Beiträge von Klutsch

    In dem Video gehts ja eher darum, dass die überbordende Bierwerbung reguliert gehört, vergleichbar der Tabakwerbung.

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    Es geht in dem Video schon um Werbung und Bierkonsum im Stadion. Es wird ja am Beispiel der Veltins-Arena gezeigt, dass die Zielgruppe direkt im Stadion sitzt, wie die zentrale Bieranlage aussieht, welche Mengen fließen und es werden Vergleiche z. B. zu den Einschränkungen in England gezogen. Für mich ein überdramatisierender WDR-Beitrag, der staatliches Eingreifen fordert, wo mMn keine staatliche Gängelung notwendig ist bzw. auch nicht hingehört.

    Zudem schlecht recherchiert. Die gezeigte Bochumer Gruppe trockener Fußballfans ist keineswegs, wie im Beitrag behauptet, bundesweit das einzige Angebot im DFL-Bereich. Zum Beispiel gibt es mit "Nüchtern betrachtet" beim 1. FC Union eine vergleichbare - vom Verein geförderte - Gruppe trockener Unioner, die gemeinsam ihre Fußballliebe leben. Beim FC St. Pauli ist mir ähnliches bekannt, sicher auch noch bei weiteren DFL-Clubs.

    Da dieser Thread ja ausschließlich von Bier-Experten frequentiert wird, spare ich mir einen eigenen Thread:

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    Manchmal sind machtvolle Lobbyisten (im Beitrag die der Bierfraktion) auch nützlich. Es gibt keine Pflicht zu gesundem Leben (und Selbstoptimierung). Der Rest ist Gängelung und und eingreifende Regulierung privater Lebensverhältnisse. Der eigene ungesunde Lebensstil - und sei es der Bierkonsum beim Fußball durch Erwachsene - liegt im Verantwortungsbereich des Einzelnen, hier endet jeder staatliche Aufgabenbereich.

    Um mal die ehemalige Bundesministerin und SPD-Chefin Andrea Nahles zu zitieren: "Ich habe ein Recht auf ungesundes Leben".

    Da sind einige interessante Partien dabei. :rauf:

    Wie den Medien zu entnehmen war, gab es unter der Woche ein schweres Güterzugunglück zwischen Hannover und Wolfsburg, mit dem Ergebnis, dass die Hauptstrecke Hannover - Berlin für gut 2 Wochen gesperrt ist und zudem auf der Alternativstrecke Hannover - Magdeburg - Berlin zeitgleich gebaut wird, ebenfalls mit Streckensperrung zwischen Hannover und Magdeburg.

    Da verharren also an einem Freitagnachmittag zur Hauptreisezeit Hunderte Reisende im Hbf Hannover und wissen nicht weiter. Es folgt die Bahn-Durchsage, es gibt SEV-Busse am örtlichen ZOB von Hannover nach Magdeburg und von dort fährt jede Stunde ein Zug nach Berlin. Hunderte Reisende sprinten also zum ZOB Hannover, um festzustellen, dass dort kein Mitarbeiter etwas von SEV-Bussen gehört hat. Hunderte Reisende sprinten dann wieder zurück, weil plötzlich ein (bereits voller) gekoppelter Doppel-ICE aus Köln bzw. dem Ruhrpott einfährt, der tatsächlich über Schleichwege bis Stendal und weiter nach Berlin fahren soll. Dumm nur, dass der Lokführer in Hannover seine Fahrzeit abgegolten hat und kein anderer ICE-Lokführer bei der Deutschen Bahn aufzutreiben ist.

    Nach langer Wartezeit kommt dann überraschend ein (ebenfalls bereits voller) Einzel-ICE, der wirklich nach Berlin fahren soll. Also stürzen, zwängen und boxen sich die Reisenden des Doppel-ICE auch noch zusätzlich in diesen vollen Einzel-ICE, der dann tatsächlich über Schleichwege in Stendal die ICE-Strecke wieder erreicht. Ergebnis: statt ca. 3,15 h Fahrzeit knapp 8 Stunden und von der Bahn ein Gratis-Wasser und ein Entschädigungsformular... :runter:


    PS: Für das Güterzugunglück kann die Bahn rein gar nichts. Für ihren katastrophalen Umgang in bzw. mit Krisensituationen (und seien es Stürme oder schlicht Winterwetter) hingegen schon.

    Ich denke, in Mariendorf ist das Geld alle.

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    Blau-Weiß 90 hat doch noch letzte Saison u.a. mit Greifswald und Zehlendorf in einer spannenden Oberligastaffel um den RL-Aufstieg gespielt. Und jetzt ist das Geld alle? Hätten die denn bei einem Aufstieg letzte Saison auf die noch teurere RL NO verzichtet?

    Ein Klassenwechsel kann auch so immer passieren, z.B. wenn Union die Spielerabgänge mal nicht adäquat ersetzen kann. Kann ich grundsätzlich mit leben.

    Die notwendige Stadionerweiterung ist mir wichtiger.

    huihuihui


    Das heißt gleichzeitig aber auch, dass der 1. FC Union in der Saison 2024/25 seine Heimspiele im Olympiastadion austragen wird. Diese Aussage führte zu einem lauten Raunen im Publikum.

    Den saisonalen Umzug sehe ich als notwendiges Übel an. Wir mussten beim ersten Umbau auch mal eine Saison im ebenso unbeliebten Jahn-Sportpark spielen. Fakt ist, dass die derzeitige Stadionkapazität überhaupt nicht ausreicht und diese ständigen Ticket-Verlosungen unter den Mitgliedern auf Dauer einfach zum Kotzen sind. Man spekuliert bei den Verlosungen darauf, dass man selber und zumindest noch eine weitere Person aus der eigenen Bezugsgruppe Losglück hat, was häufig nicht klappt.

    Da muss einfach eine Veränderung her!

    Nach 6 Niederlagen zumindest mal wieder ein Pünktchen für Oldenburg. Gut auch, dass im 2. Spiel des Tages Abstiegskonkurrent Bayreuth verloren hat.


    PS: 5.521 Besucher im Marschwegstadion sind, nach der Oldenburger Niederlagenserie, auch ok.

    Ohne Frage, alles über Regionalliga erfordert persönliche Kompromisse und zumindest die teilweise Akzeptanz von DFL-Bigotterie,

    Tja, wo zieht man die Grenze?

    Kompromisse muss man wohl schon in der Kreisliga eingehen.

    Ich denke die Grenze muss jeder für sich persönlich ziehen. Bei meinem Verein werden, trotz Bundesliga, weder Auswechslungen, noch Ecken, Sanitäts-Einsätze, Verletzungen, Karten oder Tore präsentiert. Und der Torjingle von Union Berlin besteht exakt aus Nichts bzw. aus dem spontanen Jubel der Fans.

    Sollte sich dies einmal ändern, kündige ich meine jahrzehntelange Mitgliedschaft.


    PS: Und Tausende andere Unioner ihre Mitgliedschaft ebenso, da bin ich mir sehr sicher. Kommerzialisierung ist ein beständiges Thema in diesem, meinem Verein.

    Die Option 9€ bzw. 49€ sehe ich aus dem Auge eines Dorfbewohners, beim derzeitigen Streckennetz auf dem flachen Land ist es für mich eine Quer Subventionen für Menschen aus den Städten und Ballungsräumen, also dort wo in der Regel schon das passende Angebot vorhanden ist.

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    Nachvollziehbar, Berlin hat z.B. die geringste Auto-Quote in der BRD (auch wenn diese im Zuge von Covid gestiegen ist) und verfügt über ein Netz von S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Sprich, das Angebot ist ohnehin existent.

    Im Nordwesten Deutschlands werden teilweise Fernzüge (IC) - ab Bremen westlich - als Regionalzüge ausgeschrieben. Dies nützt allerdings nichts, wenn die Verspätungsquote der Bahn so exorbitant weiter ansteigt. Was nützt mir ein günstigerer Fahrpreis, wenn die Züge nicht einmal halbwegs pünktlich fahren?

    Ich bin kürzlich mit der Bahn aus dem Nordwesten nach Freiburg gefahren. Fahrkartenpreis dreistellig, inkl. Reservierung. Letztendlich habe ich mehrere Stunden im Zug gestanden, weil mein ICE ausgefallen ist und nachfolgende Züge übervoll waren. Zudem habe ich 2 Stunden länger gebraucht, insgesamt über 9 Stunden. Da kann ich, sowohl hinsichtlich Zeit wie Geld, auch mit dem PKW fahren...

    Aber nichtsdestotrotz, Liga 2 würde ich nicht mehr verfolgen. Denn dort beginnt spätestens das, was den Fußball kaputt macht.

    Aber auch darüber sieht man geflissentlich hinweg. Spätestens dann, wenn die internationalen Milliönchen fließen.

    Bigott eben

    Ohne Frage, alles über Regionalliga erfordert persönliche Kompromisse und zumindest die teilweise Akzeptanz von DFL-Bigotterie,

    Ich wollte diesbezüglich keine Diskussion anstoßen, habe lediglich meine Meinung zum sportlichen Geschehen kundgetan.

    Vollkommen richtig, Torsten. Und zum Meinungsaustausch dient ja u.a. dieses Forum.


    PS: Nachfolgenden Satz möchte ich trotzdem wiederholen, weil es mir tatsächlich auffällt (keineswegs nur auf einen Durchmarsch von Elversberg bezogen):

    "Trotzdem auffällig, wie sich über die (Forums) Jahre hier scheinbar etwas in der Wahrnehmung solcher "Phänomene" verschoben hat."