Beiträge von Manfred

    Der örtliche Metzgermeister oder Heizölhändler sponsort seinen Kreisligaverein. Der mittelständige Autoteilelieferer oder Maschinenbauer, die regionale Brauerei sponsort den örtlichen Verbands- oder Oberligisten. Aber ein bundesweit tätiges Unternehmen will doch wegen des Werbeeffekts und damit auch finanziellen Vorteilen größer einsteigen. Dann wiederum wollen solche Firmen auch angesprochen und mit Konzepten überzeugt werden. Der SSV Ulm wollte sein NLZ und hat deswegen ein großes Unternehmen mit Filiale in Ulm angesprochen. Nicht umgekehrt.

    Dem SSV Reutlingen ist es unbenommen, sich auch um ein NLZ zu bemühen und/ oder die Firma aus Pliezhausen anzusprechen.

    Der große Geldgeber verliert die die Lust und das ganze Ding, abhängig vom großen Gönner, stürzt wieder dahin wo sie vor ihm angefangen hatten.

    Gabs schon oft. Na und?

    Wohl dem Verein, wo Akteure mit Herzblut ihren weitgefächerten regionalen Sponsorenpool aufgebaut haben.

    Der Sponsor datagroup hat einen Standort in Ulm. Firmenzentrale ist in Pliezhausen bei Reutlingen.(den Ort kenne ich übrigens, weil entfernte Verwandtschaft meiner Frau in einem Orsteil wohnt).

    Spricht da der Neid eines Reutlingers, weil die Firma in Ulm sponsort?

    Dann halt so rum.

    Mir gehts eher drum: TG möge wieder "unten" spielen auf einer typischen lauschigen bayerischen Amateursportanlage. :lachen:

    Immerhin auf Kunst- oder Naturrasen, was zwar in Bayern aber längst nicht überall in Deutschland Standard ist.

    Gibt viele Fotos im Netz. Das "Stadion" mit Kunstrasenplatz sieht wirklich tiptop aus.

    Nebenan siehts auch wie eben Kreisebene romantisch in Bayern ist. Meine ich gar nicht abfällig, im Gegenteil.

    Hätte dann das passende Feeling eines B-Klassenduells Türkgücü - Schmalzlerschnupfer Altperlach.

    Vor Jahren mal Waldkirch - Fürth in Bahlingen. Nette Vorkontakte der Vereine, gut organisiert vor Ort, alles eine runde Sache.

    Dann mal Pfeddersheim - Fürth im Stadion Worms. Ebenso nett und gut organisiert. Weil mehr Fürther als erwartet kamen, wurde kurzerhand ein weiterer Block geöffnet. War dann "gemischt" nix Fantrennung. Null Problemo. 0,5 Weinschoppen. :lachen:

    Norderstedt - Fürth auch sehr nett, obwohl da die Auflagen des DFB ziemlich Probleme machten und Norderstedt leicht überfordert mit der Organisation war. Huch, da kommen ja Gästefans..

    Aber die Ordner trotz Unkenntnis und Überforderung trotzdem freundlich und sie haben dann doch den Gästeblock auf die Beine gekriegt. Und es gab sogar nicht nur Bier und Bratwurst, sondern auch Kaffee und offensichtlich selbstgebackenen Kuchen. Klasse!

    Als totaler Kontrast: Morlautern - Fürth. Rumgestänker im Vorfeld, die hatten wohl den FCK erhofft. Nach langem hin und her Spiel in Pirmasens. Dort von der Stadt als Stadioneigentümer gut organisiert. Aber Morlautern und seine "Fans" von vorn bis hinten voll daneben ( um mal das Wort "aso..." zu vermeiden.)

    Liegt offenbar nicht an den Auflagen, sondern an der Einstellung des Heimvereins.

    Naja, die Stadt hat sich in Sachen Stadionmiete nicht mehr so blind und großzügig gezeigt wie früher. Da wurde der Wind schon rauer. Und die Protektion aus Mainz ist auch weg.

    Tja, der heilige Verein der Pfalz. 99% der Pfälzer Fußballfans lieben ihn...

    Der kritische Rest hats schwer.

    Das Insolvenzverfahren war legal, aber höchst fragwürdig. Was soll man da noch sagen?

    Und wenn wir schon dabei sind, was sollen links zu Zeitungsbeiträgen, die sich hinter Bezahlschranken oder "kostenloses Probeabo für einen Monat" etc. verbergen?

    Da plobbt was auf zu einem OL-Verein, dessen Ort ich aus Besuch oder Vorbeifahren auf der Autobahn kenne, oder weil da vielleicht ein Ex-Profi gelandet ist. Möchte ich gern mal weiterlesen, aber dann...ich möchte doch kein "Probeabo" für den Sumpfbirgler Dorf- und Heimatboten machen, wenn mich nur ein einziger Beitrag ggf. interessiert.

    Das haben wir doch jedes Jahr:

    Es gibt Amateurvereine, die sich freuen wie Schneekönige, ihr Spiel zuhause oder im relativ nahem großen Stadion organisieren, ihr Fußballfest haben und auch noch unterm Strich Geld verdienen.

    Und dann die anderen, die über den "unattraktiven" Gegner maulen, organisatorisch nix auf die Reihe kriegen und hinterher nur unzufrieden sind.

    Die Anforderungen sind zum Teil wirklich hoch, aber das liegt doch nicht am Modus und letztlich auch an den Erwartungen und Geschick der Heimvereine, ob was draus wird.

    Gibts bei denen nicht. Das ist ja deren Problem.

    Die ganze Insolvenz mit den anschließenden regionalen Geldgebern war juristisch legal, aber natürlich höchst zweifelhaft. Aber das zählt nicht.

    Immerhin sind es regionale Geldgeber und gewisse windige "Internationale" Player wurden abgewehrt.

    Man wird sehen. Ich hätte denen einen Absturz und Neuanfang "gegönnt". Aber da wirds mit ziemlicher Sicherheit über kurz oder lang wieder den üblichen FCK-Effekt geben: wenns dem Ochsen zu wohl wird... :lachen: