Beiträge von Fussballromantiker

    Die zweigleisige 2.Buli wurde für einige Vereine zum finanziellen Ruin.

    Mülheim-Styrum - auch so ein fast vergessener Verein. OSV Hannover, RW Lüdenscheid, FV 04 Würzburg, VfR Bürstadt...

    Um den VfR Bürstadt sieht es sportlich gar nicht gut aus. Nachdem Manfred Hönig mit seinen Betrügereien aufflog, konnte vor einigen Jahren der Aufstieg in die Hessenliga nicht wahrgenommen werden. Seitdem spielt man in der Kreisoberliga (8. Liga) Jahr für Jahr um den Klassenerhalt. In Bürstadt ist mittlerweile die Eintracht die Nr.1 sowie der Vorortverein FSG Riedrode (Fusion der beiden Klubs aus dem Bürstädter Stadtteil "Riedrode").
    Die Tribüne des legendären Robert-Kölsch-Stadion wurde mittlerweile abgerissen und der Naturrasen durch einen Kunstrasen ersetzt. Kurzum: Beim VfR Bürstadt war es das mit höherklassigen Fußball. Aktuell ist Kreisoberliga das Maximum, eventuell ist in ein paar Jahren Gruppenliga möglich. Doch ohne finanzielle Unterstützung ist das nicht realisierbar. Zumal aus der Jugend auch nicht mehr so viele talentierte Spieler rauskommen wie früher, denn der VfR merkt hier - wie viele andere Vereine - die Folgen des demografischen Wandels und eines veränderten Freizeitverhalten bei den heutigen Jugendlichen.

    Der VfL Neckarau war auch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs sehr erfolgreich, spielte man von 1921-1945 durchgehend erstklassig und wurde 1941 Gaumeister Baden, was wiederum zur Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft berechtigte.


    Semi Silesian erwähnte die einstige Fußballhochburg "Duisburg" mit zeitweise drei Mannschaften in der damals erstklassigen Oberliga West. Auch Mannheim könnte man als frühere Fußballhochburg bezeichnen, denn neben dem von Manfred bereits dargestellten VfLNeckarau gab es mit dem SV Waldhof einen Bundesligisten sowie mit dem VfR Mannheim einen Deutschen Meister (1949). Hinzu kommt mit Phönix Mannheim noch ein Klub, der im Kaiserreich ziemlich erfolgreich war und im Jahr 1912 süddeutscher Vizemeister wurde.
    Ähnlich wie in Duisburg gibt es mit dem SV Waldhof aktuell immerhin wieder einen Drittligisten in der größten Stadt der Kurpfalz, allerdings sieht es beim VfR derzeit leider nicht gut aus im Hinblick auf höhere Ambitionen. Oberliga scheint dort das Maximum an höher gesteckten Zielen. Persönlich finde ich das sehr schade, denn der VfR als bürgerlicher Pendant zum Arbeiterverein SV Waldhof wäre bezüglich Stadion und Tradition sicherlich eine Bereicherung für die Regionalliga. Wobei, ob das Stadion heutzutage überhaupt regionalligatauglich wäre :denken::bekloppt:

    In Sandhausen gab es mal die Übereinstimmung bei Vorstand und Umfeld, dass die Zweite Liga ein Geschenk ist und es für den Verein ein ganz großer Erfolg ist, in der 2. Bundesliga jedes Jahr den Klassenerhalt zu feiern.
    Dies änderte sich vor dieser Saison, als man den einen oder anderen gestandenen Zweitligaprofi bzw. bundesligaerfahrenen Spieler verpflichtete (u.a. Contento). Nun begannen sie auch in Sandhausen von mehr zu träumen, folglich stieg auch die Erwartungshaltung. Mit Abstiegskampf wollte man sich also nicht mehr begnügen, der Blick sollte eher nach oben gehen. Somit passt es auch ins Bild, dass man mit Uwe Koschinat einen sehr guten Trainer zu einem Zeitpunkt entließ, als man auf Tabellenplatz 15 stand. Für mich ein großer Fehler, denn nun steht man auf dem Relegationsplatz und hat seit der Entlassung von Koschinat kaum noch Punkte geholt.

    Wenn die Informationen mit dem fehlenden Versicherungsschutz stimmen sollten, wären die Spieler gut beraten, den Trainings- und Spielbetrieb einzustellen, da sie bei einer Verletzung nicht versichert wären.

    Im Artikel steht auch, dass der KFC mal wieder mit den Gehältern im Rückstand ist. Auch hier frage ich mich, wie das immer wieder sein kann?

    Dazu kommt noch die Stadionproblematik. Das sieht alles nicht gut aus...

    Warum kommt dieser Verein eigentlich nie zur Ruhe?

    Weil der HSV in den letzten Jahren wenig Erfolge feiern konnte.

    Wie viele Vereine gibt es denn in den drei deutschen Profiligen, die auch bei Misserfolg Ruhe bewahren? Mir fällt nur der SC Freiburg ein und mit Abstrichen noch Heidenheim, wobei die mit Ausnahme einer kurzen Schwächephase seit Jahren auf einer Erfolgswelle schwimmen. Selbst der Mythos vom ruhigen, beschaulichen Sandhausen hat sich diese Saison widerlegt.

    Gerade hier im bergischen Land ist die große Fussballzeit vorbei. Kann mir beim besten Willen leider nicht vorstellen, dass Solingen, Remscheid oder Wuppertal in naher Zukunft nochmal ansatzweise im Profifussball (also Liga 1-3) vertreten sein werden.... Eher maximal Regionalliga oder Oberliga....


    In Neuss beim VfR dürfte auch die Oberliga, wenn sie es überhaupt bis dahin schaffen, was ich mir wünsche, die Endstation sein....

    Genau das ist ja das "Problem" vieler Vereine, die derzeit unterhalb der Regionalliga spielen: Die Regionalliga ist im Prinzip das Höchste, was erreicht werden kann. Rizzo nennt die Klubs aus dem bergischen Land, SVE-Torsten sagt das über Trier, für Pirmasens und Worms gilt das ebenfalls und so könnte man die Liste ergänzen. Dass die Tür zu den DFL-Ligen für diese Vereine zu ist, finde ich persönlich nicht so schlimm, dass aber selbst 3. Liga kaum realistisch ist, finde ich eine bedenkliche Entwicklung. Wie sollen diese Vereine denn langfristig Nachwuchs an Zuschauern und Fans bekommen? Sind wir doch mal ehrlich: Die Mehrheit hier im Forum (mich eingeschlossen) freut sich über Spiele wie Bayreuth vs. Schweinfurt oder Homburg vs. Trier oder Pirmasens vs. Kassel. Aber damit lockst du doch einen heute 13-, 14- jährigen Jugendlichen nicht mehr ins Stadion. Die Folge ist, dass sich die Jugend noch mehr zu den DFL-Vereinen orientiert oder mangels lokaler Möglichkeiten sich gänzlich vom Fußball abwendet.

    Sandhausen ist so nah bei Heidelberg das die Stadt quasi schon vertreten ist. Ob die Vereine nun aus Groß oder Kleinstädten kommt ist doch wirklich egal. In vielen Regionen sind Vereine groß geworden die nicht unbedingt aus den Zentren stammen.

    von meinen früheren Besuchen in Hoffenheim würde ich sagen, dass sich deren Zuschauerschaft wesentlich aus Heidelberg speist.

    Warst du mit der Bahn dort? Denn das KFZ-Kennzeichen "HD" hat fast das gesamte Umland von Heidelberg und teilweise auch Mannheim, wie zum Beispiel Weinheim oder Ladenburg. Die Autos mit HD-Kennzeichen haben somit nur bedingt Aussagekraft.

    Das würde das "Problem" der Großstädte ohne höheren Fußball nicht wirklich lösen. Heidelberg, Erlangen, Ludwigshafen, Heilbronn etc. würden vermutlich trotzdem nichts hervorbringen (außer einer der Erlanger schaffts in die RL Bayern). Andererseits haben wir neben der Besonderheit Hoffenheim in der 1.Buli auch die Nicht-Großstädter Sandhausen, Aue, Heidenheim in der 2.Buli. Auch in der 3.Liga und den RL finden wir neben Großstädten doch gerade viele Vereine aus Mittel- und Kleinstädten: Einige davon, wie z.B. Bayreuth, Pirmasens, Homburg usw. haben große Traditionen.

    Das lässt sich auch nicht programmieren. Gäbe es die Aufstockung weiter oben, würden dann wirklich Großstadtvereine hochkommen? Oder doch bekannte Namen aus Mittelstädten wie Riesa oder Aalen? Oder am Ende doch wieder Elversberg und Großaspach in der 3.Liga?

    Wie war das mit dem mittlerweile gesperrten User, der Gift und Galle gegen die Süddeutschen Vereine aus Klein- und Mittelstädten gespuckt hat?

    Ich bezog mich auf die Großstädte, weil diese Thema im von matz geposteten Artikel aus dem Kicker sind. Auf die von dir genannten Vereine aus Kleinstädten und mittelgroßen Städten wie Pirmasens und Bayreuth, man könnte aber auch noch Fulda, Worms, Neunkirchen und viele andere nennen, trifft meine Aussage ja ebenfalls zu. Auch bei diesen Vereinen gab es die großen Erfolge vor allem in der Zeit von 1950 bis Mitte der 80er, weil damals eben mehr Mannschaften in Liga 1 und 2 zugelassen waren. Für die Ostvereine (wie z.B. Riesa oder Gera) trifft das ja ebenfalls im großen und ganzen zu. Andere Vereine wie Trier oder Schweinfurt hatten noch mal ein kurzes Hoch in den 90ern bzw. Anfang des Jahrtausends, aber seit der Flaschenhals oben immer dünner wird, haben es auch diese Vereine schwer, im Profifußball Fuß zu fassen.

    Ansonsten hast du natürlich Recht, würde man den Flaschenhals oben wieder öffnen, kämen nicht nur abgestürzte Traditionsvereine zurück in die höchsten Ligen, sondern vermutlich auch Dorfvereine und Zweitvertretungen, sofern man Letztere nicht ausschließt. Dennoch glaube ich, dass ein Großteil der Vereine und somit eben auch die Offenbachs, Aachens und Oldenburgs dieses Landes nur bei einer Öffnung des Flaschenhalses eine langfristige Chance haben, sich wieder vermehrt in den Ligen Eins bis Drei zu etablieren.

    Passt hier nur bedingt rein,

    aber wer kann auf Anhieb die 23 deutschen Großstädte ohne Verein in Liga 1-4 benennen?


    https://www.kicker.de/deutschl…fussball-794374/slideshow

    Danke matz für den Link, sind einige interessante Vereine dabei und ich muss den KIcker an dieser Stelle loben: In wenigen Worten die wichtigsten Informationen zu den Vereinen verpackt :positiv1:
    Mich erstaunt immer wieder, dass Ludwigshafen es nach dem Krieg nicht schaffte, dauerhaft einen Verein ins Rennen zu schicken, der mindestens 4. Liga spielt.
    Auffalllend ist, dass viele der Vereine ihre goldenen Jahre zwischen 1950 und 1980 hatten. Wenig verwunderlich, denn damals durften einfach viel mehr Vereine in den ersten drei Ligen spielen. Der Flaschenhals war oben viel breiter. Zudem gab es zwei deutsche Staaten, folglich auch zwei erste Ligen.
    Ich bleibe deshalb dabei, der DFB hat es nach der Wiedervereinigung verpasst, Druck aus dem Kessel zu nehmen. Im Gegenteil, durch Reformen standen immer weniger Startplätze in Liga 1-3 zur Verfügung. Seit der Saison 2008/09 leisten wir uns eine eingleisige 3. Liga und wundern uns, dass so viele Traditionsvereine in die Niederungen des Amateursports abstürzten. Auch bleibe ich dabei, dass sich die Problematik nur beheben lässt, wenn der Flaschenhals nach oben wieder breiter geöffnet wird - sprich wenn Liga 1 und 2 aufgestockt werden und die 3. Liga wieder mehrgleisig wird. Dadurch würden ja auch die Staffel der 4. Liga erhöht werden, wodurch deutlich mehr Vereine in den Genuss von Profifußball bzw. gehobenen Amateurfußball kämen!

    Heidelberg ist eine sehr schöne Stadt, die aber weder Fußballtradition hat noch sehe ich hier Potenzial, dass es zukünftig einen Heidelberger Fußballverein in Liga 4 oder höher geben könnte.
    Heidelberg ist in erster Linie Universitätsstadt - und das seit Jahrhunderten. Daraus resultiert einerseits die relativ hohe Quote an Akademikern, andererseits gibt es dadurch viele Zugezogene, die aber bereits ihren Verein haben, sodass die Identifikation mit den Heidelberger Fußballvereinen fehlt.
    In zweiter Linie ist Heidelberg Touristenstadt, weshalb dort - Corona mal ausgeklammert - immer viel los ist.
    Sportlich betrachtet ist Heidelberg zum einen Rugbystadt und hat in dieser Sportart zwei sehr erfolgreiche Clubs, deren Vereinsgelände einen Katzensprung voneinander entfernt sind. Das Derby zwischen den beiden Vereinen soll lohnenswert sein, habe es selbst aber bisher nicht in Erwägung gezogen, da mich Rugby nicht so sehr interessiert. Zum anderen ist Heidelberg ein Landesstützpunkt für Leichtathletik, folglich hat diese Sportart auch einen hohen Stellenwert in der Stadt.
    Die "einheimischen" Heidelberger selbst gehen, wenn sie höherklassigen Fußball sehen möchten, vor allem zu Hoffenheim bzw. deren tatsächlichen Standort Sinsheim. Früher war der Waldhof die Nr.1 in der Stadt, doch durch die lange Abstinenz der Mannheimer vom Profifußball hat sich das Kräfteverhältnis nach meinem subjektiven Empfinden etwas zugunsten des Spielzeugs von Hopp gewandelt. Nichtsdestotrotz gibt es in Heidelberg immer noch eine ordentliche Anzahl, die zum Waldhof stehen. Zu Sandhausen geht sicherlich auch der eine oder andere, allerdings sollte man diese Anzahl nicht überschätzen. Bei meinen beiden Besuchen in Sandhausen machten sich keine allzu großen Massen aus Heidelberg auf den Weg.

    Vorab: Ich schaue derzeit keine Fußballspiele im TV, denn ohne Zuschauer ist Fußball nicht das Gleiche. Dennoch nehme ich natürlich die Ergebnisse zur Kenntnis, merke aber, dass sie mich emotional weniger berühren als "vor Corona". Das Weiterkommen von Essen hat mich aber sehr gefreut, zum einen wegen RWE, zum anderen sind meine Daumen fast immer für die "Kleinen" gedrückt. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie die Hafenstraße ausgerastet wäre, wenn Zuschauer dabei gewesen wäre.

    Den ersten wichtigen Sieg in dieser Woche hat RWE damit eingefahren, der zweite am Wochenende ist aber meiner Meinung nach viel wichtiger. Denn ein Pokal-Viertelfinale mit Chance auf mehr ist das eine, aber absolute Priorität muss der Aufstieg haben!

    Der Verein ist wohl ziemlich enttäuscht darüber, dass man mit seinem großen Talent kein Geld machen konnte. Wenn man bedenkt, dass halb Europa hinter Akman her war, kann ich die Enttäuschung durchaus verstehen. Ob man den Spieler jetzt aber suspendieren muss und damit die eigene Mannschaft schwächt, die um den Auftsieg spielt, steht dagegen auf einem anderen Blatt Papier.

    So blöd es klingt, aber der "altmodische" Stevens ist vielleicht sogar der Richtige. Da ist der Kader falsch zusammengestellt und es scheint an Einstellung und Disziplin zu mangeln. Da hilft wenn überhaupt nur noch ein alter Haudegen.

    Oder wie Benno Möhlmann gesagt habe soll, als er in einer Krisensituation zur SpVgg Greuther Fürth zurückkehrte: "Klappe halten, hart arbeiten!".

    Die Entlassung von Baum war überfällig. Sehe auch die einzige Hoffnung in einem erfahrenen Trainer, der Abstiegskampf kann. Mir wäre spontan noch Friedhelm Funkel eingefallen...

    Essen bekommt den Drittligaaufstieg dieses Jahr aber auch auf dem Silbertablett serviert...wenn nicht jetzt, wann dann...


    So ein Blödsinn. Trotz der bisher gigantischen Saison hat man eventuell nur einen Punkt Vorsprung auf Platz 2. Wir müssen in jedem spiel alles raushauen um es zu gewinnen, keiner schenkt uns was. Für die gegner ist das gegen uns immer das Spiel des Jahres. Vorallem jetzt, wo jeder der erste sein will, der uns schlagen will.

    Seh ich auch so! Man muss an dieser Stelle auch einfach anerkennen, dass RWE in den letzten Transferfenster sehr gute Arbeit geleistet und mit Neidhart einen Trainer verpflichtet hat, der aus den vielen guten Einzelspielern eine starke Mannschaft formte. Wenn man die Spiele verfolgt, sieht man, dass die Gegner RWE nun wahrlich nichts schenken. Im Gegenteil: Auch ohne Zuschauer scheint es für viele Konkurrenten das Spiel der Saison zu sein.

    Insgesamt, wenn man sieht das auch hier eine 2te Mannschaft vorne mitspielt, sieht man doch auch wie weit die Schere zwischen den "Großen" Bundesliga Vereinen und dem Rest auseinander gegangen ist. Hier der BVB II, im Südwesten Freiburg II, usw.

    BVB II kann man noch damit relativieren, dass der BVB seit Jahren Dauergast in der Champions League ist und Transfereinnahmen und -ausgaben in dreistelliger Millionenhöhe hat. Viel erschreckender finde ich, dass mit Düsseldorf II eine U23 eines Zweitligisten in dieser doch sportlich und finanziell gut aufgestellten Liga oben mithält. Ebenfalls erschreckend finde ich, dass in dieser Liga fünf Zweitvertretungen spielen, aber keine davon derzeit in Abstiegsängste verfallen muss.
    Zu Freiburg II volle Zustimmung. Dass eine Zweitvertretung eines mittelmäßigen Erstligisten in der ebenfalls sehr starken Regionalliga Südwest auf Platz 1 steht und dabei finanzstarke Konkurrenten wie Elversberg, Steinbach, Homburg, Ulm und Offenbach (derzeit) hinter sich lässt, ist ein ganz klarer Beweis, dass die Schere enorm auseinanderging und die Zweitvertretungen somit ganz andere Voraussetzungen haben. Es muss endlich ein Aufschrei von den anderen Regionalligisten geben! Das ist schlicht Wettbewerbsverzerrung! Die Bundesligisten haben ganz andere finanzielle Möglichkeiten.

    Es geht um ablösefreie Wechsel und da gibt es keine Entschädigung für die Ausbildungsvereine.

    Danke! Jeder Verein kennt so einen Spieler, der ablösefrei gewechselt ist oder seinen Vertrag immer wieder verlängert(e), sodass der Jugendklub kein Geld dafür bekam. Fragt mal in Essen, wie sehr man da hoffte, dass Mesut Özil Arsenal für eine Ablöse verlässt. Oder die Reutlinger hier im Forum werden mindestens drei Spieler mit SSV-Vergangenheit nennen können, für die sie aber kein Geld kriegen, weil entweder ablösefrei gewechselt oder Vertrag verlängert.

    https://www.kicker.de/heute-vo…f-den-kopf-792350/artikel


    Der 15. Dezember 1995 stellt die Fußballwelt auf den Kopf, das Bosman-Urteil ändert alles. Doch ausgerechnet der Protagonist schaut am Ende in die Röhre.

    Das Bosman-Urteil veränderte den Fußball grundlegend zugunsten der großen, finanzstarken Vereine. Fast zeitgleich fanden die Reformen in der Champions League statt, die ebenfalls sehr stark zum Auseinandergehen der Schere beitrugen.
    Die kleinen Vereine könnte man zumindest etwas finanziell entschädigen, indem auch bei ablösefreien Wechsel und Vertragsverlängerungen eine Ausbildungsentschädigung fällig wird. Dies einzuführen, wäre von Seiten der Uefa - mindestens aber von DFB bzw. DFL - sicherlich einfach umzusetzen und würde die Jugendarbeit der Jugendklubs der Profis etwas mehr honorieren und vor allem finanziell belohnen.