• Deutsche Hockey-Damen schaffen Klassenverbleib


    Ende gut, alles gut: Die deutschen Hockey-Damen haben die Nerven behalten und den Abstieg aus der Champions Trophy verhindert.


    Im Relegationsspiel um Rang fünf setzte sich das Team von Bundestrainer Markus Weise in Canberra in beeindruckender Manier 5:1 (2:0) gegen Südkorea durch und bleibt dadurch im Feld der sechs weltbesten Hockey-Nationen. «Wir haben es geschafft, mit der richtigen Einstellung in diese wichtige Partie zu gehen und konnten mit dem Druck besser umgehen als die Koreanerinnen», meinte Weise erfreut über das Happy End für seine stark ersatzgeschwächt angetretene Mannschaft. Die Niederlande verteidigten im Finale ihren Trophy-Titel durch ein 5:4 im Siebenmeterschießen gegen Australien.


    «Wir haben uns die TV-Bilder vom 2:1-Vorrundensieg gegen Südkorea angeguckt. Das hat die Stimmung merklich verbessert und gelöst», berichtete Weise über seine Maßnahmen vor dem Abstiegsspiel. Sie erwiesen sich einmal mehr als Basis für den dringend nötigen Erfolg. Erstmals bei der 13. Trophy ging die DHB-Elf in Führung: Nadine Ernsting-Krienke (5.) und Silke Müller (16.) sorgten für ein 2:0. Nach dem 1:2 durch Mi Hyun Park (38.) und «einer kurzen Chaos-Phase» (Weise) erwies sich erneut die starke Torfrau Yvonne Frank als großer Rückhalt, ehe Maike Stöckel (50.), Kerstin Hoyer (52.) und Natascha Keller (59.) für Deutschland alles klar machten. Die Südkoreanerinnen müssen nun 2006 in der zweitklassigen Champions Challenge antreten.


    Mit dem positiven Turnierabschluss behielt auch Weise seine «weiße Weste». Seit seiner Amtsübernahme Mitte 2003 hat der Damen-Coach das so genannte «schwache Geschlecht» auf den Erfolgsweg zurückgeführt. Nach Rang drei bei der EM 2003 in Barcelona, zweiten Plätzen bei der Trophy 2004 und der EM 2005 in Dublin sowie der Krönung mit dem sensationellen Olympiasieg 2004 in Athen kam nun zwar das bisher schwächste Ergebnis unter dem Mannheimer zu Stande. Doch angesichts des Fehlens von fünf Stammkräften, darunter Top-Aktrice Fanny Rinne, ist der Klassenverbleib als Erfolg zu werten: Denn er sichert auch die Teilnahme an der 14. Trophy im Juli 2006 in Amstelveen.


    Die Niederlande feierten dank ihrer Nervenstärke vom Siebenmeter- Punkt nach 1987, 2000 und 2004 ihren vierten Trophy-Triumph und sind nach Australien erst die zweite Nation, die diesen Titel verteidigen konnte. Das Spiel um Rang drei gewann überraschend China mit 9:8 im Siebenmeterschießen gegen Weltmeister Argentinien. Deren Superstar Luciana Aymar wurde am Rande der Trophy - wie 2004 und zum dritten Mal insgesamt - zur Welthockey-Spielerin des Jahres gewählt.


    Quelle: dpa

    Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.

  • Da haben die Ladies ja so gerade nochmal die Kurve gekriegt. :zwinkern:


    Aber immerhin, stark ersatzgeschwächt Ziel erreicht.

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • DHB-Herren mit Remis gegen Holland

    Hockey-Weltmeister Deutschland hat beim Turnier um die Champions Trophy im indischen Chennai seinen ersten Punkt geholt.


    Nach der 1:4-Auftaktniederlage gegen Olympiasieger Australien erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Bernhard Peters gegen den Erzrivalen Niederlande zumindest ein 2:2 (0:1)-Unentschieden.


    Dabei hatten die Holländer bereits mit 2:0 in Führung gelegen, ehe Christopher Zeller (63.) und Matthias Witthaus (66.) für den Ausgleich sorgten. Im Gesamtklassement belegt das DHB-Team nun den fünften Platz.


    Quelle: http://www.sport1.de

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  • Vier-Nationen-Turnier im Warsteiner HockeyPark:
    Ostern steigt die Generalprobe für die WM


    Das wird eine hochkarätige Premierenveranstaltung! Ostern kommen drei amtierende Kontinentalmeister zur Eröffnung des Warsteiner HockeyParks nach Mönchengladbach. Das Vier-Nationen-Turnier der Herren, mit Weltmeister Deutschland, Asienmeister Indien, Südamerikas Champion Argentinien und dem europäischen Titelträger Spanien, vom 15. bis 17. April ist gleichzeitig eine würdige Generalprobe für die BDO Feldhockey-Weltmeisterschaft der Herren, die vom 6. bis 17. September dieses Jahres an gleicher Stelle ausgetragen wird.


    Bundestrainer Bernhard Peters wird schon kurz vorher beim großen Zentrallehrgang seinen gesamten erweiterten WM-Kader in Mönchengladbach zusammenziehen, um die optimale Zusammensetzung für das Vier-Nationen-Turnier zu finden. Im 18-köpfigen Kader werden ihm dann lediglich Tibor Weißenborn (Bloemendaal), Oliver Markowski (Club de Campo Madrid) und die Spieler des Club an der Alster fehlen, die gleichzeitig mit ihren Vereinen am Europapokal der Pokalsieger in Reading (ENG) teilnehmen. Auch Spaniens Trainer Mauritz Hendriks wird deshalb nicht auf die Spieler aus Madrid zurückgreifen können.


    Indien und Argentinien kommen hingegen mit allen Assen nach Mönchengladbach. Alle drei Gastmannschaften sind durch ihre kontinentalen Erfolge bereits für die BDO Weltmeisterschaft im Herbst qualifiziert und kommen gern, um den Austragungsort der WM ein erstes Mal in Augenschein zu nehmen. Der Modus des Turniers lautet „Jeder gegen Jeden“, mit täglich zwei Spielen. Turniersieger ist der Tabellenführer des Abschluss-Klassements. Informationen zum genauen Spielplan erhalten Sie demnächst auf der Website des Deutschen Hockey-Bundes (http://www.deutscher-hockey-bund.de).


    Karten bereits verfügbar über http://www.ticketonline.de


    Karten für das Vier-Nationen-Turnier können ab sofort gebucht werden beim DHB-Ticketpartner http://www.ticketonline.de. Alle vier Teams bestreiten jeden Tag ein Spiel, so dass die Besucher täglich alle Top-Stars zu sehen bekommen.


    Im Preis für die Karten am Samstag ist die Teilnahme an der offiziellen Eröffnungsfeier des Warsteiner HockeyParks, mit einem Top-Unterhaltungsact im Rahmenprogramm bereits beinhaltet.


    Quelle: http://www.deutscher-hockey-bund.de

  • Hockey-Herren gewinnen WM-Auftaktspiel gegen Indien

    Christopher Zeller hat Hockey- Weltmeister Deutschland beim Unternehmen Titelverteidigung einen Auftakt nach Maß beschert. ZwieTreffer (26./69. Minute) steuerte Zeller im Eröffnungsspiel der Heim-WM zum 3:2 (1:0)- Erfolg über Asienmeister Indien bei.


    Der Torjäger aus München hatte damit in Mönchengladbach maßgeblichen Anteil am knappen, aber verdienten Erfolg der jungen Mannschaft von Bundestrainer Bernhard Peters. Vor der mit 7 500 Zuschauern größten Kulisse bei einem Hockey-Länderspiel in Deutschland hatte Oliver Hentschel (59.) das dritte Tor zum Sieg beigesteuert. Für den Rekord- Olympiasieger aus Indien traf Shivendra Singh doppelt (54./64.).


    «Das Wichtigste ist dieser Sieg. Man hat meinen Jungs die Anfangs- Nervosität angemerkt, aber sie haben toll gekämpft», meinte Peters, der seine Asse vorher eindringlich aufgefordert hatte: «Wir müssen geil auf den Sieg sein.» Kapitän Timo Weß war ebenfalls «froh über die drei Punkte», bekannte aber selbstkritisch: «Wie immer war auch diesmal aller Anfang schwer. Es waren einige Abwehrfehler dabei, die wir nicht wiederholen dürfen, aber auch nicht wiederholen werden.»


    Mit Abwehrrecke Philipp Crone, dessen 333. Länderspiel-Einsatz nach Magen-Darm-Grippe erst kurz vor dem Anpfiff feststand, agierten die Deutschen bei sommerlichen Temperaturen um die 28 Grad von Beginn an druckvoll. Matthias Witthaus (4.) und Zeller (8.), der nach einem gekonnten Solo mit einem schönen Linksschuss den Pfosten traf, boten sich früh die ersten guten Einschussmöglichkeiten.


    In der Folge kamen die unberechenbaren Inder, die ihren letzten großen Erfolg beim Olympiasieg 1980 in Moskau feierten, dann jedoch besser ins Spiel. Torwart Uli Bubolz, der überraschend den Vorzug vor der bisherigen Nummer 1, Christian Schulte, erhalten hatte, rückte in den Mittelpunkt und bestand seine ersten beiden Bewährungsproben (14./16.). Deutschlands erste Strafecke brachte dann den erlösenden Führungstreffer, den Spieler und Fans enthusiastisch feierten. Bubolz rettete das 1:0 gegen den freistehenden Khandker (32.) in die Pause.


    Nach Wiederbeginn nutzte die DHB-Elf ihre numerische Überlegenheit - Kanwalpreet Singh kassierte eine Fünf-Minuten-Strafe - nicht und auch Moritz Fürste (47.) kam freistehend an D'Souza nicht vorbei. Die Inder erhöhten daraufhin den Druck - und wurden belohnt: Bubolz parierte Indiens erste Strafecke noch glänzend, bei der zweiten «Kurzen» war Shivendra Singh dann aber im Nachschuss erfolgreich.


    Nun kam es zum offenen Schlagabtausch. Die Hausherren legten noch einmal zu und ausgerechnet Hentschel, der das letzte WM-Ticket im 18er-Kader ergattert hatte, traf zum 2:1. Ein kapitaler Abspielfehler in der Defensive ermöglichte Indien das glückliche 2:2, ehe nach Witthaus' glänzender Vorarbeit der künftig für den niederländischen HC Bloemendaal spielende Zeller den Schläger ein zweites Mal erfolgreich einsetzte. Danach kannte der Jubel keine Grenzen.


    Quelle: dpa

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  • Tag 2 (07.09.)

    » Indien - England 2 : 3
    » Pakistan - Japan 4 : 0
    » Australien - Spanien 1 : 3
    » Niederlande - Südafrika 2 : 0




    TAG 1


    » Korea - Niederlande 3 : 2
    » Argentinien - Neuseeland 0 : 3
    » Deutschland - Indien 3 : 2


    Gruppe A

    PL TEAM SP SI TORE PKT

    1 Pakistan 1 1 4:0 3
    2 Neuseeland 1 1 3:0 3
    3 Spanien 1 1 3:1 3
    4 Australien 1 0 1:3 0
    5 Argentinien 1 0 0:3 0
    6 Japan 1 0 0:4 0

    Gruppe B

    PL TEAM SP SI TORE PKT

    1 Niederlande 2 1 4:3 3
    2 England 1 1 3:2 3
    2 Deutschland 1 1 3:2 3
    2 Korea 1 1 3:2 3
    5 Indien 2 0 4:6 0
    6 Südafrika 1 0 0:2 0

  • Stand 08.09.06 - 22.00h

    Gruppe A

    PL TEAM SP SI TORE PKT

    1 Pakistan 2 1 8:4 4
    2 Neuseeland 2 1 7:4 4
    3 Spanien 2 1 4:2 4
    4 Argentinien 2 0 1:4 1
    5 Australien 1 0 1:3 0
    6 Japan 1 0 0:4 0

    Gruppe B

    PL TEAM SP SI TORE PKT

    1 Korea 2 2 4:2 6
    2 Niederlande 2 1 4:3 3
    3 Deutschland 1 1 3:2 3
    4 England 2 1 3:3 3
    5 Indien 2 0 4:6 0
    6 Südafrika 1 0 0:2 0

  • Vor Traumkulisse gegen den Erzrivalen



    Mönchengladbach - Deutschlands Hockey-Herren stehen bei der WM im eigenen Land schon im zweiten Spiel vor dem ersten Höhepunkt.


    Nach dem Auftaktsieg gegen Indien steht am Samstag das Duell des Titelverteidigers mit dem Erzrivalen Niederlande auf dem Programm - und der neue Hockey-Park in Mönchengladbach wird mit 12.000 Fans erstmals ausverkauft sein.
    "Das ist bombastisch", sagt Abwehrspieler Philipp Zeller im Hinblick auf die Unterstützung. Die Zuschauer hatten das Team von Bundestrainer Bernhard Peters schon am Mittwoch beim 3:2 gegen die Inder zum Sieg gebrüllt.
    "Das gibt einen richtigen Adrenalinschub und setzt Kräfte frei, die man vor 500 Zuschauern gar nicht hätte", sagt Zeller, der mit seinem gegen Indien zweimal erfolgreichen Bruder Christopher nach der WM in die Niederlande zum Spitzenklub HC Bloemendaal wechselt.


    Deshalb haben die Zeller-Brüder bei dieser WM einen besonderen Wunsch. "Wir müssen vor den Holländern landen, sonst müssen wir uns das ganze Jahr dumme Sprüche anhören", sagt Philipp Zeller.
    Auch Mittelfeldmann Tibor Weißenborn, der schon in Bloemendaal mit Oranje-Superstar Teun de Nooijer spielt, hat "einen Traum": "Dass wir Drei vor dem ersten Spieltag der neuen Saison in Bloemendaal den großen Blumenstrauß bekommen."


    Da Weißenborn die Niederländer noch einen Tick besser kennt als seine von Coach Peters durch Videos perfekt geschulten Mitspieler, weiß der gebürtige Berliner aber auch, dass der holprige Start der Oranje-Stars mit der 2:3-Auftaktpleite gegen Südkorea und dem mühsamen 2:0 gegen Südafrika für das DHB-Team eher Gefahr als Vorteil ist.
    "Es ist immer schön, wenn es für die Niederlande gut läuft. Dann kommt bei ihnen eine gewisse Überheblichkeit, und wir können unsere Aggressivität dagegen setzen", sagt Weißenborn, einer von noch sieben Weltmeistern von Kuala Lumpur 2002 im DHB-Kader: "Wenn es für sie aber schon um alles geht, werden sie uns sicher nicht unterschätzen."


    Bundestrainer Peters, der nach der WM nach 21 Jahren den DHB verlässt und als Sportdirektor zum Fußball-Regionalligisten TSG Hoffenheim wechselt, war nicht so überrascht von den Problemen der Niederländer gegen Südkorea, kennt aber die Qualitäten des dreimaligen Weltmeisters und zweimaligen Olympiasiegers.
    "Sie sind sind einfach super besetzt. Sie haben im Mittelfeld Leute wie Jeroen Delmee und Teun de Noijer, dazu sprintstarke und technisch gute Stürmer, in Floris Evers einen Shooting-Star, der schon sehr clever spielt, einen Top-Torhüter, und sie spielen sehr gute Ecken", sagt Peters.

    Dennoch sieht der erfahrene Coach Chancen für seine junge Mannschaft, die zuletzt bei der Champions Trophy in Terrassa und beim Vierländerturnier in Hamburg knapp gegen die Niederländer verlor.
    "Wir waren in Hamburg keinesfalls schlechter. In der ersten Halbzeit waren wir zu verhalten, in der zweiten hatten wir dann gute Chancen", meint der Bundestrainer.
    Peters wünscht sich "mehr Variabilität und Qualität im Aufbau und mehr Effektivität bei bei den Außenangriffen und im Abwehrverhalten" und verspricht: "Wir wollen allen Willen und Kampf hineinlegen, um den Holländern einen heißen Kampf zu liefern."



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  • HEUTE

    » Pakistan - Spanien 2 : 2
    » England - Deutschland 1 : 2
    » Korea - Südafrika 2 : 2
    » Australien - Japan 3 : 1


    GESTERN


    » Südafrika - Indien 1 : 1
    » Deutschland - Niederlande 2 : 2
    » Japan - Neuseeland 0 : 1
    » Argentinien - Australien 0 : 4


    Gruppe A

    PL TEAM SP SI TORE PKT

    1 Neuseeland 3 2 8:4 7
    2 Australien 3 2 8:4 6
    3 Pakistan 3 1 10:6 5
    4 Spanien 3 1 6:4 5
    5 Argentinien 3 0 1:8 1
    6 Japan 3 0 1:8 0

    Gruppe B

    PL TEAM SP SI TORE PKT

    1 Deutschland 3 2 7:5 7
    2 Korea 3 2 6:4 7
    3 Niederlande 3 1 6:5 4
    4 England 3 1 4:5 3
    5 Südafrika 3 0 3:5 2
    6 Indien 3 0 5:7 1

  • DHB-Team vor dem WM-Halbfinal-Einzug



    Mönchengladbach - Titelverteidiger Deutschland hat bei der 11. Hockey-Weltmeisterschaft in Mönchengladbach einen großen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht


    Die Auswahl von Bundestrainer Bernhard Peters bezwang am Sonntag vor 12.000 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Hockeypark in ihrem dritten Vorrundenspiel England mit 2:1 (1:1).
    Der überragende Cristopher Zeller mit einer Strafecke (24.) und einem Siebenmeter (43.) schoss die Tore für das deutsche Team und hat im Turnier nun bereits fünf Treffer erzielt.
    Simon Mantell (34.) war mit einem Siebenmeter für die Briten erfolgreich.


    "Die Erleichterung ist jetzt sehr groß. Es war ein ganz enges Spiel, gegen England kann man auch verlieren", sagte Zeller.
    Auch Bernhard Peters war die große Freude anzusehen, mit geballter Faust und der "Säge" feierte er den Abpfiff.
    "Wir haben sehr gut gespielt, in der zweiten Halbzeit mehr Druck aufgebaut und völlig verdient gewonnen", erklärte der 46-Jährige, der insbesondere seinen Matchwinner hervorhob.
    "Ein Spieler wie Zeller ist ein Geschenk Gottes, er ist ein Siegertyp mit unheimlicher mentaler Stärke."


    Nach dem Unentschieden gegen die Niederlande hat Deutschland in Gruppe B nun sieben Punkte auf dem Konto und hielt die Engländer (3) und die Niederlande (4) vor den beiden abschließenden Gruppenspielen damit auf Distanz.
    Verteidiger Philipp Crone bestritt sein 335. Länderspiel und ist damit neuer Rekordnationalspieler des Deutschen Hockey-Bundes (DHB).
    Nach der Partie erhielt er dafür noch ein Geschenk des Verbandes.
    Schlüsselspiel in der Gruppe
    Peters hatte vor den Briten gewarnt. "Sie haben sich sehr verbessert, sind sehr gefährlich. Für uns ist diese Partie das Schlüsselspiel in der Gruppe."
    Nach dem hart erkämpften 2:2 (0:0) am Samstag gegen den Top-Favoriten Niederlande hat sich seine Mannschaft nun eine glänzende Ausgangsposition in der Gruppe B geschaffen.
    Zeller (48.) und Moritz Fürste (54.) mit einem Traumtor hatten die 2:0-Führung der "Oranjes" noch ausgeglichen. "das hätte uns aber nichts geholfen, wenn wir Sonntag verloren hätten", meinte der Bundestrainer.


    Seine Mannschaft begann die Begegnung sehr entschlossen und bestimmte in den ersten zehn Minuten die Partie.
    Klare Torgelegenheiten gab es aber nicht. Bereits bei zwei Testspielen im Juli gab es gegen die Briten nur zwei Unentschieden und auch im Hockey-Park waren die Engländer der erwartet starke Gegner.
    Sie übernahmen nach zehn Minuten mehr und mehr das Kommando und hatten in der 13. Minute Pech, als Alistar Wilson nur den Pfosten traf.


    Dennoch konnte Deutschland in Führung gehen, als Zeller durch ein sehenswertes Solo über die rechte Seite die erste Strafecke herausholte.
    Der 21 Jahre alte Münchner ließ sich anschließend auch diese Chance nicht entgehen und traf unhaltbar unten links zu seinem vierten Turniertor.
    Dennoch konnte seine Mannschaft nicht mit der beruhigenden Führung in die Kabine gehen. Eine Minute vor der Pause setzte sich Matt Daly über die linke deutsche Abwehrseite durch und wurde schließlich von Torwart Ulrich Bubolz zu Fall gebracht.
    Den fälligen Siebenmeter verwandelte Mantell sicher. Es war der erste genutzte Penalty der Briten im Turnier nach zwei vergebenen Versuchen in früheren Spielen.


    "Ich bin auch in der Halbzeit ganz ruhig geblieben", sagte Peters. Der Bundestrainer scheint so die richtigen Worte gefunden zu haben.
    Sein Team übernahm nach Wiederanpfiff das Kommando und ging bereits in der 43. Minute wieder in Führung. Vor dem Siebenmeter hatte Scott Cordon einen Torschuss von Timo Wess mit dem Körper geblockt.
    Zwei Minuten später hatten die Deutschen dann die Chance zur frühen Vorentscheidung. Nach einer Serie von drei Strafecken schoss Zeller aber die letzte am Tor vorbei und scheiterte in der 48. Minute nach einem brillanten Solo an Torwart James Fair.
    In Gefahr aber geriet die Mannschaft trotz der verpassten Vorentscheidung nicht mehr. Am Ende spielten sie clever die Zeit runter und begannen schon vor dem Schlusspfiff mit dem Jubel.



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  • GESTERN


    » Neuseeland - Australien 1 : 7
    » Japan - Argentinien 4 : 3
    » Deutschland - Südafrika 5 : 0
    » Indien - Niederlande 1 : 6


    Gruppe A

    PL TEAM SP SI TORE PKT

    1 Australien 4 3 15:5 9
    2 Spanien 4 2 9:5 8
    3 Neuseeland 5 2 10:14 7
    4 Pakistan 4 1 10:7 5
    5 Argentinien 5 1 5:12 4
    6 Japan 4 1 5:11 3

    Gruppe B

    PL TEAM SP SI TORE PKT

    1 Niederlande 5 3 16:9 10
    2 Deutschland 4 3 12:5 10
    3 Korea 4 3 8:5 10
    4 England 4 1 7:9 3
    5 Südafrika 4 0 3:10 2
    6 Indien 5 0 7:15 1

  • Australien hat das Finale der Weltmeisterschaft in Mönchengladbach erreicht. Der Olympiasieger bezwang im ersten Halbfinale Südkorea mit 4:2. In einem spannenden Semifinale lagen die flinken Südkoreaner zwei Mal in Führung. Die Australier steigerten sich jedoch und drehten die Partie.



    Australien - Südkorea 4:2
    Tore: 0:1 Jong (31.), 1:1 George (38.), 1:2 Seong (41.), 2:2 Brooks (51.), 3:2 Dwyer (60.), 4:2 McCann (70.)



    heute Abend:


    Deutschland - Spanien 20.15 Uhr

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • Bubolz der Held im Siebenmeter-Schießen


    Mönchengladbach - Nach dem Schlusspfiff eines dramatischen Halbfinals verwandelte sich der Hockey-Park in Mönchengladbach in ein Tollhaus.



    Die deutsche Nationalmannschaft hat nach einem 2:2 (2:2), 1:1) nach Verlängerung mit einem 3:1 im Siebenmeter-Schießen gegen Europameister Spanien zum dritten Mal das Finale bei einer Weltmeisterschaft erreicht.
    Der scheidende Bundestrainer Bernhard Peters kann damit in seinem letzten Spiel im Dienste des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) nach dem ultimativen Triumph greifen.
    In einer Neuauflage des Endspiels von vor vier Jahren ist am Sonntag erneut Olympiasieger Spanien der Endspielgegner.


    Torhüter Ulrich Bubolz war mit zwei gehaltenen Siebenmetern der gefeierte Held des Abends. Björn Emmerling (20.), Moritz Fürste (47.) waren zuvor für den von 12.000 Fans frenetisch angefeuerten Titelverteidiger erfolgreich.
    Für Spanien trafen Santiago Freixa (27.) und Alex Fabregas (47.).
    Die Stimmung erreichte bereits vor dem Anpfiff ihren ersten Siedepunkt, als die deutschen Spieler einzeln vorgestellt wurden und durch ein Spalier aus Ballkindern auf den Platz liefen.
    Doch die unglaubliche Atmosphäre schien das junge Team des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) eher zu lähmen, als anzufeuern.


    Die deutschen Spieler begannen nervös, machten zahlreiche unerzwungene Stockfehler und kamen kaum zu einem konstruktiven Spielaufbau.
    So bestimmten die Spanier mit ihrem druckvollen Pressing von Anfang an die Partie. Bereits in der 4. Minute musste Keeper Ulrich Bubolz bei einem Schuss des freistehenden Pol Amat erstmals eingreifen und parierte in der 16. Minute auch die erste Strafecke der Iberer.
    Zwei Minuten darauf stockte den Zuschauern der Atem, als Kapitän Timo Weß im letzten Augenblick akrobatisch mit einem Hechtsprung das sichere 0:1 verhinderte, Schiedsrichter David Gentles (Australien) aber den Videobeweis bemühte, um zu überprüfen, ob der Ball die Torlinie überquert hatte.
    Nach bangen 30 Sekunden entschied er dann "kein Tor".


    Die deutsche Führung fiel zu diesem Zeitpunkt völlig unerwartet. Erst in der 19. Minute hatte Christopher Zeller erstmals auf das spanische Tor geschossen.
    Eine Minute darauf traf Emmerling, indem er kunstvoll mit der Rückhand eine harte Hereingabe von Carlos Nevado unhaltbar abfälschte. Doch nach dem Rückstand schaltete der Europameister noch einen Gang hoch.
    Die schnellen Weltklassestürmer Freixa, Amat und Eduard Tubau versetzten die deutsche Abwehr mehrfach in Angst und Schrecken. Drei weitere Strafecken spielten sie sich zwischen der 21. und 27. Minute heraus.


    Die ersten beiden konnte Bubolz noch abwehren, bei der vierten hatte der Berliner etwas Pech, als ihm die Kugel durch die Beine rutschte.
    Nach der Pause kamen die Deutschen wesentlich besser ins Spiel. Nevado, Matthias Witthaus und Zeller hatten die ersten Chancen, bevor der 21 Jahre alte Team-Youngster Fürste erneut die deutsche Führung erzielte.
    Doch schon im Gegenzug nutzte Fabregas eine Unachtasmkeit der deutschen Hintermannschaft zum erneuten Ausgleich. Die Partie war danach völlig ausgeglichen und an Spannung kaum zu überbieten.



    Dwyer Matchwinner für Australien


    Jamie Dwyer war zuvor in der 61. Minute der Matchwinner für das australische Team, das mit den flinken Koreanern mehr Probleme als erwartet hatte.
    Die Asiaten waren durch Jong Hyun Jang (31.) und Seong Jung Kang (41.) zweimal in Führung gegangen, die durch Bevan George (39.) und Travis Brooks (51.) jeweils ausgeglichen werden konnte.
    Michael McCann (70.) sorgte Sekunden vor der Schlusssirene für den Endstand. Australien greift damit zum zweiten WM-Titel nach 1986.




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  • Dank Siebenmeter-Töter Uli Bubolz beim Triumph über Spanien können die deutschen Hockey-Herren vom ganz großen Coup träumen.



    Mit der Euphorie dieses Erfolges im Rücken will die DHB-Auswahl am Sonntag in Mönchengladbach (15.30 Uhr) ihren Titel gegen Olympiasieger Australien erfolgreich verteidigen.
    "Das sind absolute Bären, physisch superstark", sagte Bundestrainer Bernhard Peters: "Wir haben aber große Stärken im taktischen Bereich, ich sehe Möglichkeiten, sie zu schlagen."
    Eben auch mit diesem Torwart hinten drin. "Dass Bubolz so über sich hinauswächst, war nicht vorhersehbar", sagte Peters und schwärmte von dessen "grandioser Leistung".


    Am Samstag war nur Regeneration und leichtes Auslaufen angesagt, aber am Abend saßen Bubolz und seine Teamkollegen bereits wieder bei der Besprechung.
    Natürlich wollen sie jetzt den ganz großen Preis, zum zweiten Mal nach 2002 gegen die Aussies den WM-Titel holen. Dafür sollen nicht nur Bubolz, sondern auch Torjäger Christoph Zeller und Verteidiger Philipp Crone sorgen. Aber zu verlieren, sagt der Keeper, haben sie eigentlich gar nichts mehr.
    Mit dem Finaleinzug bei der Heim-WM wurde auch dem scheidenden Bundestrainer der passende Abschied bereitet. "Ich freue mich sehr auf ein tolles, großes Spiel", meinte der 46-Jährige: "Und ich hoffe auf die gleiche Unterstützung wie am Freitag."


    Die 12.000 Zuschauer im Hockey-Park hatten wieder für Gänsehaut-Atmosphäre gesorgt. "La Ola" brandete durch das Stadion, "Deutschland-Deutschland"-Rufe schallten von den Rängen, die Stimmung war einmalig.
    "So etwas habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt", sagte Björn Emmerling. Mehr als 100.000 zahlende Zuschauer insgesamt werden am Ende die WM auf den Rängen verfolgt haben, ein Riesen-Erfolg für den DHB. Da fehlt eigentlich nur noch das i-Tüpfelchen im Endspiel...


    Große Ehre für den deutschen Torjäger Christopher Zeller: Der 21 Jahre alte Münchner wurde am Rande der WM zum besten jungen Spieler (unter 23 Jahren) der Welt gewählt und am Samstag durch Präsident Jaques Rogge vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ausgezeichnet.
    Zeller ist der zweite deutsche Spieler, dem diese Auszeichnung verliehen wurde. 2001 gewann der Berliner Tibor Weißenborn die Wahl des Weltverbandes FIH.
    "Diese Auszeichnung bedeutet mir besonders viel, weil die Wahl durch die Spieler und Trainer dieser Weltmeisterschaft durchgeführt wird", erklärte der Stürmer, der nach dem Halbfinale mit sechs Toren der treffsicherste deutsche Spieler war: "Es ist auch noch eine zusätzliche Motivation für unser Finale am Sonntag gegen Australien."



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