Beiträge von bodo9

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    Das ist sicher eine Konstruktion, die Vereine wie Barca, Juve oder Real gerade nicht wollen

    Wahrscheinlich ist dem so, weil ihre Dominanz durch eine etwas größere Chancengleichheit wieder etwas in Gefahr geriete. Dann hätten nämlich auch Vereine aus kleineren Ländern wie Ajax oder Porto wieder mehr Chancen, ganz oben mitzumischen, weil sie nicht durch die deutlich geringeren Einnahmemöglichkeiten in ihren kleinen Ligen so stark gegenüber den Teams aus den großen Ligen benachteiligt wären. Wichtig wäre natürlich noch, dass die UEFA bei der Verteilung der Fernsehgelder hart bliebe und für eine halbwegs faire Verteilung sorgen würde und nicht so ungleich wie in der Bundesliga, wo es ja inzwischen schon fast in Richtung „The winner takes it all“ geht. Ein erster Schritt in Richtung einer Europaliga, die zumindest noch ein wenig mit Sport und nicht ausschließlich mit Finanzen zu hätte wäre meiner Meinung nach die Aufhebung des unsäglichen Verbots von übernationalen Ligen, wie sie z.B. von den Niederlanden und Belgien mal in Erwägung gezogen wurde. Dieses Verbot erinnert mich an das Verbot des Frauenfußballs in früheren Jahrzehnten. Aber wahrscheinlich scheitern diese Vorschläge mal wieder an der Engstirnigkeit der nationalen Verbandsfunktionäre, die um Macht und Einfluss fürchten, wenn selbst die besten Teams ihrer Länder nur noch in einer nominell zweit- oder drittklassigen Liga spielen. Wobei sie das rein fußballerisch auch heute längst tun. Es sind letztlich dieselben Gründe, die in den Fünfzigerjahren noch die rechtzeitige Einführung der Bundesliga verhinderten. Ich sage nur: “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Dann bekommen wir halt irgendwann Zustände wie im Boxen mit mehreren konkurrierenden internationalen Fußballorganisationen, was letztlich niemand will.

    Wo ist jetzt das Problem? So wie man vor 60 Jahren die Bundesliga über die Oberligen gesetzt hat, so kann man doch heute eine Europaliga über die nationalen Spielklassen setzen. 20 Vereine, je 5 aus Spanien, England, Italien und Deutschland. 4 Absteiger. Der jeweilige Meister der nationalen Liga steigt auf. Wo wäre jetzt das Problem?

    Sehe ich ganz ähnlich. Allerdings würde ich die Verteilung der Plätze anders vornehmen: rein sportliche Qualifikationskriterien, so dass aus der Bundesliga maximal drei Teilnehmer dabei wären, dafür aber auch Teams z.B. aus Frankreich, Niederlande und Portugal. Und ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und eine 2. Europaliga mit z.B. 5 regionalen Staffeln einführen, damit die Verzahnung zwischen der einen Europaliga und den über 50 nationalen 1. Ligen besser vorhanden ist und jeder nationale Meister eine halbwegs realistische Chance auf den Aufstieg erhält. Damit wäre eines der Hauptprobleme des Kommerzfußballs, nämlich, dass die immer reicher werdenden Serienmeister der obersten Liga nicht durch Aufstieg aus der Liga verschwinden, zwar nicht komplett beseitigt sondern nur von vielen nationalen Ligen in eine Europaliga verschoben. Aber bis sich in einer Europaliga ein Team dermaßen vom Rest der Liga absetzen kann wie jetzt die Bayern in der Bundesliga würden wohl doch noch einige Jahre vergehen (bis dahin lebe ich ohnehin nicht mehr). Statt immer weiter an der CL herumzudoktern sollte die UEFA endlich die Zeichen der Zeit erkennen und das Heft des Handels in die eigene Hand nehmen und eine Europaliga einführen, bevor einige wenige Vereine eine seltsame eigene geschlossene Liga gründen. Auf Dauer wird sich eine Liga über den nationalen Ligen eh nicht verhindern lassen.

    Vor einigen Tagen bin ich in der Buchhandlung über das Buch "Der Fluch der Megaclubs - Wie die reichsten Vereine der Welt den Fußball zerstören" von Christian Spiller (13 €) gestoßen und habe es mir zugelegt. Es beschreibt meiner Meinung nach sehr gut die Entwicklung des Profifußballs vom Sport hin zur Unterhaltungsindustrie und die damit verbundenen Probleme. Eine Patentlösung für die Beseitigung dieser Probleme kann er natürlich auch nicht liefern. Es bleibt bei kaum realisierbaren Vorschlägen oder Vorschlägen mit ungewissem Ausgang. Seiner Meinung nach ist der moderne und zukünftige Fan auch gar nicht mehr daran interessiert, denn der ist kein Fan einer Mannschaft mehr sondern eines Superstars, egal wo der spielt. Hauptsache viel Action und Spektakel.

    In der Hinsicht bin ich natürlich absolut out. Ich bin halt mit dem Fußball der 60er-Jahre aufgewachsen, als Profi- und Amateurfußball noch eine gewisse Ähnlichkeit hatten. Mich haben die Mannschaften immer viel mehr interessiert als einzelne Spieler. Immerhin habe ich ein wenig die Konsequenzen aus der im Buch geschilderten Entwicklung gezogen und meine CL-Dauerkarte sowie mein Sky-Abo schon entsorgt. Allerdings habe ich noch immer eine Vereinsmitgliedschaft und eine Dauerkarte beim BVB, obwohl gerade dieser Verein in Person von Herrn Watzke sich am lautesten für die sehr ungleiche Verteilung der Fernsehgelder eingesetzt hat, die nicht unerheblich für die vorherrschende gähnende Langeweile im Meisterschaftskampf verantwortlich ist.

    Da tut der BVB zum Saisonstart schon wieder alles dafür, die Meisterfrage früh zu entscheiden :facepalm:

    Wann hatte der BVB letzmals ernsthaft etwas mit der Meisterfrage zu tun? Wünschen allein reicht nicht.

    Richtig. Für mich als BVB-Sympathisant hat sich die Meisterfrage schon lange erledigt, denn ich sehe den Leistungsunterschied zwischen der Nummer 1 und 2 etwa gleich groß an wie zwischen der Nr. 2 und Nr. 18. Und den BVB sehe ich zur Zeit zumindest deutlich näher bei der Nr. 18 als bei der Nr. 2. Nachdem man gegen den Tabellenletzten Leverkusen sowie gegen Freiburg zwei sehr unverdiente Siege geholt hat war der Fußballgott heute endlich mal gerecht und hat die wesentlich bessere Mannschaft doch noch gewinnen lassen. Wenn sich der BVB nicht ganz schnell deutlich steigert, hat er in dieser Saison in der oberen Tabellenhälfte aber auch gar nichts zu suchen.

    Nicht viel besser die beiden anderen für die Plätze 2-4 favorisierten Teams aus Leipzig und Leverkusen. Es wäre doch sehr schön, wenn endlich mal andere Teams wie Freiburg oder Union was von dem viel zu großen Geldbatzen für die CL-Teilnahme abbekommen würden als immer nur dieselben Großkopfeten.

    Vor einem der dramatischsten Pokalspiele aller Zeiten bat ein Freund den Schalker Torhüter Norbert Nigbur um eine Karte für die Glückauf-Kampfbahn. Man kannte sich vom Trabrennen, mit Fußball hatte der Mann eigentlich nichts am Hut, weshalb Nigbur ihm einen Fachmann zur Seite stellte. Aber auch der Fußball-Laie, der sich ernstlich wunderte, warum eigentlich der Schiedsrichter so selten am Ball war, begriff, dass das Halbfinalrückspiel Schalke 04 gegen den 1. FC Köln genau heute vor 50 Jahren kein Spiel wie jedes andere gewesen war. Fünf Elfmeter in einem Pokalspiel in der regulären Spielzeit samt Verlängerung sind bis heute einmalig. Aber es war erst der Anfang vom Drama am Kreidepunkt.



    https://www.dfb.de/news/detail…ueckauf-kampfbahn-240908/

    Sollte mich jemand fragen, wo ich gestern vor 50 Jahren war, jetzt weiß ichs wieder. Auch ich hatte das Gefühl, bei einem besonderen Spiel dabei gewesen zu sein. Während ich an manches Spiel aus jener Zeit keine Erinnerung mehr habe, ist dieses Spektakel natürlich auch in meinem sehr schlechten Gedächtnis hängen geblieben.

    Der Grund für das nicht mehr 100%ige Vertrauen der Vereinsführung in den Trainer war das absolut desaströse Abschneiden in allen drei Pokalwettbewerben.

    Aber warum plane ich dann überhaupt noch die neue Saison für und mit eben jenem Trainer? Die Transfers und der Umbau des Kaders erfolgten ja ganz klar anhand der Präferenzen von Rose.

    So wie ich es verstanden habe war ja von Vereinsseite niemals eine Entlassung Roses geplant. Erst auf der gestrigen Sitzung hat dann wohl mindestens einer von Watzke, Zorc, Kehl, Sammer den Trainer allzu sehr kritisiert, sodass dieser gesagt hat, ohne das notwendige Vertrauen macht eine weitere Zusammenarbeit wenig Sinn. So hat dann wohl ein Wort das andere ergeben und das Ergebnis war dann für beide Seiten wenig wünschenswert. Halt dumm gelaufen. Aber natürlich wäre es von Vereinsseite aus klüger gewesen, frühzeitig eine klare Entscheidung zu treffen und diese dann auch in den Beratungen mit Überzeugung zu vertreten.

    Vielleicht sollten sie einfach mal einsehen, daß sie den Bauern - egal, was sie anstellen - auch die kommenden 10 Jahre nicht an die Karre pissen können/werden oder was auch immer. :pardon:

    Da gebe ich Dir vollkommen recht. Aber ich denke das Abschneiden in der Liga war auch nicht das Problem, denn da haben sie wenn auch mit oftmals viel Spielglück die mit dieser Truppe bestmögliche Platzierung erreicht (meiner Meinung nach waren Leipzig und Leverkusen in dieser Saison besser als der BVB).

    Der Grund für das nicht mehr 100%ige Vertrauen der Vereinsführung in den Trainer war das absolut desaströse Abschneiden in allen drei Pokalwettbewerben.

    Dortmund verzerrt doch regelmäßig zum Saisonende den Wettbewerb. Das davon Hertha BSC dieses Jahr profitieren wird, kommt auch nicht zum ersten Mal vor.

    Grad noch so die Kurve bekommen, Dortmund. Grad noch so.

    Das kann man laut sagen. Mehr Glück als Wille. In der Halbzeitpause habe ich mich auf der Südtribüne nur noch geschämt für das, was meine Borussia bis dahin gezeigt hat. Ist in dieser Form leider die charakterloseste Truppe der Liga. Ist echt eine Schande für die Liga, dass die mit den in dieser Saison gezeigten Leistungen auch noch Vizemeister geworden sind. In der 2. Halbzeit hat man es dann tatsächlich mal für nötig befunden, das Allernötigste zu tun, um für diese nahezu Arbeitsverweigerung auch noch eine Siegprämie einzustecken. Und wenn ich dann lese, dass der Herr Süle keine Lust hatte, mit nach Wolfsburg zu fahren, dann weiß ich jetzt schon, dass das mit neuem Personal wohl kaum besser wird. Leute wie Zorc, der zwar auch nicht immer die richtigen Kicker verpflichtet hat, aber sein Leben lang alles für seinen Verein gegeben hat, vermisse ich immer mehr.

    Der Platz 94 von Arminia bezieht sich allerdings auf die Mannschaften in der UEFA und nicht weltweit.

    Nach der Berücksichtigung der Ergebnisse des 17. Spieltags trifft meine Aussage von oben noch mehr zu: die Differenz zwischen Platz 1 und 2 beträgt jetzt 215 Punkte und die zwischen Platz 2 und 17 nur noch 224 Punkte.

    Der Vorteil der ELO-Ranglisten gegenüber den meisten anderen Ranglisten ist, dass sie ohne irgendwelche Annahmen und von menschlicher Willkür geprägten Koeffizienten auskommen und alle Spiele der Mannschaften berücksichtigen (außer Pokalspiele wegen nur sehr schwer einschätzbarer Qualität unterklassiger Mannschaften) und nicht nur wie z.B. die UEFA-Clubrangliste lediglich die internationalen Spiele, dazu noch ohne jede Berücksichtigung der Gegnerstärke ausschließlich nach Ergebnis.

    Eine ähnliche ELO-Rangliste der Nationalmannschaften (hier aber tatsächlich weltweit und nicht nur UEFA) findet sich hier. Meiner Meinung nach auch besser als die FIFA-Weltrangliste, in der man fast zwangsläufig abrutscht, wenn man längere Zeit keine Pflichtspiele hat.

    Dortmund ist und bleibt ein einziges Ärgernis.

    Finde ich nicht :lachen:

    Ich als BVB-Sympathisant natürlich auch nicht. In gewisser Weise finde ich die Niederlage sogar gut. Denn so bleibt es wenigstens von Platz 2 bis 17 spannend. Ich fände es furchtbar, wenn sich nach den Bayern als ewiger Meister auch noch der BVB als ewiger Zweiter quasi aus einem spannenden Wettbewerb verabschieden würden. So ist der Leistungsunterschied zwischen Platz 2 und 17 kaum grösser als der zwischen 1 und 2:

    Die ELO-Rangliste zeigt meiner Meinung nach noch deutlicher die aktuellen Kräfteverhältnisse auf als die Bundesligatabelle. Der Unterschied zwischen Bayern und BVB ist mit 203 Punkten kaum geringer als zwischen BVB und Bielefeld mit 235 Punkten. Und der in dieser Saison etwas hinterher hinkende 18. muss ja dann auch bald wieder absteigen. Nur leider kann der erste nicht endlich mal aufsteigen und so die Liga auch an der Spitze wieder spannend machen.

    Der Kicker schreibt auch hier, dass Deutschland als Gruppensieger in jedem Fall auf die Schweiz treffen würde. Scheiden aber die Dritten der beiden heute gespielten Gruppen E und F noch aus, was zumindest theoretisch noch möglich ist (dazu müsste allerdings u.a. Portugal mit 4 Toren Differenz gegen Frankreich verlieren), so wäre die Ukraine der Gegner des Siegers der Gruppe F.

    Wenn Portugal ausscheidet, wird Frankreich aber Gruppensieger.

    Ok, da habe ich jetzt nicht zu Ende gedacht.

    Der Kicker schreibt auch hier, dass Deutschland als Gruppensieger in jedem Fall auf die Schweiz treffen würde. Scheiden aber die Dritten der beiden heute gespielten Gruppen E und F noch aus, was zumindest theoretisch noch möglich ist (dazu müsste allerdings u.a. Portugal mit 4 Toren Differenz gegen Frankreich verlieren), so wäre die Ukraine der Gegner des Siegers der Gruppe F.

    Wenn sich der Dritte der Gruppe E heute fürs Achtelfinale qualifizieren sollte trifft er auf jeden Fall im 4. Spiel auf Belgien. Da dürfte der Gegner für den Gruppenzweiten, nämlich Kroatien doch etwas leichter sein.

    Durch die Tatsache, dass die Schweiz auf jeden Fall im Achtelfinale vertreten ist und es auch nicht mehr möglich ist, dass Finnland dabei ist und die Ukraine nicht, sind vereinzelte dieser Angaben schon nicht mehr möglich:

    im Spiel 4 kann Belgien nur noch auf die Dritten der Gruppen A, E und F, nicht mehr auf den Dritten der Gruppe D treffen,

    im Spiel 6 kann der Sieger der Deutschland-Gruppe nur noch auf die Schweiz oder die Ukraine, aber nicht mehr auf Finnland treffen,

    und im Spiel 8 kann der Sieger der Gruppe E nur noch auf Finnland, die Ukraine und den Dritten der Gruppe D, aber nicht mehr auf die Schweiz treffen.

    Sollte also Finnland tatsächlich noch den Sprung ins Achtelfinale schaffen, würden sie auf jeden Fall gegen den Sieger der Gruppe E spielen.

    Und da in keiner der noch nicht abgeschlossenen Gruppen ein Tabellenvierter mit 4 Punkten mehr möglich ist und mit Finnland und der Ukraine zwei Gruppendritte nur drei Punkte haben, stehen alle Teams mit 4 Punkten auch bereits als Achtelfinalteilnehmer fest: Tschechien, England, Schweden und Frankreich.

    Was mir bei der Diskussion hier auffällt, ist die doch etwas ungleiche Bewertung von recht vergleichbaren Vorgehensweisen beider Vereine, nämlich das Ausschöpfen aller legalen Möglichkeiten. Wenn der BVB die Lücken im Statut, die es leider gerade für 2. Mannschaften gibt, geschickt nutzt, so wird das als sehr verwerflich beurteilt. Reicht RWE hingegen gegen sportliche Entscheidungen eine Klage ein und will diese wohlmöglich auch noch vor ordentlichen Gerichten anfechten, so wird dies als ihr gutes Recht verteidigt und sogar als deren Pflicht angesehen.

    Sollte sich die Vorgehensweise der Dortmunder dagegen als nicht 100%ig mit den Statuten vereinbar erweisen, so sage ich als Dortmund-Anhänger klipp und klar: dann gehören sie mit einem ordentlichen Punktabzug bestraft und dürfen auf keinen Fall noch mit dem Aufstieg belohnt werden.

    Auch wenn es sich nicht gehört, zu einem anderen geschlossenen Thread nochmal nachzuhaken, möchte ich meine Bemerkungen zu zwei Behauptungen aus dem Thread "Wer steigt im Westen auf - BVB II oder RWE?" hier noch loswerden:

    1. es wird mehrfach auf die angebliche Ungleichbehandlung von Corona-Fällen bei der 1. und 2. Mannschaft verwiesen. Als Beispiel wird der Corona-erkrankte Axel Witsel aufgeführt. Der befand sich jedoch bei seiner Corona-Erkrankung nach seiner Achillessehnen-Verletzung in seiner Heimat in Belgien. Warum hätte man da Teile der Mannschaft in Quarantäne schicken sollen?

    2. es wird auf das Entscheidungsspiel der Relegation 1986 BVB-Fortuna Köln verwiesen, bei dem sich die Dortmunder angeblich durch eine Weigerung der Zustimmung zur Spielverlegung einen ungerechtfertigten Vorteil verschafft haben. Natürlich waren die Dortmunder nicht begeistert, dass die ohnehin bereits um mehrere Wochen verlängerte Saison nochmals um, wie von den Kölnern gewünscht, mehrere weitere Wochen verschoben worden wäre. Nachdem der Termin für das 3. Spiel vom DFB bereits einmal um eine Woche verschoben worden war, hat der DFB entschieden, dass die Saison irgendwann auch mal zu Ende sein muss, zumal der Dortmunder Eike Immel im Kader der unmittelbar bevorstehenden WM stand. Das war einfach Pech für die Kölner, dass sie ausgerechnet zu Saisonende so viele Verletzte hatten.

    Genau so kann es zum Pech vom BVB II werden, dass sie kurz vor Schluss die Corona-Fälle hatten und ähnlich wie Kiel durch die dicht aufeinander folgenden Spiele nun einfach platt sind und den Aufstieg noch verpassen.

    Ich würde beiden den Aufstieg gönnen. BVB II als BVB-Anhänger natürlich ohnehin, aber ich mag auch RWE sehr und als neutraler Fußballfan bevorzuge ich natürlich auch immer den Aufstieg einer ersten Mannschaft gegenüber einer zweiten.

    Ebenfalls schon lange für überfällig halte ich diese Änderung der Handspielregel. Mit den letzten Regeländerungen hat man alles nur immer ungerechter statt gerechter gemacht. Die Spiele wurden doch schon fast zum Glücksspiel: wer häufiger den Arm im Strafraum zufällig in der Flugbahn des Balles hatte, kassierte einen Elfer und damit deutlich häufiger eine Niederlage. Ein nicht angelegter Arm beim Sprung zu einem Kopfball ist nun mal eine vollkommen natürliche Bewegung beim Versuch, möglichst hoch zu springen und außerdem das Gleichgewicht zu halten. Natürlich ist die neue Regel, die wieder wesentlich näher bei der ursprünglichen liegt (Absicht ist entscheidend) schwammiger und wird auch wieder in vielen Fällen für Diskussionen sorgen. Aber ich halte sie für wesentlich besser, da es längst nicht mehr so viele ungerechte Elfmeter für unbeabsichtigte Aktionen eines abwehrenden Spielers gibt, durch die er sich oft auch noch keinerlei Vorteil verschafft hat.