Presseerklärung des 1. FC Frankfurt (Oder) zur Staffeleinteilung der NOFV-Oberliga
Der 1. FC Frankfurt (Oder) hat gegen die Entscheidung zur Einteilung der NOFV-Oberliga-
Staffeln Einspruch eingelegt.
Der Verein beantragt, entsprechend der regionalen Zuordnung wieder der Oberliga Nord zugewiesen zu werden.
Wir möchten ausdrücklich betonen:
Die Oberliga Süd ist sportlich eine sehr attraktive Staffel mit vielen traditionsreichen und interessanten Vereinen.
Wir haben großen Respekt vor allen
Mannschaften dieser Liga und würden uns sportlich ohne Zweifel auf diese Begegnungen
freuen.
Es geht vielmehr um die erheblichen organisatorischen, wirtschaftlichen und fanbezogenen Folgen, die die aktuelle Einteilung für unseren Verein mit sich bringt.
Uns ist bewusst, dass bei Vakanzen oder zahlenmäßigen Ungleichgewichten in den Staffeln geprüft werden muss, welche regionale Lösung am naheliegendsten ist.
Wenn eine Staffel aufgefüllt werden muss, ist es nachvollziehbar, den Verein zu berücksichtigen, bei dem die geringsten zusätzlichen Wege entstehen.
In diesem Zusammenhang ist die Zuordnung des
VfB 1921 Krieschow zur Oberliga Süd für uns nachvollziehbar.
Nicht nachvollziehbar ist jedoch, warum darüber hinaus auch zusätzlich der 1. FC Frankfurt (Oder) aus der regional naheliegenden Nordstaffel herausgelöst und der Südstaffel zugeordnet
wird.
Nach den uns vorliegenden Berechnungen entsteht dadurch für die Liga insgesamt kein
relevanter Vorteil.
Stattdessen wird die zusätzliche Belastung nahezu ausschließlich auf den 1.
FC Frankfurt (Oder) verlagert.
Der NOFV begründet seine Abweichung von den regionalen Grundsätzen mit einer Verkürzung der Gesamtstreckenkilometer aller Vereine von 67 km.
Das ist bei berechneten 62.747 Gesamtkilometern 1 Promille oder ca. 140 m für jede der 480 notwenigen Fahrtstrecken.
Nach unseren Berechnungen entstehen dem 1. FC Frankfurt (Oder) durch die Zuordnung zur Südstaffel hingegen rund 2.700 zusätzliche Fahrtkilometer.
Hinzu kommen teils deutlich längere Reisezeiten, insbesondere durch lange Auswärtsfahrten sowie
Landstraßen- und Mischrouten.
Für einen Oberligaverein bedeuten diese Mehrkilometer erhebliche Zusatzkosten.
In der Nordstaffel hätten wir mehrere kurze Auswärtsfahrten, insbesondere nach Berlin, mit
vereinseigenen Kleinbussen abdecken können.
Durch die Zuordnung zur Südstaffel fallen
diese kurzen und organisatorisch gut darstellbaren Fahrten weitgehend weg. Stattdessen sind wir nun voraussichtlich bei nahezu allen Auswärtsfahrten auf einen großen Reisebus angewiesen.
Das führt zu erheblichen Mehrkosten.
Wir rechnen insgesamt mit einer zusätzlichen
wirtschaftlichen Belastung im Bereich von rund 12.000€ bis 15.000€.
Diese Kosten betreffen nicht nur den Verein als Organisation, sondern auch Mannschaft, Trainerteam, Betreuer und das gesamte sportliche Umfeld.
Auch für unsere Fans hätte die Zuordnung zur Südstaffel spürbare Auswirkungen.
Viele Auswärtsfahrten wären deutlich länger, zeitaufwendiger, kostenintensiver und bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel innerhalb eines Tages fast unmöglich.
Darunter leidet auch die Unterstützung unserer Mannschaft.
Aus unserer Sicht wird die Last einer möglichen rechnerischen Gesamtoptimierung der
Oberliga-Staffeln nahezu ausschließlich auf den 1. FC Frankfurt (Oder) verlagert.
Der regionale Grundsatz der Staffeleinteilung sollte deshalb weiterhin maßgeblich bleiben.
Traditionell gehören Vereine aus Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zur
Nordstaffel, während Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen der Südstaffel zugeordnet sind.
Klar ist trotzdem: Für unsere Spieler, Trainer, Mitglieder und Fans ist wichtig: Wir stellen
uns jeder sportlichen Herausforderung.
Die Oberliga Süd ist eine starke und attraktive Liga. Dennoch müssen wir als Verein verantwortungsvoll handeln, wenn eine nicht ausreichend begründete und nicht nachvollziehbare Entscheidung erhebliche wirtschaftliche, organisatorische und auch fanbezogene Folgen für uns hat.
Vorstand