Beiträge von Fussballromantiker

    Mal unabhängig von den Zielen von Herrn Großkreutz. Die Summen, die Uerdingen nachbezahlen muss, sind ja schon enorm. Habe das zwar jetzt nicht nachgerechnet, aber über 1 Million Euro werden es sein. Ich frage mich, wie ein Drittligist - zumal in Zeiten von Corona - das finanziell kompensieren will?

    Ganz großer Fußballer mit ruinösem Lebensstil. Maradona bleibt für mich immer in Verbindung mit der "Hand Gottes"



    PS: 3 Tage Staatstrauer sowie Staatsbegräbnis - trotz aller Eskapaden und Drogenkontakte. Nicht einmal ansatzweise in Deutschland für "Kaiser" Beckenbauer vorstellbar.

    Was daran liegt, dass wir in Deutschland Persönlichkeiten ehren (möchten), die 100% korrekt lebten und handelten, was es so aber natürlich nicht gibt, da jeder Mensch Ecken und Kanten hat. Dies zeigt sich ja auch im Umgang mit Denkmälern und Ehrenbürgern. Vor allem in den letzten Jahren habe ich den Eindruck, dass es immer schwerer wird, das Wirken von bekannten Personen angemessen einzuordnen.

    Was gehobener Amateurfußball ist, darüber könnte man tatsächlich lange Diskussionen führen. Für mich sind die derzeitigen Regional-, Ober und vereinzelt auch Verbandsligen gehobener Amateurfußball. Denke aber, dass viele maximal die Oberligen als solchen bezeichnen würden.

    ...

    Ich spinne mal "worst case": Im Sommer geht Fürth mit einem sehr abgespeckten unerfahrenen Kader a la Bauer, Abiame, Kehr usw. in die Saison. Aber immerhin mit Lizenz, während andere die Segel strecken müssen.

    Ob Aue, Sandhausen und Co. noch dabei sein werden?

    Wie kommst du auf Aue? Die stehen dank des Präsidenten relativ solide da und sind (bzw. waren vor Corona) schuldenfrei. Bei Sandhausen mit Präsi Machmeier dürfte es ähnlich aussehen. Da würde es Vereine wie Nürnberg, Bochum usw. sicher härter treffen.

    Ich würde auch noch Osnabrück nennen, denn die hatten als Drittligist in den letzten Jahren nicht so große Möglichkeiten, ein finanzielles Polster anzulegen. Interessant fände ich auch, wie es bei Darmstadt, Karlsruhe und Braunschweig aussieht.

    Fürth vermeldet ein dickes Minus



    Sportlich glänzt die SpVgg Greuther Fürth aktuell mit überragenden Zahlen. In Sachen Finanzen aber musste das Kleeblatt ein dickes Minus vermelden...

    https://www.kicker.de/fuerth-v…ckes-minus-790592/artikel

    Für das neue Geschäftsjahr wird es ebenfalls ein Minus geben, da die Zuschauereinnahmen weiterhin fehlen und in dieser Saison noch mehr Spiele vor leeren Rängen ausgetragen werden müssen.

    Ich frage mich hierbei, wie "kleine" Vereine wie Fürth das wegstecken werden. Und die Fürther sind sicherlich besser aufgestellt als manch anderer Zweitligist, da sie für vernünftiges Wirtschaften bekannt sind und vielleicht auch durch das Jahr in der Bundesliga und Spielerverkäufe etwas auf dem Festgeldkonto anlegen konnten.

    Positiv war aber in den 90ern, dass die dritte Ebene dreigleisig, zeitweise sogar viergleisig war, wodurch der gehobene Amateurfußball deutlich breiter aufgestellt war als heute.

    Der gehobene Amateurfussball ist doch heute mit fünf RL-Staffeln breiter aufgestellt...

    Nein ist er nicht. In den 90ern waren die Oberligen die 4. Liga, davon gab es 8 mit 16-18 Mannschaften pro Liga, wobei die Oberliga Nord und Nordost aus je zwei Staffeln bestanden. Heute gibt es auf Ebene 4 dagegen nur 5 Ligen - die Regionalligen.

    Kurz gesagt: Sowohl auf Ebene 3 als auch auf Ebene 4 spielten in den 90ern deutlich mehr Mannschaften. Dadurch war die Bedeutung der Vereine in ihrer Stadt und Region eine höhere als heute. Gleichzeitig war der finanzielle Aufwand, um Liga 3 und 4 zu spielen, niedriger (und das hat nichts mit der Deutschen Mark etc. zu tun). Die Hammer SpVg hat zum Beispiel in der Saison 94/95 in der Oberliga Westfalen gespielt. Das war damals die vierte Liga. Heute spielen sie in derselben Liga, aber eine Ebene drunter.

    deutlich wird diese schlechte Entwicklung für den gehobenen Amateurfußball auch, wenn man sich die Nordostveine anschaut. Dort spielten damals fünfzig Vereine in liga 3 und 4, heute sind es 5 Vereine in Liga 3 und 20 in Liga 4, also zusammen die Hälfte zum Vergleich mit der Saison 94/95.

    ie dritte Ebene dreigleisig, zeitweise sogar viergleisig war, wodurch der gehobene Amateurfußball deutlich breiter aufgestellt war als heute.

    Die dritte Ebene (Regionalliga) war von 1994-2000 viergleisig, danach zweigleisig. Vor 1994 gab es die Oberligen als 3. Liga mit ähnlichen vielen Staffeln/Ligen wie heute (10). Eine dreigleisige 3. Liga gab es in den 90ern nicht.


    Aber es war auf jeden Fall anders als jetzt und nicht unbedingt schlechter.

    Ja hast recht, waren vier Regionalligen als 3.liga

    https://www.dfb.de/news/detail…igung-im-fussball-221910/


    VOR 30 JAHREN: WIEDERVEREINIGUNG IM FUSSBALL


    Das Land war schon eins, nun musste auch die deutsche Fußballnation einig werden. Am 21. November 1990, heute vor 30 Jahren, ging der DFV (Deutscher Fußball-Verband) der DDR in den DFB über. Das geschah im Rahmen eines DFB-Bundestages in Leipzig, 49 Tage nach der deutschen Wiedervereinigung.

    Aus dem Artikel: "Ab der Saison 1991/92 spielten zwei Klubs der alten DDR-Oberliga, nun NOFV-Liga in der Bundesliga (Rostock und Dynamo Dresden), und sechs rückten in die 2. Liga. Die Bundesliga wurde dafür auf 20 Vereine aufgestockt, die 2. Liga geteilt in Nord und Süd. Die geplanten Ligareformen, die unter anderem eine Reduzierung der Bundesliga auf 16 Klubs vorsahen, wurden vom Windhauch der Geschichte weggefegt."


    Meiner Meinung nach versäumte man es damals, den deutschen Fußball angemessen auf die neuen Verhältnisse anzupassen. Die Bundesliga wurde zur Saison 91/92 auf 20 Mannschaften aufgestockt, doch schon ein Jahr später reduzierte man das deutsche Oberhaus wieder auf 18 Mannschaften. Auch in der 2. Liga wurden Reformen verpasst. Hier wäre ebenfalls eine weitere Aufstockung auf 22 Mannschaften möglich gewesen oder sogar eine Beibehaltung der Nord-Süd-Teilung (Ich weiß allerdings nicht, inwiefern diese Teilung damals als attraktiv empfunden wurde). Die Folge der verpassten Reformen war, dass zahlreiche Ostvereine für Jahrzehnte aus dem Profifußball verschwanden, aber auch einige westdeutsche Vereine dieses Schicksal ereilte.

    Positiv war aber in den 90ern, dass die dritte Ebene dreigleisig, zeitweise sogar viergleisig war, wodurch der gehobene Amateurfußball deutlich breiter aufgestellt war als heute.

    Damit dürfte dann auch klar sein, wo Viktoria in der Saison 2021/22 seine Heimspiele in der 3.Liga austragen wird schätze ich....

    Stand jetzt nicht. Aus dem Artikel: "Allerdings läuft die Betriebserlaubnis des Stadions Ende 2020 aus. Sie werde danach nicht mehr verlängert, teilt die Sportverwaltung mit: „Es werden dort ab dem 1. Januar 2021 keine Veranstaltungen, Wettkämpfe oder Spiele mehr stattfinden. Einzige Ausnahme machen wir für den Schulsport und Trainingsbetrieb, diese dürfen den Rasenplatz im Stadion noch benutzen.“ Die Fußball-Regionalligisten, die bisher im Großen Stadion ihre Heimspiele veranstalten, sollen dann umziehen: der VSG Altglienicke in den Olympiapark und der BFC Dynamo in das Sportforum Hohenschönhausen."

    Ein Etat von 4,8 Millionen zeugt nicht gerade von Größenwahn, sondern von konservativer Planung. Mit solch einem Etat kann das Ziel nur Klassenerhalt lauten. Lübeck hat damit einen ähnlichen Etat wie Zwickau und Meppen, die ebenfalls unten stehen. Mit einem Etat unter 4 Millionen ist man in der 3. Liga eigentlich nicht konkurrenzfähig, insofern kann ich die Lübecker verstehen, dass sie hier etwas Risiko gegangen sind bzw. gehen mussten. Die Wichtigkeit der Neuzugänge hat ja Waldgirmes bereits dargestellt.

    Hinzu kommt, dass doch im Prinzip alle Vereine von Liga 1-3 und etliche in Liga 4 und 5 Verluste wegen der fehlenden Zuschauereinnahmen machen. Wenn selbst Vereine wie Dortmund ein Minus machen, wundert mich das für einen Drittligisten überhaupt nicht. Doch während Dortmund einen Haaland oder Sancho verkaufen kann und auf einen Schlag wieder im Plus ist, kann das Lübeck und andere Drittligisten, aber auch Zweit- und Viertligisten nicht.

    Des Weiteren muss ich die Vereine dahingehend in Schutz nehmen, dass die Saisonkalkulation zu einem Zeitpunkt erfolgte, als es beinahe wöchentlich weitere Lockerungen gab und durchaus die Hoffnung bestand, dass noch in diesem Jahr Spiele vor circa 5000 Zuschauer hätten möglich sein können.

    Ich kann mir nach den jüngsten Äußerungen von mehreren Politikern von CDU/CSU sowie SPD nicht vorstellen, dass am Montag irgendwelche Lockerungen verkündet werden. Auch Anfang Dezember wird es für den Sport- und Freizeitbereich sehr wahrscheinlich kein Entgegenkommen geben. Insofern denke ich, dass die Regionalligen (Ausnahme West) in die Winterpause gehen können.

    Fußball-Drittligist KFC Uerdingen sorgt zum wiederholten Male für Negativ-Schlagzeilen außerhalb des grünen Rasens. Der KFC hat mit einer Klagewelle ehemaliger bzw. aussortierter Spieler zu kämpfen. Und: Das Arbeitsgericht hat den ersten Spielern Recht gegeben.

    Der KFC Uerdingen und der Rechtsstreit mit Angestellten vor dem Krefelder Arbeitsgericht: es ist so etwas wie eine unendliche Geschichte.


    https://www.reviersport.de/art…t-weitere-spieler-klagen/

    Das wird finanziell ziemlich teuer für den KFC.

    Die können jeden Trainer dieser Welt holen. Der Würzburger Kader ist meiner Meinung nach einfach nicht zweitligatauglich.

    Das seh ich auch so, umso erstaunlicher, dass Bernhard Trares sich das antut, vor allem mit Magath als "Vorgesetzten". Nach seiner erfolgreichen Zeit beim SV Waldhof hätte es doch bessere Angebote geben müssen oder spielte der Wohnort die entscheidende Rolle?

    Danke für die Auflistung! Daraus schließe ich, dass die Mehrheit der Vereine für das Weiterspielen plädiert(e).

    Ich schwärme noch immer von der letzten Saison: Der Meister 66 Punkte, Plätze zwei und drei nur einen Punkt weniger, der Vierte 62 Zähler. Auch wenn Hammarby keine Meisterschaft gewann, solch eine spannende Saison machte einfach nur Spaß.

    Ja, was den Kampf um die Meisterschaft prinzipiell betrifft, ist die schwedische Liga oft mega spannend, aber wenn man nur die reine Statistik hinsichtlich der Titel nach Vereinen anschaut, ergibt sich ein langweiliges Bild zugunsten von Malmö

    BFC wird die Rückrunde in Hohenschönhausen spielen.

    Die Betriebserlaubnis für das Cantian-Stadion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark wurde letztmalig bis zum 31.12.2020 verlängert. Die VSG wird danach in das Ama-Stadion von Hertha ausweichen.

    https://www.turus.net/sport/fu…andiosen-3-0-des-bfc.html
    Hier mal noch ein Artikel von Marco Bertram, der über den Berliner Fußball immer ziemlich gut informiert ist und dessen Berichte auf turus.net ich übrigens sehr schätze und empfehlen kann.
    Zitat:

    "Aus erhöhter Position fertigte ich mit der 500-mm-Kanone die vielleicht letzten Fotos in diesem Stadion an. Also genauer gesagt, von einem Fußballspiel vor Zuschauern. Ja, es kann gut sein, dass die Betriebserlaubnis Anfang 2021 doch noch einmal verlängert wird. In Berlin ist halt alles möglich. Aber wenn der Amtsschimmel die Hufe hebt und richtig wiehert, kann halt wirklich Schluss sein. Die dort ansässigen Verein müssen dann an andere Stelle ihre kommenden Heimspiele austragen. Sportforum, Poststadion, Amateurstadion - wo auch immer. Noch steht ja einiges - wie so vieles - in den Sternen."

    Vielleicht gibt es ja auch für den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark noch Hoffnung, auch wenn diese nicht allzu groß sein dürfte.