Beiträge von redstar

    Wäre denn die kommende Saison schon Qualifikations-Saison, sollte eine Reform zustande kommen?

    Theoretisch schon:

    Sollte die Arbeitsgruppe eine mehrheitsfähige Lösung für ein Vier-Staffel-Modell entwickeln, könnte darüber in diesem Jahr im Rahmen eines außerordentlichen Bundestages abgestimmt werden. Greifen könnte die Reform dann zur Saison 2027/28.

    2027/28 ist die übernächste Saison. :)

    Die Aufspaltung der Regionalliga Südwest in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz/Saarland/Hessen würde mir auch am besten gefallen. Und dann, wenn keine 6 Aufsteiger drin sind, eben eine echte Aufstiegsrunde aller Regionalliga-Meister. Ist aber wohl wegen des dann noch dichteren Zeitplans unrealistisch. Ideal wären natürlich 6 Aufsteiger. Aber das ginge wohl nur bei einer massiven Aufstockung der 3. Liga.

    Hätte für die Südwest-Oberligisten auch den Vorteil, dass der Sprung der Amateurmannschaften in die weitgehend professionalisierte Regionalliga nicht mehr so riesig ist.

    So oder so, finde ich, könnte aber auch die Zweite Bundesliga endlich mal 20 Mannschaften vertragen.

    Eintracht Frankfurt II wird wohl mit ziemlicher Sicherheit aus der Hessenliga aufsteigen. Und aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland der 1. FC Kaiserlautern II. :(

    Vereine wie z.B. FK Pirmasens also aus RL ausschließen?

    Fûr Pirmasens ist ja bereits jetzt die Oberliga zu klein und die Regionalliga zu groß. In einer gestrafften Regionalliga wird das Überleben für Vereine wie Pirmasens sehr schwer bis unmöglich.

    Ich finde das persönlich nicht wünschenswert

    Die Regionalligen werden ja vermutlich anderswo gestrafft. Dass ausgerechnet der Südwesten, der ja aktuell schon einen angemessenen Anteil hat, gestrafft wird, erwarte ich nicht.

    Kleiner Nachtrag, weil ich mich jetzt doch an einen einzigen Fall von versuchter politischer Einflussnahme erinnert habe:

    Vor 19 Jahren (da war ich noch Lokalreporter) hat sich mal ein Provinzbürgermeister über meine Berichterstattung beschwert. Ich war ihm zu kritisch. Woraufhin mein damaliger Ressortleiter mir nur sagte: "Mach weiter so." :)

    Bei allem Respekt vor Deiner Verschwörungstheorie: Aber mir hat in 25 Berufsjahren noch nie ein Vorgesetzter oder ein Politiker in meine politische Kommentierung hineingeredet - und ich habe mittlerweile 4 Verlage erlebt. Dagegen würde ich mich auch verwahren. Nennt man innere Pressefreiheit.

    OK! Dann würde ich gerne konkret erfahren, warum du mit deiner Berufserfahrung heilfroh bist, dass es die ÖR gibt?

    Weil ich sehe, wie private Medienunternehmen (in meinem Fall eben unser regionaler Zeitungsverlag) immer weniger Ressourcen habe. Weil die Auflagen zurückgehen und damit indirekt eben auch Anzeigenerlöse. Kurzum: Es muss dafür an anderer Stelle gespart werden. Es bleibt immer weniger Zeit für Recherche, tiefgründige Analysen, zeitaufwändige Reportagen. All dies machen wir noch, weil die meisten Kollegen mit Herzblut für ihren Job brennen - aber es wird von Jahr zu Jahr schwieriger und die Arbeitsverdichtung ist enorm. Bei anderen Zeitungshäusern ist es teilweise schon nicht mehr möglich, ein Print-Abo abzuschließen - weil sich die Zeitungszustellung in der "Provinz" für die Verlage nicht mehr rechnet.

    Da lobe ich mir die Öffentlich-Rechtlichen, die eine Grundversorgung mit Informationen auch in der breiten Fläche sicherstellen - auch wenn ich sicherlich vieles im Detail anders machen würde.

    Disclaimer: Ich arbeite als Nachrichtenführer bei einem privaten Zeitungsverlag. Die Öffentlich-Rechtlichen sind also gewissermaßen unsere Konkurrenz. Trotzdem bin ich angesichts der allgemeinen Medienkrise heilfroh, dass es sie gibt.

    Und wenn wir den Namen deines "privaten Zeitungsverlages" kennen würden, bräuchten wir evtl. nur zu googlen, um zu wissen, von welcher politischen Seite seine Berichterstattung geprägt wird.

    Bei allem Respekt vor Deiner Verschwörungstheorie: Aber mir hat in 25 Berufsjahren noch nie ein Vorgesetzter oder ein Politiker in meine politische Kommentierung hineingeredet - und ich habe mittlerweile 4 Verlage erlebt. Dagegen würde ich mich auch verwahren. Nennt man innere Pressefreiheit.

    In den USA kann man ja derzeit erleben, wohin es führt, wenn Medien fast ausschließlich in den Händen von Privaten sind: eine total gespaltene Gesellschaft, in der Fox News & Co. in Dauerschleife Lügen verbreiten und Tech-Milliardäre den öffentlichen Diskurs bestimmen.