Beiträge von Fussballromantiker

    Klar hat's Freiberg verdient. Warum auch nicht? Als Kickers-Fan waren die zahlreichen Last Minute Tore halt nervig. Mit der jeweils letzten Ecke z.B. im Gazi Stadion und in Nöttingen gewonnen. Wenn immer in der 90. Minute abgepfiffen wäre, hätten die Kickers sicher 10 Punkte Vorsprung gehabt.


    Find das Wasenstadion auch nicht schlecht, sollen auch nur sehr überschaubare Ausbauten für die Regionalliga nötig sein. Als Ausweichstadion hat man Großaspach, dort wird man aber sicher nur gegen Offenbach hin müssen.


    Wie's in der Regionalliga läuft muss man sehen: Grüttner war halt schon ne Hausnummer. Auch sonst gehen 3,4 Stammspieler. Da müssen sie schon noch einige gute Leute verpflichten, Sonst wird's schwer.

    Hast du eine Quelle, dass Großaspach das Ausweichstadion sein soll und für welche Spiele ein Umzug notwendig ist?

    Der OFC auch in dieser Sommertransferperiode mit - zumindest auf dem Papier - guten bis sehr guten Transfers.
    Ich hoffe für die Offenbacher, dass sich die Zahl der wechselwilligen Leistungsträger in Grenzen hält.
    Nachdem in den letzten Jahren mit Saarbücken, Mannheim und Elversberg die großen wirtschaftlichen Konkurrenten und Schwergewichte die Regionalliga verließen, stehen die Chancen eigentlich gut.
    Ich würde es dem OFC jedenfalls gönnen. Wenn man sieht, wie viele Zuschauer dieser Verein immer noch in Liga 4 anlockt und auswärts mitbringt, auch jetzt schon wieder eine fast vierstellige Zahl an Dauerkarten verkauft hat - wohlgemerkt: so viele Zuschauer haben die meisten Regionalligavereine nicht, was dort an Dauerkarteninhaber auf der Tribüne sitzt und steht - gehört Offenbach einfach in den Profibereich.

    Alle Jahre wieder, wenn einer der Regionalligameister verliert, entfacht die Diskussion über eine Ligareform wieder und wie jedes Jahr bleibt zu Saisonbeginn im Juli/August alles beim Alten.

    Warum das so ist, liegt auf der Hand: Das Thema ist einfach zu komplex. Es gibt zu viele Interessen, die in vielen Punkten könträr zueinander stehen.


    Da wären zum einen die Glückseligen Teilnehmer der DFL-Ligen. Sie bekommen ausreichend TV-Gelder, lokale und regionale Sposnoren stehen Schlange. Die Zuschauer rennen ihnen - mit wenigen Ausnahmen - die Bude ein. Im Fernseh, in der Zeitung, in den sozialen Medien wird gefühlt täglich über sie berichtet. Von diesen Vereinen hat zunächst einmal keiner ein Interesse daran, den Status quo zu ändern. Auch wenn die Bundesliga zunehmend langweiliger wird, Veränderungen hassen diese Vereinsvertreter wie der Teufel das Weihwasser. Außer man kann noch mehr TV-Gelder generieren, dann gibt es zumindest mal keine Denkverbote. Sinnbildlich hierfür stehen die Vetreter der großen Vereine (Bayern, Dortmund) und des Konstrukts, die uns regelmäßig erklären, wie wichtig es ist, dass Deutschland international konkurrenzfähig bleibt.
    Eine Aufstockung der Bundesliga auf 20 Mannschaften? "Auf keinen Fall", sagen diese Herren. Man müsste ja die TV-Gelder mit zwei weiteren Konkurrenten teilen. Hinzu kommt die stärkere Belastung, durch vier zusätzliche Spieltage. Ganz schlimm würde dies die großen "Vereine" treffen, die international die deutsche Fahne (?) hochhalten (müssen). Geschenkt, dass Bayern und Dortmund mittlerweile in ihrem Kader über zwei bis drei Mannschaften verfügen, die bundesligatauglich wären. Wetten, dass die C-Elf der Bayern trotzdem noch eine gute Rolle in der Bundesliga spielen würde.
    Wer erinnert sich heute noch an die geplante DFB-Pokal-Reform? Die Bayern, Dortmund und das Konstrukt hätten eine Runde mehr spielen müssen, lehnten sie deshalb ab. Es hätte ja sein können, dass man in Neustrelitz mit einer besseren B-Elf rausgeflogen wäre. Zu großes Risiko, behält man lieber den Status quo. Die kleinen Vereine gucken mal wieder in die Röhre, die hätten sich über höhere Teilnahmechancen am DFB-Pokal gefreut, aber Pech gehabt.

    Eine Aufstockung der 2. Bundesliga auf 20 Mannschaften? Ebenfalls eher unwahrscheinlich, denn auch hier müssten TV-Gelder mit weiteren Konkurrenten geteilt und mehr Spiele absolviert werden.

    Da also die DFL-Vereine den Status quo beibehalten möchten, wird eine Reform für Liga 3 und 4 sehr schwierig, denn auch hier gibt es vielfältige Interessen.


    DIe Drittligisten betrachten ihre eingleisige 3. Liga als sportlich und zuschauertechnisch hochattraktiv. Für die Gewinnung von Sponsoren ist die deutschlandweite Werbefläche sicherlich auch fördernd. Des Weiteren ermöglicht der Modus gute Chancen, in die beiden Ligen, in denen Milch und Honig fließen, zu gelangen.
    Wirtschaftlich und infrastrukturell ist die eingleisige 3. Liga dagegen für alle Teilnehmer eine große Herausforderung. Die einen müssen für ihre Heimspiele ausweichen (z.B. SC Verl), die anderen bangen Jahr für Jahr um die Lizenz bzw. um die Konkurrenzfähigkeit (z.B. FSV Zwickau). Hinsichtlich der Infrasturktur wurden deshalb die Anforderungen etwas gelockert, indem die Stadionkapazität verringert wurde. Rasenheizung und Flutlicht sind aber weiterhin notwendig.
    Doch welche Ideen fallen den Protagonisten ein, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten bzw. die Vereine aus der Schuldenfalle rauszuhalten? In erster Linie fordert man höhere TV-Einnahmen. Dass dies Wunschdenken ist, habe ich oben bereits dargelegt, denn für höhere TV-Gelder gibt es im Prinzip nur drei Möglichkeiten:

    1. Unter das Dach der DFL gelangen. Das ist die Institution für die Glückseligen. Glückselig sein, heißt aber nicht automatisch solidarisch. Ungern möchte man etwas vom TV-Kuchen abgeben, zu lecker schmeckt dieser.
    2. Spieltagszerstückelung. Machen die Fans eigentlich nicht gerne mit.
    3. Grundsätzlich mehr TV-Erträge erzielen. Dies setzt aber voraus, dass sich mehr Leute für die 3. Liga interessieren. Wenn natürlich vermehrt Vereine wie der HSV, St. Pauli etc. in die 3. Liga absteigen würden, wäre das durchaus möglich. In den letzten Jahren hielt sich aber die Attraktivität der "Neuzugänge" die Waage. Beispiel: Zur Saison 22/23 verlassen mit Magdeburg und Kaiserslautern zwei durchaus attraktive Vereine in Richtung Liga 2, neu kommen dafür Dresden und Essen. Also geht diese Rechnung schon einmal nicht auf.
    Bleibt noch die Hoffnung, dass sich irgendwie einfach mehr Leute für die 3. Liga interessieren. Problem: Der deutsche Durchschnittsfan guckt die Bundesliga, Champions League natürlich, eventuell 2.Liga und Europa League, wobei das schon für einige eine Zumutung ist. Dementsprechend halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass die 3. Liga weitere Zuschauer in den nächsten Jahren generieren kann.


    Nach diesen drei schwierigen Ligen hinsichtlich Veränderungen, folgt dann die Mutter aller Schwierigkeiten, nämlich die viertklassigen Regionalligen. Dass diese unterschiedliche Verbände repräsentieren, ist schon mal das Eine. Dass hier aber auch die Offenbachs gegen die Buchbachs spielen, macht das Ganze endgültig kompliziert.
    Denn die Offenbachs möchten so schnell wie möglich raus aus der Regionalliga, die Dörfer hinter sich lassen und endlich wieder deutschlandweit fahren dürfen. Für die Buchbachs dagegen ist die Regionalliga das Maximum, mehr geht nicht, außer es käme ein Investor oder sonstwer, der ein neues Stadion bauen könnte.
    Deswegen kommen von den Regionalligavereine auch so unterschiedliche Ideen für Reformen.
    Es soll Vereine geben, die würden aus derzeit 5 Ligen, am liebsten 2 oder vielleicht nur noch 1 bilden, in der alle ambitionierten Klubs landen und um den Aufstieg spielen können. Anderen Vereine wiederum hätten keine Probleme, wenn es wieder 6 Regionalligen gäbe, denn dadurch würde der finanzielle Aufwand sinken.


    Es bleibt also dabei: keine Reform, da kaum jemand bereit ist, von seinem Status quo abzurücken.
    Die Verlierer bleiben die ambitionierten Regionalligisten sowie unzählige Vereine unterhalb von Liga 4, die um jeden Zuschauer und Sponsor kämpfen müssen, deren Attraktivität aber mit EInführung der 3. Liga sichtlich nachließ, weil sie um mindestens eine Liga nach unten abgestuft wurden.
    Doch auch die abstiegsgefährdeten Drittligisten drohen auf der Strecke zu bleiben. Diese traten in Vorkasse, stimmten einem zusätzlichen Absteiger zu und trotzdem können nicht alle Meister der Regionalliga aufsteigen.

    Woran liegt das denn in Gera, dass die so zögerlich hinsichtlich der Oberliga sind?
    Ist der Aufwand in der NOFV-Oberliga-Süd so viel höher (finanziell, Reiseaufwand) bzw. die sportliche Konkurrenz so viel stärker, dass man mit der aktuellen Mannschaft dort keine Chancen hätte?

    Wie hier im Link von VfR Wormatia 1908 zu lesen ist, sind es wohl keine finanziellen Gründe.

    Auf der Homepage steht:

    „Der Aufstieg in die Oberliga ist und bleibt keine einfache Entscheidung, weil einfach zu viele Belange zu
    berücksichtigen sind"
    Leider wird nicht wirklich darauf eingegangen, welche Belange genau gemeint sind.
    Finanziell sei der Verein gut aufgestellt, daran liegt es wohl nicht.

    Vor über 400 Zuschauern gewann der 1.FC Frankfurt (Oder) gestern sein Heimspiel gegen Klosterfelde.
    Da der große Konkurrent Oranienburger FC in Eberswalde patzte, reicht den Oderstädtern nächste Woche ein Unentschieden im letzten Spiel, da die Tordifferenz deutlich besser ist.
    Also bitte den ersten Platz nicht mehr nehmen lassen. Mit dem 1.FC Frankfurt (Oder) bekäme die NOFV-Oberliga einen weiteren attraktiven Verein.

    Woran liegt das denn in Gera, dass die so zögerlich hinsichtlich der Oberliga sind?
    Ist der Aufwand in der NOFV-Oberliga-Süd so viel höher (finanziell, Reiseaufwand) bzw. die sportliche Konkurrenz so viel stärker, dass man mit der aktuellen Mannschaft dort keine Chancen hätte?

    Freut mich für Verein und Region :positiv2:

    Das müßte doch der ehemalige KKW Greifswald sein :hmm:

    zu DDR-Zeiten ein Dauergast in der zweitklassigen Liga

    Richtig, der Greifswalder FC entstand zwar 2015 durch die Fusion des Greifswalder SV 04 und FC Pommern Greifswald, wobei die Wurzeln des Greifswalder SV 04 aber auf den Traditionsverein Greifswalder SC (gegründet 1911) zurückgehen. Die DDR-Führung hatte ja bekanntlich nicht viel übrig für Tradition, sodass der Greifswalder SC nach dem Krieg aufgelöst wurde und in der Stadt zunächst als SG Greifswald wieder Fußball gespielt wurde. Diese benannte sich schon bald in BSG EInheit Greifswald um, später dann BSG KKW Greifswald, womit Bezug auf das bis dahin größte Kernkraftwerk der DDR genommen wurde.
    Meines Wissens nach sieht sich der heutige Greifswalder FC in der Traditionslinie "Greifswalder SC - BSG Einheit Greifswald - BSG KKW Greifswald - Greifswalder SC (1990 neugegründet und 2003 durch Insolvenz aufgelöst.


    Trainer des Erfolgs in Greifswald ist übrigens Roland Kroos, der Vater von Felix und Toni, die beide ebenfalls in jungen Jahren für Greifswald (damals Greifswalder SC) aktiv waren.

    Ergänzend muss man festhalten, dass man nicht nur die Sponsoren an Bord halten konnte, sondern auch noch das Vereinsheim wieder wetterfest gemacht hat und jetzt den großen Kunstrasen saniert. Für andere Vereine ist letzteres für sich alleine ja schon ein Mammutprojekt.

    Wenn die sportliche Perspektive schon begrenzt ist, kann man immer noch die Rahmenbedingungen im Verein verbessern, so wie es jetzt geschieht. Und ich denke, auch das kann ähnlich Positives auslösen wie sportlicher Erfolg. Mehr Zuschauer kommen grundsätzlich, wenn der Besuch der Heimspiele Spaß macht und man sich wohl fühlt im Stadion. In erster Linie ergibt sich das durch Erfolg, aber ich denke es gibt dafür auch andere Stellschrauben, an denen man drehen kann. Zum Beispiel mit der jetzt erfolgten Sanierung der Treppe zur Gegengerade. Schon lange träumt man auch davon, die Gegengerade zu überdachen oder von einer Anzeigetafel. Die Gegengerade könnte auch einen ordentlicheren Verpflegungsstand vertragen, auf der Vortribüne könnte man die Stolperfallen beseitigen. Das ist jetzt mal nur die rein bauliche Seite, die mir eingefallen ist. Ich denke, solche Verbesserungen würden in Sachen Zuschauerzahl auch helfen, weil man merkt es tut sich was, es geht voran.

    Genau, die Renovierung des Vereinsheims und der neue Kunstrasen hatte ich gar nicht erwähnt.
    Infrastrukturell sehe ich uns im Allgemeinen ebenfalls gut bis sehr gut aufgestellt.
    Generell sehe ich unseren Verein auf einem guten Weg, jetzt auch sportlich wieder da, wo wir hingehören.
    Wichtig finde ich aber, dass in den nächsten Jahren eine Zukunftsvision reift, sodass die Regionalliga eben nicht dauerhaft das Ende der Fahnenstange ist und wir nicht jedes Jahr bis zum Schluss um den Klassenerhalt bangen müssen.
    Vielleicht schaffen wir es ja in der neuen Runde, neben dem Klassenerhalt auch das Pokalfinale zu erreichen, damit hätten wir auch wieder ein absolutes Highlightspiel mit vielen Wormsern, die sich auf den Weg machen. Das wäre ein Traum.

    Ich hoffe ja nur, dass der gefühlte Ruck der nach den Spielen in Trier und Gonsenheim durch Worms ging, nachhaltig ist.

    Das muss kanalisiert und in die neue Saison transportiert werden. Da ist jetzt auch der Verein gefragt…

    Ich versuche hierzu mal meine Gedanken zu schreiben, hoffe, dass ich sie einigermaßen sortieren kann.


    Wir hatten in der abgelaufenen Oberliga-Saison einen Zuschauerschnitt von 700-800, wenn man mal die Spiele unter coronabedingten EInschränkungen sowie das Saisonhighlight gegen Trier ausklammert. Auswärts waren in der Qualifizierungsrunde zwischen 30 und 80 Wormser unterwegs, die Spiele gegen Ludwigshafen, Pfeddersheim und Dudenhofen mal ausgeklammert. In der Meisterrunde waren aber häufig über 100 Wormaten bei den Auswärtsspielen anwesend. Man sollte aber nicht ausblenden, dass es eine sportlich überaus erfolgreiche Saison war, Gewinnen ist nun einmal schöner als Verlieren. In der Regionalliga werden wir sicherlich wieder mehr Niederlagen und weniger Siege erleben. Es geht von Anfang an nur um den Klassenerhalt.
    Und hier sind wir meiner Meinung nach bei einem großen Problem:
    Der Verein schaffte es, trotz Corona alle Sponsoren an Bord zu halten und mit "Sat Schadensmanagement" einen weiteren, großen Sponsor für die Wormatia zu gewinnen. Dafür gebührt den Vereinsverantwortlichen Lob und Anerkennung. Beim Blick auf die größten Arbeitgeber in Worms stellt man fest, dass fast alle großen Arbeitgeber der Stadt bereits als Sponsoren bei uns tätig sind (bei Renolit weiß ich es nicht genau, vielleicht kann hier jemand aufklären). Ich sehe hierbei aber kaum noch Entwicklungspotenzial hinsichtlich höherer Sponsoreneinnahmen durch zusätzliche Geldgeber. Die Hoffnung beruht einzig auf den bereits vorhandenen, dass diese ihr Sponsoring erhöhen.
    Denn eines ist klar: Mit unserem Etat reihen wir uns im unteren Drittel - schlimmstenfalls sogar im unteren Viertel - der Regionalliga ein.
    Damit einher geht ein noch größeres Problem: Der Wormatia fehlt die Zukunftsvision. Unser Vorstand sowie weitere Vereinsverantwortliche sagten in den Jahren vor dem Abstieg sinngemäß, dass die Regionalliga für Wormatia Worms das Maximum sei. Angesichts unserer finanziellen und eventuell auch infrastrukturellen Möglichkeiten ist diese Einschätzung natürlich vollkommen richtig, weil realistisch. Ich bin grundsätzlich sehr froh darüber, dass unser Vorstand und die allermeisten Fans darum bemüht sind, dass der Verein solide wirtschaftet. Dies möchte ich an dieser Stelle betonen!
    Aber: Um neue Leute für die Wormatia zu begeistern und eine langfristige Euphorie zu entfachen, braucht es mehr, als jedes Jahr um den Klassenerhalt zu kämpfen. Ansonsten wird die Regionalliga schnell zur Euphoriebremse. Zumal man eines nicht vergessen darf: Uns reizen Spiele gegen Homburg, Ulm oder Kassel. Aber reizen diese Gegner auch einen 13- oder 14-jährigen Jugendlichen? Fahren die Leute in der Umgebung, vielleicht sogar aus der Stadt selbst, für solche Spiele ins Wormatia-Stadion, wenn sie in Frankfurt, Darmstadt, Mannheim, Kaiserslautern oder Mainz ganz andere Gegner sehen können?
    Im Prinzip bräuchte die Wormatia so etwas wie eine langfristige Vision, an deren Ende die 3. Liga steht. Das kann entweder durch sportlichen Aufstieg oder durch Veränderung der Ligastruktur gelingen, wofür sich der Verein und die Fanszene im Rahmen ihrer Möglichkeiten einsetzen könnten.
    In den Bereichen Jugendarbeit und Frauenfußball sehe ich uns dagegen nach wie vor sehr gut aufgestellt.
    Unsere Jugendspieler kommen aus Worms und Umgebung. Ich bin immer wieder erfreut, wenn ich in der (Kur)pfalz und Südhessen Jugendliche mit Wormatia-Trainingskleidung sehe. Ich denke, dass unser Verein hier eine sehr gute Adresse ist und einen guten Ruf genießt. Hier schreitet auch die Professionalität voran. Unsere Jugendtrainer sind gut ausgebildet und nun soll ja auch eine feste Stelle installiert werden.


    Für mich ist aber zunächst die Frage: Wie kann man kurzfristig mehr Leute für die Wormatia gewinnen bzw. dafür sorgen, dass wir dauerhaft einen Zuschauerschnitt von mehr als 1000 Zuschauern haben (ohne Gästefans)?

    SC Verl hofft auf Rückkehr in die Sportclub-Arena im Februar
    Auch zu Beginn der kommenden Saison muss der SC Verl seine Heimspiele weiterhin in Paderborn austragen. Die Ostwestfalen hoffen aber, im Februar 2023 ins…
    www.liga3-online.de


    SC Verl hofft auf eine Rückkehr ins heimische Stadion ab Februar 2023, bis dahin finden die Heimspiele weiterhin in Paderborn statt. Es wird ein helleres Flutlicht, Rasenheizung und mehr Sitzplätze benötigt.

    Bezüglich des Stadionumbaus finde ich im Internet leider nur Bezahlartikel.
    Wenn ich die Überschriften aber richtig deute, soll der Umbau demnächst beginnen und bis Anfang 2023 abgeschlossen sein, sodass im Optimalfall ab Januar 2023 Heimspiele in Verl ausgetragen werden können.
    Ist das so richtig? Und Ausweichstadion bleibt Paderborn?

    Neue Westfälische

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    Danke für die Info!

    Es war ein überragender Tag, für alle Wormaten sicherlich ein unvergesslicher Tag, aber der Reihe nach.

    Schon bei meiner Ankunft im Wormatia-Stadion spürte ich wieder, welches Potenzial der Verein und die Stadt entfalten können. Nach und nach füllte sich der Stadionvorplatz mit Wormatia-Anhängern. Mit sieben Bussen fuhren wir in die Landeshauptstadt, dazu unzählige Autos sowie einige Zugfahrer. Am Rastplatz wie schon gegen Trier ein imposantes Bild, angesichts von über 300 Wormsern auf einem Haufen. Das erste Einsingen zeigte auch dieses Mal wieder, wie motiviert die Leute auf das Spiel waren.
    In der Landeshauptstadt angekommen, ergaben sich erneut tolle Szenen. Aus allen Ecken strömten Menschen mit Wormatia-Schal, vor dem Eingang zum Gästeblock bildete sich eine lange Schlange. An dieser Stelle möchte ich aber direkt die Gonsenheimer loben, denn sowohl der Einlass als auch Essen- und GEtränkeverkauf waren hervorragend organisiert. :ok:
    Während auf der Fahrt die Anspannung anfangs doch spürbar war, hatte ich mit jedem Kilometer, den wir uns an die rheinhessische Großstadt näherten, den Eindruck, dass die Zuversicht stieg. Im Stadion selbst sah ich ausnahmslos strahlende, sich freuende, zuversichtlichtliche Gesichter. Das Video, welches ja auch bei Facebook gepostet wurde, zeigt dies eindrucksvoll. Ein Dank und Lob an den Verantwortlichen :positiv1: . Im gesamten Gästebereich schien es, wie auf einem Festival. Die Stimmung war so unglaublich optimistisch. Jeder, mit dem ich mich vor dem Spiel unterhielt, sagte ganz klar: "Heute gewinnen wir!"
    Und die Mannschaft sollte daran auch keinerlei Zweifel aufkommen lassen. Sieht man mal von den ersten zehn Minuten ab, in denen wir uns im Spiel nach vorne schwer taten, dominierten wir danach das Spiel nach Beliebem, ließen hinten nichts zu und kamen auch zu einigen Torchancen. Folgerichtig das 1:0 durch Marx, das 2:0 durch Kasper ein absolutes Traumtor, Fallrückzieher, Wahnsinn!!! Die Stimmung dementsprechend ausgelassen, phasenweise auch echt ziemlich laut. Auch das optische Bild des Blocks war einfach unfassbar geil: Jung bis alt machte sich wieder auf den Weg, um die Wormatia spielen - pardon siegen - zu sehen. Ein voller Gästeblock, alle Fanklubs vertreten. Viele hatten ihre Fahnen dabei, Schals sowieso. Entsprechend gab es zum Einlaufen eine Schalparade und der Wormatia-Marsch wurde von hunderten Kehlen angestimmt. Schon nach dem ersten Torjubel sah der Gästezaun etwas ramponiert aus.

    In der Halbzeit weiterhin das gleiche Bild: Glückliche und zuversichtliche Wormaten, wo immer man hinsah.

    Als in der zweiten Halbzeit das 3:0 fiel, war endgültig klar, dass wir hier und heute in Mombach Meister werden würden. Sehnsüchtig warteten wir nun auf den Abpfiff. Zuvor wurde allerdings noch Daniel Kasper nach seiner Auswechslung frenetisch gefeiert und die Kurve bedankte sich bei Trainer Kristjan Glibo, der Macher des Erfolgs, der Worms nach drei Jahren leider in Richtung Eintracht Frankfurt verlassen wird, mit einem Spruchband und "Kristjan Glibo"- Gesängen.
    Nach mehr als 90 Minuten erfolgte endlich der Abpfiff und die Freude der Spieler kannte keine Grenzen. Mit einem großen Transparent liefen sie zum Gästeblock und feierten gemeinsam mit den Fans. Trainer Kristjan Glibo kam auf den Zaun, danach zwei Spieler, die einen Wechselgesang mit den Fans anstimmten. Das "Wormatia 08 Worms" hört man glaube ich immer noch in der Landeshauptstadt. Brachial laut!

    Während die Spieler anschließend in der Kabine weiter feierten, fuhren wir mit den Bussen zum Stadion zurück. Die Stimmung natürlich auch hierbei ausgelassen, unzählige kühle Getränke wurden vernichtet und ohrenbetäubender Lärm durch angestimmte Lieder.

    Am Stadion wurde die Mannschaft später mit Feuerwerk und reichlich anderen pyrotechnischen Stilmittel in Empfang genommen. Die Spieler waren noch nicht ganz aus dem Bus ausgestiegen, da wurde vor der Geschäftsstelle ein weiteres Mal gemeinsam gefeiert, getanzt, gesungen und gelacht, bevor es dann ins Vereinsheim hinter ging. Und selbstverständlich auch hier wieder ausgelassene Partystimmung bis tief in die Nacht, einige zogen bis morgens noch durch die Kneipen, Bars und Diskotheken der Stadt und nutzten das Pfingstwochenende, um direkt am Sonntag und Montag den Triumph der Wormatia weiter zu feiern.

    Bezüglich des Stadionumbaus finde ich im Internet leider nur Bezahlartikel.
    Wenn ich die Überschriften aber richtig deute, soll der Umbau demnächst beginnen und bis Anfang 2023 abgeschlossen sein, sodass im Optimalfall ab Januar 2023 Heimspiele in Verl ausgetragen werden können.
    Ist das so richtig? Und Ausweichstadion bleibt Paderborn?

    Leider ist nirgends erwähnt, warum der DFB den Spielort Lotte nicht zugelassen hat. Ich vermute mal, wegen dem anderen Bundesland. Wobei Hannover für die Oldenburger Fans auch besser mit der Bahn erreichbar ist.


    Fussballromantiker


    Spiele nach 18.30 Uhr sind wegen der Anwohner nicht erlaubt. Die bisherige Flutlichtproblematik betrifft aber wohl nicht nur Abendspiele. Habe kürzlich gelesen, dass das Flutlicht teilweise auch tagsüber auf Verlangen von TV-Anstalten eingeschaltet werden muss, insbesondere bei Sonnenschein. Hintergrund sind wohl gleichmäßigere Lichtverhältnisse durch das Flutlicht.

    Danke für die Info! Dass das Flutlicht auch wegen TV-Übertragungen benötigt wird, war mir nicht klar.
    Wenn ich den Artikel aber richtig verstehe, ist man zumindest hinsichtlich eines mobilen Flutlichts zuversichtlich, sofern vom Verkehrsamt grünes Licht erteilt wird.

    Am problematischsten bleibt also das Thema "Lärmschutzgründe" und "Abendspiele" generell, also unabhängig vom Flutlicht, was vor allem Spiele am Freitag und Montag in Oldenburg nicht durchführbar macht.

    Vor drei Wochen wäre mein Favorit der Zweitplatzierte aus Baden-Württemberg gewesen, weil sowohl die Stuttgarter Kickers als auch die SGV Freiberg einen höheren Etat haben und somit auch stärkere Einzelspieler als die Zweitplatzierten aus Hessen und RLP-Saar.
    Nun ist aber in den letzten drei Wochen viel passiert:
    In Hessen verliert Stadtallendorf überraschend das Saisonfinale. Für den Kopf natürlich sehr bitter.
    Sportlich kann ich Stadtallendorf nicht einschätzen, mein Gefühl sagt mir aber, dass die Hessenliga etwas schwächer ist als die anderen beiden Oberligen. Der Vorteil für Stadtallendorf besteht aber darin, dass sie ausgeruht ins erste Spiel gehen.
    Die Stuttgarter Kickers erlebten ein ganz dramatisches Saisonfinale mit starken Parallelen zur Schalker "Meisterschaft der Herzen". DIe entsprechenden Videos habe ich mir angeschaut, kann mir nicht vorstellen, dass man das als Spieler so schnell verdrängen kann. Wobei: Die blauen Stuttgarter werden ihre Mannschaft wieder zahlreich unterstützen und das Waldaustadion füllen. Es könnte von Vorteil sein, nach dem "Nackenschlag" (Zitat Degerlocher ) ein Heimspiel zu haben, denn die Fans werden die Spieler bedingungslos nach vorne treiben.
    EIntracht Trier war vor drei Wochen im Spiel gegen Worms bis zur 94. Minute raus aus dem Aufstiegsrennen und erlebte dann ein Spiel, was wohl keiner der Anwesenden (mich als Wormser eingeschlossen) jemals vergessen wird. Generell bewiesen die Trier während der gesamten Runde, dass sie Mentalität haben und jederzeit in der Lage sind, ein Spiel zu drehen. Dies und die gesamte Stimmung in Trier spricht meiner Meinung nach derzeit für Eintracht Trier, weswegen diese mein leichter Favorit für die Aufstiegsspiele sind.

    Grundsätzlich kann ich aber mit allen drei Vereinen in der Regionalliga gut leben, wie SVE-Torsten an anderer Stelle schon schrieb, wären vor allem Trier und Stuttgart (blau) eine absolute Bereicherung für die Regionalliga Südwest und gehören hinsichtlich ihres Umfeldes raus aus der Oberliga.