Coronavirus und seine Auswirkungen im württembergischen Fußball

  • Der TSV Wendlingen (Bezirk Neckar/Fils) teilt mit:
    "Liebe Mitglieder des TSV Wendlingen,
    nachdem der Corona-Virus mittlerweile mit einem bestätigten Fall das nähere Umfeld erreicht hat, wurde vom Präsidium entschieden, die für heute - 6.3.2020 - geplante Mitgliederversammlung abzusagen.
    Das Präsidium bittet um Verständnis und Besonnenheit.
    Es handelt sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme.
    Ein neuer Termin wird bekannt gegeben."

    "In einer Krisensituation wird ein Kluger nach Lösungen und ein Dummer nach einem Schuldigen suchen"

    (Ludovicus Porcus)

  • Dauert nicht mehr lange dann werden auch hier in Deutschland, speziell in Württemberg die Spieltage oder auch nur einzelne Spiele verschoben. Ich rechne noch damit, dass es im März passiert auch wenn ich nichts davon halte von der vor allem durch die Medien aufgebauschte Panikmache. Aber es wird so kommen, wie in der Schweiz oder auch Italien.


    Wie man dann die Saison regulär zu Ende spielen will, weil die Nachholtermine würden ja gegen Saisonende eng werden, ausser man spielt im 2-Tages-Rhythmus (Saison muss ja am 30.06.2020 zu Ende sein und die Rahmenkalender zumindest im Profibereich stehen ja schon für nächste Saison) ist mir dann allerdings ein Rätsel. Ausser man macht dann alle Spiele ohne Zuschauer, würfelt oder lässt das Los entscheiden.


    Oder man wertet die Saison einfach mit der Tabelle bevor die Spiele abgesagt geworden wären wegen höherer Gewalt.


    Ginge das überhaupt oder wie wäre so ein Fall zu behandeln, wenn man z.B. die Saison nicht regulär zu Ende spielen könnte?

  • Anderer Sport, gleiches Land. Der Hockeyverband Baden-Württemberg hat heute sämtliche laufende Hallenmeisterschaften der Jugend abgebrochen. Die Hallensaison 19/20 ist somit beendet

    "In einer Krisensituation wird ein Kluger nach Lösungen und ein Dummer nach einem Schuldigen suchen"

    (Ludovicus Porcus)


  • Oder man wertet die Saison einfach mit der Tabelle bevor die Spiele abgesagt geworden wären wegen höherer Gewalt.


    Ginge das überhaupt oder wie wäre so ein Fall zu behandeln, wenn man z.B. die Saison nicht regulär zu Ende spielen könnte?

    Für so etwas gibt es bisher keine Regularien. Denke aber auch nicht, dass es so schlimm kommen wird.

    Amateurfußball ist nicht nur ein wichtiger, sondern sogar ein unverzichtbarer Bestandteil in unserer lokalen bzw. regionalen Kultur-Landschaft.

  • In der Bezirksliga Hohenlohe wurde das Spiel SGM Weikersheim/Schäftersheim gg. VfL Mainhardt abgesagt, nachdem es beim Gastgeber zwei bestätigte Corona-Fälle gibt

    "In einer Krisensituation wird ein Kluger nach Lösungen und ein Dummer nach einem Schuldigen suchen"

    (Ludovicus Porcus)

  • Eine Meldung des WFV zu Thema Corona-Virus, die ich heute erhalten habe


    ++++ Aktueller Stand 11. März 2020 ++++
    Angesichts der dynamischen Lageentwicklung bei der Verbreitung des Corona-Virus informieren die drei Fußballverbände Baden, Südbaden und Württemberg ihre rund. 1,1 Mio. Mitglieder sowie die fußballinteressierte Öffentlichkeit fortlaufend im Hinblick auf notwendige, aktuelle Präventivmaßnahmen. Dabei berufen sich die Verbände maßgeblich auf behördliche Entscheidungen; insbesondere auch des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.
    Weiterhin gilt Folgendes für den gesamten Fußball-Spielbetrieb (Herren, Frauen, Jugend) in Baden und Württemberg:
    >Alle Vereine sind aufgefordert aktiv zu prüfen, ob es Spieler (Aktiv und Jugend, m/w/d) in ihren Mannschaften gibt, die in den vergangenen 14 Tagen - also seit 26. Februar 2020 (Fastnachtswoche) - aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine, diese Spieler – unabhängig von Symptomen – nicht einzusetzen, weder bei Spielen noch im Trainingsbetrieb. Risikogebiet ist mittlerweile neben der autonomen Provinz Bozen Südtirol auch die ostfranzösische Region Grand Est (u.a. Elsass, Lothringen, Champagne-Ardenne).
    >Wenn ein solcher Fall gegeben ist, kann mit dem Spielgegner Kontakt aufgenommen werden, um sich auf eine Spielverlegung zu verständigen. Im Fall der Einigung sind die Staffelleiter angewiesen, entsprechend zu verlegen. Wir bitten die Vereine hierbei um ein faires und verantwortungsbewusstes Miteinander.
    >Zudem gilt selbstverständlich, dass im Fall eines Spielers mit diagnostizierter Corona-Infektion der Staffelleiter zu informieren ist, der dann das betreffende Spiel verlegt.
    Darüber hinaus wird der Spielbetrieb in den Amateur-Spielklassen bis auf weiteres fortgesetzt. Vorsorglich und zur Vermeidung von Missverständnissen weisen wir darauf hin, dass die Mitteilung des Ministeriums zwar nicht unmittelbar rechtlich für den Spielbetrieb bindend ist, wir uns aber in Verantwortung für unsere Vereine daran orientieren.
    Für diejenigen Spielklassen mit höherer Zuschauerzahl ab der Oberliga Baden-Württemberg aufwärts gelten für die Durchführung von Sportveranstaltungen die Anordnungen der lokalen Behörden. So gilt vielerorts bereits ein Verbot für größere Veranstaltungen ab 1.000 Besuchern. Die Vereine der Oberliga-Baden-Württemberg haben sich heute in enger Abstimmung mit der Spielkommission für den weiteren Saisonverlauf 2019/20 mehrheitlich auf Folgendes verständigt: Bis auf weiteres richten die Heimvereine in der Oberliga Baden-Württemberg ihre Spiele exakt unter den durch die jeweiligen Behörden verfügten Bedingungen aus. Ein genereller Ausschluss von Zuschauern aus den Stadien der Oberliga Baden-Württemberg durch die drei Fußballverbände unabhängig von behördlichen Anordnungen erfolgt nicht.
    Über den Spielbetrieb hinaus prüfen die Fußballverbände in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung derzeit eine mögliche Absage bzw. Verschiebung von Veranstaltungen unter genauer Abwägung von Teilnehmerzahl, wirtschaftlicher Folgen und Bedeutung der Events.
    Darüber hinaus gilt weiterhin für alle Aktiven und Zuschauer, den Empfehlungen des Sozialministeriums Baden-Württemberg und des Robert Koch Instituts Folge zu leisten. Konkret sind insbesondere Maßnahmen zum Infektionsschutz zu ergreifen und unter den dort genannten Voraussetzungen Fußballveranstaltungen ganz fern zu bleiben. Auch auf den ansonsten üblichen Hand-Shake vor Spielbeginn soll daher verzichtet werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Heiner Baumeister


    Abteilungsleiter
    Kommunikation

    Amateurfußball ist nicht nur ein wichtiger, sondern sogar ein unverzichtbarer Bestandteil in unserer lokalen bzw. regionalen Kultur-Landschaft.

  • Also ich bin ja kein Prophet, aber irgendwie vermute ich, dass es das mit der Saison 2019/20 war. Zig Teams hatten eh noch einige Nachholspiele und jetzt kämen mindestens nochmal 3 dazu,wenn das ganze nicht nochmal verlängert wird, wovon mehr als auszugehen ist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das ganze weitergehen sollte. Daher denke ich, dass die laufende Saison abgebrochen wird. Die Frage dürfte nur sein,ob es dann aus keiner Liga einen Meister bzw. Auf/Absteiger gibt....man darf gespannt sein

    Tequila Sunrise - 6cl Tequila (weiss) - 1cl Grenadine - 1cl Zitronensaft - 12cl Orangensaft

  • Daher denke ich, dass die laufende Saison abgebrochen wird. Die Frage dürfte nur sein,ob es dann aus keiner Liga einen Meister bzw. Auf/Absteiger gibt....man darf gespannt sein


    Das ist tatsächlich hochinteressant, weil die möglichen Lösungen eigentlich alle mit einem richtig dicken Pferdefuß daherkommen.


    Variante 1: DIe Saison wird abgebrochen und wir tun mal so, als hätte sie nie stattgefunden. Die Saison 20/21 schließt dann quasi an 18/19 an. In diesem Fall bedanken sich natürlich alle Mannschaften, die aussichtsreich im Aufstiegsrennen oder evtl. sogar schon so gut wie durch waren (Bsp. Backnang in der VL). Kann eigentlich niemand wollen.


    Variante 2: Wir brechen ab und rechnen nach dem derzeitigen Tabellenstand ab. Das benachteiligt natürlich alle Mannschaften massiv, die schon zwei mal gegen die jeweiligen Topteams der Ligen im Einsatz waren. Ganz davon zu schweigen, dass in den meisten Ligen nicht mal alle Mannschaften bisher gleich viele Spiele absolviert haben. Kann man eigentlich noch viel weniger wollen als Variante 1.


    Variante 3: Wir setzen den Cut bei Saisonhalbzeit. Hätte immerhin den Vorteil, dass zu jenem Zeitpunkt jede Mannschaft genau einmal gegen jeden Ligakonkurrenten gespielt hatte. Fände es allerdings auch sehr hart, tlw. existenzielle Enscheidungen über Ab- und Aufstieg nachträglich an einem Zeitpunkt festzumachen, an welchem die Beteiligten im Glauben agiert hatten, noch eine ganze Halbserie Zeit zu haben, um die Saisonziele zu erreichen.


    Keine schönen Aussichten. Und - was man nicht vergessen darf: Es gibt nicht wenige Experten, die davon ausgehen, dass Corona im Herbst mit voller Wucht zurückkommen wird. D.h. im Extremfall wird die nächste Saison genausowenig regulär durchzuführen und abzuschließen sein, wie die jetzige möglicherweise auch. Deshalb würde ich alles daran setzen, die laufende Saison irgendwann zu beenden. Und wenn es erst im zweiten Halbjahr 2020 ist. Zur Not verlieren wir dann eben die nächste Saison. Aber eben zumindest keine zwei Saisons hintereinander.

  • Laut Virusexperten wissen wir nach ca. drei Wochen mehr. Dann sieht man weiter. Warten bis nach den Osterferien bietet sich aus diversen Gründen durchaus an.
    Also ist das Aussetzen der Spiele richtig, aber eine Entscheidung über endgültigen Abbruch der Saison noch nicht möglich.

  • Gegenüber der Zeitung mit den vier großen Buchstaben wird der Sprecher des Sozial- und Gesundheitsministeriums Baden-Württembergs, Pascal Murmann, zitiert: "Die Verordnung bezieht sich auf alle Veranstaltungen, alle Klubs, also auch den VfB Stuttgart, den 1. FC Heidenheim und den KSC. Diese Verordnung bezieht sich auch auf Geisterspiele. Auch Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit sind bis zum 15. Juni 2020 untersagt."

    "In einer Krisensituation wird ein Kluger nach Lösungen und ein Dummer nach einem Schuldigen suchen"

    (Ludovicus Porcus)