[DFB] Neues aus der Otto-Fleck-Schneise

  • DFB versus DFL
    DFB - Verband mit Imageproblemen, aber einem 5-Punkte-Plan

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    Den Verband nervte es schon immer, dass in Bundesliga-Stadien Schmähgesänge und -plakate auftauchten, die meist nur den DFB zur Zielscheibe hatten. Ihn stört es, wenn Politiker jetzt für die 3. Liga und Frauen-Bundesliga ein Hygienekonzept verlangen - dabei war dieses Papier von Anfang auch für die beiden höchsten Spielklassen unter DFB-Obhut angelegt. Obwohl im DFB-Präsidium mit DFL-Chef Christian Seifert, seinem Vertreter Peter Peters, dem DFL-Direktor Ansgar Schwenken, Oliver Leki (SC Freiburg) oder Steffen Schneekloth (Holstein Kiel) mehrere Liga-Vertreter sitzen, sind die Irritationen wieder größer geworden.
    Dazu kam die jüngste Attacke von Karl-Heinz Rummenigge (FC Bayern), der Keller Populismus vorwarf. Eine Replik auf Kellers Aussagen zu abgehobenen und "großkotzigen" Bundesliga-Stars. Viele aus der Liga fanden vielleicht nicht die Wortwahl, aber die Maßregelung angebracht.
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  • Mit Gefälligkeiten zum Deal?

    Der DFB steht vor dem nächsten Skandal

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    Aus dem Bericht soll hervorgehen, dass ein Infront-Wettbewerber bis zu 18 Millionen Euro mehr geboten habe. Insgesamt summiere sich der Schaden für den DFB aus Geschäften mit Infront auf bis zu 40 Millionen Euro, wie die Ermittler laut des "Spiegel" errechneten.

    So soll im Monat des Zuschlags der Sohn des damaligen DFB-Generalsekretärs Helmut Sandrock eine Stelle bei Infront bekommen haben. Der damalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sei von Günter Netzer, zu dieser Zeit Executive Director bei Infront, auf eine Luxusjacht im Mittelmeer eingeladen worden. Und einige DFB-Mitarbeiter hätten zudem Luxusuhren erhalten.

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  • Wenn man bedenkt, Koch macht das nur als"Halbtagsjob".

    Mit der anderen Hälfte ist er immer noch Richter.

    Keller ist ja außerdem noch "Großwinzer".

    Wir haben alle das falsche gelernt und gemacht.

  • Zitat

    Monatlich 20.500 Euro: Eine schallende Ohrfeige für das Ehrenamt

    Kommentar zu den vom Vergütungs- und Beratungsausschuss offengelegten Aufwandsentschädigungen der DFB-Spitzenfunktionäre


    Während sich DFB-Präsident Fritz Keller damit rühmt, dass die Offenlegung dieser Gelder, ein wichtiger Beitrag zu einer vollkommenen Transparenz des größten Sportverbandes der Welt ist, sorgen die Zahlen in der breiten Öffentlichkeit für nur noch für Kopfschütteln, ja beinahe schon für Wut und Zorn. So bekommt der DFB-Chef eine jährliche Entschädigung von 246.000 Euro (monatlich: 20.500 Euro), Vizepräsident Regional- und Landesverbände, Dr. Rainer Koch, der gleichzeitig BFV-Präsident ist, 144.000 Euro (monatlich: 12.000 Euro). Ergänzend dazu: Beide Männer sind ehrenamtlich (!) tätig und nagen im "normalen Leben" als Unternehmer bzw. Jurist ohnehin nicht am Hungertuch. Die Veröffentlichung dieser horrenden Summen ist also kein Schritt zu einem besseren, weil saubereren DFB, sondern eine weitere schallende Ohrfeige für das eigentliche Ehrenamt.

    hieraus: https://www.fupa.net/berichte/…er-das-ehren-2667864.html

  • Selbst wenn man diese bescheurten Namen "Diäten" aus der Politik und "Entschädigung" im Sport (u.ä.?) ändern würde, sind solche Beträge einfach nur.... krank! Wieder ein Beweis, warum mich der moderne Fussball ankotzt und wenn ich nicht in den 80ern mit dem damals noch einigermaßen "normalen" Fussballgeschäft groß geworden wäre, heute würde es mich als Kind oder Jugendlicher nicht wirklich reizen oder interessieren, wenn mein Vater mich über die gute alte Zeit aufklären würde, falls ich doch Interesse entwickeln sollte, weil ich es ja nicht anders kennen würde... (Hat jeder den verschachtelten Satz verstanden? :kicher:)

  • Ich bin noch in einer Phase, wo mir das wirkliche Loslassen des Profifußballs schwer fällt, aber so richtig gefällt mir das nicht mehr. So ganz davon wegkommen geht irgendwie auch noch nicht.


    Bin auch froh und dankbar, in den 80ern den Fußball mit fast jeder Faser erlebt zu haben - zähle die 90er und die Anfang 2000er (mit dem Aufstieg der Eintracht in die 2 Liga als persönliches Fanhighlight) auch hinzu. Aber gerade die 80er als Kind und Jugendlicher bis zum jungen Erwachsenen haben schon sehr eindrucksvoll geprägt. Und genau von diesem Gefühl bin ich ziemlich weit weg. Das ist schade.

  • Neu sind diese Zahlen nicht, nur gibt sie der DFB jetzt offen zu. Immerhin. Transparenz war doch gefordert. Die Konsequenz daraus muss natürlich folgen. "Ehrenamt" a la DFB, Olympische Gremien etc.

    Aber schaut mal nach, was eure Oberbürgermeister/Bürgermeister an "Aufwandsentschädigung" für diverse Aufsichtsratposten "qua Amt" bekommen.

  • Neu sind diese Zahlen nicht, nur gibt sie der DFB jetzt offen zu. Immerhin. Transparenz war doch gefordert. Die Konsequenz daraus muss natürlich folgen. "Ehrenamt" a la DFB, Olympische Gremien etc.

    Aber schaut mal nach, was eure Oberbürgermeister/Bürgermeister an "Aufwandsentschädigung" für diverse Aufsichtsratposte "qua Amt" bekommen.

    Der aktuelle von Leverkusen hätte nicht einen einzigen Cent verdient, für seine "Leistungen"....:motzen:

  • Der Koch arbeitet mit halber Stelle als Richter. Die andere Halbe hat er sich beurlauben lassen für sein "Ehrenamt". Ich würde verstehen, wenn der DFB in Höhe des fehlenden Gehalts zahlen würde. Aber da fließt ja deutlich mehr.

    Zum Vergleich: ich bin ehrenamtlich Stadtrat. Das ist mit Ratssitzung und Ausschüssen sowie irgendwelchen Terminen etwa 15 - 20 Stunden im Monat. Dafür gibts pauschal 190 € im Monat, keine Spesen.

  • Das Eine will man - das Andere muss man.

    Der DFB ist mit seinen über 7 Mio. Mitgliedern der größte Sport-Fachverband der Welt. In der Spitze haben es die gewählten Vertreter mit Vollprofis zu tun, die mit allen Wassern gewaschen sind. Es bestehen Verträge mit Wirtschaftsunternehmen, die von hochdotierten Bossen gelenkt werden.

    Wenn wir also wollen, dass gute Leute diesen Verband führen, müssen wir folglich auch bereit sein, diesen "Ehrenamtlern" Gagen zuzugestehen, die zumindest denen von Spitzenpolitikern ähneln.


    Manfred es kommt ja immer darauf an, in welcher Stadt oder Gemeinde man als Rat tätig ist. Je mehr Einwohner, desto mehr kann gezahlt werden. Es gibt Städte, wo es deutlich mehr gibt. Als Deinen Lieblingsverein gibst Du Die SpVgg Fürth an. Dort gibt es knapp 1.000 € + Sitzungsgeld.

    :jaaa: Zwei die nichts wissen, wissen auch nicht mehr als einer, der auch nichts weiß :jaaa:

  • Ich dachte, Gehaltsverzicht wäre angesagt:

    Im schlimmsten Fall würde der DFB bis zum Jahresende 96,5 Millionen Euro weniger als geplant einnehmen. Bei diesem Szenario stünde ein Minus von 77 Millionen Euro zu Buche. 13,8 Millionen Euro davon wären nicht durch Rücklagen gedeckt. Aufgrund des vorhandenen Eigenkapitals wäre der Verband allerdings nicht pleite.


    Entlassungen will der DFB vermeiden, auch wenn es ab dem 1. Mai in Teilbereichen zu Kurzarbeit gekommen ist. Die geplanten Lohnerhöhungen wurden ausgesetzt, die hauptamtliche Spitze hat sich zu einem Gehaltsverzicht zwischen 10 und 30 Prozent bereit erklärt.

    Ach so, gilt nur für die "Hauptamtler" :lachen: