Tour de France 2020

  • Der Start der Tour de France 2020 findet in Nizza statt. Das gab die Tour-Organisation ASO am Montag bekannt. Die 107. Auflage der Frankreich-Rundfahrt wird am 27. Juni gestartet. Nizza wird zum zweiten Mal nach 1981 den Grand Depart ausrichten und hat im Radsport eine große Tradition. In der südfranzösischen Stadt endet unter anderem jedes Jahr die gut einwöchige Rundfahrt Paris-Nizza.

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • Die nächste Tour dürfte Emanuel Buchmann (Ravensburg) in die Karten spielen. Insgesamt fast drei Dutzend Gipfel bei acht ausgewiesenen Bergetappen, in allen Gebirgszügen Frankreichs, das einzige Zeitfahren ist eine Bergankunft. Mit Alpe d Huez, Mont Ventoux und dem Tourmalet fehlen aber einige mythische Orte. Erstmals geht es auf den 2034 Meter hohen Col de la Loze oberhalb von Meribel.

    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)

  • Austragung nahezu ausgeschlossen


    Die Austragung der diesjährigen Tour de France zum angedachten Termin (27. Juni bis 19. Juli) scheint nach den jüngsten Aussagen von Emmanuel Macron nahezu ausgeschlossen. Frankreichs Staatspräsident kündigte am Abend des Ostermontag an, die strikten Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Coronakrise landesweit bis zum 11. Mai zu verlängern. Weiter erklärte Macron, dass "Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden" könnten. Davon wäre auch die 107.Auflage des weltweit wichtigsten Radrennens betroffen.


    https://www.eurosport.de/radsp…en_sto7725771/story.shtml

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • Ineos lässt Froome und Thomas die Vuelta & den Giro fahren, daher nur Bernal als Kapitän zur Tour de France.


    Jumbo Visma geht den anderen Weg und fährt zur Tour alles auf, was sie so haben:

    Dumoulin, Roglic, Kruijswijk, Bennett..


    Ich bin ja mal gespannt. Viele Fahrer zuletzt gestürzt (u.a. Buchmann), aber auch die anderen Großen mit Problemen. Könnte sehr offen werden..

    Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.

  • Immerhin: Buchmann und Schachmann können bei der Tour de France starten. :positiv1:


    Der Vorjahresvierte Emanuel Buchmann war vor 10 Tagen bei der Dauphiné-Rundfahrt gestürzt, der befürchtete Schlüsselbeinbruch war es zwar nicht, aber schwere Prellungen und Hautabschürfungen. Der deutsche Ex-Meister Maximilian Schachmann erlitt zur selben Zeit bei der Lombardei-Rundfahrt einen Schlüsselbeinbruch.


    https://www.bbv-net.de/Sport/S…rance-starten-258997.html



    Laut offiziellen Quellen sollen zwei positive Corona-Fälle bei einem Rennstall innerhalb von sieben Tagen bei der anstehenden Tour automatisch zum Ausschluss einer Mannschaft führen. Die Teams (dazu zählen auch Betreuer und Staff) werden zweimal vor der Tour sowie jeweils an den beiden Ruhetagen auf das Coronavirus getestet. So könnte es gerade an den Ruhetagen zu unliebsamen Überraschungen kommen.

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • Laut offiziellen Quellen sollen zwei positive Corona-Fälle bei einem Rennstall innerhalb von sieben Tagen bei der anstehenden Tour automatisch zum Ausschluss einer Mannschaft führen. Die Teams (dazu zählen auch Betreuer und Staff) werden zweimal vor der Tour sowie jeweils an den beiden Ruhetagen auf das Coronavirus getestet. So könnte es gerade an den Ruhetagen zu unliebsamen Überraschungen kommen.


    ...vor allem, wenn jemand falsch-positiv getestet wurde und einen Tag später wieder richtig-negativ ist, so wie zuletzt bei bora-hansgrohe, die daraufhin nicht an einem Rennen teilnehmen durften, obwohl alle gesund waren. Das könnte noch zu größeren Diskussionen führen. :motzen:


    Spannend wirds auf jeden Fall.

    Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.

  • Wie eine Weihnachtsfeier im Februar


    Es ist schwer möglich, in Frankreich aufzuwachsen, ohne dass später die Tour de France durch die Kindheitserinnerungen geistert. Meinten die Eltern es wirklich ernst mit ihrer Begeisterung für den Radsport, reiste man zu einer Etappe, stand am Straßenrand, wartete auf die Fahrer und ließ sich vorher von den Autos der Sponsoren aus mit eingeschweißter Salami, Plastikspielzeug und Süßigkeiten bewerfen. Ein bisschen wie Straßenkarneval, nur weniger alkoholisiert und kaum Auswahl bei den Kostümen (grünes, gelbes oder rotgepunktetes Trikot).


    Selbst wenn man sie nur am Fernseher betrachtete, war die Tour ein Erlebnis. Draußen war Hochsommer, drinnen konnte man sich ungestört aufs Sofa setzen und Pause vom Schwitzen machen, fürs Tourschauen haben selbst die strengsten Eltern Verständnis. Sie sehen dann im fernsehenden Kind sich selbst, ein paar Jahrzehnte früher, auf einem altmodischeren Sofa. Wenn man Pech hat, sagen die Väter dann Dinge wie: "Früher sind die Fahrer die Nächte durchgefahren." Oder: "Früher mussten sich die Fahrer ihre eigenen Ersatzreifen um den Körper schnallen." Damit das Kind ja nicht vergisst, dass es im Zeitalter der Luschen aufwächst. Aber sonst ist alles schön.


    Doch 2020 verstrich der Juli ohne Bergetappe, ohne Luftaufnahmen der schönsten französischen Regionen, die einen je nach persönlicher Neigung ohnehin mehr interessieren als die gekrümmten Rücken der Radkämpfer, und ohne dass irgendein kleiner Nachbarsjunge Buch führte über Zeiten, Erfolge und Unfälle. Acht Wochen dauern die französischen Sommerferien, der innere Rhythmus hat sich darauf eingestellt, dass sie ungefähr mit der Tour beginnen und nach dem Ende der Tour noch lange nicht vorbei sind.


    In diesem Sommer geschieht nun etwas, das sich ähnlich deplatziert anfühlt wie eine Weihnachtsfeier im Februar: Die Tour beginnt gleichzeitig mit dem Schulstart. Man ahnte es schon, nun kann man es schriftlich im Terminkalender nachprüfen: Es ist der Radsport-Industrie ziemlich egal, ob Millionen Enkelkinder zur Beschäftigung von ihren Großeltern vor die Tour-Übertragung gesetzt werden. Die Waden sind trainiert, die Werbeverträge unterschrieben, die Etappen abgesteckt, die Tour kommt. Nur radelt sie in diesem Jahr ein wenig ins Nichts...


    https://www.sueddeutsche.de/sp…rona-frankreich-1.5012281


  • ...vor allem, wenn jemand falsch-positiv getestet wurde und einen Tag später wieder richtig-negativ ist, so wie zuletzt bei bora-hansgrohe, die daraufhin nicht an einem Rennen teilnehmen durften, obwohl alle gesund waren. Das könnte noch zu größeren Diskussionen führen. :motzen:

    Spannend wirds auf jeden Fall.


    Das Team Lotto-Soudal mit den deutschen Radprofis John Degenkolb und Roger Kluge hat bereits vor Tour-Beginn zwei Coronafälle. Zwei Personen aus dem Betreuerstab wurden ausgetauscht. Mit den beiden wurden auch ihre Zimmergenossen als Risikokontakte nach Hause geschickt.


    Der Radsport-Weltverband UCI hat währenddessen seine Corona-Regeln noch einmal überarbeitet:

    Wegen der Gefahr "falsch positiver" Coronatests wurde auf Druck der Teams das Sicherheitsprotokoll angepasst und eine weitere obligatorische "B-Probe" angeordnet. Damit soll ausgeschlossen werden, dass Fahrer aufgrund einer falschen Diagnose vom Rennen ausgeschlossen werden. Außerdem soll nur noch ein Team von der Tour ausgeschlossen werden, wenn binnen sieben Tagen zwei Fahrer positiv getestet wurden - zuvor galt dies für das gesamte Team + Betreuer.

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

  • Julian Alaphillippe (Frankreich) hat die zweite Etappe aus einer Ausreißergruppe raus vor Marc Hirschi (Schweiz) und Adam Yates (Großbritannien) gewonnen.

    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)

  • Machtdemonstration von Jumbo mit Tagessieger Roglic.


    Buchmann kassiert 9 Sekunden. Ansonsten mit Ausnahme vielleicht von einigen aus der zweiten Reihe wie z.B. Valverde, Aru, Carapaz, D. Martin sind sonst alle Top-Gesamtklassement-Fahrer vorne gut mitgefahren.

    Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.

  • Wout Van Aert (Belgien) gewinnt die fünfte Etappe im Sprint. Sam Bennett (Irland) wurde Dritter und übernimmt das Grüne Trikot von Peter Sagan (Slowakei).

    "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
    Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)

  • Das war schon Wahnsinn wie Bora von Beginn an gleich in den ersten Anstieg reingebolzt ist um die Sprinterkonkurrenz abzuhängen! Mit Erfolg (Caleb Ewan, Kristoff, Nizzolo, Cees Bol und mit Sam Bennett auch der Träger des Grünen Trikots). Der Wind kam ihnen auf der Strecke natürlich auch entgegen, heftig, wie das Feld auf der Windkante auseinandergebrochen ist.


    Mal sehen ob ihnen das heute um die Ohren fliegt. Bei Bora haben ja auch die Klassementfahrer mitgeholfen und einige Körner gelassen. Und das nur einen Tag vor der ersten Pyrenäenetappe! Heute steht mit dem Port de Balès der erste Anstieg der Hors Catégorie an, dazu mit dem Col de Mente und Col de Peyresourde zwei der ersten Kategorie.

    "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)