Beiträge von Manfred

    Auf Seiten der Profis haben einige (nicht nur in Deutschland) die Verbände gedanklich schon hinter sich gelassen. Beim DFB wiederum haben einige Herren den Blick aufs Ganze auch vergessen und nur noch "Die Mannschaft" und das Geldscheffeln im Sinn.

    Mir gings eher um die Vereinfachung Profis gegen Amateure bzw. die generelle Schelte gegen den DFB. Dabei wird die gesamte Struktur incl. Landesverbände und die komplexere Problemlage übersehen. Im deutschen Fußball gibts jede Menge Probleme und Herausforderungen. Da ist der Machtkampf der Granden nur ein Teil. Aber eben: der Fisch stinkt vom Kopf her und wenn die Verbandsspitze nichts taugt, wie solls dann in der Breite und Tiefe geregelt werden?

    Amateure gegen Profis ist nur ein Teilproblem und beschreibt den Konflikt nicht ganz. Klar gibts unterschiedliche Interessen und den Kampf ums Geld. Aber der DFB ist Dachverband und setzt den großen Rahmen. Die konkretere Gestaltung des Amateurfußballs liegt bei den Landesverbänden. Da machen es manche besser, u.a. Kochs Bayern. Bei anderen, so z.B. Südwest und Baden scheinen der Unmut und die Kritik der Basis größer.

    Was den aktuellen Machtkampf betrifft , beachte man den "kleinen aber feinen Unterschied". Keller und Curtius müssen sofort weichen (wobei Curtius offenbar einen vergoldeten Abschied bekommt). Koch hingegen darf noch "Interimspräse" sein und die Nachfolge organisieren. Am nächsten Bundestag tritt er eben nicht mehr an. So bewahrt er sein Gesicht und kann sogar als langjähriger Spitzenfunktionär mit "Verdiensten um den DFB in schweren Zeiten" und als "Retter" hochgeehrt abtreten.

    So macht man das. :lachen:

    Der Koch ist scho a Hund...

    Ein Schussenrieder "Original Nr 1 Museumsbier Naturtrüb". Ganz lecker. Allerdings ein im wahrsten Sinne des Wortes Etikettenschwindel. Da steht nämlich drauf erhältlich in der Museumsschänke sowie ausgesuchten schwäbischen Gasthäuser. Aber ich habs aus einem badischen EDEKA. :lachen:

    Aber entscheidend is auffn Platz äh im Glas. Und da überzeugt es.

    Was erwartest du denn?

    Einen soliden langjährigen Vereinschef oder Funktionär der mittleren Ebene? Eine honorige Person des öffentlichen Lebens? Einen Ex-Minister oder Manager mit erwiesener Führungsqualität? Oder gar eine fähige Dame aus dem Frauenfußball?

    Doch nicht beim DFB...

    Die Medien versuchen in Vereinfachung (oder Hilflosigkeit?) irgendwelche Fronten von Gruppen gegeneinander zu beschreiben und/oder nach Sachgründen zu suchen. Dabei gibts die nicht. Hier kämpfen Platzhirsche / alte weiße Männer ihre Revierkämpfe aus.

    RHEINPFALZ und Co. haben gestern in ihren Sonntagsausgaben über mögliche Kandidatinnen spekuliert, sprich DFB in Frauenhand. Da scheints in der 2. und 3.Reihe der Verbände durchaus qualifizierte Frauen zu geben.

    Und wenn alle Stricke reißen:

    Also ACAB (Annalena Charlotte Alma B.), wenns mit dem Traumjob im Herbst nichts werden sollte,dann wartet der DFB. Das wäre dann allerdings der Albtraumjob.

    :rofl:

    Aalen hat doch nichts mehr zu befürchten. Die Niederlage in Pirmasens, die ja noch die "Restpunkte" gegen den theoretischen Abstieg eintüten wollten, ist kein Beinbruch. Warum also diese Maßnahme? Zeigen, er ist ein "harter Hund" oder "kreativer" Trainer? Was macht er bei einer wirklichen Krise?

    Kasperltheater.

    Die Schlacht ist im Gange. Einige gewichtige Medien gehen massiv gegen Koch vor. Der wiederum hat auch wichtige Medien auf seiner Seite.

    Interessant: das wird auch als Kampf Amateure gegen Profis dargestellt. Dabei hat Koch offenbar nicht mehr das komplette Amateurlager auf seiner Seite.

    Wenn da aber in Medien auch Vorwürfe gegen Koch geäußert werden, ohne wirklich Belege zu bringen,sondern man nur anonyme Informanten nennt, ist das problematisch. So kriegen sie den Juristen Koch nicht und nur auf "Druck der Öffentlichkeit" oder "auf Verdacht" wie bei Politikern, wird der nicht weichen.

    Es müsste sich im DFB eine potentielle neue Führungsriege mit qualifizierten Leuten finden, die gegen die alte Führung antritt. Aber wo soll die herkommen?

    Ich halte nichts davon, mit einer handvoll Spiele (nicht mal einer kompletten Vorrunde) einen Aufstieg zu fordern. Aber es gibt in der Tat gewisse Unklarheiten bzw. Lücken in den Verbandssatzungen. LV und GbR haben widersprüchliche Regeln. Ein besonderes "Schmankerl": die Vorsitzenden der LV bilden die Gesellschafter der GbR und müssen zwei "Systeme" vertreten. Von daher verstehe ich den "Griff nach dem Strohhalm". Wenn was dabei rauskommt, dann hoffentlich klarere Regeln für die Zukunft.

    Die gerechte Lösung gibts in dieser besonderen Lage eh nicht.

    Einige Teams hinten drin scheinen sich sehr sicher zu sein. Dabei könnte es noch zu (Sport)gerichtsverfahren wegen der Auf/Abstiegsregelung kommen und man weiß ja nie...