Beiträge von Bloomigan

    DJK Germania Blumenthal - FC Riensberg
    (Landesliga gegen Kreisliga C)


    Die DJK Germania nahm erstmals 1958 am Spielbetrieb teil. Der Verein hat seine Wurzeln in der katholischen Gemeinde St. Marien. Sportlich waren die Blau-Weißen bisher meistens in unteren Ligen vertreten, und auch im Pokal reichte es nie für ein Halbfinale. In der abgelaufenen Saison schaffte der Verein immerhin den Aufstieg in die zweithöchste Bremer Spielklasse, die Landesliga, und setzte sich dabei unter anderem gegen die Reserve des großen Nachbarn, Blumenthaler SV, durch.


    Der FC Riensberg von 2011 ist ein neuer Verein. Im Juni 2012 veranstaltete man auf der Sportanlage der Bremer Universität eine Art Spieler-Casting und stieg dann in den Spielbetrieb der 1.Kreisklasse ein. Der Verein ist sehr rührig, verfügt neben der ersten Mannschaft bereits über eine weitere aktive Herrenmannschaft und hat bereits in seiner ersten Saison den Aufstieg in die Kreisliga C geschafft. Eine gewisse Konkurrenz besteht zu dem ebenfalls 2011 gegründeten FC Roland. Durch den Sprung in die Kreisliga nimmt Riensberg 11 erstmals am Lotto-Pokal teil.

    SC Borgfeld – Brinkumer SV
    (Bezirksliga gegen Bremen-Liga)


    Der SC Borgfeld war in der vergangenen Saison die Überraschungsmannschaft des Bremer Lotto-Pokals. Durch Siege gegen Tura, den FC Burg, den Bremer SV und die Leher TS zogen die Borgfelder als Bezirksligist ins Halbfinale ein. Dort war dann erst gegen den späteren Pokalsieger SAV Schluss für die Kicker vom Wümme-Deich, Vegesack siegte 4-2 vor 400 Zuschauern. Auch bei seinen Punktspielen in der Bezirksliga hat der Verein einen recht guten Besucherschnitt. In der Bremen-Liga gastierte der SC Borgfeld bisher noch nicht, das Halbfinale im Pokal stellt so etwas wie den bisherigen sportlichen Höhepunkt der Borgfelder dar.


    Der Brinkumer SV konnte 2006, 2008 und 2012 das Lotto-Pokal-Finale erreichen, verlor aber alle drei Endspiele. In der Bremen-Liga ist der Verein seit Mitte der Neunziger Jahre bekannt und machte über die Grenzen des Bremer Verbands durch einen einjährigen Auftritrt in der Oberligasaison 2005/06 auf sich aufmerksam. Drei Jahre später wurden die Blau-Weißen zum bisher einzigen Mal Bremer Meister, verzichteten aber aufgrund der hohen Auflagen auf einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga. Mutiger war man dann am Ende der vergangenen Spielzeit, als man sich als Tabellenfünfter als einziger Bremen-Ligist für eine Lizenz bewarb. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga blieb Brinkum jedoch ohne Punkt.

    FC Mahndorf – KSV Vatan Spor
    (Kreisliga A gegen Bremen-Liga)


    Der FC Mahndorf ging mal unter dem Namen „Mahndorfer Millionaros“ durchs Leben. Der Verein aus dem kleinen Stadtteil im Südosten Bremens war erstmals 1984 in der höchsten Bremer Spielklasse aufgetaucht. Unter Manager Hermann Garlich und mit finanzieller Unterstützung einer örtlichen Gewürzfirma, errangen die Grün-Weißen vom Mahndorfer Deich 1987 die Bremer Meisterschaft. Drei Jahre in der Amateuroberliga Nord schlossen sich an. Legendär das Kurz-Engagement von Arminia Hannover-Legende Charly Mrosko als Trainer in der Abstiegssaison 1989/90, der bereits nach einem Spiel wieder hinschmiss. Eine Saison lang spielte der FCM noch in der Oberliga Niedersachsen/Bremen 1994/95, in der darauf folgenden Bremen-Liga-Saison ging es dann als Letzter noch weiter runter. Überflüssig zu erwähnen, dass die Gelder aus der Gewürzbranche nach dem Tode von „Macher“ Garlich längst nicht mehr in dem einstigen Umfang flossen. Pokalhöhepunkt war der Einzug in das Endspiel 1989, das Mahndorf gegen die Werder Amateure verlor.


    Der 1978 gegründete KSV Vatan Spor ist der erfolgreichste türkische Fußballverein in der Hansestadt. Insgesamt 21 Jahre sind die Rot-Weißen seit 1986 in der Bremen-Liga vertreten. In dieser Zeit wurde Vatan zweimal Bremer Meister (1995 und 2004) und erreichte einmal dasRoland-Pokalfinale (1-2 gegen FC Bremerhaven, 2005). Was eigentlich der sportliche Höhepunkt hätte sein sollen, geriet zu einer Enttäuschung. Vor der einzigen Oberliga-Saison des Vereins 1995/96, hatte man gehofft, dass die türkischen Fußballfans in Scharen zu den Heimspielen im traditionsreichen Panzenbergstadion strömen würden. Die Zuschauermassen blieben aus, Trainer Hubert Adelt verabschiedete sich bereits nach wenigen Spieltagen freiwillig undfür Vatan ging es am Ende der Saison wieder Richtung Bremen-Liga.

    ATS Buntentor – BTS Neustadt
    (Bezirksliga gegen Landesliga)


    Der ATS Buntentor ist ein traditionsreicher kleiner Verein aus dem früheren Arbeitersport, der fest in seinem Stadtteil auf der “anderen” Weserseite verankert ist. Die Rot-Weißen haben insgesamt 10 Saisons in Bremens höchster Spielklasse vorzuweisen, der letzte Auftritt 1978-79 ist allerdings schon etwas länger her. Im Roland-Pokal kam man einmal bis ins Halbfinale, 1954. Wesentlich erfolgreicher sind da die ATS-Frauen, die seit Jahren zu den besten Mannschaften der Hansestadt gehören. Der schön gelegene Sportplatz am Kuhhirten, mit einer kleinen überdachten Tribüne, ist einer meiner Lieblingsplätze in Bremen und vielleicht so etwas wie ein Ge-heimtip für auswärtige Fans und Groundhopper. Wer mag, kann ihn mit der kleinen Weserfähre “Hal över” erreichen.


    Genau wie Buntentor, ist die BTS Neustadt auf der linken Weserseite beheimatet. Der Verein entstand 1972 aus den beiden Vorgängervereinen Bremer Turngemeinde und TuS Neustadt. Beide Vereine hatten bereits einige Jahre in der Bremen-Liga gespielt. Richtig erfolgreich war man dann gemeinsam als BTS Neustadt ab Anfang der Neunziger in der Bremen-Liga. Unter Trainer Helmut Helken wagte man 1994/95 den Sprung in die neugegründete Oberliga Niedersachsen/Bremen (besser platzierte Bremer Vereine hatten verzichtet). 1999 wurden die Männer von der Erlenstrasse dann zum bisher einzigen Mal Bremer Meister und spielten eine weitere Saison in der Oberliga. Im Roland-Pokal erreichten die Rot-Schwarzen einmal das Finale (1998 gegen Werder Amateure, 0-2 verloren).



    Dann bist du am Platz der Deutschen Einheit entlang gefahren. Unten links auf dem Grün spielt der CSC 03 Kassel, oben rechts auf dem Grün spielt der BC Sport Kassel. Deren Geldgeber heißt Gerhard Klapp, der zusammen mit Trainer Wolfgang Zientek von der Reserve des KSV kam, dort Spieler mitgenommen haben und den BC Sport nun zur Nummer 2 in der Stadt machen wollen. Beim VfB Süsterfeld, der ja mal Nummer 1 der Stadt werden wollte, war es damals Mehmet Göker, der ist inzwischen wieder in der Türkei und treibt da sein Unwesen.

    :thumbup:  linienzieher :!:

    Sportlich gesehen ja, aber ein Stadion haben die nicht. Der Sportplatz ist ohne jeden Ausbau. Ein paar hundert Meter weiter spielt der CSC 03 Kassel, da ist es genau umgekehrt. Stadion okay, aber sportlich ziemlich im Abseits.

    Danke linienzieher! Dann hab ich wohl genau die beiden Vereine verwechselt. Bin mal in Kassel mit der Straßenbahn an so einem Verkehrskreisel vorbeigefahren, von dem aus man ein ganz nettes älteres Stadion sah. Dann war das wohl CSC 03. Beim BC Sport scheint ja etwas Geld dahinter zustecken. Sind das die gleichen Leute, die damals den VfB Süsterfeld "gefördert" haben?

    So, und was ist das nächste Großprojekt im Bremer Fussball? :D

    Du musst jetzt sehr tapfer sein, linkinkev: Diese Serie ist noch nicht zu Ende. Fünf Spiele und ein Freilos hab ich noch. Am Montag geht's weiter :D


    Übrigens wurde meine Groundhopping-Empfehlung weiter oben, TSV Imsum - FT Geestemünde, von Samstag 27.7. auf Sonntag 28.8. verlegt. An diesem Tag gibt es aber auch die Möglichkeit einen Dreier aus Bremer Spielen zu machen: 13 Uhr FC Roland - SG Aumund-Vegesack, 15 Uhr Tura - Bremer SV (hoffentlich mit Gedenkminute für Ex-Turaner "Bert" Trautmann) und 17 Uhr CF Victoria - Blumenthal... :!:

    Freilose: OSC Bremerhaven und FC Bremerhaven
    (beide Bremen-Liga)


    Die beiden größten Schiffe der Bremerhavener Flotte bleiben in der ersten Pokalrunde noch im Hafen. Durch die Aufteilung der ersten Runden in Bremer und Bremerhavener Vereine, hatten die Topmannschaften der Seestadt lange Zeit den Vorteil, Gegnern wie den übermächtigen Werder Amateuren, oder später dem FC Oberneuland, bis zum Halbfinale aus dem Weg zu gehen. Während die “Olympischen” trotzdem häufig bereits frühzeitig ins Gras beissen mussten, konnte der FCB diesen kleinen Vorteil (die Bremerhavener beschweren sich gerne mal über Benachteiligung durch die „Hauptstadt“ Bremen), wiederholt nutzen, um unter die letzten vier zu kommen.


    Mit dem OSC Bremerhaven greift der einzige ehemalige 2.Bundesliga(Nord)-Verein der Bremer Amateurszene ab Runde 2 in das Lotto-Pokalgeschehen ein. Neben den beiden Spielzeiten in der 2.BL kam der Fusionsverein mehrmals zu Einsätzen in der DFB-Pokal-Hauptrunde. Der letzte davon in der Saison 1984/85 gegen den Bundesligisten Werder Bremen vor 6.000 Zuschauern im Nordseestadion. In der Publikumsgunst sackte der neugegründete OSC im Vergleich zu seinem legendären Vorgänger Bremerhaven 93 nach der Fusion sehr schnell ab. Zeitweilig ging es sogar bis in die Landesliga herunter, bevor man 1996 in die Bremen-Liga zurückkehrte. Den Bremer Roland-Pokal (heute Lotto-Pokal) gewann der damalige Amateuroberligist 1981 und 1984.


    Der FC Sparta Bremerhaven ist ein Zusammenschluss aus dem FC Bremerhaven und dem benachbarten Traditionsverein SC Sparta. Auch der FC Bremerhaven hat eine Geschichte, die lange zurückgeht. Bereits 1906-07 erreichte man die Endrunde um die Norddeutsxhe Meisterschaft. In der Bremen-Liga ging man von 1974 bis 1981 als VfB Lehe an den Start. 1991 folgte das Comeback. Unter dem Namen FC Bremerhaven, der Verein hatte sich inzwischen wieder umbenannt, stürmten die Schwarz-Weißen die Bremen-Liga. Angetrieben von Vereinspräsident und Sponsor Bernd Günther spielte eine ilustre Elf am legendären Zollinland-Platz (kurz „Zolli“, die alte 93-Spielstätte). Trainer war ein gewisser Felix Magath, der hier seine erste Station fand, bevor er seine Trainerkarriere in der Bundesliga erfolgreich fortsetzte. Seit der Rückbenennung in FC Bremerhaven gewann der Verein 4 Bremer Landestitel, spielte 1994/95 und 1999/2000 in der Regionalliga und insgesamt sechs Jahre in der Oberliga Niedersachsen/Bremen. Den Roland-Pokal gewannen die Leher dreimal, und zogen damit automatisch in den „großen“ DFB-Pokal ein. 1996 gastierte der KSC am Zolli, 2005 Schalke und 2006 der VfL Wolfsburg.
    Die Erfolge des SC Sparta fühlen sich dagegen vergleichsweise bescheiden an, trotzdem ist der Verein im Bremer(havener) Fußball eine absolute Hausnummer. Während der FC Bremerhaven als VfB Lehe praktisch über Jahrzehnte in untere Klassen verschwunden war, bevor ihn Sponsor Günther wieder aus der Versenkung holte, spielten die Spartaner seit Mitte der Sechziger Jahre immer wieder fleissig in der Bremen-Liga mit (insgesamt 29 Spielzeiten, meistens im unteren Tabellenbereich). 1976 erreichte der Verein von der Pestalozzistrasse das Halbfinale im Roland-Pokal und kam somit zu seinem einzigen Auftritt auf DFB-Pokalebene. Bei der damals in der 1.Bundesliga spielenden Tennis Borussia unterlagen die Rot-Weißen mit 0-5.

    Leher TS – TSV Wulsdorf
    Landesliga gegen Landesliga(?)


    Die Leher TS ist ein Verein mit einer sehr guten Jugendarbeit, die inzwischen in den gemeinsam mit dem OSC gegründeten JFV Bremerhaven eingebunden ist. Bekanntester Spross des Vereins aus dem Speckenbütteler Park ist Ex-Bundesliga Spieler und Trainer Egon Coordes. In der Bremen-Liga brachten die Blau-Weißen es insgesamt auf 24 Jahre, während man im Roland-Pokal nur in der allerersten Saison, 1951, das Halbfinale erreichte. Im
    September 1998 empfing LTS den Bundesligisten Bayern München zu einem Freundschaftsspiel. In der vergangangenen Saison errang die Mannschaft durch einen “Endspurt” mit denkwürdigen Ergebnissen wie z.B. einem 29:1 gegen Grünhöfe die Meisterschaft in der Bezirksliga Bremerhaven und damit den Aufstieg in die Landesliga. Konkurrent SFL war darüber natürlich nicht sehr erfreut und bemühte das Verbandsgericht, das die Klage jedoch abwies.


    Die TSV Wulsdorf ist ein “Dauerbrenner” in der Bremen-Liga. 40 Spielzeiten in der obersten Bremer Spielklasse hat der Verein auf dem Buckel, war dabei immer mittendrin, aber eben meistens auch nur dabei. Die beste Platzierung waren drei dritte Plätze. Im Pokal kam man aber viermal ins Halbfinale und einmal sogar ins Finale, das man dann auch gewann. Am 5.September 1954 wurde die TSV durch ein 2-1 nach Verlängerung gegen die SG Aumund-Vegesack vor 3.000 Zuschauern Bremer Pokalsieger. In der vergangenen Saison wurden die Grün-Weißen dann aus dem laufenden Spielbetrieb der Bremen-Liga genommen, nachdem die Mannschaft dreimal nicht angetreten war. Unstimmigkeiten mit Spielern und Abwanderungen aus der ersten Mannschaft waren die Ursache. Die Mannschaft wurde für die kommende Saison in die Landesliga eingeteilt, man darf gespannt sein, ob und wie es dort weitergeht.

    SFL Bremerhaven – TuSpo Surheide
    Bezirksliga gegen Landesliga


    Sport Freizeit Leherheide war mal die Nummer 1 in Bremerhaven. Allerdings nur für kurze Zeit. Insgesamt 22 Jahre spielte man in der Bremen-Liga, wurde dreimal Meister und schaffte 1988 nach mehreren Anläufen sogar den Sprung in die Amateur-Oberliga. Dort spielte die Elf vom Brillenmoor gegen prominente Gegener wie den VfL Wolfsburg, Göttingen 05, Holstein Kiel, Altona 93, VfB Oldenburg und Arminia Hannover. Im vergangenen Jahr standen die Leherheider lange Zeit kurz vor dem Aufstieg in die Landesliga, wurden aber auf der Ziellinie noch von der Leher TS überholt, die mit teilweise aberwitzigen Nachholspielergebnissen in der Tordifferenz vorbeizog. SFL trägt die merkwürdige Farbkombination grün-orange, ein optischer Leckerbissen, der viele Jahre später von einem Bundeligisten etwas weiter weseraufwärts kopiert wurde (die sogenannten Papageientrikots). Im Roland-Pokal war SFL einmal im Finale. 1990 gegen die Amateure des erwähnten Bundesligisten.


    TuSpo Surheide ist ein weiterer Bremerhavener Verein, der es mal für kurze Zeit ins Bremer Fußballoberhaus geschafft hat. Von 1985 bis 1987 kickten die Blau-Gelben in der damaligen Verbandsliga (heute Bremen-Liga) mit. Der Verein wurde erst 1953 gegründet, wobei laut Vereinshomepage zunächst an der Baggerkuhle “gebolzt“ wurde. Im Roland-Pokal erreichte man einmal das Halbfinale (1970).

    SC Lehe-Spaden – SC Schiffdorferdamm
    Landesliga gegen Kreisliga

    Der SC Lehe-Spaden ist ein Verein aus dem niedersächsischen Spaden, unmittelbar östlich von Bremerhaven. Das “Lehe” ist wiedermal nur Tarnung, damit man im angrenzenden Fußballkreis Bremerhaven spielen kann, und nicht durch die unendlichen Weiten des Landkreises Cuxhaven touren muß. In der Bremen-Liga spielte der Verein schon einmal, 1951/52, kassierte aber teilweise ganz schöne Klatschen (0-13 und 0-16 gegen Meister Blumenthal, 0-16 und 0-15 gegen Vize Bremen 1860) und stieg abgeschlagen ab. In der vergangenen Saison gab Spaden dann noch einmal ein kurzes Comeback auf höchster Landesebene, schlug sich tapfer, verlor Punkte durch den Rückzug des TSV Wulsdorf und musste im Sommer wieder zurück in die Landesliga.


    Der SC Schiffdorferdamm gab ein ähnlich kurzes Gastspiel in der Bremen-Liga. Von 1983 bis 1985 kickte der Verein mit den „Großen” (alles ist relativ 8) ) des Bremer Amateurfußballs. Schiffdorferdamm liegt ebenfalls an der Grenze zwischen Bremen und Niedersachsen, im Gegensatz zu Spaden aber auf Bremerhavener Seite. Der SCS wurde erst 1971 gegründet. Im Roland-Pokal erreichten die Gelb-Schwarzen immerhin schon einmal das Halbfinale. 1987 war das, man verlor aber gegen Tura.

    TSV Imsum – FT Geestemünde
    Bezirksliga gegen Landesliga


    Meine Groundhopping-Empfehlung für die erste Runde des Bremer Lotto-Pokals. :!:


    Der TSV Imsum heisst offiziell „TSV Imsum von 1892 in Bremerhaven e.V.“. Und das kommt so: Imsum liegt eigentlich in Niedersachsen. Ein kleines Dorf nördlich von Bremerhaven. Der Sportplatz des TSV liegt aber im benachbarten Weddewarden, das gerade so eben wieder in Bremerhaven liegt. Zu diesen beiden Ortsteilen gehörte noch ein drittes Dorf, Lebstedt, das in der großen Sturmflut Weihnachten 1717 in der Weser unterging. Der gemeinsame Kirchturm der drei Dörfer steht immer noch und im Watt sieht man bei Ebbe eine Straße, die in den verschwunden Ort führt(e). 8o
    Der TSV Imsum mit seinem gemütlichen Dorf-Fußballplatz, hat noch nie ausserhalb der Bremerhavener Ligen gespielt, aber in der vergangenen Saison in der Bezirksliga gut abgeschnitten, so dass man vielleicht die Qualifikation zur gemeinsamen Bezirksliga Bremen/Bremerhaven ab 2014 schaffen könnte. Auf nach Imsum am 27. Juli...


    Die Freie Turnerschaft Geestemünde ist ein Verein, der der Arbeitersportbewegung entstammt, und der große Rivale des eher genannten Gesstemünder SC. Vergesst alles, was ihr bisher über Dundee FC und Dundee United gehört habt, diese beiden Plätze liegen mal richtig dicht bei einander. Sowohl die FTG als auch der Lokalrivale haben ihre Plätze im schönen Bremerhavener Bürgerpark direkt nebeneinander. In der Bremen-Liga spielte die
    FTG von 1977/78 bis 1988/89 zwölf Jahre lang, wurde in dieser Zeit einmal Meister (1981), scheiterte aber in der Aufstiegsrunde zur Amateuroberliga Nord. Im Rolandpokal erreichte man das ominöse Halbfinale 1979, das dem Gewitterregen zum Opfer fiel und dann genau wie das Finale nie mehr ausgespielt wurde. Für die DFB-Pokal Hauptrunde hatte man sich damit trotzdem qualifiziert. In der ersten Runde bezwang man den Bayern-Verteter SV Zeitlarn (Oberpfalz), unterlag dann aber auswärts dem 1.Göppinger SV mit 1-3.

    Geestemünder SC – TV Lehe
    Bezirksliga gegen Kreisliga


    Hm, schön jetzt wird’s wieder etwas einfacher.


    Der Geestemünder SC hat eine lange Tradition, die teilweise in die Anfangsjahrzehnte des deutschen Fußballs zurückgeht. Damals spielte man mehrfach in der Finalrunde um die Norddeutsche Meisterschaft. In der Bremen-Liga spielten die Schwarz-Weißen von 1949 bis 1954, dann war die große Zeit des GSC vorläufig vorbei. Von 1983 bis 1988 gab es noch einmal ein Comeback in der höchsten Bremer Spielklasse. 1957 und1965 erreichte die Elf aus dem Bürgerpark das Rolandpokal-Finale, in dem man zweimal unterlag. Großer Konkurrent des GSC ist die FT Geestemünde, auf die wir noch zu sprechen kommen.


    Der TV Lehe spielt auf der Jahnwiese im Stadtteil Speckenbüttel ganz im Norden der Seestadt. Vereinsfarben sind blau-weiß. Hier wird es wieder eng, Genaueres findet man vielleicht auf der sehr guten Homepage der TVL B-Jugend.

    Hm, da habe ich wohl gestern den Mund etwas zu voll genommen von wegen “ich erzähle dann mal was über die Bremerhavener Vereine“. Dafür kenne ich mich da eigentlich viel zu wenig aus, vor allem die kleineren Vereine sind für mich komplettes Neuland (zum Glück kein Oberneuland ;) ). Entgegen der alten Internetweisheit, was man in so einem Fall (also wenn man keine Ahnung hat) am besten tun sollte, unternehmen wir aber trotzdem mal einen kleinen Ausflug an die Unterweser. Es wird nur teilweise etwas kürzer.


    Da geht’s schon los:


    Geestemünder TV - ESV Bremerhaven
    Kreisliga gegen Bezirksliga


    Von den drei Geestemünder Vereinen ist mir der GTV am wenigsten bekannt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn der Verein ist eher Breitensport-orientiert. Die erste Mannschaft spielte durchgängig im Bremerhavener Kreisbereich und auch im Pokal kam man nie über die ersten Runden hinaus. Sportlicher Höhepunkt: In der Saison 2007/08 wurde die 1.Herren des Vereins Kreisligameister.


    ESV Bremerhaven: Mein Gott, die Eisenbahner, über die weiss ich ja noch weniger. Ähnliche Geschichte wie beim Geestemünder TV: nie über die Bremerhavener Stadtgrenze hinaus gekommen. In der nächsten Saison geht übrigens die Bremerhavener Bezirksliga in ihre letzte Saison, bevor sie mit der Bremer Bezirksliga zusammengelegt wird.
    Vielleicht schafft der ESV dann den Sprung erstmals raus aus einer rein Bremerhavener Liga in die „große weite Welt“ des Bremer Amateurfußballs. Weite Reisen zu exotischen Gegnern, fremde Sportplätze usw.

    Vielen Dank Rise, Waldgirmes, Asa und linkinkev
    Euer Zuspruch treibt mich in meinem Wahnsinn weiter an gibt mir neue Energie für die Vorstellung weiterer Vereine, die kein Mensch kennt. Die folgenden Beiträge widme ich daher Waldgirmes' Patentante, die in einem tollen Stadtteil wohnt... :D :love:

    So Leute, das war's dann wieder für heute. Bin dann mal im Schwimmbad. Morgen unternehmen wir einen Auflug ans Meer. Ich erzähle dann was zu den Vereinen aus dem unendlich weit entfernten Bremerhaven. 8o

    TV Eiche Horn – SV Grohn
    Kreisliga B gegen Bremen-Liga


    Horn ein schöner Stadtteil mit eher gut betuchter Einwohnerschaft. Eiche Horn früher ein Lokalrivale des FC
    Oberneuland. Oberneuland wechselte irgendwann unter Alleinherrscher und Sponsor Micheli die Vereinsfarben von Rot-Weiß auf Gelb-Schwarz, ausgerechnet den traditionellen Farben von... Eiche Horn - Ironie des modernen Fußballs! Horn mit kurzem Intermezzo in der Bremen-Liga von 1992 bis 1998. Erfolge im Pokal: Fehlanzige. Die Spielstätte “Fritzewiese” machte ihrem Namen alle Ehre: Keine Stufen, kein Geländer, kein Unterstand, wirklich nur eine Wiese mit Kreidelinien, zwei Toren und Eckfahnen. Selbst für Bremen-Liga-Verhältnisse sehr spartanisch.


    Die Grohner Husaren waren vor allem in den 50er Jahren ein schwer zu schlagender Gegner in der Bremen-Liga. Der Spitzname des Vereins hängt wohl mit der schwarz-weißen Spielkleidung zusammen. Ursprünglich als TSV Grohn, später dann als SV Grohn an den Start gehend, elektrisierten vor allem die Duelle mit dem Bremen-Norder Rivalen Blumenthaler SV die Zuschauer im Stadtteil und lockten regelmäßig mehrere Tausend Zuschauer an. Der alte Platz an der Schönebecker Strasse musste inzwischen für Wohnbebauung weichen. Insgesamt haben die Grohner 23 Jahre in der Bremen-Liga, nach dem Abstieg in den 60er Jahren noch eine längere Phase in den 90ern und für ein Jahr 2009/10. Jetzt sind die Husaren wieder im Oberhaus angekommen. Nachdem man 1952 bereits einmal im Roland-Pokalendspiel gestanden hatte, konnte man dann 1957 im zweiten Anlauf die Trophäe gewinnen. Zuletzt erreichte man 2010 das Halbfinale.

    BSC Hastedt – ATSV Sebaldsbrück
    Bezirksliga gegen Landesliga

    Der BSC Hastedt ist ein weiterer Fusionsverein, 2008 schlossen sich die Fußballer des Hastedter TSV und der Post SV zusammen. Von diesen beiden ist der HTSV der erfolgreichere Verein, 19 Jahre in der Eliteklasse des kleinsten Bundeslandes, die meisten davon in den ersten Jahrzehnten der Bremen-Liga. Größter Triumpf der Sieg im Roland-Pokal 1972 (4-1 gegen Osterholz-Tenever). Größter Erfolg der Postler: der überraschende Halbfinal-Einzug 1997, in dem man dann aber gegen die Werder Amateuren ausschied. Das Fusionsprodukt BSC hat dagegen bisher noch keine sportlichen Erfolge vorzuweisen.


    Auch der ATSV Sebaldsbrück hat es bisher weder in die Bremen-Liga, noch unter die letzten vier im Pokal geschafft. Prominentester Sportler dieses Vereins ist der Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann. Vereinsfarben: schwarz-gelb. Gegründet 1905, das ist eine lange Zeit, um überhaupt keine Erfolge zu erreichen.

    SV Eintracht Aumund – TS Woltmershausen
    Bezirksliga gegen Landesliga


    Die Gründung des SV Eintracht Aumund von 1953 hat etwas mit dem Bau eines Krankenhauses zu tun. Dieses Krankenhaus sollte genau dort gebaut werden, wo der Blumenthaler SV auf seinem engen und bei den Gegnern gefürchteten Sportplatz „Am Forsthaus” spielte. Er lag zwischen Blumenthal und Aumund. Als Ersatz bekam der BSV ein neues Stadion, das Burgwall-Stadion, in das er alsbald umzog. Nun hatten die Aumunder ein Problem. Sie konnten sich entweder nach Blumenthal orientieren, oder nach Vegesack zur SAV, oder in die benachbarten niedersächsischen Dörfer. Allerdings war ja der Platz am Forsthaus freigeworden, so dass die Aumunder ihren eigenen Verein gründeten und bis zur endgültigen Bebauung am Forsthaus kickten. Fußballerisch sind die Schwarz-Weißen bisher noch nicht in höhere Sphären aufgestiegen.


    Nach diesem langen Geschwafel nun aber wieder zu einem richtigen Traditionsverein, dem TS Woltmershausen. Ein Verein mit einer Spielstätte mit dem wohlklingenden Namen “Hanseatenkampfbahn” (mal was anderes als so eine blöde Sponsorennamen-Arena. Der Platz liegt schön am Weserdeich, hat zwar keinen riesigen Ausbau, ist aber trotzdem irgendwie urig. Woltmershausen, von Einheimischen nur “Pusdorf” genannt, spielte 47 Spielzeiten in der heutigen Bremen-Liga, wurde nie Meister und erreichte zweimal das Finale im Roland-Pokal (auch hier kein Titel). Bei den beiden Ausflügen in den großen DFB-Pokal hatte der TSW kein Losglück uns spielte dreimal auswärts: 1975 gegen TuS Xanten und SpVgg Fürth und 1981/82 beim Freiburger FC