• Der Regen der letzten Tage in der Pfalz war von Menge und Intensität genau richtig. Anderswo hats wohl heftig runtergehauen. Das Grundproblem ist: wenn es nach längerer Trockenphase gleich heftig regnet, kann das Wasser nicht in den ausgetrockneten festen Boden eindringen. Es fließt weg oder bleibt stehen bzw. schwemmt noch die oberen Schichten weg, beschädigt Pflanzen auf den Äckern usw.

    Außerdem haben wir immer noch zu wenig Regen, um das Grundwasser wieder steigen zu lassen und um tief genug zu dringen und dadurch die Baumwurzeln zu tränken.

    Bei uns in der Pfalz sichtbar am Oberlauf des Flüsschens Rodalb. Die ist samt der kleineren Weiher praktisch trocken gefallen. Am Mittel- und Unterlauf ist noch scheinbar genug drin. Die Stadt Pirmasens hat im Rodalbtal mehrere Tiefbrunnen, die aber auf den Gemarkungen von Lemberg und Rodalben liegen. Und schon geht der Neid los: Einige Bürger dort behaupten schon "die ziehen uns zuviel Wasser ab und die Rodalb trocknet aus" - was sachlich nicht stimmt, aber es zeigt wo, die die Konflikte kommen könnten.

    An Moosalb und Schwarzbach pumpen immer noch viele Leute ihr Gartenwasser aus dem Bach direkt. Nachdem Motto "Hauptsache ich habe..."

    In der Vorderpfalz, wo Landwirte direkt das Grundwasser anzapfen, gibts auch schon Konflikte.

  • Bei uns für morgen angesagt. Wird der Hund wieder das toben anfangen.

    Gehts nicht ohne? Gestern und heute immer wieder " normaler" längerer Regen. So könnts durchaus noch ein paar Tage gehen, auch wenn es den Ausflugsplan vereitelt.

  • Habe am Montag meine Wanderung wegen der Wetterprognose abgesagt. Seit Dienstag per pedes unterwegs und keinen Tag mit trockenen Füßen beendet. Aaaaber: Das Wohl vieler geht vor den Bedürfnissen eines einzelnen. Wenn ich sehe, wie die Hülen auf der Alb, die ja keinen natürlichen Zufluss haben, ihren Wasserstand verloren haben oder wie trocken die Erde immer noch ist, dann war der Regen gut so. Nur vorgestern bin ich in Sturmböen, Platzregen und Gewitter hineingewandert, und das im Wald ohne Möglichkeit, abzubrechen. Das war etwas unangenehm und unvernünftig von mir.

    „Meine Herren! Wie ich soeben höre, hat der Zug zwölf Minuten Verspätung!
    Zwölf kostbare Minuten! Ich bin sehr gespannt, was Sie nun mit diesem Geschenk anfangen!“

  • Keine Bange. Auch für 2023 wird man uns am Ende wieder erklären, dass es von Flensburg bis Garmisch das heißeste und trockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. :lol:

  • Keine Bange. Auch für 2023 wird man uns am Ende wieder erklären, dass es von Flensburg bis Garmisch das heißeste und trockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. :lol:

    Klimawandel soll ja was Globales sein. Ein nasser Juli in Deutschland ist da eher nur ein "Tropfen auf den heißen Stein". Erst recht, wenn man sich z.B. das Wetter in Südeuropa zum Vergleich ansieht.

    Sh. auch US-Wetterbehörde meldet Rekordtemperatur im Nordatlantik

    2 Mal editiert, zuletzt von WieWaldi ()

  • Ob es das heißeste Jahr aller Zeiten wird, entscheidet sich auch nicht im Juli, sondern wenn die Wintermonate zu warm sind.

    Ist das noch Fußball?

  • In der Vorderpfalz, wo Landwirte direkt das Grundwasser anzapfen, gibts auch schon Konflikte.

    Wer sich sein Wissen über den Klimawandel nicht nur vom Wetterbericht der Tagesschau vorkauen lässt, der stößt beispielsweise immer häufiger auf Artikel, in denen ein Zusammenhang zwischen der Vermaisung von inzwischen fast 8% der deutschen Staatsfläche für den Betrieb von Biogasanlagen und den in den letzten Jahren stetig sinkenden Grundwasserpegeln vermutet wird. Das wäre dann in der Tat ein menschengemachter Klimawandel, aber mit irgendwelchem CO2-Anstieg in der Atmosphäre hätte es nur sehr wenig zu tun.

  • Die Vermaisung stimmt, die ist sehr wasserverbrauchend. Aber man darf das nicht reduzieren auf " Mais für Biogasanlagen". Mais ist auch Futtermittel.

    Bauern rechnen - wer wills ihnen verdenken - pflanze ich Mais, Raps oder Gerste an und verkaufe ich das dann für Biogas, Futtermittel, für Ölgewinnung (Raps) oder Nahrungsmittel bzw. Braugerste oder schmeiße ich es in die eigene Biogasanlage usw.

    Maisanbau ist in vielerlei Hinsicht umweltschädlich.

    Aber es gibt auch viele andere "Wasserfresser".

  • Dazu gabs vor ein paar Tagen auch eine aktuelle Sendung im Südwest-TV.

    In Hunsrück und Hochwald wird das Wasser knapp, daher die aktuelle Auseinandersetzung um die Mineralwasserfirma.

    Die Wasserentnahme durch die Landwirtschaft in der Vorderpfalz wird auch zunehmend zum Problem. Sie ist keineswegs vernachlässigbar.

  • Die Vermaisung stimmt, die ist sehr wasserverbrauchend. Aber man darf das nicht reduzieren auf " Mais für Biogasanlagen". Mais ist auch Futtermittel.

    Bauern rechnen - wer wills ihnen verdenken - pflanze ich Mais, Raps oder Gerste an und verkaufe ich das dann für Biogas, Futtermittel, für Ölgewinnung (Raps) oder Nahrungsmittel bzw. Braugerste oder schmeiße ich es in die eigene Biogasanlage usw.

    Maisanbau ist in vielerlei Hinsicht umweltschädlich.

    Aber es gibt auch viele andere "Wasserfresser".

    Die Vermaisung bewirkt übrigens nicht nur durch den hohen Wasserverbrauch im Sommer das Absinken des Grundwasserpegels. Böden, die mit Mais-Monokulturen bepflanzt sind, werden über die Jahre immer weiter verdichtet, das Regenwasser dringt immer weniger in den Boden ein, sondern fließt stattdessen oberflächennah ab, es kommt zur Erosion etc. Und damit setzt sich ein Teufelskreis in Gang. Nicht nur entnimmt der Maisanbau viel Grundwasser, er beeinträchtigt auch die Regeneration der Grundwasserschicht.