Ok, guter Hinweis mit der Freikartenaktion, wären wohl sonst „ein paar“ Zuschauer weniger gewesen. Aber an sich haben sie dann in Aalen vieles richtig gemacht. Reutlingen als vermeintlich großer Name zieht dann wohl vermutlich mehr Leute an als gegen einen No-Name-Gegner, und wenn man dann noch 4:0 gewinnt, kommt man sicher auch mal wieder ins Stadion.
Der Begriff „Realitätscheck“ passt ganz gut. Wir ersparen uns hier am besten die Details, weshalb es beim SSV so ist, wie es nun mal ist. Geht ja nicht darum, dass man von heute auf morgen von der Oberliga sich zu einem schlagfertigen Zweitligisten wandeln möchte. Wenn man aber sieht, dass man selbst von der Oberligaspitze gefühlt meilenweit entfernt ist, ist das schon irgendwie bitter. Nun am besten gegen Mannheim auf Schadensbegrenzung gehen und dann wieder den Blick nach vorne richten.
Ich konnte ein Gespräch zwischen zwei Aalener Fans „belauschen“, was ich inhaltlich nicht ganz nachvollziehen konnte. Die beiden meinten sinngemäß: „Seit x Jahren haben sie in Reutlingen eine große Klappe und denken, sie seien die tollsten und besten in der Oberliga, und am Ende schaffen sie gerade mal den Klassenerhalt.“ Da frage ich mich auch: Geben wir wirklich nach außen so ein unrealistisches Bild ab, oder schiebt man uns eine Rolle zu, die wir selber gar nicht haben wollen und auch nicht verlangt haben?