10. Rugby-Weltmeisterschaft 2023 in Frankreich

  • Ich habe mich sehr über Fidschis Sieg gegen Australien gefreut. Fidschi dürfte das Viertelfinale so gut wie sicher haben. Australien könnte bereits nach der Vorrunde ausscheiden.

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  • Hatte mir gestern mal Australien gegen Fiji in voller Länge gegönnt. Und wurde nicht enttäuscht. Trotz gefühlt einer Million Schlampigkeiten gewinnt Fiji am Ende 22-15, was jetzt nicht als Sensation, aber schon als große Überraschung einzusortieren ist. In der Gruppe könnte es jetzt eine Millimeterentscheidung zwischen Wales, Fiji und Australien um den Viertelfinaleinzug geben. Näheres weiß man, wenn nächsten Sonntag Australien und Wales das letzte direkte Duell im die Plätze an der Sonne ausgetragen haben. Am Ende könnte Fiji der verpasste Straftritt in der Nachspielzeit, der Australien damit den Bonuspunkt beließ, das Viertelfinale gekostet haben. Sympathische Mannschaft dieses Fiji, kein taktisches Geeiere, sondern wie schon gegen Wales 80 Minuten Vollgas mit höchstem Risiko. Da macht das Zuschauen auch für den alle vier Jahre Gelegenheitsgucker, das aber schon seit 2003, reichlich Spaß.

  • Ich habe mich sehr über Fidschis Sieg gegen Australien gefreut. Fidschi dürfte das Viertelfinale so gut wie sicher haben. Australien könnte bereits nach der Vorrunde ausscheiden.

    Trotz Sieg über Fiji ist es auch für Wales bereits das Endspiel nächsten Sonntag gegen Australien. Bei einem Sieg sind die Waliser logischerweise durch. Aber bei einer einer herben Klatsche, sprich zwei Bonuspunkte für Australien, aber keinen für Wales, sind sie an den letzten beiden Spieltagen auf Schützenhilfe der Außenseiter angewiesen, dass diese zumindest genug Gegenwehr bieten, den jeweiligen Bonuspunkt zu verhindern. Auch Wales kam ja gestern nur auf den allerletzten Drücker zum Bonuspunkt.


    Ich hatte all die Jahre diese seltsamen Bonuspunkte immer als irgendwie sinnfrei erachtet.


    Nach zB den UEFA-Regeln wäre der Drops in der Gruppe nach dem nächsten Spieltag in jedem Fall bereits selbst dann gelutscht, wenn Australien Wales besiegt. Weil der Dreiervergleich damit entschieden wäre, im Übrigen die Pflichtsiege unterstellt.


    Aber in dieser Gruppenkonstellation sind sie jetzt natürlich der Knüller für die Spannung.

  • Auch das Argument, dass die kleinen Mannschaften durch die WM-Teilnahme "lernen" können, verfängt imho nicht. Ich weiß noch, wie ich mit Frau Lohmann anno 2007 in Paris war, als auch gerade vor Ort eine Rugby-WM war, als wir mit dem Taxi ins Hotel zurück fuhren, und meine paar Jahre Schulfranzösisch immerhin ausreichten, dem Radiokommentar soweit zu folgen, dass Frankreich mit Namibia Katz und Maus gespielt hat. Und morgen wiederholt sich die Geschichte. Wir sind zwar diesesmal nicht in Paris. Aber wieder spielen die Gastgeber gegen Namibia, und kaum jemand rechnet damit, dass es diesemal Mal glimpflicher als 71 : 9 ausgeht.

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  • Ich sehe da auch keinen großen Nutzen. Klar, die Rugby-WM wird immer populärer und auch Rugby an sich gewinnt in vielen Ländern an Zuspruch. Zudem ist die WM bei potenten Sponsoren attraktiv. Aber das wird ja nicht besser, nur weil man dann z. B. Madagaskar oder Indien oder das Entwicklungsland Deutschland krampfhaft da reinbringt.


    Die Mannschaften 21-24 würden doch selbst von Rumänien, das gerade hilfslos durch aktuelle Turnier stolpert, wiederum mit 40:8 abgeledert.

    Da braucht man echt nur auf die Qualifikationsergebnisse schauen.


    Solange die "6 Nations" immer nur unter sich spielen, aber sich gerade mal alle 4 Jahre herablassen, zwei oder drei Spiele gegen die Amateur-Nationen zu spielen, werden diese nie lernen. Denn dafür braucht es Wettkampfbedingungen. Aber das ist unrealistisch. Warum sollten die "6 Nations" sich dazu herablassen?

    Dem stimme ich auch zu, zumal ja Italien als Six-Nations-Mitglied offenbar seit Aufnahme im Jahr 2000 dort i.d.R. mit wenigen bescheidenen Ausnahmen auch nicht viel gerissen hat (und man schon diskutiert hat, diese durch Südafrika zu ersetzen).

    Die einen kennen mich, die anderen können mich.

  • Zitat

    Auch das Argument, dass die kleinen Mannschaften durch die WM-Teilnahme "lernen" können, verfängt imho nicht. Ich weiß noch, wie ich mit Frau Lohmann anno 2007 in Paris war, als auch gerade vor Ort eine Rugby-WM war, als wir mit dem Taxi ins Hotel zurück fuhren, und meine paar Jahre Schulfranzösisch immerhin ausreichten, dem Radiokommentar soweit zu folgen, dass Frankreich mit Namibia Katz und Maus gespielt hat. Und morgen wiederholt sich die Geschichte. Wir sind zwar diesesmal nicht in Paris. Aber wieder spielen die Gastgeber gegen Namibia, und kaum jemand rechnet damit, dass es diesemal Mal glimpflicher als 71 : 9 ausgeht.

    Da hat Namibia dann ja mal richtig viel gelernt bei den WM-Teilnahmen 2007, 2011, 2015 und 2019. Dieses Mal 96:0. Ohne Worte...

  • :gute_laune: :popcorn1:


    Heute Abend das vermutlich vorentscheidende Spiel um den Gruppensieg in B, Südafrika vs. Irland.

    Der amtierende Weltmeister gegen den aktuell Weltranglistenersten. Ab 21 Uhr bei Pro7 Maxx.


    Bitter, das es dann im Viertelfinale wohl schon zum Aufeinandertreffen mit den anderen großen Kalibern Frankreich/Neuseeland kommen wird. Während sich die Engländer in der anderen Tableauhälfte vermutlich durchmogeln können.

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • Bitter, das es dann im Viertelfinale wohl schon zum Aufeinandertreffen mit den anderen großen Kalibern Frankreich/Neuseeland kommen wird. Während sich die Engländer in der anderen Tableauhälfte vermutlich durchmogeln können.

    Welche andere Tableauhälfte? Im Halbfinale spielen die Gruppen A/B und C/D doch bereits überkreuz, nicht erst im Finale. England kann sich also nicht durch eine etwaige Tableauhälfte ins Finale mögeln. Im Halbfinale, so England denn sein Viertelfinale gegen Wales/Australien/Fiji gewinnt, imho auch lange kein Selbstläufer, wartet defintiv einer der vier Großkaliber.

  • Australien kann hingegen nach einer sagenhaften 6 : 40 Klatsche gegen Wales wohl die Koffer packen. Wales damit sicher im Viertelfinale. Und Fiji müsste sich jetzt schon selten dämlich anstellen, nicht den zweiten Viertelfinalplatz in der Gruppe einzutüten. Selbst schon so eher nicht zu erwartende Ergebnisse wie eine knappe Niederlage gegen Georgien und ein nur knapper Sieg über Portugal reichen dafür völlig aus.