Heute vor...

  • :thumbsup:
    aber seitdem hab ich eine Abneigung gegen Joggingsachen, wie fürchterlich die früher aussahen - Trauma :D

    Die Klamotten sind bequem und zweckmäßig -hab´aktuell so ein Modell an :cool:


    Und wieder unnützes Wissen:


    Im Tor von Haiti stand damals Henri Francillon und muß dabei einen guten Eindruck hinterlassen haben.
    Denn er wechselte nach der WM zu 1860 München in die 2.Bundesliga

    ich kannte wen
    der litt akut
    an Fußballwahn
    und Fußballwut
    (Joachim Ringelnatz)


  • Im Tor von Haiti stand damals Henri Francillon und muß dabei einen guten Eindruck hinterlassen haben.
    Denn er wechselte nach der WM zu 1860 München in die 2.Bundesliga

    Stimmt. Gerade mal nachgeschaut. 5 Spiele machte er. Danach ging es in seinem Leben bergab. Erst saß er in seiner Heimat im Parlament. Dann floh er wegen Unruhen in die USA, wo er als Lieferfahrer arbeitete. Dort wurde sein Haus in Florida von einem Hurrikan hinweggefegt, weshalb er nach Boston zog und als Putzmann arbeitete. Und dann wurde er auch noch für tot erklärt, wie dieser Bericht aus 2010 zeigt.


    https://www.abendzeitung-muenc…f8-972c-2340b0f037aa.html

  • Gestern vor 66 Jahren trat die deutsche Nationalmannschaft im Saarbrücker Ludwigspark zum entscheidenden Qualifikationsspiel für die WM 1954 an. Deutschland muss gewinnen, damit es zum Wunder von Bern kommen kann. Nicht einfach, schließlich ist es für die Deutschen ein Auswärtsspiel. Gegen das Saarland. Das ist dank Herrmann Neuberger Mitglied der FIFA, wird von Helmut Schön trainiert und spielt gegen Deutschland und Norwegen um die WM-Teilnahme.



    Gewinnt Deutschland, fährt es zur WM. Gewinnt das Saarland, muss ein Entscheidungsspiel im Pariser Prinzenpark her. Es gibt keine Flaggen und keine Hymnen, weil die saarländische Regierung keine pro-deutschen Bekundungen möchte. Es spielt dann aber jemand außerhalb des Stadions im Wald die deutsche Nationalhymne ab.



    Am Ende siegt Deutschland vor 53.000 Zuschauern 3-1. Die Saarländer bestreiten noch bis Juni 1956 9 weitere Länderspiele, insgesamt 19. Kuriosum am Rande: Zu den unsinnigen Regeln, über die die Zeit schnell hinweg gegangen ist, gehörte bei der WM-Quali 1954 jene, dass ein verletzter Spieler ausgewechselt werden durfte. Aber nur in der 1. Halbzeit.




    Heute vor 9 Jahren Schoß der Australier Dave Carney gegen die DFB-Elf deren 1.000 Gegentor

  • Klassiker! Ich frage mich allerdings, ob solch ein Torwechsel bei Real heute schneller funktioniert? Blamiert hat sich der Club damals bis auf die Knochen.

  • Heute vor 46 Jahren wird das Dortmunder Westfalenstadion eingeweiht (heute nach einer Zahnpasta und der Göttin der ewigen Jugend benannt). Den Namen Westfalenstadion hatten schon die Leser der Westfälischen Rundschau in einem Wettbewerb auserkoren, aber angesichts von Westfalenhalle und Westfalenpark in der Nachbarschaft wäre eh kein anderer Name für die Stadt in Frage gekommen.


    Dass Dortmund ein neues Stadion braucht, stand schon lange fest. Die ehrwürdige Kampfbahn Rote Erde, Baubeginn 1. April 1924, war für die Anforderungen der Bundesliga nicht mehr ausreichend. Bezeichnend das Derby gegen Schalke 1969, als die 40.000 Zuschauer bis an die Seitenlinien vorgedrungen waren (und die Hunde noch weiter).



    Schon 1965 beschließt die Stadt Dortmund den Neubau. Aber da Stahl und Kohle bereits im Niedergang begriffen sind, mangelt es den Stadtvätern an Geld. Erst als man auf die Idee verfällt, das Stadion mit Fertigbauelementen zu errichten, lässt sich der Plan verwirklichen. Bund, Land, großzügige Spenden und die Fernsehlotterie Glücksspirale tragen ihr Scherflein dazu bei. Und schließlich der glückliche Umstand, dass sich die Kölner so lange um den Bau eines Stadions für die WM 1974 streiten, bis sie nicht mehr rechtzeitig fertig werden. So kommt Dortmund in den Genuss der Zuschüsse für ein WM-Stadion, obgleich die Kapazität von 54.000 Zuschauern die geforderte Norm von 60.000 unterschreitet. Am Ende zahlt Dortmund nur sechs Millionen der Baukosten von 32 Millionen Mark.


    Dafür hatte der BVB ein in Deutschland bis dato unvergleichbares Stadion englischen Zuschnitts, während beispielsweise sich die Gelsenkirchener beim Bau des Parkstadions vom Glanz des Münchener Olympiastadions und der Olympischen Spiele 1972 hatten blenden lassen und eine weitläufige Betonschüssel mit Laufbahn auf den alten Flugplatz Buer setzten.


    Dumm nur, dass der BVB zu jener Zeit selbst am Ende ist. Die guten Jahre mit dem Europapokalsieg 1966 waren schleichend in einen Niedergang übergegangen und mit dem endgültigen Abstieg 1972 in die Regionalliga West geendet. Statt nach Schalke fahren die Schwarz-Gelben in den Gelsenkirchener Stadtteil Ückendorf zu Eintracht Gelsenkirchen. Ebenso deprimierend der Ausflug ins benachbarte Lünen zum Lüner SV, nach Styrum zum 1.FC Mülheim, nach Lüdenscheid (ausgerechnet) oder zu den beiden Gütersloher Clubs DJK und SVA. Knapp noch 9.000 Zuschauer sehen im Schnitt die Partien. Noch schlimmer, der BVB ist hoffnungslos verschuldet. Für die Lizenz zur neuen 2. Bundesliga Nord benötigt der BVB Bürgschaften der Stadt und finanzielle Zuwendungen des Hoesch-Konzerns und anderer Spender der Großindustrie (Dietmar Hopp war damals ja noch nicht aktiv :kicher: )


    So kommen zum Eröffnungsspiel die benachbarten Schalker zu einem Benefizspiel und verzichten auf eine Gage (die heutige innige Feindschaft, gern als vom Anbeginn der Welt beschworen, stammt ja eher aus den 70ern und 80ern). Das erste Tor schießt allerdings weder ein Schalker noch ein BVB-Kicker, sondern – nun darum streiten sich Margarethe Schäferhoff und die damals 17-jährige Elli Podschwadtke wohl bis ans Lebensende. Beide kickten für den TBV Mengede im Damen-Vorspiel gegen den VfB Waltrop. Angesichts des Stellenwerts von Frauen-Fußball zu jener Zeit wohl eher eine Gaudi fürs männliche Publikum


    Fünf Tage später trennen sich im ersten Pflichtspiel im Westfalenstadion der BVB und Bayer Uerdingen 0-0. Immerhin schnellt der Zuschauerschnitt auf 25.400 hoch, obgleich die Gegner Göttingen 05, HSV Barmbek-Uhlenhorst, Olympia Wilhelmshaven, Schwarz-Weiß Essen oder Wacker Berlin heißen.


    Das erste Bundesliga-Tor erzielt exakt zwei Jahre nach Eröffnung des Westfalenstadions der Schalker Erwin Kremers. Allerdings gegen den VfL Bochum, der während der Umbauarbeiten an der Castroper Straße ins Westfalenstadion umgezogen war. Dass war allerdings das Ergebnis einer ziemlichen Schummelei. Denn die Bochumer leben damals auch von der Hand in den Mund. Deshalb kommt dem Trainer Heinz Höher die Idee, das Spiel gegen den S04 statt im Februar vor vielleicht 20.000 Fans an der Castroper Straße im April im viel größeren Westfalenstadion austragen zu lassen. Das würde die Bochumer mit einem Schlag um 300.000 Mark reicher machen. Auch Bochums damals allmächtiger Herrenausstatter und Vereinspräsident Ottokar Wüst ist von der Idee begeistert. Und so tragen Heinz Höher und seine Helfer des Nachts Eimer um Eimer Wasser aus den Duschen der Umkleidekabine auf den Platz, um den Rasen bei frostigen Temperaturen zu vereisen. Allerdings merken sie schnell, dass ein Eimer klein und ein Fußballplatz groß ist, so dass es am Ende nur für die Strafräume reicht. Aber bei der Platzbegehung am folgenden Tag hält auch Schalkes Trainer Max Merkel die Bedingungen für unzumutbar und so spielen ausgerechte Dortmunds Rivalen das erste Bundesligaspiel im Westfalenstadion.



    Der BVB spielt erst in der folgenden Saison wieder in der Bundesliga, kann sich aber dank des neuen Stadions und hoher Zuschauereinnahmen schnell wirtschaftlich erholen.
    .

  • Etwas verwunderlich finde ich ja in dem Report die Aussage, der BVB sei ersatzgeschwächt durch Abstellungen für die Bundeswehr-Auswahl gewesen. Beim Nachforschen aber dann entdeckt, dass die Militär-Fußballweltmeisterschaft im Jahre 1975 in Deutschland ausgetragen wurde und erstmals von Deutschland im Endspiel gegen Holland gewonnen wurde (in Hagen!). Offensichtlich wurde das damals sehr ernst genommen.

  • Heute vor 49 Jahren gab´s den legendären Torpfostenbruch im Spiel Borussia Mönchengladbbach - Werder Bremen.
    In der 88.Minute lagen Laumen und Torwart Günter Bernard im Tor und das Tor über Ihnen.
    Alle Versuche,das Tor wieder aufzurichten,scheiterten.
    Das Spiel wurde beim Stande von 1:1 abgebrochen und später mit 0:2 gegen Mönchengladbach gewertet.
    Borussia Mönchengladbach wurde dennoch Meister,auch weil der MSV Duisburg am letzten Spieltag die punktgleichen Bayern mit 2:0 bezwang,während Gladbach mit 4:1 bei Eintracht Frankfurt siegreich war.

    ich kannte wen
    der litt akut
    an Fußballwahn
    und Fußballwut
    (Joachim Ringelnatz)

  • Heute vor 49 Jahren zückt der Bochumer Schiedsrichter Wilfried Hilker die erste rote Karte der Bundesliga. Im Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Eintracht Braunschweig sieht der Frankfurter Friedel Lutz den Karton für ein Revanchefoul gegen Jaro Deppe.


    Platzverweise gab es natürlich auch schon vorher, nur ohne die dazugehörige Karte. Hilker etwa sorgt für Aufsehen, als er Gerd Müller vom Platz schickt. Müller hatte Jupp Heynckes, damals bei Hannover 96, einen Fausthieb versetzt. Für den Torjäger der Bayern gibt es dafür eine achtwöchige Sperre, er verpasst so auch die Südamerikareise der Nationalelf. Den Shitstorm der Fans bekommt Hilker damals noch ganz traditionell per Brief zugestellt.


    Den ersten Platzverweis in der Bundesliga hatte bereits 1963 WM-Held Helmut Rahn beim Spiel der Zebras gegen Hertha BSC kassiert.


    Die Karten waren überhaupt notwendig geworden, weil es den Schiedsrichtern häufig schwer fiel, die Platzverweise klar zu kommunizieren. Insbesondere bei internationalen Spielen. Berüchtigt wurde das Spiel Chile gegen Italien bei der WM 1962, als der englische Unparteiische Ken Aston die Hilfe der Polizei brauchte, um die Spieler nach diversen Kampfsporteinlagen vom Platz zu bekommen.



    Nicht besser erging es dem deutschen Schiri Rudolf Kreitlein bei der WM 1966, als sich der Argentinier Antonio Rattin acht Minuten lang weigerte, den Platz zu verlassen, einen Dolmetscher verlangte und vorgab, den Deutschen nicht zu verstehen.



    Schiribeobachter bei dem Spiel: Ken Aston. Der hatte auf dem Rückweg an einer Ampel die Idee der roten (und gelben) Karten und beriet sich am Tag danach mit Kreitlein. Die Idee der beiden landete bei der FIFA und wurde zur WM 1970 umgesetzt. Die erste gelbe Karte zog der Mannheimer Kurt Tschenscher gegen den Russen Kachi Assatiani beim Eröffnungsspiel der Russen gegen Mexiko. Die erste rote Karte gab es 1974 für den Chilenen Carlos Caszely, der im ersten Spiel der Deutschen Berti Vogts umgetreten hatte.


    In der Bundesliga werden die Karten zur Rückrunde 70/71 eingeführt.



    Was wenig bekannt ist: Auch für Tierquälerei, das Eintreten auf Fans oder das Verprügeln eigener Mitspieler gibt es rote Karten


  • Die allererste rote Karte in einem Pflichtspiel in Deutschland erhielt übrigens Waldemar Kurpanik vom SV Alsenborn am 10. Januar 1971 im Spiel bei Wormatia Worms für ein Foul an Jürgen Neumann.

    "Das hier ist nich' Farbfernsehen, das ist eben Katernberg"

  • Heute vor 56 Jahren macht der 1. FC Saarbrücken den Anfang. Nach einer 2-1-Niederlage bei Preußen Münster stehen die Saarländer als erster Bundesligaabsteiger der Geschichte fest. Den Preußen nutzt der Sieg wenig, sie steigen am Ende ebenso ab.


    Heute vor 11 Jahren erlebt Jürgen „ich bin dann mal weg“ Klinsmann bei der 5-1-Niederlage der Bayern in Wolfsburg sein Fiasko. Grafite schießt das Tor des Jahres, Felix Magath demütigt die Bayern mit der Einwechslung des Ersatztorhüters kurz vor Schluss und Klinsmann kann wenig später den Rückflug in die USA buchen.

  • Heute vor 125 Jahren wird im Bahnhofbuffet Olten der Schweizer Fußballverband gegründet. Anwesend sind Lausanne Football and Cricket Club, FC La Villa Ouchy, FC Neuchâtel Rovers, FC Yverdon, FC Excelsior Zürich, FC St. Gallen (der älteste Club der Schweiz), Grasshopper Club Zürich, FC Basel, Anglo American Club Zürich, FC Châtelaine Genève sowie Villa Longchamp Lausanne. Die meisten Vereine gibt es nicht mehr, das Bahnhofbuffet Olten schon.


    Heute vor 113 Jahren unterliegt die böhmische Nationalmannschaft gegen Ungarn mit 2-5. Der Böhmische Fußballverband wurde 1901 in Prag gegründet und 1907 in die FIFA aufgenommen. Da Böhmen zu Österreich-Ungarn gehört und ein eigener Fußballverband als Separationsbestreben angesehen wird, macht Österreich-Ungarn so lange Druck auf die FIFA, bis Böhmen 1908 wieder ausgeschlossen wird. Am Ende gibt es sechs Spiele der böhmischen Nationalmannschaft, fünf gegen Ungarn und eins gegen England. Die Spieler kamen zumeist von Slavia Prag.


    Heute vor 74 Jahren macht Borussia Mönchengladbach sein erstes Spiel nach dem Krieg. Eine 0:1-Niederlage gegen den Rheydter SV. Damals waren die Machtverhältnisse am Niederrhein noch anders.


    Heute vor 36 Jahren gibt Jürgen Kohler sein Bundesligadebüt gegen den 1. FC Kaiserslautern. Und die Waldhof-Buben gewinnen 2-0. Das Südweststadion bebt.


    Heute vor 19 Jahren drehen Bayern und der BVB am Rad. Beim 1:1-Unentschieden gibt es zehn Gelbe, eine Gelb-Rote und zwei Rote Karten.

  • Heute vor 40 Jahren wird das rein deutsche Finale im UEFA-Pokal klar gemacht. Das war nicht schwierig, im Halbfinale waren nur noch deutsche Teams vertreten: Bayern München, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach. Der fünfte Vertreter, der 1. FC Kaiserslautern war eine Runde zuvor gegen die Bayern ausgeschieden. Im Halbfinale scheiterten die Münchener aber im Rückspiel beim 5-1 nach Verlängerung in Frankfurt auch dank Schädel-Harry Karger (Bayern-Keeper Walter Junghans mit seiner berühmten Strafraumbeherrschung). Auch das einzige Spiel vor voller Hütte, das Hinspiel in München hatten gerade mal 14.000 Zuschauer sehen wollen.




    Auch bei den Spielen des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach war das Interesse eher überschaubar. Gladbach zog ins Finale ein, damals noch mit Hin- und Rückspiel. Am Bökelberg gab es vor 25.000 Zuschauer ein 3-2 gegen die Eintracht. 14 Tage später vor 59.000 Zuschauern sorgte Fred Schaub 9 Minuten vor Schluss mit dem 1-0 für den Triumph der Eintracht.


    Vermeintlich große Namen scheiterten damals schon in den ersten Runden, Atletico Madrid gegen Dynamo Dresden, Leeds United gegen Craiova oder der SSC Neapel gegen Standard Lüttich.

  • ...Nicht besser erging es dem deutschen Schiri Rudolf Kreitlein bei der WM 1966, als sich der Argentinier Antonio Rattin acht Minuten lang weigerte, den Platz zu verlassen, einen Dolmetscher verlangte und vorgab, den Deutschen nicht zu verstehen.
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    Rudolf Kreitlein war gelernter Schneidermeister und wurde 92 Jahre alt.
    Vor knapp 49 Jahren entwarf er ein Sonder-Trikot für den VfB Stuttgart,welches der VfB im Mai 1971 dann auch einmalig trug.

    ich kannte wen
    der litt akut
    an Fußballwahn
    und Fußballwut
    (Joachim Ringelnatz)