[Reformen] Sammelthread Ligareformen (inkl. DFB-Taskforce)

  • Man könnte es ja auch so machen, dass wenn zwei Mannschaften aus der gleichen Liga gegeneinander gelost werden immer abwechselnd Heimrecht haben. Ein Beispiel: Es wird gelost Arminia Bielefeld vs. VfL Bochum. Angenommen, die letzte Pokalpartie der beiden war in dieser Konstellation und es wird in der laufenden Saison erneut diese Konstellation gelost. Dann wird aber das Heimrecht getauscht. Wurde im Davis Cup so gemacht.

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  • Reicht es nicht, dass schon fast jeder andere frühere echte Pokalwettbewerb durch Setzlisten und Lostöpfte bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet wurde?


    Es ist ein Pokalwettbewerb verdammt nochmal. Alle in einen Topf und dann wird ausgelost. Und wenn der SV Sandhausen zum FC Bayern muss, dann ist das eben so.


    Der DFB-Pokal ist gut so wie er ist. Wenn überhaupt würde ich den Modus sogar wieder etwas weiter zurückdrehen. Sprich auch die Drittligisten in den Profitopf werfen. Nur ab Regionalliga abwärts gibt es noch Heimspiel garantiert. Die dann aber auf jeden Fall gegen einen Bundesligisten. Denn das finde ich immer sehr schade, wenn so ein Viert- oder Fünftligist dann mit dem SV Sandhausen gestraft wird.

  • Es ist ein Pokalwettbewerb verdammt nochmal. Alle in einen Topf und dann wird ausgelost. Und wenn der SV Sandhausen zum FC Bayern muss, dann ist das eben so.

    Das nimmt doch dem Pokal völlig die Seele. Gerade "David gegen Goliath" macht den Reiz aus. Das fehlte noch, dass der gottgleiche FC Bayern dann nur Heimspiele auf dem Weg zum 451. Pokalsieg bekommt. Wenn, dann müssen unterklassige Vereine immer Heimrecht haben.

    "Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." (Friedrich Schiller - Wilhelm Tell 4. Akt, 4. Aufzug, 3. Szene)

  • Das mit den Heimspielen für die unterklassigen Mannschaften sehe ich genauso. Die Idee, das die Amateure nur gegen Bundesligisten spielen halte ich nicht für besonders gut, denn so nimmst du den kleinen die Möglichkeit, auf einen schwachen 2. Ligisten zu stoßen und damit eine reellen Chance aufs Weiterkommen.

  • Es ist ein Pokalwettbewerb verdammt nochmal. Alle in einen Topf und dann wird ausgelost. Und wenn der SV Sandhausen zum FC Bayern muss, dann ist das eben so.

    Das nimmt doch dem Pokal völlig die Seele. Gerade "David gegen Goliath" macht den Reiz aus. Das fehlte noch, dass der gottgleiche FC Bayern dann nur Heimspiele auf dem Weg zum 451. Pokalsieg bekommt. Wenn, dann müssen unterklassige Vereine immer Heimrecht haben.

    Ja, dieser seelenlose FA-Cup, der Urgroßvater aller Pokalwettbewerbe und der bis heute vermutlich angesehenste nationale Pokalwettbewerb... der ist so völlig seelenlos, weil der Viertligist FC Morecambe, der sich in die Runde der letzten 64 vorgekämpft hat - die dann ja der deutschen 1. Hauptrunde entspricht - auswärts beim FC Chelsea antreten muss.

  • Das nimmt doch dem Pokal völlig die Seele. Gerade "David gegen Goliath" macht den Reiz aus. Das fehlte noch, dass der gottgleiche FC Bayern dann nur Heimspiele auf dem Weg zum 451. Pokalsieg bekommt. Wenn, dann müssen unterklassige Vereine immer Heimrecht haben.

    Ja, dieser seelenlose FA-Cup, der Urgroßvater aller Pokalwettbewerbe und der bis heute vermutlich angesehenste nationale Pokalwettbewerb... der ist so völlig seelenlos, weil der Viertligist FC Morecambe, der sich in die Runde der letzten 64 vorgekämpft hat - die dann ja der deutschen 1. Hauptrunde entspricht - auswärts beim FC Chelsea antreten muss.

    England interessiert hier nicht die Bohne. Der DFB-Pokal wird in Deutschland ausgespielt und von deutschen Vereinen ausgetragen. Warum soll man so einen absolut unnötigen und vor allem von der überwältigenden Mehrheit abgelehnten Modus einführen? Nur weil ein englischer Viertligist zu Chelsea fahren muss, müssen wir hier nicht den Reiz den Pokals abschaffen. Die Unterschiede zwischen Amateur- und Profifußball sind inzwischen derartig riesig, da kann man es den Profis auch mal zumuten, über die Dörfer zu tingeln.

    "Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." (Friedrich Schiller - Wilhelm Tell 4. Akt, 4. Aufzug, 3. Szene)

  • Über welche Dörfer tingelt denn der FC Bayern bitte schön? Jede Provinztruppe, die in der 1. Runde dieses Los zieht, verlegt das Spiel dann doch eh in ein 50 km entferntes 30.000 Zuschauer Stadion in der nächsten Großstadt. Womit es kein Heimspiel mehr ist, sondern ein Spiel auf neutralem Platz. Und gegen den FC Bayern hat doch eh kein Amateurverein ein Heimspiel. Selbst wenn sich mal einer entscheiden würde, die Partie auf der eigenen 5.000 Mann Bezirkssportanlage auszutragen, tauchen am Spieltag da dann ja doch 4.000 Konsumenten im Bayern-Leibchen auf.

  • Über welche Dörfer tingelt denn der FC Bayern bitte schön? Jede Provinztruppe, die in der 1. Runde dieses Los zieht, verlegt das Spiel dann doch eh in ein 50 km entferntes 30.000 Zuschauer Stadion in der nächsten Großstadt. Womit es kein Heimspiel mehr ist, sondern ein Spiel auf neutralem Platz. Und gegen den FC Bayern hat doch eh kein Amateurverein ein Heimspiel. Selbst wenn sich mal einer entscheiden würde, die Partie auf der eigenen 5.000 Mann Bezirkssportanlage auszutragen, tauchen am Spieltag da dann ja doch 4.000 Konsumenten im Bayern-Leibchen auf.

    Richtig. Leider wurden die Anforderungen an die Infrastruktur derartig nach oben geschraubt, dass kaum ein Amateurverein im eigenen Stadion antritt. Zumindest nicht gegen die Bayern. Aber was wäre denn besser: Atlas Delmenhorst (nur als Beispiel) gegen die Bayern im relativ nahen Weserstadion oder im weit entfernten München?


    Und ja, auch deinem Beispiel-Heimspiel tauchen dann die 4000 Bayernfans auf. Aber eben auch 1000 Heimfans.

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  • da kann man es den Profis auch mal zumuten, über die Dörfer zu tingeln.

    das passiert ja immer weniger, weil die Spielstätten auf den Dörfern gar nicht zugelassen werden. und ob man noch von einem "Heimspiel" sprechen kann, wenn der Amateurverein sich in die nächstgelegene Kommerzarena einmieten muss und dabei noch Verlust macht oder jedenfalls keinen Gewinn …


    Aber was wäre denn besser: Atlas Delmenhorst (nur als Beispiel) gegen die Bayern im relativ nahen Weserstadion oder im weit entfernten München?

    könnte diese Auswärtsfahrt nicht auch ein Highlight sein ? mehr als ein "Heimspiel" in der Arena eines Vereins, den man vielleicht gar nicht mag

    #22/5 5 Regional-Verbände = 5 Regional-Ligen = 5 Regional-Meister = 5 Aufsteiger

  • da kann man es den Profis auch mal zumuten, über die Dörfer zu tingeln.

    das passiert ja immer weniger, weil die Spielstätten auf den Dörfern gar nicht zugelassen werden. und ob man noch von einem "Heimspiel" sprechen kann, wenn der Amateurverein sich in die nächstgelegene Kommerzarena einmieten muss und dabei noch Verlust macht oder jedenfalls keinen Gewinn …

    Das ist ein Problem, dass man definitiv angehen muss. Aber deswegen muss man nicht den Modus ändern.

    "Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." (Friedrich Schiller - Wilhelm Tell 4. Akt, 4. Aufzug, 3. Szene)

  • Das haben wir doch jedes Jahr:

    Es gibt Amateurvereine, die sich freuen wie Schneekönige, ihr Spiel zuhause oder im relativ nahem großen Stadion organisieren, ihr Fußballfest haben und auch noch unterm Strich Geld verdienen.

    Und dann die anderen, die über den "unattraktiven" Gegner maulen, organisatorisch nix auf die Reihe kriegen und hinterher nur unzufrieden sind.

    Die Anforderungen sind zum Teil wirklich hoch, aber das liegt doch nicht am Modus und letztlich auch an den Erwartungen und Geschick der Heimvereine, ob was draus wird.

  • wenn man sich die Auslosungen in der Sportschau anguckt, freuen sich diese Dorfvereine nur über Bayern und Dortmund. Wenn die Mainz oder Bochum zugelost bekommen, gehen die Mundwinkel meist nach unten.

  • Vor Jahren mal Waldkirch - Fürth in Bahlingen. Nette Vorkontakte der Vereine, gut organisiert vor Ort, alles eine runde Sache.

    Dann mal Pfeddersheim - Fürth im Stadion Worms. Ebenso nett und gut organisiert. Weil mehr Fürther als erwartet kamen, wurde kurzerhand ein weiterer Block geöffnet. War dann "gemischt" nix Fantrennung. Null Problemo. 0,5 Weinschoppen. :lachen:

    Norderstedt - Fürth auch sehr nett, obwohl da die Auflagen des DFB ziemlich Probleme machten und Norderstedt leicht überfordert mit der Organisation war. Huch, da kommen ja Gästefans..

    Aber die Ordner trotz Unkenntnis und Überforderung trotzdem freundlich und sie haben dann doch den Gästeblock auf die Beine gekriegt. Und es gab sogar nicht nur Bier und Bratwurst, sondern auch Kaffee und offensichtlich selbstgebackenen Kuchen. Klasse!

    Als totaler Kontrast: Morlautern - Fürth. Rumgestänker im Vorfeld, die hatten wohl den FCK erhofft. Nach langem hin und her Spiel in Pirmasens. Dort von der Stadt als Stadioneigentümer gut organisiert. Aber Morlautern und seine "Fans" von vorn bis hinten voll daneben ( um mal das Wort "aso..." zu vermeiden.)

    Liegt offenbar nicht an den Auflagen, sondern an der Einstellung des Heimvereins.

  • Reicht es nicht, dass schon fast jeder andere frühere echte Pokalwettbewerb durch Setzlisten und Lostöpfte bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet wurde?

    Ein weiterer Vorschlag von mir war ja auch noch, dass Vereine der gleichen Liga nicht gegeneinander spielen sollten, solange nicht mehr als die Hälfte der verbleibenden Teilnehmer aus einer Liga sind. Die Mannschaften einer Liga spielen ja schon zweimal in der Saison gegeneinander. Von daher halte ich es für sinnvoll weitere Begegnungen zu vermeiden, solange es geht.

  • Das wäre aber nicht schön, da dann die Bundesligisten immer gegen kleinere spielen. Es ist doch super das sich die Bundesligisten gegenseitig rausnehmen und dann ein kleiner durch Siege gegen andere kleine weit kommen kann.

  • Die kleinen wollen doch immer gegen die großen spielen.

    Das kann man sicher nicht für alle sagen, viele möchten auch lieber eine gute Chance haben in die nächste Runde zu gelangen. Das Stadion ist sicher bei den meisten konstellationen Ausverkauft.

  • Die kleinen wollen doch immer gegen die großen spielen.

    Das kann man sicher nicht für alle sagen, viele möchten auch lieber eine gute Chance haben in die nächste Runde zu gelangen. Das Stadion ist sicher bei den meisten konstellationen Ausverkauft.

    Das hängt auch etwas vom Verlauf der Pokalsaison ab. Wenn man mal im Achtelfinale steht, hat man vielleicht lieber Sandhausen als Bayern zum Gegner. Zudem spielen auch die Geographie und gewachsene Rivalitäten eine Rolle. In Offenbach spielt man sicher lieber gegen die Frankfurter Eintracht als gegen die Bayern.

    "Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." (Friedrich Schiller - Wilhelm Tell 4. Akt, 4. Aufzug, 3. Szene)