8. Spieltag: SV Waldhof II - VfR Mannheim

  • Derbytime am Alsenweg

    Rasenspieler gastieren am Sonntag (15:00 Uhr) beim SV Waldhof II

    (mk) Die Stimmung könnte beim VfR Mannheim besser kaum sein. Aufgrund einer nach wie vor verlustpunktfreien Verbandsligasaison thronen die Rasenspieler auf dem ersten Tabellenplatz, den sie auch am vergangenen Sonntag in der Begegnung mit dem VfB Bretten verteidigen konnten. Basierend auf einer stabilen Defensive stellte der Gast aus Mittelbaden den VfR zwar vor große Probleme und konnte gegen Mitte der ersten Halbzeit sogar die Führung markieren. Doch im zweiten Durchgang setzte sich die hohe spielerische Klasse der Blau-Weiß-Roten gegen den tapfer agierenden Aufsteiger durch und bescherte dadurch den sechsten aufeinanderfolgenden Saisonsieg.


    Am kommenden Sonntag (15:00 Uhr) wartet auf den VfR eine Begegnung der besonderen Art: Das Derby beim SV Waldhof II steht vor der Tür, ein Duell, das im Lager der Rasenspieler nicht nur positive Erinnerungen hervorruft. Grund hierfür sind die vergangenen drei Partien gegen den SV Waldhof II, die allesamt verloren gingen. In der vergangenen Saison konnte der VfR jedem Gegner zumindest ein Mal Punkte abknöpfen, nur beim blau-schwarzen Kontrahenten aus dem Mannheimer Norden bissen sich die Rasenspieler sowohl in der Hinrunde als auch in der Rückrunde die Zähne aus.


    Der SV Waldhof II dürfte auch in dieser Runde ein unangenehm zu bespielender Gegner sein. In einzelnen Begegnungen konnte der Tabellenneunte seine Qualitäten bereits aufblitzen lassen. Vor allem der überraschend deutliche 4:0 Erfolg gegen den SV Spielberg, einen Top-Favoriten auf den Aufstieg in die Oberliga, imponierte sehr und unterstrich, dass der SVW unter optimalen Rahmenbedingungen jeden Gegner der badischen Verbandsliga in die Knie zwingen kann. Auf der anderen Seite ist es dem jungen Team von Nico Seegert bisher noch nicht geglückt, konstant auf höchstem Verbandsliganiveau zu agieren. Die deftige 0:4 Pleite vor zwei Wochen gegen den aktuellen Tabellendritten FC Zuzenhausen verdeutlichte, dass spielerische Schwankungen auch am Alsenweg auftreten können. Zuletzt feierte der SVW einen 2:1 Erfolg beim Tabellenvorletzten SV Langensteinbach


    Mindestens eine Serie wird am kommenden Sonntag ihr Ende finden. Entweder muss der VfR erstmals in dieser Saison Punkte abgeben oder der SV Waldhof II wird erstmals seit Dezember 2019 gegen die Blau-Weiß-Roten nicht als Sieger den Platz verlassen.

  • VfR bringt einen Zähler mit

    Remis bei der U23 des SV Waldhof


    (tb) Nach den sechs gewonnenen Auftaktspielen musste der VfR mit dem heutigen Unentschieden erstmals Federn in dieser Saison lassen. Allerdings genügte der Punkt auf dem Waldhof, um die Tabellenführung in der Verbandsliga Baden zu behaupten.


    In der ersten Viertelstunde war der VfR tonangebend. Der Ball zirkulierte sicher durch die eigenen Reihen, ohne aber in Strafraumnähe für Torgefahr zu sorgen. Waldhof zog sich zurück, deckte eng vor dem eigenen Strafraum und lauerte auf Konter. So geschah es in der 12. Minute, als Azizi seinen Mitspieler mit einem weiten Diagonalpass in Szene setzte. VfR-Torwart Paul Jivan geriet unter Druck und verursachte einen Eckball. Dieser wurde scharf hereingegeben und landete bei einem SVW-Angreifer, der sofort knallhart abzog. Zum Glück war Jivan inzwischen wieder auf dem Posten und wehrte diese Großchance ab.


    Der VfR zog sich nun seinerseits zurück, musste aber ab nun höllisch aufpassen, denn die Waldhöfer nutzten die entstehenden Räume, um ihre Stürmer in Szene zu setzen. So hatten die Rasenspieler Glück, als nach einem Eckball der aus dem Drittligakader des SVW abgestellte Malte Karbstein am höchsten stieg, seinen Kopfball aber in den Armen von VfR-Torhüter Jivan verenden ließ. Angesichts weiterer Chancen für den SVW musste der VfR zur Halbzeit über das torlose Unentschieden froh sein, denn die eigenen Offensivaktionen waren bis dahin kaum der Rede wert.


    Das änderte sich in der 2. Halbzeit. In der 49. Minute bot sich Malik Mikona eine Riesenchance, jedoch landete sein Schuss in den Armen von SVW-Torwart Jan-Christoph Bartels. Im Gegenzug kombinierten sich die Waldhöfer in den VfR-Strafraum. Ein Angreifer kam nach einem Stoß von hinten zu Fall. Klare Entscheidung des konsequent leitenden Schiedsrichters: Strafstöß. Die Ausführung war eigentlich Erfolg versprechend: flach und platziert, Jedoch tauchte Jivan in die richtige Ecke ab und entschärfte den Ball.


    Der SVW blieb weiter gefährlich. Nach einem Präzisionspass von Malte Karbstein in Minute 61 taten sich in der VfR-Abwehr Lücken auf. Diese nutzte SVW-Angreifer Patrick Hocker und erzielte aus kurzer Distanz den Führungstreffer für die Platzherren. 10 Minuten später hätten die Waldhöfer den Deckel draufmachen können, aber Jivan fühlte sich offenbar inzwischen warmgeschossen und parierte einen gefährlichen Schuss von der Strafraumgrenze souverän. Das rächte sich im Gegenzug, als Ali Ibrahimaj nach einem schnellen Gegenstoß im Strafraum angespielt wurde. Bei seinem Schuss erwischte er Torwart Bartels auf dem falschen Fuß und erzielte den Ausgleich.


    In der Schlussphase hatte der VfR gegen kräftemäßig nun stark nachlassende Waldhöfer weitere Chancen. So verpasste Gerber den Siegtreffer in der 71. Minute nach einer chaotischen Situation im SVW-Strafraum sowie in Minute 83, als er freistehend drüber schoss. Jetzt war beim VfR auch wieder der in dieser Partie lange vermisste Spielwitz zu erkennen. Der Schlusspfiff des Schiedsrichters beendete schließlich eine spannende Partie mit einem alles in allem angemessenen Resultat.


    Aufstellung SV Waldhof II:

    Bartels – Changjae Lee, Karbstein, Lutz (84. Marsal), Hocker, Shinhyung Lee (87. Hlywka), Winkler, Schacherer (74. Krischa), Rona, Azizi (64. Barisic), Germies


    Aufstellung VfR:

    Jivan – Szarka, Kuhn, Raimondo-Metzger, Denefleh – Jüllich, Schwöbel (64. Muca), Weil – Ibrahimaj, Lodato (57. Sabah) – Mikona (61. Gerber)


    Tore:

    1:0 Hocker (61.)

    1:1 Ibrahimaj (68.)


    Schiedsrichter:

    Jannik Ganji, Bretten

  • Der Waldhof-Nachwuchs wurde mit drei (!!!) Spielern aus dem Profikader unterstützt. Alle drei durchaus Kandidaten für die erste Elf. Zeigt wieder einmal, dass Zweitvertretungen, U23-Mannschaften - wie auch immer sie heißen magen - nichts im Regelbetrieb zu suchen haben!
    Für den VfR reicht der Punkt zum Glück trotzdem für die Tabellenführung. Zuzenhausen, Spielberg und Mühlhausen bilden das Verfolger-Trio. Es bleibt spannend.

  • Der Waldhof-Nachwuchs wurde mit drei (!!!) Spielern aus dem Profikader unterstützt. Alle drei durchaus Kandidaten für die erste Elf.

    in welchem Alter sind die Spieler ?

    Bartels 23 Jahre, am 3.Spieltag im Tor bei den Profis gewesen.
    Karbstein 24 Jahre, 4 Spiele bei den Profis, alle über 90 Minuten.

    Winkler 19 Jahre, 5 Spiele bei den Profis, allerdings viermal als Einwechselspieler mit maximal 25 Minuten Einsatzzeit.

    Noch als Ergänzung: alle drei Spieler hätten bislang 9 Partien in der 3. Liga absolvieren können.


    Kann jetzt jeder selbst beurteilen, inwiefern man hier das Argument "Spielpraxis sammeln" gelten lässt.

  • Karbstein war in Offenbach bis zu seiner Verletzung, absoluter Stammspieler.

    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)