Beiträge von Koebes van Burgh

    Gestandene Regionalligaspieler ziehen weiter wenn der Etat verbraucht ist , Infastruktur bleibt:)

    Das finde ich zu einfach und muss da 100% Schwatter Norden beipflichten.

    Wir sollten nicht Spieler gegen Infrastruktur ausspielen (das entspräche dem Diskussionsniveau von MiB). Dann könnten wir auch die Autos abschaffen, um uns die Straßen zu sparen.

    Die Herausforderung besteht sicherlich darin, die richtige Balance zu finden zwischen Spieler (Kosten) und Stadion (Investitionen, die allerdings ebenfalls Zins- und Abschreibungskosten nach sich ziehen). Dabei sogar einzelne Spieler beim Namen zu nennen, finde ich wenig hilfreich.

    Auch aus finanzstruktureller Sicht halte ich es für unterkomplex, Spieler und Infrastruktur als Alternativen zu betrachten, weil der laufende Spielbetrieb aus anderen Töpfen finanziert wird, als Investitionen in Infrastruktur.

    Eine Chronologie der letzten Monate:

    (...)


    Ich halte die Kommunikation nicht nur für unprofessionell, sondern in Teilen auch intransparent und in Einzelfällen unehrlich.

    Zunächst einmal vielen Dank für die detaillierte Chronologie.

    Man könnte sicher schon weit vor dem 03.04.2025 anfangen, die Ereignisse aufzulisten. Ohne Frage: es wurden Fehler in der Kommunikation begangen. Es mangelt an Transparenz, Stringenz und Klarheit, sprich: Professionalität. Das fällt dem Verein jetzt vor die Füße, wie wir in diesen Tagen leider miterleben müssen (wobei mir MiB ziemlich egal ist, aber das ist ein anderes Thema). Aber mit Verlaub: Deinen Vorwurf der Unehrlichkeit halte ich für überzogen. Ich finde, man macht es sich zu einfach, mit dem Wissen von heute vom heimischen bequemen Sessel aus die Kommunikationsfehler zu sezieren und dabei gleichzeitig Unaufrichtigkeit zu unterstellen. Damit schwingt der Vorwurf mit, hier würde bewusst getäuscht und vertuscht.

    Die Rubrik „Station am Hünting“ gibt es seit 2006 und Dein Post trägt die laufende Nummer #1.540. Man wird sicherlich unzählige weitere Brüche in der Kommunikation der letzten 19 Jahre finden. Aber das ist verschüttete Milch und hilft niemandem weiter. Schließlich wollen wir doch alle das gleiche: Dass es am Hünting voran geht.

    Das nächste Spiel ist immer das schwerste. Nach einem gelungenen Auftakt gegen den 1. FC Köln II kommt es schon am 2. Spieltag zur Begegnung mit dem hochgehandelten FC Gütersloh und damit zu einer echten Standortbestimmung. Verdient diese Begegnung schon das Prädikat Spitzenspiel?

    Mit dem 0 : 2 bei RWO haben die Ostwestfalen jedenfalls ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Die Art und Weise, wie der Sieg zustande kam, lässt aufhorchen. Der FCG hatte sicherlich an der ein oder anderen Stelle auch das Glück auf seiner Seite. Aber vor allem war der Sieg das Ergebnis eines klaren Matchplanes. RWO machte das Spiel, der FCG stand tief, schaltete blitzschnell um und brachte die Bälle immer wieder gefährlich vor das Oberhausener Tor. Der FCG scheint also nahtlos an seine beeindruckende Vorsaison anzuknüpfen. Der Kader der Vorsaison konnte im Großen und Ganzen zusammengehalten werden. In der Spitze musste man allerdings mit Phil Beckhoff, Allan Dantas und Sandro Reyes den Abgang von drei wichtigen Leistungsträgern verkraften. Mit 8 Neuzugängen wurde der Kader wieder komplettiert, darunter erfahrene Spieler wie Fynn Arkenberg von H96 II oder Jan-Lukas Liehr vom Ligakonkurrenten SCW. Schon in der Vorbereitung erzielte der FCG gute Ergebnisse. Gegen den Nord-Regionalligisten Blau-Weiss Lohne und den Drittligisten VfL Osnabrück gelangen Siege. Niederlagen gab es gegen den VfL Oldenburg und den SC Verl, gegen den auch die Schwatten getestet haben. Hinsichtlich der Saisonziele gibt man sich beim FCG noch bedeckt. Die Ostwestfalen werden aber regelmäßig zum illustren Kreis der Clubs gezählt, denen man den im Meisterschaftsrennen eine wichtige Rolle zutraut. Auf ein echtes Highlight darf sich der FCG am 15.08. freuen, wenn man in der 1. Runde des DFB Pokals Union Berlin erwartet. Das Spiel ist selbstverständlich schon ausverkauft.

    Für die Schwatten wird es wichtig sein, vor dem gegnerischen Tor effizienter zu agieren. Man wird sicherlich nicht so viele Torchancen erhalten, wie noch gegen den 1. FC Köln. Wenn sich hier der 1. FC Bocholt verbessert, dann ist alles drin. Gespannt sein darf man darauf, ob die Neuzugänge Maxi Jansen und Jonas Carls es in den Kader schaffen. Wenn die Jungs alle fit sind, dann stehen dem Trainer wirklich viele Optionen offen.

    Inhaltlich wird in dem Brief wenig Neues mitgeteilt. Dass es an irgendeiner Stelle hakt, ist offensichtlich und sollte niemanden wirklich überraschen. Wer schon einmal ein Haus gebaut hat, der weiß, welche Widrigkeiten auftreten können. Jetzt in Schnappatmung zu verfallen hilft niemandem. Also: keep calm and carry on.

    Das sehe ich etwas anders. "Neu" sind die offenen Finanzierungsfragen. Die monatelang benannten anderen Gründe waren also nur vorgeschoben. Man konnte es erahnen, jetzt ist es klar.

    Der Verein musste der Stadt einen Finanzierungsplan vorlegen (steht so im Beschlusstext vom letzten Jahr). Was hat man da denn bitte vorgelegt, wenn fast 1.5 Jahre später immer noch nicht die Finanzierung steht?! Zumal die Stadt nun mit dem Flutlicht in Vorleistung gegangen ist.

    Sorry, aber das klingt in meinen Ohren alles ein wenig zu alarmistisch. Ein Finanzierungskonzept 1.0 muss beizeiten überarbeitet werden, weil sich Rahmenbedinungen verändern. Beim Flutlicht haben sich z. B. Probleme bei der Tragfähigkeit des Bodens ergeben, die sicherlich auch zu Mehrkosten geführt haben. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Finanzierung der nächsten Ausbauschritte. Wenn sich dann als nächstes technische Herausforderungen bei der Tribüne zeigen, dann erfordert dies ein Finanzierungskonzept 2.0, Wenn dann auf der Einnahmenseite (sprich: seitens der Sponsoren) etwas wegbricht, dann 2.1. Wenn dann nach 1,5 Jahren Preise steigen, dann 2.2 usw.

    Wir sollten uns bei Projekten dieser Größenordnung davon verabschieden, dass ein Plan 1.0 eins-zu-eins umgesetzt wird. Das halte ich weder für schändlich, noch für skandalös, sondern für Normalität. Zugegebenermaßen wurde dies unglücklich kommuniziert. Das schreibe ich privat als Häuslebauer und beruflich als Finanzcontroller.

    Dass sich der Verein heute geäußert hat, finde ich zunächst einmal anerkennenswert. Der offene Brief richtet sich direkt an die Fans und man hat nicht den Weg über die Presse gewählt. Auch das ist okay. Ich hoffe, dass darüber hinaus auch noch das direkte, persönliche Gespräch gesucht wird. Dann wäre die Kommunikation wirklich rund.

    Inhaltlich wird in dem Brief wenig Neues mitgeteilt. Dass es an irgendeiner Stelle hakt, ist offensichtlich und sollte niemanden wirklich überraschen. Wer schon einmal ein Haus gebaut hat, der weiß, welche Widrigkeiten auftreten können. Jetzt in Schnappatmung zu verfallen hilft niemandem. Also: keep calm and carry on.

    Den Fans jetzt mehr oder weniger direkt einen Vorwurf zu machen, ist ein starkes Stück!

    (...)

    Die Schuld hier jetzt 50:50 verteilen zu wollen, da fehlen mir echt die Worte.

    Sorry, falls ich mich hier missverständlich ausgedrückt habe. Ich möchte mir nicht anmaßen, darüber zu urteilen, wer hier wie viel Schuld trägt. Ich finde 'Schuld' ist keine Kategorie, die wir hier bemühen sollten. Vielleicht ist es eher 'Verantwortung', um die es hier geht.

    Der Verein hat die Verantwortung, seriös und transparent zu informieren. Hier bestehen eindeutig Defizite. Dies mit Spruchbändern vor und im Stadion einzufordern, ist das gute Recht der Anhängerschaft, zu der ich mich übrigens auch zähle. Die Anhänger haben m.E. aber auch die Verantwortung, hierbei die Mannschaft auf dem Platz nicht mit hinein zu ziehen. Das allein ist mein Kritikpunkt. Dass sowohl die Initiatoren des Protestes als auch die Verantwortlichen des Vereins mit ganz viel Herzblut hinter dem Verein stehen, steht für mich völlig außer Frage.

    Mein Appell an alle ist, den direkten und zivilisierten Gesprächsfaden zwischen Verein und Fans nicht abreißen zu lassen. Das ist die Verantwortung aller.

    Die Kommunikation rund um den nächsten Ausbauschritt ist ein Dilemma. Einerseits wurden in der Vergangenheit mehrfach Termine angekündigt, die aus verschiedenen Gründen nicht eingehalten werden konnten. Dies hat seitens des Vereins jetzt dazu geführt, dass man sich mit weiteren Ankündigungen nicht mehr zu weit aus dem Fenster lehnen möchte. Soweit – so verständlich. Andererseits wird durch Protestaktionen, wie wir sie gestern im und am Stadion zur Kenntnis nehmen mussten, erhöhten Druck auf die Verantwortlichen erzeugt. Ich hielte es für gefährlich, wenn der Verein dem Druck nachgeben würde, indem sie sich zu weiteren vagen Ankündigungen hinreißen ließe. Die Aktionen des Anhangs zu ignorieren, hielte ich allerdings auch nicht für geboten. Das Bedürfnis nach Transparenz ist größer denn je.

    Ein Tribünenbau im Jahre 2025 ist in jeder Hinsicht eine komplexe Angelegenheit, sowohl in rechtlicher, technischer, finanzieller, organisatorischer und schließlich auch in kommunikativer Hinsicht. Ich kenne selbstverständlich nicht alle Hintergründe, die sich auf den Zeitplan auswirken. Mein Eindruck ist jedoch, dass die Komplexität unterschätzt wurde und der Verein derzeit eine Lehrkurve erfährt. Der Verein braucht seine Anhänger, die Anhänger brauchen ihren Verein. Das sind zwei Seiten einer Medaille, eine Symbiose. Die einzige Möglichkeit, das Kommunikationsdilemma aufzulösen, ist Transparenz. Ich halte in dieser Situation aber weder Ankündigungen über die Presse noch offener Protest für die geeigneten Kanäle. Stattdessen sollte das direkte Gespräch gesucht werden um gegenseitiges Verständnis und Vertrauen wieder herzustellen. Dazu gehört vielleicht das Eingeständnis des Vereins, dass man die Widrigkeiten des Projektes unterschätzt hat. Dazu gehört aber auch das Eingeständnis der Anhängerschaft, dass man mit dem Protest etwas übers Ziel hinaus geschossen hat. Ein Supportboykott trifft m. E. die Falschen, nämlich die Mannschaft, die hier keine Verantwortung trägt.

    Also setzt Euch zusammen und sprecht miteinander!!

    Auf geht’s in die Saison 2025/26!! Kaum ein Verantwortlicher wird öffentlich bekennen, NICHT mit der Saisonvorbereitung zufrieden zu sein. Sicherlich gibt es immer etwas zu verbessern - sei es am Kader oder auf dem Platz. Im Regelfall lassen Trainer und Funktionäre aber verlauten, man sei mit dem Gang der Dinge sehr zufrieden und man fühle sich für die neue Saison gut gerüstet. Ist dem wirklich so?

    Im Falle des 1. FC Bocholt wurden sehr rechtzeitig namhafte Verstärkungen präsentiert, die aufhorchen lassen, die Ambitionen der Schwatten erkennen lassen und die Vorfreude auf die Saison aufkommen lassen. Die Resultate der Testspiele – sowohl gegen die klassenhöheren Gegner, als auch gegen die klassentieferen - lesen sich zufriedenstellend bis gut. Man muss jedoch auch feststellen, dass längst noch nicht alles rund lief und noch einige Fragezeichen bestehen blieben. Aus personeller Sicht sind hier die Verletzungen von Jeff Mensah, Paul Grave und Maxi Jansen zu nennen, die einer störungsfreien Vorbereitung etwas im Wege standen. Es folgte der bedauerliche Abgang von Marco Stojanovic, der seit gestern mit Jonas Carls kompensiert wurde (an dieser Stelle, alles Gute und vielen Dank an Stoja und herzlich Willkommen Jonas!). Schließlich sehe ich noch Vakanzen in der Spitze. Das jüngste Ergebnis gegen den SC St. Tönis fiel zwar standesgemäß aus, zeigte aber phasenweise auch, an welchen Stellen es noch hapert. Natürlich gehört es auch zum Geschäft, zu Beginn einer Saison die richtige Balance zu finden zwischen Fördern und Fordern. Und genau dafür sind Vorbereitungsspiele da. Da ist mir eine Generalprobe, die noch Defizite offenbart, fast noch lieber, also eine, bei der vermeintlich alles perfekt und rund läuft. Die Spannung muss hoch gehalten werden, niemand sollte in Selbstgefälligkeit verfallen.

    Dass es gleich zum Saisonauftakt gegen eine von sieben Zweitvertretungen geht, macht die Sache nicht einfacher. Die einzige Gewissheit ist die Ungewissheit über das, was uns erwartet. Die U23 des 1. FC Köln startet mit einem aufgeblasenen Kader aus 33 Spielern in die neue Saison. Mit 18 Zugängen, davon 7 aus der eigenen U19, und 11 Abgängen kann man bei den Kölnern getrost von einem größeren Umbruch sprechen. Mit einem Durchschnittsalter von knapp über 20 Jahren wirken die Schwatten dagegen auf dem Papier fast wie eine Altherren-Truppe. Man könne auch sagen: Erfahrung trifft auf Jugend. Ihre fünf Testspiele bestritten die Kölner allesamt gegen Regionalligisten. Das erste Spiel gegen den Neuling VfL Bochum II ging noch mit 1 : 4 in die Hose. Dann folgten aber drei Siege in vier Spielen gegen Südwest-Regionalligisten, zuletzt ein 2 : 1 gegen den TSV Steinbach-Haiger – immerhin der vierte der abgelaufenen Saison. Die junge Truppe scheint also trotz der zahlreichen Neuzugänge schon sehr gut eingespielt zu sein und steht offenbar schon voll im Saft.

    Ich spare mir jetzt darauf hinzuweisen, wie wichtig ein gelungener Saisonauftakt ist. Den Schwatten sollten die Ergebnisse der Kölner Warnung genug sein, dieses Spiel mit höggschte Konzentration anzugehen. Und wem das noch nicht reicht, der sei an das Auftaktspiel der vergangenen Saison erinnert, das die Schwatten mit 1 : 0 verloren – auch gegen eine Zweitvertretung. Und jetzt lasst die Spiele beginnen!!

    https://www.reviersport.de/fussball/regio…-favoriten.html

    In der traditionellen Trainerumfrage wird dem 1. FC Bocholt in dieser Saison offenbar einiges zugetraut. Offen gestanden kann ich mich dem auch nicht ganz entziehen und die Vorfreude auf die Saison steigt allmählich. Während viele Ligakonkurrenten teilweise größere Umbrüche vornehmen mußten, konnten die Schwatten ihren Kader nicht nur punktuell sonderen vor allem auch mit Qualität verstärken. Als Ziel einen einstelligen Tabellenplatz auszurufen, halte ich für Tiefstapelei. Ich bin mir sicher, dass intern andere Erwartungen kommuniziert wurden. Gleichwohl sehe auch ich aufgrund der aktuellen Verletzungen noch zwei Vakanzen. Dass wir im Sturmzentrum noch eine Alternative benötigen wurden ja bereits vielfach geäußert. Aber durch die unglückliche Verletzung von Jeff Mensah sehe ich uns in der Abwehr zum Saisonauftakt nach dem Weggang von Jarno Janssen sogar leicht geschwächt. Je nach Auftaktprogramm könnte sich diese unglückliche Konstellation noch als schwierig erweisen. Die Favoritenrolle sehe ich im übrigen auch bei Borussia Dortmund II. Mit den Möglichkeiten und dem Kader hätte die Truppe niemals absteigen brauchen. Hier zeigt sich aber auch, dass Erfolg und Kontinuität bei den Zweitvertretungen anders definiert wird. Hoffentlich ändert sich hier bald etwas.

    Warum sollte der Sportliche Leiter den Trainer unnötig unter Druck setzen ?

    Die Frage gebe ich weiter an den Teamchef 😉

    https://www.reviersport.de/fussball/regionalliga/a617480---regionalliga-west-reviersport-trainer-umfrage-bocholt-bvb-ii-sind-favoriten.html

    In der traditionellen Trainerumfrage wird dem 1. FC Bocholt in dieser Saison offenbar einiges zugetraut. Offen gestanden kann ich mich dem auch nicht ganz entziehen und die Vorfreude auf die Saison steigt allmählich. Während viele Ligakonkurrenten teilweise größere Umbrüche vornehmen mußten, konnten die Schwatten ihren Kader nicht nur punktuell sonderen vor allem auch mit Qualität verstärken. Als Ziel einen einstelligen Tabellenplatz auszurufen, halte ich für Tiefstapelei. Ich bin mir sicher, dass intern andere Erwartungen kommuniziert wurden. Gleichwohl sehe auch ich aufgrund der aktuellen Verletzungen noch zwei Vakanzen. Dass wir im Sturmzentrum noch eine Alternative benötigen wurden ja bereits vielfach geäußert. Aber durch die unglückliche Verletzung von Jeff Mensah sehe ich uns in der Abwehr zum Saisonauftakt nach dem Weggang von Jarno Janssen sogar leicht geschwächt. Je nach Auftaktprogramm könnte sich diese unglückliche Konstellation noch als schwierig erweisen. Die Favoritenrolle sehe ich im übrigen auch bei Borussia Dortmund II. Mit den Möglichkeiten und dem Kader hätte die Truppe niemals absteigen brauchen. Hier zeigt sich aber auch, dass Erfolg und Kontinuität bei den Zweitvertretungen anders definiert wird. Hoffentlich ändert sich hier bald etwas.

    (...) ja man könnte auch sagen leicht verarschend (...)

    Auch ich sähe lieber heute als morgen Fortschritte. Aber, sorry, das geht mir zu weit. Was hat man Dir denn weggenommen? Mit welchem Recht diskreditierst Du die Arbeit der wenigen hauptamtlichen und zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich jeden Tag den A**** aufreißen, um den Club zu entwickeln. Ich finde, die haben mehr Respekt verdient. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf die neue Saison.

    Keep cool and carry on :cool:

    Die Personalentscheidungen der vergangenen Tage lassen aufhorchen. Angefangen mit den Neuverpflichtungen von Patrick Kurzen und Maxi Jansen (beides gestandene RL Spieler), dann die Verlängerung mit Nicolas Hirschberger und schließlich die mit Lucas Fox. Die letztere hat mich besonders überrascht und gefreut. Dass sich unser Luxemburgische Sportsfreund für die Schwatten entschieden hat, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Ein Wechsel wäre für einen ambitionierten Fussballer ein nachvollziehbarer nächster Schritt, vor allem auch nach solch einer durchwachsenen Saison. Dass sich Lucas Fox, fernab seiner Heimat, ein weiteres Jahr für ein Provinznest wie Bocholt entscheidet, ist bemerkenswert und sagt viel aus, über den Zustand der Mannschaft, den Verein und das Umfeld. Übertroffen wurde all dies mit dem gestern verkündeten Transfercoup. Stipe Batarilo ist nicht Irgendeiner, sondern mit seinen technischen Qualitäten, seinem Mindset und seiner Erfahrung einer DER Unterschiedsspieler der RL West. In den einschlägigen sozialen Medien des SC Fortuna Köln bekommt man einen Eindruck von der allgemeinen Wertschätzung für Batarilo. Aber auch und gerade dort fragen sich die Anhänger: Warum gerade Bocholt?

    Die häufigste Antwort ist das Geld. Die Finanzen sind wichtig, aber das Geld allein dürfte nicht den Ausschlag gegeben haben. Fortuna Köln ist freilich ein klangvoller Name. Seit Jahren wird das Ziel ausgegeben, um die Meisterschaft mitzuspielen. Aber mehr als Platz 4. konnte seit ihrer Angehörigkeit zur RL noch nicht erreicht werden. Wenn man seit Jahren nur die dritte Kraft in einer Großstadt ist, dann sind auch dort die Möglichkeiten begrenzt. Keine andere deutsche Stadt mit über 500.000 Einwohner ist mit mehr als zwei Clubs in den Top-3-Ligen vertreten. Ich gehöre persönlich nicht zu den Lokalpatrioten, die behaupten: „Nörgens bäter as in Bokelt“. Aber eine fussballverrückte Stadt mit über 70.000 Einwohner, in der die Mieten gerade einmal halb so hoch sind wie in Köln, und zu der man schnell hin und wegkommt (wenn man nicht gerade Bahnfahrer ist 😲) braucht sich nicht hinter den anderen Städten der RL zu verstecken.

    Das wichtigste Argument neben dem Geld ist aber ist, dass der 1. FC Bocholt einer der wenigen Vereine in der RL West zu sein scheint, die über eine klare Zukunftsvision verfügen. Wenn wir das Sportliche einmal außen vor lassen, dann muss man dem Club attestieren, dass in den vergangenen 12 Monaten wirklich beachtliche Fortschritte hinsichtlich Personalstrukturen, Infrastruktur, Sponsorenumfeld, Nachwuchsarbeit etc. geleistet wurden. Wenn Christopher Schorch als Zielsetzung für die kommende Saison „nur“ einen einstelligen Tabellenplatz ausgibt (siehe Am Ball), dann halte ich das für taktische Tiefstapelei, die kaum dem tatsächlichen Anspruch der Mannschaft entsprechen dürfte. Aber das halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für okay. Interne und externe Zielsetzungen dürfen sich unterscheiden. Die Planungen sind noch im vollen Gange und man darf gespannt sein auf das, was noch kommt. Ich freue mich schon jetzt auf die kommende Saison.

    Am vergangenen Samstag ist wahrlich Historisches geglückt: Der letzte Schwatte Sieg im Niederrheinstation liegt schon über 30 Jahre zurück. Es war am 12.09.1993 am 5.Spieltag der Oberliga Nordrhein unter Jupp Tenhagen. Mit dabei waren Legenden wie Uwe Vengels, Harald Katemann, Frank Scharf, Frank Kirn, Rambo, Scheppo und wie sie alle heißen… War eine starke Truppe. Wir beendeten diese Saison mit dem 4. Platz und qualifizierten uns für die Regionaliga West/Südwest. RWO blieb danach ein weiteres Jahr in der dann viertklassigen Oberliga und stieg dann ebenfalls in die RL auf.

    Nach dem 2 : 1 gegen RWO geht es für die Schwatten jetzt tatsächlich nur noch um die Goldene Ananas. Der Sieg im Niederrheinstadion gibt nicht nur endgültig Planungssicherheit sondern tut auch der geschundenen schwatten Seele gut. Auch wenn noch zwei Spiele zu bestreiten sind dürfen jetzt die ersten Resümees gezogen werden.

    Die Glückwünsche an den verdienten Meister und Aufsteiger MSV Duisburg sind schon längst raus. Gut für den MSV, nächste Saison wieder drittklassig zu spielen. Allerdings dürfte es für die Meidericher in der kommenden Saison nicht einfach werden. Trotzdem viel Glück dabei. Schade allerdings, dass damit die Regionalliga eines ihrer Zugpferde verliert. Die einzigen Clubs, für die in der kommenden Saison die Gästebereiche bereitgehalten werden müssen, sind damit Fortuna Köln, RWO, FC Gütersloh, der WSV und natürlich der 1. FC Bocholt. Es wird also höchste Zeit, dass sich etwas ändert.

    Offen gesagt bin ich ein wenig froh darüber, dass diese Saison endlich zu Ende geht. Was die Schwatten auf und neben dem Platz teilweise abgeliefert haben, war manchmal schwer zu ertragen (z.B. das 1 : 4 bei den SF Lotte oder das Pokalaus beim wahrscheinlichen OL Absteiger Union Nettetal), aber manchmal auch spektakulär (z.B. das 5 : 4 beim 1. FC Köln oder das 5 : 1 beim WSV). Das Highlight der Saison war zweifellos das Spiel beim MSV vor drei Wochen mit über 1.200 Schwatte on Tour. Auch bei RWO war die Resonanz beachtlich. Wenn die Saison sportlich auch unbefriedigend war, so täuschte sie nicht darüber hinweg, dass die Stadt und die Region weiterhin richtig Bock hat auf höherklassigen Fussball hat. Deshalb spüre ich schon jetzt so etwas wie Vorfreude auf die kommende Saison, die hoffentlich positive Spannung bringt.

    Jedem ist klar, dass die Ansprüche des 1. FC Bocholt inzwischen höher sind als ‚nur‘ der Klassenerhalt. Die ersten beiden Neuverpflichtungen weisen schon vorsichtig in die Richtung, in die es gehen soll und man darf gespannt sein, welche Namen noch folgen werden. Mindestens ebenso wichtig wird es sein, Leistungsträger für die kommende Saison zu halten bzw. zu ersetzen. So laufen beispielsweise die Verträge von Lucas Fox, Raphael Assibey-Mensah, Jarno Janssen, Isaak Akritidis oder Niklas Hirschberger aus. Erstgenannter fühlt sich verständlicherweise zu Höherem berufen und ich hätte Verständnis für jede Entscheidung. Letztgenannter ist für mich DIE positive Überraschung der letzten Wochen und ich wünsche mir, dass er uns weiterhin erhalten bleibt. Die anstehenden Personalentscheidungen sind daher fast noch spannender als die verbleibenden zwei Spiele.

    Die zu Ende gehende Saison verdient aber auch das Prädikat „denkwürdig“, wegen der drei „unsportlichen Absteiger“. Über die ist eigentlich bereits alles gesagt und ich möchte mich damit nicht mehr aufhalten. Offen ist allerdings noch, ob es noch einen vierten Absteiger geben wird. Für den BVB II wird es jetzt noch einmal richtig eng – und damit auch für den derzeitigen 15., unseren nächsten Gegner, den SV Hohkeppel. Auch wenn die Zweitvertretungen der Proficlubs die Attraktivität der Regionalliga nicht unbedingt steigern - der SV Hohkeppel hat mit seinen Geisterspielen in Düren diese Unattraktivität nochmals unterboten. Wenn ich mich zwischen den BVB II und den SV Hohkeppel entscheiden müsste, dann würde ich immer den BVB wählen. Ein Spiel auf Rote Erde wäre es wert. Außerdem wäre ein „kleines“ Revierderby eine nette Sache in Ermangelung des Originals. Die Schwatten haben in ihrem letzten Heimspiel also die Möglichkeit, daran mitzuwirken. Deshalb verzichte ich gerne auf die Goldene Ananas und wünsche mir stattdessen zum Abschluss noch einen überzeugenden Heimsieg (zu viele waren es ja leider nicht).

    Der letzte Sieg dieses seltsamen Clubs liegt inzwischen schon 7 Spieltage zurück und gelang ausgerechnet im „Heimspiel“ gegen RWO. Im übrigen weist der SV Eintracht Hohkeppel aber eine ziemlich miserable Bilanz auf und zuletzt deuteten sich sogar Auflösungserscheinungen an. Anders ist das 0 : 5 gegen den Tabellennachbarn Schalke 04 vom 31. Spieltag nicht zu erklären. Mit 61 Gegentoren ist der SV Hohkeppel die einzige Mannschaft, die bisher mehr Tore kassiert hat, als die Schwatten. Mein Appell an die Mannschaft lautet daher: Reißt Euch noch einmal zusammen und zeigt uns, dass ihre es besser könnt, als wir es leider zu oft erleben mussten. Euer Heimpublikum wird es Euch danken. Und anschließend viel Spaß bei der Schwarz-Weißen Nacht!!

    Dass vier Spieltage vor Saisonende auch dem KFC Uerdingen die Luft ausgeht kommt wenig überraschend. Trotzdem ist es der vorläufig negative Höhepunkt dieser bizarren Saison. Wie es mit dem 1. FC Düren weitergeht ist noch mehr als fraglich. Der MSV Duisburg ist mit dem Rückzug quasi am Grünen Tisch Meister geworden. Der WSV wird in seinem positiven Lauf ausgebremst, die Schwatten haben jetzt 6 Punkte weniger auf dem Konto, der Pechvogel Thomas Gösweiner hat drei Tore weniger auf seinem persönlichen Konto (gute Besserung an dieser Stelle!), Gelbe und Rote Karten aus den Spielen gegen den KFC und TS Dortmund sind entweder hinfällig oder wurden bereits abgesessen. Spieler, die in den annullierten Spielen ihre Knochen hingehalten und hierbei vielleicht sogar Verletzungen erlitten haben beißen sich jetzt dafür in den A****. Die Liste der Wettbewerbsverzerrungen könnte noch fortgesetzt werden. Man stelle sich nur vor, was jetzt passieren würde, wenn es an der Tabellenspitze enger zugehen würde und die eine oder andere Mannschaft aufgrund dieser Verwerfungen ihre Plätze gewechselt hätten? Aber genau das passiert gerade im Tabellenkeller.

    Dem KFC Uerdingen und TS Dortmund weine ich keine Träne nach. Beim 1. FC Düren tut es mir nur leid um die Fans, aber nach der Zirkusnummer mit dem Spielercasting hat auch dieser Verein nichts mehr in der Regionalliga zu suchen. Aber für das, was dann noch kommen könnte braucht es eine Härtefallregelung des Verbandes, in der Form, dass der 15. Tabellenplatz zum rettenden Tabellenplatz erklärt wird, unabhängig davon, wer aus Liga 3 möglicherweise noch absteigen könnte (Aachen und Dortmund müssen noch kämpfen). Wer jetzt denkt, dass wäre Wettbewerbsverzerrung, dem möchte ich sagen: Sorry, die Saison ist ohnehin zu einer Farce verkommen. Ganz schnell vergessen!!

    1. FC Bocholt verpflichtet Patrick Kurzen | 1. FC Bocholt 1900 e. V.

    Herzlich Willkommen Patrick Kurzen!!

    Ich finde es bemerkenswert, dass die Schwatten einen erfahrenen und renommierten Spieler, wie Patrick Kurzen gewinnen konnten. Als ersten Neuzugang für die Saison 2025/26 gleich so einen Kaliber zu präsentieren, stimmt mich zuversichtlich auf das, was noch kommt.

    Den zahlreichen Kommentatoren in den sozialen Medien, die auf die Probleme in der Defensivabteilung verweisen, sei mitgeteilt, dass dies sicherlich nicht die einzige Verpflichtung für die kommende Saison sein wird. Also bitte fair und sachlich bleiben. Patrick Kurzen kann am allerwenigsten dafür, dass wir in den letzten Spielen acht Dinger bekommen haben.

    Sportlich betrachtet war das letzte Spiel gegen die SF Lotte leider ein kleiner Rückschritt. Auch wenn es ein höchst unterhaltsames Spiel war, offenbarte sich die Hintermannschaft der Schwatten leider wieder sehr fehleranfällig. Aber dazu ist eigentlich schon alles gesagt. Weiter geht’s also gegen den FC Güterloh im Heidewaldstadion, einem Gegner, der es in sich hat.

    Der FC Güterloh spielt eine phänomenale Saison. Nach einem klassischen Fehlstart mit vier Niederlagen in vier Spielen standen die Ostwestfalen auf dem 18. Tabellenplatz. Seitdem rollen sie das Feld von hinten auf, spielen von Spiel zu Spiel gefestigter und konstanter. Auch als es nicht so gut lief, blieben die Gütersloher ruhig und vertrauten auf ihr Personal. Man überwinterte auf dem 10. Platz, Winterzugänge gab es keine und seit Beginn der Rückrunde wird geliefert. In den bisherigen elf Spielen der Rückrunde sind sie noch ohne Niederlage bei neun Siegen und nur zwei Unentschieden. Würde man die ersten vier Spiele ausblenden, dann wäre der FCG ein Meisterschaftsanwärter. Der MSV Duisburg wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit an diesem Osterwochenende den Deckel drauf machen. Aber auch beim FCG feilt man schon eifrig am Personal für die kommende Saison. Die Verträge des gesamten Trainerteam um Chefcoach Julian Hesse wurden verlängert und sorgen an der Seitenlinie für Konstanz. Auch auf dem Platz wurden die ersten Verlängerungen verkündet und sogar schon der erste Neuzugang. Man wird also in der kommenden Saison den FC Güterloh auf dem Zettel haben müssen.

    Die Schwatten erwartet also ein Gegner, der sich in seiner derzeitigen Form mindestens auf dem Niveau des MSV Duisburg und der SF Lotte befindet. Möchte man aus GT etwa mitnehmen, dann müssen wir vor allem hinten wieder stabiler stehen. Es ist natürlich eine Binsenweisheit, dass man nichts gewinnen kann, wenn man sich vier Dinger einfängt und das Defensivverhalten wird sicherlich in dieser Woche ein Trainingsschwerpunkt sein. Ich erwarte daher ein Spiel ähnlich wie gegen Duisburg. Die Schwatten werden wieder etwas tiefer stehen und in ihren Offensivbemühungen eher auf Konter setzen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Formstärke könnte ich mit einem Unentschieden gut leben. Wichtig wäre auch ein Auftritt, der dabei hilft, die Stimmung hochzuhalten – gerade auch im Hinblick auf die Planungen für die Saison 2025/26.

    Immer noch völlig geflashed von dem, was wir am vergangenen Freitag in Duisburg erleben durften und wie sich die Schwatten und ihr Anhang der Welt präsentiert haben, steht am kommenden Freitag die Flutlichtpremiere an. Unterm Strich stand gegen den MSV zwar „nur“ ein Punkt, aber an den wird man sich noch lange erinnern.

    Mit diesem Spiel wurde ein ganz starkes Signal in die Welt geschickt, über welches Potential der 1. FC Bocholt, unsere „beschauliche Stadt“ 😉 und die gesamte Region verfügt. Wenn der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt wird, dann ist hier noch so vieles mehr möglich. Dank für einen in jeder Hinsicht gelungenen Auftritt gebührt allen Beteiligten: Der Mannschaft und dem Trainerteam für ein leidenschaftliches Spiel, allen anderen Verantwortlichen des 1. FC Bocholt für die Organisation (es wird leider viel zu häufig vergessen, dass auch Auwärtsspiele mit einem gewaltigen Aufwand verbunden sind), die Fanclubs für die logistische Meisterleistung (wann hatten wir zuletzt so viele Fanbusse auf der Straße?), an die Brigade für die Organisation und Durchführung eines Auswärtsauftrittes, wie ihn die Schwatten noch nie präsentiert haben. Und schließlich an alle, die ich vergessen habe.

    Ein starkes Signal ist auch die gestrige Personalentscheidung, auch die kommende Saison mit Christopher Schorch als Teamchef zu bestreiten. Ich muss gestehen, dass auch bei mir zu Beginn die Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Entscheidung überwogen. Inzwischen komme ich aber immer mehr zu der Auffassung, dass die Vorteile überwiegen. Christopher Schorch ist offenbar nicht für die Tribüne gemacht. Dort würde er aber hingehören, wenn ein neuer Trainer die Mannschaft übernehmen würde, da es anderenfalls nur eine Frage der Zeit wäre, bis es an der Seitenlinie wieder zu einem Autoritätsproblem kommen würde. Die Chemie zwischen Schorch, der Mannschaft und dem erweiterten Trainerstab scheint zu stimmen. Insbesondere in Gabriele Benedetto setze ich Hoffnung. Wir haben jetzt Anfang April und quasi Planungssicherheit für die weiteren Gespräche mit der Mannschaft. Darin sehe ich eine große Chance, wichtige Leistungsträger auch weiterhin an den Verein zu binden bzw. frühzeitig am Transfermarkt tätig zu werden. Das alles mit der Zielsetzung, in der Saison 2025/26 maximalen Erfolg anzustreben.

    Moment mal? Was heißt hier eigentlich „maximaler Erfolg“? Auch wenn es ein wenig nach einer Worthülse klingt, interpretiere ich diese Formulierung auch als Kampfansage. Die Verantwortlichen haben nie einen Hehl daraus gemacht, wo mittelfristig die Reise hingehen soll. Warum sollte man sich also nicht selbstbewusst zeigen? Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der 1. FC Bocholt mit dieser Entscheidung „all in“ geht. Scheitert der Plan, dann besteht die Gefahr, dass Christopher Schorch an Reputation verliert. Im Erfolgsfall wird er Begehrlichkeiten wecken. Es ist also ein Gebot der Vernunft, weitere Strukturen aufzubauen, sowohl auf als auch neben dem Platz. Bei allem Respekt vor der Leistung von Christopher Schorch, darf der Club seine Entwicklung nicht von einer Person abhängig machen.

    Wenden wir uns jetzt dem kommenden Freitag zu. An das Hinspiel gegen Lotte habe ich leider nur schlechte Erinnerungen. Das 1 : 4 war nicht nur das Debüt von Sunay Acar, sondern leider auch die höchste Saisonniederlage, die zudem auch noch völlig unnötig war nach einigen nur schwer nachvollziehbaren Umstellungen. Aber das sollte abgehakt sein und darf die Mannschaft nicht belasten. Tatsache ist aber, dass die SF Lotte nicht nur der stärkste Aufsteiger dieser Saison ist, sondern auch aus ihren Ambitionen kein Geheimnis machen, auch im Hinblick auf die kommende Saison. Mit 52 Toren verfügt die Truppe vom Autobahnkreuz über den besten Sturm der Liga. Das 4 : 1 gegen die Schwatten war aus Lotter Sicht aber auch der vorläufige Höhepunkt eines fulminanten Saisonauftaktes, bei dem die Sportfreunde zwei Spieltage lang die Tabellenführung innehatten. Dann kam es jedoch zu einem Strömungsabriss. Es folgten fünf Spiele mit vier Niederlagen und inzwischen ist die Anfangseuphorie etwas verflogen. Die Ergebnisbilanz ist seitdem ausgeglichen und die Konstanz ist ein wenig abhanden gekommen, wobei die Niederlagen allesamt knapp ausfielen. Der aktuelle 5. Tabellenplatz ist der Lohn der Mühen und bis zum Saisonende wird es vermutliche weder nach oben noch nach unten viel Bewegung geben.

    Die Schwatten sehe ich derzeit mit den SF Lotte etwa auf Augenhöhe, wobei die Formkurve leicht für die Bocholter spricht. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Revanche sind also gegeben. Man wird aufpassen müssen, nicht ins offene Messer zu laufen, weil Lotte über mehrere sehr schnelle Offensivkräfte verfügt, die jederzeit bereit sind, Fehler zu bestrafen (bitte noch einmal das Hinspiel ansehen, auch wenn es weh tut). Wenn wir aber mental und physisch da weitermachen, wo wir in Duisburg aufgehört haben, dann könnte es klappen. Das wäre eine weiteres Signal für die anstehenden Entscheidungen der kommenden Wochen.