Beiträge von matz

    der letzte halbwegs erfolgreiche deutsche Auftritt war Michael Schulte mit einem Song über seinen früh verstorbenen Vater. Gefälliger zeitgemäßer Popsong bißchen bei Ed Sheeran geklaut, mit einer Thematik, die jeder in Europa verstanden hat (Bühnenbild mit Familienvideos von Vätern und Söhnen) und ein authentischer Künstler. ESC ist echt keine Raketenwissenschaft. Entweder ist man innovativ (war damals Guildo Horn, weil bis dahin niemand auf die Idee einer Parodie gekommen war) oder authentisch (also kein deutsches Manga-Mädchen) und zeitgemäß. Und man muss die Punkte in eigenen Kulturkreis holen, das ist für uns Mitteleuropa und der Ostseeraum, also sollte man musikalisch nicht völlig danebengreifen.

    Man darf nicht nur musikalisch nicht danebengreifen, man muss auch eine anständigen Bühnenauftritt hinlegen (die deutschen waren in der Vergangenheit oft recht lieblos "dahingerotzt"), vorab ein originelles Video im Netz, und der Song sollte auch mehr als nur kulturkreistauglich sein.

    Das "so ein toller Auftritt", "warum nur sind wir wieder Letzter oder Vorletzter geworden?" kann man sich ja nicht mehr anhören. Man hat den Eindruck, die Moderatoren, Kommentatoren usw. haben das Wertungssystem selbst nicht begriffen. Ein Auftritt von unterem Mittelmaß reicht nicht zwangsläufig dafür, auch einen unteren Mittelplatz zu belegen. Um überhaupt Punkte zu bekommen, muss ihn jemand für einen der 10 besten halten. Wenn man das (nur) ein paarmal schafft (2019 hatte D von der dänischen Jury immerhin 8, von der Schweizer 6 Punkte bekommen), kommt man nicht mal unter die besten 20. Michael Schulte hatte nur aus ganzen 3 Ländern überhaupt keine Punkte bekommen.

    Kurzum: Wenn man unter die besten 10 kommen will, muss man etwas präsentieren, was auch im slawischen Raum für Punkte gut ist. Die Geschichte, dass sie sich nur gegenseitig Punkte zuschanzen, ist schon seit vielen Jahren nur eine schwache Ausrede für noch schwächere deutsche Auftritte.

    Du hast recht. Mit dem Kulturkreis meinte ich, wenn man gewinnen will. Dann muss man in Nordeuropa 12 oder 10 Punkte abräumen. Natürlich auch in anderen Kulturkreisen punkten. Hast du aber meistens, wenn dein Song in der eigenen Region gut ankommt. Raab hat das damals mit Lena begriffen und sie vorab auch in Skandinavien mit Interviews promotet. Der NDR macht das völlig lieblos. Wie übrigens auch die BBC.

    Vor allem, wenn sie an Omikron erkrankt sind

    Das würde deshalb von 6 auf 3 Monate verkürzt, weil da draußen viele mit einem Genesungsschein rumlaufen, die nicht wirklich erkrankt waren.

    Um damit die pauschale Kürzung zu rechtfertigen, müssten das aber schon relevant sehr viele sein. Und wenn es so sehr viele wären, die nicht wirklich erkrankt waren, müsste man sich ja fragen, ob die hohen Inzidenzen wirklich eine gefährliche Krankheit widerspiegeln.

    Die Altersgruppe 60+ weist UK nicht aus. In 50+ haben 86 Prozent einen Booster, 4 Prozent sind ungeimpft.


    Der Booster soll vor schweren Erkrankungen schützen, bei Regeln wie 2G+ geht es aber um Ansteckungen und Verbreitung des Virus.

    Ich habe JJ genommen, weil es In Biontech/Moderna einen Bestandteil gibt, der evtl. ursächlich für eine Medikamentenallergie bei mir ist. Eine aufwändige Allergietestung dauerte mir zu lange, wobei ich auch merkte, dass es für solche Fragen auch kaum Beratung gab.


    Gegenwärtig habe ich ein anderes gesundheitliches Problem mit dem Immunsystem und werde vor Abklärung sicher nichts unternehmen. Ein Booster ist sowieso Unsinn, da für März-Mai ein neuer Omikron-Impfstoff angekündigt ist, den sich dann eh alle wieder drei mal geben müssen.


    Laut UK Health Security schützt der Booster vor einer Ansteckung mit Omikron gerade mal zehn Wochen. Ein Witz, dass die Leute trotzdem ungetestet überall reindürfen. Das sind dann nur noch politische Entscheidungen, um durch Druck auf die Bevölkerung die selbst gesetzten Impfquotenziele irgendwie noch zu erreichen. Ebenso wie die willkürliche Verkürzung der Genesenenzeit von sechs auf drei Monate. Dass so was dann auch noch über Nacht entschieden wird, baut das ohnehin schon brüchige Vertrauen in die Politik noch weiter ab.


    Immerhin zeigen die Daten aus UK, dass die Omikronwelle eine ganz andere, weniger dramatische Qualität hat als die vorherige Wellen. Dass kann einen wenigstens hoffnungsfroh stimmen, dass die Lage bei uns in zwei Monaten auch anders beurteilt wird.

    Die ersten Vereine haben sich gleich 1930 umbenannt. Da ging es sicher um den Anspruch, ein führender Verein der neuen Großstadt zu sein. Andere Vereine haben sich während der Nazizeit und bei der Neugründung 1945 umbenannt. Der Rest wie der SSV Barmen fiel den Fusionen in den 70ern zum Opfer.

    Platz 17: Wuppertal (355.004 Einwohner)


    1. Wuppertaler SV (RL/4)


    2. Cronenberger SC (OL/5)


    3. FSV Vohwinkel 48 (LL/6)


    4. TSV Ronsdorf (BL/7)


    5. SSV Germania Wuppertal (BL/7)


    Im 19. Jahrhundert gehört das wilde Tal der Wupper zu den größten Industriezentren Europas. Hier blüht die Textilindustrie mit den verbundenen Maschinenbauern und Werkzeugmachern. So genannte Barmer Artikel (Kurzwaren) werden in alle Welt vertrieben. Das Chemieunternehmen Bayer wird in Barmen gegründet. Ebendort wird 1929 der Staubsauger Heinzelmann Kobold von der Firma Vorwerk entwickelt. Barmen und Elberfeld werden als deutsches Manchester bezeichnet, allerdings ebenso verbunden mit sozialem Elend in den Armenvierteln, was unter anderem den Barmer Fabrikantensohn Friedrich Engels auf den Plan ruft.


    1929 werden die Großstädte Elberfeld und Barmen sowie die Städte Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel zusammengelegt. 1930 einigt man sich auf den Namen Wuppertal (andere Ideen wie Barmenelb, Elbbarmen, Wupperhausen oder Großwupp kommen nicht zum Zug). 1901 wird das Wahrzeichen der Stadt, die Schwebebahn, in Betrieb genommen. Wegen der Enge der Tallage ist Wuppertal prädestiniert für das einzigartige Verkehrssystem.


    Bevor es heiß hergeht, deshalb erst Mal etwas Beruhigendes




    In den Gründungsstädten Wuppertals gehen zahlreiche Vereine an den Start, die allerdings in mehreren großen Fusionswellen von der Bildfläche verschwinden. In Elberfeld (wo es die schöne Straße „Im Funkloch“ gibt) ist der SSV 04 Elberfeld das Zugpferd. Die „Speckjäger“ starten zunächst noch als Bergischer Wintersport-Verein und spielen in den 1920er Jahren erstklassig, aber haben wie alle Wuppertaler Vereine gegenüber der Konkurrenz aus Düsseldorf meist das Nachsehen. 1939 benennen sich die Elberfelder in Wuppertal um. Der SSV geht später im Wuppertaler SV auf.


    Weniger erfolgreich ist der Nachbar SV Germania Elberfeld (1907 SV Athen Elberfeld, 1913 Fusion mit Teutonia Elberfeld und Britannia Elberfeld zum BV Germania Elberfeld, 1919 als SV Germania Elberfeld und ab 1936 SV Germania Wuppertal). Die Germania geht später in Borussia Wuppertal auf. Der SC Sonnborn 07 (heute Bezirksliga), ebenfalls vor 1933 Erstligist, ist dagegen bis heute in seiner Urform erhalten geblieben.


    In Barmen nimmt zeitglich der BV Barmen 04 den Spielbetrieb auf, eine Abspaltung aus dem Elberfelder Wintersportverein. Zeitweilig spielt man unter dem Dach des ältesten Vereins der Stadt, dem Barmer TV 1846. 1924 fusionieren die Fußballer mit Germania Barmen zu den Sportfreunden Schwarz-Weiß Barmen (1929 Schwarz-Weiß Wuppertal). Die Barmer spielen immerhin zweimal um die Westdeutsche Fußballmeisterschaft. Nach zahlreichen Fusionen landen die Barmer im ASV Wuppertal. Spielstätte ist das längst untergegangene Barmer Stadion unweit des Toelleturms auf den Wupperhöhen. Der lokale Konkurrent SSVg Barmen spielt Ende der 20er Jahre ebenfalls erstklassig, endet später auch im ASV. Den SC Breite Burschen Barmen (Kreisliga B) gab es damals natürlich noch nicht.


    In Cronenberg gründet sich 1902 der Cronenberger SC, 1927 letztmals in der ersten Liga im Bezirk Berg-Mark. Die Cronenberger kommen nicht nur unfusioniert durch die Zeiten, sondern sind heute auch die Nummer Zwei in Wuppertal.


    Die Turn- und Spielgemeinschaft Vohwinkel 80 ganz im Westen Wuppertals spielt erst nach dem Krieg groß auf. Zunächst nehmen sie an der Britischen Zonenmeisterschaft teil und werden 1947/48 zum Gründungsmitglied der Oberliga West. Gleich im ersten Jahr schreiben sie Fußballgeschichte. Weil das Torverhältnis noch nicht zählt, wird ein Entscheidungsspiel gegen den Abstieg aus der Oberliga ausgetragen. Gegner ist Preußen Dellbrück. Das erste Spiel in Düsseldorf endet 1-1 n.V. Vier Wochen später trennen sich die Clubs in Recklinghausen 0-0 n.V. Zwei Wochen später in Köln verzichtet man wegen großer Hitze beim Stand von 0-0 auf die Verlängerung. Wieder 14 Tage später in der Solinger Jahnkampfbahn bleibt die TSG dann 1-0 siegreich. Natürlich nach Verlängerung. Weil sechs Tage vorher die D-Mark eingeführt worden war, kassiert man bei diesem Spiel vor über 20.000 Zuschauern auch noch gutes Geld.


    1950 muss Vohwinkel allerdings dann doch in die II. Division, wo der SSV 04 aus Elberfeld schon beheimatet ist. 1953 ist Vohwinkel im Stadion am Zoo (ursprünglich mal die schnellste Radrennbahn Europas) noch einmal nah am Aufstieg, verliert aber das entscheidende Spiel gegen den Rheydter SV. Da nutzen auch die 100 Tafeln Schokolade eines Sponsors für Vohwinkeler Tore nichts. Der Wuppertaler Fußball ist zu jener Zeit ebenso abgestürzt wie die Elefantendame Tuffi, die zu Werbezwecken für einen Zirkus 1950 mit der Schwebahn fährt und in Panik aus der Bahn in die Wupper stürzt. Immerhin wird nach ihr eine Milchmarke benannt.


    Im Fußball reifen unterdessen Fusionsgedanken. 1954 wird es Ernst. Aus den Füchsen aus Vohwinkel und den Speckjägern aus Elberfeld werden die Löwen des Wuppertaler SV. In Elberfeld ist man begeistert, in Vohwinkel, wo die Spieler noch in der Nachbarschaft wohnen, fürchten sie den Verlust der familiären Atmosphäre. Schließlich können die Vohwinkler aber überzeugt werden. Der neue Club heißt Wuppertaler SV (statt Eintracht oder Bergische Sportgemeinde). Der Lohn kommt schon 1955 mit dem Aufstieg in die Oberliga. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. 1958 müssen die Wuppertaler wieder runter. Auch der restliche Fußball an der Wupper darbt vor sich hin. Zu dieser Zeit ist mit Sonnborn 07 gerade noch ein Verein drittklassig. Der Wiederaufstieg des WSV gelingt erst 1962, kurz vor Einführung der Bundesliga ist er jedoch recht wertlos.


    Immerhin sind die Löwen in der Regionalliga West sofort oben mit dabei, scheitern aber schon in der Qualifikation am FK Pirmasens, bevor es überhaupt in die Aufstiegsrunde zur Bundesliga geht. In den folgenden Jahren kann der WSV von der Bundesliga nur träumen. Eine Klasse darunter schnuppert Viktoria 96 Wuppertal aus Barmen kurzfristig am Aufstieg. Auch der VfL Wuppertal 12 aus Elberfeld spielt drittklassig. Aber echte Konkurrenz zum WSV gibt es in der bergischen Metropole keine. Schon gar nicht in der Saison 71/72. Da erzielt Torjäger Günter „Meister“ Pröpper 52 von 111 Toren des WSV. In der Aufstiegsrunde spielt der WSV mit acht Siegen alle an die Wand und qualifiziert sich erstmals für die Bundesliga.



    Tschingderassa Bumm. Wuppertal feiert die Bundesliga.





    Gleich im ersten Jahr gelingt dem WSV sensationell der Sprung in den UEFA-Pokal, dort scheitert er allerdings an Ruch Chorzow in der ersten Runde. Trotzdem scheint in Wuppertal eine Spitzenmannschaft heranzuwachsen. Doch schon im Folgejahr platzen die Träume, gelingt der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag. Im Jahr darauf verlässt der WSV die Bundesliga chancenlos und auf immer. 1980 kommt es noch schlimmer. Der WSV kippt hochverschuldet auch noch aus der 2. Bundesliga. Der Fusionsverein ist erstmals im Amateurfußball.


    Dort hat sich 1970 der ASV Wuppertal gebildet – aus dem VfB Wuppertal, der ehemaligen Betriebssportmannschaft der Vorwerk-Werke, Eintracht Wuppertal (in der Schwarz-Weiß Wuppertal steckt), der SSVg Barmen und Viktoria Wuppertal als Bündelung der Barmer Fußballkräfte. Der ASV ist Gründungsmitglied der Oberliga Nordrhein. So kommt es 1980/81 wieder zu einem Wuppertaler Derby, allerdings steigt der ASV in jener Saison auch ab (heute Kreisliga A).


    Im Wuppertaler Fußball kehrt Tristesse ein. 1984 eröffnet die Tochter von Lotto-Millionär Erwin Lindemann gemeinsam mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal. Sonst tut sich nicht viel. Erst Ende der 80er erlebt der WSV eine Renaissance. 1990 scheitern die Bergischen noch an Havelse und Oldenburg beim Versuch, in den Profifußball aufzusteigen. 1992 ist es aber soweit, allerdings wieder nur für zwei Jahre, dann ist Regionalliga angesagt.


    1998 wird dem WSV die Lizenz für die Regionalliga West/Südwest verweigert. Mittlerweile hat sich mit Borussia Wuppertal eine neue Kraft im Bergischen Fußball gebildet. 1976 hatte sich die Borussia in Elberfeld aus dem VfL Wuppertal 12 und Germania Wuppertal zusammengesetzt.In der Saison 2001/02 liefern sich der WSV und die Borussia einen engen Fight in der Oberliga, verpassen aber beide den Aufstieg.


    2004 fusioniert die Truppe vom Ölberg dann mit dem WSV. Allerdings ist es keine wirkliche Fusion. Es wird lediglich das „Borussia“ am Vereinsnamen des WSV angehängt – eine Fusion nur für den Briefkopf. 2013 wird der ungeliebte Zusatz wieder gelöscht. Damit geht die Tradition der Germania/Borussia buchstäblich über die Wupper (was sprichwörtlich je nach Legende von einem Friedhof, einem Gefängnis mit Hinrichtungsstätte oder einem Konkursgericht auf der anderen Seite der Wupper herrührt).


    Der WSV spielt 2004 in der Regionalliga Nord und gehört 2008 zu den Gründungsmitgliedern der 3. Liga. Doch schon 2010 sind die Löwen wieder viertklassig und ziehen sich 2013 wieder mal in Finanznot freiwillig in die 5. Liga zurück. 2016 steigen die Wuppertaler in die 4. Liga auf und entgehen so knapp einem Derby im Folgejahr gegen den Oberliga-Aufsteiger Cronenberger SC.


    Wunsch: Der Wuppertaler SV steigt in die 3. Liga auf.

    Wie die Innsbrucker weiters bekannt gaben, würde sich ein "neues Team aus jungen Tirolern" künftig um die Agenden des Vereins kümmern...


    ...Ein neuer sportlicher Leiter und ein neuer Trainer sollen in Kürze präsentiert werden.

    neuer Sportdirektor ist Roland Kopp, der Betreiber des Soccer Domes in Detmold. Neuer Trainer soll angeblich Ernst Middendorp werden.


    FC Wacker neu: Große Sprüche mit wenig Inhalt
    Kevin Radi, der neue starke Mann, schwärmt von Neo-Sportdirektor Roland Kopp. Richtig kennen dürfte er ihn aber nicht.
    kurier.at

    Ich mag die Gegend. Hatte in der Kindheit und später schöne Tage in Detmold. Bin auf dem Hermannsweg von Bielefeld bis Altenbeken gewandert. Auch mal von Detmold nach Lemgo und von Herford nach Bad Salzuflen, hatte Freunde, die aus Spenge, Herford, Detmold und Bielefeld stammten. Hab das Hücker Moor gesehen. Und die Besuche auf der Alm waren auch immer recht nett. Bin daher auch absolut für den Klassenerhalt der Arminia.