Beiträge von Rabbit83

    Die kleinen wollen doch immer gegen die großen spielen.

    Das kann man sicher nicht für alle sagen, viele möchten auch lieber eine gute Chance haben in die nächste Runde zu gelangen. Das Stadion ist sicher bei den meisten konstellationen Ausverkauft.

    Das hängt auch etwas vom Verlauf der Pokalsaison ab. Wenn man mal im Achtelfinale steht, hat man vielleicht lieber Sandhausen als Bayern zum Gegner. Zudem spielen auch die Geographie und gewachsene Rivalitäten eine Rolle. In Offenbach spielt man sicher lieber gegen die Frankfurter Eintracht als gegen die Bayern.

    da kann man es den Profis auch mal zumuten, über die Dörfer zu tingeln.

    das passiert ja immer weniger, weil die Spielstätten auf den Dörfern gar nicht zugelassen werden. und ob man noch von einem "Heimspiel" sprechen kann, wenn der Amateurverein sich in die nächstgelegene Kommerzarena einmieten muss und dabei noch Verlust macht oder jedenfalls keinen Gewinn …

    Das ist ein Problem, dass man definitiv angehen muss. Aber deswegen muss man nicht den Modus ändern.

    Über welche Dörfer tingelt denn der FC Bayern bitte schön? Jede Provinztruppe, die in der 1. Runde dieses Los zieht, verlegt das Spiel dann doch eh in ein 50 km entferntes 30.000 Zuschauer Stadion in der nächsten Großstadt. Womit es kein Heimspiel mehr ist, sondern ein Spiel auf neutralem Platz. Und gegen den FC Bayern hat doch eh kein Amateurverein ein Heimspiel. Selbst wenn sich mal einer entscheiden würde, die Partie auf der eigenen 5.000 Mann Bezirkssportanlage auszutragen, tauchen am Spieltag da dann ja doch 4.000 Konsumenten im Bayern-Leibchen auf.

    Richtig. Leider wurden die Anforderungen an die Infrastruktur derartig nach oben geschraubt, dass kaum ein Amateurverein im eigenen Stadion antritt. Zumindest nicht gegen die Bayern. Aber was wäre denn besser: Atlas Delmenhorst (nur als Beispiel) gegen die Bayern im relativ nahen Weserstadion oder im weit entfernten München?


    Und ja, auch deinem Beispiel-Heimspiel tauchen dann die 4000 Bayernfans auf. Aber eben auch 1000 Heimfans.

    Das nimmt doch dem Pokal völlig die Seele. Gerade "David gegen Goliath" macht den Reiz aus. Das fehlte noch, dass der gottgleiche FC Bayern dann nur Heimspiele auf dem Weg zum 451. Pokalsieg bekommt. Wenn, dann müssen unterklassige Vereine immer Heimrecht haben.

    Ja, dieser seelenlose FA-Cup, der Urgroßvater aller Pokalwettbewerbe und der bis heute vermutlich angesehenste nationale Pokalwettbewerb... der ist so völlig seelenlos, weil der Viertligist FC Morecambe, der sich in die Runde der letzten 64 vorgekämpft hat - die dann ja der deutschen 1. Hauptrunde entspricht - auswärts beim FC Chelsea antreten muss.

    England interessiert hier nicht die Bohne. Der DFB-Pokal wird in Deutschland ausgespielt und von deutschen Vereinen ausgetragen. Warum soll man so einen absolut unnötigen und vor allem von der überwältigenden Mehrheit abgelehnten Modus einführen? Nur weil ein englischer Viertligist zu Chelsea fahren muss, müssen wir hier nicht den Reiz den Pokals abschaffen. Die Unterschiede zwischen Amateur- und Profifußball sind inzwischen derartig riesig, da kann man es den Profis auch mal zumuten, über die Dörfer zu tingeln.

    Es ist ein Pokalwettbewerb verdammt nochmal. Alle in einen Topf und dann wird ausgelost. Und wenn der SV Sandhausen zum FC Bayern muss, dann ist das eben so.

    Das nimmt doch dem Pokal völlig die Seele. Gerade "David gegen Goliath" macht den Reiz aus. Das fehlte noch, dass der gottgleiche FC Bayern dann nur Heimspiele auf dem Weg zum 451. Pokalsieg bekommt. Wenn, dann müssen unterklassige Vereine immer Heimrecht haben.

    Vielleicht wäre das auch ein Grund, über eine zweistaffelige 4.Liga nachzudenken. Vereine, die nicht auch hoch in die 3.Liga wollen, würden sich vielleicht auch nicht so oft dort hinein verirren. Und falls doch mal "aus Versehen" einer Meister oder Zweiter wird, rückt direkt der "Nächststärkere" nach, d.h. statt Havelse wäre in dem Fall z.B. ein Verein aus dem Westen nachgerückt.

    Dann kannst du auch gleich Nord und Nordost zu einer 4. Liga zusammenlegen.

    Vielleicht würden sie auch die Liga gern aufstocken. Auf alle Fälle möchten sie wieder aufsteigen in eine eingleisige 3.Liga.

    Na ja, da ist zu bedenken das bei vielen Wunsch und Wirklichkeit schon weit auseinander klaffen. Zumindest der Kollege aus Havelse hat sich so geäußert das der Sprung von 4. zu 3. Liga sehr groß sei und der, wir können ihn ja mal fragen, wäre sicher lieber in eine 3. Liga Nord aufgestiegen.

    Vielleicht war ja auch nur der Schritt von dieser vierten Liga im Norden in eine bundesweite Liga zu groß. Zumindest für einen Verein vom Kaliber Havelse.

    Vielleicht will der Südwesten auch einfach einen leistungsfähigen Unterbau zur 3. Liga anstatt jedes Dorf mit Kunstrasenplatz zum Regionalligisten zu machen.

    Das ist ja auch O.K., entkräftet aber das Argument, man hätte 2012 nichts bekommen (wenn man es gar nicht wollte).

    Ergänzend kann man annehmen, dass der Südwesten auch etwas weiter in Richtung einer viergleisigen RL gedacht hat.

    Es wurde von 3 auf 5 Regionalligen erhöht. Die Regionalliga Südwest hatte schon 18 Mannschaften. Das wurde durch zwei Relegationsplätze ausgeglichen. Reduziert man auf 4 Regionalligen, die dann auch gleichwertig sein sollen, müsste der GbR-Südwesten eher noch Plätze hinzu bekommen. Die anderen Regionalligen haben mehr davon, wenn die Regionalliga Südwest bleibt wie sie ist.

    Anscheinend will der SW doch gar nicht mehr RL-Plätze, sonst hätte man doch zwischendurch Anstrengungen unternehmen können, aus einer 2 RL zu machen oder einen Teil in Richtung Bayern abzuspalten.

    Vielleicht will der Südwesten auch einfach einen leistungsfähigen Unterbau zur 3. Liga anstatt jedes Dorf mit Kunstrasenplatz zum Regionalligisten zu machen.

    Hat man ja nach 6 Jahren gemacht. :positiv2:


    Trotzdem gibt es halt immer noch ein paar Unzufriedene, weil der Meister ihrer Liga nur alle 3 Jahre direkt aufsteigt. Eine Reduzierung der Regionalligen wollen sie dann aber auch nicht. Also bleibt nur noch eine zweigleisige 3. Liga.

    Alles richtig nur den 3 den schwarzen Peter zuzuschieben ist nicht OK. Die beiden anderen wollen ja auch nichts zu einer fairen/ausgewogenen Regellung beitragen. Deshalb bleibt tatsächlich nur die zweigleisige 3. Liga als Kompromiss für alle.

    Wo wurden noch mal viele Oberligisten hochgezogen? Nicht im Südwesten jedenfalls.

    Genau das ist das Problem.

    Das Problem ist dadurch entstanden, weil man mit den "Gebieten" zwei völlig unterschiedlich große Flächen mit je 2 Aufsteigern geschaffen hat.

    Zum x-ten Mal: Flächen.Spielen.Keinen.Fußball.


    Fußball wird durch Menschen (=Einwohner/-innen) gespielt, die in Mannschaften spielen, die zu Vereinen o.ä. gehören, die wiederum in Verbänden organisiert sind, die die Ligen ausrichten. Menschenleere (aber durchaus reizvolle) Einöden spielen keinen Fußball, dort fehlt es höchstens an den vorher genannten Dingen, vor allem an Menschen, die ja in Mannschaften spielen usw.