Beiträge von Klutsch

    Dürfen die Vornamen nicht mehr vergeben werden? :keineahnung1:

    Ich hätte da immer noch gern eine Antwort.

    Wie matz bereits schrieb, wurde der Ausdruck "Anjas und Tanjas" (also zumindest im Berliner Raum) 2006 als Synonym für in deutschen Landesfarben geschminkte Frauen verwendet.

    Ganz ähnlich wie z. B. die Ausdrücke "Ronny und Mandy" für Ostzonis oder z. B. "Anna und Arthur" für radikale Westlinke verwendet wurden.

    Auslosung 1. Runde: Do, 27.06.2024, 12.00 Uhr, YouTube-Kanal des DFB.


    Austragung: Die 1. Pokalrunde wird am selben Wochenende wie die 1. Pokalrunde der Männer ausgetragen.

    - 1. Runde: 17. bis 19. August 2024,
    - 2. Runde: 7. bis 9. September 2024,
    - Achtelfinale: 22. bis 24. November 2024,
    - Viertelfinale: 11. bis 13. Februar 2025,
    - Halbfinale: 22. bis 23. März 2025,
    - Finale: 1. Mai 2025.


    Einnahmen: Der DFB verdoppelt aufgrund eines neuen (zentralen) Pokalsponsors die Prämien. Im Gegensatz zu den Männern ist dieser Sponsor bei den Frauen aber erst ab dem Viertelfinale aktiv.

    - 1. Runde: 5.000 €;

    - 2. Runde: 7.500 €;

    - 3. Runde: 10.000 €;

    - Viertelfinale: 70.000 €;

    - Halbfinale: 80.000 €;

    - Finale:100.000 € (Verlierer), 150.000 € (Sieger).


    Teilnehmende Vereine und Kapitalgesellschaften


    1. Runde

    - SG 99 Andernach (qualifiziert als 2. Ligist),

    - Hertha Berliner Sport-Club (Nachrücker über die RL Nordost, da der RL-Meister in Liga 2 aufgestiegen ist),

    - 1. FC Union Berlin (qualifiziert als Aufsteiger in Liga 2),

    - FC Viktoria Berlin (Nachrücker, da der Pokalsieger Berlin bereits als RL-Meister qualifiziert ist),

    - DSC Arminia Bielefeld (Nachrücker über die RL West, da der RL-Meister in Liga 2 aufgestiegen ist),

    - VfL Bochum (qualifiziert als Aufsteiger in Liga 2),

    - BSG Stahl Brandenburg (Pokalsieger Brandenburg),

    - ATS Buntentor (Pokalsieger Bremen),

    - SV Elversberg (Pokalsieger Saarland),

    - 1. FFV Erfurt (Nachrücker, da der Pokalsieger Thüringen eine 2. Mannschaft ist),

    - FC Forstern (Nachrücker, da der Pokalsieger Bayern eine 2. Mannschaft ist),

    - ESV Rot-Weiß Göttingen (Pokalsieger Niedersachsen),

    - FSV Gütersloh (qualifiziert als 2. Ligist),

    - Hamburger SV (qualifiziert als 2. Ligist),

    - Hegauer FV (Pokalsieger Südbaden),

    - SV Hegnach (qualifiziert als Vizemeister der RL Süd),

    - SV Henstedt-Ulzburg (qualifiziert als Meister der RL Nord),

    - FC Ingolstadt (qualifiziert als 2. Ligist),

    - TuS Issel (Pokalsieger Rheinland),

    - Karlsruher SC (Pokalsieger Baden),

    - Kieler MTV (Pokalsieger Schleswig-Holstein),

    . SC Fortuna Köln (Pokalsieger Mittelrhein),

    - SV Eintracht Leipzig-Süd (Nachrücker, da der Pokalsieger Sachsen eine 2. Mannschaft ist),

    - 1. FC Magdeburg (als Magdeburger FFC Pokalsieger Sachsen-Anhalt),

    - 1. FSV Mainz 05 (qualifiziert als Meister der RL Südwest),

    - DJK Wacker Mecklenbeck (Pokalsieger Westfalen),

    - SV Meppen (qualifiziert als 2. Ligist),

    - Borussia Mönchengladbach (qualifiziert als 2. Ligist),

    - Kickers Offenbach (Pokalsieger Hessen),

    - FC St. Pauli (Pokalsieger Hamburg),

    - F.C. Hansa Rostock (Pokalsieger Mecklenburg-Vorpommern),

    - SC Sand (qualifiziert als 2. Ligist),

    - SC Siegelbach (Nachrücker, da der Pokalsieger Südwest bereits als RL-Meister qualifiziert ist),

    - VfB Stuttgart (Pokalsieger Württemberg),

    - VfR Warbeyen (Pokalsieger Niederrhein),

    - SV 67 Weinberg (qualifiziert als 2. Ligist).



    Ab der 2. Runde steigen die letztsaisonalen Erstligisten und die beiden besten Zweitligisten in den Pokalwettbewerb mit ein:

    - SV Werder Bremen,

    - MSV Duisburg,

    - SGS Essen,

    - Eintracht Frankfurt,

    - SC Freiburg,

    - TSG Hoffenheim,

    - FC Carl Zeiss Jena,

    - 1. FC Köln,

    - Rasenballsport Leipzig,

    - Bayer 04 Leverkusen,

    - FC Bayern München,

    - 1. FC Nürnberg,

    - 1. FFC Turbine Potsdam,

    - VfL Wolfsburg.

    Nach Rückkehr aus Schleswig-Holstein vom Aufstiegsrückspiel zur 2. Bundesliga empfingen am gestrigen Sonntagabend um 21.30 Uhr knapp 1.000 Unionfans die 1. Frauenmannschaft vor der AF, die sich dann (gemeinsam mit der ebenfalls aufgestiegenen Zweeten der Frauen) auf dem Balkon der AF feiern ließ. Rund 300 Unionfans hatten es zuvor, trotz der extemen Karten- bzw. Zuschauerbegrenzung und Entfernung, bereits ins Stadion von Henstedt-Ulzburg geschafft.

    Im Netz gibt es ein paar nette Videos von den Bierduschen nach dem Spiel im Stadion sowie vom Empfang an der AF. Sehr cool, wie die Frauen nach Ankunft mit einer fetten Bassbox aus dem Bus springen, in der nicht nur ein sehr bekannter Unionrocksong läuft, sondern die Spielerinnen diesen auch lautstark mitsingen.

    Der nachstehende Presseartikel hat recht, die Frauen haben mit dieser Saisonleistung, den beiden stimmungsvollen Spielen in der AF und der Rückkehr in Liga 2 größeres Interesse ausgelöst. Kein Vergleich zum letzten Aufstieg. Mal schauen, wie es nächste Saison weitergeht. Ich hoffe, dass zumindest die Spiele gegen Nürnberg, Gladbach, Bochum und den HSV terminlich in der AF stattfinden können.


    Union-Fans feiern ausgelassene Aufstiegsparty

    Der 1. FC Union darf gleich zwei Aufstiege feiern. Die Fußballerinnen haben einen echten Hype ausgelöst. Und der könnte noch eine Weile anhalten.

    ...

    Drei Neuverpflichtugen beim VfB Oldenburg:


    Vjekoslav Taritas: MIT GUTEM GEFÜHL ZUM VFB


    Liam Tiernan: ICH HABE RICHTIG BOCK


    Nico Mai: NEUZUGANG MIT LINKER VORLIEBE



    Saison 2024/25


    Abgänge

    Elsamed Ramaj (unbekannt), Aurel Loubongo (unbekannt), Kamer Krasniqi (Lotte), Justin Plautz (Drochtersen/Assel), Max Wegner (Jeddeloh), Marcel Appiah (Karriereende), Sebastian Mielitz (Werden Bremen II).


    Zugänge

    Vjekoslav Taritas (Phönix Lübeck), Liam Tiernan (Hannover 96 II), Nico Mai (Holstein Kiel II), Julian Meier (Phönix Lübeck), Willem Hoffrogge (Jeddeloh), Jason Tomety-Hermazro (Ottensen).

    Gestern nach längerer Zeit mal wieder ein Spiel der DFB-Auswahl geschaut. Gutes Spiel, wobei Schottland allerdings auch ein dankbarer Eröffnungsgegner war. Toni Kroos, so kurz vor seinem Karriereende, mit einer Top-Leistung.


    Ich werde paar EM-Spiele sicherlich gucken, aber groß interessiert mich das Turnier nicht. Die deutsche Nationalmannschaft hat mich nie interessiert, liegt aber vielleicht auch daran, dass ich mit Patriotismus nichts anfangen kann und ich Würgereize bekomme, wenn Menschen Perücken und Schminke mit Deutschlandfarben tragen. Bin ich froh, dass dieser Hype vorbei ist.

    Da bist du nicht alleine. :positiv2:

    Definitiv nicht alleine.

    Ist vielleich auch ein Alters- bzw. Generationsproblem. Die jüngere Generation geht damit einfach ungezwungener um.

    Wobei ich mich an überdrehten Patriotismus bzw. Nationalismus auch bei anderen Nationen störe. Beispielsweise bei den Türken, wo auch gerne mal die Fahne mit den 3 Sichelmonden verwendet wird oder beispielsweise den Kroaten, wo häufiger anstatt der aktuellen auch eine abewandelte Nationalfahne zu sehen ist.


    ...wenn Menschen Perücken und Schminke mit Deutschlandfarben tragen. Bin ich froh, dass dieser Hype vorbei ist.


    Die Zeit der sogenannten Anjas und Tanjas ist zwar vorbei, das gestrige Publikum hatte aber trotzdem schönen Eventcharakter. Ich musste bei den Gesängen durchaus schmunzeln.

    Nachdem 2024 zum 2. Mal der Sprung in Liga 2 verpasst wurde, steigt beim 2022 gegründeten Investmentprojekt Viktoria Berlin Frauen GmbH, laut aktuellen Presemeldungen, so langsam der Druck, um wie geplant bis 2027 die 1. Bundesliga zu erreichen.

    Und wie so häufig bei Investmentprojekten wird zur neuen Saison mal wieder angekündigt, fleißig in Spielerinnen, Staff und Brand-Marketing zu investieren, aber nicht in Steine. Zugleich beschwert sich die Projekt GmbH über schlechte Trainingsbedingungen. Dafür dient dann der Staat in Form von Senat und Bezirk als Adressat...

    Nicht mehr dabei ist mit der zurückgetretenen Sportdirektorin Ariane Hingst das bekannteste Gesicht des Projekts.

    Hauptkonkurrent in der nächsten Saison wird wahrscheinlich niemand in der RL Nordost, sondern mutmaßlich dann Hannover 96 in der Relegation sein, wo ebenfalls der Aufstieg in Bundesliga 2 das Saisonziel ist.



    Saison 2024/25



    Zugänge: Ivan Prtajin (<- SV Wehen), Leopold Querfeld (<- Rapid Wien)

    Abgänge: Robin Knoche (unbekannt), Brenden Aaronson (Leihende -> Leeds United), Jakob Busk (-> SønderjyskE Fodbold)


    Testspiele:

    Sa, 06.07.2024: BSG Chemie Leipzig - 1. FC Union Berlin, Alfred-Kunze-Sportpark Leipzig

    Sa, 27.07.2024: 1. FC Union Berlin - Glasgow Rangers F.C., Stadion An der Alten Försterei Berlin

    Fr, 09.08.2024: 1. FC Union Berlin - Real Sociedad de Fútbol San Sebastian, Stadion An der Alten Försterei Berlin

    ...

    Bleibt wo ihr seid. Das tut euch wohl besser als ein Ausflug in die mittlerweile auch schon bei den Frauen professionalisierte Welt " da oben".

    Ich habe nach dem Hinspiel in der Alten Försterei ein Presseinterview mit Malin Hegeler, der Kapitänin des SV Henstedt-Ulzburg gelesen. Neben der Beschreibung des erst- und wohl einmaligen Erlebnis vor so vielen Zuschauern zu spielen, wurde sie auch zur weiteren Professionalisierung des Frauenfußballs durch Männerbundesligavereine befragt. Diese Professionalisierung findet ihre absolute Zustimmung - auch wenn dies für Freizeitamateure wie Henstedt-Ulzburg bedeutet, wohl nie wieder über die Regionalliga hinauszukommen.

    Ich bin gespannt, wie lange sich z. B. noch Vereine wie Sand oder Gütersloh eine Liga höher halten. Von Gütersloh habe ich gelesen, dass die ihren Spielerinnen gerade einmal 100 € Aufwandsentschädigung im Monat zahlen, was teilweise noch nicht einmal zur Deckung der Fahrtkosten der Spielerinnen reicht. Und dies in Bundesliga 2!


    Das Bochumer Rückspiel auf dem Leichtathletikplatz. Schön geht anders, aber einfach mal vorgemerkt.

    Schade, dass das Ruhrstadion mehrere Tage durch einen in Bochum aufgewachsenen Sänger belegt ist. Wäre interessant gewesen, wie viele Zs gekommen wären. Der Leichtathletikplatz (1.500 Zs) war wohl sehr schnell ausverkauft. Belegt war im Hinspiel übrigens auch der Mainzer Bruchweg (EM-Trainingsstätte der Slowakei) weshalb bei Schott (max. 1.500 Zs) gespielt wurde.

    In Henstedt-Ulzburg ist das Beckersbergstadion mit 1.500 Zs erstmalig bei einem Frauenspiel lediglich 700 Zs ausverkauft. Mehr Zuschauer hat das örtliche Ordnungsamt nicht zugelassen. Es sollen wohl tatsächlich Unioner geschafft haben, sich über den stationären Verkauf im örtlichen Möbelmarkt Karten zu besorgen.

    Verstärkung für den Sturm

    IVAN PRTAJIN WIRD EISERN


    Der 1. FC Union Berlin verpflichtet den kroatischen Angreifer Ivan Prtajin. Der 28-Jährige wechselt vom SV Wehen Wiesbaden zu den Berlinern.

    ...


    Saison 2024/25



    Zugänge: Ivan Prtajin (<- SV Wehen)


    Abgänge: Robin Knoche (unbekannt), Brenden Aaronson (Leihende -> Leeds United), Jakob Busk (-> SønderjyskE Fodbold)


    Testspiele:

    Sa, 06.07.2024: BSG Chemie Leipzig - 1. FC Union Berlin, Alfred-Kunze-Sportpark Leipzig

    Sa, 27.07.2024: 1. FC Union Berlin - Glasgow Rangers F.C., Stadion An der Alten Försterei Berlin

    Fr, 09.08.2024: 1. FC Union Berlin - Real Sociedad de Fútbol San Sebastian, Stadion An der Alten Försterei Berlin

    Sehr überraschender Trainerrücktritt.

    Ich denke, die Spieler sind unzufrieden mit Terzic und auf Dauer ist das sicherlich nicht tragbar.

    Bis auf den Zwist mit Mats Hummels hat man da als Außenstehender nicht viel mitbekommen. Vielleicht hat die erfolgreiche CL-Saison dies auch einfach überdeckt.

    Sehr gutes Spiel der Union Frauen. Henstedt-Ulzburg wirklich bemüht, aber chancenlos. Für dieses Bemühen gab es nach dem Spiel verdienten Applaus von den Rängen für die Gäste. Obwohl das Heimteam natürlich ausgelassen gefeiert wurde. Stimmung in der AF sehr annehmbar und 18.045 Zs sind natürlich ein Top-Wert

    Wie aktuell der Presse zu entnehmen ist, sind die Gespräche zwischen dem VfB und Phönix Lübeck bzgl. der Lohmühle gescheitert. Allerdings hat der VfB Lübeck vom Abbruch der Gespräche wohl nur durch die örtliche Presse erfahren. So macht Phönix sich sicher keine Freunde...

    Beim Ostseestadion besteht hingegen das Problem, dass die Partie Hansa - Hertha ein Hochsicherheitsspiel ist und eine weitere Partie im Ostseestadion organisatorisch nur schwierig umsetzbar wäre. Jetzt soll es wohl das Volksparkstadion werden. Knackpunkt ist hier aktuell wohl noch die Miethöhe.

    Ich hatte nach der Pleite des FCR Duisburg einen Übergang zum VfB Homberg befürwortet und nicht zum MSV.

    Doch Homberg hätte sich als Amateurclub plötzlich mit der Bundesliga der Frauen auseinandersetzen müssen, wofür es beim VfB keinerlei Strukturen gab. Einzig die Spielstätte PCC-Stadion war gegeben, die sich der VfB und der FCR geteilt hatten.

    Unter dem "Dach" des MSV war die Frauen-Abteilung von Anfang an nur stiefmütterlich behandelt worden, zu groß waren seit 2013, nach dem Lizenzentzug der Männerprofis in Liga 2 die Unregelmäßigkeiten rund um die erste Männermannschaft.

    ...

    Zu schlecht für Liga 1, zu gut für Liga 2, lockte dann auch kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervor. Die Zeiten des FCR, als stets um die Meisterschaft gespielt wurde, mit Titeln und Pokalen, mehreren Nationalspielerinnen, und dem Höhepunkt des Europapokalsieges 2009, waren unwiederbringlich vorbei. Das was unter dem Dach des MSV an Frauenfussball in den letzten Jahren möglich war, war nicht einmal mehr ein Schatten des früheren FCR.

    ...

    Wenn ich mir was wünschen könnte, wäre es eine Neugründung eines Clubs in Duisburg, der sich ausschließlich auf Frauen- und Mädchenfußball konzentriert. Beim MSV wird das eh nichts mehr.

    Wäre es denn beim VfB Homberg besser gelaufen? Es gab doch Gründe, weshalb dem FCR das Geld ausginng.

    Aktuell sieht es im professionellen Frauenfußball doch so aus, dass ein Frauenfußballverein sich entweder durch genügend Sponsoren selber tragen kann oder einen Verein benötigt, der zwischen den Abteilungen (Männer, Frauen, Kinder/Nachwuchs) finanziell umschichten kann. Wäre der VfB Homberg denn dazu in der Lage gewesen?

    Ich habe kürzich gelesen, dass ein ambitioniertes Spielen in Bundesliga 2 mindestens ca. 500.000 € kostet. Und dies bei 3-stelligen Zuschauerzahlen und einer im Vergleich zur 1. Bundesliga geringen Sichtbarkeit für Sponsoren sowie ohne die TV-Gelder und die Zentralvermarktung der 1. Bundesliga, was wohl alleine bereits ca. 900.000 € pro Saison/Verein ausmacht.

    Ich glaube MSV-Boss Preetz, dass aus den erwähnten Sichtbarkeitsgründen für die 2. Liga kein ausreichendes Sponsoring gefunden wurde und ein Umschichten innerhalb der MSV-Familie nicht möglich ist. Auch über die Frauen von Jena, Meppen, Potsdam liest man von finanziellen Zwängen in Liga 2 und ebenso wie beim MSV, ist auch bei diesen Vereinen neben Sponsorenmangel ein finanzielles Umschichten zwischen Vereinsabteilungen entweder gar nicht oder nur sehr begrenzt möglich.

    Welche Alternativen bleiben da und wie sollte eine etwaige Neugründung diese grundsätzlichen Probleme lösen? Etwa wie beim Investorenprojekt der ausgelagerten Frauen von Viktoria Berlin? Oder soll der Frauenfußball generell wieder 2 Schritte in Richtung ambitionierten Amateurfußball zurückgehen?

    Das entspricht aber nicht der Wahrheit. Jeddeloh ist ein Verein mit richtig vielen Ehrenamtlern die gemeinsam Stück für Stück das Stadion ausbauen. Immer wieder haben sie Projekte, die durch die Zuschauer und Sponsoren durch zusammenschmeißen realisiert werden. Absolut Vorbildlich. Klar ist der Bley der Größte Sponsor, aber das haben die anderen Vereine auch, ist also nichts besonderes. Kein Regionalist hat wirklich weniger Geld zur Verfügung. Das als Spielzeug zu bezeichnen ist sicher nicht in Ordnung. Sonnst müsste man das bei jedem Verein, ich sage mal ab Bezirksliga, behaupten. Selbst bei Fürth oder Altona wird es solche Sponsoren geben, denn ohne sie geht es einfach nicht. Ich denke ein wenig mehr Respekt vor der Leistung die da gebracht wird halte ich für angebracht.

    Dies entspricht ebenfalls nicht der Wahrheit, sondern ist Schönfärberei. Wie blackcelebration korrekt schreibt, hätten die ohne Wurstfabrikant Bley niemals die Kreisebene verlassen. Und Manfred : ein reiner Amateurverein bräuchte wohl kaum eine ausgelagerte Fußball GmbH, u.a. mit Bley als Gesellschafter. An dieser Stelle lässt sich dann schon eher von Investor statt Sponsor sprechen.

    Maulwurf liegt allerdings auch nicht völlig falsch. Die haben z.B. auch zahlreiche Kleinsponsoren (zumeist aus dem nahen Oldenburg). Sicher auch, weil Wurstfabrikant Rolf Bley (Firmenumsatz ca. 60 Millionen) alleine auch nicht alles finanzieren kann oder will.

    Von Vorteil ist zudem die erwähnte Nähe zu Oldenburg, was den Spielern ermöglicht, in einer richtigen Stadt mit entsprechender Anbindung und Infrastruktur zu wohnen. Max Wegner, einer der bekanntesten Spieler des VfB Oldenburg, wechselt zur neuen Saison sicher nicht nach Jeddeloh II, weil im Ammerland die Luft sooo toll ist, dass er unbedingt dort wohnen und nebenbei für das ein oder andere Wurstbrot RL Nord spielen möchte.

    Für das Hinspiel des Duells Nordost vs. Nord wurden bisher knapp 15.000 Tickets abgesetzt. Beim Rückspiel wird es leider anders ausschauen. Der SV Henstedt-Ulzburg hat hinsichtlich seines erfolgreichen Frauenteams auf seiner Vereinshomepage weder Ergebnisse geschweige Vor- oder Spielberichte zu bieten. Ebenso gibt es Tickets nicht online, sondern nur stationär in einem Möbelhaus und in einem Fitnesscenter zu kaufen. Kein Wunder, dass der SV Henstedt-Ulzburg einen Zuschauerschnitt von 76 aufweist. Die 250 Gästekarten für das Rückspiel waren über Union sofort ausverkauft. Darüber, ob es eine Tageskasse im Beckersbergstadion geben wird, schweigt der SV H-U sich aus.


    Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga


    Sonntag, 09.06.2024, 14 Uhr


    Meister RL Nordost - Meister RL Nord

    1. FC Union Berlin - SV Henstedt-Ulzburg, Stadion An der Alten Försterei


    Meister RL Südwest - Meister RL West

    1. FSV Mainz 05 - VfL Bochum 1848, Kunstrasenplatz des TSV Schott Mainz



    Sonntag 16.06.2024, 14 Uhr


    Meister RL Nord - Meister RL Nordost

    SV Henstedt-Ulzburg - 1. FC Union Berlin, Beckersbergstadion


    Meister RL West - Meister RL Südwest

    VfL Bochum 1848 - 1. FSV Mainz 05, Leichtathletikplatz am Ruhrstadion



    Der Meister der RL Süd (SC Freiburg II) steigt direkt auf.