Die haben das Stadion als "Klotz am Bein". Vielleicht muss man hier trotz aller Liebe und Tradition konsequent und realistsch sein. Wie siehts in NK mit kommunalen Plätzen und ggf. Ausbaumöglichkeiten aus?
Nein, so leicht kommen die mir nicht davon!
Kommunale Plätze in der zweitgrößten Stadt des Saarlandes? Mir fallen gerade 2 weitere ein. Die Plätze der Vororte und Nachbargemeinden zähle ich nicht mit. Es gibt die oben erwähnte Schulsportanlage, die so ziemlich jeder Verein nutzt, den es in NK noch gibt. Wäre für diese Borussia Stand jetzt auch schon überdimensioniert.
Dann gibt es noch die Lakai. Ob die überhaupt noch genutzt wird, weiß ich nicht. Würde die Borussia das Gelände nutzen, müsste sie beten, dass kein Badewetter ist. Den Parkplatz müsste sie sich nämlich mit dem benachbarten Schwimmbad teilen. Wobei, das Schwimmbad war auch so ein teurer Rohrkrepierer unserer Stadtoberen. Da hätte die Borussia sogar noch Glück gehabt.
Nehmen wir an, die Borussia ginge in die Lakai. Warum sollte man ausbauen? Zumal man überhaupt noch nicht weiß, ob es zumindest in der untersten Liga für die weiter geht.
Nehmen wir dazu an, sie legen einen glorreichen Durchmarsch aufs Parkett, wer soll den Ausbau bezahlen? Eine Stadt, der 70.00/Jahr Unterhaltskosten für einen Spielbetrieb im Ellenfeld zuviel sind?
Oder eine Borussia, die mangels Durchblick in den oberen Etagen nicht einmal mehr die jährlichen Unterhaltskosten für das Ellenfeld aufbringen kann?
Aber ich komme darauf zurück, auch der Knebelvertrag in Sachen Ellenfeld ist ein hausgemachter Vertrag. Die sollen aufhören, die Schuld immer bei anderen oder der Stadt zu suchen. Diese Borussia hat es ganz alleine verbockt. Ein ehemaliger Vorsitzender brachte es auf den Punkt. Ich ziehe ihn aber nicht als Quelle heran.
Es gibt Zeitgenossen, die zogen die Strippen schon beim Stadionverkauf. Und die sind heute die grauen Eminenzen im Hintergrund, die noch immer ihre Entourage in Vereinsgremien platzieren. Die Borussia verstand es nie, sich von diesen Personen zu emanzipieren. Obwohl auf den Rängen seit Jahrzehnten vom "Totengräber der Borussia und seiner Clique" gesprochen wird
Von daher, selber schuld!
Ich habe Jahrzehnte meines Lebens mit diesem Verein mitgefiebert.
Und ich war auch gerne dabei, die Schuld bei anderen zu suchen. In einem wirklich schmerzlichen Prozess müsste ich erkennen, dass andere nicht schuld an der Misere der Borussia sind! Es sind die Zuschauer, die wider besseren Wissens zu den Spielen kommen, es sind die Mitglieder, die sich alles bieten lassen. Alle lassen sich seit Jahrzehnten von diesen grauen Eminenzen und ihrer Entourage an der Nase durch die Manege ziehen. Es gibt in diesem Verein keinen Platz für eine Opposition neben "dem Totengräber der Borussia und seiner Clique". Jeder, der anderer Meinung ist, wird aus dem Verein gedrängt.
Der Verein hat es selbst gestern nicht verstanden, wer für dieses Desaster verantwortlich ist.