlach machten deutlich, dass die Formkurve der Schmitt-Elf kontinuierlich wächst und der Corona Ballast der letzten Augustwochen pünktlich zur Spitzenbegegnung der Verbandsliga Nordbaden abgeworfen zu sein scheint.


    Mit dem SV Spielberg kreuzt am kommenden Samstagabend der wahrscheinlich anspruchsvollste Gegner dieser Spielklasse im Rhein-Neckar-Stadion auf. Saisonübergreifend sind die Jungs vom Talberg seit 16 Partien siegreich und seit 19 Begegnungen ungeschlagen. Das Team des gerade einmal 27-jährigen Cheftrainers Yannick Rolf verfügt auf dem ersten Blick über keine nennenswerte Schwachstelle. Der 7:0 Kantersieg gegen den 1.FC Mühlhausen, sicherlich kein Fallobst, wie auch der 4:0 Erfolg zuletzt gegen den FC Germania Friedrichstal verdeutlichen, über welche Wucht die Karlsbader im Angriffsspiel verfügen. Beim 1:0 Auswärtssieg in Heddesheim zeigte der Meisterschaftsfavorit jedoch auch, dass er in der Lage ist, eine Drangperiode des Gegners aufgrund der gut organisierten Defensive und des stets stark aufgelegten Keepers Mathias Moritz zu überstehen.


    Man muss kein ausgewiesener Fußballfachmann sein um festzustellen, dass die Rasenspieler am Samstagabend in allen Belangen das Maximum abrufen müssen, um der rekordverdächtigen Siegesserie des ehemaligen Regionalligisten ein Ende zu bereiten. Defensiv wird es nicht ausreichen, den einen Goalgetter kaltzustellen, da mit Fabian Geckle (6 Tore), Claudio Ritter (4 Tore), Nico Plattek und dem ehemaligen Rasenspieler Abdelrahman Mohamed ( jeweils 2 Tore) gleich mehrere Akteure eine außerordentliche Torgefahr ausstrahlen. Im Angriffsspiel müssen die sich bietenden Gelegenheiten hingegen konsequent verwertet werden, da die Anzahl an Großchancen im Vergleich zu den vergangenen Begegnungen wahrscheinlich wesentlich geringer ausfallen werden.


    Falls der VfR im Vergleich zur ohnehin starken Leistung gegen den FC Olympia Kirrlach nochmals eine Schippe drauflegen kann, dürfte vor heimischem Publikum jedoch einiges möglich sein. Die Mannschaft hat in den bisherigen Partien ein großes Kämpferherz bewiesen und ist im Pokalspiel gegen den Regionalligisten FC Astoria Walldorf sogar über sich hinausgewachsen. Die Begegnungen mit dem SV Spielberg verfügten schon in den letzten Jahre fortlaufend über einen besonderen Charakter und auch dieses Mal verspricht der fußballerische Evergreen bereits im Vorfeld einiges an Spannung und Dramatik.

    Auftakt in die englische (Heimspiel)Woche

    Rasenspieler empfangen am Dienstag (19:30 Uhr) den FC Olympia Kirrlach

    (mk) Nach dem hochverdienten 3:1 Sieg gegen die Spielvereinigung Neckarelz kann die Mannschaft von Ralf Schmitt mit Optimismus der anstehenden englischen (Heimspiel) Woche entgegenblicken. Vor allem in der zweiten Halbzeit bewiesen die dominant agierenden Rasenspieler, dass sie auch in der Lage sind, den von ihnen praktizierenden Einbahnstraßenfußball in Tore umzumünzen und somit die notwendigen drei Punkte einzufahren. In der nun anstehenden Begegnung gegen den FC Olympia Kirrlach dürfte der Widerstand des Kontrahenten jedoch einiges größer werden als am vergangenen Samstag.


    Deren Trainer Volkan Glatt kann auf eine Mannschaft zurückgreifen, die im Vergleich zur vergangenen Saison wesentlich stärker einzuschätzen ist und mit dem Abstieg nichts zu tun haben dürfte. Vor allem die Rückkehr des langzeitverletzten Goalgetters Patrick Rödling macht sich in der mittelbadischen Karnevalshochburg bemerkbar. Bisher hat der 27-jährige Vollblutstürmer in allen drei Verbandsligapartien doppelt getroffen und sich somit als eine Art offensive Überlebensgarantie der Kirrlacher entpuppt. Keine Frage: Diesen Patrick Rödling, der sogar dem für seine stabile Defensive bekannten Titelaspiranten SV Spielberg zwei Tore einschenkte, gilt es unter Kontrolle zu bekommen.


    Doch die in den drei Partien erzielten sechs Punkte können nicht nur auf Rödling zurückgeführt werden. Kämpferisch, laufstark und spielerisch auf einem ansehnlichen Niveau: So präsentierte sich die gesamte Kirrlacher Mannschaft in der bisherigen Saison.


    Für den VfR ist diese Begegnung somit ein erster echter Gradmesser. Kirrlach dürfte ein unangenehm zu bespielender Gegner sein, der bis in die Haarspitzen motiviert in Mannheim aufkreuzen wird und befreit aufspielen kann. Vor allem die drei ehemaligen Rasenspieler Ayhan Akdemir, Yannick Krämer und Maurice Mayer dürften dem Dienstagabend besonders entgegenfiebern.


    Auf der anderen Seite gibt es bei den Quadratestädtern dennoch genügend Gründe, um die Partie optimistisch anzugehen: Gegen Neckarelz bewies die Mannschaft trotz eines frühen Nackenschlages, dass sie auch mit dem Rücken zur Wand ihr Spiel durchdrücken und schlussendlich souverän für sich entscheiden kann. Die Leistungssteigerung gegenüber der unglücklich verlaufenden Auftaktpartie in Friedrichstal, war in allen Bereichen zu spüren gewesen, was sicherlich auch auf den Genesungsverlauf angeschlagener und verletzter Spieler zurückzuführen war. Jetzt gilt es, gegen Kirrlach den nächsten Schritt zu machen und die drei Punkte abermals im Rhein-Neckar-Stadion zu behalten.

    Mit neuem Schwung gegen Neckarelz gefordert

    Rasenspieler feiern am Samstag (15:30 Uhr) Heimspielpremiere in dieser Saison



    Es war kein Start nach Maß, den der VfR Mannheim beim 1:1 Unentschieden in Friedrichstal hinlegte. In einer zähen und unangenehm zu bestreitenden Partie war an allen Ecken und Enden zu spüren, dass die Zwangspause doch ihre Spuren hinterlassen hat. Einige Akteure waren aufgrund des Trainingsrückstands noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte und der Ausfall mancher Schlüsselspieler zwang Trainer Ralf Schmitt dazu, eine Mannschaft aufzustellen, die in dieser Form nie miteinander zusammenspielte. Die Einstellung stimmte, die erschwerten Rahmenbedingungen machten jedoch einen Strich durch die blau-weiß-rote Rechnung.


    Zwischen der unter äußerst schwierigen Rahmenbedingungen ausgetragenen Begegnung am Stutensee und dem kommenden Heimspiel gegen die Spielvereinigung Neckarelz (Samstag: 15:30) liegen sechs wertvolle Tage, die den Verletzten die Zeit geben, sich final auszukurieren und den Angeschlagenen die Möglichkeit bieten, ihrer Bestform ein Stück näher zu kommen. Schließlich ist man beim VfR gewillt, dem eigenen Anhang im ersten Heimspiel der neuen Saison ein Sieg zu bescheren.


    Für den aus Mosbach stammenden Gegner startete die Saison mit einer 1:2 Niederlage im odenwaldinternen Duell gegen den VfR Gommersdorf äußerst unglücklich. Beim Gastspiel in Friedrichstal brachte das 1:1 Unentschieden immerhin einen Zähler, allerdings kassierte das Team von Stefan Strerath erst in der Nachspielzeit den Ausgleich. Zuletzt setzte es gegen die zweite Mannschaft des SV Waldhof eine deutliche 1:4 Pleite im Elzstadion.


    Die Erwartungshaltung in der Quadratestadt ist vor jenem Duell, das vor 10 Jahren noch zum absoluten Spitzenspiel in der Oberliga Baden-Württemberg zählte, sehr groß. Nach dem nicht zufriedenstellenden Ergebnis in Friedrichstal erhofft sich das blau-weiß-rote Lager einen Sieg gegen Neckarelz. Falls sich die eingangs erwähnten Problematiken lösen lassen und das Team darüber hinaus mit einer gesunden Einstellung ans Werk geht, sollten die Drei Punkte auch an der Mannheimer Theodor-Heuss-Anlage bleiben.

    Noch nicht optimal

    Nach dem 1:1 Unentschieden in Friedrichstal ist bei den Rasenspielern noch Optimierungspotenzial vorhanden.


    Die Partie wurde unter tropischen Bedingungen gerade erst angepfiffen, da zeichnete sich bereits der Spielverlauf ab: Auf der einen Seite nahmen die personell gerupften Rasenspieler das Heft des Handelns in die Hand und versuchten mit geduldigem Angriffsspiel das Friedrichstaler Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Auf der anderen Seite fokussierten sich die Gastgeber auf eine gut gestaffelte Defensive und erhofften sich, den einen oder anderen Akzent in der Offensive zu setzen.


    Es dauerte mehr als eine Viertelstunde, ehe es den ersten Mannheimer Abschluss durch Dennis Lodato zu notieren gab. Der Flügelspieler wurde gut von Alessandro Castro bedient und setzte das Leder aus naher Distanz über den Kasten (16.). Wenige Zeigerumdrehungen später stand Lodato erneut im Mittelpunkt, doch dieses Mal blockte ein Friedrichstaler Verteidiger seinen Schuss im Strafraum und entschärfte die bis dahin größte Chance der Partie (21.). Viel fehlte bei dieser Aktion jedoch nicht zur Führung: Wenn sich das Leder nur einen klein wenig früher gesenkt hätte, wäre Mikel Schuster- Friedrichtals Tormann und verbaler Antreiber- wahrscheinlich machtlos gewesen.


    Der VfR war zwar sichtlich bemüht auf dem top gepflegten Rasenplatz den Torerfolg zu erzwingen, allerdings fehlte im Angriffsspiel gegen eine gut gestaffelte Germanen Abwehr die notwendige Durchschlagskraft, um in Front zu gehen. Friedrichstal hingegen erzielte mit dem ersten eigenen Abschluss der Partie prompt die Führung. Chris Roosevelt Jones fasste sich aus gefühlt 30 Metern ein Herz, nahm das Leder volley an und hämmerte es in die Maschen (24.). Was den VfR in den ersten 25 Minuten nicht gelingen wollte, glückte den Germanen mit einem Sonntagsschuss.


    Auch nach dem Rückstand fehlte der nur schwer in die Gänge kommenden Mannheimer Offensivabteilung die zündende Idee. Erst in der 40. Minute versuchten die Rasenspieler in Person von Castro an der Strafraumgrenze das Leder in die Maschen zu befördern, doch Schuster entschärfte souverän. Zum Ausgleich musste schließlich ein Elfmeter herhalten, den Ali Ibrahimaj mit einem hoch angesetzten Schuss souverän versenkte (44.). Dem Strafstoß vorausgegangen war ein Foul an Benedikt Koep, der eine Flanke von Johannes Kölmel gekonnt annahm und nur mit unfairen Mitteln vom Ball zu trennen war.


    Im zweiten Durchgang setzte sich das Spiel aus der ersten Hälfte zunächst nahtlos fort. Doch dieses Mal benötigte der VfR bis zur ersten Großchance keine zehn Minuten. Julio Cesar Yugar Koelle nahm eine Hereingabe volley an und prüfte mit einem harten Schuss den in dieser Situation goldrichtig positionierten Mikel Schuster (52.). Die größte Chance auf den 2:1 Führungstreffer hatte der auffällig agierende Neuzugang Ali Ibrahimaj. Eine Kölmel Hereingabe setzte der ehemalige Zweitligaspieler nur haarscharf am linken Pfosten vorbei, ein paar Zentimeter weiter rechts und es hätte 2:1 für den VfR gestanden (65.).


    Doch auch wenn der VfR weiterhin spielbestimmend war, darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Gastgeber im zweiten Durchgang sich ebenfalls ihre Torchancen herausspielten. Als Paulo Henrique Ursino Lima den Turbo zündete und mehrere Gegenspieler stehen ließ, war erst bei Marcel Lentz Endstation (62.), bei einem satten ansatzlosen Schuss von Jose Carlos Tijeras Martinez von der linken Strafraumkante musste der VfR Keeper auf der Hut sein, um den Ball aus dem kurzen Eck zu fischen (71.) und auch Simon Punges Kopfball, der von Jones mit einem sehenswerten Fallrückzieher bedient wurde, hätte mit ein wenig mehr Präzision und Druck den Rückstand zur Folge haben können (79.). Die dickste Chance zur Friedrichstaler Führung hatte nach einer flachen Hereingabe Martinez, allerdings stand ihm der Pfosten im Weg (80.). In der Schlussphase sorgte auf Seiten des VfR der eingewechselte Blerton Muca nochmals für Aufsehen und prüfte drei Mal den gegnerischen Keeper. Doch weder sein Kopfball (85.), noch der Volleyschuss (89.) oder der Seitfallzieher wollten im Kasten der Friedrichstäler einschlagen (90.). So blieb es schlussendlich bei einem 1:1 Unentschieden. Der VfR konnte für sich zwar eine klares Plus an Spielanteilen verbuchen, jedoch spiegelte sich dieses nicht in der Anzahl an Großchancen und dem Ergebnis wider.


    Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) steht gegen die Spielvereinigung Neckarelz das erste Heimspiel der Saison auf dem Programm. Bleibt zu hoffen, dass Cihad Ilhan und Lauris Rafael Schneider Sanchez, die sich beide am Stutensee verletzt haben, wieder einsatzfähig sind und Marc-David Thau wie auch Eric Schaaf im Kader stehen können.


    Aufstellung FC Germania Friedrichstal: Schuster- Kistner, Gucanin (53. Argaw), Schnörringer, Punge, Jones, Ursino Lima, Fernandez, Rowlin, Martinez, Köktas (64. Remus)


    Aufstellung VfR Mannheim: Lentz- Denefleh, Schwöbel, Kuhn, Kölmel, Castro, Koelle (63.Malanga), Lodato, Ibrahimaj, Ilhan (15. Schneider Sanchez) (76. Muca), Koep


    Schiedsrichter: Dominik Genthner


    Zuschauer: 200


    Tore:

    1:0 Jones (24.)

    1:1 Ibrahimaj (FE.) (44.)