Beiträge von Fussballromantiker

    SV Morlautern trauert um Marc Lanzenstiel - Fussball
    Ein schwerer Schlag hat den SV Morlautern getroffen. Marc Lanzenstiel ist nach einer Operation in der Nacht auf Freitag im Alter von 55 Jahren ...
    www.rheinpfalz.de


    Leider ein Bezahlartikel bei der Rheinpfalz, wie auch weitere Artikel zum Thema.
    Zusammenfassend kann man aber sagen, dass der Sponsor und Mäzen des SV Morlautern, Marc Lanzenstiel, im Alter von 53 Jahren überraschend gestorben ist, weshalb die Zukunft des Vereins derzeit ungewiss ist. Mit den Smith-Brüdern sind bereits zwei Leistungsträger nach Worms gewechselt und auch die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Co-Trainer, Uwe Dengel, wurde beendet. In den nächsten Tagen und Wochen wird sich vermutlich noch einiges im Hinblick auf den Kader der ersten Mannschaft tun.

    Unter-Flockenbach (ein Kaff östlich von Weinheim kurz vor der Landesgrenze zu Baden-Württemberg) ist echt ein Phänomen. Irgendwie hatte die wohl niemand auf der Rechnung. Und sie selbst wohl auch nicht. Im Oktober hatten die mal ein Punktspiel, da war der Trainer im Urlaub (war ihm wohl nicht so wichtig) - gewonnen haben sie trotzdem mit fünf Toren Vorsprung, wenn ich mich recht entsinne.

    Unter-Flockenbach (1.354 Einwohner) hat mit Rana Nag einen Manager, der gleichzeitig Leiter von Pfenning Logistics ist, einem Logistikunternehmen mit über 3.000 Mitarbeitern an 90 Standorten in Deutschland (Quelle Wikipedia). Zum Vergleich: Hauptsponsor bei Wormatia ist TST, ebenfalls ein Logistigunternehmen, mit "nur" über 1.000 Mitarbeitern. Dazu kommt als weiterer großer Sponsor das Autohaus Ebert. Kurzum: Unter-Flockenbach ist vor allem durch Pfenning Logistics für einen Verbandsligisten bestens aufgestellt und meine Befürchtung ist, dass die Oberliga nicht das Ende der Fahnenstange wäre, sondern in der Nähe von Weinheim ein weiteres Steinbach entsteht. Lediglich der Sportplatz müsste stark ausgebaut werden, aber für die Oberliga reicht das ja erst einmal.


    Ich habe es an anderer Stelle schon einmal geschrieben: Der Fußball in Südhessen ist mit Ausnahme von Darmstadt 98 ein reines Trauerspiel. Selbst die Viktoria aus Griesheim zieht kaum noch Zuschauer an, wie Waldgirmes letztens anhand der Zuschauerzahl von 50 Besuchern aufzeigte.
    In den Städten mit Potenzial wurde der Traditionsverein vom Dorfklub, Migrantenverein oder einem anderen Stadtverein überholt (Rüsselsheim, Bürstadt, Lampertheim, Bensheim, Pfungstadt).

    Vorab: Danke Trantor und Rochus-Rex für eure Einschätzungen, habe es aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr geschafft, vor dem Spiel darauf zu reagieren


    Zum Verbandspokal-Viertelfinale zwischen 1.CfR Pforzheim - 1.FC Bruchsal:

    Mit hohen Erwartungen fuhr ich nach Pforzheim zum Viertelfinale des badischen Verbandspokals zwischen den beiden Oberligakontrahenten 1.CfR Pforzheim und 1.FC Bruchsal, denn auf den Sieger dieses Spiels wartet im Halbfinale möglicherweise der SV Waldhof, was ein attraktives Heimspiel vor vierstelliger Kulisse garantiert oder klassentiefere Gegner, wodurch sich die Chancen auf den FInaleinzug deutlich erhöhen. Hinzu kommt, dass bei einer Finalteilnahme der Mannheimer nach aktuellem Tabellenstand die Finalteilnahme reichen könnte, um in den DFB-Pokal einzuziehen. Leider war sowohl auf Pforzheimer als auch auf Bruchsaler Seite vielen diese große Chance scheinbar nicht bewusst, anders kann ich mir die niedrige Zuschauerzahl von 350 (laut fussball.de; fupa schreibt sogar nur 320) nicht erklären. Aus Bruchsal nahm ich eigentlich so gut wie keine Fans wahr und von Pforzheim hätte ich mir dann doch eine höhere Zuschauerzahl erhofft. Eventuell lag es am Wetter?
    Immerhin gibt es mit Illes Erben eine ultraorientierte Fangruppe, die sich um Stimmung bemüht(e). Hier muss ich mich aber Trantor anschließen: das Stadion ist architektonisch eher stimmungsfeindlich, was schade ist, denn prinzipiell hätte das Brötzinger Tal durchaus Potenzial, sieht man mal von den etwas überdimensionierten VIP-Gebäuden links und rechts neben der Haupttribüne ab.
    Das Spiel begann von Pforzheimer Seite sehr offensiv mit einigen sehr guten Chancen. Bevor die Bruchsaler ihre erste 100%ige Chance hatten, muss der 1.CfR Minimum mit 2:0 führen. Nach der guten Anfangsphase von Pforzheim flachte das Spiel ziemlich ab, die zweite Halbzeit knüpfte daran an: Bruchsal stand sehr defensiv und lauerte auf Konter, die Pforzheimer rannten an, aber entweder haperte es am letzten Pass oder der Abschluss war zu ungefährlich. Folgerichtig gab es Verlängerung, in der die Jungs aus der Uhrenstadt erneut überlegen waren, allerdings wieder ohne Kapital daraus zu schlagen. Im Elfmeterschießen behielt Bruchsal die Oberhand und hat damit gute Chancen eine erfolgreiche Pokalsaison zu erleben, vor allem für deren Situation in der Oberliga Baden-Württemberg könnte das Weiterkommen vielleicht Auftrieb geben.

    Für Pforzheim hoffe ich, dass sie sich in der Liga oben festbeißen können, das Potenzial hat die Mannschaft definitiv dafür, lediglich an der Chancenverwertung sollte dringendst gearbeitet werden. Generell würde die Stadt mit ihrem Umfeld und dem Stadion der Regionalliga gut tun. Wer weiß, welche Euphorie ein Aufstieg in der Stadt an der Enz auslösen würde.

    Wozu auch? So alt ist das Carl-Benz-Stadion mit Jahrgang 94 nun wirklich nicht. Weiß noch, wie ich in den Anfangsjahren mal mit den 98ern da drin war - damals war das für Regionalliga-Verhältnisse top!

    Das Stadion ist auch top (für mich eines der besten in Deutschland), aber der moderne (Kommerz-)Fußball möchte eine Arena mit Vip-Logen und da der Waldhof langfristig in den Machtbereich der DFL möchte, reicht scheinbar eines der schönsten deutschen Fußballstadien nicht mehr aus :schreck2:

    Bei meinem Besuch in der Regionalliga-Saison 14/15 kamen gegen die U23 von Bayern München über 3.000 Zuschauer, darunter aber sehr sehr viele, die den Roten die Daumen drückten. Auf Bamberger Seite waren an diesem Freitag Abend im April auch etliche, deren Erstverein der Clubb aus Nürnberg ist. Der Zuschauerschnitt bei den Bambergern lag in den drei Spielzeiten der Regionalliga zwischen 700 und 1.000, was ich auch in Zukunft für realistisch halte. Im Bamberger Umfeld sind einfach zu viele Nürnberger und Münchner (vor allem Rote natürlich). Zudem ist Bamberg eine Studentenstadt, also viele Auswärtige, die meistens ja auch schon einen Lieblingsverein haben. Dennoch wäre Bamberg mit einem Zuschauerschnitt über 700 eine Bereicherung für die Regionalliga Bayern, zumal es damals auch eine kleine Fanansammlung auf Bamberger Seite gab, die ihre Mannschaft mit Sprechchören unterstützte.

    https://www.liga3-online.de/gr…maximal-halbe-auslastung/

    Die Drittligisten dürfen nach derzeitigem Stand mit 50%-Auslastung kalkulieren, maximal jedoch 25.000 Zuschauer - eine Ausnahme bilden die bayerischen Vereine, da in Bayern zurzeit nur 35% zugelassen sind.

    Die Besucher müssen aber entweder getestet, vollständig geimpft oder genesen sein und die Tickets sind personalisiert.
    Ob Gästefans erlaubt sind, steht im Artikel nicht. Vielleicht weiß hier jemand genaueres?


    Für die meisten Drittligisten sollte es reichen, die Hälfte der Stadionplätze mit Zuschauern zu besetzen, insofern können die Vereine mit dieser Regel sicherlich gut leben.


    Weiß jemand, ob es solche behördlichen Entscheidungen auch schon für Regional- und Oberligen gibt?

    Im Jahr 2017 besuchte ich den 1.FC Magdeburg bei seinem Heimspiel gegen den FSV Frankfurt. Dabei empfand ich die Magdeburger als eines der fanatischsten Heimpublika in Deutschland. An diesem Tag kamen zu einem Drittligaspiel über 17.000 Zuschauer und das ganze Stadion feuerte die Mannschaft lautstark an. Selten habe ich in einem Stadion der Bundesrepublik erlebt, dass bei einem gewöhnlichen Ligaspiel über weite Strecken der 90 Minuten von vier Kurven supportet wurde.


    Ein Jahr später war ich in Halle zu Gast beim Heimspiel gegen den VfR Aalen. Auch die Hallenser sorgten phasenweise für laute Stimmung, allerdings waren bei diesem Spiel nur etwa 5.700 Zuschauer anwesend. In Sachsen-Anhalt sehe ich Magdeburg daher zuschauertechnisch leicht vor dem HFC.

    http://www.4-liga.com/nachrich…tadt-im-sommer-51900.html

    Alexander Piller, Philip Messingschlager und Christopher Kracun zum ATSV Erlangen.

    Offensivspieler Piller kam insgesamt in 35 Ligaspielen für die Gelb-Schwarzen zum Einsatz und erzielte dabei vier Treffer. Für Kracun sind es 31 Partien in der 4. Liga für die SpVgg Bayreuth, der Mittelfeldmann erzielte fünf Tore. Außenverteidiger Messingschlager spielte in den letzten beiden Jahren 18-mal in der Regionalliga Bayern.