Beiträge von WaldhofBub

    Bewerber-Team um Präsidiumsposten beim SV Waldhof formuliert Ambitionen / "Netzwerke nutzen"
    Künster peilt die Dritte Liga an


    Von unserem Mitarbeiter Roland Bode


    Mannheim. Eine "externe Mannheimer Lösung" soll den SV Waldhof aus der Krise der vergangenen Jahre führen. Mit diesem Vorhaben hat sich gestern die Erste von wahrscheinlich zwei um die künftige Führung des Fußball-Oberligisten bemühten Präsidiumsmannschaften vorgestellt. Präsidentschaftskandidat Steffen Künster (47) betont: "Wir brauchen die Mannheimer Wirtschaft und ihr Netzwerk und keine Verbindungen zu verkrusteten Strukturen." Sportliches Ziel für die kommenden fünf Jahre sei das Erreichen der Dritten Liga. Der Nachwuchs müsse die Nummer eins in der Metropolregion werden.


    Die Abtragung wirtschaftlicher Altlasten in Verbindung mit gesundem Wachstum, intensivierte Jugendarbeit und Kommunikation sowie die Stärkung und Pflege der "Marke" SV Waldhof bezeichnete der IT-Unternehmer aus Walldorf als wichtigste Ziele. Neben einer Präsidentschaft sieht sich der verheiratete Familienvater (zwei Söhne) für die Bereiche Repräsentation und Marketing verantwortlich. Vize-Präsident und für den Bereich Sport zuständig soll Klaus Hafner werden. Für die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit wäre im Fall einer Wahl Dr. Immo von Fallois zuständig. Das Ressort Finanzen würde Klaus-Rüdiger Geschwill übernehmen. "Ehrlichkeit, Realismus, Loyalität - das sind die wichtigsten Grundvoraussetzungen", bekräftigt Künster sein Vorhaben, das auch die verstärkte Einbindung der Abteilungen Tennis, Handball und Gymnastik in das gesamte Vereinsgeschehen beinhaltet. Weiteres Ziel sei die Zahl der Mitglieder um rund 25 Prozent auf dann 2500 zu steigern. Die Gründung eines Beirates, der sich aus Mitgliedern des Fan-Dachverbandes Pro Waldhof, Persönlichkeiten der Region und aus den Abteilungen zusammensetzt, soll die interne Kommunikation optimieren.


    "Wir benötigen ein starkes Team, das uns nach vorne bringt. Hier sind wir in allen Bereichen kompetent aufgestellt", so Künster. "Auf Basis der bestehenden Netzwerke jedes Einzelnen bin ich davon überzeugt, dass wir die schwierige Aufgabe, die im Falle einer Wahl auf uns zukommt, bewältigen können."


    Nach bisherigem Kenntnisstand betrachtet Künster eine Regionalliga-Lizenz für 2011/12 als nicht gesichert. Umso mehr sei es erforderlich, eine Mitgliederversammlung noch vor Weihnachten durchzuführen. Auch Umstrukturierungen auf der Geschäftsstelle seien geplant. Eine Diskussion über die Geschäftsführung gebe es indes nicht: "Andreas Laib hat hervorragende Arbeit erledigt und den SVW in schweren Zeiten vor noch Schlimmerem bewahrt", meinte Künster.


    Sportlich steht für die Blau-Schwarzen am Samstag (14.30 Uhr) das Gastspiel im Weinheimer Sepp-Herberger-Stadion bei Schlusslicht TSG Weinheim an. Drei Punkte sind dringend erforderlich, wenn der Kontakt zur Tabellenspitze nicht abreißen soll. Tickets sind am heutigen Freitag noch im Vorverkauf auf der Geschäftsstelle am Alsenweg erhältlich.


    Quelle: Mannheimer Morgen - 19. November 2010

    Endlich bewegt sich in dieser Sache etwas! Ich hoffe es ist noch nicht zu spät, sieben Jahre im Nirgendwo haben ihre Spuren hinterlassen. Die Lethagie, in die viele Fans bereits verfallen sind, war im Stadion regelrecht zu spüren. Ein kleiner Hoffnungsschimmer!

    Zweites Kandidaten-Team für Waldhof-Präsidium stellt sich heute öffentlich vor
    Wahl noch vor der Winterpause?


    Von unserem Mitarbeiter Roland Bode


    Mannheim. Möglicherweise noch in diesem Jahr könnte der SV Waldhof eine neue Führungsriege erhalten. Andreas Laib, Geschäftsführer beim Fußball-Oberligisten, schließt nicht aus, dass der Verein in Anbetracht von zwei Kandidaten-Teams, die sich für die Besetzung des künftigen Präsidiums bewerben, sogar noch vor der Winterpause eine Mitgliederversammlung einberuft und umsetzt.


    Auf einer Pressekonferenz will sich heute die Mannschaft um den Mannheimer Unternehmer Steffen Künster präsentieren. Der 47-jährige IT-Spezialist ist Geschäftsführer und Gründer der Firma Aspedia GmbH, die sich seit 2004 im Bereich Problemlösungen Direkt- und Online-Marketing spezialisiert hat. Zu seinem Team zählen neben Alstom-Kommunikationsleiter Dr. Immo von Fallois die Unternehmer Klaus Hafner und Klaus Geschwill. Künster wird als Präsidentenkandidat gehandelt. Auch Helmut Rufe (wir berichteten), der sein Team bis Ende dieser Woche benennen möchte, hat Ambitionen auf dieses Amt.


    Lager sind gesprächsbereit


    Stellvertretend für seine Mitbewerber um die Führungspositionen sagte von Fallois gegenüber dieser Zeitung: "Herr Künster ist der richtige Mann zur richtigen Zeit. Grundsolide, durchsetzungsstark und ohne Luftschlösser zu bauen." Einer möglichen Gegenkandidatur des anderen Teams sieht er momentan gelassen entgegen: "Es kann ja heute keiner heute sagen, wie die Mitglieder entscheiden." Erfreulich schon jetzt: Beide Lager scheinen auch untereinander gesprächsbereit - unabhängig vom Ausgang einer möglichen Kampfabstimmung. Dies betonten von Fallois wie auch Rufe. Letztlich müsse es um den Verein gehen.


    Der Alstom-Mitarbeiter führt weiter aus: "Für uns ist es wichtig, dass wir mit dem Fan-Dachverband ProWaldhof, dem verbliebenen Präsidium und dem Verein Anpfiff ins Leben zuvor einen Kontakt herstellen, um unsere Ziele aufzeigen zu können."


    Vor dem am Samstag anstehenden Derby bei Oberliga-Schlusslicht TSG Weinheim (14.30 Uhr) scheint sich nach zwei Jahren ohne Präsidenten nun etwas zu bewegen.


    Presse: Mannheimer Morgen - 18. November 2010

    Waldhof will seine Position gegen den Traditionsklub Kehler FV festigen
    Wiedersehen in der Fünftklassigkeit


    Von unserem Mitarbeiter Roland Bode


    Mannheim. Die Geschichte verbindet die beiden Kontrahenten SV Waldhof und Kehler FV. Wie der SVW wurde der KFV im Jahr 1907 gegründet. Und in den 30er Jahren, zu Zeiten eines Otto Siffling, kreuzten beide Vereine in der damals höchsten deutschen Spielklasse - der Gauliga - bereits die Klingen. Danach trennte sich die sportliche Entwicklung. Erste Bundesliga hier - dritte Liga dort waren die höchsten Spielklassen. Anno 2010 treffen sich beide Teams am Samstag (15.30 Uhr, Carl-Benz-Stadion) in der Fünftklassigkeit wieder. Der SVW will dabei mit seinem achten Saisonsieg den Platz in der Spitzengruppe festigen.


    Kehl mit zweitbestem Angriff


    "Wir wollen nach dem 3:1 in Villingen natürlich nachlegen", hofft Trainer Reiner Hollich auf den vierten Heimsieg der Runde. Aber er weiß auch: "Kehl besitzt keine schlechte Mannschaft." In der Tat: Mit der Empfehlung des zweitbesten Angriffs der Liga (25 Tore) - nur Spitzenreiter Nöttingen (28) traf bislang häufiger - reisen die Grün-Weißen in die Quadratestadt. "Das Spiel in Villingen hat uns in unserer Entwicklung wieder einen wichtigen Schritt nach vorne gebracht. Da wurde sehr gut kombiniert, die Abwehr stand sicher, der Ball lief rund. Das sollte den Jungs Selbstbewusstsein geben", denkt der Übungsleiter, warnt aber zugleich: "Wir müssen vom Start weg an diese Leistung anknüpfen. Gegen meist defensiv eingestellte Gegner ist uns das zu Hause bislang noch nicht so gut geglückt. Im Vorbeigehen lässt sich diese Aufgabe nicht lösen."


    Wie die Startelf aussieht, lässt Hollich offen: "Vom Grundsatz besteht kein Anlass, an der Elf der Vorwoche etwas zu ändern. Allerdings steht uns Marco Laping wieder zur Verfügung. Dessen Qualitäten im Mittelfeld sind bekannt. Aber das Abschlusstraining am Freitag will ich noch abwarten." Auch in der Offensive dürfte der Coach wenig ändern. Es ist davon auszugehen, dass Vllaznim Dautaj und der nach dem Villingen-Spiel leicht angeschlagene Hans Kyei zunächst auf Torjagd gehen, Hollich wieder auf das bewährte 4-4-2-System zurückgreift. Eine zusätzliche Option im Angriff könnte Fisnik Myftari als hängende Spitze sein. "Fisnik hat in den letzten Wochen gut trainiert. Das ist sicherlich eine Überlegung wert", so Hollich.


    Fast schon die Qual der Wahl hat er im defensiven Mittelfeld, wo mit Gjasulla, dem jüngst überzeugenden Oliver Malchow und Laping gleich drei Anwärter zur Verfügung stehen: "Oliver hat sehr gut gespielt. Warum sollte ich ihn herausnehmen?", wird es laut Hollich den Youngster wohl kaum treffen.


    Quelle: Mannheimer Morgen - 29. Oktober 2010

    Dank des 3:1 beim FC Villingen gehören die Blau-Schwarzen endgültig zur Spitzengruppe
    SV Waldhof in Lauerstellung


    Von unserem Mitarbeiter Roland Bode


    VILLINGEN. Nach dem 3:1-Sieg des SV Waldhof im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga beim FC 08 Villingen war Trainer Reiner Hollich erleichtert: "Ich bin schon mit etwas gemischten Gefühlen dorthin gefahren. Wir wussten, dass der FC über eine erfahrene Mannschaft verfügt, die nicht umsonst vorher auf Platz zwei der Tabelle stand und sechs Spiele in Serie ohne Niederlage war." Vor 1000 Besuchern erzielten Vllaznim Dautaj (9.) und Benjamin Waldecker (37./40.) die Treffer für die Blau-Schwarzen. In einem guten Spiel gelang den Platzherren durch Jago Maric nur noch der Anschlusstreffer (67.) im Stadion am Friedengrund.


    "In der ersten Halbzeit habe ich unsere Mannschaft fast schon am oberen Limit gesehen. Besser geht es für unsere Verhältnisse kaum noch", lobte Hollich: "Wir haben die ganz einfachen Dinge im Passspiel sehr gut gemacht, ein gutes Kombinationsspiel aufgezogen und dem Gegner aus dem Spiel heraus praktisch keine nennenswerte Chance zugelassen. Die Deckung hat hervorragend gestanden."


    Hollich warnt


    Als "wegweisende Spiele" bezeichnete Hollich vor einer Woche die Partien gegen Balingen (0:0) und in Villingen - ist der SV Waldhof nun ein echter Aufstiegsanwärter? "Mit den vier Punkten können wir zufrieden sein. Trotzdem bleiben wir auf dem Teppich. Die nächsten Spiele gegen Kehl oder bei den Stuttgarter Kickers werden nicht leichter", meinte der Trainer und ergänzte: "Wir haben gegen jedes der Spitzenteams gepunktet und gezeigt, dass wir jedem in der Liga Paroli bieten können. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen - mehr nicht."


    Der Übungsleiter musste seine Elf nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Marco Laping umstellen. Für den Routinier übernahm der zuletzt in der Innenverteidigung eingesetzte Oliver Malchow den defensiven Part im zentralen Mittelfeld. Hollich lobte den Youngster: "Er hat im Training in den vergangenen Wochen hart gearbeitet, sich bei seinen ersten Einsätzen und auch in Villingen sehr gut verkauft." Er sei einer von jenen, die neben Dimitri Suworow und Daniel Herm den Sprung aus der A-Jugend geschafft hätten und ebenfalls eine Alternative für die Zukunft sei.


    Auch aktuell sieht der Chefcoach am Alsenweg eine gute Entwicklung im Unterbau. Zumal die U 19 ihr Spitzenspiel gegen den VfR Aalen mit 4:2 gewann und nun als neuer Tabellenführer auf dem besten Weg ist, die erhoffte Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. Hollich: "Da ist sicher der ein oder andere dabei, der in den nächsten Jahren den Sprung in die Erste schaffen kann."


    Quelle: Mannheimer Morgen - 25. Oktober 2010

    Am Samstag gehts mal wieder in den Friedengrund nach Villingen, wo zur allseits beliebten Uhrzeit 15:30 der Anpfiff erfolgt. Von der Tabellenkostellation kann man durchaus von einem Spitzenspiel sprechen. Mit dem Tabellenzweiten Villingen und dem SV Waldhof auf Platz vier, treffen zwei Verfolger des FC Nöttingen direkt aufeinander. Wer dieser Partie verliert, wird damit auch erstmal den Anschluß an die Spitze verlieren. Ohne Steigerung im Offensivspiel, wird es für den Waldhof allerdings schwer werden, in Villingen zu punkten.

    Mit dem 0:0 gegen Balingen starten die Blau-Schwarzen verhalten in die wegweisenden Partien / Sechs Zähler Rückstand auf die Spitze
    Waldhofs Suche nach einem Knipser


    Von unserem Mitarbeiter Roland Bode


    Mannheim. Kapitän Marco Laping sprach von "fehlender Durchschlagskraft in der Offensive." Trainer Reiner Hollich davon, "dass im vorderen Bereich besser nachgeschoben werden muss, um Druck auszuüben". Und der Sportliche Leiter des Fußball-Oberligisten SV Waldhof, Günter Sebert, sagte nach dem 0:0 gegen die TSG Balingen vor 2070 Besuchern im Carl-Benz-Stadion: "Wir brauchen irgendwie noch einen Knipser." Auf der Suche ist Sebert bereits. Doch was sich in den vergangenen Wochen am Alsenweg vorstellte, konnte die sportliche Führung nicht überzeugen.


    Waldhof hatte in einem mäßigen Spiel gegen gut organisierte und seit sieben Spielen ungeschlagene Schwaben zwar die besseren Chancen. Doch irgendwie fehlte zu häufig der finale Pass und die zündenden Ideen, um Lücken zu reißen. Hier ließ das Team von Gäste-Coach Karsten Maier nicht viel zu. Trotzdem ist Maier überzeugt: "Der SV Waldhof wird im Kampf um die Meisterschaft ein Wort mitreden. Wir haben gegen einen starken Gegner gespielt. Auch wenn wir in der ersten Halbzeit etwas die Hosen voll hatten. Die Punkteteilung ist gerecht."


    Dem widersprach Hollich nicht: "Wir stehen immer noch zu viel an der Außenlinie, schaffen es nicht, Löcher zu reißen. Aber wir müssen auch einmal mit einem Punkt zufrieden sein. Balingen war der erwartet schwere Gegner."


    Teil eins der von Hollich angekündigten "wegweisenden Woche" endete mit einem Remis. Am nächsten Samstag geht es nun zum Tabellenzweiten FC 08 Villingen, der aber auch nur einen Zähler mehr auf dem Konto hat als die Blau-Schwarzen, die derzeit auf dem vierten Platz rangieren.
    Eine Leistungssteigerung gegen die heimstarken Schwarzwälder ist aber erforderlich. Zu viele einfache Ballverluste erlaubte sich der SVW gegen Balingen, das laut Coach Maier "ohne große Ambitionen in die Runde gestartet ist. Wir wollen uns von Spiel zu Spiel steigern. Aber möglichst nicht mehr - wie im Vorjahr - in Abstiegsnot kommen."


    Bereits in der Halbzeitpause stellte Ex-Bundesliga-Profi Karl-Heinz Bührer fest: "Das ist eben Oberliga. Daran müssen sich viele noch gewöhnen. Wunderdinge darf man unter den gegebenen Umständen momentan nicht erwarten." Damit dürfte der aus 182 Erstliga-Einsätzen (42 Tore) erfahrene, frühere Angreifer, der in zwei Tagen seinen 51. Geburtstag feiert, richtig liegen.


    Geduld lautet einmal mehr das Motto am Alsenweg. Immerhin: Obwohl nach dem Unentschieden vom Wochenende der Abstand auf Spitzenreiter FC Nöttingen auf sechs Punkte angewachsen ist, bleiben die Blau-Schwarzen weiter vorne mit dabei. Zumal sie auch noch ein Spiel weniger ausgetragen haben.


    Quelle: Mannheimer Morgen - 18. Oktober 2010

    SVW-Trainer Hollich zählt Gegner Balingen zu den "spielstärksten Teams der Liga", plant aber die Etablierung in der Tabellenspitze
    Waldhof will sich Winterspeck anfuttern


    Von unserem Mitarbeiter Roland Bode


    Mannheim. "Wir stehen vor einer wegweisenden Woche", sagt Waldhof-Trainer Reiner Hollich. Der Übungsleiter des Fußball-Oberligisten ist sich vor der Heimpartie am morgigen Samstag (15.30 Uhr) gegen die TSG Balingen aber auch sicher: "Wenn wir an diesem Wochenende und dann in Villingen gut punkten, können wir bis zum Winter ganz oben dabei sein. In acht Tagen wissen wir, wo wir stehen."


    Die Gäste aus Schwaben kommen mit der Empfehlung von sechs Spielen ohne Niederlage und als Tabellenfünfter ins Benz-Stadion. Nach nur drei Punkten aus den ersten fünf Spielen gab die TSG zuletzt ordentlich Gas. Hollich: "Ich denke, dass Balingen zu den spielstärksten Teams in der Liga zählt. Sie verfügen über eine starke Innenverteidigung, sind auf den Außenpositionen sehr gut besetzt und stehen äußerst kompakt. Wir müssen alles zeigen, was wir drauf haben, wenn wir gewinnen wollen." Es ist der erste Vergleich beider Teams in einem Liga-Spiel.


    "Mit der Entwicklung der Mannschaft bin ich zufrieden. Daran hat auch Andreas Clauß als Co-Trainer seinen Anteil, der sich nicht nur um die Torhüter, sondern auch das Koordinationstraining kümmert. Trotzdem sind wir noch nicht am Optimum", sieht Hollich die Blau-Schwarzen weiter in einem Lernprozess. Auf die Frage, ob im Winter personell noch nachgelegt werden müsse, antwortet er: "Ich habe volles Vertrauen in die jetzige Truppe. Sicher schauen wir uns immer wieder einmal auf der ein oder anderen Position nach einer Alternative um. Aber das müsste eine echte Verstärkung sein, nichts für die Breite des Kaders. Gaukler können wir uns in unserer wirtschaftlichen Situation nicht erlauben."


    Verzichten muss der SVW am Samstagnachmittag auf Innenverteidiger Jurij Krause, den weiter Oberschenkelprobleme plagen. Das Gleiche gilt für Christian Gmünder. Mit dessen Rückkehr rechnet er - ähnlich wie bei Mariusz Suszko - frühestens in zwei Wochen wieder. Auf Krause hofft der Waldhof-Coach schon beim Villingen-Spiel. Hollich: "Die Probleme bei ihm sind noch nicht ganz auskuriert. Deshalb wird er bewusst geschont." Zur Verfügung stehen indes wieder Torhüter Markus Kolke und Regisseur Marco Laping, die zuletzt ebenfalls Verletzungen plagten. Noch nicht sicher ist sich Hollich, wie er die Offensivpositionen besetzen wird: "Mit Vllaznim Dautaj, Hans Kyei und Dimtri Suworow haben wir drei gleichwertige Spieler. Da entscheiden die Trainingseindrücke. Florian Hach war zuletzt angeschlagen." Dennoch deutet zumindest einiges auf einen Einsatz von Kyei hin, der auch beim jüngsten Pokalsieg in Uissigheim (3:0) traf. Hollich fasst zusammen: "Unter dem Strich müssen wir realistisch bleiben. Wir haben aus 14 Pflichtspielen bisher nur zwei Niederlagen. Das ist in Ordnung. Die Mannschaft hat sich gut verkauft. Aufsteigen wollen wir am liebsten alle. Aber auch wenn die Woche erfolgreich verläuft, bleiben wir auf dem Teppich."


    Quelle: Mannheimer Morgen - 15. Oktober 2010

    Nach dem 1:0-Erfolg beim ASV Durlach vorläufig auf Platz zwei in der Oberliga
    SV Waldhof gelingt Arbeitssieg


    Von unserem Mitarbeiter Roland Bode


    Karlsruhe. Hoch verdient aber ohne Glanz hat der SV Waldhof gestern das vorverlegte Fußball-Oberliga-Spiel bei Schlusslicht ASV Durlach mit 1:0 gewonnen. Vor 750 Besuchern im Turmbergstadion, darunter etwa 350 mitgereiste SVW-Anhänger, war "Kunstschütze" Vllaznim Dautaj der umjubelte Held des Tages. Mit seinem ersten Saisontreffer platzte für den Angreifer endlich der Knoten. Zumindest bis zum heutigen Samstag haben sich die Blau-Schwarzen damit auf den zweiten Tabellenrang vorgearbeitet.


    Von einem "Arbeitssieg" sprach nach einer in erster Linie kampfbetonten Begegnung auch Trainer Reiner Hollich: "Ein ruhiger Abend war es bestimmt nicht auf der Bank. Wir haben gut angefangen, das Spiel kontrolliert, aber nach der Führung, warum auch immer, den Kopf verloren", haderte der Coach. Trotzdem hielt er fest: "Die drei Punkte sind sehr wertvoll. Aber auf uns wartet erkennbar noch einiges an Arbeit."


    Der SVW übernahm gegen harmlose Gastgeber von Beginn an das Kommando und kontrollierte das Spiel. Gerade 20 Sekunden waren gespielt, da besaß Dautaj bereits die erste Chance zur Führung. Wenig später hatte der 21-Jährige mehr Glück. Einen Freistoß aus halbrechter Position und 22 Metern versenkte der vom 1. FC Kaiserslautern II gewechselte Stürmer mit Hilfe des Torpfostens unhaltbar für ASV-Torsteher Dominik Zieger im linken Toreck.


    Mannheim versäumte es aber nachzulegen. "Das Passspiel hat nicht optimal gestimmt. Auf den Außenpositionen fehlt es noch an der richtigen Abstimmung", sah Hollich das Treiben seiner Elf selbstkritisch.


    "Die frühe Führung hat uns gut getan. Aber wirklich schön gespielt haben wir sicher nicht. Da ist noch viel Luft nach oben", meinte nach Spielende Oliver Malchow. Der 20-Jährige feierte eine gelungene Premiere in der "Ersten", weil Dennis Geiger als Innenverteidiger aufgrund einer Oberschenkelverletzung fehlte. Er überzeugte mit einer souveränen Vorstellung und empfahl sich für weitere Aufgaben. Auch Hollich war mit dem Debüt des Youngsters zufrieden: "Er hat im Training hart gearbeitet. Es ist gut zu wissen, dass auf dieser Position eine weitere Alternative zur Verfügung steht. Was die Zukunft betrifft, bleibe ich entspannt. Mit Geiger, Jurij Krause, dem zur Zeit verletzten Matteo Dorn und Oliver sind wir in der zentralen Defensive gut aufgestellt. Trotzdem ein Kompliment an Oliver: Er hat gute Arbeit geleistet."


    Auf dem holprigen Rasen, der Kabinettstückchen ausschloss, besaßen die Platzherren nur eine nennenswerte Möglichkeit, als Murat Cetinkaya mit einem Distanzschuss an der Querlatte scheiterte (37.). Waldhof verpasste es bei Chancen von Krause (32.), Klaus Gjasula (34.), Hans Kyei (45.), Giancarlo Pinna (73.) und Fisnik Myftari (76.) die Nerven der Fans vorzeitig zu beruhigen.


    Quelle: Mannheimer Morgen - 02. Oktober 2010

    Am Freitag, den 1. Oktober findet um 17 Uhr bereits unser nächstes Auswärtsspiel in Durlach statt. Vermutlich wollte man ein Aufeinandertreffem mit KSC'lern vermeiden und das Turmbergstadion verfügt über kein Flutlicht, daher diese seltsame Anstoßzeit.


    Der ASV ist noch ohne Sieg diese Runde, da kommt der SVW ja gerade wieder richtig. :unsicher:

    Das warn mal wieder zwei verschenkte Punkte. Vor dem Spiel hätte ich den "Geheimfavoriten" aus Neckarelz eigentlich stärker erwartet und ein unentschieden hätte sich auch realistisch angehört. Nach dem Spiel kann man als Waldhöfer mit dem mickrigen Pünktchen aber nicht zufrieden sein. Waldecker vergibt zwei riesige, nahezu identische Chancen, als er nicht plaziert genug aus zentraler Position in die rechte Torhälfte schießen konnte. :motzen: Der Torwart kam dadurch natürlich noch an den Ball und unterm Strich bleibt statt einem 2:0 oder 3:0 leider das 1:1 stehen.


    Naja, sowas kommt vor - gefühlt allerdings nur bei uns - da muß man durch. Bleibt hoffentlich etwas Selbstvertrauen für Hans Kyei zurück, der endlich seinen ersten (Kopfball)Treffer markieren konnte.


    Vielleicht muß ich mich auch noch auf das Niveau der OL einstellen und die Erwartungen runter schrauben. Nur innerlich widerstrebt mir alleine der Gedanke daran...

    Hollich-Elf gegen Neckarelz nicht clever genug
    Waldhof nach der Führung zu sorglos


    Mannheim. Die "Feierlichkeiten" nach dem Abpfiff hielten sich im überschaubaren Rahmen. Ein kur- zes Abklatschen mit den Fans und dann schnell in die Kabine zum Frustabbau. Auf dem Weg dahin ließ Fitim Fazlija seine Wut an einer Wasserflasche aus. "Da machen wir aus zwei hundertprozentigen Chancen kein Tor und kassieren noch den Ausgleich", fluchte der Kosovo-Albaner vor sich hin. Zwei Minuten vor dem Ende hatte er sich fast auf Höhe der Mittellinie verdribbelt und gewährte den Gästen aus Neckarelz eine ihrer wenigen Chancen, die Thomas Lunzer zum 1:1 (0:0)-Endstand nutzte. Zehn Minuten zuvor hatte Hans Kyei mit seinem ersten Saisontor den SV Waldhof mit 1:0 in Führung gebracht.


    ... ganzer Artikel.


    Quelle: Mannheimer Morgen - 27. September 2010

    Zitat

    Original von Strogg
    ...
    Ach ja; wie sagt man so schön, man sieht sich immer zwei mal! bis bald in Mannheim ich bin sicher wieder vor Ort.


    Na hoffentlich! Wenns nicht wieder ein Freitag ist, klappt das mit dem Wiedersehen hoffentlich. :) Jetzt gewinnen wir eeemol in Nöttinge und ich kanns net gugge- Skandal!


    Nöttingen mit ner (erwartet) guten Mannschaft diese Saison und wir knapp dahinter, das klingt nach Deja-vu. Möcht mir gar nicht den Ausgang ausmalen..


    Unser letzter Neuzugang, Jurij Krause, hat der Mannschaft wohl die benötigte Stabilität gegeben. Da läuft sicher noch nicht Alles rund, aber wir hatten schon schlechtere Starts in den letzten Jahren. Könnte ne interessante Saison geben!

    Waldhof kommt per Anhalter zum Sieg im Spitzenspiel


    Nach dem 2:0-Sieg am Freitagabend bei Spitzenreiter FC Nöttingen bleibt Fußball-Oberligist SV Waldhof auf dem Boden. Der Blick ist bereits auf das Heimspiel gegen Neckarelz gerichtet.


    Waldhof-Trainer Reiner Hollich betonte nach dem Erfolg in Nöttingen: "Der Sieg ist erst richtig etwas wert, wenn wir auch das nächste Heimspiel gegen Neckarelz gewinnen." Dem Übungsleiter war nicht entgangen, dass der SVW-Motor erst stotterte - dann aber mächtig Fahrt aufnahm. Es war im wahrsten Wortsinne ein Sieg mit Hindernissen, den der SV Waldhof beim 2:0 im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga bei Tabellenführer FC Nöttingen einfuhr. Denn dass die Blau-Schwarzen überhaupt pünktlich zum Anpfiff erschienen, verdankten sie den Fans.


    Was war passiert? "Wir hatten eine Panne mit dem Mannschaftsbus und sind zwischen Karlsbad und Pforzheim stehen geblieben", berichtete Trainer Reiner Hollich: "Der Turbo des Motors hat nicht mehr gezündet und plötzlich standen wir auf dem Seitenstreifen", sagte Hollich über die leidliche Anreise: "Wir hatten großes Glück, dass zufällig der Fanbus gut zehn Minuten später vorbei kam, nicht ausgelastet war und wir so alle unsere Sachen und die Spieler umladen konnten. Für die Rückfahrt hatten wir dann einen neuen Bus", schilderte der Coach das glückliche Ende der anstrengenden Dienstfahrt.


    Anstrengend war es auch in sportlicher Hinsicht. Denn die Platzherren aus dem Remchinger Tal besaßen in den ersten 25 Minuten fünf glänzende Möglichkeiten, um in Führung zu gehen: "Da konnten wir uns bei Torhüter Markus Kolke bedanken, der mit tollen Paraden einen Rückstand verhindert hat", lobte Hollich seinen Keeper. Doch er stellte auch klar, dass der Sieg beim Primus und der damit gesicherte Tabellenplatz in der Spitzengruppe kein Anlass für verfrühte Euphorie gibt: "Wir dürfen jetzt nicht abheben. Da steht eine sehr junge Mannschaft auf dem Platz. Aber der Sieg in Nöttingen könnte auch eine Initialzündung sein", warnte der erfahrene Coach vor verfrühten Aufstiegsambitionen. Hollich: "Erst mit einem Sieg gegen Neckarelz könnten wir uns erst einmal oben festgesetzt."


    Die Treffer für die Blau-Schwarzen erzielten in einem auf "Regionalliga-Niveau" (Hollich) stehenden und über 90 Minuten packenden Spiel Benjamin Waldecker per Freistoß (32.) und Giancarlo Pinna (90.). robo


    Quelle: Sonntag Aktuell - 19. September 2010

    Zitat

    Original von Strogg
    Darauf haben wir in Nöttingen schon lange gewartet!!!!


    am Freitag, den 17. September um 18:30 Uhr kommt unser Lieblingsgegner.
    ...


    :D


    Ja, mal kucken wie blöd wir uns diesmal anstellen. :D


    Bei mir wirds knapp, bzw. ist es sehr unwahrscheinlich, daß es klappt mit dem frühen Anpfiff. Falls doch werd ich mich nochmal melden bei dir oder Delta! Falls sich ne Tel.-Nr. geändert hat, bitte PN!

    SVW dreht auf


    Dank einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewann der SV Waldhof gegen den Aufsteiger FSV Hollenbach mit 3:1 (0:1) und sammelte drei weitere Punkte in der Oberliga.


    Der SV Waldhof kam durch Treffer von Benjamin Waldecker (58.), Klaus Gjasula (61.) und Florian Hach (90.) zum letztlich verdienten 3:1-Erfolg. Die vorübergehende Gästeführung markierte Joseph Fameyh (45.)


    "Vielleicht brauchen wir die Piffe der Zuschauer", kommentierte Trainer Reiner Hollich die Reaktion von einem Großteil der 2067 Fans beim Halbzeitpfiff. Sekunden zuvor schloss Fameyeh einen Konter des FSV mit dem 0:1 ab. Gleich auf vier Positionen änderte Hollich seine Aufstellung gegenüber der Vorwoche. Neben Marco Laping, Hans Kyei und Carl Murphy stand auch Neuzugang Jurij Krause von Beginn an auf dem Feld. Nach einer guten Chance von Christian Gmünder (10.) legten die Gäste aus dem Hohenlohekreis ihren Respekt vor dem Gegner ab und kamen ihrerseits mehrfach gefährlich vor das Tor der Waldhöfer. Steffen Lauser traf zum Glück für den SVW mit einem Distanzschuss jedoch nur den Pfosten (31.), so dass der FSV nur mit 1:0 führte.


    "Wir wollten die erste Halbzeit ganz schnell vergessen machen", verlangte Hollich von seiner Elf in der Pause mehr Druck nach vorne. Mit Auswechslung seines Sturms nach 54 Minuten kam erheblich mehr Schwung in das Spiel der Waldhöfer. Mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten kippte die Partie. Erst landete eine verunglückte Flanke von Waldecker im Tor (58.) und 180 Sekunden später überschlug sich fast die Stimme des Stadionsprechers, als Klaus Gjasula mit einem Schuss von der Strafraumgrenze traf (61.)


    "Wir haben in der zweiten Halbzeit so gespielt, wie wir uns das eigentlich von Anfang an vorgenommen hatten", sah der Trainer nun seine Mannschaft auf der Siegesstraße. Mit gutem Pressing und schnellen Pässen in die Tiefe wurde der FSV nun zu Fehlern gezwungen. Vergaben zunächst noch Waldecker (64.) und Christian Gmünder (72.) die Chance zur Entscheidung, machte es Hach in der letzten Minute besser und vollendete einen Konter zum 3:1.


    "Wir hatten einen sehr defensiven Gegner erwartet und wurden darin bestätigt. Beim Gegentorwaren wir für einen Moment schlecht organisiert. Dabei hatte ich meine Mannschaft vor dem Hollenbacher Ein-Mann-Sturm Fameyeh eindringlich gewarnt. Dieser Spieler nutzt fast jede Möglichkeit, die sich ihm bietet. Nach der Pause war wesentlich mehr Bewegung in unserem Spiel und mit schnellen Ballpassagen kamen wir zwangsläufig zu unseren Chancen", zog Reiner Hollich ein einigermaßen zufriedenes Resümee und bat gleichzeitig noch einmal um Geduld: "Wir haben 18 neue Spieler und sind nach elf Wochen noch nicht optimal eingespielt."


    SVW: Kolke - Fazlija, Geiger, Krause, Murphy- Waldecker (89. Pinna), Laping, Gjasula, Gmünder - Dautaj (54. Hach), Kyei (54. Suworow).


    Quelle: Mannheimer Morgen - 11. September 2010